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Karlsruhe: Videoschutz in Bahnen schreitet voran
geschrieben von BahnInfo-Redaktion 
Die Anzahl der mit Videoschutzanlagen ausgerüsteten Stadt- und Straßenbahnen im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ist mittlerweile auf 76 Prozent gestiegen. Die technische Einrichtung sorgt nicht nur für einen deutlichen Rückgang von Beschädigungen in den Fahrzeugen, sondern sorgt weiterhin für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl bei den Fahrgästen.

Bereits alle 70 Niederflurfahrzeuge sowie alle 59 Stadtbahnen, die zwischen Rheinstetten und Spöck sowie zwischen Hochstetten und dem Albtal verkehren, sind mit der Technik ausgestattet. Von den insgesamt 122 Zweisystem-Stadtbahnen, die auch die Region bis nach Heilbronn, Freudenstadt, Germersheim oder Achern erschließen, sind mittlerweile 59 Fahrzeuge videoüberwacht. Dies bedeutet, dass allein in den vergangenen elf Monate weitere 29 Fahrzeuge mit der in der Fahrzeugdecke eingelassenen Technik versehen werden konnten. Die übrigen 63 Bahnen werden Zug um Zug nachgerüstet.

Von den bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) derzeit eingesetzten 50 Bussen sind die 16 neuen Citaro-Modelle mit Videoschutzanlagen ausgestattet. Alle künftig neu beschafften Busse werden automatisch mit derartigen Anlagen bestellt, die den Innenraum der Fahrzeuge schützen und deren Bilder befristet für 48 Stunden im Ringspeicher datenschutzkonform zur Verfügung stehen.

Egal ob Diebstahl, Sachbeschädigung oder kleinere Bagatellen: Die Anzahl der Schadensfälle in den Bahnen ist seit Einführung der Technik vor vier Jahren kontinuierlich gesunken. Während im Jahr 2007 noch 194 Delikte verzeichnet wurden, waren es 2008 bereits nur noch 161 Vorfälle. 2009 sank die Zahl um weitere elf Prozent und bis 2010 auf lediglich 130. Im laufenden Jahr liegt die Anzahl der Schadensfälle bei nunmehr 66. Umgerechnet ist dies ein Gesamtrückgang um etwa 33 Prozent. Im gleichen Ausmaß sanken auch die Reparaturkosten um rund 120.000 Euro für die Beseitigung von zerkratzten Scheiben, aufgeschlitzten Sitzen oder das Entfernen von Graffiti.
 
Abschreckend wirkt auf potenzielle Täter das Risiko, bei geplanten Straftaten wie etwa Vandalismus durch die Auswertung der Videoaufzeichnungen von der Polizei zweifelsfrei ermittelt zu werden. Denn diese kann zur Aufklärung von Straftaten auf die Videoaufzeichnungen als Beweismittel zurückgreifen. Dieses Vorgehen ist auch in anderen videoüberwachten Bereichen außerhalb des ÖPNV üblich.

Foto: Karlsruher Verkehrsverbund



Artikel geschrieben von Pressemitteilung



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.2011 21:47 von BahnInfo-Redaktion.
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