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Omnibus-Bettel-Kneeling in Hannover
geschrieben von Jules 
Kneeling, mal frei übersetzt als "Kniefall" bezeichnet, ist das Absenken des Omnibusses, wenn er an einer Haltetstelle hält. Insbesondere gehbehinderte Fahrgäste oder solche mit Gepäck, Einkaufstrolly usw. profitieren erheblich davon.

Aber obwohl das "Kneeling", das "in die Knie gehen" des Omnibusses (nicht des Fahrers!), für den Busfahrer nur einen minimalen Mehraufwand erfordert, machen Busfahrer diese Einrichtung moderner Linienomnibusse ihren Fahrgästen, so meine Erfahrung in Hannover, nur in Ausnahmefällen zugänglich.

Man gewinnt dabei den Eindruck, dass erstmal der Fahrgast einen "Kniefall" machen muss, um beim Omnibusfahrer das "Kneeling" zu erbetteln. Was naturgemäß Fahrgästen mit Gehbehinderung oder einer Knieverletzung besonders schwer fällt.

So nicht!!! In Berlin gibt's dagegen das Zwangskneeling. Der Bus senkt sich grundsätzlich ab, bevor die Türen aufgehen. Leider ist auch das Berliner Zwangskneeling nicht unangefochtener Standard. Vielmehr versuchen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ausgerechnet hier zu sparen. Dazu folgender Bericht:

[signalarchiv.de]

Meine Bitte an alle Omnibusfahrgäste: Berichtet von euren Erfahrungen mit dem Kneeling. Macht Druck bei eurem Busfahrer und bittet ihn, das "Kneeling" standardmäßig einzusetzen. Macht Druck bei der Üstra und der Regio-Bus, so dass Kneeling Standard wird, und nicht drum gebettelt werden muss.
Als ich letztens einen Busfahrer darauf ansprach, antwortete der: "Es sei den Fahrgästen doch wohl zumutbar, dass sie einen kleine Stufe nehmen. Wenn eine Bushaltestelle keinen Bord hat, würde er selbstverständlich das Kneeling einsetzen, aber wenn ein Bord vorhanden ist, dann braucht es das nicht."
Nachdem ich in den o. a. Artikel gelesen habe, kann sich der Busfahrer, der mir eine solche Auskunft gibt, auf eine Beschwerde gefasst machen!



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.05.2014 16:26 von Jules.
In Berlin versuchten sie es. Der Senat hat mittlerweile angewiesen, dass wieder "zwangsgekneelt" wird.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Selten so ein Schwachsinn gelesen.
Ist dir klar, wie viel unnötig Energie für das Absenken verschwendet wird?
Es hängen nicht umsonst solche blauen Knöpfe im und am Bus. Wenn Absenken erwünscht wird, dann soll der Knopf gedrückt werden und der Bus wird abgesenkt.
Soll jetzt noch die Rampe an jeder Haltestelle mit ausgefahren werden? Oder am besten noch ein roter Teppich und ein ausfahrbarer Vorhang, damit bloß kein Regentropfen auf den feinen Herr tropft?
Aber sich dann über Verspätung, hohe Fahrpreise und Defekte Busse beschweren.. Wie haben es die Leute in den 80er Jahren geschafft, als noch hochflurige Busse gefahren sind..

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Zitat
Deniz90
Ist dir klar, wie viel unnötig Energie für das Absenken verschwendet wird?

Na dann belege das mal bitte mit einer belastbaren Quelle.

Zitat
Deniz90
Es hängen nicht umsonst solche blauen Knöpfe im und am Bus. Wenn Absenken erwünscht wird, dann soll der Knopf gedrückt werden und der Bus wird abgesenkt.

Also soll man betteln?

Zitat
Deniz90
Aber sich dann über Verspätung, hohe Fahrpreise und Defekte Busse beschweren..

Es wurde in Berlin durch das Einführen des Kneelings bei keiner einzigen Linie eine Fahrzeitverlängerung nötig. Warum auch? Der Bus pumpt sich während des Türschließvorgangs wieder hoch.

Zitat
Deniz90
Wie haben es die Leute in den 80er Jahren geschafft, als noch hochflurige Busse gefahren sind..

Da waren die heutigen Rentner noch brav schuften. Willst du ernsthaft die Behinderten wieder vom öffentlichen Nahverkehr ausschließen und mit teuren Telebussen kutschieren?

Zitat
Deniz90
Selten so ein Schwachsinn gelesen.

Jupp, dein Beitrag ist schon sehr weit weg von der Realität.

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Deniz90
Es hängen nicht umsonst solche blauen Knöpfe im und am Bus. Wenn Absenken erwünscht wird, dann soll der Knopf gedrückt werden und der Bus wird abgesenkt.

Also soll man betteln?
Dann last uns doch gleich an jeder Haltestelle die Klapprampe für Rollstuhlfahrer ausfahren. Warum sollen die bitte schön "betteln"?

Zitat
Deniz90
Aber sich dann über Verspätung, hohe Fahrpreise und Defekte Busse beschweren..

Es wurde in Berlin durch das Einführen des Kneelings bei keiner einzigen Linie eine Fahrzeitverlängerung nötig. Warum auch? Der Bus pumpt sich während des Türschließvorgangs wieder hoch.
Na immerhin gibt es keine Einwände für teure Fahrkarten und Defekte Busse.

Zitat
Deniz90
Wie haben es die Leute in den 80er Jahren geschafft, als noch hochflurige Busse gefahren sind..

Da waren die heutigen Rentner noch brav schuften. Willst du ernsthaft die Behinderten wieder vom öffentlichen Nahverkehr ausschließen und mit teuren Telebussen kutschieren?
Bitte? Rente ab 67 und später wurde erst vor kurzem eingeführt..
Warum sollen Behinderte aus dem öV ausgeschlossen werden?! Hallo? Lesen mit Verstand? Es ging nicht um die Einführung von Hochflurbussen..


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Zitat
Deniz90
Dann last uns doch gleich an jeder Haltestelle die Klapprampe für Rollstuhlfahrer ausfahren. Warum sollen die bitte schön "betteln"?

Läufst du mit Scheuklappen durch die Welt? Einem Rollstuhlfahrer sehe ich seine Hilfsbedürftigkeit an, einem Gehbehinderten nicht in allen Fällen. Und aus diesem Grund braucht in Berlin auch kein Rollstuhlfahrer um die Rampe betteln, der Fahrer steht von alleine auf und klappt sie aus.

Zitat
Deniz90
Na immerhin gibt es keine Einwände für teure Fahrkarten und Defekte Busse.

Dann belege deine Aussagen endlich. Wo stiegen durch das Kneeling die Fahrpreise? Wo mussten mehr Busse deswegen in die Werkstatt?

Zitat
Deniz90
Bitte? Rente ab 67 und später wurde erst vor kurzem eingeführt..
Warum sollen Behinderte aus dem öV ausgeschlossen werden?! Hallo? Lesen mit Verstand? Es ging nicht um die Einführung von Hochflurbussen..

Weil ohne Kneeling bestimmten Gruppen das Betreten des Fahrzeugs unnötig erschwert wird, verstehst du das unter Barrierefreiheit?
Aber gut, ein Hamburger versteht unter modernem ÖPNV ja etwas anderes als der Rest dieser Welt...

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.06.2014 22:16 von B-V 3313.
Zitat
B-V 3313

Läufst du mit Scheuklappen durch die Welt? Einem Rollstuhlfahrer sehe ich seine Hilfsbedürftigkeit an, einem Gehbehinderten nicht in allen Fällen. Und aus diesem Grund braucht in Berlin auch kein Rollstuhlfahrer um die Rampe betteln, der Fahrer steht von alleine auf und klappt sie aus.
Eine Gehbehinderte Person hat entweder einen Balkon (auch Rollator oder Gehwagen genannt) oder mindestens einen Krückstock. Da bei den meisten Betrieben eh "vorne einsteigen" gilt, sieht man die Notwendigkeit einer Absenkung problemlos.

Zitat
Deniz90
Weil ohne Kneeling bestimmten Gruppen das Betreten des Fahrzeugs unnötig erschwert wird, verstehst du das unter Barrierefreiheit?
Aber gut, ein Hamburger versteht unter modernem ÖPNV ja etwas anderes als der Rest dieser Welt...
Bei einer Haltestelle mit Kasseler-Bordstein, um wie viel Zentimeter Unterschied handelt es sich da? 10? Das wird nun wirklich lächerlich. Sollen deswegen jetzt auch alle Treppenhäuser in Wohnblocks durch 5mal so lange ebenerdige Rampen ersetzt werden?


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Zitat
Deniz90
Eine Gehbehinderte Person hat entweder einen Balkon (auch Rollator oder Gehwagen genannt) oder mindestens einen Krückstock. Da bei den meisten Betrieben eh "vorne einsteigen" gilt, sieht man die Notwendigkeit einer Absenkung problemlos.

Das geht doch völlig an der Realität vorbei. Ich kenne genug Leute, die in ihrer Gehfähigkeit eingeschränkt sind und die keine Krücke o.ä. haben.

Kasseler Borde schön und gut, aber wo gibt es die flächendeckend? 10cm sind übrigens für diese Personengruppe eine ganze Menge.

Dein Beispiel mit den Rampen in Wohnhäusern ist weltfremd und unpassend. Passend wäre das Beispiel, wenn die vorhandenen Rampen abgezäunt werden und man erst den Hausmeister bitten muss, die Türen zu den Rampen zu öffnen. Sonst nutzen die Rampen sich ja so schnell ab...

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Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
Deniz90
Selten so ein Schwachsinn gelesen.
Ist dir klar, wie viel unnötig Energie für das Absenken verschwendet wird?
Es hängen nicht umsonst solche blauen Knöpfe im und am Bus. Wenn Absenken erwünscht wird, dann soll der Knopf gedrückt werden und der Bus wird abgesenkt.
Soll jetzt noch die Rampe an jeder Haltestelle mit ausgefahren werden? Oder am besten noch ein roter Teppich und ein ausfahrbarer Vorhang, damit bloß kein Regentropfen auf den feinen Herr tropft?
Aber sich dann über Verspätung, hohe Fahrpreise und Defekte Busse beschweren.. Wie haben es die Leute in den 80er Jahren geschafft, als noch hochflurige Busse gefahren sind..

Zur angeblichen Energieverschwendung:
Menschen, die mit dem ÖPNV mobil sind sparen dadurch im Vergleich zum MIV so viel Energie ein, dass ein standardiertes Kneeling in jedem Falle drin sein dürfte. Und außerdem noch eine vernünftige Klimaanlage. So was ist heute bei fast jedem PKW-Neuwagen Standard. Aber die ÖPNV-Fahrgäste dürfen ja ruhig schwitzen - oder was?

Zum Knöpfe drücken:
Wenn der Bus voll ist, kommt man nicht ohne weiteres ran und wenn man an der Bushaltestelle wartet, dann hält der Bus nicht unbedingt so, dass ich gleich an den Knopf rankomme. Zudem dürfte es ein Sicherheitsproblem geben, wenn der Bus sich erst dann absenkt, wenn die Fahrgäste bereits beim Aussteigen und Einsteigen sind. Da kann schon mal ein Fuß abgequetscht werden.

Zum Rampe ausfahren:
Ist die Bussteigkante genügend hoch, dann braucht es keine Rampe, um barrierefrei in den Bus zu gelangen. Nach meiner Beobachtung verzichten duckmäuserisch veranlagte Politiker, Verwaltungen und Nahverkehrsunternehmen aber auf entsprechend hohe Bussteige, weil die weiter in den Straßenraum ragen müssen als Bussteige mit niedrigeren Kantsteinen. Denn ein Omnibus muss einen Bussteig mit hohen Kanten gerade anfahren können. Wenn der Bussteig zu weit zurückliegt, dann muss er ihn mit einer Kurve anfahren und dann droht beim Anfahren der vordere Überhang aufzusetzen oder anzustoßen. Beim Abfahren dito der hintere Überhang. Werden die Bussteige aber so gebaut, dass sie in den Fahrbahnbereich hineingreifen, dann macht die Autolobby Rabbatz. Hier wünsche ich den Verantwortlichen deutlich mehr Rückgrat.
Zitat
B-V 3313
In Berlin versuchten sie es. Der Senat hat mittlerweile angewiesen, dass wieder "zwangsgekneelt" wird.

Ich glaub, was den Deniz so auf die Palme bringt, ist der Begriff "Zwangskneeling". Es gibt so 'ne Gruppe von Leuten, für die immer alles ganz schlimm ist, wenn der Begriff Zwang fällt. Die gehen dann automatisch in Verteidigungsposition auch wenn sie selbst gar nicht von dem Zwang betroffen sind oder sogar davon profitieren, wenn andere dazu gezwungen sind, ihnen was Gutes zu tun. Die verteidigen sogar dann den, der ihnen was Gutes tun soll, aber dazu zu faul ist.
Was in diesem Beispiel allerdings gar kein echter Zwang ist, denn dem Busfahrer tut es ja nicht irgendwie weh, wenn sein Bus beim Halten automatisch kneelt. Wie wär's stattdessen mit Standardkneeling? Oder automatisches Kneeling?
Zitat
Jules

Menschen, die mit dem ÖPNV mobil sind sparen dadurch im Vergleich zum MIV so viel Energie ein, dass ein standardiertes Kneeling in jedem Falle drin sein dürfte. Und außerdem noch eine vernünftige Klimaanlage. So was ist heute bei fast jedem PKW-Neuwagen Standard. Aber die ÖPNV-Fahrgäste dürfen ja ruhig schwitzen - oder was?

Stell dir vor, da gibt es so eine raffinierte Lösung, die sich Klappfenster nennt. Oder aber -für Anspruchsvolle- gibt es auch Schiebefenster. Dies ist im Betrieb praktisch ein Bus-Leben lang kostenlos und umweltfreundlich wie auch gesünder für den Fahrgast.

Zum Knöpfe drücken:
Wenn der Bus voll ist, kommt man nicht ohne weiteres ran und wenn man an der Bushaltestelle wartet, dann hält der Bus nicht unbedingt so, dass ich gleich an den Knopf rankomme. Zudem dürfte es ein Sicherheitsproblem geben, wenn der Bus sich erst dann absenkt, wenn die Fahrgäste bereits beim Aussteigen und Einsteigen sind. Da kann schon mal ein Fuß abgequetscht werden.
Der Absenkeknopf ist DIREKT neben der Tür. Aber einigen wäre es wahrscheinlich schon zu weit, wenn es sogar vor der Nase wäre.. Und dass jemand beim Absenkevorgang unter dem Bus liegen sollte, dass habe ich auch noch nie seit Einführung dieser Technik erlebt.

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Zitat
Deniz90


Stell dir vor, da gibt es so eine raffinierte Lösung, die sich Klappfenster nennt. Oder aber -für Anspruchsvolle- gibt es auch Schiebefenster. Dies ist im Betrieb praktisch ein Bus-Leben lang kostenlos und umweltfreundlich wie auch gesünder für den Fahrgast.


Der Absenkeknopf ist DIREKT neben der Tür. Aber einigen wäre es wahrscheinlich schon zu weit, wenn es sogar vor der Nase wäre.. Und dass jemand beim Absenkevorgang unter dem Bus liegen sollte, dass habe ich auch noch nie seit Einführung dieser Technik erlebt.

Sie sind ja ein echter Purist, Deniz. Warum eigentlich gibt es dann an Autos - wie bereits erwähnt so gut wie serienmäßig - eine Klimaanlage? Weil die eben doch besser arbeitet als geöffnete Kurbelfenster (bei heutigen Autos allerdings i. d. R. motorgetriebener Seitenfensterheber), Klappfenster, Schiebefenster oder Dachluken.

Das mit dem Absenken, wenn der Bus erst mal steht und die Türen bereits geöffnet sind, bezieht sich nicht auf "Ganzkörper-unter-den-Bus-Roller" sondern darauf, dass wer seinen Fuß unglücklicherweise beim Einsteigen unter dem Bodenblech platziert. Für den Fuß und dem der dran hängt wird's in jedem Fall ungemütlich, wenn der Bus sich genau dann absenkt.
Zitat
Jules
Warum eigentlich gibt es dann an Autos - wie bereits erwähnt so gut wie serienmäßig - eine Klimaanlage? Weil die eben doch besser arbeitet als geöffnete Kurbelfenster (bei heutigen Autos allerdings i. d. R. motorgetriebener Seitenfensterheber), Klappfenster, Schiebefenster oder Dachluken.

Weil diese "Klimaanlage" gleichzeitig auch als Heizung dient. Weil nicht jeder Autofahrer mit geöffneten Fenster fahren kann/will. Weil es beim Auto deutlich mehr in die Aerodynamik einwirken kann, als bei einem Bus.
Eine Klimaanlage im Bus kostet Geld. Sehr viel Geld. Selbst heute noch haben viele Busbetriebe keine Klimaanlage. So z.B. in Kiel und Lübeck. In den Bussen in Lübeck, Schwerin und Rostock gibt es sehr viele Klappfenster zum öffnen. Und da beschwert sich auch keiner.

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Zitat
Deniz90
Zitat
Jules
Warum eigentlich gibt es dann an Autos - wie bereits erwähnt so gut wie serienmäßig - eine Klimaanlage? Weil die eben doch besser arbeitet als geöffnete Kurbelfenster (bei heutigen Autos allerdings i. d. R. motorgetriebener Seitenfensterheber), Klappfenster, Schiebefenster oder Dachluken.

Weil diese "Klimaanlage" gleichzeitig auch als Heizung dient. Weil nicht jeder Autofahrer mit geöffneten Fenster fahren kann/will. Weil es beim Auto deutlich mehr in die Aerodynamik einwirken kann, als bei einem Bus.
Eine Klimaanlage im Bus kostet Geld. Sehr viel Geld. Selbst heute noch haben viele Busbetriebe keine Klimaanlage. So z.B. in Kiel und Lübeck. In den Bussen in Lübeck, Schwerin und Rostock gibt es sehr viele Klappfenster zum öffnen. Und da beschwert sich auch keiner.

Eine Heizung ist nicht gleichzeitig auch eine Klimaanlage. Wer jemals einen VW-Käfer fuhr weiß sofort, was ich meine. Da ließ sich oftmals die Heizung nicht ausschalten, so dass man nicht nur keine Klimananlage hatte, sondern außerdem noch eine Heizung, die man im Sommer gar nicht wollte. Aber ich will das Thema Klimaanlage hier nicht weiter vertiefen, deshalb habe ich ein neues Diskussionsthema auf der Seite Nahverkehrsforum Südwestdeutschland eröffnet. Dort finden Sie unter anderem dieses Foto, mit dem ich dann ganz gerne hier die Klimaanlagen-Diskussion abschließen möchte. Das selbe Foto finden Sie auch dort unter dem Thema: Omnibusse mit Klimaanlage in Friedrichshafen [www.bahninfo-forum.de]

Lassen Sie uns hier bitte weiter über das Kneeling diskutieren. Es ist, denke ich, noch wichtiger als eine gute Klimaanlage, das in allen Bussen das Kneeling auch stets eingesetzt wird. Kneeling muss Standard sein!


Um noch mal auf das Thema Kneeling, bzw. Bettelkneeling zurückzukommen:

Es gibt zwei Faktoren, die fahrzeugseitig betrachtet und rein technisch gesehen ausschlaggebend sind dafür, wie bequem, bzw. wie barrierefrei der Einstieg in den Omnibus möglich ist.

1. Bis zu welcher Einstiegshöhe lässt sich der Omnibus absenken?
2. Wie dicht kann der Omnibus an die Haltestellenkante heranfahren?

Zu 2. folgende Frage an die anderen Forumsbesucher: In Hannover habe ich es mehrfach erlebt, dass der Omnibus mit den Flanken der Bereifung direkt am Haltestellenbord zum Stehen kommt. Dann konnte er jedoch nicht mehr den Bus absenken, weil sonst die automatische Rampe, die in Hannovers Stadtbussen eingebaut sind, auf dem Haltestellenbord aufgesetzt hätte. Einmal habe ich durch Zufall miterlebt, dass danach gar nichts mehr ging. Der Bus hing fest, die Automatik-Rampe war hin. Der Busfahrer hatte wohl den Abstand zum Haltestellenbord für ausreichend erachtet und den Bus abgesenkt. Eigentlich löblich, aber in diesem Fall mit gravierenden negativen Folgen. Und jetzt die Frage:
Gibt es in anderen Städten das selbe Problem? Setzen auch dort Busse mit automatischen Rampen auf den Haltestellenbord auf, wenn dieser hoch (16-18 cm) ist? Und:
Wenn die Busse keine automatischen Rampen haben, setzen sie dann trotzdem auf, wenn die Busse sehr dicht an einem hohen Bord stehend von den Fahrern abgesenkt werden?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.2015 22:07 von Jules.


Zitat
Jules
1. Bis zu welcher Einstiegshöhe lässt sich der Omnibus absenken?

Die standardisierte Einstiegshöhe in einem Solaris an Tür 1 und 2 beträgt 320mm.
Der Bus lässt sich um ca. 70mm absenken.

Meine Erfahrung mit Mercedes übrigens war auch eine äußerst schlechte.
Durch Absenkung des Busses an einem "Kasseler Bordstein" verkeilten sich die Türflügel. Auch hier gab es dann Probleme. Fahrgäste konnten nicht mit dem Kinderwagen aussteigen.





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Zitat
Deniz90
Zitat
Jules
1. Bis zu welcher Einstiegshöhe lässt sich der Omnibus absenken?

Die standardisierte Einstiegshöhe in einem Solaris an Tür 1 und 2 beträgt 320mm.
Der Bus lässt sich um ca. 70mm absenken.

Meine Erfahrung mit Mercedes übrigens war auch eine äußerst schlechte.
Durch Absenkung des Busses an einem "Kasseler Bordstein" verkeilten sich die Türflügel. Auch hier gab es dann Probleme. Fahrgäste konnten nicht mit dem Kinderwagen aussteigen.




Vielen Dank für den Hinweis auf die Türen! Das bedeutet der 3. Faktor, fahrzeugseitig-technisch betrachtet, für mögliche Barrierefreiheit beim Omnibuseinstieg ist die Öffnungsweise der Türen!

Eine ähnliche Situation hatte ich mal in Xanten fotografiert. Dort hielt ein Kleinbus an einem hohen Haltestellenbord. Aber was nutzt der hohe Bord, wenn der Bus sich so weit weg aufstellen muss, um die Türen aufzukriegen, dass dadurch eine große Lücke entsteht?


Zitat
Deniz90
Zitat
Jules
1. Bis zu welcher Einstiegshöhe lässt sich der Omnibus absenken?

Die standardisierte Einstiegshöhe in einem Solaris an Tür 1 und 2 beträgt 320mm.
Der Bus lässt sich um ca. 70mm absenken.

Das bedeutet ein 18 cm hoher Haltestellenbord führt bei Einsatz des Kneeling zu folgender Einstiegshöhe: 320 - 70 - 180 = 70 mm!
Ohne Kneeling wären es 140 mm.
Ganz ohne Haltestellenbord wären es 250 mm.
Bei einem Haltestellenbord von 110 mm wäre die Einstiegshöhe genau wie bei einer Haltestelle mit hohem Bord ohne Kneeling 140 mm.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.03.2015 22:17 von Jules.
Das ist ja abschäulich! Wie weit er vom Bordstein entfernt stehen muss.
Daher finde ich Außenschwingtüren für den Stadtverkehr völlig ungeeignet. Es ist gut und richtig, das die Üstra nun wieder Innenschwingtüren in den neueren Bussen bestellt.

-
Zitat
Deniz90
Das ist ja abschäulich! Wie weit er vom Bordstein entfernt stehen muss.
Daher finde ich Außenschwingtüren für den Stadtverkehr völlig ungeeignet. Es ist gut und richtig, das die Üstra nun wieder Innenschwingtüren in den neueren Bussen bestellt.

Außenschiebetüren sind auch brauchbar. Die laufen so dicht am Fahrzeug, daß der verbleibende Abstand selbst beim Kasseler Sonderbordstein ausreicht.

Gruß Ingo
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