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Erlanger Farce um die StUB
geschrieben von LaurenzBo 
Nachdem das Bürgerbegehren in Erlangen mehr schlecht als recht vor sich hindümpelt - auf den wöchentlichen Infoständen scheinen die Unterschriften nicht so recht zusammenzukommen - und die Behauptungen gegen die StUB auch nicht mehr auf genügend uninformiertes Publikum treffen - die Kommentarfunktion in der Anti-StUB-Seite (http://www.buergerbegehren-stub.de) wurde abgeschaltet -, werden anscheinend die ehemaligen Balleis-Seilschaften in der Erlanger CSU mobilisiert.

http://www.nordbayern.de/region/erlangen/stub-im-wartestand-bremst-jetzt-die-erlanger-csu-1.4755957?searched=true

Es ist nicht mehr lustig. Eine kleine Minderheit mit einer Windschutzscheibe vor dem Kopf versucht mit allen Mitteln, ein für die Region zentral wichtiges Infrastrukturprojekt zu torpedieren. Außer "kostet viel Geld" und "noch mehr Stau wegen der StUB als Verkehrshindernis" (siehe Leserbrief einer fiktiven Erlangerin) fällt den Bremsern nichts mehr ein, als dann eben ohne Argumente zu obstruieren.
...dabei ist es genau umgekehrt. Wenig ÖPNV bringt verstopfte Straßen. Jede Straßenbahn und jeder Bus sorgt dafür, dass weniger Autos in Erlangen und Nürnberg fahren.

Ich hoffe sehr, dass die Stub kommt!
Heute berichten die Erlanger Nachrichten, dass die Betreiber des Bürgerbegehrens 4000 Unterschriften eingereicht haben. Wenn nach der Prüfung genug übrig bleiben oder in der 14-Tagefrist noch genug nachgereicht werden, geht das Erlanger Kasperletheater in eine neue Runde.
Man kann nur hoffen, dass die StUB-Gegner bei der Abstimmung gründlich baden gehen, und dass das Bürgerbegehren nicht zuviel weitere Verzögerungen bringt. Es ist wirklich ärgerlich.
Ich hoffe im Interesse der Vernunft, leider auf das Gegenteil. Erlangen ist zu klein für eine StraBa/STUB oder dergleichen. Es gäbe wichtigere Infrastrukturprojekte oder aktuell gesellschaftliche Probleme die mit dem Geld gelöst werden können - das beste Beispiel sind Unterkünfte für die Flüchtlinge/Obdachlose/Studenten.

Wenn jetzt Rohr bei Schwabach auch noch eine Stub zu brauchen meint, verstehe ich die Welt ehrlich nicht mehr.

Vielleicht bin ich auch einfach noch nicht richtig vom Nutzen überzeugt.

Liebe Grüße.

Stefan
> Es gäbe wichtigere Infrastrukturprojekte oder aktuell gesellschaftliche Probleme die mit dem Geld gelöst werden können - das beste
> Beispiel sind Unterkünfte für die Flüchtlinge/Obdachlose/Studenten.

Das ist zu kurz gedacht. Erstens sind das unterschiedliche Töpfe und ein gegeneinnader Ausspielen von Staatsausgaben ist üblicherweise Kennzeichen unseriöser Politik, denn die Armen gegen die Ärmeren auszuspielen ist armselig (entschuldige das Wortspiel). ÖPNV ist hierzulande ja leider immer noch das Verkehrsmittel für die, die entweder zu jung, zu alt, zu arm oder zu doof zum Autofahren sind. Zumindest werden ÖPNV-Kunden oft so gesehen und behandelt. Grob vereinfach das Verkehrsmittel derer, die es nciht zum Auto schaffen. Der von dir favouritisierte Unterkunftbau betrifft vornehmlich auch erstmal die, die weniger begütert sind und deswegen auf vom Staat oder von Genossenschaften erstellte Wohnungen angewiesen sind (Studenten klammere ich hier mal aus, die stammen häufiger aus finanziell besser gestellten Schichten, vielleicht nicht während der Studienzeit [wobei viele auch da, wenn man denen so zuhört, was die alles sich so neben dem Studium leisten können! als S1 Nutzer muss man das ja häufig...]). Dasiensvorsorge (Wohnungsbau) gegen Daseinsvorsorge (ÖPNV) auszuspielen, was soll das bringen?

Zweitens, was sollen wie mit neuen Wohngebieten, wenn der ÖPNV nicht parallel weiterentwickelt wird? Selbst wenn wir hierzulande "nur" 2 Millionen Neubürger von den potenziellen 40 Millionen Flüchtlingen weltweit abbekommen, wären 2 Millionen neue Autofahrer mindestens 2 Millionen zuviel! Wir haben jetzt schon zu viele Autofahrer und die falsche Politik setzt immer noch auf ein technisches Konzept, das seit gut 100 Jahren nicht mehr bedeutend besser wurde (Diesel- und Bezinmotor). Nicht das ich den Neubürgern kein eigenes Auto gönne, aber wollen wir uns schon wieder eine Autofahrer-Generation heranziehen? Dann werden diese Leute, wenn sie dereinst wieder in ihre Heimat zurückkehren auch dort dieses falsche Verkehrskonzept weiterleben wollen, und so kurbeln wir auch noch gleich weiter Klimaprobleme in der zweiten und dritten Welt an.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Ein vernünftiges Busnetz und eine Autofreie Innenstadt in Erlangen wären wohl das Mittel der Wahl und nicht ein - entschuldige den Ausdruck - größenwahnsinniges, politisches Denkmal eines OB.

Zumal die Stub es nicht mal vermag die Hindenburgstr, die Kliniken und das Südgelände der Uni miteinander zu verbinden. Das wäre der entscheidende Punkt.

Wie gesagt, hoffe ich das die Vernunft siegt und solche Projekte erstmal zugunsten sozialer zurückgestellt werden. Auch wenn es unterschiedlicheTöpfe sein mögen, das Geld entstammt einer Quelle.

Liebe Grüße.

Stefan

PS. Ich will hier nicht nochmal eine Diskussion wie vor einiger Zeit lostreten, sondern teile hier nur meine Meinung mit die hoffentlich als solche akzeptiert uns so stehengelassen wird.
stehenlassen kann man deine meinung sicher. als deine meinung, aber eben nicht unkommentiert.

die argumente sind tatsächlich an anderer stelle schon umfassend ausgetauscht. daher nur der hinweis, dass es keineswegs das projekt eines naiven, jungen bürgermeisters ist, sondern die stub breite unterstützung aus wirtschaft und gesellschaft hat, siehe zum beispiel [ja-zum-einstieg.de]

die gegnerschaft - mit verlaub und dich persönlich höflichkeitshalber ausgenommen - stellt sich für mich überwiegend als eine art "bus-pegida" dar. vor allem ältere männer, die meinen, sie haben die wahrheit gepachtet... bei aller berechtigter kritik an der methode der standardisierten bewertung, was ein volkswirtschaftlicher nutzen ist, sollte doch auch bekannt sein?
Die freien Wähler und die Mittelstandsunion dürfen sich dann aber auch nicht beklagen, wenn die Gelder dann halt nach München fließen, wenn man sie in Franken nicht haben will. Die Münchner bauen gerne noch ne U-Bahn und noch ne Tram oder (in Teilen) ne neue Stammstrecke für das Geld.
Richtig!

Allein schon um das zu verhindern hoffe ich das die mit ihrer "Anti-Stub-Kampagne" nicht durch kommen.

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
bladewing
Die freien Wähler und die Mittelstandsunion dürfen sich dann aber auch nicht beklagen, wenn die Gelder dann halt nach München fließen, wenn man sie in Franken nicht haben will. Die Münchner bauen gerne noch ne U-Bahn und noch ne Tram oder (in Teilen) ne neue Stammstrecke für das Geld.


Die anti Stub kampanie wird doch von der CSU geschürt um genau das zu erreichen.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg

München blüht und Franken
Zitat
R-ler
Die anti Stub kampanie wird doch von der CSU geschürt um genau das zu erreichen.

Das ist jetzt aber auch billige Propaganda. Die Kampagne wird nun von einem Teil der CSU Kommunalpolitiker unterstützt, es sind auch einige pro StUB unterwegs. Auch Minister Herrmann steht hinter der StUB.
Ich hoffe Erlangen sagt Ja zur Stub und man kann 2016 das genaue Planen beginnen...
Was bedeutet eigentlich Stadtumlandbahn. Das Umland welcher Stadt? Nürnberg, Erlangen, Herzogenaurach? Das Gebiet welcher anderen Gemeinde als das der drei genannten Städte wird überhaupt berührt oder überfahren? Ich kann mir zwar vorstellen, dass Nürnberg-Nord und Erlangen-Süd sowie Erlangen-Mitte mit Herzogenaurach gut mit einer Schnellstraßenbahn verbunden werden können. Warum aber der Weg von Nürnberg nach Herzogenaurach über Erlangen führen soll, erscheint mir rätselhaft. Wer macht schon gern Umwege, die fast doppelt so lang sind, wie die "Diretissima" Nürnberg-Fürth-Herzogenaurach? Wisst Ihr es? Gruß Hans Peter.
In wenigen Tagen muß der Stadtrat in Erlangen noch grünes Licht geben. Der Zweckverband STUB könnte damit im Januar 2016 mit seiner Arbeit beginnen.

100% Pro Stub
Zitat
bladewing
Zitat
R-ler
Die anti Stub kampanie wird doch von der CSU geschürt um genau das zu erreichen.

Das ist jetzt aber auch billige Propaganda. Die Kampagne wird nun von einem Teil der CSU Kommunalpolitiker unterstützt, es sind auch einige pro StUB unterwegs. Auch Minister Herrmann steht hinter der StUB.


Stimmt 90% der CSU sind gegen jegliches Projekt in Franken. Die restlichen 10% (minister Hermann) halten es wie Drehhofer. Das eine sagen, das andere Machen...

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg

München blüht und Franken
Zitat
lebenskür
Was bedeutet eigentlich Stadtumlandbahn. Das Umland welcher Stadt?

Da hast Du recht. Der Name Stadt-Umland-Bahn stammt noch aus jener Zeit, als neben der Strecke nach Herzogenaurach noch Strecken nach Höchstadt (Aisch), Ebermannstadt und Eschenau geplant waren. Es ging also um das Umland der Städte Erlangen und Forchheim. Nachdem alle drei Strecken inzwischen entweder wegen den Nutzen-Kosten-Verhältnissen oder den politischen Verhältnissen (Bürgerentscheid) aus der aktuellen bzw. vorläufigen Planung* gestrichen wurden, könnte man jetzt ebensogut von einer "Städte-Bahn" sprechen....

* Die Höchstädter und Eschenauer Strecke sind aber zumindest noch im Flächennutzungsplan der Stadt Erlangen enthalten. Das T-Netz sollte ja immer nur das StUB-Grundnetz sein: Jetzt wird halt das L als Grundstrecke zu betrachten sein; von Netz kann man bei nur einer Strecke nicht mehr sprechen.
Man könnte es natürlich auch Straßaboh oder Trambahn nennen *duck*

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
oder einfach Stadtbahn denn das ist sie ja. Verbindet 3 Städte auf direktem weg.

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München blüht und Franken
Es gab auch mal irgendwo einen Nachrichtenbeitrag in dem die Kölner U-Straßenbahn als S-Bahn bezeichnet wurde, obwohl bei der heutigen Nachrichtenrecherche verwundert einem sowas eigentlich gar nicht mehr :D

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Ich fürchte mich aber echt vor dieser sogenannten Bürgerumfrage.
Die fragen schon so verdreht dass man gar nicht genau weiß was man da jetzt antworten muss. Das ist natürlich Absicht!

Eines erbost mich allerdings total:
Der ehemalige OB Balleis wurde ja vor allem wegen seiner damals noch ablehnenden Haltung zur STUB abgewählt von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Erlangen. Sie haben sich für den Herrn Janik von der SPD entschieden, der klar für die STUB eintritt.

Von daher könnte man doch davon ausgehen, dass die Mehrheit der Erlanger Wäher/innen ihre Stimme an Herrn Janik als Auftrag an die STUB gegeben haben.

Warum muss das jetzt erneut mit einem Bürgerentscheid hinterfragt werden.
Der Bürgerauftrag war doch schon durch die Wahl klar. Sonst hätten sie den Herrn Janik nicht wählen dürfen.

Da gibt es anscheinend ganz schlechte Verlierer, die diesmal aus der unerwarteten Richtung die demokratische Entscheidung der Bürger nicht akzeptieren wollen.
So nach dem Motto, wir machen so lange Bürgerentscheide bis endlich dass rauskommt was die Minderheit will.

Ist genauso beim Frankenschnellwegausbau. Die Mehrheit der Bürger WILL es ENDLICH, aber eine Minderheit torpediert es seit Jahren und wird dies weiter tun. Ich wunder mich manchmal echt über das Demokratieverständnis einiger Leute
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