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Bus biegt falsch ab
geschrieben von KHH 
KHH
Bus biegt falsch ab
27.06.2017 17:17
Man erlebt ja immer mal was neues. Einige Male ist es mir passiert, dass Busse ohne Ankündigung wegen gesperrter Strecken von der Strecke abgebogen sind, schon dies setzt für mein Verständnis zwingend eine vorherige Ankündigung voraus. (Bei dem letzten Vorkommnis dieser Art sagte der Fahrer was von Umleitung, als er den Linienweg wieder erreicht hatte ... gut dass ich an keiner der beiden ausgelassenen Haltestellen aussteigen wollte.)

Heute war ich im 271er Richtung Friedrichsberg, und der Bus bog nach der Haltestelle Straßburger Platz nicht links ab in die Dithmarscher Straße, sondern fuhr wie der 171er weiter in Richtung Dehnhaide. Von anderen Fahrgästen auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht, fuhr er dann weit nach Verlassen des Linienwegs (auf halber Höhe zwischen S-Bahn und Dehnhaide) rechts rein und wendete, und fuhr dann zurück, aber auch das nicht auf kürzestem Wege über Krausestraße, sondern wieder über die Dithmarscher Straße. Der Fahrer sagte auf meine Beschwerde, dass er einen Umweg führe, er könne dort nicht wenden. (Das mag sein, ist mir aber völlig egal, dann soll er eben woanders wenden, von mir aus in Wandsbek, um meine Verspätung nicht noch weiter zu erhöhen.)

Durch diese Aktion habe ich natürlich die S-Bahn in Friedrichsberg verpasst. Und das umwegige Zurückfahren hat mich wohl noch mehr Zeit gekostet, als wenn er einfach bis Dehnhaide weitergefahren wäre, wo ich die U-Bahn hätte nehmen können. Da diese Aktion allein durch die Hochbahn verursacht wurde, habe ich die Beschwerdestelle angerufen, um mein Fahrgeld zurückzufordern. Der Gesprächspartner war aber der Meinung, falsches Abbiegen wäre wie Stau oder Unfall, das müsse man einfach hinnehmen, er würde allenfalls um Entschuldigung bitten. Die Hochbahn (oder ihre Beschwerdeabwehrstelle) findet offenbar, die dürfen jede Fehlleistung bieten, wenn die Verspätung unter 20 Minuten liegt. (Als ich neulich einmal in eine Streckenunterbrechung geraten bin, habe ich einen Euro bekommen ..., wenn die Hochbahn selber Scheiße baut, gibt es nichts. Was für eine Logik.)

Wofür ist eigentlich die Beschwerdestelle da? Ich hab da im Laufe der Jahre ein paar mal angerufen, und habe da nie etwas erreicht. Bei wochenlangen Verspätungen und massenhaft verpatzten Anschlüssen wegen eines falsch geplanten Baustellenverkehrs bei der U-Bahn war man nicht zu irgendeiner Form von Abhilfe bereit, nicht einmal dazu, zu erkennen dass man ein Problem hat. (Schlimmer noch: als man später mal wieder dieselbe Streckensperrung hatte, hat man eine noch viel schlimmere Sache gemacht, die zu noch mehr sinnloser Wartezeit und verpatzten Anschlüssen geführt hat ...)

Wenn das so ist, ist diese Beschwerdestelle komplett sinnlos. Dann kann man sie auflösen. (Oder bei wem kann man sich über die Beschwerdestelle beschweren?)
Re: Bus biegt falsch ab
27.06.2017 17:34
Du solltest mal die Kirche im Dorf lassen, auch Busfahrer können fehler machen.Die S Bahn fährt in der HVZ alle 5Min.
Dann kommst du eben 5 Min später auf deine Couch.
DU HAST BESTIMMT SCHON AUCH FEHLER GEMACHT (ARBEIT,SCHULE USW)
Zitat
KHH
[...]
Der Fahrer sagte auf meine Beschwerde, dass er einen Umweg führe, er könne dort nicht wenden. (Das mag sein, ist mir aber völlig egal, dann soll er eben woanders wenden, von mir aus in Wandsbek, um meine Verspätung nicht noch weiter zu erhöhen.)
[...]

Das Fahrpersonal hat für eine sichere Fahrt zu sorgen. Und wenn der Fahrer es nicht für vertretbar hält dort zu wenden, dann ist das so.
Und warum sollte der Fahrer noch weiter bis Wandsbek fahren? Dann können wir ja gleich alle Fahr- und Dienstpläne über Bord werfen...

Gruß Cedric

ICE nach Hamburg-Friedhof-Diebsteich über Hamburg Hbf.
KHH
Re: Bus biegt falsch ab
27.06.2017 18:53
Zitat
cedric30003
Zitat
KHH
[...]
Der Fahrer sagte auf meine Beschwerde, dass er einen Umweg führe, er könne dort nicht wenden. (Das mag sein, ist mir aber völlig egal, dann soll er eben woanders wenden, von mir aus in Wandsbek, um meine Verspätung nicht noch weiter zu erhöhen.)
[...]

Das Fahrpersonal hat für eine sichere Fahrt zu sorgen. Und wenn der Fahrer es nicht für vertretbar hält dort zu wenden, dann ist das so.
Und warum sollte der Fahrer noch weiter bis Wandsbek fahren? Dann können wir ja gleich alle Fahr- und Dienstpläne über Bord werfen...

Und welchen Stellenwert hat Kundenorientierung für dich?
Wenn es ein Versehen des Fahrers war ist es schon entschuldbar. Oder wenn der Bus wegen eines Unfalls auf der Linie eine andere Route fahren muss.
Anders sieht es aber aus, wenn die Umleitung wegen einer Baustelle gefahren wird, die für die Fahrgäste nicht angekündigt gewesen ist. Das habe ich schon öfters im nördlichen Bramfeld (Linien 173 und 277) miterlebt. Leider hat der Busfahrer es dann auch meist unterlassen kurz vorm Verlassen der Linienstrecke nochmal übers Bordmikro darauf hinzuweisen. Ich musste da zum Glück erst an der Endstation raus, aber es waren meist 2-3 Haltestellen die garnicht oder etwas entfernt ersatzweise angefahren wurden und die Fahrgäste erst beim Verlassen des Linienweges vond er Umleitung erfuhren.

mfg fox

---
"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Hui,
da kann ich ja von Glück reden, dass Du bei meinen bisherigen Irrfahrten mit dem Bus nie an Bord warst.
Insbesondere am Anfang des Bufahrerdaseins kann so ein unmenschlich menschliches Fehlverhalten durchaus vorkommen. Oder wenn ich auf einer Linie einspringe, welche ich zuvor höchstens mit dem Finger auf dem Stadtplan abgefahren bin...
Aber was springe ich da auch ein, wenn ich gar nicht Streckenkundig bin?! Vielleicht, weil ansonsten aufgrund eines Unfalls oder technischen Defekts gar kein Bus gefahren wäre..Könnte man als Kundenorientierten Gedanken bezeichnen, aber die wurden mir ja bereits deinerseits abgesprochen.
Und wenn ich nach meinem erkannten Fehler wende und die ausgelassenen Haltestellen nachträglich bediene, damit Oma Getrud nach Hause kommt, und damit weitere Verspätung verursache, ist das dann kundenorientiert oder das Gegenteil davon, weil der Herr neben Gertrud gefälligst pünktlich zu seinem Ziel gebracht werden muss?
Das Problem an der Sache ist häufig, dass man, obwohl verschiedene Individuen im Bus mit unterschiedlichen Anspruchsdenken vorhanden sind, bist du als Kutscher doch irgendwie immer in der Zwickmühle, da individuelle Bedürfnisse halt nicht zu verallgemeinern sind.
Um diesen gerecht zu werden, gibt es den Individualverkehr, den ich jedem, der mit dem Öffentlichen Personen(nah)Verkehr unzufrieden ist, wärmstens empfehle. Hier kann jeder einzelne für sich "Das Richtige" tun und vor allem nicht falsch abbiegen.
KHH, also ich wuerde mal annahemen dass der fuer den Fahrer zustaendige Manager die Beschwerde schon sieht. Konsequenzen koennen dann von nichts ueber ein Wort mit dem Fahrer ('pass bitte in Zukunft etwas besser auf') bis zu ernsteren sein (wenn es schon vorher ziemliche Probleme gab und der Vorfall der sprichwoertliche Tropfen der das Fass zum ueberlaufen bringt ist - was natuerlich sehr unwahrscheinlich ist). In jeden Fall wirst du davon aber nichts hoeren, denn gegenueber dir ist ja die Hochbahn verantwortlich, nicht einzelne Fahrer.

Ueber die Beschwerdestelle beschwert man sich beim Vorstand, oder (da die Hochbahn ein oeffentliches Unternehmen ist) bei deinem Buergerschaftsabgeordneten. So wie du das beschreibst glaube ich allerdings nicht dass du da irgendwelche Abhilfe bekommst, hoechstens einen freundlichen Brief mit Entschuldigung und Plattitueden.
Zitat
KHH
Zitat
cedric30003
Das Fahrpersonal hat für eine sichere Fahrt zu sorgen. Und wenn der Fahrer es nicht für vertretbar hält dort zu wenden, dann ist das so.
Und warum sollte der Fahrer noch weiter bis Wandsbek fahren? Dann können wir ja gleich alle Fahr- und Dienstpläne über Bord werfen...

Und welchen Stellenwert hat Kundenorientierung für dich?

Wenn der Bus in die nächste Hauswand kracht oder alle anderen Fahrten auf dem Umlauf zu spät sind, nur damit DU pünktlich ans Ziel kommst, ist das sicherlich nicht kundenorientiert...

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Ich hab ja auch schon oft Anschlüsse verpasst, aber kam dennoch seit JAhren nicht zu spät zur Arbeit oder zu Terminen etc. und zwar deshalb, weil ich grundsätzlich mehr Zeit für meine Fahrten einplane, als ich in der Regel brauche. Dann kann auch mal Stau, Umleitung oder ein Ausfall kommen, ohne das ich gleich in Stress/Zeitdruck gerate. Aber das scheint unter Fahrgästen wohl wirklich nur der ausnahmefall zu sein, eigentlich traurig. Schuld ist dann natürlich immer jemand anderes.
Zitat
Krawattentrucker-HH
Ich hab ja auch schon oft Anschlüsse verpasst, aber kam dennoch seit JAhren nicht zu spät zur Arbeit oder zu Terminen etc. und zwar deshalb, weil ich grundsätzlich mehr Zeit für meine Fahrten einplane, als ich in der Regel brauche. Dann kann auch mal Stau, Umleitung oder ein Ausfall kommen, ohne das ich gleich in Stress/Zeitdruck gerate. Aber das scheint unter Fahrgästen wohl wirklich nur der ausnahmefall zu sein, eigentlich traurig. Schuld ist dann natürlich immer jemand anderes.

Das ist ja auch sehr vernünftig. Nun stehen aber die meisten morgens nicht gerne früh auf. Entweder überwindet man sich oder man macht es eben wie viele und nimmt die spätestmögliche Verbindung.
Re: Bus biegt falsch ab
05.07.2017 16:55
Leute, bleibt mal beim Punkt: Der Fahrer hat einen Fehler gemacht und hat sich danach korrekt verhalten. Ja, die Fahrgäste im Bus hätten sicher weniger Verspätung gehabt, wenn er direkt zur S-Bahn Friedrichsberg gefahren wäre - aber in Konsequenz hätten viele andere Fahrgäste ebenfalls Verspätungen auf sich nehmen müssen, weil der Bus tatsächlich einen weitaus grösseren Umweg hätte fahren müssen, um die nächste Fahrt aufnehmen zu können.

Hier hat der Schreiber des Posts einfach nur an sich selbst gedacht, frei nach dem Motto "nach mir die Sintflut". Kann man machen, ist aber sein persönliches Problem.

Der Busfahrer hat sich schlicht und einfach absolut korrekt und - ja - auch kundenfreundlich verhalten.

Tobias
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