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Bahnsteiggleicher Umstieg Bus - (Hochflur-)Bahn
geschrieben von benji2 
Ich habe vor einiger Zeit einmal angefangen, alle deutschen Haltestellen zusammenzutragen, an denen Bahnen mit hoher Bahnsteigkante (Mittelflur, Hochflur, also Stadtbahnen, U-Bahnen, Eisenbahnen) einen bahnsteiggleichen Umstieg zu Buslinien ermöglichen. Ausschlaggebend für mich sind, dass beim Umstieg
  • keine größeren Höhen durch Stufen, lange Rampen, Aufzüge oder Rollsteige und
  • keine langen Strecken (maximal ca. 50-100 Meter) zurückzulegen sind,
  • dabei möglichst weitreichend überdacht, und dass
  • keine anderen Verkehrswege als dem Fußgänger zugedachten Flächen überwunden werden müssen, also insbesondere keine Gleise oder Fahrbahnen, ausgenommen vielleicht Busfahrbahnen,
  • somit sich die beiden Systeme ungefähr auf der gleichen "Etage" treffen.
Solche Umsteigeanlagen halte ich für sehr gelungen. Dadurch wird der Umstiegeweg kurz, attraktiv, bequem und barrierefrei; zugleich können teure maschinentechnische Förderanlagen wie Aufzüge und Rollsteige eingespart werden. Für mich gehören zu dieser Kategorie daher sowohl Parallelsysteme wie in Dortmund Schulte-Rödding, als auch T-förmige Systeme wie in Dortmund Hacheney und Dortmund Westerfilde.

Nun meine Frage: Wo gibt es noch solche Umsteigestellen in NRW? Bisher habe ich nur Bielefeld und Dortmund danach abgesucht. Gerade in Düsseldorf und Köln würde ich dererlei noch vermuten (Bocklemünd?). Und auch im S-Bahn- und übrigen SPNV-Bereich wird es sicherlich noch Beispiele geben. Freue mich auf Eure Beiträge!

Als Ansporn für alle Antwortschreiber hier meine bisher zusammengetragene Liste, bisher nur mit BOStrab im Fokus:
  • Bielefeld, Stadtbahn: Babenhausen Süd | Lohmannshof | Schildesche | Senne | Sieker
  • Dortmund, Stadtbahn: Schulte-Rödding | Westerfilde | Hacheney
  • Frankfurt am Main, Stadtbahn: Enkheim | Preungesheim
  • Hannover, Stadtbahn: Altwarmbüchen | Anderten | Empelde | Garbsen | Jädekamp | Langenhagen Zentrum | Misburg | Misburger Straße | Stöcken | Vier Grenzen | Wettbergen | Wissenschaftspark Marienwerder
  • München, U-Bahn: Garching-Hochbrück
  • Stuttgart, Stadtbahn: Plieningen | Vaihingen Bahnhof
Auch wenn es off-topic ist, dürft Ihr mir gerne auch noch Beispiele in D/A/CH außerhalb von NRW nennen, die ich noch nicht gefunden habe.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.2015 13:58 von benji2.
In Brig in der Schweiz gibt es so eine Umsteigestelle vor dem Bahnhof. Direkt vor dem Bahnhof ist eine Straße mit Busverkehr, die sich ihre Haltestelle mit einer Bahn teilen, die direkt vor dem Bahnhof hält.

Und einer fällt mir noch ein, in Österreich, der Bahnhof Murau-Stolzalpe in der Steiermark. Das vordere Gleis am Bahnhof hat den selben Bahnsteig wie die Busse, die dort halten. Aber eben nur in eine Richtung.

Und die neue Straßenbahnhaltestelle in Nürnberg Am Wegfeld soll solche Bahnsteige zum direkten Umstieg von Straßenbahn auf Bus bekommen, aber Du weißt das sicherlich :-)
Zitat
Efchen
In Brig in der Schweiz gibt es so eine Umsteigestelle vor dem Bahnhof. [...] Und einer fällt mir noch ein, in Österreich, der Bahnhof Murau-Stolzalpe in der Steiermark. [...] Und die neue Straßenbahnhaltestelle in Nürnberg Am Wegfeld

Efchen, vielen Dank für die Beispiele. Gerade im Eisenbahnnetz muss man sie echt kennen, das ist so groß, da kann man nicht einfach mit Google Luftbildern alle Endstellen prüfen (wie ich es bei Bielefeld, Hannover und Frankfurt am Main gemacht habe).

Das Beispiel mit der Nürnberger Niederflur-Einrichtungs-Straßenbahn passt nicht ganz in mein Suchschema, da ich vor allem nach Stationen suche, an denen solch ein Umstieg mit Hochflur-Zweirichtungs-Bahnen, also v. a. klassischen Stadtbahnen, U-Bahnen und Eisenbahnen, realisiert ist, denn dort verkehrt der (Niederflur-)Bus ja sozusagen angehoben auf einem um durchaus 50-80 cm höheren Niveau als die Schienenbahn.
Zwei Beispiele aus dem "EBO-Bereich", jedoch nicht aus NRW:

Bremen-Mahndorf (S-Bahn <-> Straßenbahn/Bus)
Bremen-Burg (S-Bahn <-> Bus)
Danke Porto89, für die beiden Beispiele!
Zitat
Porto89
Zwei Beispiele aus dem "EBO-Bereich", jedoch nicht aus NRW:

Bremen-Mahndorf (S-Bahn <-> Straßenbahn/Bus)
Bremen-Burg (S-Bahn <-> Bus)

Zu Bremen:
Die Situation in Bremen-Burg kenne ich nicht, aber Bremen-Mahndorf fällt definitiv nicht in die gefragte Kategorie. Ich halte die dortige Anlage zwar für sehr gelungen und für Fahrgäste äußerst bequem zum umsteigen, aber:

1. In Bremen fährt eine Niederflurstraßenbahn.
2. Die Eisenbahn verkehrt dort auf einer leichten Dammlage, die Straßenbahn nicht, beim Umstieg ist also ein gewisser Höhenunterschied zu überwinden, außerdem ist auch noch ein kleiner Fußweg von der Straßenbahn zum Bahnsteig zu überwinden.

Zu Lüneburg:
Wenn man den Umstieg zwischen Bus und Eisenbahn mit berücksichtigt, dürfte der Hauptbahnhof in Lüneburg in die gefragte Kategorie fallen.

Zu Hannover:
1. Sie haben die Station Jädekamp mit in die Liste aufgenommen, dass ist nicht richtig, die gefragte Station befindet sich eine Haltestelle weiter an der Station Wissenschaftspark/Marienwerder.
2. Im großen und ganzen kann man für Hannover auch noch die Station Messe/Ost mit aufnehmen, die Busse halten dort zwar nicht direkt am Bahnsteig der Stadtbahn, sondern es ist ein kleiner Fußweg von maximal ein paar Dutzend Metern zurückzulegen, dies kann man jedoch tun ohne eine Straße oder etwas anderes überqueren zu müssen.
Allerdings liegt die Bushaltestelle selber schon auf der Zufahrtsrampe einer Brücke, sie ist dementsprechend nicht ganz eben.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.08.2015 14:01 von Tw 521.
Zitat
Tw 521
Zitat
Porto89
Zwei Beispiele aus dem "EBO-Bereich", jedoch nicht aus NRW:

Bremen-Mahndorf (S-Bahn <-> Straßenbahn/Bus)
Bremen-Burg (S-Bahn <-> Bus)

Zu Bremen:
Die Situation in Bremen-Burg kenne ich nicht, aber Bremen-Mahndorf fällt definitiv nicht in die gefragte Kategorie. Ich halte die dortige Anlage zwar für sehr gelungen und für Fahrgäste äußerst bequem zum umsteigen, aber:

1. In Bremen fährt eine Niederflurstraßenbahn.
2. Die Eisenbahn verkehrt dort auf einer leichten Dammlage, die Straßenbahn nicht, beim Umstieg ist also ein gewisser Höhenunterschied zu überwinden, außerdem ist auch noch ein kleiner Fußweg von der Straßenbahn zum Bahnsteig zu überwinden.

...

Okay, für die Seite wo die Straßenbahnen abfahren mag es vielleicht nicht gelten aber definitv auf der anderen Seite wo die Buslinien 38, 39, 40, 41 und 44 abfahren.

buten un binnen

wagen un winnen

PRO SCHEELHAASE
Zitat
Tw 521
Zu Hannover:
1. Sie haben die Station Jädekamp mit in die Liste aufgenommen, dass ist nicht richtig, die gefragte Station befindet sich eine Haltestelle weiter an der Station Wissenschaftspark/Marienwerder.

Vielen Dank für den Hinweis. Da haben Sie vollkommen Recht, ich hab das jetzt in meinen Eingangs-Posting korrigiert.

Zitat
Tw 521
2. Im großen und ganzen kann man für Hannover auch noch die Station Messe/Ost mit aufnehmen, die Busse halten dort zwar nicht direkt am Bahnsteig der Stadtbahn, sondern es ist ein kleiner Fußweg von maximal ein paar Dutzend Metern zurückzulegen, dies kann man jedoch tun ohne eine Straße oder etwas anderes überqueren zu müssen.
Allerdings liegt die Bushaltestelle selber schon auf der Zufahrtsrampe einer Brücke, sie ist dementsprechend nicht ganz eben.

Soweit ich es aus den Bing Maps Luftbildern in Vogelperspektive erkennen kann, fällt Hannover Messe Ost nicht unter das von mir Gesuchte; dazu ist der räumliche Zusammenhang von Stadtbahn- und Bus-Haltestelle zu weitläufig und von Vorplatz- (und Parkplatz-?) Flächen unterbrochen. Eigentlich schade: dort hätte wäre genug Platz gewesen für ein Heranführen der Busse an den Stadtbahnsteig gewesen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.09.2015 10:20 von benji2.
Zitat
benji2
Zitat
Porto89
Zu Hannover:
1. Sie haben die Station Jädekamp mit in die Liste aufgenommen, dass ist nicht richtig, die gefragte Station befindet sich eine Haltestelle weiter an der Station Wissenschaftspark/Marienwerder.

Vielen Dank für den Hinweis. Da haben Sie vollkommen Recht, ich hab das jetzt in meinen Eingangs-Posting korrigiert.

Zitat
Porto89
2. Im großen und ganzen kann man für Hannover auch noch die Station Messe/Ost mit aufnehmen, die Busse halten dort zwar nicht direkt am Bahnsteig der Stadtbahn, sondern es ist ein kleiner Fußweg von maximal ein paar Dutzend Metern zurückzulegen, dies kann man jedoch tun ohne eine Straße oder etwas anderes überqueren zu müssen.
Allerdings liegt die Bushaltestelle selber schon auf der Zufahrtsrampe einer Brücke, sie ist dementsprechend nicht ganz eben.

Soweit ich es aus den Bing Maps Luftbildern in Vogelperspektive erkennen kann, fällt Hannover Messe Ost nicht unter das von mir Gesuchte; dazu ist der räumliche Zusammenhang von Stadtbahn- und Bus-Haltestelle zu weitläufig und von Vorplatz- (und Parkplatz-?) Flächen unterbrochen. Eigentlich schade: dort hätte wäre genug Platz gewesen für ein Heranführen der Busse an den Stadtbahnsteig gewesen.

Ich will ja nicht kleinlich sein, aber die Informationen stammten von mir und nicht vom User Porto89.

Was die Station Messe/Ost in Hannover angeht, würde ich diese als Grenzfall ansehen, da die Laufwege sicherlich nicht so kurz wie bei den anderen genannten Stationen sind, aber eigentlich immer noch innerhalb des von ihnen genannten Radius liegen, andererseits aber auch keine Straßen überquert werden müssen. Hintergrund dieser Konstruktion ist, dass zu Expozeiten der Osteingang zum Expogelände auf dem Platz lag und der restliche Platz als Warteraum/Auflaufstelle diente, da hätte eine Bushaltestelle direkt an der Stadtbahnstation nur im Weg gelegen und Expobesucher und Busse hätten sich nur gegenseitig blockiert.
Wobei ich mit auch nicht 100% sicher bin, ob dort zu Expozeiten schon eine Bushaltestelle war, dass schaue ich bei Gelegenheit aber nochmal nach.
Zitat
Tw 521
Ich will ja nicht kleinlich sein, aber die Informationen stammten von mir und nicht vom User Porto89.

Oh, sorry! Ich habe das in meinem Posting soeben korrigiert.

Lange Laufwege (>100 Meter) an solchen Haltestellen sind für mich persönlich vor allem deshalb ein K.O.-Kriterium, weil dadurch die Laufzeiten für die Fahrgäste durch die körperlichen Unterschiede immer weiter auseinander drifften und damit die fahrplanmäßig vorzusehenden Umsteigezeiten. Ich denke hier vor allem an gehbehinderte Menschen und dass es einerseits diskriminierend wäre, diesen vor der Nase davon zu fahren (und dann womöglich 30-60 Minuten auf die nächste Fahrt warten zu lassen); und umgekehrt die Auslegung auf sehr langsame Umsteiger für dir flotten Nutzer ärgerlich ist, da sie minutenlang im Anschussfahrzeug rumsitzen, bevor die Fahrt weitergeht. Von daher finde ich kompakte Umstiege, idealer Weise am gleichen Bus-/Bahnsteig für eine sehr zeitgemäße und barrierefreie Lösung.

Dass man in Hannover Messe Ost wegen des Besucheransturms einen großen Platz zwischen Messeeingang und Stadtbahn-Haltestelle haben will oder wollte, ist schon logisch. Andererseits ist sie Station schon derart aufwändig gebaut (drei Gleise, riesiges Bahnsteigdach, nördliche Kreuzung mit einer Straße sogar niveaufrei, so dass man für anteilig wenig mehr Geld sicher auch noch den Bus hätte einführen können; schließlich braucht er im Minimalfall nur eine ca. 3,50 breite, von Fußgängern aber sogar überquerbare Fahrgasse (die man dem Platz abknappsen hätte müssen) und/oder der Bus könnte die Gleise mitbenutzen (längsgeteilter Hoch-Niedrigbahnsteig).
In Hagen-Hohenlimburg geht der Bussteig direkt auf den Bahnsteig Richtung Hagen über.

Gruß,
U-Bahnfuchs
Zitat
U-Bahnfuchs
In Hagen-Hohenlimburg geht der Bussteig direkt auf den Bahnsteig Richtung Hagen über.

Vielen Dank! So wächst meine Liste immer weiter; das ist gut. Gerne noch mehr....
Zitat
benji2
Ich habe vor einiger Zeit einmal angefangen, alle deutschen Haltestellen zusammenzutragen, an denen Bahnen mit hoher Bahnsteigkante (Mittelflur, Hochflur, also Stadtbahnen, U-Bahnen, Eisenbahnen) einen bahnsteiggleichen Umstieg zu Buslinien ermöglichen. Ausschlaggebend für mich sind, dass beim Umstieg
  • keine größeren Höhen durch Stufen, lange Rampen, Aufzüge oder Rollsteige und
  • keine langen Strecken (maximal ca. 50-100 Meter) zurückzulegen sind,
  • dabei möglichst weitreichend überdacht, und dass
  • keine anderen Verkehrswege als dem Fußgänger zugedachten Flächen überwunden werden müssen, also insbesondere keine Gleise oder Fahrbahnen, ausgenommen vielleicht Busfahrbahnen,
  • somit sich die beiden Systeme ungefähr auf der gleichen "Etage" treffen.


Als Ansporn für alle Antwortschreiber hier meine bisher zusammengetragene Liste, bisher nur mit BOStrab im Fokus:
    (...)
  • Hannover, Stadtbahn: Altwarmbüchen | Anderten | Empelde | Garbsen | Jädekamp | Langenhagen Zentrum | Misburg | Misburger Straße | Stöcken | Vier Grenzen | Wettbergen | Wissenschaftspark Marienwerder
    (...)
    Auch wenn es off-topic ist, dürft Ihr mir gerne auch noch Beispiele in D/A/CH außerhalb von NRW nennen, die ich noch nicht gefunden habe.

In Hannover, Misburger Straße ist mir aufgefallen, dass die Haltestellenkantsteine für den Einstieg in den Omnibus ungewöhnlich niedrig sind. Üblicherweise werden neue Haltestellen mit 16-18 cm hohen Kanten ausgestattet. Dort sind die Kanten aber höchstens 12-14 cm hoch. Wie ist das bei den anderen Haltestellen der Liste? Gibt es auch Beispiele dafür, dass die Omnibus-Einstiegskante sich so weit absenkt beim Halten, dass ein wirkliche ebenerdiger oder Fast ebenerdiger Einstieg möglich ist (Höhendifferenz max. 3-5 cm)?
S-Bahnhof Neu Wulmstorf.

Die endenden Busse halten parallel zu den S-Bahnzügen, die Richtung Hamburg fahren.

Ich würde Dir empfehlen, auch in Unterforen der anderen Regionen mal die Frage zu stellen. Nicht jeder Deutsche liest das NRW-Forum, wenn er keinen Bezug zu diesem zweifelsohne schönen und verkehrstechnisch interessanten Bundesland hat.
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Ich würde Dir empfehlen, auch in Unterforen der anderen Regionen mal die Frage zu stellen.

Danke für den Beitrag S-Bahnhof Neu Wulmstorf.

Und ja, der Tipp ist gut, auch in anderen Unterforen zu fragen. Das mache ich aber vermutlich in Ruhe und nach einander, um nicht überall gleichzeitig nach Antworten suchen zu müssen und nicht als Forums-Spammer gesperrt zu werden.
Zitat
Jules
In Hannover, Misburger Straße ist mir aufgefallen, dass die Haltestellenkantsteine für den Einstieg in den Omnibus ungewöhnlich niedrig sind. Üblicherweise werden neue Haltestellen mit 16-18 cm hohen Kanten ausgestattet. Dort sind die Kanten aber höchstens 12-14 cm hoch. Wie ist das bei den anderen Haltestellen der Liste? Gibt es auch Beispiele dafür, dass die Omnibus-Einstiegskante sich so weit absenkt beim Halten, dass ein wirkliche ebenerdiger oder Fast ebenerdiger Einstieg möglich ist (Höhendifferenz max. 3-5 cm)?

Wie hoch die Bussteigkante bei den von mir ermittelten Haltestellen jeweils ist, das weiß ich nicht. Ich habe nirgends nachgemessen und kenne die meisten nur von Fotos oder Luftbildern. Lediglich in Dortmund war ich schon selbst an diesen Haltestellen (und in Hannover Vier Grenzen).

Ich denke, die Bussteigkanten sind derzeit im Fluss. Für eine "barrierefreie" Bussteigkante empfiehlt der VDV 22 cm. Es gibt wohl sogar Städte, meist mit Niederflurstraßenbahn, die an gemeinsamen Kanten für Straßenbahn und Bus Höhen von bis zu 24 oder 25 cm verbaut haben. Selbst gesehen habe ich das in Dresden und in einer VDV-Schrift war ein Foto von Erfurt. Das waren aber keine Haltestellen im hier gesuchten Sinne mit Umstieg quer über den Bahnsteig, sondern eben gemeinsamer Kante. Ich glaube, in Dresden baut man solche oder so ähnlich hohe Bordsteinkanten sogar bei manchen reinen Bushaltestellen (ohne Straßenbahn) ein. Hab jedenfalls mal heftigen Funkenflug erlebt, als ein Bus eine solche geriffelte Kante überstrich.

Hintergrund für die 22+X cm hohen Kanten ist, dass die Einstiegshöhen von Niederflur-Bussen im nicht abgesenkten (Kneeling-)Zustand wohl etwas höher liegen als jene von Niederflur-Straßenbahnen, bei denen es ja bekanntlich kein Kneeling gibt. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass beim Bus mehr Bodenfreiheit notwendig ist, weil er durch die luftgefüllten Gummireifen mehr einfedernde und verschleißende Elemente hat. Mit Kneeling sollen die ungünstigsten Busmodelle bzw. im ungünstigsten Fall (geringe Beladung, harte Federung, pralle Reifen usw.) auf 27 cm Einstiegshöhe kommen, d. h. in diesem Zustand unterschreiten sie wiederum die Einstiegshöhe der Straßenbahnen*. Abzüglich der 5 cm, die als gerade noch barrierefreie Reststufe gelten, kommt man dann auf mindestens 22 cm erforderliche Bussteighöhe. Ein 16-18 cm hoher Bussteig gilt demnach nicht als barrierefrei, insbesondere für Rollstuhlfahrer (Klapprampe und dadurch 2,50 m Busstiegtiefe nötig). Die 16-18 cm hohen Borde sind aber bei den Verkehrsbetrieben recht beliebt, weil sie - je nach Querneigung von Straße und Bussteig - vom Bus meist noch überstrichen werden können.

*Die meisten Niederflur-Straßenbahnen haben Einstiegshöhen von 29 cm, also abgesehen von den Exoten in Wien (noch niedriger, "ULF") und den Richtung Mittelflur tendierenden Bahnen in Köln und Dortmund (35-40 cm).

Aber eigentlich ist das hier alles schon Off-Topic...
Bocholt :) Links Bus, rechts Bahn.


Zitat
AB Amsterdam
Bocholt :) Links Bus, rechts Bahn.

Vielen Dank an oder nach Amsterdam. Doch gar nicht so selten, dass es das auch im Eisenbahnnetz gibt!

Hannover:

Mir ist heute in einem Eröffnungs-Heftchen noch eine weitere Hannoveraner Station aufgefallen, die in der Liste meines Eingangs-Postings noch nicht enthalten ist, aber 1976 auch in mein Suchschema passte: Lahe.

Hannover Lahe 
1976:          Bus-Ankunft     Bus-Abfahrt
               |||||||||||     |||||||||||
<------------------------------------------ - - - - - - - - | 
Innenstadt     Stb-Abfahrt \/  Stb-Ankunft   /
Stadtbahn                  /\               /
>-------------------------- - - - - - - - - 

||||||||||| = gemeinsamer Bus-Bahnsteig
----------- = Gleis im Fahrgastbetrieb 
- - - - - - = Betriebsgleis

Weiß Jemand ob diese Umsteigeanlage noch so besteht? Und hatte sie hohe Bahnsteigkanten auf der Gleisseite?
Zitat
benji2

Mir ist heute in einem Eröffnungs-Heftchen noch eine weitere Hannoveraner Station aufgefallen, die in der Liste meines Eingangs-Postings noch nicht enthalten ist, aber 1976 auch in mein Suchschema passte: Lahe.

Hannover Lahe 
1976:          Bus-Ankunft     Bus-Abfahrt
               |||||||||||     |||||||||||
<------------------------------------------ - - - - - - - - | 
Innenstadt     Stb-Abfahrt \/  Stb-Ankunft   /
Stadtbahn                  /\               /
>-------------------------- - - - - - - - - 

||||||||||| = gemeinsamer Bus-Bahnsteig
----------- = Gleis im Fahrgastbetrieb 
- - - - - - = Betriebsgleis

Weiß Jemand ob diese Umsteigeanlage noch so besteht? Und hatte sie hohe Bahnsteigkanten auf der Gleisseite?


Die Anlage ist 2006 im Zuge der Streckenverlängerung nach Altwarmbüchen stillgelegt worden und dann später abgerissen worden. Dabei handelt es sich auch um den einzigen Hochbahnsteig der Stadtbahn Hannover den dieses Schicksal bisher ereilt hat.
Zitat
Tw 521
Die Anlage ist 2006 im Zuge der Streckenverlängerung nach Altwarmbüchen stillgelegt worden und dann später abgerissen worden. Dabei handelt es sich auch um den einzigen Hochbahnsteig der Stadtbahn Hannover den dieses Schicksal bisher ereilt hat.

Oh. Danke für diese Informationen. So erklärt sich, warum ich sie über Google-Luftbilder nicht gefunden habe.
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