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Wie weiter, wenn weder Verschwenk noch Güterzugtunnel kommen?
geschrieben von HansL 
Danke @benij
15.11.2017 18:44
Von der Idee, da auch die Güterzüge auf den S-Bahn-Gleisen mitfahren zu lassen, muss ich mich wohl verabschieden.

Ich hatte halt gehofft, dass es auf diese Weise doch noch zwei durchgehende S-Bahn-Gleise von Nürnberg bis Eltersdorf geben könnte, wenn da auch Güterzüge fahren könnten. Aber Du hast Recht, zumindest an der Wandererstraße ist das eindeutig zu eng. Da hat man die Chance gründlich verbaut.

Dieser Neubau, das scheint ein Carport oder so was ähnliches zu sein. Aber die Häuser an der Wandererstraße wird man tatsächlich kaum abreißen und dann kommt es auf diesen Neubau auch nicht mehr an.

Dass die Idee auch im zweigleisig ausgebauten Fürther Bogen nicht so einfach umsetzbar ist, ist aber schon eine herbe Enttäuschung. Im Moment ist ja nur die Regnitzbrücke definitiv nur eingleisig. Da hatte ich gehofft, dass das übergangsweise gehen könnte, wenn man dann entlang Stadeln zweigleisig weiterbaut. Und langfristig hatte ich schon gehofft, dass man noch eine zweite Flussbrücke anfügen könnte.

Da bin ich mal gespannt, welche Ideen die Bahn hat, die geplante Anzahl an Zügen Richtung Bamberg zu bringen ohne den Knoten Bahnhof Fürth weitgehend lahmzulegen.
Re: Danke @benij
15.11.2017 22:09
Zitat
HansL
Da bin ich mal gespannt, welche Ideen die Bahn hat, die geplante Anzahl an Zügen Richtung Bamberg zu bringen ohne den Knoten Bahnhof Fürth weitgehend lahmzulegen.

Nun, da hat der BVWP 2030 ja einen gründlichen Paradigmenwechsel gebracht: Anstatt alles in Nord-Süd-Richtung über BA-N und den Güterzugtunnel zu pumpen, also auch Güterzüge von WÜ-N abzuziehen und über BA zu leiten, sollen die Güterzüge jetzt einigermaßen gleichmäßig auf WÜ-N, BA-N und Hof-Regensburg verteilt werden. Daher rühren ja auch der in diesem BVWP erweiterte Ausbau WÜ-N (3. Gleis FÜ-Siegelsdorf + Blockverdichtung westlich von Siegelsdorf) und die Elektrifizierung in Ostbayern. Dadurch ist der Druck auf die Strecke BA-N nicht mehr so groß.

Und schwieriger sind künftig ohnehin eher die Güterzüge von Bamberg Richtung Nürnberg Rbf, da sie in Fürth alle Gleise (außer S-Bahn und N->BA) belegen müssen. In Richtung Bamberg hingegen hilft die Einfädelung an der Jansenbrücke schon ein gutes Stück, denn sie bedeutet immerhin eine planfreie Querung von Mittelgleis und Südgleis N-FÜ.

Anstatt des Güterzugtunnels soll laut BVWP 2030 bzw. PRINS ja nun eine Blockverdichtung Eltersdorf-Fürth kommen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.2017 22:20 von benji2.
Re: Danke @benij
15.11.2017 22:31
Zitat
benji2
Zitat
HansL
Da bin ich mal gespannt, welche Ideen die Bahn hat, die geplante Anzahl an Zügen Richtung Bamberg zu bringen ohne den Knoten Bahnhof Fürth weitgehend lahmzulegen.

Nun, da hat der BVWP 2030 ja einen gründlichen Paradigmenwechsel gebracht: Anstatt alles in Nord-Süd-Richtung über BA-N und den Güterzugtunnel zu pumpen, also auch Güterzüge von WÜ-N abzuziehen und über BA zu leiten, sollen die Güterzüge jetzt einigermaßen gleichmäßig auf WÜ-N, BA-N und Hof-Regensburg verteilt werden. Daher rühren ja auch der in diesem BVWP erweiterte Ausbau WÜ-N (3. Gleis FÜ-Siegelsdorf + Blockverdichtung westlich von Siegelsdorf) und die Elektrifizierung in Ostbayern. Dadurch ist der Druck auf die Strecke BA-N nicht mehr so groß.

Und schwieriger sind künftig ohnehin eher die Güterzüge von Bamberg Richtung Nürnberg Rbf, da sie in Fürth alle Gleise (außer S-Bahn und N->BA) belegen müssen. In Richtung Bamberg hingegen hilft die Einfädelung an der Jansenbrücke schon ein gutes Stück, denn sie bedeutet immerhin eine planfreie Querung von Mittelgleis und Südgleis N-FÜ.

Anstatt des Güterzugtunnels soll laut BVWP 2030 bzw. PRINS ja nun eine Blockverdichtung Eltersdorf-Fürth kommen.

Na ja, weniger Züge auf der Strecke und dichtere Belegung im kritischen Abschnitt, das hilft wohl schon ein Stück weiter. Aber was soll dann der doch sehr aufwändige Ausbau auf durchgängig vier Gleise nördlich von Eltersdorf mit zum Teil komplizierten Bauwerken?

Wo kommt dann vor allem noch die Rechtfertigung her für die aufwändigen Baumaßnahmen in Bamberg?

Werden sich Bamberg genauso erfolgreich wehren können wie jetzt Fürth? Das darf ich mir gar nicht ausmalen!
Re: Danke @benij
18.11.2017 18:22
Zitat
HansL
Aber was soll dann der doch sehr aufwändige Ausbau auf durchgängig vier Gleise nördlich von Eltersdorf mit zum Teil komplizierten Bauwerken?

Diese basieren noch auf dem alten BVWP 2003 und sind auch im aktuellen BVWP 2030 weiterhin enthalten, teils als fest disponiert (bis Forchheim). Auch für Bamberg sieht der aktuelle BVWP 2030 weiterhin einen viergleisigen Ausbau als "Vordringlichen Bedarf" (VB) vor.

Nur eben der Nürnberg-Fürther Güterzugtunnel ist bis auf Weiteres aus dem VB in den neu geschaffenen "Potentiellen Bedarf" zurückgestuft (PB) worden. Das ist immerhin noch mehr als "Kein Bedarf" (KB), denn PB-Projekte können während der BVWP-Laufzeit bei verbesserter Bewertung in den VB aufsteigen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.2017 18:23 von benji2.
Nach dem BVWP 2030 hat der Korridor Strullendorf - Breitengüßbach Priorität. Ohne seine rechtssichere Planfeststellung wird eine Planung des Güterzugtunnels nicht beginnen können.

Wenn Bamberg Schwierigkeiten macht, kann auch die Umfahrung entlang der A73 wieder auf den Tisch kommen - auch gegen den Beschluss des Stadtrates.

--------

Noch etwas Lesestoff zu Bamberg:

"Kein Bahngleis mehr durch Bamberg!" [www.freie-webzet.de]

"Eine Bedingung für den Stadtrat" [www.freie-webzet.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.2017 20:32 von Manfred Erlg.
DB Netz hat im September die "Planungsleistung Projekt Umbau Knoten Bamberg einschließlich Option Haltepunkt Süd" ausgeschrieben.

>> Für das Großprojekt VDE 8 Umbau Knoten Bamberg werden für Neu- und Umbauarbeiten im Planfeststellungsabschnitt (PfA) 22 umfangreiche Planungsleistungen u. a. in den Bereichen (Konstruktiver Ingenieurbau, Oberbau, Leit- und Sicherheitstechnik (LST), Maschinentechnische Anlagen, Elektrische Energieanlagen, Telekommunikationsanlagen, Oberleitung, Verkehrsanlagen Straßen, Umwelt, Vermessung (Bestandserfassung DGM, DOM) sowie Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation) gem. HOAI erforderlich. Neben der konventionellen Planung ist die BIM-Methodik anzuwenden. <<

Laufzeit des Vertrags: Beginn: 07/03/2018, Ende: 04/05/2023

[ausschreibungen-deutschland.de]
Zitat
Manfred Erlg
DB Netz hat im September die "Planungsleistung Projekt Umbau Knoten Bamberg einschließlich Option Haltepunkt Süd" ausgeschrieben.

Laufzeit des Vertrags: Beginn: 07/03/2018, Ende: 04/05/2023

AB März nächsten Jahres soll die Planung für den Knoten Bamberg beginnen. Dafür wird mit dieser Ausschreibung ein Planungsbüro gesucht.

Aber es geht daraus noch nicht hervor, welche Variante dann geplant werden soll. Oder habe ich da etwas übersehen?

Bamberg-Süd ist ja nur eine Planungsoption. Der Haltepunkt soll zwar nur geplant werden, wenn die oberirdische Variante kommt. Aber selbst dann ist das ja noch nicht sicher, oder?
Die Stadt hat neue Varianten ins Gespräch gebracht und damit die Entscheidung erschwert. Die Stadt hat neue Gutachten beauftragt und will sich erst im März 2018 entscheiden.

Ich habe einen neuen Thread für den Ausbau nördlich Bf Forchheim eröffnet. Dort gibt es einen aktuellen Presselink.
Vielleicht baut man ja auch da erst wieder, und reißt dann hinterher ab, was nicht nicht dazupasst...

Wäre ja ganz praktisch, wenn der Hp Bamberg Stechert Arena erstmal angefangen ist, kann man den vielleicht sogar in alle Planvariaten übernehmen - da wo der ungefähr hinsoll, gäbe mit der 4-gleisigkeit noch keine Probleme, Ausfädeln und abtauchen könnte man immer noch, und Weltkulturerbe ist da drausen auch nicht zu erkennen...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.2017 10:49 von Daniel Vielberth.
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