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Stadtbahn Hannover: Geisterbahnhof Ihmezentrum
geschrieben von kohlesurfer 
Weiß jemand, ob es diese oftmals (sehr unterschiedlich) beschriebene Station tatsächlich gibt? War sogar vielleicht jemand bereits dort unten? Ich würde demnächst gerne mal einen Beitrag für den hannöverschen Sender h1 machen - und suche interessante Interviewpartner... :-)
Was sagt denn der Stadtbahn-Betreiber dazu? ;-) Ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber ich würde denken, daß die am ehesten was dazu sagen können müßten :-D
Nette Mythe
24.11.2005 19:58
Ich kann fast auschliessen, dass sich im Ihmezentrum ein unterirdischer Bahnhof befindet, weder war irgendwann mal angedacht die Ihme völlig sinnbefreit zwischen der guten Erschliessung durch die Äste der noch heute bestehenden Strecken nach Empeld und Ahlem zu unterqueren noch wären dafür im Komplex selbst nennenswerte Vorleistungen getroffen.
Unter der Straßenebene befinden sich auch heute noch zwei Parkdecks, von und auf welche Strecke hätte eine Strecke aus- und einfädeln sollen?!

Zwar liegt der Gedanke bei den seinerzeit völlig überdimensionierten Planungen des "Urbanen-Zentrums" nicht fern aber selbst die Bauzeit passt für konkrete Vorleistungen nicht.

Zum Schluss sei noch angemerkt welch Rummel neben der unteren Ebene des Hauptbahnhofes, der man ja noch einen geplanten Bahnhof ansieht, selbst um die minimalen Baulichen Vorleistungen der Station Steintor gemacht wird.


sybille schrieb:
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> Ich kann fast auschliessen, dass sich im
> Ihmezentrum ein unterirdischer Bahnhof befindet,
> weder war irgendwann mal angedacht die Ihme völlig
> sinnbefreit zwischen der guten Erschliessung durch
> die Äste der noch heute bestehenden Strecken nach
> Empeld und Ahlem zu unterqueren...

Sicherlich ist das Ihmezentrum OBERIRDISCH sehr gut erschlosssen - doch das waren ja wohl auch die meisten anderen Straßenbahnhaltestellenstandorte, bevor sie UNTERIRDISCH zu U-Bahn-Stationen wurden. Also spricht eine derzeit gute OBERIRDISCHE Erschließung nicht automatisch gegen eine UNTERIRDISCHE, gell?

> Unter der Straßenebene befinden sich auch heute
> noch zwei Parkdecks, von und auf welche Strecke
> hätte eine Strecke aus- und einfädeln sollen?!

Vielleicht ist ja eines der Parkdecks das eigentliche "Provisorium"?!

> Zum Schluss sei noch angemerkt welch Rummel neben
> der unteren Ebene des Hauptbahnhofes, der man ja
> noch einen geplanten Bahnhof ansieht, selbst um
> die minimalen Baulichen Vorleistungen der Station
> Steintor gemacht wird.

Sei doch nicht so grießgrämig. Schließlich hat Hannover nicht so viele interessante U-Bahn-Vorleistungen wie z.B. Berlin. Da muss man sich halt auch an den kleinen Dingen erfreuen ;-)






1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.11.2005 21:04 von kohlesurfer.
Ich habe ja auch von "nennenswerten Vorleistungen" gesprochen, eine 1,80 hohe Parkebene die noch dazu über Ihmeniveau liegt zählt für mich nicht dazu.

Der Tunnelmund in Höhe Waterloo lässt für mich auch nicht den Schluss zu, dass seinerzeit daran gedacht wurde das Ihmezentrum unterirdisch zu erschliessen.

Die Vorhanden Gleiströge hinter der Station Waterloo sind meines Wissens nach Vorleistungen für die seinerzeit geplante Ausfädelung Richtung Stadionbrücke und für eine Kehranlage, also auch nicht zum Geisterbahnhof Ihmezentrum.

Was man allerdings heute noch im Ihmezentrum sieht, ist die Brückenkonstruktion der Monorail die in den ersten Betriebsjahren als Hochbahn Linden mit der unteren Ebene des Hauptbahnhofs verbunden hat, beides ist nach dem Unfall im Jahre 1974 stillgelegt worden.
Hierbei verlor nicht nur der damalige Oberbürgermeister Hannovers sein Trommelfell sondern Hannover eine Attraktion.

Die Züge der Monorail fahren mittlerweile übrigens in Springfield/USA.
das einzige was wahr ist, ist das man das fundament unterm ihme zentrum so gebaut hat das ein u-bahn bau nicht so kompliezirt wäre
sybille schrieb:
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> Die Vorhanden Gleiströge hinter der Station
> Waterloo sind meines Wissens nach Vorleistungen
> für die seinerzeit geplante Ausfädelung Richtung
> Stadionbrücke und für eine Kehranlage, also auch
> nicht zum Geisterbahnhof Ihmezentrum.

So weiß ich es: Zunächst war geplant, die 1999 weitergeführte Direktverbindung Waterloo - Siloah unterirdisch weiterzuführen (statt vor dem Siloah über die Rampe hochzukommen) und mit mindestens einer weiteren U-Station zu versehen (Siloah/Stadionbrücke). Anschließend Rampe nach oben.
Die Gleise der heutigen Linie 9 sollten und können auch immer nach statt über die Rampe in der Gustav-Bratke-Allee unterirdisch Richtung Schwarzer Bär / Ihme-Zentrum verschwenkt werden.

> Was man allerdings heute noch im Ihmezentrum
> sieht, ist die Brückenkonstruktion der Monorail
> die in den ersten Betriebsjahren als Hochbahn
> Linden mit der unteren Ebene des Hauptbahnhofs
> verbunden hat, beides ist nach dem Unfall im Jahre
> 1974 stillgelegt worden.
> Hierbei verlor nicht nur der damalige
> Oberbürgermeister Hannovers sein Trommelfell
> sondern Hannover eine Attraktion.

Was ist denn das für eine Geschichte? ;-)


"Kohlesurfer" liegt völlig richtig; die einst geplante unterirdische Weiterführung Richtung Linden - Empelde hätte auch das Ihmezentrum mit einem U-Bahnhof erschließen sollen. Der dafür benötigte Tunnelstutzen im Bereich der Rampenausfädelung Waterloo wurde damals (ab 1965) gleich mitgebaut und ist bei der Ausfahrt aus der gleichnamigen Station gut zu erkennen.

Monorail in Hannover? Einer der besten Witze, die ich in letzter Zeit gehört habe ;-)))

Gruß aus HH,

Helmut
Richtig, Planungen und ein Tunnelstutzen in 700 Meter Entfernung bezeichne ich als nicht nennenswerte Vorleistungen von denen das Ihmezentrum nicht betroffen und die Frage nach einem Geisterbahnhof damit beantwortet ist.


Jaja, die Monorail;)
H2U
Vorleistungen?
25.11.2005 18:47
> Planungen und ein Tunnelstutzen in 700 Meter Entfernung bezeichne ich als
> nicht nennenswerte Vorleistungen von denen das Ihmezentrum nicht betroffen
> und die Frage nach einem Geisterbahnhof damit beantwortet ist.

Von nennenswerten Vorleistungen habe ich auch nichts gesagt, diese Gerüchte glaube ich selbst auch nicht. Du hast aber in einem früheren Posting geschrieben:

> Der Tunnelmund in Höhe Waterloo lässt für mich auch nicht den Schluss zu,
> dass seinerzeit daran gedacht wurde das Ihmezentrum unterirdisch zu
> erschliessen

Unabhängig davon, welche Schlüsse Du ziehst, wurde aber durchaus daran gedacht. Eine U-Trasse Richtung Linden hätte diesen Schlenker machen sollen. Finde Dich doch einfach damit ab ;-) Gedacht wurde früher eben an vieles. So sollte nach alten Planungen etwa die B-Süd erst zwischen Peiner Str. und Bothmerstr. wieder auftauchen. Das kommt uns heute wahrscheinlich absurd vor, ändert aber nichts an den überzogenen Projekten von damals. Man kann ja schlecht von der heutigen Situation auf alte Planungen schließen, das wäre nun wirklich eine glatte Umkehrung der zeitlichen und logischen Abfolge
Hallo, zum Thema tote Stadtbahnsation, kann ich etwas sagen: Ein Arbeitskollege ist Wohnungseigentümer im Ihme-Zentrum. Er sagte mir dazu, daß es die Station wirklich gibt.
Sie liegt unter der P2 Parkebene, die hauptsächlich von den Stadtwerken genutzt wird. Sie ist mit dicken Stahltüren verschlossen. Man kann die Zugänge in der P2 Parkebene erkennen und so erkennt man auch wo sie liegt. Ob sie mit Wasser vollgelaufen ist, weiss er nicht.
Die Käufer von Wohnungen, mußten sich bereit erklären, daß wenn die Station doch einmal in Betreib geht, nicht gegen Erschütterungen oder Geräusche zu klagen.
Re: Vorleistungen?
28.11.2005 13:27
H2U schrieb:
-------------------------------------------------------
> Von nennenswerten Vorleistungen habe ich auch
> nichts gesagt, diese Gerüchte glaube ich selbst
> auch nicht. Du hast aber in einem früheren Posting
> geschrieben:
>
> > Der Tunnelmund in Höhe Waterloo lässt für
> mich auch nicht den Schluss zu,
> > dass seinerzeit daran gedacht wurde das
> Ihmezentrum unterirdisch zu
> > erschliessen


Dann verstehst Du mich falsch, denn; die jetzige Tunnelausfahrt Waterloo war definitiv niemals dafür gedacht das Ihmezentrum unterirdisch zu erschliessen, ob die brachliegenden Gleiströge tatsächlich dazu gedacht waren, ich finde es die nächsten Tage mal genauso herraus wie ob sich unter der zweiten Parkebene des Ihmezentrums tatsächlich noch etwas "nennenswertes" befindet.
H2U
Re: Vorleistungen?
28.11.2005 14:08
Nein, die Tunnel*ausfahrt* Waterloo war ganz gewiss nicht dazu gedacht, das Ihmezentrum unterirdisch zu erschließen, insofern ack.! Wohl aber wäre es möglich gewesen, wenn auch mit einer etwas sonderbaren S-Kurve, vom noch vorhandenen ungenutzten Tunnelanschlussstutzen westlich der Station Waterloo (im Anschluss an die *Innen*gleise) aus einen Bogen dorthin zu schlagen. Das ganze Bauwerk war (und ist) ja als kreuzungsfreie Ausfädelung für U-Weiterführungen in Richtung A-Süd und A-West ausgelegt. Davon wurde über 30 Jahre nach Baubeginn nur ein kleines Stück A-Süd realisiert, nämlich der Stummel zur Rampe Legionsbrücke.

Die Rampe Waterloo war nach den ursprünglichen Planungen nur ein Provisorium, um A-Süd und A-West über Scharzer Bär so schnell wie möglich ohne große Höhlen-Kunstbauten anschließen zu können. Dieses Provisorium sollte gemäß den ursprünglichen Planungen irgendwann in ferner Zukunft nur noch als Zu- bzw. Ausfahrt aus/in Richtung Btf. Glocksee dienen, während die Streckengleise Richtung Ricklingen und Linden komplett in den Untergrund verlegt werden sollten. Davon ist natürlich längst keine Rede mehr.

Ich hatte mich in erster Linie über Deine Methode gewundert, aus dem heutigen Ist-Zustand auf prähistorische ;-)) Planungen zu schließen. Das funktioniert nicht. Ich kann ja auch nicht aus der aktuellen Beschaffenheit des City-Netzes auf den einst projektierten, seltsamen Einrichtungs-Ringtunnel schließen. Trotzdem war er mal geplant - also beweist bzw. widerlegt das Rückschlussverfahren in solchen Fällen nicht viel.

Ob sich der Verdacht, unterm Ihme-Klotz sei eine Geisterbahnstation versteckt, erhärten lässt, interessiert mich auch. Ich habe von solchen Gerüchten erst in den letzten Jahren gehört, obwohl ich eigentlich immer am Ball geblieben bin. Dass man bei der Tiefgründung des Komplexes entsprechend Vorsorge getroffen hat, würde mich indes nicht überraschen.
Re: Vorleistungen?
29.11.2005 01:55
Das hört sich genauso an, wie die angebliche U-Bahnstation in Steilshoop/Hamburg.
Ich bin gespannt, was ihr in Hannover noch herausbekommt..
Gruss aus Hamburg, Ingo 143
H2U
Re: Vorleistungen?
29.11.2005 13:25
Da bin ich auch gespannt. Der von Sybille geäußerte Verdacht, das Ganze könne sich als Mythos herausstellen, ist ja nicht ganz von der Hand zu weisen. Irgend jemand erzählt mal etwas davon, und schließlich wird es als Tatsache gehandelt ;-)

Deshalb neige ich ja auch zu der Vermutung, dass man einfach nur bei der Tiefgründung des großen Gebäudekomplexes Vorsorge getroffen hat, um irgendwann in einer fernen Zukunft (die es angesichts der aktuellen Netzausbaupläne sicher nie geben wird) eine Station darunter bauen zu können, ohne die Statik in Mitleidenschaft zu ziehen.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass diese Planungen (falls es sie jemals gab) gar nichts mit dem A-Tunnel zu tun haben, sondern mit dem D-West-Ast aus Richtung Goethestr. in Richtung Limmer - Ahlem. Für die Zeit, als in Hannover noch von langen Tunnelstrecken mit dem fernen Ziel einer Voll-U-Bahn geträumt wurde, würden solche Planspiele ins Bild passen.

Gruß (ebenfalls aus HH),

Helmut
Re: Vorleistungen?
29.11.2005 13:50
H2U schrieb:
-------------------------------------------------------
> Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr komme
> ich zu dem Schluss, dass diese Planungen (falls es
> sie jemals gab) gar nichts mit dem A-Tunnel zu tun
> haben, sondern mit dem D-West-Ast aus Richtung
> Goethestr. in Richtung Limmer - Ahlem. Für die
> Zeit, als in Hannover noch von langen
> Tunnelstrecken mit dem fernen Ziel einer
> Voll-U-Bahn geträumt wurde, würden solche
> Planspiele ins Bild passen.

Ich denke, beide Varianten wären denkbar. Für welche Lösung sich die Verkehrsplaner damals tatsächlich entschieden haben, wird von Sybille in ein paar Tagen aufgelöst. ;-)



...nämlich den Hausverwalter des Objektes habe ich heute mal persönlich gefragt, laut ihm soll sich da unten nichts befinden, das auch nur im entferntesten an eine Station erinnern könnte.
Es hätte zwar mal diesbezüglich Planungen gegeben, diese spiegeln sich baulich heute aber nur darin wieder, dass es dort eine "Rampe" (was auch immer dassein soll) geben soll.


Zitat: "Nee, eigentlich is´da unten nix wirklich..."


Mythos leider zerstört.
H2U
Re: Mythos leider zerstört
29.11.2005 18:42
Hoffentlich nicht auch der Ansatz zu lebendigen Diskussionen in diesem Forum. Es fing gerade an interessant zu werden ;-)
lol aber er sagt doch das da ne rampe ist oder so vielleicht weiß der haushalter nur nicht vielleicht baut die üstra/infra einfach so tunnel ganz geheim ohne das jemand was merkt - vielleicht ist der d-tunnel in wenigen jahren fertig - eine MAFIA

außerdem stimmt an solchen geschichten immer was!
sybille schrieb:
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Mir scheint es, Du möchtest nach anfänglicher Begeisterung den Mythos jetzt ganz schnell verschwinden lassen - wie kommt es zu diesem plötzlichen Sinneswandel? Wieviel hat Dir denn der Hauswart denn für Deinen Rechercherstopp geboten? - Mensch, die Sache ist heiß, knick jetzt bloß nicht ein...!

> ...nämlich den Hausverwalter des Objektes habe ich
> heute mal persönlich gefragt, laut ihm soll sich
> da unten nichts befinden, das auch nur im
> entferntesten an eine Station erinnern könnte.

Wenn es ein "da unten" gibt (unterhalb der P2-Ebene) muss dieser Raum ja für irgendwas da sein. Wofür also? Warum hat Dir der Hauswart nicht direkt gesagt, für was "da unten" genutzt wird?

> Es hätte zwar mal diesbezüglich Planungen gegeben,
> diese spiegeln sich baulich heute aber nur darin
> wieder, dass es dort eine "Rampe" (was auch immer
> dassein soll) geben soll.

Dieses Detail interpretiere ich genauso wie xqwitz: Falls sich dort unten tatsächlich eine "Rampe" befindet, lässt sich ein entsprechend dazugehöriges Bauwerk (= U-Bahn-Station) nicht so einfach weginterpretieren, oder?

> Zitat: "Nee, eigentlich is´da unten nix
> wirklich..."

Ja, "eigentlich"...

Ich glaube, ich muss die Sache demnächst mal selbst in die Hand nehmen, gell? ;-)

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