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Busfahrer quatscht mit Kollegen...
geschrieben von Erol 
... und verpasst dadurch seine Abfahrtszeit.
So gestern abend in Bergedorf erlebt. Die 232 fährt sonntags immer auf 08, 28 und 48. Wir warten auf den X:28 Uhr-Bus, doch der Fahrer palavert mit Kollegen. Schliesslich ist es X:33 Uhr, da sehe ich den Fahrer zu seinem Wagen gehen, gemütlich losfahren.
Er kam also mit +5 an der Haltestelle an und wurde vom 234er überholt, der eigentlich nach ihm fahren soll.

Es ist nicht das erste Mal, dass das vorkommt. Und wenn jetzt einer sagt: "Das sind auch nur Menschen, da kann das mal vorkommen" (diese Antwort erhielt ich auf das selbe Anliegen vor einigen Jahren) dann halte ich gegen, dass es Dienstpläne gibt die einzuhalten sind.
Wenn ich in meinem Job die Zeit vertrödele (ich bin Spediteur, das ist ein "Time-is-Money-Job"), gibt's was auf die 12 vom Boss - und von den Kunden, die für meinen Service zahlen.

Und bei den Bussen sind wir die Kunden, die zahlen. Da dürfen wir auch Service erwarten, und zwar pünktlichen.
Danke.

***
Busbeschleunigungsprogramm - mit Vollgas und 20-Sitzplatz-Gelenkbussen ins Chaos.
Wissen wir, ob ggf. die vorhergehende Fahrt verspätet war, und der Fahrer einfach nur regulär Pause gemacht hat?
In solchen Fällen gehe ich eigentlich davon aus, dass der Bussfahrer / die Busfahrerin weiß, was er / sie tut. In diesem Falle die Fahrzeitreserve der Pause zu Gute legt. So weit keine nStöreungen bekant sind, liegt das nahe. An´dernfalls besteht die Gefahr, dass an Folgehaltestellen im weiter fortgeschrittenen Streckenverlauf zu früh abgefahren wird. Und DAS fände ich viel schlimmer. Und eine Bummelfahrweise ist auch nicht jedermanns Sache. Wiochtig ist nur, dass (in diesem Falle) in Mümmelmannsbeg noch die U-Bahn erreicht wird. Ich vermute mal, dass die 5 Minute´n Verspätung bis dahin wieder rausgefahren wurden...
Zitat
Computerfreak
In solchen Fällen gehe ich eigentlich davon aus, dass der Bussfahrer / die Busfahrerin weiß, was er / sie tut. In diesem Falle die Fahrzeitreserve der Pause zu Gute legt. So weit keine nStöreungen bekant sind, liegt das nahe. An´dernfalls besteht die Gefahr, dass an Folgehaltestellen im weiter fortgeschrittenen Streckenverlauf zu früh abgefahren wird. Und DAS fände ich viel schlimmer. Und eine Bummelfahrweise ist auch nicht jedermanns Sache. Wiochtig ist nur, dass (in diesem Falle) in Mümmelmannsbeg noch die U-Bahn erreicht wird. Ich vermute mal, dass die 5 Minute´n Verspätung bis dahin wieder rausgefahren wurden...

Nein, das geht so ueberhaupt nicht. Fahrer duerfen den Fahrplan nicht eigenhaendig abaendern wenn sie ihn fuer gestreckt halten. Und wenn das 'Bummelfahrweise' bedeutet, muss das so gemacht werden (spart uebrigens auch Benzin). Wer das anders sieht muss sich einen anderen Job suchen.
Das ist mir ehrlich gesagt piepsegal. Ich zahle meine Fahrkarte und werde jählich stärker gemolken, und bekomme immer lausigeren Service.

Wenn auf dem Plan X:28 Uhr steht, dann erwarte ich den Bus auch auf 28 und nicht auf 33. Ansonsten kann man die Pläne in die Tonne drücken und wir haben bulgarische Verhältnisse hier, nach dem Motto "irgendwann kommt auch mal ein Bus."

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Busbeschleunigungsprogramm - mit Vollgas und 20-Sitzplatz-Gelenkbussen ins Chaos.
Zitat
christian schmidt
Nein, das geht so ueberhaupt nicht. Fahrer duerfen den Fahrplan nicht eigenhaendig abaendern wenn sie ihn fuer gestreckt halten. Und wenn das 'Bummelfahrweise' bedeutet, muss das so gemacht werden (spart uebrigens auch Benzin). Wer das anders sieht muss sich einen anderen Job suchen.

Ich weiß nicht, wie es in Hamburg ist, aber in etlichen anderen Städten kenne ich speziell markierte Haltestellen, an denen Verfrühungen abgebummelt werden sollen. Ansonsten wäre es auch das gute Recht des Fahrers, zu entscheiden, wo er diese abbummeln kann und darf. Einfach schleichen wäre ein Verstoß gegen § 3(2) StVO und zu Gesetzesverstößen dürfen Dienstanweisungen nicht zwingen. Der Fahrer muss den Fahrplan also nur so gut wie möglich einhalten und hat dabei ein Stück weit Wahlfreiheit, wie er dies tut. Bei erfahrungsgemäß guten Aussichten, die Verspätung schnell wieder rauszufahren, ist das Warten an einer Haltestellenanlage sogar eine sehr gute Lösung, da sie den restlichen Verkehr am wenigsten behindert.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass er solange abwarten darf, bis er hinterher in Zeitnot bekommt und nur durch überhöhte Geschwindigkeit den Fahrplan einhalten kann. Es ist sinnvoll, solche regelmäßigen Verfrühungen zu dokumentieren und zu kommunizieren, damit die Fahrplanmacher darauf reagieren können. Allerdings stehen diese oft vor dem Dilemma, gut merkbare und zuverlässige Fahrpläne machen zu sollen.
Zitat
Lopi2000
Ich weiß nicht, wie es in Hamburg ist, aber in etlichen anderen Städten kenne ich speziell markierte Haltestellen, an denen Verfrühungen abgebummelt werden sollen. Ansonsten wäre es auch das gute Recht des Fahrers, zu entscheiden, wo er diese abbummeln kann und darf. Einfach schleichen wäre ein Verstoß gegen § 3(2) StVO und zu Gesetzesverstößen dürfen Dienstanweisungen nicht zwingen. Der Fahrer muss den Fahrplan also nur so gut wie möglich einhalten und hat dabei ein Stück weit Wahlfreiheit, wie er dies tut. Bei erfahrungsgemäß guten Aussichten, die Verspätung schnell wieder rauszufahren, ist das Warten an einer Haltestellenanlage sogar eine sehr gute Lösung, da sie den restlichen Verkehr am wenigsten behindert.

Meiner Meinung nach sollte dem Busfahrer diese Entscheidungsfreiheit genommen werden wie er die Verfrühung abbummelt und ihm auferlegt werden, dass er an jeder einzelnen Haltestelle prüfen muss ob er zu früh ist. Sollte das der Fall sein muss er dort halt bis zu seiner regulären Abfahrtzeit warten. Die Verfrühung/Verspätung wird ihm ja immerhin auch im Kassensystem angezeigt.
Denn es gibt nunmal einen Fahrplan, den es einzuhalten gilt, auch im Sinne einer Verfrühung. Wenn im Fahrplan steht der Bus fährt um Uhrzeit X ab, dann soll er auch um X abfahren und nicht vorher.
Und wenn auf einer Strecke deutlich zu viel Wartezeit durch Verfrühungen entstehen muss der Fahrplan eben geändert werden. Das scheint bei der Hochbahn durchaus auch im laufenden Betrieb zu gehen, bei meiner Linie (173) hatte ich dieses Jahr schon die gefühlte 5. Änderung der morgentlichen Abfahrtzeiten.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
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