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[VDE 8.1] Bauarbeiten Fürth - Bamberg 2016 ... 18
geschrieben von Manfred Erlg 
Hi,

es sind ja nicht nur die S-Bahnen sondern auch Express und Güterzüge die dort vor der Fürther Einfahrt auflaufen und sich stauen.

Eine Überleitstelle auf die neuen S-Bahn Gleise kurz vor Unterfarrnbach, würde die bereits seit Jahren brach liegende neue Infrastruktur nutzbar machen und den Knoten Fürth zumindest etwas entwirren. Sozusagen als Übergangslösung, bis eine Einigung bei der Bauvariante im Fürther Bogen gefallen ist und die Trasse gebaut ist.
Auch wenn es widersinnig ist: Für die S-Bahngleise der Bündelungstrasse ist kein ausreichender Nutzen nachweisbar. Und deshalb wird es diese nicht geben.

Wenn der Verschwenk nicht kommt, so werden die neuen Gleise bei Unterfarrnbach nach der Regnitzbrücke dauerhaft an die Bestands-Trasse angeschlossen und das war es. Eine Einigung über eine Trassenführung der S.Bahngleise wird dann nicht mehr kommen und damit auch kein S-Bahngleis bei Stadeln.
Zitat
HansL

Und dann wird ja noch die Güterzugspange an der Schwabacher Straße in Betrieb genommen. Die gibt vor allem dann Sinn, wenn verstärkt Güterzüge künftig über Schweinfurt und nicht mehr über Würzburg fahren. Und diese Züge werden dann die S-Bahn an anderer Stelle zusätzlich ausbremsen.


Hallo,

an der Güterzugspange tut sich seit Februar nicht mehr viel.

Der Anschluß zur Müllverbrennungsanlage ist nun bald ein Jahr komplett nicht mehr möglich - und wie es aussieht liegt die neue Fahrbahn unter der Strecke nach Ansbach irgendwie zu tief.

Aber evtl. hat die Stadt Nürnberg in der letzten Zeit bemerkt, dass es auch ohne Gleisanschluß geht. Die beiden Werkslokomotiven stehen arbeitslos im Hof herum.

Hier ein paar Bilder vom Bauzustand an den Rampen.

[www.drehscheibe-online.de]

Gruß elixir
Zitat
elixir
Der Anschluß zur Müllverbrennungsanlage ist nun bald ein Jahr komplett nicht mehr möglich - und wie es aussieht liegt die neue Fahrbahn unter der Strecke nach Ansbach irgendwie zu tief.

Warum soll die neue Fahrbahn zu tief liegen? Es wird doch jetzt mehr Platz in die Höhe für die Oberleitung gebraucht. Und da man die Strecke darüber schlecht anheben kann, muß man halt tiefer drunter durch.
Der gesamte drei- oder viergleisige Ausbau zwischen Fürth HBf und Eltersdorf (bzw. der Verknüpfung mit einer zukünftigen Güterzugstrecke bei Kleingründlach) ist mit oder ohne Verschwenk ein Nahverkehrsprojekt und daher nicht vom Bund, sondern vom Land zu bestellen.

Nach dem damaligen Stand der Raumplanung hatte das Land die Planung eines alternativen Ausbaus über Vach (Stadeln-Nord) nicht beauftragt, sodass die Bahn dies auch nicht planen konnte. Falls es zu einer Aufhebung der Planfeststellung für den Verschwenk kommt, muss die Beauftragung notfalls erweitert werden. Dass ein schlechter NKF für den Ausbau über Vach diese Variante unmöglich macht, kann ich nicht teilen, da dieser Abschnitt nicht isoliert von der Gesamtstrecke bis Erlangen betrachtet werden kann. (Das dritte Gleis ist notwendig für einen gleichmäßigen 20-Minuten-Takt.)

Und siehe, schon im April hat der bayerische Verkehrsminister die Bahn mit der Planung der Alternative beauftragt, damit es zügig vorangehen kann.

PM des Verkehrsministers: [www.innenministerium.bayern.de]

Beitrag des BR: [www.br.de]

Fürther Presse: [www.nordbayern.de]
Zitat
Manfred Erlg
Der gesamte drei- oder viergleisige Ausbau zwischen Fürth HBf und Eltersdorf (bzw. der Verknüpfung mit einer zukünftigen Güterzugstrecke bei Kleingründlach) ist mit oder ohne Verschwenk ein Nahverkehrsprojekt und daher nicht vom Bund, sondern vom Land zu bestellen.

Das ist ein Teil des Problems, das ist richtig. Die 4 Gleise von Eltersdorf bis Ebensfeld sind alle sowohl für den Nahverkehr als auch den Fernverkehr vorgesehen. Außen fahren die ICE, die RE und ein Teil der Güterzüge. Innen denn der andere Teil der Güterzüge die RB und die S-Bahnen. Damit sind diese Maßnahmen Teil des VDE8.

Von Nürnberg bis Eltersdorf sind aber reine S-Bahn-Gleise vorgesehen und damit ist Bayern zuständig. Sie beauftragen die Nutzen-Kosten-Analyse, und wenn ein NKF > 1 herauskommt, kann es Zuschüsse geben und die Planung ist Rechtens.

Zitat
Manfred Erlg
Nach dem damaligen Stand der Raumplanung hatte das Land die Planung eines alternativen Ausbaus über Vach (Stadeln-Nord) nicht beauftragt, sodass die Bahn dies auch nicht planen konnte.

Auch das ist richtig. Und das Land konnte auch gar keine Planung für die Bündelungstrasse beauftragen, weil sie einen NKF deutlich unter 1 errechnet bekommen hat. Der Verschwenk kam deutlich über 1 und damit war es die weiter zu planende Variante.

Auch wenn die Bündelungstrasse über 1 gekommen wäre, hätte sie nicht zwingend genommen werden müssen. So lange die Verschwenktrasse auch über 1 kommt, kann diese für die Planung in Auftrag gegeben werden. Da wird in der Regel die Variante mit dem höheren NKF genommen, aber da besteht Ermessensspielraum. Ein Ziel kann zum Beispiel sein, die Schmalau oder Steinach anzubinden und die Diskussion bei der Verhandlung nahm breiten Raum ein, ob dieses Ziel landesplanerisch definiert worden ist oder nicht. Da überschneiden sich aufgrund der immer wieder geänderten Voraussetzungen die Vorgänge.


Zitat
Manfred Erlg
Falls es zu einer Aufhebung der Planfeststellung für den Verschwenk kommt, muss die Beauftragung notfalls erweitert werden. Dass ein schlechter NKF für den Ausbau über Vach diese Variante unmöglich macht, kann ich nicht teilen, da dieser Abschnitt nicht isoliert von der Gesamtstrecke bis Erlangen betrachtet werden kann. (Das dritte Gleis ist notwendig für einen gleichmäßigen 20-Minuten-Takt.)

Das ist genau die spannende Frage, ob das geht. Daran scheitert ja auch die U-Bahn-Planung nach Stein. Von Röthenbach bis irgendwo in Stein bekommt man beim besten Willen keinen NKF > 1 mehr hin. Hätte man das gleich mitgeplant mit der Strecke nach Röthenbach, so wäre man insgesamt mit Stein über 1 gekommen.

Nachträglich lässt sich die Betrachtung anscheinend kaum mehr ändern, wenn schon etwas gebaut ist. Und der Rest der Strecke bis Erlangen ist entweder fertig oder in weit fortgeschrittenem Bauzustand und wird bei der Betrachtung als "realisiert" betrachtet.

Ich gebe Dir ja Recht: Das ist widersinnnig, aber das scheinen ziemlich feste Regeln zu sein.

Zitat
Manfred Erlg

Und siehe, schon im April hat der bayerische Verkehrsminister die Bahn mit der Planung der Alternative beauftragt, damit es zügig vorangehen kann.

PM des Verkehrsministers: [www.innenministerium.bayern.de]

Das stimmt eben nicht:

Zitat
Pressemeldung Innenminister
Die Bahn bereitet nun parallel die Planungen einmal für den sogenannten „Fürther Verschwenk“ sowie für eine Behelfslösung, sollte der Fürther Verschwenk nicht realisiert werden können, vor.

Eine Planung für die Bündelungstrasse ist da noch nicht angedacht, sondern nur eine behelfsmäßige Anbindung der seit Jahren brachliegenden Gleise. Das hilft ein wenig, aber löst das Problem nicht: Wir brauchen endlich bis Eltersdorf eigene S-Bahn-Gleise!

Auch bei allen Rechenkünsten, die Fürth in Leipzig vorgeführt hat: Der Nachweis ist nicht gelungen, dass die Bündelungsvariante besser wäre als die Verschwenklösung. Den "Höffner-Effekt" kann man einfach nicht wegdiskutieren: In Steinach gibt es neues Fahrgastpotential. Aber für Stadeln-Nord oder Vach lässt sich das nicht mehr ausreichend errechnen, weil die Mehrzahl der Fahrgäste künftig Stadeln-Süd wählen wird. Stadeln-Süd steht mit Verschwenk sogar besser da, weil dann auch der Rest noch dorthin kommen muss, wenn ein Ausweichen zu einer Haltestelle im Norden nicht mehr möglich ist.

Aber wie auch immer: Auch der Verschwenk wird aufgrund der Interventionen von Fürth noch dauern, weil man erst mal schauen muss, wie es dem Kibitz jetzt geht.

Aber für eine Bündelung müsste das ganze Verfahren wieder von vorne angefangen werden. Da müsste sich Bayern erst einmal anders entscheiden und dann könnte die Vorbereitung der Planung beginnen. Wenn es so kommt, so werden viele von uns keine eigenen S-Bahn-Gleise nach Erlangen mehr erleben, denn dann reden wir nicht mehr von Jahren, sondern von Jahrzehnten. Auch die Bündelungstrasse ist alles andere als frei von gravierenden Problemen!

Man kann also nur hoffen, dass die Richter den Verschwenk mit realisierbaren Auflagen durchwinken und damit der Bau in nächster Zeit beginnen kann. Realistisch sind da aber auch 5 Jahre, bis eine S-Bahn in Steinach hält.

Bayern wird sich nicht für die Bündelungstrasse entscheiden, so lange es kein Gutachten gibt, dass deren Vorteil belegt. Und das ist auch bei Betrachtung aller Argumente nicht in Sicht, auch nicht mit den schon recht eigenwilligen Rechenkunsstücken, die Fürth zur Verärgerung der BundesrichterInnen in Leipzig präsentiert hat.
Zitat
HansL
Den "Höffner-Effekt" kann man einfach nicht wegdiskutieren: In Steinach gibt es neues Fahrgastpotential.

Höffner läßt auf eigene Kosten einen Bus im Stundentakt fahren. Wenn ich den sehe, sitze da im Durchschnitt 6 ältere Personen drin. Es wird wahrscheinlich Zeiten wie Mittags oder Samstags geben, wo er voller ist, sonst würde Höffner sich den nicht leisten.
Das heißt, das Potential des "Höffner-Effekt" läßt sich sehr genau bestimmen. Und da gebe ich eher Fürth recht, einen echten Höffner Effekt Fahrgastmäßig für einen S-Bahn Verschwenk gibt es meiner Ansicht nach nicht.
Zitat
kukuk
Zitat
HansL
Den "Höffner-Effekt" kann man einfach nicht wegdiskutieren: In Steinach gibt es neues Fahrgastpotential.

Höffner läßt auf eigene Kosten einen Bus im Stundentakt fahren. Wenn ich den sehe, sitze da im Durchschnitt 6 ältere Personen drin. Es wird wahrscheinlich Zeiten wie Mittags oder Samstags geben, wo er voller ist, sonst würde Höffner sich den nicht leisten.
Das heißt, das Potential des "Höffner-Effekt" läßt sich sehr genau bestimmen. Und da gebe ich eher Fürth recht, einen echten Höffner Effekt Fahrgastmäßig für einen S-Bahn Verschwenk gibt es meiner Ansicht nach nicht.

Für den Höffner-Bus muss man erst mal nach Fürth-Hbf kommen und dort umsteigen. Der Bus kostet zwar nichts, aber er ist auch nicht im VGN-Fahrplan. Es ist nur wenigen bekannt, dass es einen solchen kostenlosen Bus überhaupt gibt. Und er fährt nur im Stundentakt.

Wenn es einen S-Bahn-Halt Steinach gibt, so ist er alle 20 Minuten nicht nur von Fürth, sondern von allen S-Bahn-Stationen zwischen Nürnberg und Erlangen, 2 mal stündlich von Forchheim und immer noch stündlich bis Bamberg direkt erreichbar. Das ist schon ein um Klassen besseres Angebot, das dann nicht nur für Kunden, sondern zum Beispiel auch für das Personal interessant wird. Und auch in der angrenzenden Schmalau arbeiten Menschen, für die dann die S-Bahn interessant wird.

Die Parkplatze können auch als P&R-Plätze genutzt werden und ermöglichen damit Pendlern, den Staus am FSW zu umgehen.

Und dann will auch die VAG Steinach ansteuern mit Bussen, die von Großgründlach und Boxdorf kommen und es entstünde ein attraktiver Umsteigeknoten.

Das alles haben die Gutachter als "Höffner-Effekt" zusammengefasst und kamen auf ein durchaus nennenswertes Fahrgastpotential. Und es ist bekannt, dass gerade die beauftragte Firma solche Potentiale eher zu niedrig abschätzt als zu hoch. Das sahen auch die Richter in Leipzig so: Die schwache Auslastung des aktuellen Höffner-Busses sagt überhaupt nichts darüber aus, wie gut ein S-Bahn-Halt genutzt werden würde, da haben sie sich nicht einmal auf eine Diskussion eingelassen. Dieser Haltepunkt ist maßgeblich der Grund, dass der Verschwenk einen NKF > 1 erreicht.

Wichtig ist, dass das alles zusätzliche Fahrgäste sind, die die S-Bahn nutzen würden. Im Gegensatz zu den wenigen Fahrgästen, die dann statt in Stadeln-Süd doch lieber in Stadeln-Nord einsteigen würden, wenn einen solchen Haltepunkt gäbe. Wahrscheinlich käme ein solcher nicht einmal beim Bau der Bündelungstrasse, da diese Station einfach nicht "S-Bahn-würdig" wäre. Im Gegenteil: Auch wenn Stadeln-Nord nicht käme und dafür Vach bestehen bliebe. Mit Stadeln-Süd wäre die Nachfrage auch dort so gering, dass sich wahrscheinlich nicht einmal dort an den bestehenden Kanten ein Haltepunkt lohnen würde.
Hallo,

warum wird denn der Haltepunkt am Klinikum Fürth nicht endlich gebaut?

Dieser Bereich ist doch vom "Zickenkrieg" Bahn/Stadt Fürth gar nicht betroffen!

Blockiert hier die Bahn oder die Stadt Fürth?

Wenn nun beschleunigt an der S-Bahn weitergebaut werden sollte, könnten der Halt und die Strecke bis hinter der Flußbrücke längst fertig sein.

Desgleichen die Straßen-Unterführung am Fürther Hauptbahnhof - wer blockiert dort die ordentliche Beendigung der Baumaßnahmen?

Warum lassen sich das die vielen Pendler in der Bahn und die Autofahrer in der Schwabacher Straße, ohne Proteste gefallen?

Nur weil sich Leute nicht einigen können - werden wohl Machtspielchen auf dem Rücken der Betroffenen ausgefochten.

Gruß elixir
Zitat
elixir
Hallo,

warum wird denn der Haltepunkt am Klinikum Fürth nicht endlich gebaut?

Dieser Bereich ist doch vom "Zickenkrieg" Bahn/Stadt Fürth gar nicht betroffen!

Blockiert hier die Bahn oder die Stadt Fürth?

...
Nur weil sich Leute nicht einigen können - werden wohl Machtspielchen auf dem Rücken der Betroffenen ausgefochten.

Gruß elixir

Unterfarrnbach wird nicht fertig gebaut, weil es doch eine größere Sache ist, provisorische Bauweichen zum Anschluss der Gleise einzubauen. Die ja dann wieder herausgenommen werden müssen, wenn es irgendwann mal ein fertiges S-Bahn-Gleis bis Eltersdorf gibt. Ich bin jetzt kein Fachmann, aber ein kundiger Bahnmitarbeiter hat mir erklärt, dass es vor allem ein Problem ist, die für diese Weichen nötigen Signale einzubauen und die Steuerung im Stellwerk anzupassen.

Ob der fehlenden Anschluss deshalb ein "Zickenkrieg" ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber es erscheint mir nicht ganz unplausibel, dass sich der Aufwand nicht lohnen könnte, zumal der S-Bahn-Verkehr damit nicht deutlich verbessert werden kann. Was man bekommt, wäre halt im wesentlichen nur ein besser errreichbarer Haltepunkt Unterfarrnbach.

Andererseits kann ich mir schon vorstellen, dass die Bahn da wenig Neigung hat, der Stadt Fürth entgegen zu kommen. Das mögen Machtspielchen sein. Aber nachdem Fürth so wenig bereit ist, einzulenken ...
Hallo HansL,

ich habe nicht die Weichen und Signale für einen etwaigen Zwischen-Anschluß der S-Bahn an die Fernbahn gemeint, sondern das Bauwerk und die Strecke bis Stadeln, die könnte ja seit Jahren erstellt werden.

Und wegen der Zinsen für die noch nicht zu gebrauchenden Gleise und Anlagen, muß man sich auch keine Sorgen machen, die beiden großen Brücken wurden auch gebaut, Kapital ist ja genug da.

Es ging mir um die Bauzeiten, die "verspielt" werden, durch nichtstun.

Eben wie in der Unterführung der Schwabacher Straße.

Gruß elixir



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.10.2017 23:27 von elixir.
Zitat
elixir
Hallo HansL,

ich habe nicht die Weichen und Signale für einen etwaigen Zwischen-Anschluß der S-Bahn an die Fernbahn gemeint, sondern das Bauwerk und die Strecke bis Stadeln, die könnte ja seit Jahren erstellt werden.

Gruß elixir

Hallo Elixir: Dass es um die Gleise bis Stadeln-Süd geht, habe ich schon verstanden. Aber wie geht es dort weiter:

1) Wie geplant über den Verschwenk? Das lehnt Fürth ab und ist im Moment blockiert.

2) Über ein drittes Gleis bis mindestens Bahnhof Vach? Da gibt es keine Planung dafür und es kann auch erstmal mangels Planungsauftrag keine geben. Und dann bleibt ja immer noch das fehlende Stück bis Eltersdorf, das nur sehr schwer realisierbar sein wird.

3) Oder eben Weichenverbindungen irgendwo bei der Regnitzbrücke, mit der ein Zwischenanschluss der S-Bahn an die Fernbahn geschaffen wird.

Ohne einer dieser drei Maßnahmen kannst Du die Gleise bei Unterfarrnbach nicht in Betrieb nehmen. Meine Antwort bezog sich auf Möglichkeit 3. Welche Möglichkeit hattest Du im Auge?
Hallo HansL,

irgendwie schreiben wir aneinander vorbei.

Ich meine, dass der Abschnitt bis Stadeln einfach nur fertig gebaut werden sollte.

Ganz gleich wie es weitergehen wird, wäre evtl. eine weitere Verzögerung bei Inbetriebnahme eben nicht von dann noch zu bauenden Streckenteilen/Abschnitten abhängig.

Es soll doch dann möglichst schnell ein vernünftiger S-Bahn-Betrieb für die Nutzer, stattfinden können.

Oder, kann wegen dem verhängten Baustop nicht das Streckenstück, von der Ausfahrt Fürth bis hinter die Flußbrücke, fertiggebaut werden.

Obwohl, in den vergangenen Jahren, wurde z.B. am Klinkum auch im Schneckentempo weitergebaut bzw. die Stützmauer für den Übergang zur U-Bahn fertiggestellt.

Meine Frage war: wer oder was hindert die Bahn, ihre Bauarbeiten soweit auszuführen, dass der Reststrecke in möglichst kurzer Zeit erstellt werden kann.

Gruß elixir
Zitat
elixir
Hallo HansL,

irgendwie schreiben wir aneinander vorbei.

Ich meine, dass der Abschnitt bis Stadeln einfach nur fertig gebaut werden sollte.

Ganz gleich wie es weitergehen wird, wäre evtl. eine weitere Verzögerung bei Inbetriebnahme eben nicht von dann noch zu bauenden Streckenteilen/Abschnitten abhängig.

Es soll doch dann möglichst schnell ein vernünftiger S-Bahn-Betrieb für die Nutzer, stattfinden können.

Oder, kann wegen dem verhängten Baustop nicht das Streckenstück, von der Ausfahrt Fürth bis hinter die Flußbrücke, fertiggebaut werden.

Obwohl, in den vergangenen Jahren, wurde z.B. am Klinkum auch im Schneckentempo weitergebaut bzw. die Stützmauer für den Übergang zur U-Bahn fertiggestellt.

Meine Frage war: wer oder was hindert die Bahn, ihre Bauarbeiten soweit auszuführen, dass der Reststrecke in möglichst kurzer Zeit erstellt werden kann.

Gruß elixir

Den Eindruck habe ich auch, dass wir aneinander vorbei schreiben.

Die Gleise bis Stadeln enden nach der gültigen Planung zur Zeit im Nichts, so lange der Verschwenk nicht gebaut ist. Die nächsten Weichen, wo man auf andere Gleise kommt, sind nach gültiger Planung erst die, die in Eltersdorf bereits liegen. Wenn Du bis Stadeln bauen und die Gleise befahren willst, so musst Du sie ja irgendwo anschließen. Da gibt es die drei von mir oben skizzierten Möglichkeiten.

Und weil die Bahn keine provisorische Anbindung irgendwo bei Stadeln-Süd machen will, hat sie auch gleich die ganzen Bauarbeiten im Fürther Bogen erstmal gestoppt. Da fährt die nächsten Jahre ohnehin kein Zug.

Wenn die Entscheidung pro Verschwenk fällt, dauert es so und so noch einige Zeit. Bis dahin ist man dann leicht auch im Fürther Bogen fertig.
Die Abschnitte PFA 15 Fürther Bogen (bis einschließlich Regnitzbrücke) und PFA 16 Fürth Nord (Verschwenk) sind ja bisher so geplant, dass sie nur gemeinsam in Betrieb genommen werden können. Da der Bau von PFA 16 nicht innerhalb eines Jahres verwirklicht werden kann (Grundstückskäufe, Dämme, Brücken*), ist es nicht sinnvoll, zu viel Kapital für eine schnelle Fertigstellung von PFA 15 zu binden.

Erst der Auftrag für die Behelfslösung (Weiche nach der Regnitzbrücke ?) wird eine separate Inbetriebnahme erlauben. Vielleicht wird man nach dem Urteil mehr dazu erfahren. Zum jetzigen Zeitpunkt führt eine Diskussion nicht weiter.

* Auch die Variante mit dem dritten Gleis über Vach würde mehrere Brückenbauten erfordern. Da der Verschwenk zwischen der Regnitzbrücke und der EÜ Erlanger Straße beginnt, liegt die Brücke für das dritte Gleis nicht parallel und müsste für die Variante über Vach neu geplant werden.

Edit: Da war HansL schneller mit der Antwort.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.10.2017 10:43 von Manfred Erlg.
Zitat
Manfred Erlg
Erst der Auftrag für die Behelfslösung (Weiche nach der Regnitzbrücke ?) wird eine separate Inbetriebnahme erlauben. Vielleicht wird man nach dem Urteil mehr dazu erfahren. Zum jetzigen Zeitpunkt führt eine Diskussion nicht weiter.

Sehe ich auch so! Und selbst die provisorische Anbindung bräuchte Zeit zur Realisierung. Diese Zeit würde wohl auch für die Fertigstellung des Fürther Bogens reichen.

Eine Rückfrage: Im April wurde die Planung des Provisoriums vereinbart. Ist bekannt, ob da tatsächlich etwas geschehen ist? Oder hat die Bahn jetzt erst einmal abgewartet, wie die Verhandlung in Leipzig ausgeht? Und fängt erst dann zu planen an, wenn der Verschwenk tatsächlich endgültig gescheitert ist.

Das ist zumindest meine Befürchtung: Die Bahn ist sich sicher, dass sie den Prozess mit Auflagen gewinnt und sitzt das Weitere erst einmal aus.
Zitat
elixir
Hallo,

warum wird denn der Haltepunkt am Klinikum Fürth nicht endlich gebaut?

Dieser Bereich ist doch vom "Zickenkrieg" Bahn/Stadt Fürth gar nicht betroffen!

Blockiert hier die Bahn oder die Stadt Fürth?

Wenn nun beschleunigt an der S-Bahn weitergebaut werden sollte, könnten der Halt und die Strecke bis hinter der Flußbrücke längst fertig sein.

Desgleichen die Straßen-Unterführung am Fürther Hauptbahnhof - wer blockiert dort die ordentliche Beendigung der Baumaßnahmen?

Warum lassen sich das die vielen Pendler in der Bahn und die Autofahrer in der Schwabacher Straße, ohne Proteste gefallen?

Nur weil sich Leute nicht einigen können - werden wohl Machtspielchen auf dem Rücken der Betroffenen ausgefochten.

Gruß elixir


Ich glaube ihr versteht elixir falsch: Es geht nicht um die Fertigstellung und Inbetriebnahme, sondern lediglich um die Fertigstellung, ohne Anschluss an die anderen Gleise.
an HansL

> Sehe ich auch so! Und selbst die provisorische Anbindung bräuchte Zeit zur Realisierung. Diese Zeit würde wohl auch für die Fertigstellung des
> Fürther Bogens reichen.

Beim Bogen ja, aber die Behelfs-ÜST wäre ja eigentlich keine große Sache, und da würde ich auch Elixir zustimmen, dass man lieber schon heute komplettieren sollte. Sonst könnte es nämlich zu den Peinlichkeit kommen, dass dann die Behelfs-Üst steht, aber wegen dem Slow-Motion-Bau zwischen Fürth und der ÜST nicht sofort nach Vollendung in Betrieb gehen kann.

> Das ist zumindest meine Befürchtung: Die Bahn ist sich sicher, dass sie den Prozess mit Auflagen gewinnt und sitzt das Weitere erst einmal aus.

Ich befürchte, das ist der Grund, warum man den Slow-Motion-Bau macht. Man rechnet mit nichts anderem, als zu gewinnen, und wird dann echte Probleme bekommen, falls dem nicht so ist, weil dann die verschlafene Vertigstellung im unstrittigen Abschnitt und die Behelfs-ÜST gleichzeit im Eiltempo hochgezogen werden müssen.

@ alle:

Die Ansicht, das die Gleise nur bei Weiterbau Sinn machen, teile ich im Übrigen auch nicht, würde man zumindest den untrittigen Abschnitt fertigstellen, ließe sich vom ursprünglichen Konzept wieder etwas mehr umsetzen, man könnte die Laufer Züge, wenn schon nicht bis Erlangen zumindest bis Unterfarrnbach fahren lassen, und dort wenden. Damit entlastet man den HBF, und es wäre dann der 20 Minutentakt zumindest schonmal bis Fürth eingerichtet. Dafür genügt theoretisch sogar, erstmal nur Gleis 20 durchzubauen, und die Behelfsweiche im Gleis 21 drin zu lassen. Bei intelligenter Planung könnte dann in Unterfarrnbach der Anschluss von der Laufer S-Bahn an die Pseudo-S-Bahn (Express-Ersatzzüge die in Erlangen enden), hergestellt werden. Damit wäre auch die Kiste, das für die in Erlangen endenden "S-Bahnen" man vom Fürther HBF mit der U-Bahn Unterfarrnbach fahren muss hinfällig, der Zubringer nach Unterfarrnbach läge dann auch in Bahnhand.

EDIT: Schreibfehler ausgebessert

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.10.2017 00:15 von Daniel Vielberth.
Daniel,
ich unterstütze deine Ausführungen. Allerdings befürchte ich, dass hier wieder die typischen Ausreden umgehend parat wären:
  • Rothenburger Str. Wird auch per U2/3 angefahren und ist damit ja permanent erreichbar (ja richtig, aber eben nur durch Umstieg am Hbf aus der Laufer S-Bahn)
  • Fürth Hbf. und Klinikum erreicht man ja auch per U1 (wieder fragwürdig, da von Nbg Hbf. mit der U1 nach Fürth doch einige Zeit in Anspruch nimmt, Umsteigen müsste man außerdem noch) und Hbf. per RE/RB
Einzig für Steinbühl gelten die U-Bahn-Ausreden nicht.
Ich kann nur resignierend sagen, dass der derzeitige Zustand wohl für Nürnberg schon "reicht". Was besseres braucht man für die Frankenmetropolen ja scheinbar nicht. Wäre der Wille (bzw. genügend Druck von der Regierung) da, könnten die Züge bis Unterfarrnbach mit relativ geringem Aufwand (verglichen zum gesamten Verschwenk, um den es hier ja eigentlich geht) in dichtem Tackt fahren.
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