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[VDE 8.1] Bauarbeiten Fürth - Bamberg 2016 ... 18
geschrieben von Manfred Erlg 
Der PFA 17 (Erlangen) ist genehmigt und gebaut - wenn auch im äußersten Süden noch ein Stück Trasse fehlt - und da wird nichts mehr umgeplant. Der Grenzpunkt zwischen PFA 13 (Güterzugstrecke) und PFA 17 bei km 16,840 (bei Kleingründlach) ist fest. Die Verknüpfung mit PFA 16 (S-Bahn Fürth Nord) südlich des Grenzpunktes muss evtl. umgeplant werden.

Die Planfeststellungsabschnitte:

PFA 11 Nürnberg Hauptbahnhof / planfestgestellt
PFA 12 Stellwerk Erlangen / planfestgestellt
PFA 13 Güterzugstrecke Nürnberg Rbf - Eltersdorf
PFA 14 Nürnberg - Fürth / planfestgestellt
PFA 15 Fürther Bogen / planfestgestellt
PFA 16 Fürth Nord / planfestgestellt (Klage der Stadt Fürth)
PFA 17 Erlangen / planfestgestellt
PFA 18/19 Forchheim - Eggolsheim / planfestgestellt
PFA 21 Hirschaid
PFA 22 Bamberg
PFA 23/24 Hallstadt - Zapfendorf / planfestgestellt
PFA 25, PFA 1.1 NBS – Staffelstein / planfestgestellt

Edit: Text präzisiert, Tabelle ergänzt



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.09.2017 10:26 von Manfred Erlg.
Zum Abschnitt Forchheim gibt es in der Mediathek eine aktualisierte Broschüre, Stand September 2017:

[www.vde8.de]
Zur Terminplanung der Bauabschnitte
Quelle: verschiedene Broschüren


PFA 18/19 Baiersdorf Grenze - Forchheim - Eggolsheim (Länge 13,6 km)

>> Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt (PFA) 18/19 begann 2016 der viergleisige Ausbau zwischen Baiersdorf (PFA 17) und dem Bahnhof Forchheim. Ende August 2017 gingen das erste neue Gleispaar im südlichen Abschnitt sowie neue Gleise und Bahnsteige im Bahnhof Forchheim in Betrieb. << Der Beginn des 4-gleisigen Betriebs ist für November 2018 vorgesehen (siehe unten).

>> Ab 2019 folgt der Ausbau des nördlichen Abschnitts zwischen Bahnhof Forchheim und Eggolsheim. << Hier entsteht auch der 6-gleisige Überholbahnhof Eggolsheim-Süd.

(Stand September 2017)


PFA 21 Altendorf - Hirschaid - Strullendorf (Länge 10 km)

>> Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt beginnen die Hauptbauleistungen Anfang 2019, vorlaufende Umweltmaßnahmen im Frühjahr 2017. <<

(Stand November 2016)


PFA 22 Bamberg

>> Das [Planfeststellungs-]Verfahren soll bis spätestens 2021 abgeschlossen sein, so dass mit einem Beginn der Hauptleistungen ab 2022 gerechnet werden kann. Der Baubeginn von bauvorbereitenden Maßnahmen ohne Erfordernis einer Baugenehmigung ist ab 2019 geplant. <<

Fertigstellung des 4-gleisigen Ausbaus frühestens 2030 (bei der Variante ohne Tunnel).

(Stand Februar 2017)

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Aus den Bau- und Informationsdialogen (BID) bei DB Netze:

Geplante Sperrungen 2018 zwischen Erlangen und Bamberg
(Quelle: Integrierte Bündelung 2018, RB Süd, Stand 18.02.2016)

• Fr 19.10.2018 – Do 01.11.2018: Durchgehende Totalsperrung Forchheim – Erlangen und anschließend

• Do 01.11.2018 – Mo 05.11.2018: Durchgehende Totalsperrung Hirschaid - Erlangen

• Fr 16.11.2018 – Mo 19.11.2018: Durchgehende Totalsperrung Forchheim – Erlangen VzG 5900 (S-Bahngleise)
-- Umleitung bzw. Streckenwechsel über VzG 5919 (Ferngleise)
-- S-Bahn: Haltausfall in Bubenreuth, Baiersdorf und Kersbach

[fahrweg.dbnetze.com]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.09.2017 11:23 von Manfred Erlg.
Erlanger Nachrichten online von heute Nachmittag:

>> S-Bahn-Halt in Bubenreuth ist beinahe fertig

Park&Ride-Plätze sind angelegt, Aufzug wird noch eingebaut

BUBENREUTH - Der Bubenreuther S-Bahn-Halt ist weitgehend fertig. Es fehlt allerdings noch der Aufzug hinauf zum Bahnsteig. <<

[www.nordbayern.de]
Hallo und guten Abend,

wie geht es denn dem Aufzug in Eltersdorf?

Ist der nun endlich funktionstüchtig?

Wird der zweite Zugang schon gebaut?

Gruß elixir
Aus der Forchheimer Presse:


Weg vom Fenster: Bahn braucht neue Brücke

>> Historisches Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert wurde abgebrochen — ICE und Co. haben mehr Platz nötig - 24.09.2017 08:00 Uhr

FORCHHEIM - Die historische Sandsteinbrücke im Augraben ist Geschichte. Hat das wirklich sein müssen?, fragen sich manche Anwohner und sind skeptisch, ob das Bauwerk nicht unter Denkmalschutz stand. Die NN haben nachgehakt. <<

[www.nordbayern.de]

Dem Artikel ist eine Bilderserie über die Bauarbeiten im Forchheimer Bahnhof im August angefügt.


Eine weitere Bilderserie vom 29. September:

Trassen-Ausbau: Am Forchheimer Bahnhof bebt die Erde

>> Am Forchheimer Bahnhof ist die Hölle los: Während vom alten Bahnsteig 2/3 inzwischen nur noch ein rudimentärer Rest übrig geblieben ist und die dazugehörigen Schienen entfernt wurden, dröhnen auf der anderen Seite des provisorischen Fußgängersteges die Großbohrgeräte. Dort wird am Durchbruch der neuen Unterführung bis zum Bahnhofsplatz gearbeitet. <<

[www.nordbayern.de]
Steinacher Verschwenk:

Zum ersten Verhandlungstag vor dem BVG in Leipzig schreibt die Presse:

>> Fürther S-Bahn-Streit: Gericht äußert Zweifel an DB-Plänen

Prozessauftakt am Bundesverwaltungsgericht - Schwenk noch berechtigt? - 25.10.2017 17:00 Uhr

FÜRTH/LEIPZIG - Der Streit zieht sich seit 20 Jahren: Die Bahn will die S-Bahnstrecke von Fürth nach Bamberg durchs Knoblauchsland führen, die Stadt aber wehrt sich. Entscheiden muss nun das Bundesverwaltungsgericht - und das äußerte beim Prozessauftakt Zweifel an den Plänen der Bahn. <<

Weiterlesen: [www.nordbayern.de]

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Und noch ein Artikel von heute Abend zur Situation in Eltersdorf:

>> Deutsche Bahn lässt Eltersdorf warten

Falsche Pläne, fehlende Stellplätze, zerstörte Straßen in Erlangen

ERLANGEN - Der S-Bahn-Halt in Eltersdorf und die unmittelbare Umgebung stehen bei den Bürgern weiter erheblich in der Kritik. Zwar ist der Aufzug zum Mittelbahnsteig nun fertig, aber der Zugang ist trotzdem schwierig. <<

[www.nordbayern.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.10.2017 18:26 von Manfred Erlg.
Danke für die regelmäßigen Updates Manfred Erlg :)
Immer sehr interessant.
Sollte Fürth gewinnen, bin ich gespannt auf die Pläne, die Bahnübergänge Herboldshof und Steinach durch kreuzungsfreie Übergänge zu ersetzen. Man kann da jetzt schon bis zu 30 Minuten stehen...
S-Bahn-Streit: Fürth gibt sich siegessicher

Am 9. November wollen die Richter ihr Urteil veröffentlichen.
Zitat
Efchen
Sollte Fürth gewinnen, bin ich gespannt auf die Pläne, die Bahnübergänge Herboldshof und Steinach durch kreuzungsfreie Übergänge zu ersetzen..

Noch mal: Wenn Fürth gewinnt, heißt das nur, dass die Baugenehmigung für den Verschwenk nicht Rechtens ist. Das heißt NICHT, das damit automatisch entlang der Bestandstrasse gebaut wird. Es wird dann alles auf Null zurück gesetzt und die ganzen Planungen fangen wieder von vorne an. Oder, wenn die Bahn intelligent ist (Ok, das ist ein Widerspruch in sich), schaut sie sich ganz genau an, was das Gericht bemängelt hat und paßt die Zahlen mit weiteren Gutachten und Untersuchungen so an, das sie den Verschwenk dann doch bauen dürfen.
Wenn fürth gewinnt heißt das das die S1 die nächsten 20 jahre in der steinzeit sein wird

______________________________

Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg

München blüht und Franken
Verhandlung in Leipzig
28.10.2017 09:54
Ich war von den 3 Verhandlungstagen 2 1/2 Tage anwesend: Warten wir auf die Urteilsverkündung übernächste Woche. Aber es sollte mich sehr wundern, wenn Fürth insofern Recht gegeben wird, dass die Planung für eine Bündelungstrasse beginnen könnte. Wenn wir Pech haben, wird auch der Verschwenk beerdigt und wir bekommen gar keine S-Bahn-Gleise zwischen Stadeln und Eltersdorf mehr. Ich glaube aber kaum, dass das Gericht so weit gehen wird.

Das Problem war, dass bei der vergleichenden Untersuchung die für die Bündelungstrasse ein NKF von deutlich unter 1 errechnet wurde, für den Verschwenk von deutlich über 1. So konnte eine Planung nur für den Verschwenk gemacht werden.

Fürth warf den Gutachtern vor, dass sie den Verschwenk schön und die Bündelung schlecht gerechnet hätten und es wurde dann mehrfach nachgerechnet. Aber grundsätzlich änderte sich nichts daran, dass die Bündelung nicht förderfähig sei. Jetzt hat Fürth selbst eine Rechnung angestellt und die Bündelung schön gerechnet und den Verschwenk schlecht und drehte mit ihrer Darstellung das Ergebnis um.

Mein Eindruck war, dass sie damit die Richterbank regelrecht genervt hatten und in den entscheidenden Punkten ist ihre Darstellung kaum haltbar. Besonders wichtig: Fürth leugnet, dass es einen "Höffner-Effekt" geben würde. Sie meinen, dass sich zwar ein Autobahnanschluss lohnen würde mit riesigen Parkplatzflächen, aber niemand die S-Bahn nutzen würde, um sich Möbel anzusehen. Das sehen die Gutachter gut begründet anders. Der zweite dicke Unterschied ist, dass die Gutachter durch Stadeln-Süd eine Abwanderung der Fahrgäste von Vach oder auch Stadeln-Nord sehen, da es für die meisten Stadelner keinen großen Unterschied macht, welchen Haltepunkt sie ansteuern. Da aber viel mehr Leute nach Fürth und Nürnberg wollen im Vergleich zu Erlangen, steigen sie eher in Stadeln-Süd ein. Da bleibt für Stadeln-Nord kaum mehr was übrig. Das bestreitet Fürth ziemlich pauschal, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass sie das Gericht von ihrer Sichtweise überzeugen konnten.

Die restlichen Punkte waren nicht so gravierend, dass sie die Bündelung über NKF 1 gebracht hätten, und der Verschwenk wäre nur unter 1 gekommen, wenn man den Höffner-Effekt völlig ignoriert hätte. Damit bleibt dann nur der Verschwenk oder gar nichts.

Was den Verschwenk betrifft, so sind vor allem massive Schlampereien bei der Erstellung des Gutachtens zum Artenschutz problematisch. Das wirkt sich vor allem dadurch aus, dass der Kibitz, ein sehr stark bedrohter Vogel, massiv vom Verschwenk-Gleis beeinträchtigt werden könnte.

Massiv gestört wurde dessen Population aber bereits durch die Höffner-Baumaßnahmen, die anscheinend schon zu einer deutlichen Reduzierung der Brutpaare geführt haben könnten. Genau kann man es wegen der Mängel im Gutachten nicht sagen, aber der Kibitz hatte seine Nester früher vor allem dort.

Es sind aber noch Kibitze da, denen es jetzt deutlich schlechter geht und genau das könnte ein zusätzliches Problem sein, was die Verschwenktrasse betrifft. Da bin ich mal sehr gespannt, wie das Gericht mit dieser Frage umgeht.

Bei allen anderen Fragen hat Fürth nach meinem Eindruck eher kaum oder gar nicht gepunktet oder sogar seine Position geschwächt. Vor allem, was die Frage der Durchschneidung des Wasserschutzgebietes betrifft, haben sie m.E. sogar echte Eigentore geschossen. Fürth müsste die Grenzen des Wasserschutzgebietes deutlich ändern und das trifft dann möglicherweise genau die Bauern, die um ihre Grundstücke kämpfen. Auf jeden Fall ist in dieser Frage der Verschwenk deutlich günstiger, und das ändert auch eine "ist doch nicht so schlimm"-Argumentation nicht wirklich.

Gut, das sind jetzt meine Erwartungen aufgrund des Verlaufs der Verhandlungen. Ich bin auch sehr gespannt, wie weit das Gericht das ähnlich sieht.

Aber die Einschätzung von Herrn Jung, "es sieht gut aus", teilt wohl kaum jemand und so sah es auch niemand, mit dem ich am Rande der Verhandlungen gesprochen habe. Aber er war auch nur knapp 2 Stunden in Leipzig und da wurden gerade mal die ersten grundsätzlichen Rechts- und Verfahrensfragen erörtert. Daraus lässt sich m.E. überhaupt nichts ableiten.

Und auch der NN-Redakteur war nur am Mittwoch da. Da wurde dann am Nachmittag vor allem der Kibitz verhandelt, der wohl tatsächlich das dickste Problem darstellt. Am Mittwoch Abend dachte ich auch, Fürth könnte "gewinnen".

Aber was dann folgte, da hat Fürth m.E. nicht wirklich noch gepunktet.

Jetzt können wir nur hoffen, dass es tatsächlich so aussieht, wie ich meine. Und dass das Gericht den Verschwenk mit nicht allzu drastischen Auflagen erlaubt, die einen baldigen Baubeginn ermöglichen.

Die Alternative - gar kein S-Bahn-Gleis -, die mag ich mir gar nicht vorstellen.
> Die Alternative - gar kein S-Bahn-Gleis -, die mag ich mir gar nicht vorstellen.

Diese Alternative könnte man zumindest zum Erzwingen der Hilfs-ÜST noch gebrauchen. Damit wäre zumindest die erste Hälfte das Problems auch schon gelößt, weil die Kreuzung dann nicht mehr zwingend am Esig Fürth läge. Ich brauch die Strecke zwar nimmer, aber vermute mal, das dieser Zwangspunkt nach wie vor Grund für viel "Freude" bei den Fahrgästen ist.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
> Die Alternative - gar kein S-Bahn-Gleis -, die mag ich mir gar nicht vorstellen.

Diese Alternative könnte man zumindest zum Erzwingen der Hilfs-ÜST noch gebrauchen. Damit wäre zumindest die erste Hälfte das Problems auch schon gelößt, weil die Kreuzung dann nicht mehr zwingend am Esig Fürth läge. Ich brauch die Strecke zwar nimmer, aber vermute mal, das dieser Zwangspunkt nach wie vor Grund für viel "Freude" bei den Fahrgästen ist.

Was ist denn damit gelöst? Die S-Bahnen hoppeln dann doch nur an einer anderen Stelle über die Gleise Richtung Erlangen. Das Problem ist doch im wesentlichen nur verlagert und es gibt eine zusätzliche Möglichkeit, wo die verspäteten Züge aufeinander warten können. Aber das Problem eines zweigleisigen Abschnitts und die Notwendigkeit der Kreuzung, die die südwärts fahrenden S-Bahnen erfordern, das bleibt doch und damit wird doch die Kapazität der Strecke nicht wirklich größer und vor allem die Störanfälligkeit nicht verringert.

Man muss ja sehen, dass die Neubaustrecke von Seiten der Bahn stark befahren werden soll, sie wollen so viel als möglich Fahrgäste vom Flugverkehr abziehen und zusätzliche ICE's einsetzen. Das wird sicher gelingen, denn die Fahrzeiten werden attraktiv. Und jetzt ist noch ein wichtiger Anbieter für die Flüge München-Berlin ausgeschieden.

Da fahren dann halt künftig im Zweifelfall die ICE's und die S-Bahn-Kunden schauen in die Röhre.

Und dann wird ja noch die Güterzugspange an der Schwabacher Straße in Betrieb genommen. Die gibt vor allem dann Sinn, wenn verstärkt Güterzüge künftig über Schweinfurt und nicht mehr über Würzburg fahren. Und diese Züge werden dann die S-Bahn an anderer Stelle zusätzlich ausbremsen.

Das ist alles nicht schön, aber halbwegs funktionieren wird es nur mit einem eigenen S-Bahn-Gleis.
> Man muss ja sehen, dass die Neubaustrecke von Seiten der Bahn stark befahren werden soll, sie wollen so viel als möglich Fahrgäste vom
> Flugverkehr abziehen und zusätzliche ICE's einsetzen.

Die Störungen hat man bis 2030 eh, weil ja der Oberlauf bis Bamberg sowieso die ganze Zeit gebaut wird. Infolge von Umleitern (als die Hamburger Cities über meine ehemalige Strecke fuhren) haben wie seinerzeit schon auf Mechnaik mal die Zugfolge ausprobiert, die die Erfurter Strecke brächte und das ging eigentlich. An ausnehmend große Verspätungen der S-Bahn kann ich mich nicht entsinnern, und 100% pünklich ist die eh nie.

Mehr GV auf der Bamberger Strecke kann eh erst kommen, wenn die Werrntalbahn ausgebaut wird, weil den Zügen erst das rauf und runter Gemünden bis Würzburg antun, um dann wieder rauf und runter bis Waigoldshausen zu zuckeln, das mögen die Cargo-Kutscher eh nicht so gerne. Denen ist die Werrn mit der gleichmäßigen Steigung viel lieber und kürzer ist es obendrein. Aus Erfurt glaube ich an keine Gz (die einzigen Züge die bisher sich von dort ab und zu in unsere Region verirrt haben, waren Ost-V100 für Baustellenlogistik, also keine Anwärter für Trassen auf der ETCS-Strecke), die Cities sind machbar, also sollte Status-Quo langfristig zementiert sein. Deswegen reduziert sich das Problem aus meiner Sicht auf die Stelle Esig Fürth wo die S-Bahnen sich gegenseitig behindern, und die unselige Eingleissigkeit Nürnberg - Fürth. Über zusätzliche Weichen, damit man in Eltersdorf den S-Bahnsteig nutzen kann könnte man noch nachdenken, ansonsten hat man noch viel Zeit und ehrlich gesagt bin ich mir auch sicher, das noch viele Jahrzehnte vergehen werden, bis zwischen der Rednitzbrücke und Eltersdorf irgendetwas auf weiteren Gleisen fahren wird.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth

Die Störungen hat man bis 2030 eh, weil ja der Oberlauf bis Bamberg sowieso die ganze Zeit gebaut wird. Infolge von Umleitern (als die Hamburger Cities über meine ehemalige Strecke fuhren) haben wie seinerzeit schon auf Mechnaik mal die Zugfolge ausprobiert, die die Erfurter Strecke brächte und das ging eigentlich. An ausnehmend große Verspätungen der S-Bahn kann ich mich nicht entsinnern, und 100% pünklich ist die eh nie.

Dass man Störungen ohnehin bis 2030 haben wird, ist aber gerade ein Teil des Problems. Und das wird sich sicher wesentlich verschärfen.

Im Moment hat der ICE sehr große Fahrzeitreserven. Ich bin am Dienstag etwas verspätet von Nürnberg weggekommen, trotzdem war der Zug in Bamberg bereits vor der Ankunftszeit im Bahnhof. In Lichtenfels und Jena standen wir dann lange im Bahnhof, um die Abfahrtszeit abzuwarten, in Jena fast 10 zusätzliche Minuten.

Das Gleiche auf dem Rückweg. In Leipzig fast 10 Minuten Verspätung, bis Jena hatte er das nicht nur aufgeholt, sondern war 2 Minuten zu früh. Über den Frankenwald ging es dann nicht nur gewohnt langsam, ein paar Mal kam der Zug sogar zu stehen und ich rechnete mit einer deutlichen Verspätung. Aber Überraschung: In Lichtenfels waren wir erneut 7 Minuten früher als geplant. Und bis einschließlich Erlangen waren wir dann immer früher im Bahnhof.

Diese großzügigen Fahrzeitreserven wird es dann über die Neubaustrecke sicher nicht mehr geben. 4 Stunden von München bis Berlin, das ist sicher ehrgeizig. Wenn zu viele Fahrgäste durch übermäßige Nachfrage stören, dann wird dieser Fahrplan nicht mehr zu halten sein. Und dann kommen die ICE irgendwann und die S-Bahnen warten. Es werden also nicht nur deutlich mehr Fernzüge sein, sondern sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder zu deutlich mehr Störungen in den Bereichen führen, wo es zu wenige Gleise gibt.

Deshalb meine Erwartung: Bis Gleise im Verschwenk liegen, wird die S-Bahn nach Erlangen und Forchheim immer stärker zur Verdrusslinie werden. Also noch mindestens viele viele Jahre.
an HansL

OK, so gesehen hast du schon recht, nur würde ich den Fehler dann nicht primär in Fürth suchen, sondern bei denen, die evtl die Fahrzeitreserven streichen. Denn die sind gerade der Schlüssel zu einem pünklichen Bahnverkehr. Die hierzulande so gelobte Schweiz hat das. Statt den Minuten herzuhasten, sieht man einfach ausreichend Luft vor. Wobei ich sagen muss, das ich die Schweiz noch nie selbst ausprobiert hab.

Wo ich es aber weiß, ist Tschechien. Ich hab mal in Tschechien wegen Lokproblemen ne halbstündig verspätetet Abfahrt gehabt, und trotzdem das ich nachher noch zweimal umsteigen musste und beide mal nur 10 Minuten Übergang gehabt hätte, habe ich beide Züge erwischt (bei uns undenkbar) und wärend der erste Anschlusszug noch +10 hatte, fuhr der zweite dann schon Planzeit (!!!) ab. Ich sollte noch ergänzen, die beiden letzten Züge waren Nebenbahnstrecken mit max 50km/h, als da war nichts mit rasen, um was auszugleichen, sondern einfach nur gute Fahrplangestaltung und Koordination.

Deswegen bin ich über die 4-Stundenwerbung alles andere als glücklich, aus meiner Sicht, wenn die 4 Stunden tatsächlich ohne Puffer gerechnet sind (das weiß ich nicht), ist es wieder ein Schritt in die falsche Richtung. Ich denke, vielen Reisenden wäre eine etwas längere Fahrzeit, dafür aber garantierte Anschlüsse lieber, als dass der City mit 300 dahinzischen muss, um seinem Plan hinterher zu hasten, aber man trotzdem eine Stunde später ankommt, weil der der Anschlusszug fort ist.

Und mit den nötigen Puffern würde man eben auch nicht die S-Bahn kaputt machen, wie du ganz richtig sagst.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.10.2017 13:46 von Daniel Vielberth.
Hi,

denke bei den Fahrzeitreserven bzw den neuen Fahrzeiten ist auch Marketing Strategie mit dabei, damit die Bahn damit werben kann, München-Berlin im ICE Sprinter in 3h 55min und hält 5x. Der Sprinter und allgmein die neuen ICE Verbindungen via NBS werden wohl nicht mehr so viel Fahrzeitreserven haben, wie zu jetzigen Zeiten.

Wenn sich dann die Züge am Fürther Nadelör stauen, die S-Bahn kreuzen muss und die ICE Sprinter deswegen ihre Verspätungen dort einsammeln, dann wird die Bahn dort irgendwas tun müssen und zwar schnell.
Zitat
Mezzo

Wenn sich dann die Züge am Fürther Nadelör stauen, die S-Bahn kreuzen muss und die ICE Sprinter deswegen ihre Verspätungen dort einsammeln, dann wird die Bahn dort irgendwas tun müssen und zwar schnell.

Die Bahn wird etwas tun: Die S-Bahnen ausbremsen, damit der "höherwertige Verkehr" reibungslos läuft.

Den Ausbau kann die Bahn dann gar nicht anstoßen. Das wird an anderer Stelle entschieden, was da geschieht und die Bahn ist da nur ausführend tätig.

Was kaum geschehen wird, dass ein S-Bahn-Gleis an der "Bündelungstrasse" gebaut wird. Um das planen zu können, fehlen die Voraussetzungen. Das wäre ein reines Nahverkehrsprojekt und auch nur bezogen auf den Abschnitt Stadeln-Süd bis Kleingründlach. Dafür wohnen in Stadeln zu wenig Menschen, als dass sich das für sich gerechnet rechnen könnte und auch mit Bussen kommen nicht genügend Leute zu den zwei diskutierten S-Bahnhöfen. Stadeln- Nord rechnet sich nicht und nicht mal der alte Bahnhof Vach hätte noch genügend Fahrgäste.

Die einzige Chance ist der Verschwenk und der Bahnhof Steinach, damit man noch genügend Nachfrage bekäme. Mit dem "Höffner-Effekt" könnte sich das ganze noch rechnen. Aber nur, wenn die "Schlechtrechnung" von Fürth so nicht anerkannt wird.
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