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Hannover: Bauarbeiten Linie 10/17
geschrieben von Forummaster Berlin 
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (Christi Himmelfahrt),
Donnerstag, 25.5.2017:
0:45 Aegidientorplatz
0:46 Thielenplatz/Schauspielhaus
0:48 Hauptbahnhof (Ersatzhaltestelle)
Und das war's.
Die letzte Fahrt auf der alten Linie 10 wird laut der heutigen HAZ-Berichterstattung von dem hannoverweit bekannten Stadtbahnfahrer Stefan Müller absolviert werden.
Von Platzkarten für die Fahrgäste wird in dem Artikel nicht berichtet.
Hier ein Link zum Haltestellenaushang: [www.efa.de]

Wem das zu spät in der Nacht ist: Am Mittwoch, um 20:35 startet die letzte Linie 17-Fahrt ab Aegi! [www.efa.de]

Ergänzung:
Die oben angegebenen Fahrten sind jeweils die letzten auf dem Aushangfahrplan. Es müsste aber jeweils noch eine spätere geben für die Rückfahrt zum Depot.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.05.2017 22:26 von Jules.


Wer hat an der Uhr gedreht?


Die Tramparade am Christi Himmelfahrtstag zeigte, dass vielen Hannoveranern noch gar nicht so recht klar war, dass in Hannover seit mehr als zwei Jahren eine Stadtbahn ganz neuen Typs (TW 3000) im Einsatz ist.
Wie auch? Innerstädtisch fährt der TW 3000 ausschließlich unterirdisch, und auf der einzig verbliebenen oberirdischen Strecke der Linien 10 und 17 konnten bisher keine 2,65m breiten Stadtbahnen eingesetzt werden.
Das wird auch nach Fertigstellung von Projekt Zehn Siebzehn noch einige Jahre dauern bis der TW 3000 dort eingesetzt werden kann, denn der Strecke fehlen auch nach Fertigstellung der Innenstadthochbahnsteige Hauptbahnhof/Rosenstraße und Hauptbahnhof/Raschplatz noch weitere Hochbahnsteige in Linden und Limmer, so dass die TW 3000 Fahrzeuge auf dieser Strecke zunächst nicht eingesetzt werden können, weil sie keine Klapptrittstufen haben.
Allerdings werden nach Fertigstellung von Projekt Zehn Siebzehn auf der Linie 10 die ebenfals 2,65m breiten silbernen TW2000/2500-Fahrzeuge eingesetzt werden.


Die Aufbauten auf den neuen Innenstadthochbahnsteigen Hauptbahnhof/Rosenstraße (Bild 1) und Hauptbahnhof/Raschplatz (Bild 2) nehmen Gestalt an.
Hier der Link zur offiziellen Internetseite hannover.de mit Bildern, die zeigen wie die Hochbahnsteige fertig aussehen sollen:
[www.hannover.de] (Hochbahnsteig Rosenstraße)
[www.hannover.de] (Hochbahnsteig Raschplatz)


Bislang ähnelt die "Kantige Wolke" mehr dem Skelett eines Walfisches, das in einem Meeresmuseum auf Ständern präsentiert wird.
Die beiden Triangel-förmigen Ständer sind nur für den Aufbau angebracht worden. Die werden wieder abgebaut, sie stünden der Benutzung des Hochbahnsteigs auch viel zu sehr im Weg.
Man darf gespannt sein, wie die kantige Wolke aussehen wird, wenn das Traggestell seine fertige Verkleidung erhalten hat. Der Abfluss von Regenwasser soll wohl innerhalb der Tragesäulen erfolgen, von oben betrachtet wird die fertige Wolke möglicherweise wie eine Badewanne aussehen.
Zwei Bilder von Mitte Juni 2018:


An der neuen Endhaltestelle Hauptbahnhof/Raschplatz kann man jetzt erahnen, wie die neuen Haltestellendachkonstruktionen an den Haltestellen Hauptbahnhof/Raschplatz und am Steintor aussehen werden. Das Gerüst für die Konstruktion ist jetzt gebaut. (Bild 1)

Kurios ist das Bild auf der Baustellentafel für den benachbarten neuen Bürokomplex der DB. Dort ist zwar der Hochbahnsteig eingezeichnet. Aber es sind keine Gleise zu sehen, die dorthin führen. (Bild 2)


Zwei Bilder, die zeigen, dass die Verkleidung des Gerippes für die "Kantige Wolke" einiges an Fertigkeiten erfordert. Für die Verkleidung wurden offensichtlich zunächst Schablonen aus Hartfaserplatten angefertigt! (Bild 1)
Bild 2 zeigt die ersten Alubleche, die montiert wurden. Noch ist die Schutzfolie drauf.


Die Arbeiten am Haltestellendach des neuen Hochbahnsteigs Hauptbahnhof/Rosenstraße sind weiter vorangeschritten, so dass man jetzt die endgültigen Ausmaße sehen kann. Trotzdem es sich um eine ungewöhnlich große Dachfläche handelt im Vergleich zu der überdachten Fläche anderer Hochbahnsteige, wirkt das Dach sehr schlank und elegant. Noch stören an einigen Dachelementen die Schutzfolien mit blauer Beschriftung den Anblick und es fehlen die Bänke, Fahrplantafeln, Infosäulen und Fahrkartenautomaten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.07.2017 10:26 von Jules.


Hat das "Dach" überhaupt mehr als eine optische Funktion? Es mag ja schön aussehen und zumindest scheint es auch etwas Schatten zu spenden, aber Regenschutz?

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Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Hat das "Dach" überhaupt mehr als eine optische Funktion? Es mag ja schön aussehen und zumindest scheint es auch etwas Schatten zu spenden, aber Regenschutz?

In den Plänen, die dazu veröffentlicht wurden, ist das Dach fast durchgängig ca. 4 m breit und ca 25 m lang. Das sind immerhin rund 100 Quadratmeter überdachte Fläche. Die Höhe der äußeren Traufkante liegt bei 3,35 m oberhalb der Hochbahnsteig-Fußbodens.

Ein Bakannter, der von Hannover an die Küste verzog, sagte mir mal, dass die Küstenbewohner nach einem Besuch in Hannover immer ganz erstaunt davon berichten würden, dass dort der Regen vertikal von oben nach unten fällt, während es für die Küstenbewohner anscheinend normal ist, dass der Regen horizontal ankommt. Die Kurt-Schumacher-Straße ist beidseitig ca. 6-geschossig bebaut und nicht sehr breit. Ich vermute mal, das wird auch die in Hannover gelegentlich auftretenden Seitenwinde bremsen.

Tatsächlich und das ist meines Erachtens ein geschickter Kunstgriff der Gestalter, sieht das Dach sehr schmal aus, weil man von der Straßenseite jeweils nur eine Dachhälfte erkennt. Noch ist der Hochbahnsteig Rosenstraße/Hauptbahnhof gesperrter Baustellenbereich, ein Praxistest also gerade nicht möglich, obwohl es an Regen dieser Tage nicht fehlt.

Hier der Link zur Internetseite der region Hannover, auf der über das Ergebnis des Gestaltungswettbewerbs für die neuen Innenstadt-Hochbahnsteige berichtet wird: [www.hannover.de]
Und hier der Link zu den Plänen für den Hochbahnsteig Hauptrbahnhof/Rosenstraße auf der selben Seite im pdf-Format:
[www.hannover.de]
Vielen Dank, dann bin ich mal gespannt, wie der fertige Zustand aussehen wird.

Gibt es sonst irgendwelche Neuigkeiten vom Bau? Hier in Berlin sind wir gerade voll uns ganz auf das Ostkreuz konzentriert.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Beim 125-Jahr-Fest der Üstra, vergangenen Samstag auf dem Opernplatz gab es u. a. eine Kinderbelustigung mit Mercedes-Miniatur-Rennwagen der 30er-Jahre. (Bild 1) Diese trugen wie die heutigen silbernen TW2000/2500-Stadtbahnwagen der Üstra den Spitznamen Silberpfeil. Und "Silberpfeile" werden es sein, die ab Ende September auf der Linie 10 unterwegs sein werden. Die alten grünen Stadtbahnwagen (TW6000) haben ihre erste, bzw. letzte Tür ganz am Anfang bzw. am Ende der Wagen, so dass der neue 45m-Hochbahnsteig am Raschplatz zu kurz dafür ist. Gilt auch für den Hochbahnsteig am Steintor. Aber der wird bis September noch nicht fertig sein. Im Lageplan Stand Dezember 2017 ist er dunkelrot als Baufeld Ingenieurbauwerk markiert. [www.infra-hannover.de]
Bild 2 zeigt den Treppenabgang vom neuen Hochbahnsteig Steintor in der Münzstraße. Die Treppe wird hinabführen zur Untergrundhaltestelle der Stadtbahnlinien 4,5,6 und 11.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.08.2017 22:39 von Jules.


Für Nostalgiker gibt es ein Stück Rillenschiene, dass aus den Gleisen der Linie 10 und 17 herausgesägt wurde, auf denen bislang die Stadtbahnen zum Aegi fuhren, und die jetzt am Hauptbahnhof ausgebaut wurden. (Siehe oben)
Stückpreis: 22,60 Euro. Limitierte Auflage: 200 Stück.
Der Erlös geht an die Obdachlosenzeitungsinitiative Asphalt.


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