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VGN-Durchschnitt???
geschrieben von Daniel Vielberth 
Hallo allseits,

Im Moment stoße ich vermehrt auf die VGN-Werbung mit dem Zebra beim Tätowierer Motto "Wir arbeiten an ihrer idealen Linie" und dem Hinweiß wie viele Linien der VGN hat. Die Werbung ist durchaus witzig, nur ich denke dann immer weiter, ja eine Menge Linien haben wir, nur wie gut sind die Einzelnen? Zieht man den Schienenverkehr ab, dann findet sich eine erhebliche Menge an "Linien" die entweder nur einmal am Tag fahren, Schülerverkehre also, die für die Öffentlichkeit freigegeben wurden, und sonstwie mehr als Alibiverkehr gelten müssten. Zwar finde ich es durchaus gut, das abweichende Linienwege immer öfter eigene Nummern bekommen, nur wie sieht dann die durchschnittliche VGN-Linie aus. Abzüglich der Stadtbusse befürchte ich, das der durchschnittliche VGN-Bus pro Richtung wohl irgendwie 1,05 mal am Tag fährt, da es - zumindest gefühlt - nur wenige Überlandbuslinien gibt, die ein ernsthaftes Grundangebot auf dem Lande bieten. Wenn man die "ideale Linie" also als Durchschnitt der bisherigen sähe, was käme da wohl raus?

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Re: VGN-Durchschnitt???
16.05.2018 10:10
Da gibt es eine sehr große Bandbreite. Krassester Unterschied, den ich kenne siehe
Linie 209:
Mo-Fr alle 15 Minuten bis Neunkirchen, bis Eschenau alle 30 min
samstags halbstündlich und sonntags immerhin stündlich auf ganzer Länge
täglich bis Mitternacht
Nächte Fr/Sa und Sa/So letzte Fahrt um 3.30 stadtauswärts

im Vergleich zu Linie 931
die im hinteren Teil an Schultagen zwei- und an schulfreien Werktagen Mo-Fr einmal fährt.

Nicht ganz so sparsam die Linie 225:
Zu den Schüler-HVZ früh und mittags mehrmals die Stunde, an schulfreien Werktagen Mo-Fr immerhin noch 3 Fahrten in jede Richtung, samstags ein paar Rufbusse wenn man spätestens am Vortag bestellt.

Zischen den Extremen gibt es so Linien wie die 224:
Mo-Fr bis 19.30 und Samstags bis 16.00 im Stundentakt, also durchaus brauchbares Angebot allerdings abgesehen vom Schülerverkehr so gut wie ohne Bedarf dazu. Zumindest sehe ich dort außer dem Fahrer meistens niemand im Bus sitzen. Dass die noch nicht zusammengestrichen wurde erstaunt mich von Jahr zu Jahr.

Ob man Freizeitlinien wie 990 (dreimal an Sonn- und Feiertagen) in die Betrachtung einbezieht ist wohl eher Geschmackssache.
Was mir nicht gefällt ist dieser riesengroße Gemischtwahrenladen. Ich erkenne das Produkt VGN nicht. Eine einheitliche Lackierung aller Busse, außerhalb der Städte würde mir gefallen...
Die Region-bezogenen Lacke sind schonmal gut finde ich, was mir gefallen würde wäre trotzdem eine Ausweitung zu einem Fränkisch/Oberpfälzischen Verbund, das hätte für einige Regionen bestimmt Vorteile wie vllt eben Würzburg oder Regensburg... (Beide Verbünde sind teilweise im VGN vorhanden, oder überschneiden sich) aber auch ein Ort wie Weiden würde sicher davon profitieren, behaupte ich einfach, einziges Problem es bräuchte eine komplette Liniennummern-Reform! Aber die bräuchte es m.E. für Nürnberg alleine schon oder Fürth, so Recht passen die 30er Linien finde ich nicht wirklich nach Fürth... oder auch dieses Wirrwarr mit der Linie 58/68... dafür sollte es irgendwie eine bessere Lösung geben, meinet wegen macht man es wie in Wien das dann der Abschnitt Dianaplatz-Werderau an Wochentagen die 58B wäre oder so... das andere verwirrt irgendwie nur, mal fährt der Bus bis Gustav-Adolf (Mo-Fr), dann wieder nur bis Schweinau (Sa) und am nächsten Bus steht dann nur Dianaplatz/Werderau (Sa/So).

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Die Buslinien haben seit 1974 ihr festes System. 30er Linien Nürnberg Nord,
40er Linien Nürnberg Ost,
50er Linien Nürnberg Südost,
60er Linien Nürnberg Süd,
70er Linien Fürth und nach Zirndorf,
80er Linien Fürth und Erlangen
90er Linien Erlangen
Im Jahr 1987 hat Fürth eine 1 und Erlangen eine 2 davor bekommen. Um 1992 sind im Norden noch 20er Nummern dazugekommen.
Ich würde das System so belassen...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.05.2018 19:09 von Marktkauf.
Re: VGN-Durchschnitt???
18.05.2018 14:28
Mit je nach Region unterschiedlich lackierten Bussen ist das so eine Sache: So fährt z. B. die Fa. Schmetterling-Reisen die Linie 208 in eigenem Auftrag und einzelne Fahrten als Subunternehmer des OVF auf der Linie 209. Auf der Linie 208 sollen die Busse blau sein (Vorgabe für Landkreis FO) auf der 209 aber rot. Der volkswirtschaftlich sinnvolle, weil Stillstandszeiten vermeidende, Einsatz der Fahrzeuge eines Unternehmers über mehrere Linien hat damit zwangsweise zur Folge, dass diese Vorgaben zu Farbe nicht konsequent umgesetzt werden können. Damit kann man es auch gleich bleiben lassen.

Vorstellbar wäre allenfalls wie bisher Farben für die Stadtverkehre (z. B. beige/rot für Nürnberg, grün für Fürth, weiß/grün für Erlangen) und EINE Farbe für alles, was in die Prärie geht. Sollte meiner Meinung nach, weil es gefühlt schon immer so war, rot sein. Hätte für den OVF den Vorteil, dass er seine Busse nicht getrennt nach Linien im VGN und außerhalb getrennt beschaffen / verwalten / instandhalten / betreiben muss. Stichwort volkswirtschaftlich sinnvolle Nutzung... und natürlich bundesweiter Wiedererkennungswert als DB-Tochter.
Hallo allseits,

also was Farben betrifft könnte ich damit Leben, das Busse unterschiedlich aussehen, aber einheitliche Richtlinien wie und wo am Fahrzeug verbindlich (!) Ziel und Liniennummer gemäß VGN-Schema angezeigt wird, fände ich gut. Allerdings sind hier nicht nur die Busse gefragt, auch bei den Schienenverkehrsmitteln gibt es - mehr denn je - Nachholbedarf. Woher soll ein Außenstehnder z.B wissen, das Zug 58142 mit Zugziel Würzburg über Steinach und Ochsenfurt zugleich die RB8 nach Uffenheim ist, wenn er Ansbach und Treuchtlingen umsteigt, wo Uffenheim auf dem ZZA m.W nicht als Zwischenhalt angezeigt wird, einfach, weils zu unbedeutend ist? Und das der VGN durchsetzt, das Durchsagen laut und deutlich sein müssen, und nicht jeder Busfahrer nach belieben die IFIS-Lautstärke runterdrehen, und die Fahrgäste im ungewissen lassen darf.

Allerdings, meine Hauptintension beim erstellen dieses Thread war eigentlich eine andere. Mich treibt die Frage um: Wie viele brauchbare Linien hat der VGN? Oder anders gesagt: Wie sähe der VGN-Linienplan des Gesamtraumes aus, wenn nur die Linien die eine gewisse Grunderschließung bieten, darauf übrig blieben? Wie groß die Bandbreite ist, hat Leser ja schon dargestellt. So wie es bei Bahnland Bayern ja die Karte mit den mindestens stündlich und den wenigesten zweistündlich verkehrenden Zügen gibt, so empfände ich die Notwenigkeit, das der VGN mal eine Karte speziell für die Überlandbusse nach Taktung rausgibt. Ich denke, wenn man sagt, Mo bis Fr wenigstens 2 Stundentakt ist das schlechteste, was gerade noch Grundmobilität am Lande gewährt, was seltner fährt nur gestrichelt, und alle Linien die stündlich oder dichter fahren besonders gekennzeichnet, das würde spontanes Reisen sehr erleichtern und Gelegenheitskunden vermehrt anlocken. Zumindest emfände ich die Notwendigkeit, damit man eben nicht immer zwei Bibeln voll mit Fahrplanseiten wälzen, oder zwangsweise Internet braucht um zu wissen, ob man von dem nächsten Ort, zu dem man wandert, auch wieder heim kommt.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
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