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Optimierung des Nachtbusnetzes (So-Do)
geschrieben von 2-Zonen-Karte 
Im Zusammenhang mit der Diskussion in diesem Thread kam der Vorschlag auf, zwar keinen durchgehenden Nachtbetrieb der Schnellbahnen während der Woche einzurichten, aber das Nachtbusnetz einer Überprüfung zu unterziehen. Ich habe mir daraufhin mal die bestehenden Linien angeschaut und überlegt, wo man hier etwas verbessern könnte. Da es sich damit um ein reines "Bus-Thema" handelt, habe ich diesen Thread jetzt im Busforum neu eröffnet.

Hierbei sollte allgemein klar sein, dass es sich bei dem Nachtnetz nur um ein Grundangebot handeln kann. Es sollten die Hauptstrecken bedient und alle bevölkerungsreicheren Stadtteile erschlossen werden, aber niemand kann erwarten, dass der Nachtbus bis in den letzten Winkel Hamburgs fährt und man muss damit rechnen, ggf. auch einen längeren Fußweg zur nächsten Haltestelle gehen zu müssen.

Als bewährt und beizubehalten sehe ich den (halb-)stündlichen Nachtbusknoten am Rathausmarkt an, bei dem trotz der im Vergleich mit dem Tagesverkehr recht dünnen Fahrplantakte mit kurzen Umsteigezeiten und bequemen Umsteigewegen die Linie gewechselt werden kann. Ebenfalls positiv sehe ich die auf einigen Linien (z.B. 604) bestehenden Schleifenfahrten in den Außenbezirken, da durch sie zwar teilweise längere Fahrtzeiten entstehen, die weitläufigen Stadtteile dort aber auch besser erschlossen werden.

Kommen wir nun zu den einzelnen Linien:

Linie 600
Diese Linie fährt als einzige Linie nicht radial von der Innenstadt in die Außenbezirke, sondern schlägt einen Halbkreis und schafft so direkte Verbindungen ohne den Umweg über die Innenstadt. Ich hatte erst überlegt, den westlichen Endpunkt von Altona in den Bereich St. Pauli zu verlegen oder gar die 600 durch einen Innen- und einen Außenhalbring zu ersetzen, denke aber, dass die Linie so bleiben kann, wie sie ist. Am östlichen Linienende sollte der Bus allerdings ab Horner Rennbahn nicht mehr zur Horner Geest, sondern auf dem Weg der bisherigen Linie 609 bis Billstedt fahren. Am Wandsbeker Markt wäre eine geringfügige Beschleunigung denkbar, wenn die Busse in Richtung Altona nicht mehr über die Busanlage fahren, sondern eine Nachtbushaltestelle vor der Kirche erhalten.

Linie 601
Auch diese Linie hat weitgehend ihre optimale Linienführung erreicht. Man könnte überlegen, ob die Streckenführung über die Trabrennbahn Bahrenfeld wirklich notwendig ist oder ob zwischen Othmarschen und EEZ zwecks Fahrtzeitverkürzung der direkte Weg analog zur Linie 186 gefahren werden sollte. Derzeit wird an der Trabrennbahn ein "Über-Eck-Anschluss" mit der Linie 602 hergestellt, mir ist aber nicht bekannt, in welchem Umfang dieser genutzt wird.
Zwei recht große und fahrzeitaufwendige Bögen für durchgehende Fahrgäste nach Sülldorf, Rissen und Wedel stellen die Strecken zunächst durch die Siedlung Schenefelder Holt und anschließend durch Blankenese dar, gegenüber der direkten Linie 621 in den Wochenendnächten werden hier 12 Minuten verloren. Eine Möglichkeit wäre, die Linie 601 analog zur Linie 621 direkt nach Sülldorf fahren zu lassen und ab der Haltestelle Isfeldkamp einen separaten Bus einzusetzen, der dann erst den Schenefelder Holt bedient und dann weiter nach Blankenese fährt. Denkbar wäre hier der Einsatz einer der ohnehin auf dem Betriebshof Schenefeld stationierten "Bergziegen", mit der man hier auch ein flexibles Angebot schaffen könnte, bei dem der Bus ab Isfeldkamp jeweils die Haltestellen bedient, an denen Fahrgäste aussteigen wollen (ggf. auch mit Feinverteilung weiter im Blankeneser Treppenviertel und Richtung Tinsdal). Anschließend kehrt die "Bergziege" leer zum Isfeldkamp zurück. In Richtung stadteinwärts könnte die Linie 601 weiterhin auf dem bisherigen Linienweg fahren.
Die zusätzliche Bergziege könnte dadurch wieder ausgeglichen werden, dass durch die kürzere Fahrtzeit ein Umlauf auf der Stamm-601 eingespart werden kann.

Linie 611
Diese Linie kann grundsätzlich unverändert bleiben. Es wäre allenfalls denkbar, die derzeit recht lange Wendezeit in Finkenwerder dazu zu nutzen, mit einer Stichfahrt (ggf. nur bei Bedarf zum Aussteigen) den Linienweg der Linie 251 zum Norderkirchenweg zu bedienen.

Linie 602
Der Westast der Linie hat seine optimale Linienführung erreicht. Falls die Gemeinde Schenefeld eine Bedienung auch über den Schenefelder Platz hinaus wünscht, wäre es denkbar, die Linienführung analog zur Linie 3 so zu ändern, dass zunächst von Süden kommend der Osdorfer Born durchfahren, dann am Schenefelder Platz gehalten und anschließend weiter in Richtung Schenefeld (Mitte) gefahren wird.
Der Ostast erst durch die Hafencity und dann nach Rothenburgsort bedeutet für die Rothenburgsorter zwar einen deutlichen Umweg, es ist aber nicht ersichtlich, wie dieser ohne Fahrzeugmehreinsatz verändert werden kann. Die Fahrzeit bewegt sich mit 25 Minuten aber auch noch im nachts zumutbaren Bereich und kann zudem mit einem Umsteigevorgang zur direkt fahrenden Linie 640 umgangen werden. Sofern nicht die Option der Aufwertung der Linie 629 (s.u.) gezogen wird, würde ich daher auch diese Linie so bestehen lassen. Im Falle der neuen Linie 629 könnte die Linie 602 in der Hafencity enden.

Linie 603
Diese Linie kann grundsätzlich bestehen bleiben, allerdings ist die Fahrtzeit bis nach Schnelsen und Burgwedel recht lang. Denkbar wäre daher, die Linie in Eidelstedt (Kehre Wildacker der Linie 4) enden zu lassen und Schnelsen und Burgwedel mit einer neuen Linie 614 ab Niendorf Markt zu bedienen. Zu überprüfen wäre auch, ob die Stichfahrt um Bahnhof Elbgaustraße wirklich erforderlich ist oder ob hier einige Minuten Fahrtzeit eingespart werden können.

Linie 604
Keine Änderungen

Linie 614 (neu)
Im Falle einer Verkürzung der Linie 603 könnte diese Linie am Niendorfer Markt den Anschluss von der Linie 604 aufnehmen, von dort die Frohmestraße bis zur Haltestelle "Sellhopsweg/Albertinen-Haus" befahren und anschließend in einer Schleife über Heidlohstraße - Graf-Johann-Weg - Spanische Furt - Holsteiner Chaussee und weiter auf dem Weg der bisherigen Linie 603 bis zum Anna-Susanna-Stieg, dann rechts in den Königskinderweg und über Frohmestraße zurück nach Niendorf die Bedienung des Bereichs Schnelsen übernehmen. Dem Vorteil der verkürzten Fahrzeit steht dann jedoch als Nachteil ein zusätzlicher Umsteigevorgang gegenüber.

Linie 605
Diese Linie dürfte derzeit die kürzeste der Nachtbus-Stammlinien sein. Mit ihrer recht geradlinigen Linienführung sollte sie jedoch verlängert werden, um auch für die weiter außen liegenden Stadtteile eine schnellere als die bisher mit der Linie 606 erreichte Verbindung zu erreichen.
Vorgeschlagen wird, sie über den Linienweg der Linie 114 weiter bis zur Lufthansa-Basis und von dort zum Flughafen zu führen, von wo aus sie den Linienweg der bisherigen Linie 606 nach Langenhorn mit der Schleife nach Glashütte und Ochsenzoll übernimmt. Die Fahrtzeit für die Langenhorner dürfte sich damit deutlich verkürzen. Der bisherige Stundentakt der Linie 605 müsste allerdings durch zusätzliche Fahrten ergänzt werden.

Linie 606
Zwecks Beschleunigung der Verbindung aus der Innenstadt nach Winterhude sollte der Umweg über Burgstraße entfallen und die Linie analog zur Linie 6 geführt werden. Es entfällt dann zwar eine Tangentialverbindung im Osten Hamburgs, da diese aber noch recht nahe am Stadtkern liegt, dürfte der Umweg über die Innenstadt für die Nutzer dieser Verbindung noch zumutbar sein. Da die Linie 605 die Bedienung des Nordteils nach Langenhorn übernimmt, kann die Linie 606 andere Aufgaben übernehmen. Vorgeschlagen wird eine Linienführung ab Alsterdorf durch die City Nord zum Rübenkamp , dann über die nördliche Fuhlsbüttler Straße auf dem Weg der bisherigen Linie 607 bis Hummelsbüttel und von dort - sofern Bedarf gesehen wird - entweder in östlicher Richtung zum Bahnhof Poppenbüttel oder in westlicher Richtung zum Langenhorner Markt.

Linie 607
Diese Linie zeichnet sich bislang durch sehr lange Fahrzeiten aus der Innenstadt in den Bereich Poppenbüttel/Walddörfer aus. Da die Bedienung Fuhlsbüttels und Hummelsbüttels durch die Linie 606 übernommen wurde, kann die Linie 607 ab der Haltestelle Hebebrandstraße nach Steilshoop und Bramfeld verschwenkt werden. Von dort geht es dann über die Saseler Chaussee und Wellingsbüttel nach Poppenbüttel und von dort zum Bergstedter Markt. Denkbar wäre, auf dem Rückweg vom Bergstedter Markt über Tannenhof nach Poppenbüttel zu fahren, um auch den Bereich Lemsahl-Mellingstedt an das Nachtbusnetz anzubinden.

Linie 617 (oder neue Nummer)
Diese Linie sollte nicht mehr in Barmbek an die Linie 607, sondern in Tonndorf an die Linie 608 anschließen. Von dort wird dann zunächst geradeaus auf der ehemaligen B75 bis zur Kreuzung Scharbeutzer Straße gefahren, dann links in die Scharbeutzer Straße, um die Siedlung Rahlstedter Höhe anzubinden. Über den Linienweg der 26 wird Farmsen erreicht, dann der Linie 27 bis Karlshöhe und der Linie 277 bis Berne gefolgt. Von dort schließt sich dann eine Schleifenfahrt wie folgt an: Linie 275 bis Wildschwanbrook, Linie 24 über Volksdorf bis zum Saseler Markt, dann aber dort vor dem Marktplatz links abbiegen in den Berner Weg und zurück nach Berne.

Linie 608
Diese Linie hat ihre optimale Linienführung erreicht. Zur geringfügigen Beschleunigung kann geprüft werden, sie am Wandsbeker Markt nicht mehr auf die Busanlage zu führen, sondern Nachtbushaltestellen an der Wandsbeker Marktstraße einzurichten. Eine weitere kleine Beschleunigung ergäbe sich, wenn man die Stichfahrt zum Bahnhof Rahlstedt einspart und direkt nach Großlohe fährt. Andererseits reicht das Einzugsgebiet der Haltestelle Bf. Rahlstedt trotz nachts fehlender Busanschlüsse auch auf die Westseite der Bahnstrecke, so dass ich einen solchen Schritt hier offen lasse.

Linie 618 (oder neue Nummer)
Diese Linie wird umgestaltet zur echten Hauptlinie und bietet für die Horner Geest, Jenfeld, Hohenhorst und Rahlstedt Ost erstmals eine direkte Nachtbusverbindung zur Innenstadt. Sie beginnt am Rathausmarkt und folgt dann zunächst der Linie 609 bis zur Burgstraße, wo sie deren bisherigen Linienweg zur Horner Rennbahn übernimmt. Weiter geht es zur Horner Geest und dann weiter in Richtung Jenfeld, wo sie an der Universität der Bundeswehr ihren bisherigen Linienweg wieder erreicht und diesem bis zur Sorenkoppel folgt. Denkbar wäre noch eine kleine Schleifenfahrt am Linienende, wo man ab Wilhelmstift zunächst der Linie 162 bis zur Haltestelle Amtsstraße und dann der Linie 164 bis Sorenkoppel folgen könnte, um dann über den bisherigen Linienweg zurückzukehren. Die Taktfolge sollte bis zur Horner Geest halbstündlich, darüber hinaus stündlich sein.

Linie 609
Da die Verbindung über Horner Rennbahn von den Linien 618 und 600 übernommen wird, kann die Linie 609 künftig den direkten Weg über die Hammer und Horner Landstraße nach Billstedt fahren und so beschleunigt werden. Auf dem neuen Linienweg erhalten dann auch die Haltestellen der Linie 116 eine Nachtbusanbindung.

Linie 619
Keine Änderungen, nur Anpassung der Fahrzeiten an die frühere Ankunftszeit der Linie 609 in Billstedt. Sofern es von den Abfahrtszeiten passt, kann man die Linien 600 und 619 in Billstedt durchbinden, aber dies ist m.E. zweitrangig.

Linie 629
Diese Linie sorgt derzeit im Anschluss an die Linie 609 für die Anbindung der Siedlungen in Bergedorf-West und Neuallermöhe, was allerdings für Fahrgäste aus der Innenstadt recht lange Fahrzeiten bedeutet. Optional könnte diese Linie zu einer Schnellverbindung für Bergedorf aufgewertet werden. Sofern dies gemacht wird, würde die Linie vom Rathausmarkt zunächst der Linie 3 bis zum Kraftwerk Tiefstack folgen, dann weiter wie die Linie 124 bis Moorfleet fahren und dann über die Autobahnen 1 und 25 Allermöhe erreichen. Von dort muss dann noch ein geeigneter Linienweg durch Neuallermöhe in Richtung Nettelnburg und Bergedorf gefunden werden.

Linien 640, 641, 643 und 644
Die Harburger Linien stellen die Anbindung des südlichen Bereichs Hamburgs sicher. Um die Verbindung für alle zu beschleunigen, die mindestens bis nach Harburg fahren möchten, sollte die frühere Schnellverbindung nonstop aus der Innenstadt nach Harburg wieder eingerichtet werden. Meines Erachtens bietet sich hier an, die bisher am Bf. Harburg beginnenden Fahrten der Linie 641 bereits am Rathausmarkt einzusetzen. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass man sowohl aus der Linie 640 als auch aus der neuen Linie 641 Anschluss an die lokalen Linien 643 und 644 hat und dass auch ein Umstieg aus der 640 auf die 641 zur Weiterfahrt in Richtung Neugraben sichergestellt ist.
Hallo,

Zitat
2-Zonen-Karte
Linie 600
Diese Linie fährt als einzige Linie nicht radial von der Innenstadt in die Außenbezirke, sondern schlägt einen Halbkreis und schafft so direkte Verbindungen ohne den Umweg über die Innenstadt. Ich hatte erst überlegt, den westlichen Endpunkt von Altona in den Bereich St. Pauli zu verlegen oder gar die 600 durch einen Innen- und einen Außenhalbring zu ersetzen, denke aber, dass die Linie so bleiben kann, wie sie ist. Am östlichen Linienende sollte der Bus allerdings ab Horner Rennbahn nicht mehr zur Horner Geest, sondern auf dem Weg der bisherigen Linie 609 bis Billstedt fahren. Am Wandsbeker Markt wäre eine geringfügige Beschleunigung denkbar, wenn die Busse in Richtung Altona nicht mehr über die Busanlage fahren, sondern eine Nachtbushaltestelle vor der Kirche erhalten.

Ich möchte an dem Vorschlag einmal als Beispiel erklären, was bei diesen Diskussionen immer etwas falsch läuft und was ich früher selbst gern falsch gemacht habe. Bevor wir hier immer ganze Netze neu planen oder Details wie Haltestellenpositionen ändern wollen, sollten wir lieber über generelle Themen sprechen. Es ist viel sinnvoller einmal darüber zu sprechen, ob nicht allgemein oder einige Linien im 20-Minuten-Takt betrieben werden sollten.

Um einmal ins Detail zu gehen:
Die Verlängerung zur Horner Geest wurde nicht willkürlich gemacht. Im Nachtverkehr fährt hier sogar extra die 261. Man bindet so einen Großwohnsiedlungsbereich an, der sonst abgeschnitten wäre.

Wieso unbedingt weiter nach Billstedt gefahren werden sollte, bleibt dazu noch unbegründet.

Auch eine Beschleunigung ist abends wie nachts vollkommen unnötig. In beiden Richtungen braucht der Bus genau die selbe Zeit, wobei ein paar Gedenkminuten auf der Anlage zwecks Anschlusssicherung sicher alles andere als unwillkommen sind.

Mit der Haltestelle vor der Kirche hat man die kurzen Wege innerhalb der Anlage nicht mehr (noch nicht mal mehr einen direkten Weg), man wartet im Dunkeln, anstatt auf der erleuchteten Anlage und es dürfte zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Leute schnell über die Straße zum "ihrem" Bus hechten wollen.

Grüße
Boris
Es spricht überhaupt nichts dagegen, bei einer Überplanung von Verkehrsangeboten auch über Taktfolgen zu sprechen. Diese sind neben den Linienführungen ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, ob der ÖPNV attraktiv für seine potentiellen Nutzer ist oder nicht. Auch eine Umstellung des Nachtbusnetzes auf einen 20-Minuten-Grundtakt kann man sicherlich diskutieren, er würde jedoch allein nichts an den im vorherigen Thread bemängelten zu langen Fahrzeiten zwischen der Innenstadt und den Außenbezirken ändern. Unterlassen sollte man allerdings, einige Linien auf einen 20-Minuten-Takt umzustellen und andere Linien weiterhin im 30-Minuten-Takt fahren zu lassen, da dann die regelmäßigen Anschlussbeziehungen in alle Richtungen am Rathausmarkt Geschichte wären.

Zu den Vor- und Nachteilen der großen Bus-Umsteigeanlagen etwa am Wandsbeker Markt oder auch an vielen anderen Stellen im Hamburger Nahverkehrsnetz ist in diesem Forum schon viel geschrieben worden. Der größte Vorteil dürfte darin liegen, dass die große Anzahl der Fahrgäste, die jeden Tag von der U-Bahn in die Busse sowie zwischen den Buslinien und umgekehrt wechseln, umsteigen können, ohne eine Straße zu überqueren. Eine Verkehrssituation, bei der die Busse am Wandsbeker Markt nicht auf der Busanlage, sondern verteilt auf allen Straßenseiten rund um den Marktplatz halten und die Fahrgäste von der U-Bahn aus über die Straßen zu den jeweiligen Haltestellen eilen müssen, möchte ich mir auch lieber nicht vorstellen...

Im Nachtverkehr zumindest während der Woche sieht die Situation jedoch anders aus. Der Umstieg zur U-Bahn kommt wegen deren Betriebspause nicht in Betracht, es sind stattdessen nur einige wenige Nachtbuslinien in Betrieb. Diese bilden auch (zumindest im aktuellen Fahrplan) keinen Anschlussknoten mit knappen gegenseitigen Anschlüssen in alle Richtungen, sondern fahren zu unterschiedlichen Minuten ab:

600 Richtung Altona: 08 und 38
600 Richtung Horn: 21 und 51
608 Richtung Großlohe: 17 und 47
608 Richtung St. Pauli: 13 und 43
618 Richtung Sorenkoppel: 23
618 Ankunft: 05

Allenfalls die Verbindungen Innenstadt - Horn und zurück sowie die nach dem Konzept am Wandsbeker Markt nicht mehr vorgesehenen Übergänge von und zur Linie 618 sind durch die beschriebenen knappen Anschlüsse mit wenigen Minuten Übergangszeit gekennzeichnet. Zum Tragen kommt jedoch gerade nachts der Nachteil des mangelnden subjektiven Sicherheitsgefühls, allein oder nur mit wenigen anderen Menschen auf einer ansonsten leeren Busanlage zu stehen, wo sich hinter den Kiosken etc. immer jemand verbergen könnte, den man nachts und allein lieber nicht treffen möchte. Die Tatsache, dass der Hauptzugang zur Busanlage dann noch durch eine Unterführung führt (auch wenn es natürlich ebenerdige Zugänge gibt), verbessert die Lage auch nicht gerade. Dann doch lieber am Straßenrand warten, wo man zumindest noch im Blickfeld vorbeifahrender Autofahrer ist.

Die Bedeutung des Wandsbeker Marktes als Umsteigeknoten nimmt auch durch die im Konzept genannte Änderung der Linie 618 weiter ab. Wer hier bis zu Ende gelesen hätte, dem wäre auch aufgefallen, dass ich die Siedlung Horner Geest keinesfalls vom Nachtverkehr abbinden, sondern ihr stattdessen eine Direktverbindung in die Innenstadt geben wollte und auch der Sinn der Verschwenkung der Linie 600 nach Billstedt wäre bei einem Blick auf die Linie 609 weiter unten klar geworden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 14:56 von 2-Zonen-Karte.
Einige Vorschläge klingen gut. Was mir negativ auffällt ist, dass das Ak Wandsbek seinen Nachtbusanschluss verlieren würde.

Zitat
2-Zonen-Karte
Als bewährt und beizubehalten sehe ich den (halb-)stündlichen Nachtbusknoten am Rathausmarkt an, bei dem trotz der im Vergleich mit dem Tagesverkehr recht dünnen Fahrplantakte mit kurzen Umsteigezeiten und bequemen Umsteigewegen die Linie gewechselt werden kann.

Sorry, hier lache ich mich schlapp! Schon mal nachts von der Behringstraße zur Veddel gefahren. Die Umsteigezeit z. B. von der 601 zur 640 beträgt am Rathausmarkt 17 Minuten, die man da mitten in der Nacht blöd rumsteht.

Edit: Das ist noch zu toppen mit einem Umstieg von der 609 aus Richtung Bergedorf (Ankunft Rathausmarkt zur Min. 48) in die 601 Richtung Wedel (Abfahrt zur Min 09). Satte 21 Min.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 18:02 von Wolf Tiefenseegang.
Hallo,

ich merke schon, den Sinn meines Beitrags ist nicht so recht herübergekommen. Ich wollte aufzeigen, dass diese ganzen großen Planungen doch wenig zielführend sind. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sich hier doch immer lang und breit über den HVV als absolutes Schlusslicht des ÖPNVs auf der Welt beschwert wird.

Von wo sollte denn konstruktive Kritik kommen, wenn nicht von Fahrgästen und vor allem ÖPNV-Interessierten Menschen selbst? Den Politikern und zuständigen Fachbereichsleitern wird das schon kein Vögelchen zuzwitschern. Was wird stattdessen gemacht, sich über die ständig steigenden Fahrpreise beschwert und zeitgleich Planungen aufgestellt, die kaum vor realen Bedingungen und vor allem Vorgaben geschehen. Es ist doch wirklich langweilig für einen aufgeklärten Bürger sich einerseits wie Walldorf und Statler zu mokieren, andererseits aber nichts konstruktives zu unternehmen, um die Situation zu ändern.

Es wäre doch schon viel gewonnen, wenn Interessierte wie wir hier uns Gedanken machen, ob Taktverdichtungen oder teilweise Nachtbetriebe der Bahn sinnvoll wären und das einmal auszuarbeiten. So detailierte Planungen zu machen ist vor dem Hintergrund der unzähligen Gedankenspielereien in der Vergangenheit hier und dem fehlen jeglicher Grundlage, was Kosten und weitere zu berücksichtigende Aspekte betrifft, recht witzlos.

Ich hoffe, es ist rübergekommen, dass ich das allgemein meine und nun zufällig Deinen Beitrag getroffen hat. Daher hatte ich vorhin auch den einen Punkt auseinandergenommen, um ein Beispiel zu haben, ohne darauf zu achten, ob die vermeintlichen Fehler nachher doch keine waren.

Allerdings muss ich noch zwei Dinge direkt zu Deinem Plan anmerken. Du zielst auf die bemängelten langen Fahrzeiten zwischen der Innenstadt und den Außenbezirken ab. Hier liegt ein grundlegendes Missverständnis vor. Von zu lang kann schon einmal nicht die Rede sein, da nachts nur zuhause ankommen auf Fahrkarte zählt. Was Neu Wulmstorf kritisierte war vor allem die Situation Innenstadt - Süderelberaum und die ist anders und mit dem rein städtischen Teil Hamburgs nicht zu vergleichen.

Du setzt vor allem falsch an. Aus gutem Grund sind die Nachtlinien mit guten Puffern unterwegs, damit sie möglichst zuverlässig erreicht werden können. Man würde also kaum an der Fahrtzeit drehen und es spielt auf diesen Relationen, wie gesagt, keine Rolle 1 Minute zu gewinnen. Und ja - da werde ich doch etwas persönlicher -, ich finde Deine Ausführungen zum Sinn der Busanlage (was hat der bessere und vor allem kürzere Umstieg unter den Buslinien zu jeder Tageszeit mit dem Betrieb der U-Bahn zu tun?) und vor allem zum Sicherheitsaspekt recht bizarr und widerspricht jeder Erkenntnis.

Neu Wulmstorfs Problem ist da ganz anders und er hatte seine generalisierende Aussage später selbst relativiert. Der 641er fährt nur stündlich und sollte es einen Anschlussverlust geben, ist das Warten nicht nur länger, sondern auch die Umgebung ungemütlicher (finde ich). Weiterer Fakt ist, man braucht genau die doppelte Zeit für die Fahrt, während man im 600 schneller als zur HVZ unterwegs ist.

ich hoffe es ist jetzt klarer geworden, was ich meine und dass dieser, wie der vorige Beitrag nicht so persönlich gemeint sind, wie es vielleicht den Anschein hat.

Grüße
Boris
Zitat
Boris Roland
Von wo sollte denn konstruktive Kritik kommen, wenn nicht von Fahrgästen und vor allem ÖPNV-Interessierten Menschen selbst? Den Politikern und zuständigen Fachbereichsleitern wird das schon kein Vögelchen zuzwitschern. Was wird stattdessen gemacht, sich über die ständig steigenden Fahrpreise beschwert und zeitgleich Planungen aufgestellt, die kaum vor realen Bedingungen und vor allem Vorgaben geschehen. Es ist doch wirklich langweilig für einen aufgeklärten Bürger sich einerseits wie Walldorf und Statler zu mokieren, andererseits aber nichts konstruktives zu unternehmen, um die Situation zu ändern.

Es wäre doch schon viel gewonnen, wenn Interessierte wie wir hier uns Gedanken machen, ob Taktverdichtungen oder teilweise Nachtbetriebe der Bahn sinnvoll wären und das einmal auszuarbeiten. So detailierte Planungen zu machen ist vor dem Hintergrund der unzähligen Gedankenspielereien in der Vergangenheit hier und dem fehlen jeglicher Grundlage, was Kosten und weitere zu berücksichtigende Aspekte betrifft, recht witzlos.

Hallo Boris,

genau, was Du bemängelst, geschieht doch, zum Beispiel in Fahrgastbeiräten oder bei Pro Bahn. Warum wird kritisiert, wenn parallel dazu sich auch hier Kunden Gedanken machen, die nicht über das ganz große Hintergrundwissen verfügen?

Sorry, aber das hört sich fast wie ein Denkverbot an. Es ist doch möglich, dass hier der Eine oder Andere mitliest, der Sachverstand hat und einige Dinge für sinnvoll und umsetzbar hält und dabei möglicherweise auch noch eine Funktion als Politiker, Pro-Bahn-Aktivist oder als Verkehrsplaner ausübt und Einfluss hat.

Grüße

@Alle Interessierten an dem Thema: Ich möchte auch darauf hinweisen, dass in den Nachtbussen nicht nur Leute sitzen, die ab und zu mal nach einem lang gewordenen vergnüglichen Abend nach Hause möchten. Bei denen spielt es sicher keine so große Rolle, ob der Bus wegen Zickzackfahrten und Umwegschleifen 20 Minuten länger unterwegs ist. Es gibt auch Berufstätige, die schon sehr früh am Morgen zur Arbeit müssen. Dies sind Stammkunden auf den Nachtlinien und für die wäre es sicher eine Wohltat, wenn Reisezeiten und so manche Umsteigezeiten verkürzt werden könnten.

Die Tatsache, dass wir erst eine Koalition aus CDU, Schill-Partei und FDP brauchten, damit plötzlich möglich wurde, den Wochenendnachtverkehr auszuweiten und hierbei auch auf die Schnellbahnen zurückzugreifen zeigt doch, dass vieles möglich ist, wenn nur der politische Wille da ist. Es ist also keinesfalls ausgeschlossen, dass man irgendwann zu der Einsicht gelangt, dass man, auch um der Tatsache entgegenzuwirken, dass immer mehr PKW zugelassen werden, auch unter der Woche den HVV nachts attraktiver machen muss. Wenn der politsche Wille erst einmal da ist, wird auch Geld dafür da sein.

Und nun noch mal an Boris: Um politischen Willen zu erzeugen muss man auf möglichst vielen "Kanälen" auf Änderungswünsche aufmerksam machen, sei es mit Kritik oder Verbesserungsvorschlägen. Auch solchen, die nicht immer umsetzbar sind. Falls Du in der SPD sein solltest verstehe ich natürlich, dass Du solche Diskussionen gern ersticken würdest.

Nochmals Grüße

Aufgreifen möchte ich nochmal die von mir kritisierten langen Umsteigezeiten am Rathausmarkt. Diese kommen zustande, weil die 601 und die 609 auf die Anschlüsse mit der 600 in Altona bzw. Horner Rennbahn ausgerichtet sind. Daher könnte man schon mal darüber nachdenken, mit der 601 ab St. Pauli über Landungsbrücken und Baumwall die östliche Hafencity zum Rathausmarkt zu führen und die 609 ab Borgfelder Straße über Hammerbrook und Amsinckstraße durch die westliche Hafencity zu führen. Damit könnte die Umsteigezeit am Rathausmarkt von und zu diesen Linien verkürzt und die 602 direkt Richtung Tiefstack geführt werden.

Die 640 ist auf die Nachtringlinien in Harburg ausgerichtet. Wenn man die 602 komplett über die Amsinckstraße führen würde, könnte man, um lange Umsteigezeiten am Rathausmarkt zu vermeiden, die 640 über die Nordkanalstraße und den Heidenkampsweg führen und/oder durch die Veringstraße oder über den Hafen Harburg. Entweder nur stadtauswärts (stadteinwärts passt die Ankunft zur Min 57 schon) oder in beiden Richtungen mit

Bleibt noch die 605, die mit Min 51 derzeit auch schon recht früh den Rathausmarkt erreicht. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass diese Linie in Eppendorf Anschluss an die (ihr ahnt es schon) 600 hat. Um ein so frühes Eintreffen am Rathausmarkt zu vermeiden schlage ich vor (nur in Richtung stadteinwärts) die Linie unter dem CCH zum Johannes-Brahms-Platz und dann über Holstenwall, Esplanade und Neuer Jungfernstieg mit Bedienung der bestehenden bzw. für CCH und Neuer Jungfernstieg neuen Haltestellen zu führen.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 19:46 von Wolf Tiefenseegang.
Manche Ideen sind ja gut. Aber denn noch vermiss ich die bessere Anbindung in den ländlichen Raum Bergedorfs. Denn dort kommt man nach dem Nachtbus nur noch mit dem Taxi weiter.

Jeder andere Stadtteil hat da eine bessere Anbindung!

Mfg

Sascha Behn
Hallo Wolf,

Zitat
Wolf Tiefenseegang
genau, was Du bemängelst, geschieht doch, zum Beispiel in Fahrgastbeiräten oder bei Pro Bahn. Warum wird kritisiert, wenn parallel dazu sich auch hier Kunden Gedanken machen, die nicht über das ganz große Hintergrundwissen verfügen?

Sorry, aber das hört sich fast wie ein Denkverbot an. Es ist doch möglich, dass hier der Eine oder Andere mitliest, der Sachverstand hat und einige Dinge für sinnvoll und umsetzbar hält und dabei möglicherweise auch noch eine Funktion als Politiker, Pro-Bahn-Aktivist oder als Verkehrsplaner ausübt und Einfluss hat.

Ganz ehrlich, ich bin wenig begeistert, dass Du meinst persönlich werden zu müssen mit einer Unterstellung und Parteihetze. Eigentlich hatte ich erwartet mit Erwachsenen weiterhin sachlich diskutieren zu können. Vor allem kann ich nicht nachvollziehen wieso Du reagierst.

Da ich schon einmal im Fahrgastbeirat war (da hat die CDU noch regiert), weiß ich offenbar besser als Du, was dort abläuft. Und ja, da ist schon so mancher Meisterplaner auf den Boden der Realität gelandet. Ebenso kenne ich einige Mitglieder von Pro Bahn und deren ebenfalls frustrane Situation. Die Wege der Einflussnahme sind sehr begrenzt und den Leuten dort fehlt es wahrlich nicht an Ideen. Und gerade dadurch habe ich gelernt, was funktionieren kann und da ist Augenmaß und vor allem gute Vorschläge gefragt.

Von daher läuft das hier weitgehend ins Leere und es behebt vor allem einen Mangel nicht, der Politik sind Fahrgäste nur als unklare und alles mögliche wollende Masse bekannt. Da sieht es beispielsweise bei Fahrradfahrern anders aus - die werden auch nicht immer als leidende dargestellt.

Grüße
Boris
Ich halte das für eine gute Idee, sich Gedanken um ein verbessertes Nachtbusnetz zu machen. Die meisten Änderungen wirken auf mich auch gut durchdacht, diejenigen, bei denen ich Probleme sehe, wurden bereits von meinen Vorschreibern benannt. Allerdings würde die Linie 617 so lassen wie sie ist und die 607 kann weiterhin über Ohlsdorf fahren.

Paddy
Zitat
Boris Roland
Ganz ehrlich, ich bin wenig begeistert, dass Du meinst persönlich werden zu müssen mit einer Unterstellung und Parteihetze. Eigentlich hatte ich erwartet mit Erwachsenen weiterhin sachlich diskutieren zu können.

Hallo Boris,

Dein Beitrag, auf den ich mich bezogen habe, liest sich für mich aber so, als wenn Du hier keine Diskussionen möchtest, sondern dies den Fachleuten überlassen möchtest. Sollte ich das falsch aufgefasst haben, tut es mir leid.

Tatsächlich hast Du ja auch einen Vorschlag zum Thema gemacht, auf den ich gerne eingehen möchte. Auf einigen Linien auf einen 20-Minuten-Takt zu verdichten hätte den Nachteil, dass das an vielen Stellen gut durchdachte Anschlusskonzept aus den Fugen geraten würde. Längere Umsteigezeiten sind in der Nacht besonders unangenehm. Begrüßen würde ich dagegen, wenn man dort, wo nur stündlich gefahren wird, auf einen 30-Minuten-Takt verdichten würde.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2017 22:34 von Wolf Tiefenseegang.
Also, ich würde einfach das Nachtbusnetz nehmen das bis zur Einführung des durchgehenden Schnellbahnverkehrs am Wochenende gefahren wurde.

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Zitat
STZFa
Also, ich würde einfach das Nachtbusnetz nehmen das bis zur Einführung des durchgehenden Schnellbahnverkehrs am Wochenende gefahren wurde.

Das hätte schon mal u. a. den Vorteil, dass es wieder eine beschleunigte Linie nach Harburg geben würde. So etwas wäre auch für Bergedorf wünschenswert.

Bezieht sich Dein Vorschlag nur auf die Linienführungen oder auch auf die Takte?
Ich habe mich mal ein wenig näher mit den vorgeschlagenen Änderungen befasst und finde sie grundsätzlich nicht schlecht. Entsprechend revidiere ich meine frühere Aussage zur 607/617.
Allerdings verstehe ich eines nach wie vor nicht. Die 600 nach Billstedt kann ich in Hinblick auf die Verschwenkung der 618 nachvollziehen, allerdings wird nicht ganz deutlich, warum letzere nun nicht mehr nach Wandsbek soll. Die 609 kann in diesem Bereich leider nicht sinnvoll beschleunigt werden.
Auch einige andere Änderungen sehe ich noch kritisch, insbesondere im Bereich Volksdorf/Berne.

Davon ausgehend habe ich einen eigenen Entwurf für das Nachtbusnetz angefertigt:

601 - bleibt unverändert, eine wie bereits von 2-Zonen-Karte angeregte Beschleunigung durch auslassen der Trabrennbahn wäre jedoch denkbar.
611 - unverändert
602 - wird nach Schenefeld verlängert und fährt ab Schenefelder Platz wie die 3 über Bornheide und Rugenbarg. Im Osten endet die Linie bereits in der HafenCity (dazu unten mehr).
603 - wird wie bei 2-Zonen-Karte bis zum Wildacker zurückgenommen. Die Bedienung von Schnelsen übernimmt die neue Linie
613 - beginnt am Schenefelder Platz und fährt über Fahrenort und Elbgaustraße zum Eidelstedter Platz, wodurch die Stichfahrt auf der 603 entfallen kann. Ab dort gerade bis zur Spanischen Furt und weiter wie bisher die 603 zum Grothwisch
604 - unverändert
605 - wird wie bei 2-Zonen-Karte über Flughafen nach Langenhorn verlängert
606 - wird entsprechend über Ohlsdorf und Hummelsbüttel zum Tegelsbarg verlagert
607 - wird ebenfalls wie bei 2-Zonen-Karte ab Hebebrandstraße über Steilshoop und Bramfeld verschwenkt. Die Volksdorfer Schleife bleibt hier jedoch bestehen.
617 - hier finde ich den Vorschlag von 2-Zonen-Karte gut, in Tonndorf zu starten. Der Weg nach Farmsen erfolgt hier aber direkter, über Sonnenweg, Pulverhofsweg und Berner Heerweg. Da die 607 ihre Schleife über Volksdorf behält, fährt die 617 von Berne wie bisher über Meiendorf zur Greifenberger Straße und dann auf direktem Weg zurück nach Berne. Dadurch wird der Bereich Bekassinenau nicht vom Nachtbusnetz abgeschnitten.
608 - unverändert
618 - unverändert
609 - bleibt trotz langer Fahrzeiten unverändert. Nach Bergedorf wird allerdings eine Expresslinie 620 eingerichtet (s.u.).
619 - unverändert
629 - wird in 620 umnummeriert und beginnt künftig am RAM. Von dort zunächst über Amsinckstraße und Rothenburgsort nach Tiefstack, weiter als Express nach Moorfleet und über die A25 nach Allermöhe, wo sie auf einem veränderten Linienweg weiterhin die Siedlungen bedient. Abschließend über Nettelnburger Straße und Randersweide nach Bergedorf. Dies bewirkt für Allermöhe und tw. auch Bergedorf eine deutlich kürzere Fahrzeit, als mit der 607 über Billstedt.
640 - fährt anstatt über Mönckeberg- und Amsinckstraße nun über Domstraße, Osakaallee und Baakenallee durch die östliche HafenCity. An der Zweibrückenstraße wird der bisherige Linienweg wieder erreicht.
641 - wird zum RAM verlängert und verkehrt bis Harburg als Express.
642, 643, 644 - unverändert

Kommentare dazu sind durchaus erwünscht.

Paddy



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.2017 20:48 von PrettyP.
Zitat
PrettyP
602 - wird nach Schenefeld verlängert und fährt ab Schenefelder Platz wie die 3 über Bornheide und Rugenbarg. Im Osten endet die Linie bereits in der HafenCity (dazu unten mehr).

Was meinst Du mit unten mehr? Dass ein Teilbereich der Hafencity dann doppelt bedient werden würde (602 und 640)? Ansonsten finde ich zur 602 unten nichts mehr.

Zitat
PrettyP
603 - wird wie bei 2-Zonen-Karte bis zum Wildacker zurückgenommen. Die Bedienung von Schnelsen übernimmt die neue Linie
613 - beginnt am Schenefelder Platz und fährt über Fahrenort und Elbgaustraße zum Eidelstedter Platz, wodurch die Stichfahrt auf der 603 entfallen kann. Ab dort gerade bis zur Spanischen Furt und weiter wie bisher die 603 zum Grothwisch

Nehmen wir nachts eine Fahrzeit von 2 Minuten von Mühlenauweg nach Eidelstedter Platz und nochmal 2 Minuten von dort bis zum Wiebischenkamp an. Das würde eine Fahrtzeitreduzierung um 8 Min im Vergleich zum jetzigen Zustand stadtauswärts bringen, dazu aber auch einen Umsteigezwang.

Ich würde die Linienäste bei deinem Konzept tauschen, die 603 nach Schnelsen, die 613 zum Wildacker. Ich denke, dann müssten weniger Fahrgäste aus der Innenstadt umsteigen. Die 613 müsste zur Min 24 am Schenefelder Platz abfahren, damit sie wie die 603 ohne die Elbgaustraße-Stichfahrt zur Min 36 am Eindelstedter Platz wäre. Die 602 müsste dann aus Schnenefeld Mitte schon eine Minute eher ankommen als bisher vom Innenbusch, damit der Anschluss stimmen würde. Rückfahrt passt an beiden Punkten anschlussmäßig. (Quelle: Fahrzeiten der Linie 21 im Wochenendnachtbetrieb). Die 613 könnte schon Immenbusch beginnen, dann könnte die 602 weiterhin die Luruper Hauptstraße abdecken. Diese Linie könnte südlich ab Immenbusch auch über Grubenstieg und Rugenfeld und dann gerade durch bis zur Osdorfer Landstraße führen. Die Fahrzeit würde genau passen, um an der Hst. Isfeldstraße einen Anschluß an die 601 zu erhalten, wenn man bei dieser die Linienführung über die Bahrenfelder Trabrennbahn beibehält. Dann könnte die 601 tatsächlich den direkten Weg Richtung Sülldorf nehmen (wie am Wochenende die 621, spart 11 Minuten Fahrzeit für die Wedeler Fahrgäste) und die 613 könnte auf einen Linienweg nach Sieversstücken die Haltestellen auf dem jetzigen Linienweg der 601 abdecken.

Die Linienbezeichnung 613 kannst Du übrigens nicht nehmen, da hat schon eine Wochenendnachtlinie ihr Patent drauf. :-)


Zitat
PrettyP
607 - wird ebenfalls wie bei 2-Zonen-Karte ab Hebebrandstraße über Steilshoop und Bramfeld verschwenkt. Die Volksdorfer Schleife bleibt hier jedoch bestehen.
617 - hier finde ich den Vorschlag von 2-Zonen-Karte gut, in Tonndorf zu starten. Der Weg nach Farmsen erfolgt hier aber direkter, über Sonnenweg, Pulverhofsweg und Berner Heerweg. Da die 607 ihre Schleife über Volksdorf behält, fährt die 617 von Berne wie bisher über Meiendorf zur Greifenberger Straße und dann auf direktem Weg zurück nach Berne. Dadurch wird der Bereich Bekassinenau nicht vom Nachtbusnetz abgeschnitten.

Nö. Dafür würden dann die Fahrgäste in der Berner Chaussee um ihren Nachtbus beraubt. Oder sollte die 607 einen Umweg über Karlshöhe oder gar über U Berne machen, um dann im Bereich Rolfinckstraße wieder auf den von Dir vorgesehenen Weg zu kommen?

Und von Bewohnern im Bereich der Steilshooper Straße würde ich für diesen Vorschlag auch nicht allzu viel Aplaus erwarten.

608 - unverändert
618 - unverändert
609 - bleibt trotz langer Fahrzeiten unverändert. Nach Bergedorf wird allerdings eine Expresslinie 620 eingerichtet (s.u.).
619 - unverändert
629 - wird in 620 umnummeriert und beginnt künftig am RAM. Von dort zunächst über Amsinckstraße und Rothenburgsort nach Tiefstack, weiter als Express nach Moorfleet und über die A25 nach Allermöhe, wo sie auf einem veränderten Linienweg weiterhin die Siedlungen bedient. Abschließend über Nettelnburger Straße und Randersweide nach Bergedorf. Dies bewirkt für Allermöhe und tw. auch Bergedorf eine deutlich kürzere Fahrzeit, als mit der 607 über Billstedt.
640 - fährt anstatt über Mönckeberg- und Amsinckstraße nun über Domstraße, Osakaallee und Baakenallee durch die östliche HafenCity. An der Zweibrückenstraße wird der bisherige Linienweg wieder erreicht.
641 - wird zum RAM verlängert und verkehrt bis Harburg als Express.
642, 643, 644 - unverändert

Kommentare dazu sind durchaus erwünscht.[/quote]

600 wird nicht erwähnt. Die würde im PrettyP-Konzept wohl ebenfalls unverändert bleiben?

Bin ich der Einzige, der die teilweise langen Umsteigezeiten am Rathausmarkt für veränderungswürdig hält?



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.2017 02:33 von Wolf Tiefenseegang.
Bezieht sich Dein Vorschlag nur auf die Linienführungen oder auch auf die Takte?

Da ein 15min. Takt in der Woche ein wenig überdimensioniert wäre, dachte ich an einen 30- oder meinetwegen 20-min.Takt, zusätzliche Expresslinien sind für die Bürger weiter draußen Sinnvoll, vielleicht könnte man einige Linien wie zB den 617 ab Barmbek ohne Halt zum Hbf fahren lassen.

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Zitat
PrettyP
Ich habe mich mal ein wenig näher mit den vorgeschlagenen Änderungen befasst und finde sie grundsätzlich nicht schlecht.
[...]
602 - wird nach Schenefeld verlängert und fährt ab Schenefelder Platz wie die 3 über Bornheide und Rugenbarg. Im Osten endet die Linie bereits in der HafenCity (dazu unten mehr).
[...]
Kommentare dazu sind durchaus erwünscht.

Wenn man den 602er ab McD-Lurup zuerst über den Born führt, hängt man fast das komplette Lurup vom Nachtverkehr ab.
Es ist ja nicht nur so, daß zum einen der Born bedient werden sollte, aber auch östlich der Luruper Hauptstraße stehen reichlich Wohnungen (besonders westlich der Bahnstrecke von Elbgaustraße bis zur Grenze nach Schenefeld und Halstenbek).
Schenefeld wünscht sich zwar einen Nachtbusanschluß, will dafür aber keinen Cent dazubezahlen. Aufgrund der prognostizierten Fahrgastzahlen dürfte dafür allerdings ein Großraumtaxi ausreichen, welches gegen einen Zuschlag auch Haustürservice bieten könnte.

Auch wenn ich es nicht mitzitiert habe:
Der 603er sollte im Anschluß an die Stichfahrt zum Bahnhof Elbgaustraße nach Lurup, Neißestraße weitergeführt werden, um die dort vorhandenen etwa 4.000 Wohnungen (das ist etwa die gleiche Menge, die auch im Born vorhanden ist) anzuschließen.
Den Nordteil der Linie 603 ab Eidelstedter Platz kann die derzeitige Wochenendlinie 613 als Schleifenfahrt beispielsweise Holsteiner Chaussee hoch, mit Schlenker über Spanische Furt zur Wählingsallee und zurück Halstenbeker Straße durch zur Pinneberger Chaussee (eventuell über Halstenbek-Krupunder, dann zurück Lohkampstraße) übernehmen. Zur genauen Führung der Schleife in Schnelsen kann ich nicht viel sagen, da ich mich dort nur wenig auskenne.

Gruß Ingo
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Zitat
PrettyP
602 - wird nach Schenefeld verlängert und fährt ab Schenefelder Platz wie die 3 über Bornheide und Rugenbarg. Im Osten endet die Linie bereits in der HafenCity (dazu unten mehr).

Was meinst Du mit unten mehr? Dass ein Teilbereich der Hafencity dann doppelt bedient werden würde (602 und 640)? Ansonsten finde ich zur 602 unten nichts mehr.

Die 602 soll über Großer Grasbrook und Am Sandtorpark wenden, die 640 fährt über Shanghaialle (nicht wie oben irrtümlich geschrieben Osakaallee). Die einzigen Haltestellen, die doppelt bedient würden, wären diejenigen zwischen RAM und Bei St. Annen.

Zitat
Wolf Tiefenseegang
[...]
Nehmen wir nachts eine Fahrzeit von 2 Minuten von Mühlenauweg nach Eidelstedter Platz und nochmal 2 Minuten von dort bis zum Wiebischenkamp an. Das würde eine Fahrtzeitreduzierung um 8 Min im Vergleich zum jetzigen Zustand stadtauswärts bringen, dazu aber auch einen Umsteigezwang.

Ich würde die Linienäste bei deinem Konzept tauschen, die 603 nach Schnelsen, die 613 zum Wildacker. Ich denke, dann müssten weniger Fahrgäste aus der Innenstadt umsteigen. Die 613 müsste zur Min 24 am Schenefelder Platz abfahren, damit sie wie die 603 ohne die Elbgaustraße-Stichfahrt zur Min 36 am Eindelstedter Platz wäre. Die 602 müsste dann aus Schnenefeld Mitte schon eine Minute eher ankommen als bisher vom Innenbusch, damit der Anschluss stimmen würde. Rückfahrt passt an beiden Punkten anschlussmäßig. (Quelle: Fahrzeiten der Linie 21 im Wochenendnachtbetrieb). Die 613 könnte schon Immenbusch beginnen, dann könnte die 602 weiterhin die Luruper Hauptstraße abdecken. Diese Linie könnte südlich ab Immenbusch auch über Grubenstieg und Rugenfeld und dann gerade durch bis zur Osdorfer Landstraße führen. Die Fahrzeit würde genau passen, um an der Hst. Isfeldstraße einen Anschluß an die 601 zu erhalten, wenn man bei dieser die Linienführung über die Bahrenfelder Trabrennbahn beibehält. Dann könnte die 601 tatsächlich den direkten Weg Richtung Sülldorf nehmen (wie am Wochenende die 621, spart 11 Minuten Fahrzeit für die Wedeler Fahrgäste) und die 613 könnte auf einen Linienweg nach Sieversstücken die Haltestellen auf dem jetzigen Linienweg der 601 abdecken.

Die Linienbezeichnung 613 kannst Du übrigens nicht nehmen, da hat schon eine Wochenendnachtlinie ihr Patent drauf. :-)

Ich gebe zu, dass ich mit mit Fahrzeiten noch nicht beschäftigt habe. Aber deine Änderungsvorschläge sind gut, die nehme ich gern auf. Und das mit der 613 hatte ich nicht im Kopf, nennen wir die Linie eben 612 :D

@INW: dafür soll ja eben jene Linie 612 Lurup bedienen. Und die von dir vorgeschlagene Schleife in Schnelsen finde ich nicht optimal, der angesprochene Bereich ist mit der 603 bereits in fußläufiger Entfernung abgedeckt und Schnelsen-Nord sollte seinen Anschluss behalten.

Zitat

Zitat
PrettyP
607 - wird ebenfalls wie bei 2-Zonen-Karte ab Hebebrandstraße über Steilshoop und Bramfeld verschwenkt. Die Volksdorfer Schleife bleibt hier jedoch bestehen.
617 - hier finde ich den Vorschlag von 2-Zonen-Karte gut, in Tonndorf zu starten. Der Weg nach Farmsen erfolgt hier aber direkter, über Sonnenweg, Pulverhofsweg und Berner Heerweg. Da die 607 ihre Schleife über Volksdorf behält, fährt die 617 von Berne wie bisher über Meiendorf zur Greifenberger Straße und dann auf direktem Weg zurück nach Berne. Dadurch wird der Bereich Bekassinenau nicht vom Nachtbusnetz abgeschnitten.

Nö. Dafür würden dann die Fahrgäste in der Berner Chaussee um ihren Nachtbus beraubt. Oder sollte die 607 einen Umweg über Karlshöhe oder gar über U Berne machen, um dann im Bereich Rolfinckstraße wieder auf den von Dir vorgesehenen Weg zu kommen?

Und von Bewohnern im Bereich der Steilshooper Straße würde ich für diesen Vorschlag auch nicht allzu viel Aplaus erwarten.

Da hast du Recht, das ist auch ein Problem, das ich noch sehe. Evtl. könnte die 607 direkt über Bramfelder Straße fahren und die 617 übernimmt die Fuhle und Steilshoop. Dann gäbe es auf einem kurzen Abschnitt aber eine Doppelbedienung.

Zitat

600 wird nicht erwähnt. Die würde im PrettyP-Konzept wohl ebenfalls unverändert bleiben?

Ja, bleibt unverändert. Hatte ich blöderweise oben vergessen.

Paddy
Mir fehlt immer noch die bessere Anbindung des ländlichen Gebiets Bergedorf. Denn das AST ist keine Alternative und fährt gegen 1 Uhr das letzte Mal von So-Do.

Mfg

Sascha Behn
Könnte man ein ASTaxi bzw ASBus System nicht einfach für alle Buslinien außerhalb des Ring 2 im Anschluss an den Nachtbus einrichten, besser ginge es wohl nicht, außerdem könnten die Schleifeinfahrten der Nachtbusse entfallen und diese dadurch beschleunigt werden. Ganz nebenbei wird das Taxengewerbe noch unterstützt;-)

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Zitat
STZFa
Könnte man ein ASTaxi bzw ASBus-System nicht einfach für alle Buslinien außerhalb des Ring 2 im Anschluss an den Nachtbus einrichten, besser ginge es wohl nicht, außerdem könnten die Schleifeinfahrten der Nachtbusse entfallen und diese dadurch beschleunigt werden. Ganz nebenbei wird das Taxengewerbe noch unterstützt;-)

Das ist eine interessante Idee. "Lohnen" würde sich das aber wohl nur, wenn auf einer Strecke im Schnitt weniger als 1 Fahrgast mitfährt, so dass das Taxi oder der Bus in den meisten Nächten nicht benötigt würde. Sonst hätte man ja kaum Einsparungen gegenüber einem Liniendienst (das teuerste ist ja angeblich der Fahrer).
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