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U3 Fertig! Was kommt danach?
geschrieben von R-ler 
an straßaboh-Fan

> Aber umgekehrt glaube ich daran dass nichts gebaut wird, was im NVEP als nicht förderwürdig begutachtet wurde.
> Blöder Satz, aber ich weiß nicht wie ich es anders formulieren soll. Verstehst du was ich meine?

Ich denke ja. Es kein sein, das nach paar weiteren Gutachten in einigen Jahren die ein oder andere NVEP-Strecke, vielleicht doch noch kommt. So ab 2040+ Am ehesten könnte ich mir da die Lichtenreuth-Strecke vorstellen, die könnte ggf als einziges Projekt überlegen, weil die "wenig stört" (aus CSU-Sicht), zumindest wenn man es schaffen sollte, zumindest die Ringquerung höhenfrei zu bauen.

> So wie es aussieht wird es auch diesmal nix. Warum um alles in der Welt gibt man dann so ein teures Gutachten in Auftrag, wenn man dann
> hinterher sagt "ach nee, so ne Altstadttram ist zwar rentabel, aber das wollen wir einfach nicht", "Ach nee ne zweite Betriebshofzufahrt von
> Gibitzenhof neee das wollen wir auch nicht.... oder vielleicht nur eingleisig... ach ja und dann nur als reine Betriebsstrecke, damit ja kein einziger
> Fahrgast mitfährt."

Ich denke das liegt schlicht an den zwei Fraktionen im Stadtrat. die einen wollen zwar was tun, für Zettel (Guchtachten wie den NVEP) kiregen die grad noch ne Mehrheit, aber für die Realisierung der Zettel dann nicht mehr. Du hast ja sehr schön geschildert, in welchen Verkehrspolitischen Mittelalter die bayrische Einheitspartei nach wie vor steckt, und da ist das Problem.

> Und jetzt diskutieren wir plötzlich über den Sinn eines Gutachtens und reden es schlecht, unsere Vorschläge und Visionen seien aber das
> Non-Plus-Ultra.

Nö sind sie nicht, keine Sorge ;-) Im Grunde versuchen wir hier doch zu erraten, welches Projekt man trotz des Vorhandenseins der CSU durchbringen könnte. Im Grunde keines, aber manchmal lassen die sich ja doch rumkriegen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Christian0911
Ich finde da das Chemnitzer System nicht schlecht, der Citylink wäre ein Fahrzeug welches den Kompromiss zwischen Niederflurbahnsteigen einer Straßenbahn und etwas höheren Bahnsteigen der DB gut ausgleicht:

[upload.wikimedia.org]

Sowas könnte man denke ich sehr gut in Nürnberg realisieren falls man eine richtige Überlandstraßenbahn möchte

Die Bahnen könnte ich mir gut vorstellen für eine Tram über die Biebertbahn usw.

Was haben die Vmax?

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.03.2017 19:04 von R-ler.
@R-Ler hier wäre das Datenblatt vom Vossloh Kiepe Typ, laut dem Netz sollte es aber wohl auch noch einen Typ von Stadler geben, jenes Datenblatt würdest du auch unter dem selben Link finden (also chemnitzer-modell .de und dann den Punkt Datenblätter wählen)

[www.chemnitzer-modell.de]

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Also Bostrab Vmax 60

EBO Vmax 100

Das finde ich nicht so gut. So müsste die Strecke nach erlangen nach EBO richtlinien gebaut werden.

Hoffentlich gibt es eine Möglichkeit das ganze auch auf BoStrab mit Vmax 100 laufen zu lassen

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
an R-ler

dem steht [www.gesetze-im-internet.de] BoStrab § 49 entgegen, der dann ein PZB-artiges system für die Tram verlangt, welches unsere Züge bislang nicht haben, außerdem wird der politische Wille dem entgegen stehen, das man die Tram nicht zu attraktiv machen darf, also wird man den Bestandfuhrpark nicht umrüsten, und vermutlich Neufahrzeugen auch nix entsprechendes verpassen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
an Daniel:

Ja mit der Maßnahme der Tram zur Bauernfeindstr. (Lichtenreuth) hast du Recht.
Das ist das Einzige wozu sich die CSU in den Nachrichten bisher geäußert hat... und zwar positiv.
Ich hab mir damals auch sofort gedacht:
"klaro, weil da keine Straße langgeht und sie durch Grünanlagen fährt, passt also".

Außerdem muss mit der Bayernwanne langfristig ja was gemacht werden. Und bei der Gelegenheit könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Hätte man damals nicht die Tram zur Bauernfeindstr. entlang der Münchener Straße eingestellt, dann hätte man schon längst die Trasse da... aber natürlich nach wie vor das Problem mit der Bayernwanne.

an R-ler:
Da Nürnberg ja einen Teil der Biebertbahntrasse "entwidmet" hat, ist die Bibertbahn da total verhindert.
Ich glaube Zirndorf und Oberasbach hätte im Bürgerentscheid nicht gegen eine Überlandtram auf der bestehenden Trasse gestimmt. Gegen die U Bahn Verlängerung von Gebersdorf in Ihre Gebiete haben sie ja leider gestimmt... selber schuld
Wenn das Chemitzer Modell mal ganz fertig ist, dann könnten wir dem Nürnberger Stadtrat ja eine Betriebsbesichtigung spendieren. Vielleicht hilfts
Ich bin ja immer dafür ein eigenes Modell zu fahren. Nürnberg und Umgebung muss nicht nach Karlsruhe oder Chemnitz schauen, sondern auf die eigenen Stadtteile und Nachbarstädte. Kommt die STUB nach Erlangen und Herzogenaurach, wird es zwar nach "Außen" einen anderen Betreiber geben, aber wir tuen gut daran, unser Netz so einfach wie möglich zu halten und einen uneingeschränkten Fahrzeugpark zu halten.
Wir haben den Vorteil, alle Strecken, die womöglich in den nächsten 20 oder 30 Jahren kommen werden, als einfache Straßenbahnstrecken zu bauen. Damit gibt es später keine Einschränkungen in den möglichen Linienführungen.

Würden alle Politiker an einem Strang ziehen könnten wir Erlangen/Herzogenaurach, Langwasser, Kornburg und die Altstadt in den nächsten Jahren bauen und unsere Straßenbahn zum Erfolgsmodell aufsteigen lassen.
In München setzt man ja auch auf dieses einfache System.
Also weg von unnötigen Tunnelstrecken, weg von Oberleitungsfreien Strecken und ein Mix der Systeme und hin zu einen einfachen Straßenbahnausbau in Nürnberg und näherer Umgebung!
Zitat
Marktkauf
Ich bin ja immer dafür ein eigenes Modell zu fahren. Nürnberg und Umgebung muss nicht nach Karlsruhe oder Chemnitz

Man kann sich daran aber ein Beispiel nehmen wie man es unter Umständen richtig machen kann, finde ich zumindest?

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
finde ich auch... warum muss Nürnberg immer alles neu erfinden? Blicke über Tellerränder haben noch keinem geschadet.
Und eine Gräfenberg- oder Bibertbahn führe in Karlsruhe halt schon jahrelang bis in die Fußgängerzone.

Woher eigentlich die Info, dass die StUB einen "anderen" Betreiber kriegt? Wird der Betrieb ausgeschrieben?
Zitat
Phantom
Woher eigentlich die Info, dass die StUB einen "anderen" Betreiber kriegt? Wird der Betrieb ausgeschrieben?

Ich stecke nicht im Detail im Vergaberecht, aber ich meine dass Direktvergaben an einen kommunalen Betreiber ohne Ausschreibung nur noch dann zulässig sind, wenn sich dieser betrieblicher Tätigkeiten außerhalb der eigenen Kommune enthält.
Die Strecke der STUB (Linie 4) würde in drei Städten verlaufen und der Großteil der Strecke liegt in Erlangen und Herzogenaurach. Es ist rechtlich nicht möglich einfach die VAG dafür zu beauftragen. Dafür müsste die ganze Strecke, oder der größte Teil der Linie in Nürnberg verlaufen.
Zitat
Marktkauf
Die Strecke der STUB (Linie 4) würde in drei Städten verlaufen und der Großteil der Strecke liegt in Erlangen und Herzogenaurach. Es ist rechtlich nicht möglich einfach die VAG dafür zu beauftragen. Dafür müsste die ganze Strecke, oder der größte Teil der Linie in Nürnberg verlaufen.

Na ja, in Erlangen sind doch Erlanger Stadtwerke ESTW für die Busse zuständig, oder?

Ich bin aber schon gespannt wann die ersten Bauarbeiten von Wegfeld aus beginnen und
wie die letztlich die Schienen verlegt werden. In der Moosäckerstr. müsste es wahrscheinlich
in der Straßenmitte sein, da rechts der Staedtler ist.
Zitat
katie32
Zitat
Marktkauf
Die Strecke der STUB (Linie 4) würde in drei Städten verlaufen und der Großteil der Strecke liegt in Erlangen und Herzogenaurach. Es ist rechtlich nicht möglich einfach die VAG dafür zu beauftragen. Dafür müsste die ganze Strecke, oder der größte Teil der Linie in Nürnberg verlaufen.

Na ja, in Erlangen sind doch Erlanger Stadtwerke ESTW für die Busse zuständig, oder?

Ich bin aber schon gespannt wann die ersten Bauarbeiten von Wegfeld aus beginnen und
wie die letztlich die Schienen verlegt werden. In der Moosäckerstr. müsste es wahrscheinlich
in der Straßenmitte sein, da rechts der Staedtler ist.

Ja, aber die STUB fährt ja durch alle drei Städte! Ich finde es aber lustig, wenn es eine handvoll neuer Straßenbahnwagen für die STUB gibt, die farblich abweichen...

Habe ich mir auch schon oft gedacht...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.03.2017 11:37 von Marktkauf.
Was kommt danach?

hier habe ich die Planungen für eine U 4 wieder aufgerollt:

[www.bahninfo-forum.de]

Schaut sie euch doch mal an :) und schreibt, was ihr davon haltet?

Vielen Dank

Julian
Vor Ewigkeiten schrieb ...

Zitat
Daniel Vielberth
Etwas Bauchschmerzen habe ich nach wie vor, mit dem Abzweigpunkt jener Eibach/Reichelsdorfer U-Bahn. Wenn die Linien 61 und 62 nicht mehr Röthenbach erreichen, wird dadurch Röthenbach wirklich so geschwächt, das 50% des heutigen Angebot nach Röthenbach auf der U-Bahnseite schon ausreichen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich denke nicht das 50% der U-Bahnnutzer in Röthenbach aus dem 61/62er stammen.

Ich bin ja bekanntlich noch neu hier im Forum und versuche meine eigenen Denkprozesse von euch kommentieren zu lassen.

Achtung: Das folgende Anliegen beinhaltet - wie so oft - einen U-Bahnvorschlag. Wer sich darauf verständlicherweise nicht einlassen will, ist herzlich dazu eingeladen, diesen Beitrag zu ignorieren. Alle anderen mögen aber gerne ihre Meinung kundtun! :-)

Ich hatte im Rahmen des demokratischen Entwicklungsnetzes eine Verlängerung der Tram von Dianaplatz via Hohe Marter und Eibach nach Reichelsdorf vorgeschlagen. Nachteile wie das Fehlen eines eigenen Gleiskörpers liegen auf der Hand. Letztlich bin ich dann wieder bei einer U-Bahnlösung gelandet:

Will man den Bahnhof Röthenbach nicht abwerten, komme ich an dem Gedanken nicht vorbei, eine andere U-Bahnlinie nach Eibach bzw. Reichelsdorf zu führen. Um die Sache von Süden nach Norden aufzurollen: Man bräuchte damit also einen zweiten Bahnsteig für den Bahnhof Hohe Marter, um die Kapazität der U2 Strecke nicht doch einzuschneiden. Ein solcher zweiter Bahnsteig ist zwar teuer – eine Ausfädelung der Reichelsdorf-U-Bahn als Abzweig der U2 unter dem Kanal allerdings auch.
Kombiniert man diese Überlegung damit, dass es aktuell bereits auf dem Abschnitt Hallertor – Landgrabenstraße zu Spitzenzeiten einen 2,5/5-Minuten-Takt durch die Überlagerung der Straßenbahnlinien 4 und 6 gibt (sehe ich das derart richtig?), könnte man auf folgende Idee kommen:
Man gräbt die alte U31 der Grundnetzplanungen aus und führe diese statt in die Gartenstadt nach Reichelsdorf. Im Norden verkürzt käme ich dann auf folgenden Verlauf:
Friedrich-Ebert-Platz (Umsteigemöglichkeit Tram nach Am Wegfeld, U3)
St. Johannis (ggf. Umsteigemöglichkeit zur Tram nach Westfriedhof)
Kleinweidenmühle
Plärrer
Steinbühl (Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn, Tram nach Dokuzentrum)
Brehmstraße (Umsteigemöglichkeit zur Tram – bis dahin ggf. auf der Achse Gibitzenhof-Hauptbahnhof, statt Am Wegfeld)
Dianaplatz (Umsteigemöglichkeit zur Tram nach Gibitzenhof bzw. weiter Richtung Minervaplatz etc.)
Sandreuth (Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn)
Hohe Marter (Umsteigemöglichkeit zur U2)
Platz der Deutschen Einheit
Schußleitenweg (Umsteigemöglichkeit zu den Buslinien)
Eibach Kirche
Wiener Str. / Hafen (Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn)

An den zahlreichen Klammerbemerkungen erkennt man auch die Vielzahl der Umsteige- und Verknüpfungsmöglichkeiten einer solchen Linie. Bei Bedarf könnte man natürlich auch irgendwann südlich des Bahnhofes Steinbühl in Richtung Zabo ausfädeln.
Vorerst erkenne ich bei dieser U-Bahnlinie keine unüberwindbare Gefährdung des Straßenbahnnetzes, insbesondere dann nicht, wenn die Altstadttram kommt.

Mehr möchte ich dazu allerdings gar nicht mehr sagen. Mich interessieren eure Einschätzungen und insbesondere auch eure Kritik daran.
Hallo Julian,

Ich fürchte, mit dieser Art "Lösung" für den Abzweig wird es eher komplizierter. Die U31 pendelt um die heutige 4er Tram ungefähr so, die die U2 um die alte 3er, Schoppershof und Herrnhütte entsprächen dabei grob St. Johannis und Kleinweidenmühle. An allen großen Knoten entsprechen sich die Linienführungen. Das wäre in Nürnberg ein Grund, die 4er zu ersetzen, in diesen Fall dann fast auf voller länge, und aus der Tram Wegfeld - Friedrich-Ebert-Platz wird dann vielleicht was eigenes gemachen (weiter über die Pirckheimer ?),aber sonst gefährtet das leider die Strecke schon.

Gäbe es dieses Nürnberger Ersetzungsmanko nicht, sehe ich aber noch so ein paar Grundsätzliche Probleme dieser Streckenführung: Im Wesentlichen die Verbindung zum Bestandsnetz. Die Linie berührt nicht die eine Stelle wo es vorbereitete Betriebstunnel gibt. Folglich muss wieder eine der schon befahrenen Strecken angebort werden, um eine neue Verbindnung zu schaffen. Am ehesten ginge es noch am Plärrer mit einem Verbindungstunnnel der von Opernhaus aus Gleis 4 Richtung Steinbühl mündet. Allerdings macht das natürlich die Fahrzeugzuführung aufwändig:

Scharfreiterring - Gostenhof (Kopf machen), Gostenhof - Plärrer Gleiswechsel - Opernhaus (kopfmachen) Gegengleis Richtung Plärrer bis Verbindungstunnel - Steinbühl. Sowohl Baulogistikzüge (Gleisbau) als auch um Schadfahrzeuge auszutauschen ergibt also einen riesen Parteiaufwand.

Ich denke deshalb, das es die einfachere Lösung wäre, die Eibacher U-Bahn einfach hinter Röthenbach abzuzweigen, das erhöht die Baulänge zwar um 1-2 km (meine Strecke kam auf 5km insgesamt) erhält abr Röthenbach in vollen Umfang, und ich denke, ab Röthenbach könnte es genügen, wenn bei einem Abzweig richtung Stein ein halber Takt ist, und der andere halbe Takt nach Eibach. In Hinblick auf eine künftige Steiner U-Bahn könnte man sogar ab Beginn jeden zweiten Zug Röthenbach wenden, weil wenn erst alle Züge Eibach durchfahren und später dann die Steiner U-Bahn käme, ergibt das Proteste über die Verschlechterung in Eibach, Wenn die künftigen Steiner Züge zuvor in Röthenbach wenden, bliebt alles gleichförmig.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Ich teile Daniels Sicht der Dinge; Eibach-Reichselsdorf ist auch in meinen Augen ein Fall für die U2-Verzweigung. Und jede weitere U-Bahn-Strecke in der Innenstadt würde das kaputte Nürnberger Straßenbahnnetz den letzten Todesstoß versetzen (im konkreten Fall hier den Linien 4-Süd, 4-Mitte, 6-West und 6-Mitte). Wenn, dann fände ich allenfalls noch diverse U-Strab-Stecken sinnvoll, um das Straßenbahnnetz voranzubringen. Magst Du Tunnel generell oder nur U-Bahn-Tunnel?

Eibach-Reichselsdorf:

Meine Präferenz ist dabei immernoch ein Kopfmachen in Röthenbach. Durch den Kapazitätssschatten der U3 auf dem Röthenbacher Ast (mal ein 1:1-Verhältnis von U2- zu U3-Fahrten unterstellt) ist das grundsätzlich möglich und im fahrerlosen Betrieb sogar ohne Zeitverlust. Wobei in meiner Lösung in Röthenbach Fahrer zusteigen und die Bahn in der Mitte der Weißenburger Straße auftauchen und auf überwiegend besonderen Bahnkörpern weiterfahren würde; überflüssige Tunnelabschnitte (die Kilometer lange besondere Bahnkörper ersetzt haben) haben wir in Nürnberg schon genug.

Insofern verstehe ich auch nicht, wo Du bei Deiner Idee einer Verlängerung der Tram von Dianaplatz via Eibach nach Reichelsdorf Probleme für besondere Bahnkörper siehst. In den stark befahrenen Straßen sehe ich dort über den Daumen auf ca. 90% der Streckenlänge besondere Bahnkörper als möglich an (und würde sie für meine oberirdische U2 ja ebenfalls nutzen).

Ich denke, dass eine solche Straßenbahnstrecke eher aus Gründen der Netzstruktur nicht die erste Wahl ist, da sie nicht den gewachsenen Verkehrsstrukturen folgt. Grundsätzlich hatte ich eine ähnliche Idee auch schon, nur ohne den Umweg über Hohe Marter, sondern direkt von Gibitzenhof nach Eibach, zumal die Linie zwischen Gibitzenhof und Eibach Bahnhof den dort überdimensionierten Frankenschnellweg und seine Brücken nutzen könnte (so ein Bißchen wie die U18 in Essen-Mülheim), und/oder sie könnte die Werderau miterschließen. Macht aber die Sache mit der Netzfunktion nicht besser, weil man dann am Schußleitenweg letztlich gabeln müsste in eine Strecke zum bevölkerungsreichen Röthenbach Ost und nach Reichelsdorf, was die Strecke aber nachfragseitig kaum hergeben dürfte, denn das würde ja bedeuten, den 5-Minuten-Takt der Linie 4 bis Schußleitenweg zu führen und dort 2x 10 draus zu machen und dabei hätte man noch nicht mal mehr verzweigbare Fahrleistung für die Gibitzenhof-Südfriedhof-Spange übrig. Statt dessen sollte man beide Bereiche (Reichelsdorf-Eibach und Röthenbach-Ost) lieber nach einander "einsammeln", so wie es 61/62 heute tun. Mindestens für Röthenbach Ost wäre so eine von Gibitzenhof her kommende Straßenbahn-Gabelung auch noch ein Umweg gegenüber einer U2-Verzweigung. Und Eibach Süd und Reichelsdorf würden die Verbindung zum EKZ Röthenbach verlieren usw. Nicht zuletzt stünde so einer Linienführung auf dem Abschnitt Gibitzenhof-Schußleitenweg, oder bei Dir Dianaplatz-Röthenbach, praktisch keine Bus-Einsparungen gegenüber, da es nicht (mehr) durchsetzbar sein dürfte, Bushaltestellen und Strecken im Busnetz ersatzlos aufzugeben, die Linienführung dort aber keiner heutigen Buslinie folgt. Und außerdem würde so eine Linie-4-Verzweigung gegenüber der U2-Verzweigung nur den Plärrer anbinden, aber nicht den Hauptbahnhof, ein aktuelles Grundproblem des geteilten Straßenbahnnetzes. Das gleiche Problem hätte Deine beschriebene U4 von Plärrer über Dianaplatz und Hohe Marter nach Eibach, zumal sie ebenfalls ein Fahrzeitproblem gegenüber einer U2-Verzweigung hätte, da sie einige Kilometer am Ring entlang gondelt.



11 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.10.2017 20:52 von benji2.
Zitat
Daniel Vielberth
Gäbe es dieses Nürnberger Ersetzungsmanko nicht, sehe ich aber noch so ein paar Grundsätzliche Probleme dieser Streckenführung: Im Wesentlichen die Verbindung zum Bestandsnetz. Die Linie berührt nicht die eine Stelle wo es vorbereitete Betriebstunnel gibt. Folglich muss wieder eine der schon befahrenen Strecken angebort werden, um eine neue Verbindnung zu schaffen. Am ehesten ginge es noch am Plärrer mit einem Verbindungstunnnel der von Opernhaus aus Gleis 4 Richtung Steinbühl mündet. Allerdings macht das natürlich die Fahrzeugzuführung aufwändig:

Scharfreiterring - Gostenhof (Kopf machen), Gostenhof - Plärrer Gleiswechsel - Opernhaus (kopfmachen) Gegengleis Richtung Plärrer bis Verbindungstunnel - Steinbühl. Sowohl Baulogistikzüge (Gleisbau) als auch um Schadfahrzeuge auszutauschen ergibt also einen riesen Parteiaufwand.

Daniel, vielen Dank für deine Rückmeldung. Damit hast du recht und das kann ich auch nicht entkräften. Umständlicher ginge es sozusagen gar nicht mehr.

Zitat
Daniel Vielberth
Ich fürchte, mit dieser Art "Lösung" für den Abzweig wird es eher komplizierter. Die U31 pendelt um die heutige 4er Tram ungefähr so, die die U2 um die alte 3er, Schoppershof und Herrnhütte entsprächen dabei grob St. Johannis und Kleinweidenmühle. An allen großen Knoten entsprechen sich die Linienführungen. Das wäre in Nürnberg ein Grund, die 4er zu ersetzen, in diesen Fall dann fast auf voller länge, und aus der Tram Wegfeld - Friedrich-Ebert-Platz wird dann vielleicht was eigenes gemachen (weiter über die Pirckheimer ?),aber sonst gefährtet das leider die Strecke schon.

Du hast sicherlich Recht damit zu sagen, dass eine solche die U-Bahn die Tramlinie 4 gefährden würde. Natürlich müsste das Straßenbahnnetz entsprechend umsortiert werden. Ich hätte geplant den Gibitzenhofer Ast (ggf. sogar bis Kornburg?) eben zum Hauptbahnhof zu führen - was für die U-Bahn ja nicht zutreffen würde. An irgendeiner Stelle hatten wir schon über eine U4 Zabo-Thon via Plärrer diskutiert. Da empfandest du den Verlauf der U4 entlang der Tramlinien 4 und 6 als nicht derart problematisch und hast auch von einer Neuordnung des Netzes gesprochen. Selbes tue ich hier auch. Man muss ja immer vor Augen behalten, dass eine solche U-Bahn wohl kaum überhaupt vor 2030 geplant würde. Abgesehen davon, dass sie voraussichtlich nie offiziell geplant wird.


Zitat
benji2
Und außerdem würde so eine Linie-4-Verzweigung gegenüber der U2-Verzweigung nur den Plärrer anbinden, aber nicht den Hauptbahnhof, ein aktuelles Grundproblem des geteilten Straßenbahnnetzes. Das gleiche Problem hätte Deine beschriebene U4 von Plärrer über Dianaplatz und Hohe Marter nach Eibach, zumal sie ebenfalls ein Fahrzeitproblem gegenüber einer U2-Verzweigung hätte, da sie einige Kilometer am Ring entlang gondelt.

Ich sehe den Nachteil durchaus auch. Aber angenommen ich halte an einer weiteren U-Bahnstammstrecke in meinen privaten Überlegungen fest. Welche andere Option bliebe denn? Ich könnte mir auch vorstellen: Reichelsdorf-Eibach-Sandreuth-Steinbühl-Opernhaus-Hauptbahnhof-Schweiggerstr.-Peterskirche-Zabo. Da wäre wohl auch eine Verbindung zu Bestandsgleisen einfacher lösbar. Problem wären aber der viergleisige Ausbau zwischen Opernhaus und Hauptbahnhof.
Wenn du eine stammstreck willst nimm doch:

Zabo - HBF - Lorenzkirche - Hauptmarkt - Maxtor - Maxfeld - nordstadt

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