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Üstra stellt neue Stadtbahnen vor
geschrieben von Vielfahrer 
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Vielfahrer
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Jules
Hatte die Üstra nicht angekündigt, ab Mitte März den TW 3000 regulär und auch als Dreiwagen-Zug (Langzug) auf die Schienen der Linie 7 zu schicken?
Dazu müssen sie ja erstmal für Traktionen zugelassen sein. Meines Wissens gab es bisher erst einen Test mit zwei gekuppelten Wagen.
Die Wagen erscheinen sicher in den nächsten Tagen auf der 7, allerdings nicht als Langzüge. Das wird es erst geben, wenn sie auch auf die 3 kommen.
So stand es auch heute in der HAZ geschrieben. Jetzt heißt es ab April soll es so weit sein. Möglicherweise verlief die TÜV-Abnahme für Traktionsbetrieb nicht so reibungslos wie ursprünglich erhofft. Und zur Zeit wird ja ohnehin gestreikt.
Der Namenswettbewerb, so war im selben Artikel zu lesen, ergab noch keinen eindeutigen Favoriten, so dass man sich das erst mal von selbst entwickeln lassen will. Ich plädiere weiterhin für "Grünkäppchen"! Gibt's einen besseren Namen?
Denn schließlich: In den 50er Jahren gab's schon mal eine sehr beliebte Märchen-Straßenbahn!
Wird es denn auch Dreifachtraktionen auf der 3 Geben oder ist Doppeltraktion hier als "Langzug" definiert?

Saludos,
Felipe
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Pille
Wird es denn auch Dreifachtraktionen auf der 3 Geben oder ist Doppeltraktion hier als "Langzug" definiert?

Soviel ich weiß sind Langzüge als Drei- und Vierwagenzug definiert. Da Doppeltraktionen in Hannover standard sind, werden sie nicht gesondert gekennzeichnet oder angesagt.
Wenn die 3 auf den Tw 3000 umgestellt wird, werden dort auch weiterhin in der Woche Dreiwagenzüge zum Einsatz kommen.
Allerdings wird die 3 aus dem Grund auch erst dann auf Tw 3000 Betrieb umgestellt wenn alle 10 Kurse (d.h. 30 Wagen) mit 3000ern bestückt werden können. Da die 3 im Laufe des Tages von zwei auf drei Wagen gestärkt und geschwächt wird, muss (bzw. will) man die Linie deswegen Typenrein fahren lassen. Und da erst 6 Wagen vom Typ Tw 3000 ausgeliefert sind, wird das wohl noch eine Weile dauern, bis die auf die 3 kommen. Vorher sieht man vielleicht allenfalls mal am Wochenende 3000er auf der 3, wenn dort "nur" mit Doppeltraktionen gefahren wird.
Zitat
Tw 521
Allerdings wird die 3 aus dem Grund auch erst dann auf Tw 3000 Betrieb umgestellt wenn alle 10 Kurse (d.h. 30 Wagen) mit 3000ern bestückt werden können. Da die 3 im Laufe des Tages von zwei auf drei Wagen gestärkt und geschwächt wird, muss (bzw. will) man die Linie deswegen Typenrein fahren lassen. Und da erst 6 Wagen vom Typ Tw 3000 ausgeliefert sind, wird das wohl noch eine Weile dauern, bis die auf die 3 kommen. Vorher sieht man vielleicht allenfalls mal am Wochenende 3000er auf der 3, wenn dort "nur" mit Doppeltraktionen gefahren wird.

Wenn Ihre Vermutung zutrifft, dann hätte allerdings die Üstra nicht angekündigt, dass ab Mitte März der TW 3000 für den Alltagsbetrieb auf's Gleis gesetzt wird. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass in so kurzer Zeit die Lieferung von so vielen TW 3000 (Sie nennen ja 30 Wagen!) jemals geplant war.

Heute (Freitag, 28.3.2014) ist in der HAZ zu lesen, dass Probleme mit einer Schweißnaht im Bereich der Gelenkverbindung des TW 3000 aufgetreten sind. Die Üstra nennt erstmal keinen neuen Termin und der Autor des Artikels orakelt eine Verspätung von möglicherweise bis zu zwei Jahren herbei, bis der TW 3000 regulär eingesetzt werden kann. Das halte ich allerdings für übertrieben.

Andererseits dürften sich all diejenigen um so mehr bevorteilt fühlen, die bei den ersten Fahrten mit Publikum am Samstag, 8.3.2014 dabei sein durften. Die anderen müssen warten. Eine Gefahr für die Fahrgäste der ersten Stunden bestand übrigens trotz der jetzt beanstandeten Schweißnaht nicht, so ist es in der HAZ zu lesen.

Über den Stand der Dinge bezüglich der Zulassung mehrerer aneinandergekoppelter TW 3000 (Mehrfachtraktion) wird in dem HAZ-Artikel nicht explizit informiert. Es klingt jedoch durch, dass zunächst keine entsprechende Probefahrten mehr durchgeführt werden.

Darum hier zwei Fotos vom Samstag, 8.3.2014:

1. Einfahrt in die Haltestelle Allerweg (aus Richtung Innenstadt kommend).
2. Da der TW 3000 im unteren Teil des Wagens 2,50 m breit und damit 10 cm breiter als der TW 6000 und die Modelle TW 2000 und TW 2500 ist, hat sich der Ritz zwischen Bahnsteigkante und Zug noch mal deutlich verkleinert.


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Jules
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Tw 521
Allerdings wird die 3 aus dem Grund auch erst dann auf Tw 3000 Betrieb umgestellt wenn alle 10 Kurse (d.h. 30 Wagen) mit 3000ern bestückt werden können. Da die 3 im Laufe des Tages von zwei auf drei Wagen gestärkt und geschwächt wird, muss (bzw. will) man die Linie deswegen Typenrein fahren lassen. Und da erst 6 Wagen vom Typ Tw 3000 ausgeliefert sind, wird das wohl noch eine Weile dauern, bis die auf die 3 kommen. Vorher sieht man vielleicht allenfalls mal am Wochenende 3000er auf der 3, wenn dort "nur" mit Doppeltraktionen gefahren wird.

Wenn Ihre Vermutung zutrifft, dann hätte allerdings die Üstra nicht angekündigt, dass ab Mitte März der TW 3000 für den Alltagsbetrieb auf's Gleis gesetzt wird. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass in so kurzer Zeit die Lieferung von so vielen TW 3000 (Sie nennen ja 30 Wagen!) jemals geplant war.

Das ist keine Vermutung von mir, sondern die Aussage eines, u.a. für solche Angelegenheiten zuständigen Üstramitarbeiters.
Als erstes soll ja auch die Linie 7 auf den Tw 3000 umgestellt werden. Da dort nur Zweiwagenzüge zum Einsatz kommen, kann man die 7 problemlos im Mischbetrieb mit verschiedenen Typen fahren lassen. Für die Linie 7 braucht man aktuell bei 9 Kursen 18 Wagen, wenn im Dezember* die Streckenverlängerung nach Misburg in Betrieb geht braucht man auf der 7 dann 10 Kurse mit 20 Wagen.
Sobald man 30 Wagen hat, werden die Tw 3000 dann von der 7 abgezogen und auf die 3 umgesetzt. Erst wenn dann weitere Tw 3000 ausgeliefert werden, kommen sie dann Kurs für Kurs wieder zurück auf die 7.

Natürlich gibt es einen kurzen Zeitraum wenn schon mehr als 20 aber weniger als 30 Wagen in Hannover sind, da aber Wagen immer mal nach technischen Störungen oder Unfällen ausfallen hat man dann eine kleine Reserve, kann die überzähligen Wagen für die Fahrschule nutzen bzw. man überlegt ob man dann während dieses kurzen Zeitraumes einzelne Kurse der 7 als Dreiwagenzüge fahren lässt.

*wenn die Strecke pünktlich fertig wird.
@ Jules: Schöne Fotos, die mir zeigen, daß bei entsprechenden umgebauten Haltestellen einen guten, gefahrlosen, aber vor allem barrierefreien Einstieg ermöglichen.

Aber was mir da ein wenig aufstößt ist, wenn es im Winter ziemlich dicke wird mit Schnee und gefrierendem Eis bzw. sagen wir ne jute Schicht Blitzeis von außen am Fahrzeug haftet, wird der Spalt aber sehr schnell zu klein oder?

Und auch die Trittkante vom Zug selber sieht nicht gerade so aus, als würde der angetrampelte Schnee freiwillig beim Schließen der Türen sofort abfallen...

Worauf ich anspiele hast du bei unserer S-Bahn im Berliner Forum vielleicht mitgelesen, als wir da vor ein paar Jahren große Probleme hatten und sogenannte Lochbretter an den Türen nachgerüstet wurden.


BVG = Alle meckern drüber, aber ohne geht es nicht !

Jut jemeinte Jrüße
Nico
Hallo BVG-Berlin!

Was Blitzeis angeht, kann ich mich an einen Winter erinnern, in dem ich beim Fleischer in einem anderen Stadtteil die Weihnachtsgans abzuholen hatte. Die Omnibusse fuhren bereits wieder (nachdem ordentlich gesalzen worden war) aber die Stadtbahnen nicht - wegen eingefrorener Fahrdrähte! Die hatten einen dicken Eispanzer und konnten ihre Funktion nicht mehr erfüllen.
Ich werd' die Sache mit der Lücke zwischen Fahrzeug und Haltestellenkante weiter beobachten. Vielleicht - so wurde es dieser Tage ja in der Zeitung angekündigt - gehen die neuen TW 3000 noch vor dem Winter in den regulären Liniendienst.
Allerdings ist, was die Strenge der Winter angeht, Hannover nicht mit Berlin vergleichbar. Hier herrscht doch eher Küstenklima - auch wenn Hannover nicht direkt an der Küste liegt, wie viele Menschen, die weiter südlich wohnen immer wieder mal mutmaßen.
Der Einsatz der neuen TW 3000 Fahrzeuge ist aktuell zum Ende des Jahres in Aussicht gestellt worden. Da wird es sicher bald Diskussionen geben zu den Ausstattungsmerkmalen des neuen TW 3000. Die beiden Bilder hier habe ich kopiert aus einer Üstra-Broschüre, die Anfang März bei der ersten öffentlichen Präsentation des neuen TW 3000 verteilt wurde. Sicher kann die Liste im zweiten Bild zu einer besseren Strukturierung der weiteren Diskussion beitragen.


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Vielfahrer
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Jules
Hatte die Üstra nicht angekündigt, ab Mitte März den TW 3000 regulär und auch als Dreiwagen-Zug (Langzug) auf die Schienen der Linie 7 zu schicken?
Dazu müssen sie ja erstmal für Traktionen zugelassen sein. Meines Wissens gab es bisher erst einen Test mit zwei gekuppelten Wagen.
Die Wagen erscheinen sicher in den nächsten Tagen auf der 7, allerdings nicht als Langzüge. Das wird es erst geben, wenn sie auch auf die 3 kommen.

Der Beitrag ist jetzt rund ein Jahr alt, aber dann war erst mal weitgehend Sendepause. Wegen der Probleme mit den fehlerhaften Schweißnähten hatte sich der richtige Start im regulären Linienbetrieb um ein Jahr verschoben. Und so füllte sich der Strang mit dem Thema: "Start des TW 3000 weiter ungewiss". Aber jetzt sind sie ja im regulären Linienbetrieb gestartet, da sollten wir eigentlich dieses Thema, "Üstra stellt neue Stadtbahnen vor" wieder aufleben lassen und den "Start des TW 3000 weiter ungewiss" langsam mal hinter uns lassen.

Als ich dieser Tage mit dem neuen TW 3000 fuhr, kam der auf offener Strecke recht ruckelig zum stehen und der Fahrer sagte durch, dass der Zug gebremst worden sei und sich die Weiterfahrt etwas verzögere. Nach ein paar Minuten ging's dann weiter. Versehentlich hatte der Fahrer in der Zeit noch eine Bandansage gestartet, mit der zum Verlassen des Zuges aufgefordert wurde, das aber gleich berichtigt.

Die Sitze sind nicht nur hinsichtlich des fehlenden Komforts (keine Polsterung) wenig gelungen. Ein anderes Problem ist: Die Sitze sind sehr glatt und entsprechend rutschig. Wenn schon keine Polstersitze für den Komfort, dann vielleicht wenigstens Polstersitze für mehr Sicherheit. Ich fürchte bei einer Notfallbremsung wird es den ein oder anderen Fahrgast "vom Sitz hauen" so rutschig wie die sind. Die Holzsitze im TW 2000/2500 sind zwar auch rutschig, ebenso die Hart-Kunststoff-Sitze im TW 6000 aber trotzdem sind die Sitze in den alten Stadtbahnwagen nicht ganz so rutschig wie jetzt im neuen TW 3000. Ich sehe da nicht nur ein Komfortdefizit sondern auch ein Sicherheitsdefizit.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.2015 22:23 von Jules.


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BVG_Berlin
@ Jules: Schöne Fotos, die mir zeigen, daß bei entsprechenden umgebauten Haltestellen einen guten, gefahrlosen, aber vor allem barrierefreien Einstieg ermöglichen.

Aber was mir da ein wenig aufstößt ist, wenn es im Winter ziemlich dicke wird mit Schnee und gefrierendem Eis bzw. sagen wir ne jute Schicht Blitzeis von außen am Fahrzeug haftet, wird der Spalt aber sehr schnell zu klein oder?

Und auch die Trittkante vom Zug selber sieht nicht gerade so aus, als würde der angetrampelte Schnee freiwillig beim Schließen der Türen sofort abfallen...

Worauf ich anspiele hast du bei unserer S-Bahn im Berliner Forum vielleicht mitgelesen, als wir da vor ein paar Jahren große Probleme hatten und sogenannte Lochbretter an den Türen nachgerüstet wurden.

Habe es mir nicht nehmen lassen vor Ort nachzumessen: Der TW 3000 ist 2,50 m breit in Höhe des Fußbodens. (TW 2000/2500: 2,45 m, TW6000: 2,40 m) Dadurch ist der Schlitz zwischen Haltestellenkante und Einstiegskante nochmal um 2,5 cm kleiner geworden. Je nach Haltestelle sind dass dann Abstände deutlich unter 10 cm. Winterbetrieb? Mal abwarten, das wird wohl diesen Winter nichts mehr, morgen ist Frühlingsanfang.

Auch hier noch mal der Hinweis mit Link auf den Fotowettbewerb von HAZ und Üstra! Einsendeschluss ist der 12. April 2015!
[www.haz.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.2015 22:35 von Jules.
Gestern gelang es mir, mit dem neuem "Straßenbahn"Wagen Typ TW3000 mitzufahren.

Von außen sieht er sehr modern aus aber vor allem viel schöner, als die TW2000 / TW2500. An sich ein positives Bild.
Innen ist der visuelle Eindruck ebenfalls recht positiv: Die Bahn wirkt frisch, geräumig und behindertengerecht. Das Farbkonzept überzeugt.

Leider gibt es aber auch Nachteile. Einige wurden schon genannt, andere noch nicht.
Zu den sitzen: Soo unbequem in Punkto härte sind sie zwar nicht*, aber was wirklich überhaupt nicht akzeptabel ist, ist die glätte der Sitze. Ich saß auf einen der sehr wenigen Sitze in Fahrtrichtung und musste mich mit den Füßen am gegenüberliegendem Sitz abstützen um nicht weiter nach vorne zu rutschen. Auf dauer sehr anstrengend und wenn jemand gegenüber sitzt ist das auch nicht mehr möglich. So ist auch die "nett gemeinte" ergonomische Form der Sitze vollkommen nutzlos, weil sie bei "verrutschter Sitzposition" eher zum Nachteil wird.
Später auf einer anderen Fahrt saß ich seitwärts. Hier ist die Ausformung der Sitze (Rückenlehne kurz, Sitzfläche riesig) besser, da etwas bequemer, aber der Rutscheffekt ist weiterhin vorhanden. Beim Beschleunigen (man sollte bedenken: Sie beschleunigen spürbarer, als die TW6000) rutschte ich immer etwas zum Nachbarsitz.

Ein weiterer Nachteil ist die Türenaufteilung. Es ist äußerst negativ, dass es nun keine Türen direkt bei der Führerkabine mehr gibt. Die Türenabstände sind anschließend viel zu nah beieinander. Die Türenabstände des TW6000 waren die Besten gewesen.
Auch zum Nachteil fällt die Fahrzeuglänge, die weiterhin 3 Meter kürzer ist im Gegensatz zu TW6000.

Am schlimmsten ist aber, dass es nun keine Klapptrittstufen mehr gibt. Wie sollen denn bitte die Fahrgäste aussteigen, wenn die Bahn außerhalb der Hochbahnsteige halten muss z.B. durch Bauarbeiten, Notfall usw.? Sollen die Fahrgäste förmlich aus der Bahn springen?

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Zitat
Deniz90
Am schlimmsten ist aber, dass es nun keine Klapptrittstufen mehr gibt. Wie sollen denn bitte die Fahrgäste aussteigen, wenn die Bahn außerhalb der Hochbahnsteige halten muss z.B. durch Bauarbeiten, Notfall usw.? Sollen die Fahrgäste förmlich aus der Bahn springen?
So, wie in Hamburg, Berlin und München bei der U-Bahn. Sich auf den Boden setzen und vorsichtig aus der Tür nach unten.

Zitat
Deniz90
Gestern gelang es mir, mit dem neuem "Straßenbahn"Wagen Typ TW3000 mitzufahren.

Von außen sieht er sehr modern aus aber vor allem viel schöner, als die TW2000 / TW2500. An sich ein positives Bild.
Innen ist der visuelle Eindruck ebenfalls recht positiv: Die Bahn wirkt frisch, geräumig und behindertengerecht. Das Farbkonzept überzeugt.

Dass heißt ja, dass die Bahn am 5.4.2015 bereits wieder im Einsatz war. Am 1.4.2015 berichtete die Neue Presse Hannover über Bremsprobleme bei den neuen TW 3000 Fahrzeugen:
[www.neuepresse.de]

Als ich vergangenes Wochenende, am Sonntagnachmittag insgesamt vier TW 3000 Fahrzeuge auf dem Betriebshof Glocksee stehen sah, fragte ich mich bereits, ob denn die Bremsprobleme immer noch nicht behoben sind.

Montagmittag sah ich dann ein TW 3000 Einzelfahrzeug als Fahrschulwagen aus der unterirdischen Haltestelle Waterloo herausfahren auf dem Weg in Richtung Betriebshof Glocksee.


Zitat
Deniz90
Leider gibt es aber auch Nachteile. Einige wurden schon genannt, andere noch nicht.
Zu den sitzen: Soo unbequem in Punkto härte sind sie zwar nicht*, aber was wirklich überhaupt nicht akzeptabel ist, ist die glätte der Sitze. Ich saß auf einen der sehr wenigen Sitze in Fahrtrichtung und musste mich mit den Füßen am gegenüberliegendem Sitz abstützen um nicht weiter nach vorne zu rutschen. Auf dauer sehr anstrengend und wenn jemand gegenüber sitzt ist das auch nicht mehr möglich. So ist auch die "nett gemeinte" ergonomische Form der Sitze vollkommen nutzlos, weil sie bei "verrutschter Sitzposition" eher zum Nachteil wird.
Später auf einer anderen Fahrt saß ich seitwärts. Hier ist die Ausformung der Sitze (Rückenlehne kurz, Sitzfläche riesig) besser, da etwas bequemer, aber der Rutscheffekt ist weiterhin vorhanden. Beim Beschleunigen (man sollte bedenken: Sie beschleunigen spürbarer, als die TW6000) rutschte ich immer etwas zum Nachbarsitz.

Die Glätte der Sitze ist meines Erachtens ein Problem mit dem Potenzial, Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen zu werden. Bei einer Notfdallbremsung gibt's auf den Sitzen nämlich kein Halten mehr. Insbesondere dann, wenn man in Fahrtrichtung sitzt. Ein cleverer Anwalt könnte es möglicherweise schaffen, ein ordentliches Schmerzensgeld herauszuhandeln, falls sich jemand bei einer Notbremsung verletzt und er nachweisen kann, dass die Sitzflächen nicht genügend Halt bieten können aufgrund der glatten Oberfläche.

Es ist mit völlig unverständlich, dass keine Polstersitze in den TW 3000 eingebaut wurden. Der TW 3000 Vorläufer, der TW 2000/2500 hat allerdings auch keine Polstersitze. Aber die Sitze sind genoppt und deshalb deutlich weniger rutschig. Die Sitzfläche im Vorläufermodell auch eine leichte Neigung zum Gesäß hin, was ebenso wie die genoppte Fläche die Sitze runtschsicherer macht.

Hier ein Foto, das die genoppte Sitzfläche im TW 2000/2500 zeigt:


Zitat
Wuhletal
Zitat
Deniz90
Am schlimmsten ist aber, dass es nun keine Klapptrittstufen mehr gibt. Wie sollen denn bitte die Fahrgäste aussteigen, wenn die Bahn außerhalb der Hochbahnsteige halten muss z.B. durch Bauarbeiten, Notfall usw.? Sollen die Fahrgäste förmlich aus der Bahn springen?
So, wie in Hamburg, Berlin und München bei der U-Bahn. Sich auf den Boden setzen und vorsichtig aus der Tür nach unten.

Dass es keine Klapptrittstufen mehr gibt ist gut, weil Klapptrittstufen nicht vereinbar sind mit dem Anspruch Barrierefreiheit. Allerdings könnten Niederflurbahnen in Kombination mit Niederflurbahnsteigen einen höheren Grad an Barrierefreiheit ermöglichen, weil an den Haltstellen keine langen Rampen oder Treppenstufen zu überwinden sind. Die langen Rampen an den Hochbahnsteigen verlängern auch die Wege vom Bürgersteig zum Wageneingang.

Die Tatsache, dass die fehlenden Klapptrittstufen ein Aussteigen auf offener Strecke erschweren, trägt möglicherweise dazu bei, dass mit deutlich drastischeren Maßnahmen gegen Falschparker vorgegangen wird, die die Strecken der Straßenbahn blockieren. Bisher verlief das in der Regel so, dass nach einigen Minuten Wartezeit der Fahrer die Türen öffnete und die Klapptrittstufen aktivierte, so dass die Fahrgäste auf offener Strecke aussteigen konnten. Bei den TW 3000 Fahrzeugen werden die Fahrer das Öffnen der Türen in solchen Fällen möglicherweise hinauszögern, weil ein Aussteigen ohne Klapptrittstufen zusätzliche Gefahren heraufbeschwört.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.2015 19:42 von Jules.


Zitat
Jules


Die Tatsache, dass die fehlenden Klapptrittstufen ein Aussteigen auf offener Strecke erschweren, trägt möglicherweise dazu bei, dass mit deutlich drastischeren Maßnahmen gegen Falschparker vorgegangen wird, die die Strecken der Straßenbahn blockieren. Bisher verlief das in der Regel so, dass nach einigen Minuten Wartezeit der Fahrer die Türen öffnete und die Klapptrittstufen aktivierte, so dass die Fahrgäste auf offener Strecke aussteigen konnten. Bei den TW 3000 Fahrzeugen werden die Fahrer das Öffnen der Türen in solchen Fällen möglicherweise hinauszögern, weil ein Aussteigen ohne Klapptrittstufen zusätzliche Gefahren heraufbeschwört.

ich hätte die Fahrzeuge ja mit Puffern ausgerüstet, dann erübrigt sich das problem in den meisten Fällen...
Ich würde mir eh nicht soviele Gedanken machen. Wenn die Bahnen schon am Anfang solche konstruktiven Mängel haben, dann sind sie in 5 Jahren Alltagsbetrieb Schrottreif. Die Üstra wäre gut beraten, würde sie ihre 6000 weiter behalten.

Eines kann man wohl jetzt schon mit ruhigen Gewissen sagen: der TW 6000 ist ein solides, bewährtes Fahrzeug, das dem rauhen Alltagsbetrieb seit mehr als 40 Jahren gewachsen ist. Der TW 3000 ist ein Haufen Elektroschrott, der schlamoig verschweisst, in spätestens 10 Jahren auf dem Schrott landen wird....
Und noch ein Bild, das zeigt, dass der neue TW 3000 im Linienbetrieb angekommen ist:


Seit gestern, 07.05., sind es zwei Kurse auf der Linie 7, die mit den neuen Wagen gefahren werden.
Zitat
Polski
Ich würde mir eh nicht soviele Gedanken machen. Wenn die Bahnen schon am Anfang solche konstruktiven Mängel haben, dann sind sie in 5 Jahren Alltagsbetrieb Schrottreif. Die Üstra wäre gut beraten, würde sie ihre 6000 weiter behalten.

Eines kann man wohl jetzt schon mit ruhigen Gewissen sagen: der TW 6000 ist ein solides, bewährtes Fahrzeug, das dem rauhen Alltagsbetrieb seit mehr als 40 Jahren gewachsen ist. Der TW 3000 ist ein Haufen Elektroschrott, der schlamoig verschweisst, in spätestens 10 Jahren auf dem Schrott landen wird....

Ob das jetzt am zunehmenden Alter liegt, oder ob es sich um einen konstruktiven Mangel von Anbeginn handelt kann ich nicht beurteilen. Aber auch die grünen TW 6000 sind nicht ohne Fehl und Tadel. (Siehe dazu das beigefügte Foto! Ein Anblick, den wohl jeder kennt, der in Hannover häufiger Stadtbahn fährt. Aber hätte man es deshalb bei Schiebtüren belassen sollen, die von Hand bedient werden, wie zum Beispiel bei den alten sog. Stahlwagen?)

Aber vielleicht hätte man ja auch niemals anfangen sollen, Klapptrittstufen zu bauen, was ohnehin nur deshalb gemacht wurde, weil Hannover partout eine "U-Bahn" haben wollte, anstatt etwas dagegen zu tun, dass die Stadt von Autos zugemüllt wird, die den Straßenbahnverkehr behindern.

Und zur Zeit ihrer Indienststellung, 1975, waren die TW 6000 Züge ganz sicher auf dem damals neuesten technischen Stand. Und wer weiß vielleicht hat auch damals jemand über einen "Haufen Elektroschrott" gelästert, als ein Zug bei der Eröffnung der "U-Bahn" prompt liegenblieb.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.05.2015 08:18 von Jules.


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