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Wie weiter, wenn weder Verschwenk noch Güterzugtunnel kommen?
geschrieben von HansL 
Servus elixir,

vorab vielleicht ein Bitte:
Ich komme mit Deinen Zeichnungen, die an sich gut sind, immer durcheinander.
Bahnstrecken werden immer so dargestellt, indem sie von links nach rechts mit aufsteigender Kilometrierung zu sehen sind.
Alle offiziellen Darstellungen sind so.

Zum Inhalt:

oben: Die Lage des Bahnsteiges am Gleis in Richtung Nürnberg ist nicht westlich (wie dargestellt) sondern östlich vom Gleis.

mitte: Diese Variante wird so nicht kommen, da die Kreuzung als Flachkreuzung ausgeführt werden muss und damit im Prinzip vom Aufwand her wie zwei Weichen ist.

unten: Das ist die Variantem die ursprünglich schon Ende 2011 in Betrieb gehen sollte.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Hallo Wolfgang,

ich kann die Zeichnungen nicht einfach rumdrehen - beim nächsten Mal werde ich Deine Anregung aber sicher berücksichtigen.

Warum die Bahn in Eltersdorf jedoch nicht die Lösung mit der Verschenkung realisiert hat, bleibt das große Rätsel!

Keine Weichen wären nötig gewesen, keine Metall-Behelfsbahnsteige (einer wird wohl doch noch dazukommen), nur die Überwerfung wäre eben erst Jahre später benutzt worden - bleibt eigentlich nur die Sturheit der Bahn - die Reisenden sind den Planern scheinbar egal.

Gruß elixir
Zitat
Daniel Vielberth

Denn dadurch, dass zum Glück längerfristig keine eigenen S-Bahngleise zwischen Fürth und Eltersdorf liegen, lässt sich der Linientausch Hartmannshof versus Neumarkt zum Glück erfolgreich verhindern, ...

Also Daniel, jetzt hoffe ich doch, dass Du Dich da nur sehr missverständlich ausgedrückt hast!

Dass es auf absehbare Zeit kein S-Bahngleis zwischen Fürth und Eltersdorf geben wird, bezeichnest Du als Glück? Ich halte das für eine Katastrophe für die ganze Region.

Wenn Du das wirklich so meinst, dann hoffe ich sehr, dass Du mit dieser Einschätzung sehr alleine dastehst. Zumindest hier im Forum.

Bitte stelle das doch klar, wenn das falsch herüber gekommen sein sollte. Auch wenn Du Dich freust, dass es damit den geplanten Linientausch nicht geben wird - ist das tatsächlich so ? Der Preis, keine zuverlässig im 20-Minuten-Takt nach Erlangen verkehrende S-Bahn ist dafür trotzdem viel zu hoch.
an HansL

Die Wahrheit liegt in der Mitte. Würde man jetzt die Planungen entlang der Bestandstrecke vorantreiben, wäre ich für eigene S-Bahngleise. Da man aber immer noch auf dem Knochen S-Bahnverschwenk beharrt, und mir darüber hinaus der Linientausch überhaupt nicht gefällt, weil darunter beide - strenggenommen sogar alle - S-Bahnäste nach meiner Erwartungshaltung leiden werden, sprechen aus meiner warte zwei Dinge gegen eigene S-Bahngleise, denn solange macht man wenigstens noch nichts falsches. Der Verschwenk ins Niemansland wäre ein Fehler, und der Linientausch wäre ein weiterer. Deshalb ist es mir lieber, wenn das noch etwas reift, bis (im besten Fall) beides vom Tisch ist.

Vergleichen kann man das mit der Wegfeld-Tram: Lange Zeit stand die unselige Aufgabe entweder von Cuxhafener Straße oder von Schleßwiger Straße zur Debatte. Grundstückstreitigkeiten verzögerten dann den Weiterbau so lange, bis die Vernunft sich durchzusetzen begann, und beide Haltestellen erhalten blieben. Heute ist dort straßenbahntechnisch das Optimum gebaut wurden, und für Nürnberger Verhältnisse sogar eine regelrechte Sensation. So sehe ich es bei Fürth. Der Trassenstreit sorgt vielleicht nicht nur für die bessere Trasse innerhalb Fürths, sondern, wenn wir viel Glück haben, auch dafür, das man sich den Linientausch nochmal überlegt.

Ansonsten, die Information, das der Linientausch abhängig von (überwiegenden) Vorhandensein eigener Gleise auf der Strecke Nürnberg - Bamberg ist, habe ich aus sicherer Quelle, und dort wurde mir glaubhaft versichert, das man ohne durchgehende eigene Gleise keine zwei Mischbetriebsstrecken kombinieren möchte. Deswegen hängt der Linientausch eben genau an dem seidenen Faden, was aus Fürth wird. Für nördlich Forchheims wäre es noch möglich, aber wenn ich mich recht entsinne müssten die eigenen Gleise zumindest bis Forchheim durchgehen, bevor an den Tausch gedacht werden kann.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.2018 19:24 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth

Denn dadurch, dass zum Glück längerfristig keine eigenen S-Bahngleise zwischen Fürth und Eltersdorf liegen, lässt sich der Linientausch Hartmannshof versus Neumarkt zum Glück erfolgreich verhindern, ...

Ich glaube jetzt nicht, was ich da lese.
Es ist also ein Glück für alle nördlich von Fürth (Erlangen, Forchheim, Bamberg und die vielen Orte dazwischen an Nordbayerns aufkommensstäksten Strecke), dass weiterhin keine Taktverdichtung möglich ist und sich die Beförderungsfälle weiterhin in zuwenig S-Bahnen und zu "kleine" REs quetschen dürfen.
Na bravo !!!

Im Übrigen ist die Verbindung Bamberg - Forchheim - Erlangen - Nürnberg - Neumarkt historisch schon früher zu N- bzw. RB-Zeiten durchgängig bedient worden. Und das hatte sicherlich seine Gründe. Also warum nicht zurück zu bewährtem, was Du doch immer so schätzt. Zumal ja zumindest der Abschnitt Forchheim - Feucht irgendwann wirklich eine eigene Trasse haben wird.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Ach Leute wenn ihr der Meinung seit, ich soll der Böse sein, dann macht das bitte ohne mich, dafür ist mir meine Zeit zu schade!

Wenn man sagt, die Expressverstärker sind keine S-Bahn, wird sich hingestellt, und gesagt die sind eine.

Wenn man dann sagt, na dann braucht man ja keine eignen Gleise mehr, wenn ihr glaubt, dass ihr schon drei S-Bahnen pro Stunde habt, wird wieder der Scharfrichter geholt. Ohne mich! Das muss ich mir nicht antun.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.01.2018 22:07 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth
Ach Leute wenn ihr der Meinung seit, ich soll der Böse sein, dann macht das bitte ohne mich, dafür ist mir meine Zeit zu schade!

Wenn man sagt, die Expressverstärker sind keine S-Bahn, wird sich hingestellt, und gesagt die sind eine.

Wenn man dann sagt, na dann braucht man ja keine eignen Gleise mehr, wenn ihr glaubt, dass ihr schon drei S-Bahnen pro Stunde habt, wird wieder der Scharfrichter geholt. Ohne mich! Das muss ich mir nicht antun.

????????

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Ich sag mal so, wenn die S-Bahn dann zwischen Nürnberg und Feucht auf ihrem Weg nach Neumarkt anhält dann hätte ich nichts gegen den Tausch der Äste :-)

Die Laufer Strecke war eh immer irgendwie ein Sonderling... da würde auch eine Bedienung nur ab Nürnberg als eigener Ast ausreichen.

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
nvf
Es ist also ein Glück für alle nördlich von Fürth (Erlangen, Forchheim, Bamberg und die vielen Orte dazwischen an Nordbayerns aufkommensstäksten Strecke), dass weiterhin keine Taktverdichtung möglich ist und sich die Beförderungsfälle weiterhin in zuwenig S-Bahnen und zu "kleine" REs quetschen dürfen.
Na bravo !!!

Sorry Leute, aber ich verstehe nicht wie ihr hier jetzt auf Daniel rumhacken könnt, nur weil ihr hier selber inkonsequent argumentiert und ihn absichtlich falsch verstehen wollt.

Wenn ihr behauptet das der Dosto-Verstärker eine S-Bahn ist, dann habt ihr Eure Behaupting, eine Taktverdichtung ist nicht möglich, selber widerlegt, weil wir haben dann 3 S-Bahnen die Stunde. Und das die REs zu klein sind hat rein gar nichts mit dem Verschwenk oder nicht zu tun, sondern mit der dämlichen Unsitte, Dostos mit zu kleinen Triebwagen ersetzen zu wollen. Die Probleme sind hausgemacht weil alles billig sein muß und man von Anfang an die Infrastruktur (Bahnsteige) und Triebwagen zu klein dimensioniert hat: weniger Kapazität als vorher, aber ein starkes Wachstum der Benutzer erwarten funktioniert halt einfach nicht. Der Verschwenk würde an diesen Problemen nichts ändern.
Zitat
kukuk
Zitat
nvf
Es ist also ein Glück für alle nördlich von Fürth (Erlangen, Forchheim, Bamberg und die vielen Orte dazwischen an Nordbayerns aufkommensstäksten Strecke), dass weiterhin keine Taktverdichtung möglich ist und sich die Beförderungsfälle weiterhin in zuwenig S-Bahnen und zu "kleine" REs quetschen dürfen.
Na bravo !!!

Sorry Leute, aber ich verstehe nicht wie ihr hier jetzt auf Daniel rumhacken könnt, nur weil ihr hier selber inkonsequent argumentiert und ihn absichtlich falsch verstehen wollt.

Lieber kukuk,

keiner hackt auf Daniel herum, zumindest ich nicht.
Ich versuche nur offensichtliche Fehler zu korrigieren.
Und wenn er falsche Behauptungen als Tatsachen in den Raum stellt oder sinnfreie Äußerungen wie "Denn dadurch, dass zum Glück längerfristig keine eigenen S-Bahngleise zwischen Fürth und Eltersdorf liegen" macht, muss er nun mal damit rechnen, dass dagegen argumentiert wird. Da hilft es auch nicht, jetzt beleidigte Leberwurst zu spielen.

Zu Deinen Vorwürfen meiner Behauptungen und der Widerlegung durch mich selbst:

Zitat
kukuk
Wenn ihr behauptet das der Dosto-Verstärker eine S-Bahn ist, dann habt ihr Eure Behaupting, eine Taktverdichtung ist nicht möglich, selber widerlegt, weil wir haben dann 3 S-Bahnen die Stunde.

Ich behaupte nicht, dass der DoSto-Verstärker eine S-Bahn ist, sondern es ist so. Das steht so in allen Fahrplanunterlagen.
Und das eine Taktverdichtung eben nicht ohne Weiteres möglich ist, sieht man, wenn man sich den Fahrplan dieser Verstärker ansieht. Sie halten nicht an allen Haltepunkten wie die anderen S-Bahnen. Man hat diese Kompromisslösung in der HVZ nur gewählt, damit genügend Kapazität angeboten wird. Das ändert aber nichts daran, das es S-Bahn-Züge der S1 sind. Sie heißen ja auch S 39560 bis S 39569.
Diese Notlösung zeigt aber, dass mindestens ein weiteres Gleis notwendig ist, um einen vollwertigen 20 Minuten Takt zu fahren.

Zitat
kukuk
Und das die REs zu klein sind hat rein gar nichts mit dem Verschwenk oder nicht zu tun, sondern mit der dämlichen Unsitte, Dostos mit zu kleinen Triebwagen ersetzen zu wollen. Die Probleme sind hausgemacht weil alles billig sein muß und man von Anfang an die Infrastruktur (Bahnsteige) und Triebwagen zu klein dimensioniert hat: weniger Kapazität als vorher, aber ein starkes Wachstum der Benutzer erwarten funktioniert halt einfach nicht. Der Verschwenk würde an diesen Problemen nichts ändern.

Das stimmt so nur bedingt. Du hast recht, es ist eine "dämlichen Unsitte, Dostos mit zu kleinen Triebwagen" zu ersetzten. Bei der Kapazitätsplanung ist man jedoch bei der Ausschreibung seitens der BEG aber davon ausgegangen, dass die S-Bahn mit Inbetriebnahme des FTX fertig ist. Und da kommt wieder zusätzliche Infrastruktur ins Spiel, wie immer die auch verläuft.

Das alles "kaputtgespart" wird, insbesondere der ÖPNV im Allgeminenen, gefällt mir auch nicht.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.2018 08:01 von nvf.
Hallo Daniel,

du magst es schonmal irgendwo geschrieben haben - aber was genau ist eigentlich das Problem am Linientausch? Außer halt dem Tauschvorgang an sich?

Gruß Phantom
zu

> ????????

Wenn man an einem Abend von drei Leuten unabhängig ein Posting hingeworfen wird, indem zwischen den Zeilen steht: "Entweder du widerrufst sofort, was du da gesagt hast, oder du wirst als Mitdiskutant künftig nur noch die Prügel kriegen" ist meine Reaktion doch wohl verständlich.

Zumal die Meinungen die man mir aufoktruieren will, solche sind, die einnader widersprechen. Kukuk hat das sehr schön nochmal erklärt, und genauso wie er es schildert, kam es bei mir auch an, dieses, egal was ich sage, es wird gegen mich hingebogen, um mich an die Wand zu fahren. Herzlichen Dank für die sachlich richtige Erklärung an kukuk.

Ich habe mich nie von Kontroversen gescheut, und bin einer sachlichen Diskussion immer aufgeschlossen. Und wenn nötig korrigiere ich meine Meinung auch. Das in Sachen der Grinsekatzen doch schon was unternommen wurde, war mir nicht bekannt, macht aber z.B Hoffnung auf Besserung. In dieser Hinsicht war eines meiner Postings sachlich falsch, aber das weiß ich ab jetzt. Ich bin in dieser Hinsicht lernfähig.

Nicht lernfähig bin ich aber, wenn man mich zwingen will Postings die nahezu in Form von Drohungen oder Unterlassungserklärungen formuliert sind, als normal anzusehen. Dann ist für mich Meinungsfreiheit nicht mehr gegeben.

Meinungsfreiheit heißt aus meiner Sicht, das ich auch Meinungen vertreten darf die kein anderer Mensch teilt. Ich erwarte nicht, das mir jemand zustimmt, verbitte mir aber, wenn man mir das Recht auf die eigene Meinung abspricht. Und das ist binnen weniger Stunden 3 Mal passiert.

Das das inzwischen der Stil der Presse und allen voran der sogenannten "Hauptstadtjournalisten" ist, diese Form der Meinungsmache betreiben, dass jeder, der nicht der Regierungsmeinung angehört, lächerlich gemacht, und als blöd dargestellt oder in sonstige Ecken geschoben wird, damit man dessen Argumente erst gar nicht in Erwägung zieht, ist mir bekannt, ich halte diesen Stil aber sowohl im Nachrichtenwesen, aber ganz besonders hier im Forum, das doch den Namen "Diskussionsforum" trägt für Fehl an Platz. Ein Forum, in dem man bloß mit dem Kopf nicken und zustimmen darf, erfüllt m. M. seinen Zweck nicht.

Im Übrigen will ich mal in die Runde werfen: Ich sitze nicht in den Entscheidungsgremien: Mir die Schuld daran zu geben, das z.B Fürth keine eigenen Gleise hat, nutzt nichts. Aber deswegen erachte ich es trotzdem als mein Recht, die Meinung zu haben, das man die Zwangspause dafür nutzen sollte, zu hinterfragen, ob die gemachten Annahmen vor Start des S-Bahnnetzes noch zutreffen,zum Beispiel im Bezug auf die Notwenidigkeit des Linientausches - dazu werde ich mich in Kürze noch in einer Antwort an phantom äußern.

Im Übrigen, wenn ich bei zwei einzelnen Strecken (Fürther Bogen und Altstadttram) sage, entweder man baut es richtig oder gar nicht, beziehe ich Prügel. Zur Erinnerung, andere hier im Forum vertreten die Meinung, entweder man baut Straßenbahnen oder man soll künftig keine einzige Schienenstrecke mehr bauen. Auch wenn ich deren Meinung nicht teile, gestehe ich denen doch auch zu, das die diese Meinung haben können. Warum ist das dann bei mir ein Problem?

Ich hoffe das dieser Apell was nutzt, und werde mich nun wieder dem Thema widmen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
an Phantom

> du magst es schonmal irgendwo geschrieben haben - aber was genau ist eigentlich das Problem am Linientausch? Außer halt dem
> Tauschvorgang an sich?

Mehrerlei. Zunächst mal haben sich in den Jahren seit 2010 ja nun doch einige Fahrgäste gesammelt, die die durchgende Verbindung über den HBF hinaus benutzen, denen man diese Verbindung ohne Not wieder nähme (warum ohne Not siehe später). Mein subjektiver Eindruck, wenn ich am HBF beobachtet habe, wieviele mit die S-Bahn verlassen, das zumindest pro Vierersitzgruppe je einer Sitzen bleibt. Natürlich ist das ein sehr subjektiver Eindruck, zumal ich ja weitgehend immer die Züge der selben Uhrzeiten gesehen habe, aber mein Eindruck war, diese Verbindung wird so angenommen.

Ab und an, habe ich mir auch den Spaß gegönnt, wenn ich sehr früh dran war auf den Weg zur Arbeit, und bin meiner S-Bahn ein Stück entgegen gefahren, z.B zum Ostring oder Mögeldorf. Aus dem Beobachten dort ergab sich, das gerade auf den Halten mit städtischer Verknüfung doch ettliche einstiegen, die dann auch über den HBF hinaus fuhren. Daraus schlussfolgere ich, das es speziell die innerstädtischen Verknüfungen sind, die ein Fahren über den HBF hinaus atraktiv machen.

Das ist auch logisch, weil je weiter die Bahn in den Landkreis Nürnberger Land hinaus fährt, umzu eher wird es für Anwohner die einen Bahnhof rechts und links der Pegnitz zur Auswahl haben attraktiv, lieber die Kombi aus zwei Epressen (rechte Pegnitzstrecke + RE nach Bamberg) zu nutzen, statt mit der S-Bahn durchzufahren. Sicher ich kenne Leute, die Hersbruck (links) - Erlangen S-Bahn durchfahren, aber dass ist dann schon so ziemlich die Grenze, wo es vermutlich kaum noch zeitneutral ist. Der Zielverkehr wird also bei den durchfahrenden Fahrgästen gut zur Hälfte in den innerstädtischen Verknüfungspunkten liegen, die andern sind dann wohl direkt Streckenanrainer und Weitstreckenfahrgäste.


Wir haben also erstens Leute, die vom Osten nach Erlangen oder weiter nördlich wollen, und wir haben zahlreiche Leute, die andere Verteilknoten im Stadtzentrum nutzen, und so den HBF entlasten, wie das eine S-Bahn tun sollte. Die Abstimmung mit den Füßen der Fahrgäste scheint die Relation linke Pegnitzstrecke - Bamberger Schiene als die zweckmäßigste zu bestätigen.

Was böte diesen Leuten nun die S3? Nach derzeitiger Planung nichts. Sicher die Weitstreckenfahrgäste gewönnen, aber die stellen ja vermutlich auch auf der S3 wieder eher den kleinen Teil so wie auf der S1.

Nehmen wir aber mal den unwahrscheinlichen Fall an, man würde der S3 alle Halte bis Feucht spendieren und dann mit der Bamberger verknüfen. Natürlich wäre das schon erheblich besser, aber im Grunde auf weiten Strecken unnötig. Warum? Weil die Relation im Grunde fast durch die U1 schon bediennt wird, die Busse Langwasser und Altenfurts hängen wir Leitersproßen zwischen diesen beiden Schnellbahnen, beide böten die Fahrt nach Fürth, diese Leute bekämen also ein Schnellbahnziel das sie auch so schon erreichen können. Sicher für weiter außen liegende Ziele relativiert sich dieser Effekt und würde die S-Bahn den Vorzug bekommen, im Grunde bleibt es aber eine Doppelerschließung, wärend der Osten dann leer ausgeht. Statt also Altenfurt zweimal eine Fahrtmöglichkeit nach Fürth zu geben, sollte man sehen, das die S-Bahn nach dem HBF irgendwo hinfährt, wo man nicht mit der U1 auch hinkäme.

Natürlich ist mir auch bekannt, das es früher schonmal Neumarkt - Bamberg als RB gab. Mir sind die Zahlen der Durchfahrer nicht bekannt, wann immer ich diesen Zug nach Nürnberg HBF nutze hatte ich den Eindruck eines vollständigen Fahrgastwechsels, ich will nicht ausschließen das vielleicht eine handvoll Leute sitzen geblieben sind, wenn wer genaue Zahlen hat, bitte her damit. Nur die Argumentation, das hats früher gegeben, dann musses richtig gewesen sein, will ich nicht bedingungslos teilen. Früher wurden auch die beiden Alibizugpaare nach Herzogenaurach und Höchstadt (Aisch) durch ein und diesebe Garnitur erbracht, und das war trotzdem nicht der Fahrgäste halber, sondern um Fahrzeugeinsätze zu sparen.

Ich halte es für absolut möglich, das die Verknüpfung dieser beiden RB rein aus betrieblichen Gründen geschah, und nichts mit den damaligen Fahrgastwünschen zu tun hatte (wenn wer das Gegenteil weiß, bitte sagen). Möglicherweise wollte man, das durch die Kurven der Neumarkter Strecken sich die Spurkränze der Wagen abnutzen, und durch die weitgehend gerade Bamberger Strecke die Lauffflächen der Radreifen, damit der Verschleiß gleichmäßiger war, oder es resultierte einfach aus einer weitgehend ähnlichen aber unabhängigen Auslastung der Züge beider Strecken. Als kurz: Die RB Neumarkt - Bamberg ist erstmal kein Beweis, dass das die beste Relation für die Fahrgäste war.

Aber jetzt zum Hauptargument: Soweit mich mein Erinnerungsvermögen nicht ganz im Stich lässt hieß es: Wenn VDE 8.1 eröffnet ist, funktioniert der Verkehr mit den Zeiten der von Hartmannshof ankommenden S1 nicht mehr, deswegen müssen die Äste anders verknüpft werden. Nun VDE 8.1 soll ja, wie man hört inzwischen in Betrieb stehen... Und die S1 fährt zumindest bis Forchheim noch so, wie davor auch, und ab 2019, wenn das baubedingte Kersbach-Elend ja nach Aussagen hier im Forum wegfallen soll, wird die S1 beweisen können, das die Annahme falsch war. Kurz der Jetzt-Betrieb und der Dann-Betrieb belegen, das die Annahme das es nur mit dem Tausch ginge, ganz offenbar falsch war.

Nur was bleibt dann noch als Argument für den Tausch über? Das es einmal so beschlossen worden ist? Nach der Logik dürften wir heute auch keine Straßenbahn mehr haben.

Fazit, ich sehe keinen Nutzen, und keinen Grund, warum der Tausch noch Sinn machen sollte, und meine subjektive Wahrnehmen ergibt, das die ist Verbindung Osten - Norden im derzeiten Netz wohl die zweckmäßigste ist. Wenn man die S3 unbedingt verlängern will, sollte an sie über die Fernbahngleise führen, und auf Gleis 22/23 mit der S4 verknüpfen, davon hätten beide Lienien was, bzw. zumindest stünde danach keine Linie schlechter da als zuvor.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.01.2018 23:42 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth
Wenn man die S3 unbedingt verlängern will, sollte an sie über die Fernbahngleise führen, und auf Gleis 22/23 mit der S4 verknüpfen, davon hätten beide Lienien was, bzw. zumindest stünde danach keine Linie schlechter da als zuvor.

Das wäre ja auch möglich würde man die Ansbacher S-Bahn nach vorne holen, da müsste man halt Steinbühl entsprechend dem geplanten Ziel ausbauen... (was ja passen würde, sind wir bei dem Thema "Das war aber geplant und MUSS auch so kommen")

Vmtl müsste man Gleise 4 und 5 dann auch auf S-Bahnniveau ausbauen, also sprich mit Rolltreppen in der Mittelhalle, ich frag mich eh warum das nicht schon gemacht wurde, denn dort halten ja auch heute (wenn auch meinst außerplan?) schon S-Bahnen, die S1X fährt aber glaub ich auch 5 mal ab wenn ich das richtig auf den Anzeigern entnahm...

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
An alle

Welche Linienverknüpfungen in der Vergangenheit bestanden haben, ist mir egal. Das zukünftige S-Bahnnetz muss den Anforderungen der Zukunft genügen.

[Anmerkung: In den 80er Jahren gab es Elektrotriebwagenzüge, die zwischen Erlangen und Altdorf pendelten und an allen damaligen Stationen auf Nürnberger Gebiet hielten. Genau das Letztere erwarte ich von zukünftigen Durchmesserlinien.]

Während der Ausbau bis Forchheim vor dem Ziel steht und bis Stadtgrenze Bamberg auf dem Weg ist, sollte mglichst bald der unbefriedigende Zustand in Unterfarrnbach und Eltersdorf beendet werden - in Eltersdorf mit einer Zwischenlösung, die den neuen Mittelbahnsteig nutzt, damit haltende Züge nicht mehr auf dem Ferngleis stehen.
Zitat
Daniel Vielberth
Nicht lernfähig bin ich aber, wenn man mich zwingen will Postings die nahezu in Form von Drohungen oder Unterlassungserklärungen formuliert sind, als normal anzusehen. Dann ist für mich Meinungsfreiheit nicht mehr gegeben.

Meinungsfreiheit heißt aus meiner Sicht, das ich auch Meinungen vertreten darf die kein anderer Mensch teilt. Ich erwarte nicht, das mir jemand zustimmt, verbitte mir aber, wenn man mir das Recht auf die eigene Meinung abspricht. Und das ist binnen weniger Stunden 3 Mal passiert.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich noch antworten soll. Aber was Du da schreibst, kann ich doch nicht so stehen lassen.

Kein Mensch zwingt Dich hier zu irgend etwas. Und selbstverständlich darfst Du Deine eigenen Meinungen haben und sie hier auch äußern. Das hat Dir weder NVF noch ich Dir verboten.

Aber ich war tatsächlich ziemlich von den Socken, dass sich hier in diesem Forum jemand freuen könnte über das Desaster von Fürth und dessen Folgen. Ich konnte es nicht glauben und habe es für ein Missverständnis gehalten. Daraufhin hast Du klar gestellt, dass ich Dich nicht missverstanden habe und hast Deinen Standpunkt noch einmal sehr ausführlich begründet. Gut, das ist halt Deine Meinung ...

Ich sehe das aber deutlich anders: Da werden Milliarden in eine neue Hochleistungstrasse gesteckt, die enormes Potential hätte, Verkehr auf die Schiene zu lenken:
- Der ICE wird Leute anziehen, die bisher geflogen oder Auto gefahren sind. Trotz des Fehlstarts haben sich die Fahrgastzahlen bereits verdoppelt. Und die Nachfrage wird steigen.
- Die RE nach Ober- und Unterfranken sowie Thüringen sind ebenfalls ein attraktives Angebot, das Fahrgäste anziehen wird.
- Sie S-Bahn ist heute schon so stark nachgefragt, dass das Angebot nicht ausreicht. Noch 2018 wäre ein störungsfreier Betrieb bis Forschheim drin; wäre!
- Wenn 2030 dann auch noch Bamberg fertig ist, könnte deutlich mehr Güterverkehr auch nach Westen durch das Maintal rollen. Damit würde auch die überlastete Würzburger Strecke entlastet und damit würde Platz für gute Nahverkehrsangebote.

Da entsteht also aufwändig eine 4-gleisige Strecke mit Überwurfbauwerken für einen reibungslosen und schnellen Mischverkehr, wie man sich das als Bahnfreund nur wünschen kann. Und dann kann diese Strecke auf unabsehbare Zeit nicht so genutzt werden, wie es Sinn gäbe, weil nicht abzusehen ist, dass das zweigleisige Nadelöhr mit den notwendigen Kreuzungen der Fahrwege irgendwann auch noch behoben werden könnte.

Tut mir Leid: Dass sich jemand über eine derart verkorkste Situation auch noch freuen kann, dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Selbst wer sich nicht als Eisenbahnfreund versteht, müsste sich doch über die sinnlos ausgegebenen Steuergelder ärgern, würde ich meinen.
Zitat
HansL

Ich habe mir lange überlegt, ob ich noch antworten soll. Aber was Du da schreibst, kann ich doch nicht so stehen lassen.

Kein Mensch zwingt Dich hier zu irgend etwas. Und selbstverständlich darfst Du Deine eigenen Meinungen haben und sie hier auch äußern. Das hat Dir weder NVF noch ich Dir verboten.

Aber ich war tatsächlich ..[ich zititre das jetzt nicht komplett]....... Steuergelder ärgern, würde ich meinen.

Hallo Hans,

mir ging es da ganz ähnlich, habe mich aber zunächst dazu entschlossen, nicht zu antworten.
Das brauche ich aber jetzt auch nicht mehr, denn ich sehe das fast genau so, wie Du.
Danke dafür.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
Daniel Vielberth

Aber jetzt zum Hauptargument: Soweit mich mein Erinnerungsvermögen nicht ganz im Stich lässt hieß es: Wenn VDE 8.1 eröffnet ist, funktioniert der Verkehr mit den Zeiten der von Hartmannshof ankommenden S1 nicht mehr, deswegen müssen die Äste anders verknüpft werden. Nun VDE 8.1 soll ja, wie man hört inzwischen in Betrieb stehen... Und die S1 fährt zumindest bis Forchheim noch so, wie davor auch, und ab 2019, wenn das baubedingte Kersbach-Elend ja nach Aussagen hier im Forum wegfallen soll, wird die S1 beweisen können, das die Annahme falsch war. Kurz der Jetzt-Betrieb und der Dann-Betrieb belegen, das die Annahme das es nur mit dem Tausch ginge, ganz offenbar falsch war.

Bitte vergiss bei diesem Argument nicht, das sich die Taktlagen noch verschieben werden. Wir haben jetzt bezogen z.B. auf Erlangen:

  • einen 24/36-Minuten-Takt in Richtung Bamberg
  • einen 25/35-Minuten-Takt in Richtung Nürnberg

Später soll es ja einen echten 20/40-Minuten-Takt geben, bis Erlangen eine 20-Mintakt (HVZ bis Forchheim).
Je nachdem, wie die Takte liegen, kann es wieder zu Konflikten kommen. Und in Nürnberg Hbf gibt es wegen den Gleisbelegungen der S-Bahn-Gleise 1 - 3 nicht viel Luft zum schieben.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Die folgenden zwei Satbilder [Quelle: Google] zeigen den Haltepunkt Eltersdorf und das Überwerfungsbauwerk im Sommer 2016.

Am oberen Rand sieht man die Weinstraße. Sie führt zur B4 bei Tennenlohe.

Die mittleren Gleise (S-Bahn) enden nahe dem Ende der mittleren Lärmschutzwand. Weiter südlich sieht man links vom neuen Süd-Nord-Ferngleis noch das inzwischen zurückgebaute Gleisbett des Nord-Süd-Ferngleises, das für die Errichtung des Überwerfungsbauwerks provisorisch nach Osten verschoben worden war.


an nvf

> einen 24/36-Minuten-Takt in Richtung Bamberg
> einen 25/35-Minuten-Takt in Richtung Nürnberg

> Später soll es ja einen echten 20/40-Minuten-Takt geben, bis Erlangen eine 20-Mintakt (HVZ bis Forchheim).

Allerdings ist dieses Problem eines das erst ab dem HBF Richtung Norden erzeugt wird. Sehr schön kann man das in den Darstellungen des [www.vgn.de] sehen, das zwischen Lauf und HBF noch sauberer 20 Minutentakt ist, und ab dem HBF laufen die Zeiten der Takte dann auseinnader. Ich denke, hier sollte man erstmal mit Anpassung der Haltezeiten der Takte einnander Arbeiten, im wesentlichen Kürzen der Haltezeit HBF, wobei man die Pufferzeiten natürlich nicht aufgeben sollte, sondern die Puffer auf die umliegenden Stationen zu verteilen soll, speziell auf solche, wo keine anderen Linien und nicht die Gegenrichtung betroffen ist, Wartet man Verfrühungen dort ab, wo nicht mehrer Züge die selben Gleise brauchen, kann man die Belegungszeiten des HBF zu reduzieren, und trotzdem könnten die Züge z.B bis Erlangen selbst bei +5 wieder auf Plan kommen. Die Reserve des HBF also auf Fürth HBF und Unterfarrnbach umgelegt (sobald dort zweigleisig gefahren wird), zwar fährt der Zug dann HBF vielleicht öfters mal zu spät ab, aber bis Erlangen ist der Ausgleich wieder da. Da der echte 20 Minutentakt ja nur mit eigenen Gleisen geht, ist dass aber ein Sache die man erst nach einer Fürther Entscheidung ausprobieren kann, jedenfalls ich sähe dann schon Chancen, den echten 20 Minutentakt auch dann unter Beibehaltung der Verknüpfung zu Hartmannshof erreichen zu können.

Im Kürzen der Haltezeit auf generell 2-3 Minuten am HBF, wie das ja in anderen Netzen auch ist, würde aus meiner Sicht die Attraktivität der Durchmesserlinien gestärkt, und möglicherweise der Anteil derer,die Durchfahren sogar noch mehr erhöht, was eine weitere wünschenswerte Entlastung des HBF brächte.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
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