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Hinterlandanbindung Fehmarnbelt
geschrieben von Bahnfreund Schranke 
Das beantwortet immer noch nicht die Frage
Politik muss abwägen zwischen Lärmbelästigung und wirtschaftlichen Ruin für den Ort gegen die Interessen von wenigen Dauerfahrgästen auf ortsnahe Stationen und dem Umweltschutz der mehr Urlauber auf die Bahn verlagern möchte und dafür einen Bahnhof im Ort braucht. Wie so oft fällt die Entscheidung nachvollziehbar gegen die Bahn in Ortsnähe.

Der angegebene Grund ist dass man auf einer Eisenbahntrasse die Durchfahrt eines Güterzuges nicht verhindern kann. Freie Fahrt für freie EVU. Jeder Kurort kann Lkws aussperren aber keine Güterzüge. Die Bahn wird immer mehr zu einem Fremdkörper den eigentlich niemand in seiner Nachbarschaft haben will.
Ach wenn das nur so einfach wäre, jetzige Strecke = finanzieller Ruin.
Zitat
Glinder
Politik muss abwägen zwischen Lärmbelästigung und wirtschaftlichen Ruin für den Ort gegen die Interessen von wenigen Dauerfahrgästen auf ortsnahe Stationen und dem Umweltschutz der mehr Urlauber auf die Bahn verlagern möchte und dafür einen Bahnhof im Ort braucht. Wie so oft fällt die Entscheidung nachvollziehbar gegen die Bahn in Ortsnähe.

Der angegebene Grund ist dass man auf einer Eisenbahntrasse die Durchfahrt eines Güterzuges nicht verhindern kann. Freie Fahrt für freie EVU. Jeder Kurort kann Lkws aussperren aber keine Güterzüge. Die Bahn wird immer mehr zu einem Fremdkörper den eigentlich niemand in seiner Nachbarschaft haben will.

Ja, so ist dein Beitrag verständlich.

Glücklicherweise sind ja alle Lösungen doch irgendwie eisenbahnreundlich. Entweder eine Bäderbummelbahn im Ort (wie bisher) oder aber Zughalte an der neuen Trasse, die nur bis zu 2 km entfernt liegen.

Schlimm wäre eine komplette Umstellung auf Busverkehr (also von den Orten nach Lübeck oder Bad schwartau mit dem Bus). Das wäre dann schlimmer als Güterzuglärm, der ja nur mit einer Wahrscheinlichkeit << 1 auftritt.

Eine sichere Maßnahme gegen Güterzüge, trotz Beibehaltung der jetzigen Strecke, wäre Umstellung auf BOStrab-Betrieb.
Wer an einer Bahnstrecke lebt, muss mit Lärm rechnen, auch damit, dass die Zugfrequenz irgendwann vielleicht mal steigt. Ich wohne hier in Hamburg an einer sechsspurigen Straße, ich muss auch damit leben, dass da irgendwann mal noch mehr Autos unterwegs sind, als jetzt. Das wird spätestens mit den A7-Sperrungen auch passieren. Da kann sich so oft fast ausrasten, wie ich will.
Zitat
PAD
Wer an einer Bahnstrecke lebt, muss mit Lärm rechnen...
Wir reden hier von den Urlaubern, von denen leben
Haffkrug, Scharbeutz und Timmendorfer Strand.
Irgendwie auch Sierksdorf.
Also ich weiß nicht, aber was wäre, wenn man die Bahn elektrifiziert? Dann kann man schonmal nicht von Lärmbelästigung brabbeln, wie wäre es, man baut die Neubaustrecke, packt da die GZs hin und dann halt noch die Personenzüge, die bis Dänemark durchbrettern wollen und lässt die alte Strecke da und elektrifiziert sie vielleicht, sodass die Anwohner noch weniger Probleme haben als jetzt, da man dann auch andere Züge als den LINT oder die 218+DoStos einsetzen kann...

wieso zur Hölle schaffen Leute in der Schweiz es zum Beispiel, noch kleinere Nebenstrecken zu elektrifizieren und wir nicht?!

Mit freundlichen Grüßen: Jan-Christian
Zitat
JaCDesigns1
Also ich weiß nicht, aber was wäre, wenn man die Bahn elektrifiziert?

Ach ja, und wenn man die Bestandstrecke nicht elektrifiziert hat sich das mit den Güterzügen auch erledigt. Die werden ja alle elektrisch fahren.
BO Strab klingt nach toller Idee aber muss man gut begründen weil wird von irgendjemand beklagt bis zum EuGH. Eine nachvollziehbare Begründung wäre eine Stadtbahn Lübeck für die das Land kein Geld hat. Straßenführung in Neustadt sind auch nur Wunschträume. Ist zu teuer und der Nutzen viel zu klein. Man müsste auch neue Fahrzeuge anschaffen und die Bestandsstrecke elektrifizieren und später unterhalten als AKN oder Landesbahn. Das ist teuer und nicht realistisch weil die Marschbahn wäre viel wichtiger mit Draht als eine zusätzliche Regionalstrecke neben einer neuen Hauptstrecke. Die Bäderbahn hat nur eine Chance wenn sie bleibt wie sie ist und das geht wegen dem freien Netzzugang nicht.
Zitat
Fette Beute
Zitat
PAD
Wer an einer Bahnstrecke lebt, muss mit Lärm rechnen...
Wir reden hier von den Urlaubern, von denen leben
Haffkrug, Scharbeutz und Timmendorfer Strand.
Irgendwie auch Sierksdorf.

Was war denn zu der Zeit, wo der Güterbahnhof Puttgarden regelmäßig noch voll war?
Die Festlandstrecke über Flensburg ist ja nun auch gerade mal erst seit etwa 20 Jahren ausgebaut -- vorher lief doch sehr viel Güterverkehr über die Vogelfluglinie. Ich erinnere noch Fährschiffe, die fast ausschließlich Eisenbahnfähren waren (mit 4...6 Gleisen im Bauch) und nur auf einem kleinen Teil des Schiffs "nebenbei" ein paar Lkw mitgenommen haben.

Gruß Ingo
Zitat
JaCDesigns1
wieso zur Hölle schaffen Leute in der Schweiz es zum Beispiel, noch kleinere Nebenstrecken zu elektrifizieren und wir nicht?!

Weil in der Schweiz selbst die kleinste Rangierlok im betriebsfähigen Zustand mit Dachaufbau mehr als 5m hoch ist...
Dort kann man Rangierdieselloks zählen... reicht dafür eine Hand?

Nur für Notfalleinsätze hat die SBB ein paar Großdieselloks -- die zu Bewegungsfahrten dann auch gerne mal in Deutschland unterwegs sind und irgendwelche Ganzzüge heim in die Berge schleppen. Spätestens an der Grenze wird umgespannt.

Außerdem hat man in der Schweiz auch Strom über, während man Erdölprodukte gegen teuer Geld einkaufen muß. Wasserkraftwerke lassen sich in nahezu jedem Bergtal installieren...

Gruß Ingo
Zitat
INW
Zitat
JaCDesigns1
wieso zur Hölle schaffen Leute in der Schweiz es zum Beispiel, noch kleinere Nebenstrecken zu elektrifizieren und wir nicht?!

Weil in der Schweiz selbst die kleinste Rangierlok im betriebsfähigen Zustand mit Dachaufbau mehr als 5m hoch ist...
Dort kann man Rangierdieselloks zählen... reicht dafür eine Hand?


Nur für Notfalleinsätze hat die SBB ein paar Großdieselloks -- die zu Bewegungsfahrten dann auch gerne mal in Deutschland unterwegs sind und irgendwelche Ganzzüge heim in die Berge schleppen. Spätestens an der Grenze wird umgespannt.

Außerdem hat man in der Schweiz auch Strom über, während man Erdölprodukte gegen teuer Geld einkaufen muß. Wasserkraftwerke lassen sich in nahezu jedem Bergtal installieren...

79 Dieselrangierloks allein von Vossloh (Am 843) dürften gegen diese These sprechen...

Aber auch ohne Elektrifizierung sehe ich keinen Grund, nur die Stilllegung der Bäderbahn zum Heraushalten der Güterzüge aus den Ortschaften in Betracht zu ziehen: Mit dem Vorschlag des Beratungsbüros für den Kreis Ostholstein wäre im Bereich Neustadt (Holst.) eine Spitzkehre vorgesehen, da kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Güterzugverkehrsunternehmen noch einen Güterzug darüber schicken dürfte.

___
Gruß,
Flo



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.2014 14:02 von HSV-Sonderzug.
Also, wenn die Stadt Norderstedt der HOCHBAHN untersagen kann ab 20h mit DT3 dort zu fahren, sollte es doch auch die Möglichkeit eines entsprechenden Streckenverbotes für, sagen wir mal, Züge über 100 m länge oder für Züge mit einer Achslast von mehr als 15 Tonnen geben.

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Zitat
STZFa
Also, wenn die Stadt Norderstedt der HOCHBAHN untersagen kann...
Wenn ihr die Strecke gehört, immer.

Kommen die Kamele an die Macht, muß Wasser gespart werden.
Stimmt auch wieder.

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***
Weshalb das Land/die AKN die Altstrecke ja übernehmen sollte...
Erfreulicherweise hat der Kreis Ostholstein die Bedeutung der heutigen Bäderbahn und die Folgen einer Stilllegung erkannt. Daher setzt er sich jetzt mit guten Argumenten für einen Weiterbetrieb des SPNV auf der heutigen Strecke Bad Schwartau - Neustadt ein.

Studie zum Erhalt der Bäderbahn
Diese Endgültigkeit der Formulierung im verlinkten Artikel finde ich unangemessen. So wie ich es verstanden habe, möchte Herr Buchholz die Strecke stilllegen. Ich bin gespannt, ob sein Chef und die Grünen ihm das so einfach durchgehen lassen.

Das Gutachten im Auftrag des Kreises Ostholstein sagt immerhin das Gegenteil. Und dass der Ersatz der Bäderbahn durch eine Neubaustrecke an der Autobahn für viele Pendler und Touristen große Nachteile mit sich zieht, sollte die neue Landesregierung nicht ignorieren. An dieser Stelle autonome Busse als Ersatz ins Spiel zu bringen, ist ein Indiz für enge Beziehungen des aktuellen Ministers zur Auto- bzw. Buslobby. Den Pendlern hilft das gar nicht.

Es ist unverzichtbar, diese "Expertenuntersuchung" offenzulegen. Es ist bekannt, dass in der Rechtfertigung für die neue Bahntrasse in der Nähe der A1 von einer Stillegung der Bäderbahn ausgegangen wird. Möglicherweise ist der Weiterbetrieb der Bäderbahn nur "unwirtschaftlich", weil dann die "Wirtschaftlichkeit" für die Neubaustrecke entfällt?

Dafür spricht, dass ohne den Fehmarnbelttunnel niemand die Absicht hatte, die Bäderbahn stillzulegen.

Es ändert sich doch nichts an der Wirtschaftlichkeit der Strecke, wenn der SPNV von Lübeck bis Neustadt weiter in Stundentakt wie heute fährt und parallel für den Fernverkehr und den Güterverklehr eine neue Strecke gebaut wird. Im Gegenteil: Auf die eine oder andere Kreuzungsmöglichkeit, z. B. Timmendorfer Strand, könnte man dann sogar verzichten. Das dürfte die fehlenden Einnahmen der paar Fernzüge, die heute auf der Strecke verkehren, sogar mehr als kompensieren.
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