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Neue Busse für VAG, Infra und ESTW
geschrieben von Marktkauf 
Während andere Verkehrsunternehmen noch den deutschen Herstellern der "Qualitätsdiesel" glauben, Elektrobusse "erst noch testen zu müssen", kauft sich Trier nach Passau welche vom Hersteller BYD, der übrigens mehr Elektrobusse produziert als z.B. MAN überhaupt Busse.
Elektrobusse in Trier

E-Busse haben überhaupt nichts mehr mit Prototypen zu tun, sie sind seit Jahren Serienstandard. Nur eben nicht in Europa, sondern in Schwellenländern. Die haben seltsamerweise das Geld, um die angeblich so viel teureren Busse zu kaufen.

In Deutschland hingegen lassen sich Stadtwerke feiern, weil sie bis 2035 die Flotte elektrifizieren wollen. In welch rückständigem Land leben wir hier eigentlich?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2016 22:21 von spuernase.
Du hast aber schon gelesen, was der Bus auf dem Bild als Werbedisplay hat?

Tschö
UHM
Zitat
UHM
Du hast aber schon gelesen, was der Bus auf dem Bild als Werbedisplay hat?

Und Du hast schon den Artikel gelesen?

Zitat

Zuvor haben die Stadtwerke Trier im Mai 2015 einen Elektrobus erfolgreich in einer Erprobungsphase getestet.

Der Testbetrieb war erfolgreich, deswegen werden jetzt noch mehr Busse gekauft. Und da die erst noch gekauft werden, ist auf dem Bild der Bus vom Testbetrieb. Die neuen hat man ja noch nicht.
"für drei Elektrobusse der Stadtwerke Trier"
Quasi der ganze Fuhrpark?

Tschö
UHM
"Für sechs von 90 Touren

Mit dem Modell, das für den Test genutzt wird, ließen sich derzeit nur sechs der über 90 Touren sinnvoll abdecken, die der SWT-Betrieb umfasst, erklärt Jan Liebhäuser, SWT-Abteilungsleiter Technik/Parken. Mit seiner Reichweite von rund 210 Kilometern mit vollen Batterien könne der Bus aber eine der kürzeren Linien durchaus sinnvoll bedienen."

"Ladezeit: 6 - 10 Stunden
Erwartete Reichweite pro Ladung: 210 - 300 km"

Tschö
UHM



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.05.2016 16:06 von UHM.
Hallo allseits,

Denkt man dann noch an die Umweltverträglichkeit der momentan verfügbaren Energiespeicher, wird die Umweltbilanz eh eher was zum Schmuzeln... Also zumindest so lange, wie wir es nicht schaffen, ausreichend große Stauseen mit Wasserkraftwerken auf die Wagendächer zu montieren ;-)

Ich glaube inzwischen, Umweltschutz den man ja so gerne als "Argument" für diverse technische Spielereien nimmt, das ist in Wahrheit so eine Worthülse wie Datenschutz: Es soll den Eindruck erwecken, das was für einen getan wird, ohne das wirklich wo was besser wird, und die Leute dazu bringen, geistig abzuschalten, und nix zu hinterfragen. Ich fänd's ehrlicher, wenn offen gesagt wurde: Ja wir lassen hier mal Forscher ihren Spieltrieb ausleben, auch wenn wir wissen, das daraus in absehbaerer Zeit eh kein ernstzunehmer Ersatz für Diesel- und Bezinmotoren wird. Statt sich für jeden Experimentalbus als Retter der Welt und des Klimas feiern zu lassen.

Grade in Sachen Batterie und Akkutechnik erlebt man doch selber die gegenteilige Entwicklung am eigenen Leib. Wo kriegt man heute noch Akkus, mit denen ein tragbares Telephon im eingeschalteten Zustand mehrere Tage ohne Aufladen übersteht? Wo man nur einmal wöchentlich oder seltner aufladen musste? Selbst die Ersatzteilakkus für die entsprechenden alten Geräte bringen das nicht mehr her! Klar, die Unternehmen haben vielleicht Zugriff auf bessere Entwicklungen als wir Endverbraucher, aber komplett gegenteilig wird der Trend auch bei denen nicht sein, da bin ich mir sicher.

Außerdem wird jede neue Technik noch so mit Nebenverbrauchern vollstopft, damit jede Elektrizität auch wirklich sofort weg ist. Neulich habe ich in einen Bus innen USB-Anschlüsse zum Aufladen von Handys gesehen. Abgesehen davon, das ich finde, das Verkehrsunternehmen nicht zu Kompensation verfehlten Auflademanegements der Fahrgäste da sind, ist das doch wieder ein völlig überflüssiger Energieverbraucher. Da baut man so einen Schnickschnack rein, und träumt parallel vom Energiesparen und bewussteren Umgang mit Energie.

Ich glaube inzwischen, so lange wir nicht metallische oder grafitbeschichtete Straßen, und ein Drahtgitter wie bei den Autoscoutern über allen Straßen einführen, solange werden Batteriebusse nichtmal mit einem Obus sinnvoll langfristig konkurieren können.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
Grade in Sachen Batterie und Akkutechnik erlebt man doch selber die gegenteilige Entwicklung am eigenen Leib. [...] Klar, die Unternehmen haben vielleicht Zugriff auf bessere Entwicklungen als wir Endverbraucher, aber komplett gegenteilig wird der Trend auch bei denen nicht sein, da bin ich mir sicher.

Sorry, aber dass sich die Akkutechnologie auf irgendeine Art und Weise "rückentwickeln" würde stimmt einfach nicht, das Gegenteil ist der Fall.


Zitat
Daniel Vielberth
Außerdem wird jede neue Technik noch so mit Nebenverbrauchern vollstopft, damit jede Elektrizität auch wirklich sofort weg ist. Neulich habe ich in einen Bus innen USB-Anschlüsse zum Aufladen von Handys gesehen. Abgesehen davon, das ich finde, das Verkehrsunternehmen nicht zu Kompensation verfehlten Auflademanegements der Fahrgäste da sind, ist das doch wieder ein völlig überflüssiger Energieverbraucher. Da baut man so einen Schnickschnack rein, und träumt parallel vom Energiesparen und bewussteren Umgang mit Energie.

Gehen wir mal von einem großzügigen Ladestrom der USB-Anschlüsse von 2 A und einem nur bescheidenen Wirkungsgrad von 80% aus, dann kommt man mit 15 min Handyaufladen auf einen Energieverbrauch von 3,125 Wh. Bei o.g. Elektrobus entspricht das einer eingebüßten Reichweite von nicht einmal 2,5 m. Wieso sollten USB-Lader also überflüssge Energieverbraucher sein? Wenn sich auch nur einige wenige Leute durch diesen Komfortgewinn für den Bus statt für das eigene Auto entscheiden, ist das ganze aus energetischer Sicht doch absolut lohnenswert. Ob sich das Ganze auch finanziell lohnt, ist natürlich eine andere Frage.
Zitat
Daniel Vielberth
Ich glaube inzwischen, Umweltschutz den man ja so gerne als "Argument" für diverse technische Spielereien nimmt, das ist in Wahrheit so eine Worthülse wie Datenschutz: Es soll den Eindruck erwecken, das was für einen getan wird, ohne das wirklich wo was besser wird, und die Leute dazu bringen, geistig abzuschalten, und nix zu hinterfragen. Ich fänd's ehrlicher, wenn offen gesagt wurde: Ja wir lassen hier mal Forscher ihren Spieltrieb ausleben, auch wenn wir wissen, das daraus in absehbaerer Zeit eh kein ernstzunehmer Ersatz für Diesel- und Bezinmotoren wird. Statt sich für jeden Experimentalbus als Retter der Welt und des Klimas feiern zu lassen.

Eine sehr kleingeistige Einschätzung.

Ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept wird Emissionen aus den Städten heraushalten (daher ist es sehr sinnvoll, Busse mit Elektro- statt Dieselantrieb fahren zu lassen, selbst wenn der Wirkungsgrad noch nicht optimal ist) und Menschen zum Umsteigen auf den ÖPNV bewegen (und damit noch mehr Emissionen einsparen).
In der Tat ist nicht jede Entwicklung in diesem Bereich sinnvoll, aber es ist ausgesprochen sinnvoll, zuerst von vielen Menschen genutzte Dreckschleudern, die hohe Kilometerleistungen fahren und die an Bord erst mal kein großes Platzproblem für die Akkus haben, mit Elektroantrieb auszustatten. Dass die Busse, die in 20 Jahren fahren, anders aussehen werden als die von heute, ist klar - aber es ist heute sehr viel sinnvoller, in E-Busse zu investieren als in einen Tesla.
Und ohne "Spieltrieb" gäbe es keine Innovation.

Schöne Grüße,
Matthias
> Gehen wir mal von einem großzügigen Ladestrom der USB-Anschlüsse von 2 A und einem nur bescheidenen Wirkungsgrad von 80% aus, dann
> kommt man mit 15 min Handyaufladen auf einen Energieverbrauch von 3,125 Wh. Bei o.g. Elektrobus entspricht das einer eingebüßten
> Reichweite von nicht einmal 2,5 m. Wieso sollten USB-Lader also überflüssge Energieverbraucher sein?

Ähm wir reden hier aber nicht von einem USB-Anschluss sondern - soweit ich das gesehen hab - je Bank zwei. Also grob Sitzplätze mal USB-Anschluss. Und dann muss man den worst case annehmen, das jeder gleichzeitig laden will (nehmen wir nen Schülerbus, mit daddelnden Kiddies). Glaube ich kaum, das man da nur 2 Meter einbüßen würde.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
2,5 m * 50 = 125 m

Tschö
UHM
Multipliziert man das noch mit 4 um den Wert für eine Stunde zu haben, ist man also bei 500m oder eben einen halben km pro Stunde dabei, dafür das das Fahrzeug nur 210-300km schafft durchaus nicht vernachlässigenswert. Bei 6-10 Stunde Ladezeit, bleiben pro Tag 14 - 18 Stunden Betriebszeit, ergo ein Verlust von 7-9 km pro Tag, was alleine für so einen Ladeanschluss draufgeht. Will mir gar nicht vorstellen was dann so ne WLAN-Sendeeinrichtung, die ja hier im Forum auch schon mal gefordert wurde Kilometer kosten würde...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
Multipliziert man das noch mit 4 um den Wert für eine Stunde zu haben, ist man also bei 500m oder eben einen halben km pro Stunde dabei, dafür das das Fahrzeug nur 210-300km schafft durchaus nicht vernachlässigenswert. Bei 6-10 Stunde Ladezeit, bleiben pro Tag 14 - 18 Stunden Betriebszeit, ergo ein Verlust von 7-9 km pro Tag, was alleine für so einen Ladeanschluss draufgeht.

Nun ja, das bezieht sich aber darauf, das 50 Leute gleichzeitig laden, und zwar während der kompletten Betriebszeit. Das ist dann doch etwas unrealistisch.

Zitat
Daniel Vielberth
Will mir gar nicht vorstellen was dann so ne WLAN-Sendeeinrichtung, die ja hier im Forum auch schon mal gefordert wurde Kilometer kosten würde...

Nein, das würde genauso wenig, wenn nicht noch weniger ins Gewicht fallen. Die Sendeleistung von WLAN ist in Deutschland auf 0,1 W begrenzt. Die ganze Anlage, die die Anbindung ans Mobilfunknetz herstellt usw., wird den Rahmen von etwa 50 W nicht überschreiten. Falls ich mit dieser Zahl daneben liegen sollte und reale Systeme mehr verbrauchen, lasse ich mich gerne berichtigen. So eine Anlage wird jedoch kein halbes Kilowatt verbraten. Das Entscheidende ist die Größenordnung, und mit der sollte ich richtig liegen.

Um das noch mal zu verdeutlichen:
Der BYD ebus wiegt 18 t. Um ihn auch nur ein einziges Mal von 0 auf 50 km/h zu beschleunigen, braucht man also eine Energie von ca. 482 Wh. Real natürlich noch deutlich mehr, da man noch die Reibung der Reifen, den Luftwiderstand, den Wirkungsgrad des Antriebs usw. berücksichtigen müsste. Zum Vergleich: der Akku des aktuellen iPhones fasst 6,9 Wh. Mit anderen Worten: Mit nur einem einzigen Mal von 0 auf 50 km/h beschleunigen könnte man also stattdessen etwa 70 leere iPhones komplett aufladen. Oder knapp 10 Stunden lang WLAN zur Verfügung stellen.


Ob diese USB-Lader tatsächlich eine gute Idee sind, die sich durchsetzen wird, weiß ich nicht. Gut möglich, dass diese häufig Vandalismus zum Opfer fielen, sich als wartungsanfällig herausstellten oder ähnliches. Aber die Idee mit der Begründung "zu hoher Energieverbrauch" abzulehnen, wäre absolut nicht verhältnismäßig.
Hallo allseits,

also ich gebe zu, ich habs oben extra etwas ablehnder geschrieben, als ichs meinte, ich bin prinzipiel kein Freund von Dieselbusse, falls der Eindruck entstanden sein sollte. Es gibt aber gewisse Umstände, warum bei mir zu große Euphorie im Bussektor die Alarmglocken klingeln lässt. Nun bin ich zwar noch nicht übermäßig alt, aber dennoch habe ich ja auch schon einige Versuchsfahrzeuge miterlebt, und eigentlich egal was es war, ob Ergasbus, Wasserstoffbus, Hydrind- und weiß der Geier noch alles, es wurden vorher immer öligste Lobeshymnen den Umweltschutz gesungen. Aber wenn man dann mal bei Licht hinschaut, z.B beim Ergas ist eigentlich der Hauptgrund geringere Kosten, weils subventioniert wird, wenn man das "Abfallprodukt" der Ölförderung einer Nachnutzung zuführt. Sicher es gibt paar geringe vorteile, aber so weltbewegend, wie die reden davor es jeweils glauben haben machen wollen, war es nicht. Deswegen sehe ich auch die - bitte nicht übel nehmen - Jubelorgie auf E-Busse erstmal skeptisch. Die Entsorgung der Batterien in dem Fall der Knackpunkt. Ich ziehe dabei provokant den Vergleich zum Atomkraftwerk: So lange es im Betrieb ist, und kein Störfall auftritt eine der saubersten Techniken. - Aber nur solange man die Entsorgung ausblendet.

Zu einem Punkt möchte ich aber nochmal Stellung beziehen. Auch wenn oben das Gegenteil behauptet wird, ich sehe bei Akkus und Batterien einen Trend zu immer kürzerer Lebenszeit und da gehe ich auch nicht von ab. Denn ich kann das sogar mit Tonnen von Batterien beweisen, denn in Sachen Batterien der Größe AA bin ich inzwischen fast schon Großverbraucher: Früher konnte ich meine Digicam mit einen paar Batterie 1-2 Wochen betreiben, bevor ein Wechsel anstand (Info: Ich meine wirklich Battieren nicht wiederaufladbare Akkus) heute brauche ich - bei exakt selber Nutzung der selben Kamera und ohne technische Veränderungen selbiger 3-4 Paar Batterien pro Tag (!!!), weil spätestens nach 100-200 Bildern die Cam sich weigert anzuspringen weil die Battieren runter sind. Um zwar völlig unabhängig davon, ob dass Batterien sind, wo der 4er-Pack 99ct kostet, oder solche für 7,99 Euro. Ich gehe davon aus, das dies Gewinnmaximierungen der Hersteller geschuldet ist. Sollte ich im Bereich der Großindustrie also nicht grundsätzlich anders laufen, als bei uns Privatanwendern, sehe ich in Punkte E-Busse noch ein sich stetig verschärfendes (statt sich im laufe der technischen Entwicklung entschärfendes) Problem auf uns zukommen. Denn auch mit Akkus können Profitinteressen verbunden werden, nicht nur mit Batterien (Das Prinzip kennt man ja auch von Druckern: Nicht mit den Geräten wird das Geld verdient, sondern mit Farbe oder Toner, sprich den Verbrauchs- und Verschleifteilen) Packt man dann die Busse dann noch mit unnötigen Schnickschnack voll, beschleunigt man die Abwärtsspirale durch höheren Energieverbrauch zusätzlich. Das kann ich nicht als großen Durchbruch emfinden.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.05.2016 20:05 von Daniel Vielberth.
Hm, vielleicht braucht auch die Digicam inzwischen mehr Strom? So genau kenn ich mich zwar nicht damit aus, aber die Cams haben ja Kondensatoren für den Blitz, die von der Batterie gespeist werden, und sicher ist auch daß in den Kondensatoren Elektrolyte enthalten sind, die mit der Zeit verloren gehen weshalb dann viele Elektrogeräte irgendwann den Geist aufgeben. Und jedes Elektronikgerät hat auch jede Menge anderer kleinerer Kondensatoren. Ob das allerdings vorerst zu einer Erhöhung des Stromverbrauchs führen kann weiß ich nicht. Aber Du solltest nicht davon ausgehen, daß ein Elektrogerät in der Funktion immer gleich bleibt.

Tschö
UHM



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.2016 10:38 von UHM.
Daniel da hast du teilweise recht.

Die Baterrien sind von Ihrer reinen Capacität her teilweise schlechter geworden. Dafür wurde aber andere "Probleme" ausgeschaltet.

-Memmory effekt
-Toxische Probleme (Nickel Cadmium)
-Eigenentladung
-Gesundheitsgefahr
-Explosionsgefahr (teilweise)

Dies geht zwar auf kosten der gesammt Capazität eines Akkus verbessert Ihn aber in seiner gesammtheit dennoch.

Früher musst ein Akku gänzlich entladen sein um ihn neu zu Laden. Das wäre für E-Busse oder E-Autos undenkbar.

______________________________

München blüht und Franken zahlts.... Danke CSU.

[www.partei-fuer-franken.de]
an UHM

> aber die Cams haben ja Kondensatoren für den Blitz, die von der Batterie gespeist werden, und sicher ist auch daß in den Kondensatoren
> Elektrolyte enthalten sind, die mit der Zeit verloren gehen weshalb dann viele Elektrogeräte irgendwann den Geist aufgeben.

Allerdings ist der Blitz bei mir grundsätzlich abgeschalten, da man den im Bahnbereich eh nicht verwenden darf, insofern sollten dessen Kondensatoren nichts ziehen

an R-ler

Des erklärt natürlich einiges. Da kann man nur hoffen, das irgendwann Batterien und Akkus ohne Wiedereinführung alter Mankos auch mal wieder Kapazität bekommen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Auch wenn der Blitz abgeschalten wird werden die Kondensatoren geladen - und wenn sie geladen sind geht die Ladung auch mit der Zeit verloren - dann werden sie wieder nachgeladen ... Insofern können die schon auch etwas ziehen.
Aber wahrscheinlich liegt's schon größtenteils an den Batterien. Aber eigentlich müßten da Mengenangaben draufgedruckt sein wieviel Strom drin ist ...

Tschö
UHM
Zitat
R-ler
Die Baterrien sind von Ihrer reinen Capacität her teilweise schlechter geworden. Dafür wurde aber andere "Probleme" ausgeschaltet.

Diese Aussage macht nicht allzuviel Sinn. Ein realer Akku besteht meist aus mehreren Sekundärzellen. Schaltet man diese parallel, erhöht man die Kapazität. Durch Parallelschaltung mehrerer Zellen kann man prinzipiell also beliebige Kapazitäten erreichen, egal mit welcher Technologie. Ein sinnvoller Vergleich alte vs. neue Technologie bietet da eher die Energiedichte: Wie viel Energie (also Spannung mal Kapazität) speichert der Akku pro Masse. Und auch da zeigt sich: neue Akkus haben eine viel höhere Energiedichte, insbesondere wenn man NiCd- mit Li-Ion-Akkus vergleicht.

Zitat
Daniel Vielberth
Früher konnte ich meine Digicam mit einen paar Batterie 1-2 Wochen betreiben, bevor ein Wechsel anstand [...] heute brauche ich - bei exakt selber Nutzung der selben Kamera und ohne technische Veränderungen selbiger 3-4 Paar Batterien pro Tag (!!!), weil spätestens nach 100-200 Bildern die Cam sich weigert anzuspringen weil die Battieren runter sind.

Die Batterien halten in deiner Diggicam also mindestens um Faktor 21 kürzer als früher? Sorry, aber dann ist geradezu offensichtlich, dass das Problem nicht bei den Batterien, sondern bei deiner Cam liegt!
Glaub mir, auch ich verwende Batterien... :-) Wenn die Industrie mit ihren Angaben über die Jahre um ein paar wenige Prozentpunkte bescheißen würde, würde mir persönlich das nicht auffallen, das geb ich gerne zu. Aber um solche Größenordnungen? Das wäre wohl schwer zu vertuschen.

Zitat
UHM
Hm, vielleicht braucht auch die Digicam inzwischen mehr Strom? So genau kenn ich mich zwar nicht damit aus, aber die Cams haben ja Kondensatoren für den Blitz, die von der Batterie gespeist werden, und sicher ist auch daß in den Kondensatoren Elektrolyte enthalten sind, die mit der Zeit verloren gehen weshalb dann viele Elektrogeräte irgendwann den Geist aufgeben. Und jedes Elektronikgerät hat auch jede Menge anderer kleinerer Kondensatoren. Ob das allerdings vorerst zu einer Erhöhung des Stromverbrauchs führen kann weiß ich nicht.

Deine Vermutung ist vollkommen richtig. Das entscheidende ist hier der sog. ESR-Wert (Equivalent Series Resistance). Der gibt (vereinfacht ausgedrückt) an, wie viele Energie ein Kondensator verheizt, wenn Strom durch ihn fließt, er also ge- oder entladen wird. Alternde Elektrolytkondensatoren verlieren nicht nur an Kapazität, sondern auch ihr ESR-Wert steigt immer weiter an, und damit der Energieverbrauch des Gerätes, in dem sie verbaut sind. Ob das der alleinige Grund für den erhöhten Energiebedarf von Daniels Cam ist, vermag ich natürlich nicht zu beurteilen, aber seinen Anteil liefert es sicherlich.
an U-Bahn-User

> Die Batterien halten in deiner Diggicam also mindestens um Faktor 21 kürzer als früher? Sorry, aber dann ist geradezu offensichtlich, dass
> das Problem nicht bei den Batterien, sondern bei deiner Cam liegt!

Nope, auch das lässt sich wiederlegen: Wenn die Batterien für die Cam zu schwach sind führe ich sie nämlich einer Nachnutzung zu um die völlig zu entladen. 10 Stück-weise packe ich die in Batterienhalter vom Cornrad und hänge die bei der Modellbahn zur Signalversorgung an: direkt an die LEDs, nur jeweils ein Vorwiederstand und dann zur LED. (handelübliche Vissmannsignale ohne Steuerung einfach direkt angeklemmt). Voll müsste ein 10er Pack 15 Volt liefern, in der Realität sind es so um 8-12 Volt aber auch hier ist es so, während die Restenenergie der Batterien früher gute 3 Wochen hielt, sieht man heute spätestens nach einer Woche kein erkennbares Leuchten mehr. Klar, es kann schon mal paar Tage hin und her schwanken, aber der Trend ist eindeutig. und solange der sich nicht merklich umdreht, kann ich ich von "guten neuen Zeit" eben mal grad gar nichts erkennen.

Für mich ist das geradeso wie bei der Glühbirne. Die 100-jährige Glühbirne ist bekannt (Seite 1901 in Betrieb): [de.wikipedia.org] Aber genau, wie man heute keine solche Birne mehr bekommt (ja eigentlich dank EU überhaupt keine Glühbirne mehr), so gibts heute eben auch keine gescheiten Batterien mehr.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Durch einen höheren CAM-Verbrauch könnten die Batterien aber auch schon weiter entleert worden sein als früher bis zu dem Zeitpunkt zu dem Du sie rausnimmst.

Tschö
UHM
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