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Ursprüngliche Planungen U 1 Fürth
geschrieben von Julian 
Ich hätte eine Frage zu den alten Planungen der U 1 in Fürth. Ich habe auch bereits im Interent gesucht aber keine Infos gefunden, evtl. ist es schon zu lange her.

War der Verlauf der U 1 in Fürth schon immer entlang der bisherigen Strecke geplant? In Fürth hat man ja jetzt eigentlich das Problem, dass die Stadt nur nördlich der Bahnlinien ans U-Bahn-Netz angebunden ist. (An anderer Stelle habe ich ja auch eine Tramlinie für Fürth vorgeschlagen.) Hätte man die U 1 nicht auch über die Südstadt führen können bzw. weiß jemand von euch, ob es solche Überlegungen jemals gab? Hat man sich schlichtweg an der ehemaligen Tramführung der Linien Nbg-Fü orientiert und die ehemalige Tram durch die Südstadt somit ignoriert?

Rein theoretisch hätte man sich ja auch folgende Führung vorstellen können:

... - Muggenhof - Stadtgrenze - Wald-/Flößaustraße - Kaiserstraße - Fürth Hauptbahnhof - ...

Habt ihr Infos darüber?
Da das ganze Areal des Südstadtparks (also auch die ganze Bebauung drum herum, nicht nur die kleine Rasenfläche) früher Kaserne war, dürfte das Einzugsgebiet für so etwas damals schlicht zu klein gewesen sein.

Die Stadt Fürth/Infra hat das Nahverkehrskonzept für die Südstadt auch nie an die Bebauung angepaßt. Letzte Aussage der Infra-Chefs und des Bürgermeisters vor 1,5 Jahren auf einer Bürgerversammlung war, man wisse das die Nahverkehrserschließung der Südstadt eine Katastrophe ist (ja, so wurde es gesagt, nichts beschönigt), aber man hat nicht vor in den nächsten Jahren daran etwas zu ändern. Zum einen gäbe es wichtigere Dinge als die Südstadt Nahverkehrsmäßig und für Fahrradfahrer besser zu erschließen, wie ein neues städtisches Parkhaus in der Innenstadt am Bahnhof. Zum anderen möchte man erst ein irgendwann mal geplantes allgemeines Verkehrsgutachten der Stadt Fürth abwarten. Ich habe von letzterem nichts mehr gehört, damals hieß es, es solle in ca. 2-3 Jahren in Auftrag gegeben werden.
Hallo Julian,

Für die Südstadt hatte es bloß in der Zeit für der U-Bahn mal Idee für eine Verlängerung des Strecke von der Flösaustraße zurück nach Nürnbergs Südwesten gegeben. Mit der U-Bahn war die Verdieselung des Südastes bereits beschlossene Sache. Einzeigt die Anordnung der Haltestellen in Fürth hat sich noch gehörig geändert. die originale Fürther U-Bahnpanung orientierte sich eher an den engen Stationsabständen, wie wir sie aus Langwasser kennen.

Konkret sollte nach Fürth HBF (bis hier ist Planung und Realisierung identisch) nach 583m der Bf Blumenstaße (alternativer Name Altstadt) kommen, dessen Ausgänge grob Mathildenstraße und Kohlenmarkt gewesen wären, man wäre dann dann hinter dem Rathaus geblieben, der nächstes Halt "Stadthalle" nach 569m ist unter dem Löwenplatz eingezeichnet. Vor dem Bahnhof war ein einfaches Weichenkreuz geplant. Nach einer 40% Rampe nach unten wäre die Strecke dann im Tunnel bretteben geworden und hätte eine Gleisanordung identisch zu der zwischen Jakobinenstraße und Fürth HBF bekommen. Nach 640m wäre der Bahnhof Billinganlage gekommen. Von dort wäre es wieder mit einer 38 Promillerampe rauf gegangen der nächste und letzte Halt wäre Bf. Würzburger straße (bzw Alternativname Unterfarrnbach) geworden, mit 765m Entfernung und nur einem einfachen Gleiswechsel vor dem Bahnhof (und keiner Wendeanlage), obwohl das Gleisende noch gut eine Bahnsteiglänge nach dem Zugangsbauwerken gelegen hätte. Auch seine Lange stimmt nicht mit dem U-Bahnhof Klinikum überein, geplant war eine Anlage mittig unter der Eisenbahn, sodass links und rechts der Eisenbahn Zugänge zur U-Bahn existiert hätten.

Wenn dich diese U-Bahnplanung weiter interessiert, braucht du das Heft 8 vom Nürnberger U-Bahnbau, dort findet sich auf Seite 16/17 alles, was ich hier oben kurz zusammengefasst habe.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.06.2017 22:10 von Daniel Vielberth.
Zitat
Julian
War der Verlauf der U 1 in Fürth schon immer entlang der bisherigen Strecke geplant?

Die U1 war in etwa von der Strecke her immer so geplant wie sie jetzt gebaut ist. Nur die Abstände der Bahnhöfe wurden stark gestreckt, wie Daniel bereits erläutert hat. Außerdem gab es in den 80er und 90er Jahren noch gewisse Trassenvarianten im Bereich Klinikum, aber da ging es nicht um die grundsätzliche Trasse zur Hardhöhe, sondern um die Frage inwieweit man den U-Bahnhof Klinikum näher ans oder ins Klinikum legt (und damit eventuell auf die geplante S-Bahn-Verknüpfung verzichtet). Letztlich blieb es dann aber bei einem U-Bahnhof am DB-Haltepunkt Unterfarrnbach / künftiger S-Bahn-Station Klinikum.

Zitat

In Fürth hat man ja jetzt eigentlich das Problem, dass die Stadt nur nördlich der Bahnlinien ans U-Bahn-Netz angebunden ist. (...) Hätte man die U 1 nicht auch über die Südstadt führen können bzw. weiß jemand von euch, ob es solche Überlegungen jemals gab?

Die Südstadt hatte man durchaus einmal für kurze Zeit auf dem Schirm. Von cirka 1973 bis 1977 hegte die Stadt Fürth tatsächlich die Planung für eine eigene Nord-Süd-U-Bahn vom geplanten S-Bahnhof Stadeln (Erlanger Straße / Stadelner Hauptstraße) in die Südstadt und von dort aus weiter in Richtung Nürnberg Höfen, vermutlich mit Integrationsmöglichkeit an der Gustav-Adolf-Straße, somit als möglich Verzweigung der U2/U3. Siehe S-Bahn-Denkschrift von 1973, Anlage 2, auszugsweise gescannt im Internet hier (Seite 3) zu finden.

Als die Planung für den U-Bahnhof Fürth Hauptbahnhof konkret wurde, musste entschieden werden, ob man dort bauliche Vorleistungen für diese zusätzliche Linie trifft. In diesem Zusammenhang hat der Fürther Stadtrat im Jahr 1977 dieses "Ergänzungsnetz einer zweiten Fürther U-Bahn-Linie zwischen Südstadt und Poppenreuth (...) als unrealistische Utopie fallen lassen", siehe Fürther Nachrichten vom 17./18.12.1977, abgedruckt in Fürth und seine Straßenbahn, ISBN 3-927347-64-7.

Die ungefähr gleiche Idee, diesmal jedoch von Stadeln zum damaligen Playmobilstadion verkürzt, griff dann im Jahr 2006 noch einmal der Nahverkehrsentwicklungsplan Nürnberg (NVEP) als Linie U36 im Planfall B1 auf (siehe u. a. hier, von PDF-Seite 26 = Folie 23 bis PDF-Seite 35 = Folie 32), verwarf sie jedoch auch gleich wieder.

Eine künftige Gelegenheit für das Vorschlagen und Untersuchen möglicher ÖPNV-Infrastrukturpojekte bietet der in Aufstellung befindliche Verkehrsentwicklungsplan Fürth (VEP), siehe: www.fuerth.de/vep - Vorschläge für den VEP können an das Stadtplanungsamt Fürth gesandt werden; ebenso Eintragewünsche in die Mailingliste des Forums Verkehr.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2017 13:50 von benji2.
an Benji2

> eigene Nord-Süd-U-Bahn vom geplanten S-Bahnhof Stadeln (Erlanger Straße / Stadelner Hauptstraße) in die Südstadt und von dort aus weiter in
> Richtung Nürnberg Höfen,

du muss ich glatt die berühmte Frage "Wie konkret?" (Kenner denken jetzt an Matthias Reuther ;-) ) stellen, also wie tief waren die Gedanken, die man sich zu dieser Bahn gemacht hat? Weil 1773 bis 1879 is ne lange Zeit, wie detailliert hat man sich da wirklich mit auseinnader gesetzt (zumal davon offenbar im Nürnberger Tiefbauamt bei den U-Bahnplanungen nie was angekommen ist)?

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Zitat
Daniel Vielberth
wie tief waren die Gedanken, die man sich zu dieser Bahn gemacht hat?

Keine Ahnung.

(Spekulation on)
Vielleicht auf dem Niveau der U5 in Nürnberg: Eine Filzstiftline auf dem Stadtplan?
(Spekulation off)




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.06.2017 18:25 von benji2.
Danke für eure Nachrichten. Beide Aspekte (Bahnhofslage bzw. -anzahl) und Nord-Süd-Verbindung kannte ich schon. Mit der Utopie hatten sie womöglich recht!
Mir ging es aber wirklich um abweichende Planungen zum Verlauf der tatsächlichen U1 eher Richtung Süden. Aber gut, wenn das Areal (was ich nicht ganz glauben kann, nachdem im Fürther Süden auch weit hinaus noch alte Häuser vor der Jahrhundertwende zu finden sind) tatsächlich militärisch genutzt wurde, scheint es ja sinnvoll, dass die U-Bahn Fürth nur nördlich erschließt.

Ich habe mir halt die Frage gestellt, ob man Fürth nicht viel besser auch durch eine einzige U-Bahn Linie erschließen hätte können. Ich vermute mal, hier hat man sich an dem Verlauf der alten Tramstrecke orientiert, wie so oft.
Aber wäre es anlässlich des VEPs in Fürth nicht sinnvoll, den Verantwortlichen ein sinnvolles Straßenbahnnetz vorzuschlagen, das hier zuvor ausgiebig diskutiert wurde?

Ich wäre dafür! Ich bin offen für eine Ideensammlung.
Ich würde ja die Linie 6 in Angriff nehmen. Hatte ich ja schon mal vorgeschlagen. Vom Westfriedhof, duch Schniedling, über die Stadtgrenze, vorbei an IKEA, Selgros, zum Rathaus, über die Fürther Freiheit, am Fürther Hauptbahhof vorbei, durch die Südstadt, wieder über die Stadtgrenze bis Gebersdorf. Man hätte mit der U1 und der U3 (Fürth/Süd - Gebersdorf) gleich zwei U-Bahnanbindungen und die ganze Fürther Südstadt wieder an die Schiene angebunden.
Zitat
Marktkauf
Vom Westfriedhof, duch Schniedling, über die Stadtgrenze, vorbei an IKEA, Selgros, zum Rathaus, über die Fürther Freiheit, am Fürther Hauptbahhof vorbei, durch die Südstadt, wieder über die Stadtgrenze bis Gebersdorf. Man hätte mit der U1 und der U3 (Fürth/Süd - Gebersdorf) gleich zwei U-Bahnanbindungen und die ganze Fürther Südstadt wieder an die Schiene angebunden.

Nur, was wären die Vorteile gegenüber dem Bus? Schneller ist die Straßenbahn auch nicht. Und wenn sie nach Gerbersdorf die Linie 67 ersetzen soll, dann müsste man in Richtung Röthenbach, Eibach, Nürnberger Hafen zusätzlich umsteigen.
Die Erweiterung der Linie 6 habe ich auch bereits an anderer Stelle vorgestellt (siehe unten). Allerdings sehe ich deutliche Probleme bei der Linie.

1. Fraglich, ob sich die Führung über Schniegling etc. tatsächlich lohnt.
2. Stellt man noch eine Verbindung zur U 3 her (-> Wetzendorf oder Nordwestring?)
3. In der Fürther Südstadt fährt die Tram eigentlich mal wieder nur am Rand vorbei, sofern sie sich auf die Schwabcher Str. begrenzt.
4. Ich fände eine Erweiterung nach Gebersdorf und darüber hinaus (mein Plan bis Eibach und damit Ersatz der U 2 Abzweigung) schon wünschenswert aber ist so eine lange und tangentiale Linie wirklich Einsatzgebiet der Tram?
5. Bis auf die Tatsache, dass ich persönlich mit Bussen mehr als ungerne fahre, aber dennoch auf sie angewiesen bin, sehe ich eben auch kaum zeitliche Vorteile, es sei denn man könnte wirklich eigene Gleiskörper schaffen (-> Förderung?)


Für mich würde sich die Linie 6 durch Schniedling lohnen, weil sie zusätzlich eine Verbindung nach Fürth, und sogar weiter hinaus anbietet. Die Fürther Südstadt ist voller Busse, dieser Umstand alleine würde schon die Strassenbahn rechtfertigen.
Hallo allseits,

ich weiß nicht, die Fürther Südstadt ist für mich irgendwie eine klassiche Loose-loose-Situation. Es gibt ja keine richtige zentrale Achse (Höchstens auf der Schwabacher Straße selber bis Flösaustraße (oder noch eine weiter), aber da lässt man dann die Wohngebiete weitgehend links liegen), wo die Busse alle gebündelt entlang kommen, es ist ja irgendwie mehr klein-klein-Gewusel. Eine Straßenbahn kann starke Achsen wo vorher viele Busse parallel fuhren (z.B Thon - Wegfeld) sehr gut auf sich bündeln, aber das Gewusel wo immer nur eine Linie jeden Wohnblock dreimal umkreist, kann sie fast nicht wirtschaftlich erschießen. Es liefe immer darauf hinaus, eine Achse (Oder wie in Julians Plan zwei Achsen) dann kräftig zu stärken, wärend aber dann der Rest wieder abgehängt werden müsste, bzw Parallelverkehr erfordert. Viele Straßen wo das heutige Liniengewusel ist, kommt man mit der Tram erst gar nicht rein, und dort wo man hinkäme ist schon so viel Autoverkehr und auch kein Platz für einen klassichen Gleiskörper. Irgendwie denkbar schlechte Ausgangsbedingungen, für ein Schienenverkehrsmittel. Man müsste losgelößt von Straßenverlauf eine neue Erschließungsachse legen, aber dann landet man (egal ob für U-Bahn oder Tram) wieder bei Tunnellösungen, derer man in Fürth ja nicht mehr so gewogen scheint.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Daniel ich kann dir in allen deinen Ausführungen nur zustimmen. Ob man nun will oder nicht, ich sehe die Lösung bei einer U 1-3 Spange zwischen Fürth Hauptbahnhof und Großreuth bei Schweinau. Man müsste sich vom Straßenverlauf lösen..
Zitat
Julian
Daniel ich kann dir in allen deinen Ausführungen nur zustimmen. Ob man nun will oder nicht, ich sehe die Lösung bei einer U 1-3 Spange zwischen Fürth Hauptbahnhof und Großreuth bei Schweinau. Man müsste sich vom Straßenverlauf lösen..

Das hat man im NVEP ja bereits untersucht und das Fahrgastaufkommen liegt zwischen 20 und 25 000 Nutzern pro Tag - also für Nürnberger Verhältnisse gar nicht mal so schlecht. Allerdings müsste fürth ja den Löwenanteil stemmen, da 80% der Strecke auf Fürther Stadtgebiet verlaufen... Und wie Daniel bereits schrieb, ist Fürth von Tunnellösungen nicht so begeistert.
Einzige Möglichkeit für die straba: vom Hauptbahnhof zur jakobinenstraße, dann über die Ritterstraße und Waldstraße bis zur fronmüllerstraße. Von dort aus bis kurz vor die hans böckler schule und dann einen wendekreis über die Gerhardt Hauptmann Straße. Die Strecke könnte zu 70% auf eigenen Gleiskörper verkehren, wenn man die Gerhardt Hauptmann Straße zur Einbahnstraße umbaut. Allernativ könnte man auch statt über fronmüller zu gehen, eine Verbindung via flößaustraße und Südpark anstreben.
Ich bleibe bei der Streckenführung durch die Schwabacher Str. bis Gebersdorf (oder sogar bis Röthenbach). Man könnte in die Nebenstraße ein zusätzliche Buslinie nach Bedarf abstimmen.
Zitat
Xamiro
Einzige Möglichkeit für die straba: vom Hauptbahnhof zur jakobinenstraße, dann über die Ritterstraße und Waldstraße bis zur fronmüllerstraße. Von dort aus bis kurz vor die hans böckler schule und dann einen wendekreis über die Gerhardt Hauptmann Straße. Die Strecke könnte zu 70% auf eigenen Gleiskörper verkehren, wenn man die Gerhardt Hauptmann Straße zur Einbahnstraße umbaut. Allernativ könnte man auch statt über fronmüller zu gehen, eine Verbindung via flößaustraße und Südpark anstreben.

Man müsst fast durch die Herrenstraße durch, was man da alles mitnehmen könnte: Finanzamt, Landratsamt (noch), Arbeitsagentur und Landkreis-Jobcenter, das Hardenberg und die Grundschule daneben.
Zitat
Daniel Vielberth
Hallo allseits,

ich weiß nicht, die Fürther Südstadt ist für mich irgendwie eine klassiche Loose-loose-Situation. Es gibt ja keine richtige zentrale Achse (Höchstens auf der Schwabacher Straße selber bis Flösaustraße (oder noch eine weiter), aber da lässt man dann die Wohngebiete weitgehend links liegen), wo die Busse alle gebündelt entlang kommen, es ist ja irgendwie mehr klein-klein-Gewusel. Eine Straßenbahn kann starke Achsen wo vorher viele Busse parallel fuhren (z.B Thon - Wegfeld) sehr gut auf sich bündeln, aber das Gewusel wo immer nur eine Linie jeden Wohnblock dreimal umkreist, kann sie fast nicht wirtschaftlich erschießen. Es liefe immer darauf hinaus, eine Achse (Oder wie in Julians Plan zwei Achsen) dann kräftig zu stärken, wärend aber dann der Rest wieder abgehängt werden müsste, bzw Parallelverkehr erfordert. Viele Straßen wo das heutige Liniengewusel ist, kommt man mit der Tram erst gar nicht rein, und dort wo man hinkäme ist schon so viel Autoverkehr und auch kein Platz für einen klassichen Gleiskörper. Irgendwie denkbar schlechte Ausgangsbedingungen, für ein Schienenverkehrsmittel. Man müsste losgelößt von Straßenverlauf eine neue Erschließungsachse legen, aber dann landet man (egal ob für U-Bahn oder Tram) wieder bei Tunnellösungen, derer man in Fürth ja nicht mehr so gewogen scheint.

Das hätte ich nicht besser formulieren können.

Und selbst wenn man eine Tunnelachse oder anders geartete Achse mittendurch legen würde, dann erschließt diese die Südstadt auch nur in diesem Trassenstreifen. Man braucht dann links und rechts davon weiterhin weitere Strecken, Haltestellen und daher Buslinien. Die Südstadt ist zu flächenhaft, um es dem ÖPNV einfach zu machen. Außerdem sind die Pendlerströme in Fürth und insbesondere in der Südstadt auch noch nach Nürnberg, Fürth und Erlangen ausgerichtet, es gibt also auch keine eindeutige Richtung, weshalb ein so kurios anmutender Linienweg wie der der Linie 173/174 durchaus seine Berechtigung hat.
Zitat
Xamiro
Zitat
Julian
Daniel ich kann dir in allen deinen Ausführungen nur zustimmen. Ob man nun will oder nicht, ich sehe die Lösung bei einer U 1-3 Spange zwischen Fürth Hauptbahnhof und Großreuth bei Schweinau. Man müsste sich vom Straßenverlauf lösen..

Das hat man im NVEP ja bereits untersucht und das Fahrgastaufkommen liegt zwischen 20 und 25 000 Nutzern pro Tag - also für Nürnberger Verhältnisse gar nicht mal so schlecht. Allerdings müsste fürth ja den Löwenanteil stemmen, da 80% der Strecke auf Fürther Stadtgebiet verlaufen... Und wie Daniel bereits schrieb, ist Fürth von Tunnellösungen nicht so begeistert.
Einzige Möglichkeit für die straba: vom Hauptbahnhof zur jakobinenstraße, dann über die Ritterstraße und Waldstraße bis zur fronmüllerstraße. Von dort aus bis kurz vor die hans böckler schule und dann einen wendekreis über die Gerhardt Hauptmann Straße. Die Strecke könnte zu 70% auf eigenen Gleiskörper verkehren, wenn man die Gerhardt Hauptmann Straße zur Einbahnstraße umbaut. Allernativ könnte man auch statt über fronmüller zu gehen, eine Verbindung via flößaustraße und Südpark anstreben.

Kurz zum NVEP. Es wurde ja festgestellt, dass die Spange in Konkurrenz zur U 1 stünde - aber für Nürnberger Verhältnisse ja echt gute Fahrgastzahlen liefern würde. Warum wurde das Projekt sofort fallengelassen? Die Verstärkerlinie bis Eberhardshof könnte doch leicht bis Gostenhof zurückgezogen werden, um die Nürnberger Innenstadt zwar weiterhin optimal zu versorgen, aber - sollte Es eine zweite Möglichkeit geben - in Richtung Fürth nicht zu viel Kapazität bieten. Außerdem könnte man den Takt der U1 auch ausdünnen Richtung Fürth, denn ab Fürth Hauptbahnhof würde die Strecke bis Hardhöhe ja dann womöglich durch die U 1-3 zusätzlich bedient. Also keine Verschlechterung innerhalb Fürths. Kennt man Gründe, weshalb diese U-Bahn gar nicht erst weiter untersucht wurde?
Weil Fürth eine 2 ubahn kategorisch ausgeschlossen hat.

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München blüht und Franken zahlts.... Danke CSU.

[www.partei-fuer-franken.de]
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