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Elektrobusse mit Batterieantrieb Top oder Flop?
geschrieben von Jules 
Die Busse der Linie 100/200 halten derzeit an einer Ersatzhaltestelle am August-Holweg-Platz wegen der Bauarbeiten zur Einrichtung der Strom-Aufladestationen. Die neuen MAN-Hybridbusse auf der Linie 100/200 geben schon mal einen Vorgeschmack ab auf die im kommenden Jahr erwarteten reinen Batterie-betriebenen Busse. Die MAN-Hybridbusse fahren schon jetzt deutlich leiser als die mit reinem Dieselmotor-Antrieb.
Hier ein Bild von Anfang Dezember. Im Hintergrund sind die Baustellenabsperrungen erkennbar.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.12.2015 22:54 von Jules.


Die neuen Batterie-Elektrobusse werden auf der Linie 100/200 eingesetzt werden. Hier ein kleiner Weihnachtsgruß in Form einer Fotomontage von der Bushaltestelle An der Martinskirche, die an der Linie 100/200 liegt. Die Krippe in der Haltestelle steht tatsächlich in der Martinskirche. Aber wer weiß, wenn Jesus heute geboren würde, und feiern wir nicht an Weihnachten Jesu Geburt?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.12.2015 10:43 von Jules.


Zitat
Deniz90
Na schau mal einer an. Sie kriegen tatsächlich die neueste Generation vom Urbino. ;) Ob der Bus nun keine Dachluken, keine Klappfenster und auch keine Klimaanlage haben wird? Und ob die Linienanzeige nun in weißer Schrift sein wird?

Die Fotostrecke deutet auf zwei Klappfenster auf der Einstiegsseite hin (Bild 12): [www.haz.de]
Und zwei weitere Klappfenster auf der Fahrerseite (Bild 16): [www.haz.de]

Eine Vollklimanlage wäre mir lieber!

Auf den angegebenen Bildern ist eine 5 in der Anzeige in weißer Schrift zu erkennen. Aber ob die Anzeige zukünftig weiß sein wird? Abwarten!
Die neuen, rein batteriegetriebenen Elektrobusse können kommen, die Ladesäulen stehen bereit:


"Bürgerfest für Elektrobusse"

Unter dieser Überschrift kündigte die HAZ von heute (12.3.2016) die Inbetriebnahme der neuen batteriebetriebenen Elektroomnibusse am 5. April 2016 für die Linie 100/200 an. In dem Artikel heißt es:

"Mit einem Bürgerfest nimmt die Üstra am Dienstag, 5. April, die ersten drei Elektrobusse in Betrieb. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wird dann den Testbetrieb für die drei neuen Fahrzeuge eröffnen, kündigte Üstra-Vorstandschef André Neiß gestern an."



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2016 17:00 von Jules.
Diese Tage beim Fahrkartenkauf am Üstra-Automaten entdeckt:

Die Spannung steigt:
Feiern Sie mit uns den Start der
üstra Busse in die Elektromobilität!

am Dienstag, 5.4.2016 um 12:00 Uhr Haltestelle August-Holweg-Platz in Hannover-Ricklingen

Foto des Bildschirms eines Üstra-Fahrkartenautomates, März 2016:


Beim Bürgerfest für Elektrobusse wäre ich gerne selbst dabei gewesen, ließ sich aber leider nicht einrichten. Darum hier auch nur ein Verweis auf die NP-Bildergalerie mit zahlreichen Fotos vom gestrigen (5.4.2016) Bürgerfest für Elektrobusse:
[www.neuepresse.de]
War ein anderer Besucher dieses Forums dabei? Und mag einen Beitrag dazu schreiben?

Der HAZ-Bericht ist da nur eine kleine Entschädigung für alle, die nicht dabei sein konnten. Er steht kostenfrei bereit zum Lesen auf der HAZ-Internetseite: [www.haz.de]
Auch auf der NP-Internetseite ist ein Bericht, der ist allerdings deutlich knapper gehalten als der HAZ-Bericht:
[www.neuepresse.de]

In dem HAZ-Bericht ist u. a. zu lesen: "Die neuen Busse schonen also die Umwelt. Aber sie sind auch dreimal so teuer wie die alten Dieselbusse, räumt Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg ein. Das liegt an den hohen Kosten für die Batterien. „Ohne Zuschüsse könnten wir das Geschäft mit den Elektrobussen nicht wirtschaftlich betreiben“, sagt Lindenberg. Es sei jedoch vorausschauend, in diese Technologie zu investieren. In der Politik gebe es Überlegungen, die Anschaffung von Dieselbussen aufgrund ihres hohen Ausstoßes zu verbieten."

Meines Wissens ist der Schadstoffausstoß bei Dieselbussen dank der so genannten "AdBlue"-Technologie deutlich geringer als bei PKW mit Dieselantrieb, selbst wenn diese mit "AdBlue"-Technologie ausgerüstet sind. Im Zusammenhang mit dem VW-Abgasskandal war davon zu hören. Der Grund dafür soll sein, dass bei Omnibussen und LKW der notwendige Harnstoff sehr viel häufiger und regelmäßiger nachgefüllt wird, während bei Diesel-PKW dieses Nachfüllen durch Computer-Manipulationen an der Abgassteuerung auf ein Minimum reduziert wird, weil man den Autofahrer-Kunden nicht mit häufigem Harnstoff-Nachfüllen belasten will.

Trifft das zu, dann wäre es allerdings ein Kuriosum einerseits zu fordern, nur noch kostspielige Batterie-Omnibusse zuzulassen, während das Problem mit der Abgas-Reinigung bei PKW offensichtlich immer noch nicht zufriedendstellend geklärt ist. Mal ganz abgesehen davon, dass PKW-Nutzer ohnehin deutlich mehr Sprit verbrauchen und Abgase erzeugen als Omnibus-Fahrgäste.

Ein echtes Ärgernis kann man jedoch bereits auf den Fotos erkennen. Klar - hat man so ein neues "Spielzeug", dann will man auch gerne alle drauf aufmerksam machen. Aber muss man dazu gleich mehrere Fenster des Omnibusses mit Rasterfolie zukleben???
Die Üstra erweckt damit den Eindruck einer technik-verliebten Leitungs-Etage, denen das Interesse der Fahrgäste an einer Rasterfolien-freien Aussicht nach draußen nicht die Bohne interessiert. Liebe Üstra: Wenn ich den Omnibus benutze, dann möchte ich gerne auch ungehindert nach draußen schauen können. Und da bin ich nicht der einzige Fahrgast. Längst nicht alle "modernen" Menschen leben ausschließlich im Second live und schauen bei jeder Gelegenheit nur noch auf ihre digitalen Endgeräte!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.2016 12:51 von Jules.
Zitat
Jules
Ein echtes Ärgernis kann man jedoch bereits auf den Fotos erkennen. Klar - hat man so ein neues "Spielzeug", dann will man auch gerne alle drauf aufmerksam machen. Aber muss man dazu gleich mehrere Fenster des Omnibusses mit Rasterfolie zukleben???

Wenn man sonst keine anderen Sorgen hat?

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Zitat
Deniz90
Zitat
Jules
Ein echtes Ärgernis kann man jedoch bereits auf den Fotos erkennen. Klar - hat man so ein neues "Spielzeug", dann will man auch gerne alle drauf aufmerksam machen. Aber muss man dazu gleich mehrere Fenster des Omnibusses mit Rasterfolie zukleben???

Wenn man sonst keine anderen Sorgen hat?

Ich hab noch ganz andere "Sorgen". Mich ärgert, wenn in Bahnen die Anordnung der Sitze nicht mit den Fenstern übereinstimmt. Natürlich gibt es auch Fahrgäste, die gern nach draußen sehen. Zu denen gehöre ich auch. Ich fordere daher: Freie Sicht für freie Bürger!

Ich finde echt, dass man sich solche unsachlichen und miesepetrigen Kommentare verkneifen könnte.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.04.2016 21:48 von Wolf Tiefenseegang.
Hat nichts mit miesepetrig zu tun nur irgendwann reicht dieses gebashe gegen Werbung. Was wird als nächstes gefordert? Abschaffung der Dämmerung und Nachtphase? Die Kabine des Fahrers damit die Fahrläste vorne links auch von vorne was sehen können?

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Zitat
Deniz90
Hat nichts mit miesepetrig zu tun nur irgendwann reicht dieses gebashe gegen Werbung. Was wird als nächstes gefordert? Abschaffung der Dämmerung und Nachtphase? Die Kabine des Fahrers damit die Fahrläste vorne links auch von vorne was sehen können?

Es ist ja kein Gebashe gegen Werbung an sich, sondern gegen (zu viel) Werbung auf Fensterscheiben. Und dieses kann ich gut verstehen und unterstützen. Mindestmaß sollte ein Kompromiss sein, wie er in Berlin vorgegeben ist: 25% der Fensterfläche dürfen maximal beklebt werden. Das finde ich zwar als Fahrgast auch noch eher zu viel, aber es ermöglicht zumindest Werbetreibenden mehr Gestaltungsfreiheit und Verkehrsbetrieben mehr Werbeeinnahmen, die ja als Einnahmequelle auch nicht ignoriert werden können / sollen.

Ergänzen könnten man die Kritik noch um undurchdachten Umgang mit Fensterscheiben. In verschiedenen Städten sind mir z.B. schon Fahrzeuge begegnet, bei denen von Außen eine Rasterfolie an die Scheibe geklebt wird und von innen ein transparenter Liniennetzplan, bei dem das was sonst weißes Papier wäre durchsichtige Folie ist. Ohne die Rasterfolie mag es noch ein nettes, halbwegs praxistaugliches Detailelement sein, aber in Kombination ist es nicht ansatzweise lesbar.
Bei diesem Bus ist lediglich das Heckfenster, das mini Fenster hinter der Hecktür und eine große Scheibe auf der Türseite. Das dürfte doch wohl hinnehmbar sein!

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Zitat
Deniz90
Bei diesem Bus ist lediglich das Heckfenster, das mini Fenster hinter der Hecktür und eine große Scheibe auf der Türseite. Das dürfte doch wohl hinnehmbar sein!

Vielleicht war ich ja auch ein bisschen zu voreilig mit meiner Kritik. Es sind ja insgesamt drei Busse, die jetzt probefahren. Und ich habe mir gerade noch mal die Bildergalerie angesehen und mindestens einen der neuen E-Busse ohne Werbeaufkleber entdeckt. Vielleicht ist ja tatsächlich nur einer der drei Busse so sehr beklebt, dass man aus mehreren Fenstern nicht richtig rausschauen kann. Das ginge ja dann noch. Werde mal die nächsten Tage drauf achten. Und das Motiv mit den Batterien ist ja auch ganz lustig.

Schließlich ist es ja auch möglicherweise in meinem Interesse als Fahrgast, ein bisschen im Bekanntenkreis Autofahrer damit foppen zu können, dass man bereits mit einem batteriebetriebenen Elektrofahrzeug mobil ist. Und ob sein Fahrzeug denn auch schon vollelektrisch unterwegs sei oder immer noch die Umwelt verpeste und ich dann die 10.000 Euro pro Tag mit der von ihm verursachten erhöhten Luftverschmutzung mitzahlen darf. Und dann wäre es ja langweilig, wenn keiner was von den neuen Elektro-Batteriebussen wüsste.

"Hintergrund ist die Luftqualitätsrichtlinie der EU von 2008, die den Städten bis 2015 Zeit gegeben hat, sowohl bei Feinstaub als auch bei Stickstoffdioxiden unter bestimmte Grenzwerte zu kommen. Die Feinstaubwerte liegen seit Jahren unter den Grenzwerten. Legen die Städte jetzt kein neues Konzept zur Reinhaltung der Luft vor, kann die EU ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland starten und Strafzahlungen von rund 10.000 Euro pro Tag und Kommune verlangen. Außerdem hätten in diesem Fall Bewohner und Umweltverbände das Recht, vor Gericht schärfere Umweltmaßnahmen einzuklagen." aus: Muss Hannover Fahrverbote verhängen?, HAZ, 10.3.2016, [www.haz.de]

Bloß eine Sache würde ich der Üstra vermutlich nicht so leicht verzeihen: Wenn nämlich eines Tages so ein Elektrobus mit Werbung für die "VW-Dieselstinker" unterwegs wäre.
Zitat
Deniz90
Was wird als nächstes gefordert? Abschaffung der Dämmerung und Nachtphase? Die Kabine des Fahrers damit die Fahrläste vorne links auch von vorne was sehen können?

Dringender wäre eine Höhenbegrenzung von Lärmschutzwänden an Bahnstrecken, sodass Zugreisende noch drüber gucken können.
Zitat
Lopi2000
Zitat
Deniz90
Hat nichts mit miesepetrig zu tun nur irgendwann reicht dieses gebashe gegen Werbung. Was wird als nächstes gefordert? Abschaffung der Dämmerung und Nachtphase? Die Kabine des Fahrers damit die Fahrläste vorne links auch von vorne was sehen können?

Es ist ja kein Gebashe gegen Werbung an sich, sondern gegen (zu viel) Werbung auf Fensterscheiben. Und dieses kann ich gut verstehen und unterstützen. Mindestmaß sollte ein Kompromiss sein, wie er in Berlin vorgegeben ist: 25% der Fensterfläche dürfen maximal beklebt werden. Das finde ich zwar als Fahrgast auch noch eher zu viel, aber es ermöglicht zumindest Werbetreibenden mehr Gestaltungsfreiheit und Verkehrsbetrieben mehr Werbeeinnahmen, die ja als Einnahmequelle auch nicht ignoriert werden können / sollen.

Ergänzen könnten man die Kritik noch um undurchdachten Umgang mit Fensterscheiben. In verschiedenen Städten sind mir z.B. schon Fahrzeuge begegnet, bei denen von Außen eine Rasterfolie an die Scheibe geklebt wird und von innen ein transparenter Liniennetzplan, bei dem das was sonst weißes Papier wäre durchsichtige Folie ist. Ohne die Rasterfolie mag es noch ein nettes, halbwegs praxistaugliches Detailelement sein, aber in Kombination ist es nicht ansatzweise lesbar.

Nicht nur die Werbefläche pro Fahrzeug sollte begrenzt sein. Sondern auch der prozentuale Anteil an Fahrzeugen, die für Werbezwecke benutzt werden. Nach meiner Beobachtung fährt in Hannover längst nicht jeder Bus oder jede Stadtbahn mit Werbung, viele fahren auch ohne. Und das ist gut so. Aber ich möcht' drum bitten, diese Diskussion auf dem eigens dafür eröffneten Thread "Werbung auf Fahrzeugen des ÖPNV - von gut gelungen bis völlig daneben!" fortzusetzen. Siehe hier: [www.bahninfo-forum.de]

Denn hier sollte es ja eigentlich um Elektrobusse gehen.

Dazu habe ich einen interessanten Film auf you tube entdeckt: [www.youtube.com] Titel: "Unterwegs mit dem Wiener Elektro-Citybus" In der Erläuterung zum Film heißt es: "2012 starteten die Wiener Linien mit dem sogenannten ElectriCitybus für die Linien durch die Wiener Innenstadt. Mittlerweile zählt die Flotte bereits zwölf solcher E-Busse, die übrigens die ersten in Serie hergestellten Vollektrobusse Europas sind." Dort erfolgt das Schnell-Aufladen der Batterien - ähnlich wie in Hannover - über einen ausfahrbaren Stromabnehmer an besonderen Haltestellen, an denen Bus und Fahrer ohnehin pausieren.

Leider sind die neuen E-Busse nach dem Bürgerfest am vergangenen Dienstag anscheinend nicht sofort in den Liniendienst gegangen. Gesehen hab' ich noch keinen und einen Busfahrer, den ich fragte, sagte mir, die seien noch nicht im Linieneinsatz.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.04.2016 20:18 von Jules.
Heute habe ich das erste Mal in Hannover den neuen batteriegetriebenen Solaris-Elektrobus im Linienbetrieb auf der Linie 100/200 gesehen. Leider nur aus der fahrenden Stadtbahn heraus und ohne Chance ein Foto zu machen. Die Schrift der Fahrtzielanzeige ist übrigens weiß!
Viel Erfolg beim Ausschau halten!
Tja, aber dass man vielleicht den Oberleitungsbus einführt....
Komischerweise konnte man in Ostberlin, Anfang der 50er Jahre, einige O-Bus-Strecken bauen. Und das in einer Mangelwirtschaft, die sich vom Krieg und den Reparationen an die Sowjetunion noch nicht erholen konnte.

Mit besten Grüßen
Wuhletal
---------------------
Säh Dohrs will oupänn onnsä läft zeit.
Zitat
Wuhletal
Tja, aber dass man vielleicht den Oberleitungsbus einführt....
Komischerweise konnte man in Ostberlin, Anfang der 50er Jahre, einige O-Bus-Strecken bauen. Und das in einer Mangelwirtschaft, die sich vom Krieg und den Reparationen an die Sowjetunion noch nicht erholen konnte.

Tja, genau das war auch meine Überlegung. Und ich habe bislang noch keine zufrieden stellende Antwort erhalten. Auch hier in der Diskussion hatte ich schon einmal nachgefragt, warum denn nicht mit Oberleitungsbussen anstatt mit Batterieomnibussen mehr Elektromobilität in den ÖPNV gebracht wird.
Auch in Hannover fuhren in den ersten Jahren der Nachkriegszeit noch Oberleitungsbusse.

Bisher habe ich folgende Antworten dazu erhalten, warum man sich in Hannover für Batteriebusse im Probebetrieb entschieden hat:
1. Der Bau der Oberleitungstrasse ist zu teuer.
2. Der Bau der Oberleitungstrasse ist zu langwierig, es müssten an ganz vielen Stellen bauliche Lösungen mit Hausbesitzern, Anwohnern usw. abgestimmt werden. Der politische Widerstand, der daraus erwächst, wird als sehr hoch eingeschätzt.
3. Die Oberleitungstrasse verschandelt das Stadtbild.
4. Die Flexibilität ist bei Oberleitungsbussen nicht gegeben. Umleitungen oder Ausweichmannöver sind nur sehr begrenzt möglich.
5. Die Entwicklung der Batterietechnik wird sehr optimistisch positiv geschätzt. So dass die bereits genannten Nachteile einer Oberleitungstrasse überwiegen im Vergleich zu dem was absehbar zukünftig batterietechnisch für möglich gehalten wird.

Ich kann keinem dieser Punkte zustimmen. Beim 5. Punkt scheint mir das Prinzip Hoffnung im Vordergrund zu stehen.
Und ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass der Batteriebus-Probelauf auf den Ringlinien 100/200 letztlich zeigen wird, dass die Batteriebusse nicht die Erwartungen erfüllen können, die man an sie stellt. Hoffentlich erkennt man rechtzeitig die Vorteile von O-Bussen und investiert deshalb richtigerweise in den Ausbau von O-Bus-Linien.

Eines jedoch haben bereits die deutlich leiseren Hybridbusse von MAN, die überwiegend auf der Linie 100/200 verkehren, gezeigt: Fahrgäste und besonders Anwohner haben darauf sehr positiv reagiert, weil die Busse deutlich leiser sind als herkömmliche Dieselbusse. Wenn der Batteriebus noch leiser daherkommt, sich aber wirtschaftlich und/oder auch ökologisch nicht rechnet, dann hat er zumindest etwas Gutes im Bewusstsein der Menschen bewirkt: Die Menschen wollen einen leisen und sauberen Omnibusbetrieb und wissen, dass das möglich ist. Wenn das nur der O-Bus zu vertretbaren Kosten leisten kann, dann erhält er möglicherweise die volle Zustimmung und überstimmt die Gegenargumente 1 bis 4 (siehe oben), von denen ich heute schon sagen würde, dass sie nicht ziehen.

Wie schätzt du denn die Zugkraft der genannten Argumente ein? Zu 1. hast du ja bereits gesagt, was in der unmittelbaren Nachkriegszeit finanziell möglich war, das müsste heute doch auch hinzukriegen sein. Und wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass die kostengünstigen und umweltfreundlichen O-Busse, die früher in sehr vielen Städten fuhren, durch Dieselbusse ersetzt wurden?



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.2016 16:55 von Jules.
Endlich gesichtet!
Schon seit Ende April fahren die neuen batteriebetriebenen Solaris-Omnibusse auf der Linie 100/200. Endlich habe ich mal einen vor die Linse gekriegt. Hier auf der Fahrt durch Linden-Mitte, Mitte Mai 2016. Die Busse sind tatsächlich sehr leise, den habe ich trotzdem einigermaßen rechtzeitig bemerkt, um gerade noch so eben den Fotoapparat in Bereitschaft zu bringen.


Das passte ganz gut, dass der neue Üstra-Elektro-Omnibus gerade am Samstagnachmittag (21.5.2016) eingesetzt war, als zeitgleich auf dem Lindener Markt der Parking-Day gefeiert wurde. Was es mit dem Parking-Day auf sich hat? Siehe hier: [www.autofrei.de]
Eine Stadt mit immer weniger Autos braucht gute Mobilitäts-Alternativen, wie einen Elektrobus, der abgasfrei und ohne Lärm die Menschen von einem Ort zum anderen bringt!
Das Foto zeigt den neuen Solaris E-Bus im Hintergrund bei seinem Stopp an der Bushaltestelle Lindener Markt. Im Vordergrund die Aktivistinnen und Aktivisten des Parking-Day, die an diesem Tag nach dem Abbau des Marktes kurzerhand die "Blechkisten"-Abstellflächen besetzten und einem vernünftigen und aufheiternden Gebrauch widmeten: Es wurde gespielt, getanzt, geklönt, gebaut, gebastelt usw.
Und natürlich wurde auch über den neuen E-Bus gesprochen.


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