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Neue Busse für VAG, Infra und ESTW
geschrieben von Marktkauf 
Zitat
Daniel Vielberth
Nope, auch das lässt sich wiederlegen: Wenn die Batterien für die Cam zu schwach sind führe ich sie nämlich einer Nachnutzung zu um die völlig zu entladen. [...] Voll müsste ein 10er Pack 15 Volt liefern, in der Realität sind es so um 8-12 Volt aber auch hier ist es so, während die Restenenergie der Batterien früher gute 3 Wochen hielt, sieht man heute spätestens nach einer Woche kein erkennbares Leuchten mehr.

Das steht nicht im Widerspruch zu meiner Vermutung, dass deine Cam mehr Strom verbraucht als früher. Schau einfach mal in ein beliebiges Datenblatt einer Batterie, es ist dabei egal welcher Hersteller oder ob das nun Alkaline- oder Zink-Kohle-Batterien sind, der prinzipielle Effekt ist immer da: die Kapazität der Batterie ist deutlich davon abhängig, welche Last ich daran anschließe. Konkret heißt das: Hält die Batterie für Verbraucher A z.B. 10 Stunden, hält sie für Verbraucher B, der doppelt so viel Leistung zieht wie Verbraucher A, nicht nur 5 Stunden, sondern nochmal deutlich kürzer, z.B. nur 3 h. Die konkreten Zahlen hängen natürlich vom konkreten Verbrauch und den verwendeten Batterien ab, die Zahlen sollen nur verdeutlichen in welcher Größenordnung man sich da bewegt.

Heißt also: Wenn deine Cam mehr Strom verbraucht, ist auch zu erwarten, dass sie Batterien nach ihrer "Cam-Lebensdauer" stärker entladen sind als früher. Und es heißt auch, dass eine Verringerung der Batterielebensdauer in deiner Cam z.B. um Faktor 21 keinen 21-fach höheren Stromverbrauch bedeuten, sondern schon ein deutlich geringerer Faktor ausreicht. Dass dieser durch Alterung der Elektrolytkondensatoren denkbar und möglich ist, habe ich ja bereits beschrieben. Deine von dir beschriebenen Beobachtungen kommen also vollkommen ohne die Hypothese "die Batterien werden immer schlechter" aus.


Zitat
Daniel Vielberth
Für mich ist das geradeso wie bei der Glühbirne. Die 100-jährige Glühbirne ist bekannt (Seite 1901 in Betrieb): [de.wikipedia.org] Aber genau, wie man heute keine solche Birne mehr bekommt (ja eigentlich dank EU überhaupt keine Glühbirne mehr), so gibts heute eben auch keine gescheiten Batterien mehr.

Auch wenn das jetzt etwas stark off-topic wird, möchte ich doch kurz auf die Glühbirne eingehen, da sie ja sehr oft als Beispiel für geplante Obsoleszenz oder "die Industrie liefert absichtlich schlechte Technologie" herangezogen wird, meiner Meinung nach dafür jedoch vollkommen ungeeignet ist. Ja, es ist richtig, dass die Industrie die Lebensdauer der Standard-Glühlampe "künstlich" auf 1000 h begrenzt. Das hat jedoch nichts mit minderer Qualität zu tun, sondern ist eine Abwägungsfrage. Eine gesteigerte Lebensdauer geht nämlich mit einer schlechteren Energieeffizienz einher. Die ist aber ganz entscheidend, da die Kosten für den Stromverbrauch den Anschaffungspreis weit übersteigen. Wie du im Wikipedia-Artikel zur Glümlampe im Abschnitt Lebensdauer nachlesen kannst [de.wikipedia.org], gibt es durchaus auch Glühlampen mit 20 000h Lebensdauer, was sich dann aber mit einem 25% höheren Stromverbrauch auswirkt. Und siehe da: bei aktuellen Strompreisen für Privatverbraucher in Deutschland (ca. 0,27€/kWh) zahl(t)e man für 20 mal 1000h-60W-Birnen etwa 20*1€ = 20€ für deren Anschaffung und 20*1000h*60W*0,27€/kWh = 324€ für deren Strom. Der Strom für die 20000h-Birne (ca. 75W bei gleicher Helligkeit) kostet mich hingegen 405€. Ergo: Langzeit-Glühbirnen lohnen sich weder finanziell, noch für die Umwelt. Ob es wirklich nur 1000h sein müssen sei mal dahingestellt, aber an jahrzehntelang haltenden Glühbirnen kann niemand ernsthaft Interesse haben.

Und speziell auf das "Centennial Light" sei noch angemerkt: wie du im von dir verlinkten Artikel auch lesen kannst, sind von den ursprünglichen 60W gerade einmal 4W übrig geblieben. Es ist also fragwürdig, inwiefern man da überhaupt noch von einem Funktionieren der Lampe sprechen kann, da sie ihren eigentlichen Zweck schon lange nicht mehr erfüllen kann. Du kannst auch eine handelsübliche Glühbirne soweit herunterdimmen, dass sie gerade noch glüht und wirst auch dann feststellen, dass sie auf einmal jahrelang hält. Einen tatsächlichen Nutzen hat das ganze wie oben beschrieben jedoch nicht. Es gibt keinen Grund hier einer vermeintlich überlegenen Technologie hinterherzutrauern.
an U-Bahn-User

> Deine von dir beschriebenen Beobachtungen kommen also vollkommen ohne die Hypothese "die Batterien werden immer schlechter" aus.

Also ich denke nicht, das man einen derartig heftigen Einbruch allein auf das benutzte Gerät abschieben kann. Es mag sicher eine rolle vielleicht sogar die Hauptrolle speilen, aber bei der Größenordnung (du hast ja selbst den Faktor 21 ausgerechnet) da müsste man ja davon ausgehen, das die Batterien fast die ganze Zeit kurzgeschlossen wären. Dan dürfte die Cam gar nichts mehr tun. Meinert wegen spielt das schlechter werden der Batterien nicht die Hauptrolle und eine intensive Nutzung einerseits in Kombi mit einem gestiegen Strombedarf durch Bauteilalterung erhöhen den Prozess, aber das ist sicher nicht der alleinige Grund.

Vielleicht noch abschließend zum off-topic

> zahl(t)e man für 20 mal 1000h-60W-Birnen etwa 20*1€ = 20€ für deren Anschaffung und 20*1000h*60W*0,27€/kWh = 324€ für deren Strom. Der Strom für die 20000h-
> Birne (ca. 75W bei gleicher Helligkeit) kostet mich hingegen 405€. Ergo: Langzeit-Glühbirnen lohnen sich weder finanziell, noch für die Umwelt. Ob es wirklich nur 1000h
> sein müssen sei mal dahingestellt, aber an jahrzehntelang haltenden Glühbirnen kann niemand ernsthaft Interesse haben.

Bei den heutigen Preisen, die die Nachfolger der Glühbirnen kosten, hätte ich nicht gegen 20000h Birnen, Mit Preisen bis fast 10 Euro je Leuchtmittel bei gleich kurzer Lebensdauer sähe die Rechnung heutzutage sicher anders anders aus. 200 Euro Anschaffungskosten vs 50 Euro mehr Strompreis, ich glaub, da wüsste ich, was ich nähme.

Aber um zu den Bussen zurück zu kommen. Ob die E-Antriebe zurecht so gehypt werden, wird sich rausstellen, ich bezweifle es, sofern nicht was völlig neuartiges zur Stromspeicherung entdeckt und nutzbar gemacht werden kann. Der Chemischen Speicherung in der bisherigen Form traue ich derzeit jedenfalls nicht zu, auf Dauer das beste zu sein.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
Meinert wegen spielt das schlechter werden der Batterien nicht die Hauptrolle und eine intensive Nutzung einerseits in Kombi mit einem gestiegen Strombedarf durch Bauteilalterung erhöhen den Prozess, aber das ist sicher nicht der alleinige Grund.

Wir haben zwei Hypothesen: entweder hat die Batterien-Industrie in den letzten Jahren Milliarden von Produkten deutlich schlechter gemacht ohne dass es irgendjemand gemerkt hätte - oder eine einzelne Kamera ist defekt. Was ist wahrscheinlicher?
Tatsächlich hat die Industrie mit Low-Discharge-NiMH-Zellen ("Eneloop") und Lithium-Akkus in den letzten Jahren extreme Fortschritte gemacht.

Schon mal was von Ockhams Rasiermesser gehört?
[de.wikipedia.org]

Zitat
Daniel Vielberth
Bei den heutigen Preisen, die die Nachfolger der Glühbirnen kosten, hätte ich nicht gegen 20000h Birnen, Mit Preisen bis fast 10 Euro je Leuchtmittel bei gleich kurzer Lebensdauer sähe die Rechnung heutzutage sicher anders anders aus. 200 Euro Anschaffungskosten vs 50 Euro mehr Strompreis, ich glaub, da wüsste ich, was ich nähme.

Äh, aktuelle LED-Leuchtmittel haben eine Lebensdauer von 20.000 oder sogar 50.000 Stunden und sind klassischen Glühbirnen in den meisten Anwendungsfällen deutlich überlegen. Und nein, das steht nicht nur auf der Packung sondern ist real so (soweit man das sagen kann - die meisten Leuchtmittel sind längst nicht so lange installiert, dass sie ihre Lebensdauer erreicht hätten).

Wer vom Gegenteil überzeugt ist und weiter Glühbirnen kauft, tut das aus nostalgischen Gründen - das kann man tun, sollte dabei die Fakten aber nicht aus dem Blick lassen. Nicht zuletzt werden professionelle Anwendungen (Ampeln, Straßenbeleuchtung, Werbeleuchten, vermutlich auch Bahnsignale um noch mal on-topic zu werden) großflächig auf LED umgerüstet. Solche Entscheidungen fallen nicht als Bauchentscheidung sondern nach sehr genauer Abwägung von überprüfbaren Fakten. Hier gehts oft übrigens gar nicht an erster Stelle um die Einsparung beim Stromverbrauch sondern um weniger Wartungsaufwand durch sehr viel seltenere Leuchtmittelwechsel.

Schöne Grüße,
Matthias
> Wir haben zwei Hypothesen: entweder hat die Batterien-Industrie in den letzten Jahren Milliarden von Produkten deutlich schlechter gemacht
> ohne dass es irgendjemand gemerkt hätte

Keiner es merkt? Habs jetzt zwar auf die Schnelle nur für Autobatterien gefunden,

[www.focus.de]

Wer glauben will, das alles immer ausschließlich besser wird, soll das ruhig glauben, wir haben Religionsfreiheit, und auch der Glaube an die Technik sei jedem freigestellt ;-)

Bitte zurück zu den Bussen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
Keiner es merkt? Habs jetzt zwar auf die Schnelle nur für Autobatterien gefunden,

Ui - ADAC und Focus, gleich zwei Garanten für Seriosität ...

Was die Qualität von Bleiakkus mit dem Thema zu tun hat, musst Du jetzt aber schon noch erklären.
Zu AA-Akkus aktuellen Typs: [www.test.de]

Schöne Grüße,
Matthias
Hallo zusammen,

es galt doch mal als unbestrittener Konsens, dass bernsteinfarbene Schrift auf Anzeigen auch für sehbehinderte Fahrgäste (ist das der politisch korrekte Begriff?) die mit der bestmöglichen Lesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen sei. Heute habe ich einen ziemlich neu aussehenden Bus der VAG (ich meine es war Nr. 627) mit Außenanzeigen in weißer Schrift gesehen. Gilt die o. g. Erkenntnis nicht mehr?

Vielen Dank vorab für die Nachhilfe.
Zitat
Leser
...es galt doch mal als unbestrittener Konsens, dass bernsteinfarbene Schrift auf Anzeigen auch für sehbehinderte Fahrgäste...die mit der bestmöglichen Lesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen sei...Gilt die o. g. Erkenntnis nicht mehr?

Dass habe ich mich auch schon gefragt. Die weiße Schrift sieht ja nicht schlecht aus, bin aber trotzdem kein Fan davon. Weil sobald man irgend was durch etwas neues ersetzt, wirkt das bisherige automatisch "alt". Hätte die VAG weiter konsequent die orangene Schrift fortgesetzt, wäre dies weiterhin "aktueller Stand der Technik" und dem Kunden würde der Unterschied zwischen neueren und älteren Bussen gar nicht so auffallen (zumindest von außen - innen hat man ja das Thema mit den roten und blauen Sitzen). Insofern sollte man so etwas, wie diese LED-Anzeigen, nicht optisch verändern, so lange die Veränderung keine Verbesserung mit sich zieht.
Zitat
Leser
es galt doch mal als unbestrittener Konsens, dass bernsteinfarbene Schrift auf Anzeigen auch für sehbehinderte Fahrgäste (ist das der politisch korrekte Begriff?) die mit der bestmöglichen Lesbarkeit bei allen Lichtverhältnissen sei.

Wie das halt mit solchen Untersuchungen immer so ist...
Es gibt auch einige Tests und Untersuchungen die ergeben haben, dass weiß auf schwarz einen besseren Kontrast als bernstein oder orange auf schwarz liefert. Auch sollen die weißen LEDs bei direkter Sonneneinstrahlung besser lesbar sein.

Die VAG hat längere Zeit eine entsprechende weiße LED-Anzeige im Bus 930 getestet. Dieser Bus wurde auch bei den Blinden- bzw. Sehbehindertenverbänden vorgestellt und dort für besser als die bisherigen Anzeigen befunden. Daher ist man nun bei Neubeschaffungen auf die weißen LED-Anzeigen umgestiegen.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Ich finde die LED mit weißer Schrift auf schwarzem Grund hübsch, "Damals™" die Rollbandanzeigen waren ja auch weiße Schrift auf schwarzem Grund, nur das da halt noch farbige U- und S-Bahnsymbole drauf waren, aber lesen konnte man das 1a.

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Laufende Linienbus-Ausschreibungen mit Option für die kommenden Jahre

infra

Los 1: 2016/17 2x Zugfahrzeuge für Busanhänger und 2x Busanhänger


VAG

Los 2: 2016/17 8x NG Diesel

Los 3: 2017 OPTION 6x NG oder alternativ 8x NG oder alternativ 10x NG (alle Diesel)

Los 4: 2018 OPTION 10/12/14x NL oder alternativ 2/4x NG an Stelle der entsprechenden Menge NL (alle Diesel)

Alle weiteren Daten dazu in aller Ausführlichkeit: [ausschreibungen-deutschland.de]

Grüße
Bayernschiene
Danke für deine Infos!
DB Frankenbus (OVF) hat für den Stadtverkehr Erlangen vier neue MAN-Niederflurbusse erhalten. Die neuen Dieselbusse haben die Kennzeichen N-WA 1671 – N-WA 1674 erhalten und fahren bereits in Erlangen.
Jetzt geht es dem stinkenden Diesel-Schrott von MAN, Daimler & Co bald an den Kragen:
BYD baut Fabrik für Elektrobusse in Europa
Mal schauen was die Zukunft bei VAG, Infra und ESTW bringt? Solaris, Scania, VDL, Volvo?
Zitat
Marktkauf
Mal schauen was die Zukunft bei VAG, Infra und ESTW bringt? Solaris, Scania, VDL, Volvo?

naja zumindest mit einer Marke liegst du gar nicht so schlecht ;-)

Grüßle,
der Werkstattmeister
Ich habe einfach mal ins Blaue getippt. Ich denke in Zukunft werden wir noch sehr viel mehr Marken im Fuhrpark haben als nur MAN, Mercedes-Benz und Co.
Neue Solaris bei der VAG? Hätte ich persönlich nichts dagegen, wobei Scania wäre auch sehr cool ;)

Die VDL sind jetzt nicht so mein Favorit, zumindest die Schmetterling-VDL-Fahrzeuge haben mich nicht überzeugen können.

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Doch, eine Kleinserie Volvo, Scania und VDL würde ich begrüßen...
Neukam-Reba hat für den VAG-Auftragsverkehr zwei neue Solaris Busse bekommen. RBL-Nummern noch nicht bekannt...
Das Unternehmen Kohler hat drei Iveco-Busse für den Stadtverkehr Erlangen bekommen. In den Farben der ESTW.
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