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Weiteres Schicksal der 9 Nord / Pirckheimerstraße
geschrieben von Gugelhupf 
man braucht nicht immer von früher und damals reden, zeiten haben sich eben geändert und heute ist das eben so!
Zitat
GT6N
das komische ist aber auch, dass die Tram auf dem Abschnitt Hbf - Rennweg seit 20 Jahren parallel fährt
wurde damals auch so eine Diskussion geführt ?

Kann mich an keine erinnern... ;-)

Das Problem sind eben die Zuschüsse, die man dann zurückzahlen müsste.

Für mich hat aber sowieso die Altstadt-Tram Priorität (die auch in fast jedem Planfall des Nahverkehrsentwicklungsplans gefordert wird), was aber in dieser Stadt leider nichts zu sagen hat.

Gruß
Dirk



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.09.2011 06:56 von dirk1970.
> man braucht nicht immer von früher und damals reden, zeiten haben sich eben geändert und heute ist das
> eben so!

Es passiert doch so schon selten genug, dass man aus der Vergangenheit lernt, und Dinge besser macht, aber wenn man nun auch noch den Gedanken daran, aus der Vergangenheit zu lernen, verbietet - wie soll das enden?

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
> man braucht nicht immer von früher und damals reden, zeiten haben sich eben geändert und heute ist das
> eben so!

Es passiert doch so schon selten genug, dass man aus der Vergangenheit lernt, und Dinge besser macht, aber wenn man nun auch noch den Gedanken daran, aus der Vergangenheit zu lernen, verbietet - wie soll das enden?

prinzipiell hast du da schon recht, nur ist doch die heutige ausgangslage ganz anders: städte und gemeinden haben kein geld mehr, zuschüsse gibt es nur noch unter auflagen (und bald eben vielleicht gar nicht mehr). außerdem waren es gewachsene strukturen mit der linienführung. deshalb muss man das anders bewerten und beurteilen. was früher für heutige verhältnisse einfach klingt, kann so nciht mehr umgesetzt werden
Früher
...baute man die U-Bahn entlang der Hauptverkehrsachsen.
Die U2 in den Nordosten sollte 3 Straßenbahnlinien ersetzen (die Stillegung des "Restnetzes" war ja wohl geplant).

Heute ...
hat man den Bau der U3 schöngerechnet, bis mit der Stillegung der "parallelen Straßenbahnstrecke" ein KNF-Faktor besser als 1 herauskam.
Auch wenn die U3-Nord durch dichtbesiedelte Gebiete führt, gibt es in Richtung Norden und Westen wenig Möglichkeiten eine ähnlich hohe Auslastung zu bekommen, wie die

U1-Süd mit Langwasser (50.000 Ew.)
U1-Fürth (100.000 Ew)
U2- Röthenbach (20.000 Ew.) und viele Buslinien nach Süden und Südwesten
Wenn ich mich recht erinnere, sagt Herr Krug einmal während eines Verkehrsausschusses, dass nach Fertigstellung der U3, der U-Bahn Bau in Nürnberg abgeschlossen sei.
Ich würde sogar meinen, dass bereits heute jede U-Bahn Erweiterung in Nürnberg fragwürdig ist.
Mal abgesehen von der Verlängerung zum Nordwestring über das Klinikum Nord, die mir noch sinnvoll erscheint - gibt es sonst noch irgendwelche potenzialträchtigen Gebiete für die U-Bahn in Nürnberg?

Die Erweiterung der U3 nach Südwesten hängt vom Tiefen Feld und der Realisierung der Bibertbahn ab, sonst käme nach meiner Einschätzung kein KNF von über 1,0 beim Gutachten heraus.
U-Bahn nach Stein löst meiner Ansicht nach das Verkehrsproblem auf der B14 nicht - und deswegen soll sie ja realisiert werden! Man müsste die P&R-Flächen schon auf Höhe des Spitzleitenwegs bauen (Höhe Gewerbegebiet), um die Blechlawinie vor die Tore Steins zu verbannen. Wenn wie geplant die U-Bahn auf Höhe "Stein - Kirche" endet und der ehemalige Möbel Krügel Komplex zur P&R-Fläche wird, dann müssten ja immer noch alle Pendler bis Stein Kirche fahren, um dort über die Deutenbacherstraße zur P&R-Fläche zu gelangen. Da wäre ein S-Bahn Halt auf Höhe Mühlstraße mit P&R-Fläche wesentlich kostengünstiger und effektiver, da die Pendler aus dem Ansbacher & Fürther LK noch vor Stein von der B14 direkt auf die wenig befahrene Eichenstraße, die zum S-Bahn Halt mit P&R-Fläche führen würde, wechseln könnten.
U-Bahn nach Eibach betrachte ich ähnlich wie den Bau der U3 von Maxfeld zum FEP. Im Grunde genommen eine gute Investition, doch sehr teuer, des Weiteren entsteht durch den Wegfall von Bus oder Straßenbahnlinien ein Umsteigezwang und somit verliert der ÖPNV in diesen Gebieten weiter an Attraktivität.
Ein Beispiel dazu: Wenn die Buslinien 61/62 künftig auf Höhe Eibach Mitte enden werden, verlieren die Pendler dieser Linien den direkten Zugang zum Busbahnhof Röthenbach, der dann immernoch von bis zu 8 Buslinien bedient wird. Schüler aus Reichelsdorf und Katzwang, die das Schulzentrum Südwest besuchen, müssten dann zukünftig bis zu 3 Mal umsteigen, um an ihre Schule zu gelangen. Alternativ könnten sie auch von Eibach Mitte die 1,5km lange Strecke laufen.
Ich könnte noch so einiges aufzählen...
Aber was hat das dann noch alles mit der Linie 9 Nord und der Pirckheimer zu tun?
Eigentlich nichts, nur dass man vllt aus der momentan Situation "Linie 9 Nord" lernen sollte, dass
a) eine U-Bahn nicht immer einen Verbesserung des ÖPNV mit sich bringt
b) das man nicht nur auf den KNF schauen sollte, sondern auch mal überprüfen sollte, was ein Wegfall von Bus oder Straßenbahnlinien beim Bau der U-Bahn bewirkt (Umsteigezwänge, Erschließung).

Es kann ja nicht sein, dass ein Gutachter einen KNF über 1,0 für ein Projekt vergibt und es womöglich sogar noch empfiehlt, wenn - vergleiche Pirckheimer- dann am Ende eigentlich eine Verschlechterung des ÖPNV in diesem Gebiet eintrifft.
Hat man damals nur nach dem KNF entschieden?
Und wieso haben die Pirckheimer eigentlich nicht schon viel früher dagegen demonstriert?
Es ist ja nicht so, dass der Bau der U3 eine Nacht&Nebel Aktion war...

Ich bin gespannt, was der Verkehrsausschuss am 15.09 so zu Tage fördern wird und drücke die Daumen, dass Planfall D1 realisiert wird und die Linie 9 nicht nur über die Altstadtstrecke wieder die attraktive Südost/Nordwest-Verbindung herstellt, sondern auch als Hochschullinie EWF/GSO und den Campus Süd (ab Wegfeld Linie 30) verbindet und so Studenten eine attraktive Verbindung bietet.
Davon könnten dann auch die Pirckheimer profitieren. Denn wenn die Linie 9 über GSO und Altstadt fährt, ersetzt sie die Linie 36 Nord. Linie 34 könnte von FEP über Hbf nach Dürrenhof verlängert werden, um dort als Linie 36 weiter zum Dokuzentrum zu verkehren. Oder geht das nicht wegen dem Parallelverkehr zur U3? Oder wird dann die Linie 36 komplett eingestellt?

Es bleibt zu hoffen, dass der Stadtrat realisiert, dass beim weiteren U-Bahnbau nicht nur weiter Millionen verbuddelt werden und man das Ganze mit einer Straßenbahn wesentlich günstiger hätte haben können, (Warum nicht statt der U-Bahn nach Eibach eine Straba (Verlängerung Linie 4) nach Koppenhof - die Masten für die Fahrleitung stehen ja vom einstigen Elektrobus nach Holzheim noch!) sondern auch die Investitionen, die die Stadt seit 1992 in das Strabanetz investiert hat, auf dem Spiel stehen.

Gruß Xamiro
Nordbayern.de

Vielleicht wird das ja doch noch was mit der Altstadttrasse! :)

Trotzdem bliebe noch zu klären, welchen ÖPNV-Anschluß die Pirckheimer in Zukunft erhalten.
Es wird ja eine Verödung der Pirckheimer - ähnlich der Tafelfeldstraße - befürchtet, sollte die Straba wegfallen.
Was wären Lösungen?
Linie 34 bis Rathenauplatz verlängern?
Eine Straba von Stadtpark nach Thon mit Umsteigemöglichkeit zur U-Bahn bei Rennweg und FEP ?
Und wie wird das Ende vom Lied aussehen?
Weder die Linie durch die Pirckheimer Straße bleibt erhalten, noch wird die Altstadt-Tram gebaut werden. Wundern würde mich das in Nürnberg überhaupt nicht.

Und noch eines: Die SPD ist verkehrspolitisch nicht viel besser als die CSU, zumindest in Nürnberg.

Gruß
Dirk
Zitat
dirk1970
Und noch eines: Die SPD ist verkehrspolitisch nicht viel besser als die CSU, zumindest in Nürnberg.

Nunja die SPD ist zumindest ein wenig besser, wenn nicht sehr viel, aber die SPD kann halt auch nicht einfach so machen wie sie möchte, denke ich.
Ich bin mir sicher das man nicht jeden Tag am Schreibtisch sitzen kann und überlegen, ja was machen wir jetzt mit der und der Straßenbahnstrecke?

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Also, dass die 9er nicht mehr durch die Pirckheimer rollen wird, so wie sie es heute tut, ist denke ich klar.
Es muss nun halt eine Lösung gefunden werden, wie man die Pirckheimer an den ÖPNV anschließt, um eine Verödung der Pirckheimer zu vermeiden.
Michael Osinskis hat ja vorgeschlagen, eine Straba von Thon zum Stadtpark fahren zu lassen, mit Umsteigemöglichkeit zur U-Bahn bei FEP und Rennweg.
Ein Kommentator auf der NN schlug vor, die Straba vom Stadtpark zum Westfriedhof verkehren zu lassen. Die Linie 6 sollte dann nach Thon verkehren, somit entfallen die geplanten Verstärkerfahrten auf der Linie 4, ebenfalls stellt man mit der neuen 6er die alte 4er her und somit eine attraktive Süd-Nord-Verbindung.
Fragt sich, welche Investitionen man in die Pirckheimer stecken müsste, schließlich wurde in einem vorherigen Beitrag dieses Themas darauf hingewiesen, dass das Verkehrsbeeinflussungssystem saniert werden müsste.
Werden die Investitionen getätig, könnte man die Pirckheimer Straba, die zum Westfriedhof verkehrt, mit einer kurzen Streckenneuführung über die Pilotystraße und Meuschelstraße zum FEP führen und somit eine Umsteigemöglichkeit zur U3 anbieten.


Ich denke, dass die Altstadtstraba durchaus realistisch ist.
OB Maly wies ja mehrmals auf die Altstadtstraba hin. Warum Jürgen Fischer anfangs so vehement gegen die Altstadttrasse war, erkläre ich mir damit, dass er die Pirckheimer nicht noch weiter verägern wollte.
Unweit der Pirckheimer für 20 Mio ne neue Straba bauen und etwas weiter nördlich für 180 Mio ne neue U-Bahn, die beide den ÖPNV-Anschluss für die Pirckheimer durch den Wegfall der 9er verschlechtern?
Da musste Fischer zunächst einmal aus taktischen Gründen gegen die Altstadttrasse sein.

Auch in der CSU hat man "klare" Vorstellungen was den Ausbau der Straba bezüglich Altstadt angeht:

Zitat:"Nur eine städtebauliche und verkehrliche Untersuchung kann klären, ob die umsteigefreie Erreichbarkeit der Innenstadt durch eine Ost-West-Stadtbahnquerung der Sebalder Altstadt - gegebenenfalls abschnittsweise im Tunnel - in stadtbildverträglicher Weise möglich ist. "

Auf gut Deutsch: Sollte die Untersuchung zu den Ergebnis kommen, dass die Straba die schöne Altstadt nicht verschandelt, dann darf die Straba gerne gebaut werden.
Das wird wahrscheinlich in der Tunneldiskussion enden. Vielleicht sollte man dann der CSU das Bild der Altstadtstraba aus Sevilla zeigen und sie dabei die Fahrleitung suchen lassen... ;)
Also ich stehe hier auf keiner Seite, ich sehe das neutral.
Aber ich finde es doch sehr bedenklich, dass man noch nie die Leute zu Wort hat kommen lassen, die von der U3-Verlängerung profitieren. Würde mal gerne wissen wie viele das sind.
Zitat
Xamiro
Vielleicht sollte man dann der CSU das Bild der Altstadtstraba aus Sevilla zeigen und sie dabei die Fahrleitung suchen lassen... ;)

Nunja, eine Altstadttram ohne Fahrleitung war ja mal im Gespäch, ich persönlich halte diese Lösung aber als eine der schlechtesten (die sogar einen Platz hinter dem Nichtbau der Altstadttram belegt!) die Nachteile einer solchen Strecke ohne Fahrleitung liegen klar auf der Hand, denn es könnten nur die sechs oder sieben Variobahnen dort fahren die mit dem Ultracap (oder wie das heißt) ausgestattet werden können (außer die haben es schon, weiß ich grad nicht), jedenfalls könnte weder GT6N noch GT8N noch irgendeine historische Bahn (außer Pferdebahn - aber die fährt ja nur bei Jubiläums- oder speziellen Sonderveranstaltungen) den Abschnitt passieren.
Daher wäre eine Altstadttram erst dann sinnvoll wenn man sie auch komplett mit Oberleitung bauen würde!
Die Tunnelvariante wäre zwar eine Alternative, aber ziemlich teuer auf die Dauer gesehen, zudem will man ja jetzt auch den letzten Kriegstunnel (Bayernstr.) nach Möglichkeit so schnell es geht los werden...

Edit:
Zitat
TheMissingOne94
Also ich stehe hier auf keiner Seite, ich sehe das neutral.
Aber ich finde es doch sehr bedenklich, dass man noch nie die Leute zu Wort hat kommen lassen, die von der U3-Verlängerung profitieren. Würde mal gerne wissen wie viele das sind.

Wahrscheinlich nicht sehr viele schätze ich...

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.09.2011 12:32 von Christian0911.
Zitat
TheMissingOne94
Also ich stehe hier auf keiner Seite, ich sehe das neutral.
Aber ich finde es doch sehr bedenklich, dass man noch nie die Leute zu Wort hat kommen lassen, die von der U3-Verlängerung profitieren. Würde mal gerne wissen wie viele das sind.

ganz richtig! das sehe ich auch so.
außerdem habe ich gehört, dass seit der maxfeld-verlängerung die linie 9 ca. 30 % fahrgastrückgang hat.
Und das wird sich sicherlich noch steigern ab Dezember.

Und wie war es denn bei der Automatisierung: am Anfang haben viele gemeckert, waren skeptisch und was ist heute? Noch irgendwo ein Artikel davon zu lesen, wegen irgend ner Panne?
Nein, es hat sich eingespielt. Und so wird es auch bei der Verlängerung der U3 werden.

Mit einer Taktverdichtung in der Stoßzeit auf 4 Minuten, kann man sich ja dann auch nicht mehr beklagen. Zum Vergleich, die Linie 9 fährt im 10 Min Takt.
Bleibt doch bitte mal bei den Fakten:

- Welche Taktverdichtung auf 4 Minuten zu Stoßzeiten bitte und auf welcher Linie?
-> Die Linie 4 wird in der HVZ auf 5 Minuten auf kompletter Strecke verdichtet (falls du das meintest)
-> Auf der U3 weiß ich leider nicht wie da der Fahrplan ab Dez aussehen soll. Wäre vielleicht auch mal ganz interessant zu wissen...

- Verödung der Geschäfte in der Pirckheimerstraße? Hat sich schon mal jemand die Mühe gemacht zu schauen wie es jetzt dort aussieht?
-> Im Bereich zwischen Pilotystr. und Rollnerstr. sind bereits heute einige Geschäfte geschlossen, darunter ein Drogeriemarkt und ne Apotheke, sowie eine Fahrschule. Auf das kurze Stück bereits 3 Geschäfte... die großen Geschäfte sind weiterhin von den Bussen 46 und 47 erschlossen und der rest an der Pirckheimer wird von den Kunden weiter besucht die jetzt dann eben von der U-Bahn nach Hause laufen.

- Weiterer Weg für die Fahrgäste zur U-Bahn als jetzt zur Straßenbahn?
-> Schaut euch mal auf Google Earth an wie viele Leute jetzt aus dem Norden zur Straßenbahn laufen müssen (und wie weit) für einen 10 Min Takt. Und dann schaut mal wie viele Leute ab Dezember jetzt dann weniger zu laufen haben bzw. wie "wenig" jetzt dann weiter zu laufen haben für aber fast immer den doppelten Takt...

Für eine Straßenbahn durch die Pirckheimer Straße ist es vorerst zu spät. Da müsste schon jemand die Fördergelder zurückzahlen die da verbaut wurden. Sonst gibt es erstmal keine Straßenbahn mehr dort oben.

Irgendwelche Ideen für Straßenbahnlinien wie Westfriedhof - Stadtpark usw. sind alles nur Hirngespinste die nie realisiert werden. Im höchsten Fall würde ich einer Linie Plärrer - Pirckheimer Straße - Rathenauplatz - Erlenstegen Chancen anrechnen. Aber auch diese erst wenn der Bund keine Zuschüsse mehr zurückfordern kann. Dann wären aber auch hohe Investitionen in die Strecke erforderlich und ob bis dahin überhaupt noch einer nach einer Straßenbahn durch die Pirckheimer Straße schreit ist wohl eher fraglich...
Die Taktverdichtung findet auf der U3 statt, ich weiß nicht mehr genau ob 3 1/4 oder 3 3/4 Minuten am Nachmittag bis abends 18-19h...
Jedenfalls ergibt sich dadurch mit der U2 auf der Stammstrecke der 100s Takt.

Wegen den Geschäften, die dann drohen leer zu stehen:
Ich versteh das schon, aber dann kann man genau wie in Fürth agumentieren, dass die U-Bahn die Kundschaft aus Fürth entzieht und gradwegs ins Nürnberger Zentrum zieht.
Allerdings sollte man die Schuld nicht in erster Linie dort suchen!
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass man aus der Linie 9 aussteigt, um in ein Lotto-Geschäft oder irgendwo anders hin zu gehen, um kurz was zu kaufen und dann wieder auf die Tram wartet.
Die Geschäfte, die ihre Stammkundschaft haben, werden diese auch weiter haben.
Es kann außerdem nicht daran gelegen sein, das oberste Ziel zu haben, die Geschäfte in der Pirkheimer zu erhalten, sondern, wie man möglichst viele Menschen von A nach B transportieren kann, zur Arbeit, zur Freizeit. Und da gab es Berechnungen und Analysen und letztendlich auch Entscheidungen!
Also wenn von 30% Fahrgastrückgang die Rede ist dürfte das sich darauf beziehen, das nun auf der 9er keiner mehr zurückgelassen werden muss, wie früher im Schülerverkehr (mein einstiger Schulweg war Rennweg - Juvenellstr. und da kam das beinahe regelmäßig vor) und einer der umsteigestärksten Punkte war jeweils Maxfeldstraße, und das da jetzt viele Schüler die U-Bahn nutzen ist klar. Heißt aber nicht, das die 9er leer durch die Gegend gondelt.

> Und wie war es denn bei der Automatisierung: am Anfang haben viele gemeckert, waren skeptisch und was
> ist heute? Noch irgendwo ein Artikel davon zu lesen, wegen irgend ner Panne?

Nö, heute wird das nicht mehr so thematisiert, heißt aber nicht, das immer alles glatt geht. Natürlich meistens geht es inzwischen glatt, das muss selbst ich zugeben. Damals hat man der U-Bahn halt besonders auf die Finger geschaut. Abgesehen, davon, würde man aber heute alles, wenn es bei der U-Bahn mal nicht so glatt läuft, ins Forum schreiben, da wäre der, der es schreibt, ganz schnell der Böse, und wer will schon freiwillig dauerhaft bei allen verhasst sein? Vergleichbar wurde ja das Thema S-Bahn-Störungen abgewürgt, ab einem gewissen Punkt, will die Allgemeinheit zu einem bestimmten Punkt einfach nichts mehr hören.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Christian0911
Zitat
TheMissingOne94
Also ich stehe hier auf keiner Seite, ich sehe das neutral.
Aber ich finde es doch sehr bedenklich, dass man noch nie die Leute zu Wort hat kommen lassen, die von der U3-Verlängerung profitieren. Würde mal gerne wissen wie viele das sind.

Wahrscheinlich nicht sehr viele schätze ich...

Das sehe ich etwas anders... Die Nordstadt geht ja nicht nördlich der Pirckheimer Straße in Ödland über, sondern ist bis zum Nordring noch größten Teils verdichtetes Stadtgebiet. Und dieses wird eben durch die U3 im Endeffekt besser angeschlossen, wenn auch natürlich mit geringerer Haltestellendichte. Es ist aber wohl davon auszugehen, dass auch dort die vielmals beschworenen älteren Menschen wohnen, die nicht gerne zu Fuß lange Wege zu den öffentlichen zurücklegen. Wie viele von denen im Einzelnen nun einen kürzeren Weg zur U-Bahn haben als früher (und heute noch) zur Straßenbahn ist natürlich spekulativ; aber es ist davon auszugehen, dass es insgesamt mindestens soviele Menschen gibt, die von einer U3 profitieren, wie es Tram 9-Profiteure gibt. Ich sehe das Problem insgesamt weniger in der Pirckheimer Straße direkt, sondern viel mehr darin, dass man eben nicht nur von dort, sondern besonders auch von den südlich gelegenen Gebieten, die heute von der 9 erschlossen werden, nicht mehr umsteigefrei nach Thon kommt. Es ist eben schon ein Unterschied, ob ich von der Wodanstraße direkt nach Thon fahren kann, oder aber erst am Hbf in die U3 und dann am Friedrich-Ebert-Platz in die 4 umsteigen muss - zumal in Thon für die meisten nochmaliges Umsteigen ansteht. Dieses zweimalige Umsteigen wird meiner Meinung nach auch nicht durch die schnellere Fahrzeit der U-Bahn wirklich aufgehoben, obwohl mich (die letzten Male besonders) das Gegurke der Tram zwischen Rathenauplatz und Friedrich-Ebert-Platz zugegebenermaßen auch angefangen hat zu nerven - und das, obwohl ich ein absoluter Befürworter der Straßaboh bin und eine vernünftig ausgebaute Tram jederzeit der U-Bahn vorziehen würde...

Zitat
Daniel Vielberth
Nö, heute wird das nicht mehr so thematisiert, heißt aber nicht, das immer alles glatt geht. Natürlich meistens geht es inzwischen glatt, das muss selbst ich zugeben. Damals hat man der U-Bahn halt besonders auf die Finger geschaut. Abgesehen, davon, würde man aber heute alles, wenn es bei der U-Bahn mal nicht so glatt läuft, ins Forum schreiben, da wäre der, der es schreibt, ganz schnell der Böse, und wer will schon freiwillig dauerhaft bei allen verhasst sein? Vergleichbar wurde ja das Thema S-Bahn-Störungen abgewürgt, ab einem gewissen Punkt, will die Allgemeinheit zu einem bestimmten Punkt einfach nichts mehr hören.

Natürlich läuft bei der Automaten-U-Bahn nicht alles glatt. Aber das tut es auch bei der U1 meines Erachtens nach nicht. Insgesamt bin ich von der automatisierten U2/U3 sehr positiv überrascht - mal abgesehen von dem unsäglichen Kurzzugbetrieb, bei dem die Züge in nahezu jedem Bahnhof absolut bescheuert halten und man oft genug über den ganzen Bahnsteig rennen muss. Das mag zu bestimmten Tagesrandzeiten durchaus sinnvoll sein, vor allem auf dem U3-Stummelchen, das wir im Moment haben, aber insgesamt halte ich das nach wie vor für einen Schuss in den Ofen.
Und noch kurz zum Thema S-Bahn-Chaos: Der Thread wurde nicht deshalb geschlossen, weil keiner mehr etwas davon hören wollte (wobei es auch einigen dort so ging), sondern weil einfach jeder Furz, der mit S-Bahn zu tun hatte, darin gepostet wurde. Inklusive der Fragen nach dem S-Bahn-Ausbau, für die es eigentlich einen eigenen Thread gab (und noch gibt). Außerdem, da muss ich den Befürwortern einer Schließung auch recht geben, ist es mittlerweile kein Chaos mehr, das bei unserer (teilweise Pseudo-)S-Bahn herrscht, da es im Großen und Ganzen den Umständen entsprechend einigermaßen läuft. In den ersten Betriebswochen war Chaos wirklich der angebrachte Begriff, inzwischen kann man von Problemen oder Störungen reden, aber nicht mehr so polemisch von "Chaos". Wenn man nun für die verschiedensten Bereiche, die in diesem Riesen-Sammelthread angesprochen wurden, jeweils eigene, spezielle Threads zum Weiterdiskutieren aufmachen würde (und sich auch daran halten würde), dann hätte vermutlich niemand ein Problem damit. Und nur um auf Nummer sicher zu gehen: Das richtet sich nicht gegen irgend jemand spezielles, da auch ich mich in diesem S-Bahn-Thread oft genug beteiligt habe. Aber ich denke das ist das Problem, dank dessen der Thread jetzt (Gott sei Dank!) geschlossen ist.
Zitat
C-o-o-l
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass man aus der Linie 9 aussteigt, um in ein Lotto-Geschäft oder irgendwo anders hin zu gehen, um kurz was zu kaufen und dann wieder auf die Tram wartet.
Hm, das ist natürlich ausschlaggebend - die Meinung eines Einzelnen.

Zitat

Die Geschäfte, die ihre Stammkundschaft haben, werden diese auch weiter haben.
Das wie auch Deine Aussage darüber sehen die Geschäftsinhaber in der Straße aber anders. Schau mal in den oben verlinkten Artikel rein, da gibts eine Fotostrecke mit Kommentaren von Anwohnern, die Geschäftsinhaber sagen genau das, was Du Dir nicht vorstellen kannst.

Das sollte keine Bewertung und kein Auslöser zu einer Diskussion sein, ich wollte nur auf die Kommentare hinweisen, weil ich die gerade parallel hierzu lese.

Grüße,
-Efchen
Zitat
Efchen
Zitat
C-o-o-l
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass man aus der Linie 9 aussteigt, um in ein Lotto-Geschäft oder irgendwo anders hin zu gehen, um kurz was zu kaufen und dann wieder auf die Tram wartet.
Hm, das ist natürlich ausschlaggebend - die Meinung eines Einzelnen.

Zitat

Die Geschäfte, die ihre Stammkundschaft haben, werden diese auch weiter haben.
Das wie auch Deine Aussage darüber sehen die Geschäftsinhaber in der Straße aber anders. Schau mal in den oben verlinkten Artikel rein, da gibts eine Fotostrecke mit Kommentaren von Anwohnern, die Geschäftsinhaber sagen genau das, was Du Dir nicht vorstellen kannst.

Das sollte keine Bewertung und kein Auslöser zu einer Diskussion sein, ich wollte nur auf die Kommentare hinweisen, weil ich die gerade parallel hierzu lese.

Grüße,
-Efchen

ja den artikel habe ich auch gelesen, aber es gab dazu einen weiteren artikel in den NN, wo es genauso viele Kommentare gab, die anders denken.
es ist doch ganz klar, dass sich die geschäftsinhaber darüber aufregen und angst haben, würde mir vielleicht in so einer sitatuion ähnlich gehen.
komischer weise berichten die NN nicht davon, wie viele es toll finden, bald mit der u-bahn fahren zu können, sondern haben hauptsächlich die negativ-stimmen zu dem projekt abgedruckt.

die geschäfte, die wirklich ihre existenz bedroht sehen, sollten nicht die schuld im u-bahnbau sehen, sondern sich aktiv darum kümmern, wie sie die situation der "bedrohung" ändern können. wie sie kunden halten können, kreative ideen braucht es da, vielleicht auch kooperationen untereinander, etc. ich weiß wohl auch, das der einzelhandel kein leichtes feld mehr ist und sich das manchmal leichter gesagt als getan anhört, aber sich eben immer nur auf eine sache zu verlassen (in dem fall die tram) reicht eben nicht mehr aus.
es ist doch beschlossene sache, dass sie tram da nicht mehr fährt, statt da energie rein zu stecken, müssen sie überlegen, wie es auch anders geht.

ich finde dsikussion immer gut, efchen :-) dazu sind wir doch hier, also nur zu

Grüße
C-o-o-l
Zitat
Efchen
Zitat
C-o-o-l
Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass man aus der Linie 9 aussteigt, um in ein Lotto-Geschäft oder irgendwo anders hin zu gehen, um kurz was zu kaufen und dann wieder auf die Tram wartet.
Hm, das ist natürlich ausschlaggebend - die Meinung eines Einzelnen.

Zitat

Die Geschäfte, die ihre Stammkundschaft haben, werden diese auch weiter haben.
Das wie auch Deine Aussage darüber sehen die Geschäftsinhaber in der Straße aber anders. Schau mal in den oben verlinkten Artikel rein, da gibts eine Fotostrecke mit Kommentaren von Anwohnern, die Geschäftsinhaber sagen genau das, was Du Dir nicht vorstellen kannst.

Das sollte keine Bewertung und kein Auslöser zu einer Diskussion sein, ich wollte nur auf die Kommentare hinweisen, weil ich die gerade parallel hierzu lese.

Grüße,
-Efchen

Ja diese Fotostrecke habe ich auch komplett gelesen/angeschaut und wenn ich ehrlich bin: Diese ganzen Befürchtungen müssen sich doch nicht bewahrheiten. Außerdem, wer sagt, dass die eventuellen Wegfallkunden nicht mit der U3 kommen werden? Und schau doch nochmal bitte die Fotos/Kommentare 5 und 9 an, diese Personen wissen anscheinend nicht einmal, dass die Linie 9 nicht ersatzlos verschwindet.
Die Nachteile der U3-Verlängerung sind nicht in der Gefährdung/Gewinndezimierung der Geschäfte zu sehen, sondern in der kleineren Stationsdichte und der verschlechterten Umsteigesituation.
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