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Bf Büchen - Umbaumaßnahmen
geschrieben von Railjet 
Ich frage mich, wieso es in Büchen nicht möglich war, ein Gebäude (oder meinetwegen Container) von der Größe und Raumaufteilung ähnlich wie in Heide zu realisieren. Auf den Fotos im nah.sh-Streckenblog erkenne ich einen "neutralen" Vorraum mit Sitzgelegenheiten und getrennten Räumlichkeiten für Reisezentrum und DB ServiceStore. Ist in Büchen denn soviel weniger los als in Heide? Durch die oft knappen Anschlüsse und häufigen Verspätungen beim Hanseexpress "stranden" aber oft viele Umsteiger für 1-2 Stunden in Büchen, dieses Problem sollte bei allen Verantwortlichen hinlänglich bekannt sein. Es sollte im Zuge der erfolgten Bahnhofsrenovierung wenigstens die Aufenthaltsqualität in allen Belangen optimiert werden, solange keine Fahrplan- bzw. Umlauferweiterungen durch den federführenden MVP-Aufgabenträger zu erwarten sind. Zumal im fußläufigen Bahnhofsumfeld von Büchen weitestgehend tote Hose herrscht. Der jetzige Zustand ist jedenfalls ein lächerlicher, knauseriger Kompromiss, der geradezu beschämend ist. Da können auch keine noch geplanten & sicherlich hübschen Blumenbeete von ablenken...
Den jetzigen Zustand von Büchen kann ich mir letztlich nur aus netztechnischer Sicht erklären:
Es sollte halt alles möglich gemacht werden, dass die Fernverkehrszüge so ungehindert wie möglich durchfahren können.
Das hat man sicher auch sehr gut realisiert.

Allerdings hat man schlichtweg verpasst, den dort umsteigenden und wartenden Fahrgast wenigstens etwas Komfort zu schaffen und die Gleisteile OST und WEST besser zu verbinden. Dafür hätten auch weitere Gleise verlegt werden müssen, was aber wieder anderweitig hätte finanziert werden müssen, weil es erstmal nicht den Fernverkehr betrifft.

Das Beispiel Heide zeigt, wie man Umsteigekomfort und Fernverkehrs(-trassen)interessen deutlich besser miteinander verknüpft, da muss ich dir Recht geben.

Natürlich kann man als Argument auch wieder bringen, dass Büchen mit seiner Ost-/Westausrichtung (Teilung Innerdeutscher Grenzverkehr vor der Wende) einen historischen Nachteil erlitt:
Spätestens 20 Jahre NACH der Wende hätte dieser historische Nachteil aber einfach auch mal beseitigt werden können. Nein, Hauptsache der ICE hat freie Fahrt und gut ist...so mein persönlicher Eindruck, der sicher etwas zu verkürzt ist.

Letztlich müssen sich hier die Leute aus den "oberen" Abteilungen der Verkehrsplanung, also Besteller, Auftraggeber und Verkehrsunternehmen sich zusammensetzen und schauen, wie man aus dieser unvollständigen Sanierung noch eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung schafft. Mal von der schlechten abendlichen Anbindung (nach 20 Uhr) an Büchen mal ganz abgesehen, aber das ist ein anderes Thema.

Zum Glück fährt nach Lauenburg ja immer noch der Schnellbus von Hamburg, den ich seit meinen letzten beiden Begegnungen mit Büchen doch jetzt häufiger vorziehe.
Der Dilettantismus der Bahn ist doch erschreckend, wenn man sich den Container-Bahnhof anschaut.
Ein Wartebereich für 4 Reisende in einem überwiegend verschlossenem Gebäude.
Ein Wetterschutz der dank moderner Dachkonstruktion keinerlei Schutz bietet.

Über die ehemaligen "Asylantencontainer" und den Öffnungszeiten ist ja auch schon berichtet worden...
Aber der Wetterschutz übertrifft diesen Ruhm des modernen Bahnhofs nochmal. Abgesehen davon das die Treppe zu den Gleisen 1 - 141 aufgrund der kurzen Stufen besonders im Winter lebensgefährlich ist. Selbst kleine Regenschauer nässen sofort den gesamten "Wartebereich" inklusive beider Treppen (Gleis 1 und 4) und den offenen Tunnelbereichen. Das bedeutet spätestens im Winter werden die Stufen mit jedem Schneefall zum Glücksfall...

Das einzig positive der neuen Bahnhofsgestaltung bleiben die Aufzüge, solange diese funktionieren...

Das Ziel dieser jahrelangen Mistplanung kann es jedenfalls nicht gewesen sein, eine funktionierende und zufriedenstellende Lösung für Büchen (und besonders der Bahnreisenden) zu finden. Aber vielleicht spricht der Personalmangel ja dafür, das diesbezüglich keinerlei Kompetenz bei der Bahn vorhanden ist....
Jeder Beteiligte/Politker, der an diesem Objekt noch irgendetwas positives findet, macht sich damit lächerlich.
Zitat

Ist in Büchen denn soviel weniger los als in Heide?

Ein bißchen weniger schon, gefühlt. Die LVS hat sicherlich genauere Zählungen.

Zitat

Durch die oft knappen Anschlüsse und häufigen Verspätungen beim Hanseexpress "stranden" aber oft viele Umsteiger für 1-2 Stunden in Büchen, dieses Problem sollte bei allen Verantwortlichen hinlänglich bekannt sein.

Das ist richtig und betrifft auch die Fahrgäste des Fernverkehrs aus HL bzw. LG, denen in Büchen null Komfort geboten wird.

Zitat

Es sollte im Zuge der erfolgten Bahnhofsrenovierung wenigstens die Aufenthaltsqualität in allen Belangen optimiert werden

Es ist eigentlich eher das Gegenteil eingetreten. Der Bahnhof sieht jetzt deutlich schicker aus, aber die Knauserigkeit springt förmlich ins Auge. Im Sommer ist es sicherlich ganz nett in Büchen, alles outdoor und so. Im Winter wird es halt... übel.

Zitat

Zumal im fußläufigen Bahnhofsumfeld von Büchen weitestgehend tote Hose herrscht.

Geht. Der Penny Markt hat bis 22 Uhr geöffnet :)
Moin,
war lange nicht dort, daher frage ich mal: Gibt es das griechische Restaurant direkt gegenüber noch?
Dort sind wir immer eingekehrt wenn wir Wartezeit in Büchen hatten ...

Recht habt ihr, es sieht schick aus (was ich auf den Fotos sehen kann) aber nach Euren Beschreibungen ist es wohl eher nicht so funktionell.

Gruß Jens
Zitat
Jens aus Tornesch
Gibt es das griechische Restaurant direkt gegenüber noch?
Dort sind wir immer eingekehrt wenn wir Wartezeit in Büchen hatten ...

Ja, Ohlrogges Gasthof in der Lauenburger Straße mit deutscher und griechischer Küche gibt es weiterhin, als tragende Säule der örtlichen Gastronomie. Ruhetag sollte Mittwoch sein. Neben dem Getränke- und Speisenangebot besteht auch die Möglichkeit zur Übernachtung.

Ansonsten sollte bei aller berechtigen Kritik am neugestalteten Büchener Bahnhof das gesellschaftliche Problem des Vandalismus nicht in Vergessenheit geraten; ein Ärgernis, das dem möglichen Fahrgastkomfort Grenzen setzt und dessen Lösung mindestens so schwierig wie die der Anschlussverluste ist.


Gruß, Tobias

--
Tobias Becker * tobiasb@bddeeilorwww.talypso.de (auch ohne bddeeilorwww.) * OpenPGP 0xD3EDBD89 **
Zitat
tobiasb
Neben dem Getränke- und Speisenangebot besteht auch die Möglichkeit zur Übernachtung.

Kann man denn die Übernachtungskosten bei Anschlussverlust in Büchen bei der DB geltend machen? ;-)


Zitat
tobiasb
Ansonsten sollte bei aller berechtigen Kritik am neugestalteten Büchener Bahnhof das gesellschaftliche Problem des Vandalismus nicht in Vergessenheit geraten; ein Ärgernis, das dem möglichen Fahrgastkomfort Grenzen setzt und dessen Lösung mindestens so schwierig wie die der Anschlussverluste ist.

Mit den Beleuchtungen im Tunnel werden momentan auch diverse Überwachungskameras in der gesamten Station installiert. Diese werden, wenn ich mich richtig erinnere, von der Stadt Büchen finanziert. Ob die Filmerei auf das Problemklientel abschreckend wirkt, bleibt abzuwarten...

Übrigens hatte heute der Bäcker bis 18:00h geöffnet. Geht doch, hoffentlich dauerhaft.
Nach der Beleuchtung werden im Tunnel jetzt die Graffiti-Schutzboarde montiert:




Momentan sieht das etwas halbgar aus, wenn drumherum noch die alten Wandkacheln zu sehen sind. Ob das noch geändert wird? Hoffentlich...






Außerdem wurden auf dem Bahnsteig Gl. 40/41 die weißen Sicherheitslinien erneuert. Der Bäcker hat weiterhin bis 18:00h geöffnet.
Ich weiß, das gehört nicht direkt zum Thema. Trotzdem mal eine blöde Frage:

Warum bleiben bei den Zügen Richtung Lübeck von Gleis 41 die Trittstufen eingefahren und in Mölln fahren sie wieder aus? Der Abstand zum Bahnsteig ist auch in Büchen ganz schön groß.
Das soll mit der Kruve zusammen hängen was ich mal gehört habe.

Mfg

Sascha Behn
Sorry, falsches Forum.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.08.2013 19:46 von ullistein.
Danke für die Antwort.

Für Menschen mit Rollator ist das ja kaum zu bewältigen. Wie funktioniert das mit Rollstuhlfahrern? In Ratzeburg wäre die Barrierefreiheit ja beinahe an 5cm gescheitert, hier reden wir von deutlich mehr ...
In Büchen kann es passieren, das sich die Trittstufen unter der Bahnsteigkante verklemmen.
Die Trittstufen haben nichts mit der mobilen Rampe zu tun. Die Rampe kann trotzdem benutzt werden.
Wozu sind eigentlich Dächer da - Wetterschutz gleich Null....


Zitat
bahnfahrer2
Wozu sind eigentlich Dächer da - Wetterschutz gleich Null....

Möglicherweise hat die DB ein Gutachten in Auftrag gegeben und danach wird es aufgrund des Klimawandels in wenigen Jahren nicht mehr regnen?

Daher sind die Dächer in erster Linie als Schattenspender zu sehen. In Niebüll wurde das bereits erstmalig umgesetzt. Die neuen Bahnsteigdächer sind erheblich höher als die alten und bieten keinen Schutz vor Regen, wenn ein bisschen Wind weht.
In Büchen hat man am Treppenaufgang des Gleis 4 offenbar auf die Seitenwände verzichtet - mit dem selben Ergebnis.
Wenn die Dächer denn wenigstens Schatten spenden würden ...
Leider funktioniert der Fahrstuhl auf Gleis 1 schon seit 2 Wochen nicht mehr...Barrierefreiheit adè
Und zu mehr Bänken hat es auch immer noch nicht gereicht ...
Zitat
Aus dem Bericht des Büchener Bürgermeisters vom 18.11.2013

Feierliche Eröffnung des modernisierten Bahnhofs Büchen

Am Montag, den 25. November 2013, wird unser Bahnhof nach dem Abschluss der Modernisierungsarbeiten offiziell eröffnet. Nach dem Festakt beginnt um 12.00 Uhr ein Bahnhofsfest für die Bevölkerung mit folgenden Programmpunkten: Auftritt des Chors der Grundschule Büchen und Einladung zum Glühwein, den Sie aus Ihrer persönlichen "Büchen-Glühwein-Tasse" genießen können. Die Bäckerei Von Allwörden schneidet einen zwei Meter langen Stollen frisch an und verkauft das Stück für nur 0,50 €. Der Erlös wird dem Förderverein zur Unterstützung schwersterkrankter und behinderter Kinder e.V. in Büchen gespendet. Der Weihnachtsmann wird zu Gast sein und kleine Geschenke an die Besucher verteilen. Am Glücksrad gibt es viele kleine und große Preise zu gewinnen. Die Deutsche Bahn und die Gemeinde Büchen würden sich freuen, Sie zu dem kleinen Fest auf dem Bahnhof Büchen begrüßen zu können.

Zu finden in den Weiten von [www.amt-buechen.eu] oder im Büchener Anzeiger vom 19.11.2013: [www.gelbesblatt.de] > ePaper Archiv > Büchener Anzeiger > 2013_47_ba.pdf

Dort außerdem enthalten je ein Bericht über die Anbringung der von örtlichen Grundschülern gemalten Plakate im Bahnhofstunnel und zur Wiedererrichtung des Denkmals Büchen — Tor zur Freiheit auf einer Freifläche auf der Bahnhofsinsel.


Gruß, Tobias

--
Tobias Becker * tobiasb@bddeeilorwww.talypso.de (auch ohne bddeeilorwww.) * OpenPGP 0xD3EDBD89 **
Nach gefühlten 30.000 Jahren Umbauzeit ist es wohl auch besser, die Ankündigung zum Einweihungsfest nicht an die all zu große Glocke zu hängen. Trotzdem wünsche ich allen Ehrengästen und Feierwütigen einen guten Appetit beim Stollenessen mit Glühwein!

Das Denkmal "Büchen - Tor zur Freiheit 1955-1959" wurde am Bahnsteig von Gl. 1 aufgestellt, direkt gegenüber den Toiletten & halb umzingelt (bzw. verdeckt) von Hinweisschildern, Anzeigenmast und Fahrplanschaukasten. Mittlerweile ist da sogar noch etwas Grünzeug drumherum gepflanzt worden.

EDIT: Das Resümee durch die rosa-rote Brille betrachtet: [www.deutschebahn.com]





1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.11.2013 10:04 von Railjet.
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