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„Einstieg vorn “ ab dem 5.03.2012
geschrieben von Veddel 
Welchen tieferen Sinn hat eigentlich die Ausstattung aller XXL-Busse mit dem Spruch "Wir haben Fahrgäste am liebsten, die ihre Fahrkarte beim Fahrer vorzeigen" an jeder Tür? Sieht so offiziell aus. Ist das auf der HVV-Weihnachtsfeier spätabends entworfen worden oder wollen die sich einfach so ihr Konzept selbst kaputt machen?



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.2016 23:19 von Herbert.
Zitat
Heiko T.
Zitat:
Das Nichtvorzeigen eines Fahrscheins bei der oberflächlichen Sichtkontrolle ist definitiv keine Straftat...

Ich hoffe "Hes", du hast bemerkt, das ich nicht alles im Zitat mit angezeigt habe, sondern nur bis zum ersten Komma und dann Punkte gesetzt habe. Das soll bedeuten, das zu dem ganzen Absatz geantwortet wurde.

..., in dem auch nicht mehr steht, als eine Erläuterung seines Prozederes. Mein Punkt: man sollte aufpassen, wann man mit Worten wie "Straftat" um sich wirft, und lieber ein paar Größenordnungen sachlicher argumentieren. Das Wort "Straftat" hätte hier in der ganzen Diskussion nichts zu suchen gehabt und eskaliert nur. "Verstoß gegen die Beförderungsbedingungen" hätte vollauf ausgereicht.

Ergänzung zu meinen Vorneeinstiegsbeobachtungen: in den letzten Tagen konnte ich auch auf der 177 und 277 in Barmbek beobachten, wie nach 22:30 Uhr einfach alle Türen geöffnet und die Fahrgäste unkontrolliert hereingelassen wurden (wodurch die meisten Vorzeiger vorne dann von den Resteinsteigern im Rennnen um die Sitzplätze geschlagen wurden). Und die Busse waren vorher leer und wurden dort eingesetzt; außerdem standen sie bereits 2-3 Minuten vor Abfahrt an der Haltestelle, waren also auch nicht in Eile. Auch gestern Abend in Stellingen bei der 22 war bei vier oder fünf Bussen hintereinander nichts von Vorneeinstieg zu erkennen. Diejenigen, die sich vorne hinstellen und die Karte vorzeigen (so wie ich) sind dann fast immer die Dummen, die stehen dürfen.

Cheers, Michael.
Zitat
Lopi2000
Daher wird die Akzeptanz des Vordereinstiegs weiter sinken und ich kann nur allen dazu raten, diesen Quatsch auch zur eigenen Sicherheit zu ignorieren und im Zweifel eine alte Fahrkarte griffbereit in der Hosentasche zu haben.

Zitat
Hes
..., in dem auch nicht mehr steht, als eine Erläuterung seines Prozederes. Mein Punkt: man sollte aufpassen, wann man mit Worten wie "Straftat" um sich wirft, und lieber ein paar Größenordnungen sachlicher argumentieren. Das Wort "Straftat" hätte hier in der ganzen Diskussion nichts zu suchen gehabt und eskaliert nur. "Verstoß gegen die Beförderungsbedingungen" hätte vollauf ausgereicht.

Ja "hes", das sehe ich auch so, wenn...
Natürlich gehe ich selbst davon aus, das Loopi2000 hier im Absatz inbegriffen hat, das man zusätzlich im Besitz eines gültigen Fahrausweises ist!
In den Satz kann der "Zweifel" aber auch beinhaltet gemeint sein (verstanden werden), das man keinen hat, man aber, wenn man zum Vordereinstieg und somit zu einer Sichtkontrolle kommt, man eine alte Fahrkarte griffbereit in der Hosentasche haben soll.
Da man ja sogar zu härteren Mittel greifen würde, wie die Aussage hier von Loopi2000 auch schon mal gewesen ist, das man sogar im hinteren Teil den Nothahn betätigen würde, um sich damit Zutritt ins Fahrzeug zu verschaffen (was wäre das?), was allerdings schon ein paar Jahre her ist. So, ist es letztendlich nicht eindeutig. Erst recht nicht, wenn andere User die Beiträge davor nicht gelesen haben.
Somit könnte dieser Satz, der wie schon erwähnt wurde, sicher so nicht gemeint ist, aber durchaus falsch verstanden werden "könnte", als ein Aufruf gewertet werden, das man bei einer eventuellen Sichtkontrolle, die man ja vorsätzlich ignorieren und einen alten Fahrausweis vorzeigen soll. Da wollte ich auch einfach nicht weiter drauf eingehen und das wäre es dann auch gewesen.
Es geht ganz allein darum, das man den Satz auch anders lesen könnte! Wäre da bei "im Zweifel", ein Zusatz über eine vorhandene gültige Fahrkarte bei, wäre das eindeutig unmissverständlich richtig zu lesen gewesen. Ich meine jetzt aber auch, das sollte nun auch dazu reichen, denn ich hab den einen Satz nur mal eben einen netten Strafrichter vorgetragen, der eben bei mir im Zimmer war und der sieht das, rein von dem Absatz her, nicht anders. Die Aufklärung und Richtigstellung erfolgte im gleichen Atemzug...



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.04.2016 04:53 von Heiko T..
Ich kann zu dem Ganzem auch nur noch sagen, aus Sicht als Fahrer kann ich die "egal-Haltung" vollkommen nachvollziehen. Gerade in Hamburg ist die Hemmschwelle für Gewalt gegen das Fahrpersonal niedriger als ein abgesenkter Niederflurbus..
Warum soll sich ein Fahrer in Gefahr begeben? Die nicht-Einhaltung der strengeren (Sicht-)Kontrolle entlastet von unnötigen Stress, Gefärdnungssituationen und führt zu einem reibungslosem Linienverlauf. Gleiches gilt für die, die vorne aussteigen wollen. Wenn jemand da unbedingt aussteigen will mein Gott dann soll er doch. Geht dann schneller als vollkommen sinnlos eine Diskussion anzufangen, die dann nur zusätzliche Zeit kostet und unter Umständen zu einem Angriff führt.

-
Zitat
Heiko T.
Ja "hes", das sehe ich auch so, wenn...
Natürlich gehe ich selbst davon aus, das Loopi2000 hier im Absatz inbegriffen hat, das man zusätzlich im Besitz eines gültigen Fahrausweises ist!

Ja, natürlich: meine Argumentation ging ja insgesamt davon aus, dass der Fahrschein wie andere Wertgegenstände so sicher wie möglich im Reisegepäck versteckt (und somit wie bei 99% der Fahrgäste vorhanden) ist. Der Alltag zeigt, dass ein "Nicht-Wertgegenstand" wie ein alter Fahrschein, eine Kinokarte oder ähnliches für die Sichtkontrolle normalerweise ausreicht.

Zitat
Heiko T.
Da man ja sogar zu härteren Mittel greifen würde, wie die Aussage hier von Loopi2000 auch schon mal gewesen ist, das man sogar im hinteren Teil den Nothahn betätigen würde, um sich damit Zutritt ins Fahrzeug zu verschaffen (was wäre das?), was allerdings schon ein paar Jahre her ist.

Wenn ich mich recht erinnere, ist dieser Gedanke nicht richtig widergegeben. Ich schrieb damals, dass ich im Zweifel den Nothahn betätigen würde, um aus dem Bus auszusteigen, wenn der Fahrer mich durch eine deutliche zeitliche Verzögerung beim Öffnen der hinteren Türen (um die Fahrgäste außen nach vorn zu treiben) am zügigen Aussteigen hindern würde. Da mir keine Nothähne von außen bekannt sind, kann ich mir nicht vorstellen, das ich dies im Kontext mit "Zutritt verschaffen" gemeint habe.

Zitat
Heiko T.
Somit könnte dieser Satz, der wie schon erwähnt wurde, sicher so nicht gemeint ist, aber durchaus falsch verstanden werden "könnte", als ein Aufruf gewertet werden, das man bei einer eventuellen Sichtkontrolle, die man ja vorsätzlich ignorieren und einen alten Fahrausweis vorzeigen soll. Da wollte ich auch einfach nicht weiter drauf eingehen und das wäre es dann auch gewesen.

Man kann zahlreiche Sätze aus dem Zusammenhang gerissen anders verstehen als wenn man sie im Zusammenhang liest. Nur haltbare Vorwürfe darauf aufbauen kann man nicht.
Jeep, stimmt, entschuldige bitte. Es ging darum, so der Kontrolle des Busfahrers ausweichen zu können und mit dem Mittel das Fahrzeug zu verlassen.

Du hast in der Hinsicht nun schon mehrmals deine Haltung klar ausgedrückt und gibst in der Hinsicht eben auch Ratschläge ab, ob die nun in der Art so bewundernswert sind, da hat sicherlich jeder seine Meinung zu.
Passend zu dem Thema schreibt der HVV in seinem Newsletter, dass man wegen des Vordereinstiegs nochmal "Infoveranstaltungen" vor Ort in Harburg und [hier anderen Hamburger Stadtteil einsetzen, hab ich jetzt vergessen, vielleicht war es Wilhelmsburg] veranstalten werden wolle.
Vielleicht ist der eher laxe Umgang von Fahrern und Fahrgästen mit dem Vordereinstieg für die Betriebe nicht zufriedenstellend.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Zitat
FoxMcLoud
Passend zu dem Thema schreibt der HVV in seinem Newsletter, dass man wegen des Vordereinstiegs nochmal "Infoveranstaltungen" vor Ort in Harburg und Eidelstedt veranstalten werden wolle.
Vielleicht ist der eher laxe Umgang von Fahrern und Fahrgästen mit dem Vordereinstieg für die Betriebe nicht zufriedenstellend.

mfg fox

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Als ich heute in Blankenese war, wurde auf der untersten Zeile von allen DFIs der VHH auf den Einstieg vorn in Laufschrift hingewiesen. Außerdem gab es im 189er in Blankenese eine Ansage.

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Zitat
Der Hanseat
Außerdem gab es im 189er in Blankenese eine Ansage.

Die habe ich inzwischen auch gehört (klingt fürchterlich mit dieser Automatenstimme) - und zwar in einem pünktlichen 185 Richtung Lurup am späten Nachmittag, in dem fünf Fahrgäste saßen und bei dem der Fahrer die zwölf an der Haltestelle wartenden Fahrgäste zuvor über beide Türen reingelassen hatte (Aussteiger: 0). Sehr sinnvoll.

Cherio, Michael.
Auch auf der M3 wird per Automatenstimme auf den Vordereinstieg hingewiesen.
Ich weiß nicht ob die Ansage an eine Haltestelle gebunden ist oder an ein Zeitintervall, jedoch habe ich es jetzt schon mehrfach zur Mittagszeit erlebt, dass die Ansage kam, als die M3 vom Rathausmarkt stadtauswärts abfuhr. Dabei war es egal ob es der reguläre Takt-Bus aus Tiefstack war oder der Verstärker ab Petrikirche.
Ironischerweise hatten die Fahrer am Rathausmarkt immer alle Türen zum Einstieg geöffnet, auch wenn der Andrang nicht wirklich groß war.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Zitat
Hes
die zwölf an der Haltestelle wartenden Fahrgäste zuvor über beide Türen reingelassen hatte (Aussteiger: 0). Sehr sinnvoll.

Natürlich ist es sinnvoll. Der Fahrgast"wechsel" geht somit doppelt so schnell von statten. Vorne einsteigen funktioniert nur dort, wo es viele ein UND aussteiger gibt.

-
Zitat
Deniz90
Zitat
Hes
die zwölf an der Haltestelle wartenden Fahrgäste zuvor über beide Türen reingelassen hatte (Aussteiger: 0). Sehr sinnvoll.

Natürlich ist es sinnvoll.
Mein Kommentar bezog sich auf die Kombination aus Durchsage und praktiziertem Hinteneinstieg in kurzer zeitlicher Abfolge.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.2016 08:59 von Hes.
ist der Einsteig vorn eigentlich noch aktuell? Gefühlt wurden bei allen Bussen in denen ich in den letzten Monaten/Wochen gefahren bin an allen Haltestellen alle Türen geöffnet egal ob Stadt oder Metrobus und diese wurden fleißig von allen Fahrgästen genutzt gleichwohl zum Ein- als auch Aussteigen.
Letztens stand, im Zusammenhang mit dem Prüfmarathon, die Summe von 20 Mio. Euro in der Zeitung, die dem HVV jährlich durch Schwarzfahrer entgehen. Ist das nicht genau die gleiche Summe, die auch vor der Einführung des Vorne-Einsteigens als Rechtfertigung genannt wurde? Dann hat das Ganze ja gar nichts gebracht.
owT



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2016 11:16 von Boris.
In einer Stadt mit dieser Größenordnung war es von vorn herein klar, dass dies nicht funktionieren kann. Auf Linien wo nur 1 Person einsteigt und 1 aussteigt schon, keine Frage, aber nicht, wenn 30 Leute einsteigen wollen und niemand aussteigen will.

-
Zum Pruefmarathon, was mich richtig aergert ist die ganze Schwarz-Weiss-Malerei. Die einzigen Ergebnisse die gemeldet warden sind so-und-so-viele Schwarzfahrer sind. Meine Erfahrung ist dass die Zahl der Leute ohne jede Fahrkarte ziemlich gering ist. Die meisten Fahrgaeste ohne gueltige Fahrkarte haben eine die aber nicht gueltig ist. Die Frage mit denen die Pruefer dauernd konfrontiert werden ist ob dies (a) Absicht ist (b) keine Absicht aber Fehler des Kunden ist oder (c) keine Absicht und nicht Fehler des Kunden ist.
In München hat man eingesehen, dass diese Regelung Quatsch ist und wird ab nächste Woche abgeschafft. Also komplett abgeschafft, nach 21 Uhr. Somit gilt diese Regelung zu keiner Zeit mehr. Aber in München scheint man eh allen anderen sehr weit voraus zu sein wenn man bedenkt, dass die Fahrer dort keine Fahrscheine verkaufen. Das übernimmt ein Automat in jedem Fahrzeug.
In der verschlafenen Metropole Hamburg hingegen hat man erst jetzt entdeckt, dass Busse mit zusätzlicher Tür ganz hinten wahre Wunder bewirken kann.

[www.abendzeitung-muenchen.de]

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Zitat
Deniz90
In München hat man eingesehen, dass diese Regelung Quatsch ist und wird ab nächste Woche abgeschafft. Also komplett abgeschafft, nach 21 Uhr. Somit gilt diese Regelung zu keiner Zeit mehr. Aber in München scheint man eh allen anderen sehr weit voraus zu sein wenn man bedenkt, dass die Fahrer dort keine Fahrscheine verkaufen. Das übernimmt ein Automat in jedem Fahrzeug.
In der verschlafenen Metropole Hamburg hingegen hat man erst jetzt entdeckt, dass Busse mit zusätzlicher Tür ganz hinten wahre Wunder bewirken kann.

hahaahahahaha schön gesagt :D
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