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Zweite Aufzugsanlage am Aegi - aber wohin?
geschrieben von Jules 
Eine zweite Aufzugsanlage an der Untergrundhaltestelle Aegidientorplatz ist eigentlich schon lange fällig. Und zwar nicht nur deshalb, weil die bereits vorhandene Aufzugsanlage in den zurückliegenden Jahren immer mal wieder für mehrere Wochen ausgefallen war. Auch an anderen U-Bahn-Haltestellen, die deutlich weniger stark frequentiert sind als die Haltestelle Aegi mit den Linien 1,2,4,5,6,8,11, gibt es zwei Aufzüge, zum Beispiel an der Haltestelle Christuskirche, wo lediglich die 6 und die 11 halten.
Wer am Aegi von einer stadteinwärtsfahrenden Bahn in eine stadtauswärtsfahrende Bahn wechseln will oder umgekehrt, der muss die Bahnsteigebene wechseln. Das kommt vielleicht nicht so häufig vor, aber sollte dennoch an zwei Aufzuganlagen möglich sein.
Wer jedoch von eine der Bahnsteigebenen nach ganz oben will, der hat es zur Zeit schwer, wenn er auf den Aufzug angewiesen ist. Denn er muss um zum Beispiel zum Theater am Aegi zu kommen dann noch drei breite Fahrbahnen und die mittig geführte Busspur überqueren.
Das folgende Bild enthält den naheliegendsten Vorschlag. Allerdings ist dabei eine nichtbarrierefreie Rampe (rotes Rechteck) ein Hindernis, für das eine Lösung gefunden werden müsste.

Rampen im öffentlichen Bereich sind immer nach DIN 18024-1 und DIN 18040-1 mit max. 6% und ohne Quergefälle auszuführen!

Am Anfang und Ende der Rampe sind horizontale Bewegungsflächen von 150 cm x 150 cm anzuordnen. Ab 600 cm Rampenlänge ist ein Zwischenpodest von mindestens 150 cm einzufügen. In der Verlängerung einer Rampe darf keine abwärtsführende Treppe angeordnet werden.


Quelle: [nullbarriere.de]

Diese Vorschriften erfüllt die vorhandene Rampe nicht. Sie ist zu steil und zu lang, bzw. es fehlen die Zwischenpodeste von 150 cm Länge. Hier müsste entweder ein Umbau Barrierefreiheit herstellen oder vielleicht ein Schrägaufzug?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.01.2016 10:58 von Jules.


Warum so viele unnötige Gedanken machen? Die Region hat doch schon alles durchgeplant (bitte jetzt wie gewohnt jubilieren):

[regions-sitzungsinfo.hannit.de]
Hallo Amarok,
Bislang ist meines Wissens noch nicht abschließend geklärt, ob die notwendige Verlegung des Radweges machbar ist.
In dem verlinkten Dokument heißt es dazu: "Der Aufzug würde im Bereich des Hängehauses im östlichen Gehweg zu Beginn der Hildesheimer Straße angeordnet werden können. Hier ist gemeinsam mit der LHH noch eine Lösung für eine neue Führung des Radweges zu entwickeln."
[regions-sitzungsinfo.hannit.de]
Bleibt es jedoch bei der jetzt vorgestellten Variante, so beinhaltet die immmer noch die Option zu einem späteren Zeitpunkt auch den Ausgang vor dem Theater am Aegi in der weiter oben beschriebenen Weise barrierefrei auszubauen.
Viiele Grüße, Jules



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.2016 00:25 von Jules.
Zitat
Jules
Bleibt es jedoch bei der jetzt vorgestellten Variante, so beinhaltet die immmer noch die Option zu einem späteren Zeitpunkt auch den Ausgang vor dem Theater am Aegi in der weiter oben beschriebenen Weise barrierefrei auszubauen.

Wenn Sie den Erläuterungsbericht gelesen hätten, würden Sie festgestellt haben, dass diese Variante untersucht und ausgeschlossen wurde. Der so vorgesehene Aufzug kommt am Torhaus auf die Straßenoberfläche und ist trotzdem in der Nähe des Theaters am Aegi.
"Ein Aufzugsstandort auf der westlichen Straßenseite vor dem Theater am Aegi ist nicht möglich, wenn alle Ebenen miteinander verbunden werden sollen. Hierfür wäre ein dreigeteilter Aufzug mit zweimaliger Umsteigenotwendigkeit erforderlich, welches den mobilitätseingeschränkten Personen nicht zugemutet werden sollte." [regions-sitzungsinfo.hannit.de]

Selbstverständlich ist es möglich, auch den U-Bahn-Ausgang vor dem Aegi barrierefrei auszubauen, aber es ist nicht die in der angegebebenen Quelle genannte Vorzugslösung aus den in dem Zitat genannten Gründen. Wenn man einen zweiten Aufzug bauen will, dann muss dazu der Radweg vor dem sog. "Hängehaus" umgelegt werden. Einen dritten barriererfreien Ausgang aus der Untergrundhaltestelle Aegidientorplatz würde bedeuten, dass man zwei weitere Aufzüge bauen müsste. Der eine im Inneren der Station um die Treppe, bzw. die daneben liegende Rampe bewältigen zu können. Und einen weiteren, um von der so erreichten Zwischenetage auf den Bürgersteig vor'm Theater am Aegi zu gelangen.

Ob das irgendwann Sinn macht, hängt nicht zuletzt davon ab, ob es bei den Nutzern des bereits bestehenden Aufzugs und des geplanten zweiten Aufzugs irgendwann Interesse an einen dritten Aufzug geben wird. Technisch ist es möglich auch einen dritten barrierefreien Ausgang aus der Untergrundhaltestelle Aegidientorplatz zu bauen. Die Aufenthaltsqualität auf der Minus-1-Ebene ist im heutigen Zustand jedenfalls nicht so "berauschend", das sich jemand länger als unbedingt nötig darin aufhält.
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