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Seit wann wird Ehrlichkeit bestraft?!
geschrieben von Pille 
Ich möchte hier gar nicht groß drum herum reden.
Gestern bin ich zusammen mit ein paar Personen von Hamburg aus nach Bremen gefahren, hatten uns eine Fahrkarte gekauft, wie das ehrliche Personen halt so machen, die sich "Niedersachsen Ticket" schimpft.
Gut, nun im metronom fuhren wir los, wartend auf die erste Kontrolle. Nichts. Es kam KEINER vorbei obwohl am Hbf 3 Zugbegleiterinnen standen die für den Zug wohl eingeteilt waren. In Bremen angekommen, fuhren wir ein bisschen durch die Stadt, auch zum Waterfront Center in der nähe von Bremen Gröpelingen. Auch dort wurden wir nicht kontrolliert.
Zurück im metronom auf der Fahrt nach Hamburg, gleiches Spiel mit den 3 Zugbegleitern. Auch dort NIRGENDS kontrolliert. In Hamburg ebenfalls auf dem Hin- und Rückweg nicht.

Und nun frage ich euch: Was soll das? Die Unternehmen und Verkehrsverbünde echauffieren sich, dass durch das Schwarzfahren Millionenverluste zu stande kommen, aber halten es nichtmal für nötig dann zu kontrollieren?!

Ich fühle mich verarscht, da gerade gestern es den Schwarzfahrern so LEICHT gemacht worden ist. Wieso wird man eigentlich ständig als EHRLICHER Fahrer bestraft während die ohen Ticket sich so leicht durchmischen können? Das animiert gerade hierzu...

Bin echt sauer darüber, vor allem weil ich derzeit in der Studienphase bin, wo man nun nicht unbedingt Geld scheißt...


P.s. das Ticket hatten wir zur Probe einfach unbeschrieben gelassen und wollten es beschriften sobald ein Kontrolleur sich zu erkennen gibt. Hinter wurde das Ticket nichtmal rückerstattet, aber davon bin ich eh nicht ausgegangen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.2011 00:47 von Pille.
Zitat
Pille
Und nun frage ich euch: Was soll das? Die Unternehmen und Verkehrsverbünde echauffieren sich, dass durch das Schwarzfahren Millionenverluste zu stande kommen, aber halten es nichtmal für nötig dann zu kontrollieren?!

Also abgesehen vom Metronom, wo es ja Aufgabe des Zugbegleitpersonals ist, die Karten zu prüfen, ist der Rests das Zufallprinzip.

Und im übrigen bezahlt man eine in Anspruch genommene Leistung und nicht dafür, durch eine Kontrolle zu kommen. "Ey, hat sich gar nicht gelohnt ne Karte zu kaufen." Wenn man so eine Rechnung anstellt ist man bereits heimlicher Schwarzfahrer und sollte mal drüber nachdenken.

Ich weiß, ein grauer, theoretischer Satz, aber letztlich Faktum.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Ist noch schlimmer bei der DB ... Da lassen sich die Zugbegleiter bei Regio eigentlich garnicht blicken. Bin eine ganze Zeit regelmäßig nach Lübeck gefahren, musste ab Reinfeld ja bezahlen als HVV Kunde. Alleine schon die 4.10 für diese nicht mal Zehn Minuten Zug fahren sind ja schon eine unglaubliche Frechheit, wenn man dann aber in 9 von 10 Fällen garnicht kontrolliert wird (Geschweige denn sich auf der gesamten Fahrt ab Hamburg überhaupt mal ein Schaffner hat blicken lassen) fühlt man sich schon sehr verarscht.

Bin dann nach einiger Zeit zurück von Lübeck auch des öfteren Schwarz bis Reinfeld gefahren.

@Felipe: warum habt ihr das unbeschriftete Niedersachsenticket dann nicht zurück in Hamburg verscherbelt? Gerade unbeschriftet wird man das zu einem guten Preis los, dauert einen oft nicht mal fünf Minuten.
Bei der DB hat es Vorteile, ich lasse mir einfach ab dem Beginn der Umtauschfrist umgestempelte Fahrkarten anteilig zurückerstatten.


BVG = Alle meckern drüber, aber ohne geht es nicht !

Jut jemeinte Jrüße
Nico
@Lev: Haben wir versucht, standen uns über 1,5 std die Beine in den Bauch, bzw sind von Fahrkartenautomat zu Fahrkartenautomat gelatscht, haben Leute, gefragt aber keine wollte dieses (ganz schlimm sind die Anzugträger). Lag eventuell daran, dass es mittlerweile halb Acht war.
Und da unser metronom aus Bremen ne halbe Stunde Verspätung hatte, wir in Harburg rausgeworfen worden sind und mit der S-Bahn (die natürlich wiedereinmal nach längerem Warten kam) kamen wir halt erst so spät am Hbf an...

@Jan: Natürlich hast du Recht, aber ich finde es schon traurig im HVV-Gebiet als auch darüber hinaus ständig die Antischwarzfahrerplakate zu sehen, aber zu wissen, dass eben Diese mit mir in den Zügen ein Leichtes gehabt haben von Hamburg und Bremen aus, über die gesamten Strecken, das Fahren ohne Fahrkarte hätten fröhnen können. Ich finde es einfach nicht richtig, dass die unehrlichen hier vollkommen kostenfrei unterwegs sein können, während man selbst blecht. Und genau hier ist die Lücke im System. Ich bin einfach dafür, dass es einfach solche Sperren wie in Barcelona-Sants oder Madrid-Atocha (zwei sehr größe Bahnhöfe) oder wie in London-Paddington braucht, die sich erst beim Einführen der Fahrkarte öffnen. Hier wird einfach die Quote der Schwarzfahrer auf ein Minimum gesenkt.

@BVG_Berlin: Ja wir haben es einfach versucht die Fahrkarte wenigstens Anteilig erstattet zu bekommen, aber es hieß nur "Niedersachsentickets sind vom Umtausch ausgeschlossen". Im Prinzip haben sie auch recht, gemein, aus der Sicht des ehrlichen Kundes finde ich es schon.

Und ich möchte auch klarstellen, dass ich mich hier nicht als Opfer darstellen möchte, es ärgert mich einfach nur!
@ Lev: P.s. das mit dem Schaffner find ich genauso, auf den beiden metronomfahrten kam nichtmal einer durch. Geschweige denn einer von den Sicherheitsleuten die sonst ständig durchlaufen. Selbst beim durchlaufen beider Züge auf der Suche nach einem, für eine Information, bin ich nichtmal einem begegnet. Außer bei den Ansagen zum Alkoholverbot aber danach waren die auch schnell weg...
Ich frage mich, wo dieser Kontrollfetischmus hier im Forum her kommt. Die Verkehrsunternehmen werden sich ausgerechnet haben, was eine sinnvolle Kontrollhäufigkeit ist. Da auch Kontrollen (sei es durch Eingangssperren oder Personal) reichlich Geld kosten und die Fahrgäste ein Stück weit belästigen, gibt es einfach eine sinnvolle Stichprobenzahl. Bei einer Schwarzfahrerquote von wenigen Prozent, die man durch eine Erhöhung der Kontrollhäufigkeit geringfügig senken kann, rechnet es sich einfach nicht, jeden einzelnen Fahrschein zu kontrollieren. Durch erhöhte Beförderungsentgelte und Anzeigen gegen Mehrfacherwischte rechnet es sich auf Dauer auch nicht, schwarz zu fahren.
Hallo,

ganz ehrlich, ich bin schon etwas fassungslos, mit welcher krimineller Energie hier gehandelt wird. Auf der einen Seite hartnäckig das Geld für eine erbrachte Leistung zurückergaunern wollen und auf der anderen Seite nach mehr Kontrollen rufen. Sowas geht gar nicht!

Das ist schon echt harter Tobak.

Meines Wissens nach gibt es auch keines solcher Schrankensysteme bei Fernbahnen und das wäre in diesem Fall ja notwendig gewesen.

Meiner Erfahrung nach sind die Kontrollen recht unterschiedlich. Beim metronom bin ich auch schon vor Dammtor - als der noch von Altona fuhr - mit der obligatorischen Frage nach dem Fahrtziel kontrolliert worden.


Um noch aufs Topic zu kommen: Finde ich auch! Ständig wird man durch mehr und mehr unsinnige Kontrollen und Überwachung belästigt, bei ~90% ehrlichen Nutzern. Dazu darf man den teuren Quatsch auch noch zusätzlich wieder bezahlen. Wo bleiben da Boni oder andere Vorzugsbehandlungen für stets ehrliche Nutzer?



Grüße
Boris

P.S. Kleiner Appell ans Gewissen! ;-)))
Ich will hier gar nichts zurückergaunern, ich will hier auch nicht in irgendeiner Form so rüberkommen als handele ich nach dem Motto "werde ich nicht kontrolliert, so möchte ich Geld zurück haben". Ich habe mich einfach nur geärgert, weil ich einfach finde, dass es sich nicht gehört in Zügen die eine geringe Taktfrequenz haben und Zugbegleiter an Bord haben, DEREN JOB ES IST DIE FAHRKARTEN ZU KONTROLLIEREN (!!!!!!!!! will ich mal nebenbei angemerkt haben), genau den einfach nicht machen! Und genau den Schwarzfahrern es einfach vereinfacht wird dem zu fröhnen.
Und entschuldigt: Im Fernbahnbereich gibt es GENAU das in anderen Ländern, was ich erwähnt hatte: Sperren. Aber war mir klar, dass es hier wieder eine Antifraktion gibt.

Außerdem: Ich will hier auch nicht auch nicht rüberkommen als bin ich der Meinung, ohne Kontrolle würd ich die Leistung nicht in Anspruch nehmen. Des Weiteren wollte ich auch nur andeuten, dass der Service, subjektiv betrachtet, beim metronom langsam echt zurückgeht.
Hallo Felipe,

Zitat
Pille
Ich will hier gar nichts zurückergaunern, ich will hier auch nicht in irgendeiner Form so rüberkommen als handele ich nach dem Motto "werde ich nicht kontrolliert, so möchte ich Geld zurück haben".

Nicht? Und wieso habt Ihr dann - sogar mit erheblichem Zeitaufwand (1,5 Stunden!) - versucht die Karte jemandem zu verkaufen und dann noch versucht sie zumindest anteilig wieder zurückzubekommen? Sorry, aber aus Nummer kommst Du nicht mehr raus.

Falls Dir das alles als normal und harmlos vorkommt, solltest Du dringend Dein Verhältnis zu Recht und Gesetz überdenken. Ihr wart da - mit nicht wenig Vorsatz - im Bereich des Betrugs.

Mir - als wirklich ehrlichem Nutzer - käme sowas nie in den Sinn. Daher lehne ich auch Kontrollen ab, da mich keiner kontrollieren muß, ob ich auch wirklich ehrlich bin. ;-)



Grüße
Boris

Was sind Emoticons?
Zitat
Pille
Ich bin einfach dafür, dass es einfach solche Sperren wie in Barcelona-Sants oder Madrid-Atocha (zwei sehr größe Bahnhöfe) oder wie in London-Paddington braucht, die sich erst beim Einführen der Fahrkarte öffnen. Hier wird einfach die Quote der Schwarzfahrer auf ein Minimum gesenkt.

Solche Bahnsteigsperren sind theoretisch eine gute Idee, aber ich würde sie in Hamburg nicht einführen. Ich war letztens in Paris, und die Sperren sind nervig, zu eng für Koffer (man kann in der Metro eh nicht mit großem Gepäck reisen), und wer wirklich schwarzfahren will, schafft das auch (drüber, drunter, mit mehreren durch).
Es ist wirklich schrecklich, bei jedem umsteigen die Fahrkarte rauszukramen, vor den Sperren bilden sich natürlich Schlangen. Wie man mit Koffern dadurch kommen soll, ist mir nicht klar geworden (-> für Hamburg: Probleme bei der Flughafen-S-Bahn).

*** R.I.P. Stadtbahn ***
Wer schreibt hier, dass wer "hier und da schwarzgefahren" sei?
Zitat
Pille
Wer schreibt hier, dass wer "hier und da schwarzgefahren" sei?

Das Niedersachsenticket wird erst durch Eintragung des Namens des Inhabers bzw. dem der die längste Strcke fährt gültig. Da Du oder ihr das nicht eingetragen habt, seid ihr schwarz- oder zumindest graugefahren. Dazu kommt noch, das ihr versucht habt, die Karte weiter zu verkaufen, was laut Tarif eindeutig verboten ist.

Wie hier schon ganz richtig gesagt wurde, zahlt man für die Leistung und nicht dafür, ob man kontrolliert wird oder nicht. Natürlich haben die meisten es nicht so dicke und so ist es natürlich angenehm, wenn man auch mal die eine oder andere Fahrt ungestraft gratis machen kann. Aber es ist weder rechtlich in Ordnung, noch sollte es im Sinne von uns Nahverkehrsfreunden sein.

Die Länder sind eh schon darauf bedacht, die Zuschüsse immer weiter zurückzufahren. Je mehr schwarzfahren, desto weniger Einnahmen, desto größer die Chance, das die Verbindungen irgendwann weiter zusammengestrichen werden. Das sollte man auch einmal im Hinterkopf haben. Natürlich sollte es dann im Sinne jedes VU sein, durch Kontrollen die Schwarzfahrerquote so gering wie möglich zu halten, auch, um solche Frustrationserlebnisse der ehrlichen Fahrgäste zu vermeiden.

Aber: Du solltest Dich wirklich einmal fragen, wie es zusammenpasst, wenn Du Dich aufregst, das Du nicht kontrolliert wirst, andererseits aber die VU, deren Leistung Du ja in Anspruch genommen hast, schädigst, in dem Du versuchst, Dein Ticket nach getaner Reise erstatten zu lassen bzw weiter zu verkaufen. In meinen Augen passt das nicht zusammen!

Gruß Polski
Wirklich ärgerlich sind ausbleibende Kontrollen übrigens für City-Ticket-Inhaber. Zumindest steht auf dem Fahrschein, dass dessen Echtheit durch Zangenabdruck bestätigt werden muss. Ich wurde gerade erst in einer RB kontrolliert, jedoch warum auch immer ohne Scannen und Zangenabdruck auf meinem Online-Ticket "Berlin+City". Im anschließenden RE1 erfolgte trotz Personalanwesenheit keine Kontrolle. Heißt das nun, ich fahre gerade schwarz oder müsste im Zweifel eine verschärfte Echtheitskontrolle in Kauf nehmen?
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