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Die unendliche Geschichte... Stadt Fürth vs. S-Bahnverschwenk
geschrieben von Christian0911 
Die Stadt Fürth hat der DB 19 Fehler beim S-Bahn verschwenk nachgewiesen

[www.nordbayern.de]

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Ich frage mich ernsthaft, was die Fürther reitet, derart stur gegen den Verschwenk zu kämpfen.
Klar sind die Zahlen längst Makulatur, denn sie wurden erhoben, als noch niemand an Möbel-Höffner dachte. Aber jetzt steht das neue Möbelhaus, ein riesiger Parkplatz mit eigener Autobahnzufahrt, da wäre doch der geplante Haltepunkt Steinach ideal für Park & Ride. Und mit den neuen und ohnehin noch zu bauenden Zufahrten könnte man da einen wunderbaren Verknüpfungspunkt auch für den Busverkehr schaffen. Damit könnte man von diesem S-Bahnhof das ganze Knoblauchsland einschließlich Flughafen erschließen.

Der Flächenverbrauch ist schon lange kein Argument mehr, denn neben dem Möbelhaus braucht vor allem die Ausfädelung zwischen Großgründlach und Eltersdorf viel Platz und die ist längst in Bau. Da soll ernsthaft eine eingleisige S-Bahn-Strecke nicht mehr zusätzlich zumutbar sein? Das ist doch nur noch lächerlich.

Ich hoffe, dass jetzt endlich der Gerichtsentscheid kommt und Fürth vollumfänglich auf die Nase fällt und im Herbst endlich dieser Bau begonnen werden kann. 2017 Ist die Strecke nach Erfurt fertig und dann wird die Alttrasse für ICEs gebraucht und auch für Güterzüge, so sie denn tatsächlich direkt über Erfurt nach Norden fahren. Dann wird es eng für die S-Bahn, wenn sie sich weiterhin die zwei Gleise zwischen Fürth Hbf und Eltersdorf mit dem restlichen Zugverkehr teilen muss.

Das darf doch nicht wahr sein, dass Fürth ein derart wichtiges Projekt im Großraum so blödsinnig sabotiert! Wir brauchen endlich eine S-Bahn nach Erlangen, die den Namen verdient und einigermaßen störungsfrei verkehren kann.

Sollte Fürth sich durchsetzen, müsste ja die ganze Planung und Genehmigung erneut von 0 beginnen. Da gibt es die nächsten Jahrzehnte keine S-Bahn, das kann es doch auch nicht sein!
Wir haben uns von PRO BAHN bisher ja neutral gehalten. Inzwischen tendieren wir aber auch leicht zu 'Augen zu und durch'. Der Verschwenk ist einfach schneller umzusetzen, da schon durchgeplant und festgestellt (wenn auch angefochten). Und wir müssen bedenken, dass 95% der S1-Nutzer darauf pfeifen, ob der Zug in Vach oder Stadeln-Süd/Steinach hält oder gleich zwischen Eltersdorf und Klinikum durchfährt. Viel wichtiger ist, dass wir Ende 2016 endlich die S-Bahn auf eigenen Gleisen im sauberen 20 Minuten-Takt bis Erlangen und ab Ende 2017 in der HVZ auch bis Fochheim haben!
Zitat
bladewing
Viel wichtiger ist, dass wir Ende 2016 endlich die S-Bahn auf eigenen Gleisen im sauberen 20 Minuten-Takt bis Erlangen und ab Ende 2017 in der HVZ auch bis Fochheim haben!

Das wäre für mich kein Grund den Verschwenk zu bauen, denn wie du bereits sagtest, pfeifen 95% der S1 (Nord) Nutzer darauf, wie denn der Zug nun auf besagtem Abschnitt durch die Landschaft gurkt. Mit anderen Worten: Man kann für den Zeitraum der Neuplanung der Trasse entlang der Bestandsstrecke Vach auflassen. Zwischen Nürnberg und Stadeln verkehrt die S1 auf eigener Strecke, zwischen Eltersdorf und Forchheim(?) ebenso. Nur zwischen Stadeln und Eltersdorf müsste sie die Bestandstrasse nutzen, dafür aber ohne zu Halten. Dank 160km/h ist sie auf dem Abschnitt somit genauso schnell, wie der ICE - es kommt zu keinerlei Stauungen.

Zitat
HansL
Der Flächenverbrauch ist schon lange kein Argument mehr, denn neben dem Möbelhaus braucht vor allem die Ausfädelung zwischen Großgründlach und Eltersdorf viel Platz und die ist längst in Bau. Da soll ernsthaft eine eingleisige S-Bahn-Strecke nicht mehr zusätzlich zumutbar sein? Das ist doch nur noch lächerlich.

Der argumentierte Flächenverbrauch ist sehr wohl ein Argument, wenn auch nicht bezogen auf den direkten Verbrauch.
Es stellt einen Unterschied da, ob ein Bauer neben einer Bahntrasse etwas Acker an der Seite abtritt, wo die zukünftige Bahntrasse verläuft oder aber eine eingleisige Trasse den Acker zukünftig in zwei Hälften aufteilt.

Zitat
HansL
Aber jetzt steht das neue Möbelhaus, ein riesiger Parkplatz mit eigener Autobahnzufahrt, da wäre doch der geplante Haltepunkt Steinach ideal für Park & Ride

Ich glaube kaum, dass das Möbelhaus seine Parkplätze für S-Bahn Nutzer verschenkt. Somit stellt sich die Frage, wo denn die P&R-Plätze gebaut werden sollen... viel Platz ist ja laut Google Maps nicht mehr da - nur noch südlich des Möbelhauses, wobei Openstreetmap angibt, dass hier bereits Parkplätze geplant sind, aber ich denke kaum für den S-Bahnhof.
Auf der Suche nach möglichen Parkplätzen fällt dann auf, dass in unmittelbarer Nähe ja der Haltepunkt Vach ist - Luftlinie sind es wohl ca. 500m. Also kann man die A73-Ausfahrt gleich an den Bahnhof Vach anschließen und dort ein Parkhaus hinstellen.


Fürth kämpft zurecht! Man muss sich nicht alles von der Bahn gefallen lassen, insbesondere dann nicht, wenn die Stadt Fürth mehrfach der Bahn mitgeteilt hat, dass sie die S-bahn lieber an der Bestandstrasse haben möchte. Alles was die Bahn dem entgegen zusetzten hatte, war Zahlen für den KNF bei der Variante Bestandstrasse zu manipulieren und den Berechnungsfaktor dafür nicht Preis zugeben.
Und so etwas soll mit dem Bau des Verschwenks auch noch belohnt? Getreu dem Motto: Der Klügere gibt nach, die Dummen regieren?
Zitat
HansL
Ich frage mich ernsthaft, was die Fürther reitet, derart stur gegen den Verschwenk zu kämpfen.
Klar sind die Zahlen längst Makulatur, denn sie wurden erhoben, als noch niemand an Möbel-Höffner dachte. Aber jetzt steht das neue Möbelhaus, ein riesiger Parkplatz mit eigener Autobahnzufahrt, da wäre doch der geplante Haltepunkt Steinach ideal für Park & Ride. Und mit den neuen und ohnehin noch zu bauenden Zufahrten könnte man da einen wunderbaren Verknüpfungspunkt auch für den Busverkehr schaffen. Damit könnte man von diesem S-Bahnhof das ganze Knoblauchsland einschließlich Flughafen erschließen.

Der Flächenverbrauch ist schon lange kein Argument mehr, denn neben dem Möbelhaus braucht vor allem die Ausfädelung zwischen Großgründlach und Eltersdorf viel Platz und die ist längst in Bau. Da soll ernsthaft eine eingleisige S-Bahn-Strecke nicht mehr zusätzlich zumutbar sein? Das ist doch nur noch lächerlich.

Ich hoffe, dass jetzt endlich der Gerichtsentscheid kommt und Fürth vollumfänglich auf die Nase fällt und im Herbst endlich dieser Bau begonnen werden kann. 2017 Ist die Strecke nach Erfurt fertig und dann wird die Alttrasse für ICEs gebraucht und auch für Güterzüge, so sie denn tatsächlich direkt über Erfurt nach Norden fahren. Dann wird es eng für die S-Bahn, wenn sie sich weiterhin die zwei Gleise zwischen Fürth Hbf und Eltersdorf mit dem restlichen Zugverkehr teilen muss.

Das darf doch nicht wahr sein, dass Fürth ein derart wichtiges Projekt im Großraum so blödsinnig sabotiert! Wir brauchen endlich eine S-Bahn nach Erlangen, die den Namen verdient und einigermaßen störungsfrei verkehren kann.

Sollte Fürth sich durchsetzen, müsste ja die ganze Planung und Genehmigung erneut von 0 beginnen. Da gibt es die nächsten Jahrzehnte keine S-Bahn, das kann es doch auch nicht sein!

100 % Zustimmung !

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
bladewing
Wir haben uns von PRO BAHN bisher ja neutral gehalten. Inzwischen tendieren wir aber auch leicht zu 'Augen zu und durch'. Der Verschwenk ist einfach schneller umzusetzen, da schon durchgeplant und festgestellt (wenn auch angefochten). Und wir müssen bedenken, dass 95% der S1-Nutzer darauf pfeifen, ob der Zug in Vach oder Stadeln-Süd/Steinach hält oder gleich zwischen Eltersdorf und Klinikum durchfährt. Viel wichtiger ist, dass wir Ende 2016 endlich die S-Bahn auf eigenen Gleisen im sauberen 20 Minuten-Takt bis Erlangen und ab Ende 2017 in der HVZ auch bis Fochheim haben!

Und noch mal 100 % Zustimmung!
Wo ist der "gefällt mir"-Button ... ;-)

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
Xamiro
Ich glaube kaum, dass das Möbelhaus seine Parkplätze für S-Bahn Nutzer verschenkt.

Warum denn nicht? P+R wird ja überwiegend von Pendlern benutzt, also hauptsächlich Mo-Do von 6:00 bis 17:00 Uhr und Fr vielleicht von 6:00 bis 14:00. Zu diesen Zeiten steht der Parkplatz des Möbelhauses zum größten Teil leer. Es fährt kaum jemand unter der Woche vormittags zum Möbel kaufen. Den größten Umsatz machen Möbelhäuser Samstags und am Freitag Nachmittag, also dann, wenn die Pendler eben nicht pendeln.

Selbst wenn der Höffner seine Parkplätze nicht "verschenken" will, kann er ja auch von der Stadt Fürth bzw. dem VGN eine Gebühr verlangen, damit der Parkplatz offiziell als P+R bezeichnet werden darf, was der Stadt Fürth (solange die Gebühr im Rahmen bleibt) bestimmt billiger kommt, als einen eigenen Parkplatz zu bauen und zu unterhalten (Müllentsorgung, Beleuchtung, Winterdienst). Des Weiteren sind solche zusätzlichen Einnahmen für die Parkplatznutzung bei vielen Einzelhändlern gerne gesehen. Insbesondere deswegen, weil sie kaum etwas dafür tun müssen. ALDI Süd z.B. vermietet Sonntags auch regelmäßig seine Parkplätze für Trödelmärkte, Opeltreffen und dergleichen.

Ein weiterer Vorteil für den Höffner ist auch, dass er so einige zusätzliche Kunden gewinnt. Denn wenn ein Pendler von der Arbeit heimkommt und noch irgendetwas braucht, und sei es nur eine Kleinigkeit, dann geht er, wo er schon hier steht, natürlich zum Höffner und fährt nicht extra zur IKEA.
Zitat
nvf
Wo ist der "gefällt mir"-Button ... ;-)

Den vermisse ich hier auch!
Zitat
Xamiro
Zitat
bladewing
Viel wichtiger ist, dass wir Ende 2016 endlich die S-Bahn auf eigenen Gleisen im sauberen 20 Minuten-Takt bis Erlangen und ab Ende 2017 in der HVZ auch bis Fochheim haben!

Das wäre für mich kein Grund den Verschwenk zu bauen, denn wie du bereits sagtest, pfeifen 95% der S1 (Nord) Nutzer darauf, wie denn der Zug nun auf besagtem Abschnitt durch die Landschaft gurkt. Mit anderen Worten: Man kann für den Zeitraum der Neuplanung der Trasse entlang der Bestandsstrecke Vach auflassen. Zwischen Nürnberg und Stadeln verkehrt die S1 auf eigener Strecke, zwischen Eltersdorf und Forchheim(?) ebenso. Nur zwischen Stadeln und Eltersdorf müsste sie die Bestandstrasse nutzen, dafür aber ohne zu Halten. Dank 160km/h ist sie auf dem Abschnitt somit genauso schnell, wie der ICE - es kommt zu keinerlei Stauungen.

Mit Vach auflassen nimmt sich Fürth das Hauptargument weg, dass Vach besser liegt als Stadeln Süd. Ein Auflassen des Haltes ist politisch nicht umsetzbar (ich sag nur, dass die Nutzer drauf pfeifen). Und wenn man Vach dann eh nicht braucht ist es ja wurscht, wierum man baut. Denn die anderen Argumente sind alle nur vorgeschoben, es geht rein um Vach.

Desweiteren vergisst du, dass die S1-Züge in Fürth (oder alternativ wenn man anbinden würde Stadeln) derzeit das Gegengleis kreuzen müssen und damit den gesamten Verkehr auf diesem Gleis blockieren. Außerdem funktioniert der 20 Minutentakt auf dem eingleisigen Abschnitt Nürnberg-Fürth nur, wenn die Züge zwischen Erlangen und Nürnberg durchgängig auf eigenen Gleisen fahren. Wenn da ein verspäteter RE oder ICE dazwischen kommt ist sonst den restlichen Tag Sense mit Pünktlichkeit.

Wenn die DB dreist wäre, würden die ihren Planfeststellungsbeschluss in Fürth Hbf fertig umsetzen. Dann käme die Bauweiche raus und alle S-Bahnen würden in Fürth mangels Bahnsteighöhe durchfahren müssen, wie es die Express-S-Bahn jetzt schon macht.
Hallo allseits,

also entgegen dem allgemeinen Trend bin ich nach wie vor für die Vacher Variante, nicht nur, da mich die Aufgabe von intakter Bahn-Infrastruktur tief im Innern schmerzt, sondern auch, weil ich ich ich diverse "pro-Verschwenk-Argumente" nach wie vor nicht nachvollziehen kann.

Den berühmten Möbelkauf per S-Bahn wage ich auszuschließen - das habe ich nämlich ausprobiert: Vor nicht allzulanger Zeit, habe ich mir beim Höffner ein schönes Regal geholt, und den Test gemacht, das per Öffentlichen zu befördern: Hätte es nicht den Sonderbus direkt vor der Tür gegeben, ich hätte das Ding wohl gar nicht bis zur S-Bahn schleppen geschafft, incl mehrmaligen Umsteigen war das ganze insgesamt extrem anstrengend, so schön das Regal nun im fertigen Zustand ist, aber Möbelkauf und Öffentliche würde selbst ich mir künftig zweimal überlegen.

Dann ist da der Niedergang der Schmalau: Ich habe ja meine Erstausbildung bei einer Firma in der Schmalau gemacht, und habe infogedessen mitbekommen, das wenige Leute, die dahinten Arbeiten, öffentlich fahren - meist nur die Azubis. Inzwischen ist die Teilfirma, wo ich in Lehre ging, geschlossen, und bei einem Gesrpäch mit dem Hausmeister der dort wohnt erfuhr ich, das da wohl etliche Firmen auf dem Rückzug sind. Das heißt, schon jetzt fast keine Einwohner, Arbeitsplätze als "Anzuziehargument" verschwinden, all das weiß nicht unbedingt auf eine "Booming-Town" Schmalau hin.

Wie ich da unten ja arbeitete, und da ich auch früher schon ab und an Sehnsucht nach Zugfahren hatte, bin ich bisweilen von der Schmalau rüber nach Vach gelaufen, um dort die (damals noch) RB zu benutzen. Und dabei habe ich Steinach durchquert. Steinach - der Fürther Ortsteil, dessen Verkehrsbedürfnis so gering ist, das man noch nichtmal eine Buslinie hinleitet, ebenso, wie beim ebenfalls bestenfalls tangential erschlossenen Herboldshof - war zumindest mein Eindruck, wenn man da durchlief.

Bleiben als nur die Leute, die man per Bus auf Boxdorf und Großgründlach herankarrt, oder die, die man per Auto hinpendeln lässt - tja, wenn man die eh hinfahren muss, ist es den Leute wohl gleich, ob man sie nach Steinach oder nach Vach kutschiert, der "Knoblauchsland-Bus-Knoten" ließe sich mit Vach ebenso erstellen.

Natürlich kann ich auch Leute verstehen, die hoffen, das aus der S1 Nord mal eine normale, vollwertige S-Bahn wird. Nur, finde ich nicht, das man nun Vogel-Strauß-Politk betreiben und sagen sollte: Hauptsache die bauen irgendwas, wohin ist egal, Hauptsache es tut sich was.

Weil oben der Vorwurf kam, die Fürther seien stur: Hat jemand von uns hier im Forum die Dauer der Verzögerung ernsthaft verwundert? - ich denke nein. Das wäre also absehbar gewesen, ergo hätte auch die Gegenseite in der Zwischenzeit Lösungen für Zwischenzustände erarbeiten können, eben eine ÜST Stadeln, notfalls unter Ausfahrt der S-Bahn nach Fürth aus Vach auf dem Gegengleis, damit man nur die zwei in Fürth auszubauenden Weichen braucht und nicht noch nen Gleiswechsel zwischenden beiden Altgleisen einbauen muss. Da GWB dort schon installiert sein dürfte, wäre folglich betrieblich denkbar, sobald eine S-Bahn in Vach abfahrend gen ÜST-Stadeln am Gegengleis fährt, einen GZ oder sonstigen Zug von Fürth eben in Fürth aufs Gegengleis zu schicken, dann fahren eben kurz zwei Züge links, und in Vach wieder zurück, klar erfordert das einen ausgeklügelten Fahrplan, aber das traue ich den Planern zu, so einen zu entwerfen.

Insofern hoffe ich, das es zu einer ergebnissoffenen Prüfung kommt, und das volkswirtschaftlich beste siegt - was auch immer das dann sein wird, aber das muss nun eben mal aufgefochten werden. Jeder von uns kennt vergangene verkehrspolitische Fehlentscheidungen. Bevor hier eine neue gebaut wird, soll man das lieber nochmal überprüfen. Sollten dann am Ende die unanfechtbaren Fakten wirklich für den Verschwenk sprechen, dann isses halt so. Aber im Moment habe ich Schwierigkeiten den Zahlen zu glauben.

Und dann ist da noch der Güterzugtunnel. Wenn man jetzt gewaltsam die S-Bahn auf den Acker durchsetzt, dann kriegt man m. M. wenn man dann später mit den Gz. Tunnel ankommt Bürgeraufstände alla Stuttgart 21. Lenkt man bei der S-Bahn ein, sind die Leute vielleicht dem Tunnel aufgeschlossener, und dessen Wichtigkeit bewerte ich deutlich höher, als die der S-Bahnverschwenktrasse. Weil das die Leute sich aufregen, wenn die mit 3 Strecken rinsum eingemauert werden, kann ich verstehen. Sowas gefällt nur ausdrücklichen Bahnhfreunden, jeder andere sieht das als Belastung. Da kann man Lärmschutz hinstellen wie man will.

Insofern sage ich: Möge das bessere gewinnen, das was über jeden Zweifel erhaben ist. Ob dann die Planer oder Fürth der Gewinner ist, wird sich zeigen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.2014 21:30 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth
Und dann ist da noch der Güterzugtunnel. Wenn man jetzt gewaltsam die S-Bahn auf den Acker durchsetzt, dann kriegt man m. M. wenn man dann später mit den Gz. Tunnel ankommt Bürgeraufstände alla Stuttgart 21.

Warum sollte es einen Bürgeraufstand ala Stuttgart 21 geben, wenn die Güterzüge in einen Tunnel verschwinden sollen?
Ich halte das beides nicht für vergleichbar. Im Gegenteil, ich kenne viele, die hätten den Güterzugtunnel lieber heute als morgen, die Güterzüge sind meistens halt doch einiges lauter als die Personenzüge.
an Kukuk,

ganz einfach, weil die bei Herboldshof und Steinach noch nicht im Tunnel liegen. Wenn gegen den Willen der Stadt (und vermutlich auch der Anwohner, der beiden Fürther Ortschaften) die S-Bahn nach alter Planung kommt, und das geht durch, dann entsteht bei den Leuten eine Haltung alla "Bis hierher und keinen Schritt weiter" d.h. wenn dann später der Gz-Tunnel kommen soll, werden die Leute noch verbissener dagegen kämpfen, als wenn man denen jetzt einmal nachgibt.

Denn zur Erinnung:

- Herbolshof wird zwischen Bestandstrecke und Güterzugstrecke eingekesselt
- Steinach zwischen S-Bahn und Güterzugstrecke.

Eine weitere Strecke (zur Altstrecke) lässt sich den Anwohner wohl vermitteln, bei zweien bin ich fast sicher, werden die Austicken. Und dann sollte man halt überlegen, ob man wegen der unwichtigeren S-Bahn die Leute jetzt schon gegen sich aufbringt, und so noch härteren Widerstand gegen den Tunnel herbeiführt.

Deswegen könnte ein hartbleiben jetzt in der S-Bahnfrage dann die Proteste so verschärfen, das diese die Größenordnung von S21 annehmen, alleine weil bei den Leuten dann der (irrigen) Meinung sind, weil man der Bahn den kleinen Finger (des S-Bahnzugeständnisses) gegen hat, nähme sich sich jetzt alles raus (eben den Tunnel). Das ist nicht rational, das weiß ich auch, aber bei solchen Entscheidungen oder den Empfindungen der Anwohne gegenüber den Entscheidungen spielen seltner rationale Gründe eine Rolle.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth

Denn zur Erinnung:

- Herbolshof wird zwischen Bestandstrecke und Güterzugstrecke eingekesselt

Diese Aussage kann ich so nicht teilen:
Denn Herboldshof ist heute schon eingekesselt - zwischen Bestandstrecke und A73.
Da die Gz-Strecke jenseits der A73 liegen wird, dürfte das den Ort kaum tangieren.
Im Gegenteil: Der Ort wird von GzV-Lärm entlastet, da die Gz nicht mehr über die Bestandsstrecke fahren.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.09.2014 21:56 von nvf.
An NVF

ja das ist bekannt, trotzdem könnte ich mir vorstellen, das man sich über die Bahn zusätzlich zu Autobahn aufregt und diese bekämpfen wird - nicht weil es wirkliche große Nachteile für die Leute gibt, sondern gefühlte. Und wenn jetzt durch den S-Bahnstreit sich die Bahn als der "große Übermöchtige Gegner" scheinbar profiliert, dann wird man später eben gleich noch größere Gegengeschütze auffahren - das könnte sich hochschaukeln. Ich wünsche mir das nicht, denn eigentlich bin ich für jeden Meter Schiene der im Lande gelegt wird, und es läge mir fern, mir irgendwas zu wünschen, was der Bahn schadet, aber ich befürchte eben diese Folgen, die so niemand haben möchte.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zum Großteil geht das Linienkonzept in dem Bereich eh von der Infra Fürth aus und wenn man den 178er hernimmt und vom Höffner weiter nach Vach und in einer Schleife über Stadeln in die Schmalau fahren lässt anstatt den im Gewerbegebiet von der Schmalau wo der Hund begraben ist vereneden zu lassen (außer zu den Zeiten wo er eben zum Höffner fährt welche ja nicht häufig sind) dann könnte man schon eine bessere Erschließung erreichen wenn man denn wollte und früher gab es ja eine Buslinie die dann zum LBT abgestuft und eingestellt wurde (mangels nachfrage) damals waren aber Smartphones und Handys nicht so verbreitet wie jetzt also könnte man auch ein LBT evtl. wieder ERFOLGREICH ins Leben rufen, Anrufzeit 30 Minuten vor der Abfahrt gibt es ja z.B. bei OVF Bedarfslinien auch heute schon oft genug, das könnte also als gutes Beispiel dienen, Notfalls kann die Infra ja auch einen Privatunternehmer beauftragen wenn sie sich nicht selbst einen Kleinbus beschaffen möchten.

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Also, die Güterzugstrecke im PFA auf Fürther Stadtgebiet trennt überhaupt nichts mehr, weil sie entlang der A73 läuft. Die Strecke wird südlich von Eltersdorf und nördlich von Großgründlach zusammen mit der S-Bahn nach Westen hin ausgefädelt. Das ist nicht nur planfestgestellt, sondern bereits in Bau.

Jetzt ist dann auf jeden Fall das S-Bahn-Gleis im Westen, muss aber nach Osten, um Anschluss an die bereits gebaute Strecke bis zum künftigen Bahnhof Stadeln-Süd zu bekommen. Sie muss also noch sowohl über die Bestandsstrecke geführt werden als auch aus der künftigen Güterzugstrecke ausgefädelt werden. Man kann jetzt sicher endlos darüber streiten, ob diese Planung so sinnvoll ist, aber das ist unanfechtbar so planfestgestellt und bereits in Bau. Oder soll jetzt auch noch der ganze PFA 17 neu aufgerollt werden.

Die Bestandsstrecke zwischen Stadeln-Süd und Großgründlach bleibt ohnehin erhalten, da ist keine Bahninfrastruktur, die aufgegeben werden würde. Es geht nur darum, wo das zusätzliche S-Bahn-Gleis hinkommt. Westlich der alten Strecke könnte man es nur bis zum jetzigen Vacher Bahnhof legen, aber dann hat man auf jeden Fall einen Verschwenk, weil man ja irgendwie die Autobahn queren muss und in die künftige Güterzugstrecke. Das kostet auf jeden Fall Platz.

Mit dem jetzt geplanten Verschwenk geht es zunächst zur freigehaltenen Trasse beim Möbel-Höffner, da wird also gar nichts mehr zusätzlich zerschnitten und dann über freies Gelände nach Stadeln Süd. Ja, das ist möglicherweise eine Erschwernis für einige Bauern. Ansonsten trifft es nur noch einige Wenige im alten Steinach.

Aber was die Haltepunkte betrifft. Die Stadelner bekommen ja den neuen Haltepunkt Stadeln-Süd und für die Mehrzahl der Leute in diesem Ortsteil liegt dieser nicht schlechter oder sogar besser als heute der Bahnhof Vach. Der liegt ja auch schon für die Meisten rechts ungünstig jwd im Norden. Und so weit wäre der geplante Haltepunkt Steinach auch nicht entfernt, als dass man diesen nicht stattdessen auch erreichen könnte. Für die Leute aus Vach und Mannhof macht dies sicher keinen großen Unterschied mehr, die kommen ohnehin nicht zu Fuß.

Dass irgend jemand gegen den Güterzugtunnel in dieser Gegend sein könnte, kann ich mir nicht vorstellen, denn alle würden gewinnen, wenn es nachts ruhiger wird, auch die Herboldshofener. Die sind durch die A73 vom Osten abgeschnitten, für die macht es sicher nicht mehr viel aus, wenn dahinter noch ein paar Bahngleise verlaufen. Und auch für die Großgründlacher rückt die Güterzugstrecke erst mal weiter weg. Für die Herboldshofer wäre im Gegenteil das S-Bahn-Gleis entlang der Stammstrecke eine erhebliche Beeinträchtigung, denn dieses müsste zwangsläufig recht nahe an den Häusern vorbei geführt werden.

Dass der HP Steinach nicht in einem Wohngebiet liegt und von keinem Wohngebiet fußläufig erreichbar ist, ist sicher richtig. Aber dafür gibt es viele Arbeitsplätze mittlerweile in der Schmalau, der Haltepunkt würde also sicher auch von vielen Pendlern genutzt. Und wenn man auf den Ausbau von P&R achtet und eine Verknüpfung mit den Bussen im Knoblauchsland, so bekäme man hier einen hervorragend erreichbaren Knoten, zumindest wenn man die Straßen baut, die wegen Möbel-Höffner jetzt ohnehin nötig geworden sind.

Und Möbel-Höffner ist nicht IKEA! Dort gibt es zwar auch Mitnahmemöbel, aber das Meiste wird dort nur bestellt und dann ausgeliefert. Weshalb sollte ich nicht mit der S-Bahn anreisen, um mir die Möbelausstellung anzusehen. Und auch bei Teppich-Kibek werden sich die meisten die Ware nach Hause liefern lassen, weil die Auslegeware ohnehin nicht in einen PKW passt.

Es gibt also recht wenig, was von diesen Argumenten von Fürther Seite übrig bleibt, wenn man sie mal einzeln durchgeht.

Sicher kann man jetzt noch einmal rechnen und vielleicht käme tatsächlich heraus, dass es besser gewesen wäre, entlang der Bestandsstrecke zu planen. aber dieser Zug ist abgefahren, seitdem die Verknüpfung südlich Eltersdorf festgeklopft wurde.

Und auch eine Übergangslösung mit Weiche zu den Altgleisen, so dass die S-Bahn noch zum Bahnhof Vach kommen könnte, bringt wahrscheinlich wenig. Ohne weitere Querung wäre das de facto eine eingleisige Lösung für die S-Bahn zwischen Stadeln Süd und Vach und eine weitere eingleisige Lösung für den übrigen Zugverkehr. Und die Kreuzung muss dann trotzdem organisiert werden, und das ist wenig gewonnen im Vergleich zur Kreuzung jetzt im Hbf Fürth.

Und ganz nebenbei: Ich halte die S-Bahn-Strecke für alles andere als "unwichtig"! Ich denke, es wäre im Gegenteil sogar "sehr wichtig", dass diese jetzt endlich in absehbarer Zeit kommt. Und deshalb sollte man sich endlich damit abfinden, dass die Bahn die Fürther "ausgetrickst" hat, warum auch immer und die möglicherweise etwas schlechtere Lösung endlich umsetzen. So viel schlechter kann sie tatsächlich gar nicht sein und es wird sich nur sehr schwer klären lassen, ob der Verschwenk unter dem Strich überhaupt schlechter ist.
Zitat
Christian0911
Zum Großteil geht das Linienkonzept in dem Bereich eh von der Infra Fürth aus und wenn man den 178er hernimmt und vom Höffner weiter nach Vach und in einer Schleife über Stadeln in die Schmalau fahren lässt anstatt den im Gewerbegebiet von der Schmalau wo der Hund begraben ist vereneden zu lassen (außer zu den Zeiten wo er eben zum Höffner fährt welche ja nicht häufig sind) dann könnte man schon eine bessere Erschließung erreichen wenn man denn wollte und früher gab es ja eine Buslinie die dann zum LBT abgestuft und eingestellt wurde (mangels nachfrage) damals waren aber Smartphones und Handys nicht so verbreitet wie jetzt also könnte man auch ein LBT evtl. wieder ERFOLGREICH ins Leben rufen, Anrufzeit 30 Minuten vor der Abfahrt gibt es ja z.B. bei OVF Bedarfslinien auch heute schon oft genug, das könnte also als gutes Beispiel dienen, Notfalls kann die Infra ja auch einen Privatunternehmer beauftragen wenn sie sich nicht selbst einen Kleinbus beschaffen möchten.

Christian, das ist sicher richtig, was Du da schreibst. Aber spricht das jetzt für oder gegen einen der beiden möglichen Haltepunkte? Was Du da schilderst, ist doch auf jeden Fall möglich, egal wo die S-Bahn hält.
An Hans L

> Die Strecke wird südlich von Eltersdorf und nördlich von Großgründlach zusammen mit der S-Bahn nach Westen hin
> ausgefädelt. Das ist nicht nur planfestgestellt, sondern bereits in Bau.

Mein Stand ist, das bestenfalls die Ausfädelung vorbereitet wird, aber entlang der A73 würde jetzt erstmal nix gelegt, das Projekt war doch bisher immer an die durchgängige Viergleisigkeit bis Bamberg gekoppelt. Und wenn die auf "mañana" (irgend- bis nirgendwann) nach hinten datiert wird (also südlich von 2021), passiert das folglich auch mit dem Gz-Tunnel. Wenn man ab 2018 quasi Bamberg - Forchheim als "Nadelöhr" hat, ginge das neue Tunnelzulaufkonzept (Neustädter Gz alle über Schweinfurt - Tunnel) wohl nicht auf, weil Blockverdichtung ist nur Bamberg -Strullendorf und Eggolsheim - Forchheim überhaupt möglich (wobei dies durch den Bf Eggolsheim Süd schon erfolgen wird, der ja möglicherweise trotz allgemeinen Aufschub schon kommen soll), in der "mechanscihen Lücke" ließe sich wohl selbst bei Umstellung auf ESTW wohl keine sehr viel engere Zugfolge erziehlen, weil da die Signalabstände kaum noch näher zusammengerückt werden können, höchstens durch Wegfall sämtlicher Büs, aber wenn man das baut, kann man auch gleich die 4 Gleise legen. so gesehen dürfte vor 2021 kaum was in Sachen Tunnel geschehen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
An Daniel Vielberth:

Im Moment wurde das Ferngleis Richtung Bamberg nach Osten verlegt und das Baufeld freigemacht für die Ausfädelungsbauwerke von Güterzug- und S-Bahnstrecke. Da ist zwischen Frauenaurach und Kleingründlach schon einiges in Bau. Der Planfeststellungsabschitt 17 reicht bis zur Mittelmühle.

Noch nicht angefangen wurde mit der Ausfädelung der S-Bahn aus den künftigen Güterzuggleisen und der Überführung über die Altstrecke. Das gehört noch zum umstrittenen Planfeststellungsbeschluss.

Dass es Engpässe für den Güterverkehr geben wird, weil der 4-gleisige Ausbau nördlich von Erlangen blödsinnig auf die ganz lange Bank geschoben worden ist, ist bedauerlich.

Aber mich interessiert viel mehr der S-Bahn-Verkehr und da vor allem ein störungsfreier 20-Minuten-Takt nach Erlangen, den wir dringend bräuchten. Zwischen Nürnberg und Fürth haben wir schon ein eigenes Gleis und auf Erlanger Stadtgebiet sind die Bauarbeiten voll im Gange. Zwischen Eltersdorf und Erlangen Hbf. wird es dann in etwa 3 Jahren 4 Gleise geben, die sicher in jeder Hinsicht ausreichen werden. Und bis Baiersdorf hat ja der Ausbau auch schon begonnen, da wird man sich dann für den S-Bahn-Verkehr bis Forchheim und Bamberg schon noch eine Weile behelfen können.

Aber zwischen Fürth Hbf. und Eltersdorf gibt es nur die 2 Gleise und das ist heute schon die Störungsursache Nummer 1. Da stehen dann die S-Bahnen vor der Siebenbogenbrücke, können nicht in Fürth einfahren, weil der Fahrweg blockiert ist und blockieren ihrerseits die RE-, ICE- und Güterzüge. Eine kleine Unregelmäßigkeit im Fahrplan und nichts funktioniert mehr, wie es soll. Und dabei spielt es auch keine wesentliche Rolle mehr, ob die Kreuzung dann nach Vach verlegt werden wird, da das Problem das Gleiche bleibt.

Es kann doch nicht sein, dass man ohne Not einen derart gravierenden Engpass nicht schleunigst beseitigt, nur weil man sich über die Trassenführung eines einzigen S-Bahn-Gleises nicht einigen kann.
an HansL

> Da stehen dann die S-Bahnen vor der Siebenbogenbrücke, können nicht in Fürth einfahren, weil der Fahrweg blockiert ist
> und blockieren ihrerseits die RE-, ICE- und Güterzüge. Eine kleine Unregelmäßigkeit im Fahrplan und nichts funktioniert
> mehr, wie es soll. Und dabei spielt es auch keine wesentliche Rolle mehr, ob die Kreuzung dann nach Vach verlegt
> werden wird, da das Problem das Gleiche bleibt.

Das sehe ich anders: Gerade hierbei wäre die Vacher Lösung deutlich besser. Die S-Bahn von Bamberg wartet heute deshalb vor der Fürther Einfahrt, weil der Zug von Nürnberg ausgerechnet auch noch im eingleisigen Abschnitt zwischen Fürth Güterbahnhof und der Weiche nach Gleis 2 in Fürth halten muss. Das heißt Verzögerungen beim Ein- und Aussteigen spielen mit rein, Anfahren und bremsen, vor allem wenn vorher noch ein ICE durch Gleis 2 durchgepresst wird, und die S-Bahn von Nürnberg dadurch auch noch die langsame Einfahrt ohne D-Weg bekommt, all das kann heute verzögernd wirken.

All das gäbe es bei der Vacher Eingleisgkeit so nicht, dort würde im als Zwei-Richtungsgleis benutzten Teil Stadeln - Vach nicht gehalten, sondern immer erst nach Verlassen der Engstelle. Mit Vach Gleis 3 steht eine Ausweichmöglichkeit zur Verfügung, eine stadteinwärtige S-Bahn ohne Störung der Richtungsgleise auf die Gegengleistrasse (im Störungsfall) warten zu lassen, und der Abschnitt wo S-Bahnen einnander begegnen Können verlängert sich von heute Abzw Jansenbrücke bis Fürth Gbf auf Jansenbrücke bis zur ÜST bei Unterfarrnbach (vor der Regnitzbrücke, wo ebendie beiden S-Bahngleise zusammengehen).

Außerdem wird die Gegengleistrasse nur zweimal je Stunde (heutige S-Bahndichte als Fahrplanbeispiel) gebraucht, zu allen andern Zeiten ist Fürth - Vach wie heute nutzbar nur ohne S-Bahnbelegungen. Durch Einbau eines Deckungssignals am heutigen Gleis Fürth - Vach, kann man sich auch das zwei Züge links fahren sparen, dann fährt eben dem Zug der von Fürth kommt die S-Bahn ein Stück entgegen, bis diese in Stadeln "ausweicht", das funktioniert bei jeder anderen eingleisigen Strecke auch. Durch ein weiteres Deckungssignal am nördlichen Ende des Bahnsteigs Stadeln ganz unmittelbar vor der Einmündung ins Gleis nach Vach kann die S-Bahn ferner noch Züge auf der Altrasse vorbei lassen, und sich dann knapp dahinter hängen (Restblock Stadeln bis Esig Vach sehr kurz). Im Gegensatz zu heute werden die Nachfahrzeiten also deutlich kürzer.

Wenn dann die Juristereien ausgefochten wären und tatsächlich die Vacher Variante gewonnen hat (angenommen das) bräuchte man das Gleis von Stadeln nur noch die kurze Strecke bis Vach verlängern, und kann dies an Gleis 3 direkt anschließen, was dann Zwei-Richtungsbahnsteig der S-Bahn wird, genauso, wie Steinach ja auch eingleisig wäre, hierbei gibt es als keine Verschlechterung. Sollte der Bogen gewinnen, baute man entsprechen weiter, die zwei Weichen können als Überleitstelle ja dennoch drin bleiben, um im Störfall Fernzüge auch bis stadeln über die S-Bahngleise zu schicken, dank 76er Bahnsteigen ist das ja kein Problem, brächte also auch noch betriebliche Vorteile wie eine Flexiblere Gleisnutzung, wie man diese z.B heute schon zwischen Nürnberg und Fürth hat, und auch nutzt.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
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