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Fahrkartenkontrollen im VGN
geschrieben von Silberling 
Hallo,

hiermit würde ich gerne mal ein neues Thema ansprechen: Fahrkartenkontrollen im Gebiet des VGN.

Es gibt grob zwei verschiedene Arten, kontrolliert zu werden: Durch den Busfahrer oder durch einen Fahrkartenkontrolleur.

Es gibt Züge mit 100% Besetzung durch einen Kundenbetreuer, z.B. sämtliche Züge nach München oder Augsburg, Stuttgart, Würzburg sowie im FTX (zumindest Nürnberg - Bamberg), also grob gesagt alle REs, wobei ich mir bei den 612er REs nicht ganz sicher bin, ob da wirklich auch z.B. Neukirchen - Neustadt (Waldnaab) 100% einer auf dem Zug ist.

Dann gibt es die Mittelfrankenbahn und den agilis, wo ab und zu mal ein Kundenbetreuer mitfährt.
Wobei im agilis öfter als in der Mittelfrankenbahn.

Auf der S-Bahn gibt es keine Kundenbetreuer, sondern nur Prüfer in Zivil oder DB Sicherheit. Allerdings wird man hier eher seltener kontrolliert.

Und dann gibt es noch die städtischen Verkehrsunternehmen. Bei Bussen übernehmen diese Aufgabe die Busfahrer, bei U- und Straßenbahnen Prüfer, die meist aus mehreren Personen bestehen. Von seperaten Prüfern wurde ich bei der VAG das letzte mal Anfang 2017 kontrolliert, das sagt alles.


Jetzt die interessante Frage: Wo "lohnt" es sich, ohne gültiges Ticket einzusteigen?

Zu den REs muss man nicht viel sagen, wer keinen Fahrschein hat wird mit hoher Wahrscheinlichkeit rausgeschmissen oder muss 60€ zahlen. Schwarzfahren lohnt sich hier überhaupt nicht, außer man ist im Besitz einer Polizeiuniform.

Auf der Mittelfrankenbahn kann man "Glück" haben, wer aber regelmäßig fährt wird sich früher oder später einer Kontrolle nicht entziehen können, auch weil die Kundenbetreuer oft den ganzen Zug einsehen können und schnell mit der Kontrolle durch sind.

Auf der S-Bahn gibt es viele Schwarzfahrer. Die Zahl der Kontrollen dürfte ruhig etwas höher sein, dann wäre die Zahl der Schwarzfahrer sicherlich niedriger. Für Leute, die nur ab und zu mal S-Bahn fahren kann es sich schon "lohnen".

In den Bussen hängt alles vom Busfahrer ab: Öffnet er nur die 1. Tür, schaut er genau hin, ist er tariflich fit, etc. Steigt man z.B. wie ich jede Woche in Röthenbach in den 62er ein, muss ich mein Ticket eigentlich nie vorzeigen, da der Bus meist erst kurz vor Abfahrt ankommt und ich problemlos an den hinteren Türen einsteigen kann. Wenn alle vorne einsteigen würden, wie es die Regel besagt, so würde der Bus nie pünktlich abfahren können. Leider gibt es auch viele Busfahrer, die eigentlich jeden Fahrschein durchgehen lassen, solange er halbwegs echt aussieht. Auch interessant, ob er sich bedankt, nur nickt, nur schaut oder sagt "rein, schnell rein, hab Verspätung".
Bei anderen Verkehrsbetrieben ist das wohl ähnlich. Also ohne Ticket einzusteigen macht eher wenig Sinn, aber dass der Fahrschein schon abgelaufen ist, erkennen eher weniger Busfahrer, vor allem, wenn man das Datum geschickt verdeckt (Nein, habe ich noch nie gemacht, nur mein Bekanntenkreis).

Und in den restlichen Verkehrsmitteln der VAG bin ich entsetzt, wie leicht es den Schwarzfahren gemacht wird. Da wird man halt von 200 Fahrten einmal erwischt, dann zahlt man und kann wieder 200 mal kostenlos fahren. Fast jeden, den ich kenne, der nur mit U- oder Straßenbahn fahren muss, wendet dieses System an und hat Erfolg damit. So gibt derjenige nur 1x pro Jahr 60 Euro aus statt 12x pro Jahr wie ich.

Wie findet ihr die Anzahl und Qualität der Kontrollen im VGN? Wo passt's scho, wo gibt es Verbesserungsbedarf? Und was haltet ihr von Drehkreuzen wie bei U-Bahnen in anderen Ländern oder ein Einstiegskontrollsystem beim Bus, wie es im Ruhrgebiet weit verbreitet ist?

Viele Grüße Silberling
Die Kontrolle im Bus ist eigentlich keine richtige Kontrolle. Mich hat mal ein Fahrer angeraunzt das er meinen Fahrschein sehen möchte. Danach habe ich ihn gefragt wie lange dieser noch gültig ist.... als Antwort habe ich bekommen das die Busfahrer nur eine Sichtprüfung durchführen ob jemand einen Fahrschein hat. Soll heißen egal was auf der Marke steht, egal welches Datum alles was nach Fahrschein aussieht wird akzeptiert. Seit dem klappe ich den Ausweis auch nicht mehr auf und das hat noch nie einen Fahrer gestört.
Sehr interessant! Meinst du mit aufklappen z.B. das JahresAbo, wo du dann einfach nur die Seite mit Adresse, Namen usw zeigst? War die Kontrolle bei der VAG?
Hallo allseits,

ja also was Kontrollen betrifft, würde ich mir auch wünschen, das es eine Möglichkeit für mich als zahlenden Kunden gäbe, geziehlt, z.B per SMS Kontrollen anzufordern, wenn ich erlebe, das inzwischen häufig öffentlich und völlig schamlos in Bus oder Bahn damit angegeben wird, wie lange manch einer schon ohne Fahrausweis gefahren ist.

Wenn Vertrauen nichts mehr nutzt, mus man halt mit Denunziantentum arbeiten. Grade die Bahn, die ja momentan auf Apps bis zum Abwinken abfährt, täte gut, sowas (aber bitte ohne dass man What'app, und andere illegale Apps braucht) zu ermöglichen. Ich habe, wenn ich im Dienst bin, und die Leute sich hörbar vor mir (wobei man mich nicht immer sieht, aber ich oft die Leute) ihre Absicht zum Schwarzfahren kundtun, auch schon gezielt bei Zügen gemeldet, mit der Bitte: Halte auf Station xy nach Person mit Aussehen abc ausschau, dieser plant scheinbar, absichtlich schwarz zu fahren, setzt deinen Zugbegleiter darauf an. Aber oft bin ich nicht in der Lage, steuernd einzugreifen, eben weil es nicht unauffällig möglich ist, z.B weil ich selbst mit im Zug sitze, oder schlicht, weil es ein anderes VU ist, wo ich keinen bekannten Ansprechpartner habe, bzw. keine Zugriff auf Unternehmensinterne Kommunikationswege. Deswegen bräuchte es eine Möglichkeit, das unauffällig zu melden. Über Denunziantentum würden wohl viele mitarbeiten, und man könnte die Quote merklich drücken.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.2018 19:44 von Daniel Vielberth.
Zitat
Silberling
Es gibt Züge mit 100% Besetzung durch einen Kundenbetreuer, z.B. sämtliche Züge nach München oder Augsburg, Stuttgart, Würzburg sowie im FTX (zumindest Nürnberg - Bamberg), also grob gesagt alle REs, wobei ich mir bei den 612er REs nicht ganz sicher bin, ob da wirklich auch z.B. Neukirchen - Neustadt (Waldnaab) 100% einer auf dem Zug ist.

Ich bin in den letzten 5 Jahren heute zum ersten Mal in einem RE kontrolliert worden. Da hätte ich viel Geld sparen können. In der S-Bahn bin ich da schon häufiger kontrolliert worden.
Ja mit aufklappen meine ich das Jahresabo. Ich halte nur die Mappe hoch. Letztendlich ist es aber egal, ob Abo oder Streifenkarte. Immer VAG.
@Daniel
Würdest du die Züge grundsätzlich unbesetzt lassen und wenn nötig einen Kundenbetreuer einsetzen? Oder würdest du den für den Zug eingeteilten Kundenbetreuer dann gezielt über die betroffene Person informieren?

@kukuk
Das kann ich so nicht bestätigen, eigentlich werde ich immer, wenn ich in einem RE fahre, auch kontrolliert (außer ich fahre nur Nürnberg-Fürth oder Nürnberg-Schwabach)

@90408 reloaded
Dann kann die VAG gleich einen neuen Werbeslogan erfinden (Wenn Schwarzfahren dann VAG)...
Man sollte aber beachten das hin und wieder auch im Bus nach gleichem Schema wie in Ubahn und Straßenbahn kontrolliert wird. Die Jungs sehen dann natürlich genauer hin.
Den Slogan bitte mit Augenzwinkern betrachten ;)

Das habe ich tatsächlich auch schon einmal erlebt. Aber insgesamt ist einmal bei unzählig vielen anderen Fahrten viel zu wenig. Hast du das schon öfters im Bus erlebt?
Also sehr oft im Bus wirklich nicht. Die letzten 5 Jahre vielleicht 1x das richtig kontrolliert wurde.

Beim täglichen fahren mit der Ubahn gibt es auch oft lange Perioden wo man selber nicht kontrolliert wird und dann erwischt es einen in einer Woche fast jeden Tag. Teilweise kennt man die Kontrolleure irgendwann dann auch.

Was mir immer etwas sauer aufstößt ist das pünktlich zum Monats ersten kontrolliert wird, in der Hoffnung irgendein Azubi hat die neue Marke vergessen einzukleben. Das kommt mir immer so vor wie eine Geschwindigkeitsmessung kurz vor dem Ortsausgang.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.06.2018 20:46 von 90408 reloaded.
Also meine azubis fahren immer schwartz weil eh keiner kontrolliert.

Der eine seid 3 Jahren wendelstein- Schwabach der andere seid 2 sbahn Reichelsdorf- Schwabach

______________________________

Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Zitat
Daniel Vielberth
Hallo allseits,

ja also was Kontrollen betrifft, würde ich mir auch wünschen, das es eine Möglichkeit für mich als zahlenden Kunden gäbe, geziehlt, z.B per SMS Kontrollen anzufordern, wenn ich erlebe, das inzwischen häufig öffentlich und völlig schamlos in Bus oder Bahn damit angegeben wird, wie lange manch einer schon ohne Fahrausweis gefahren ist.

Ich glaube nicht, dass sich das durchsetzen würde. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass es viele "Scherz"-Aufrufe geben würde, um die Kontrolleure umsonst irgendwo hinfahren zu lassen, seitens des Anrufers wohlwissend dass dort kein Schwarzfahrer ist.

Und eines muss man ja sagen: Wenn so wenig kontrolliert wird, weil die Verkehrsbetriebe sich möglichst viel Kohle für die Kontrolleure sparen wollen, dann sind sie auch ein Stück weit selber schuld!

Moralisch halte ich so etwas auch für fragwürdig. Ich persönlich würde es Menschen, auch einfach nicht gönnen, dass sie erwischt werden und 60 Euro abdrücken müssen. Für mich ist es einfach herzlos, so etwas Leuten zu wünschen, sorry. Man kennt die Leute ja nicht und weiß nicht, warum sie es tun. (ich will Schwarzfahren hiermit aber nicht verharmlosen oder gar verherrlichen)
Das sehe ich ähnlich wie Rathaus Spandau, mir stinkt die Schwarzfahrerei auch, aber denunzieren würde ich sicher niemanden.
Hallo allseits,

ich glaube ich muss hier etwas richtig stellen. Es geht mir nicht darum, einen sonst grundehrlichen Menschen, der einmal seine Karte vergessen hat zu denuzieren. Und ich wäre auch der letzte, der, wenn sagen wir Leute am Fahrkartenautomaten Probleme haben nicht helfen würde, oder, wenn das Ding wirklich nicht geht, das den Leuten auch zu qitittieren, damit sie ohne Aufpreis im Zug nachlösen können.

Mir gehts darum, die, die das absichtlich und seit langem tun, endlich aus dem Verkehr zu ziehen. Die Fälle, wo es keine Leistungserschleichung sondern absichtlicher und wilentlicher Betrug ist, denen muss das Handwerk gelegt werden. Eben sowas, wie R-ler schrieb, wenn die Azubi stolz verkünden, wie lange sie schon der Gemeinschaft schaden, indem sie sich weigern, in Anspruch genommene Dienste zu bezahlen. Im übrigen verstehe ich das auch unter dem Passus, Schaden vom Arbeitgeber abzuwenden.

Was die App betrifft, wenn man zumindest als Mitarbeiter im Transportwesen die Möglichkeit kätte, VU Übergreifend zu melden, wäre der Missbrauch nahezu unternbunden, und die Abgreifdichte für Verbrecher (zur Erinnerung, Schwarzfahren ist eine Straftat, keine Ordnungswidrigkeit) stiege dennoch. Natürlich braucht man dann moblie "Eingreiftrupps" möglichst gut verteilt, damit die fallbezogen schnell vor Ort sein können. Alternativ ginge auch, alle Mitarbeiter im Fahrkartenwesen auszubilden, sodass man zur Not, wenn einer in Hörweite von mir schon damit angibt, wie gesellschaftsschädlich er handelt, selbst die Kontrolle durchführen, und wenigstems das EBE ausstellen darf (wobei das ja eigentlich zu milde ist, wenn einer sagt, er fährt seit x-Jahren jeden Tag schwarz ist das ein Selbstgeständnis das eigentlich zu sofortigen Gefängnissaufenthalt berechtigen würde, weil das dann mehr als dreimal Schwarzfahren gewesen ist), insofern könnte man auch gleich Polizei oder Bundespolizei dazu bestellen. Live aus dem Zug in die Arrestzelle, wenn das mal paar notirischen Schwarzfahrern passierten würde, das späche sich rum.

Ich selbst finde es ja auch traurig, dass das System freiwilliger Gehorsam nicht länger funktioniert, aber andererseits, wenn nicht bald dagegen gesteuert wird, brauchen wir uns um zu Zukunft des öffentlichen Verkehrs keine Gedanken mehr machen, weil dann hat das ganze keine Zukunft mehr!

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.06.2018 16:05 von Daniel Vielberth.
Mobilität ist ein Grundbedürfnis - dementsprechend sollte ÖPNV auch anders finanziert werden.

Und ganz nebenbei: Repression funktioniert so gut wie nie. Ob das in der Drogenpolitik, der Sicherheit oder dem ÖPNV ist. Es hetzt nur die "Aufmüpfigen" gegen die kontrollierenden auf, und schadet dem sozialen Frieden. Wer Schwarzfahren will, findet dafür Wege!
Andererseits ist auch essen ein Grundbedürfnis, trotzdem käme kein klar tickender Mensch auf die Idee, klauen zu legalisieren. Auch Wohnraum gibts nur gegen Knete. Von daher sehe ich nicht, warum man individuelle Bedürfnisse zahlungstechnisch vergesellschaften sollte.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Hallo allerseits, das aufgeworfene Thema hat neben dem finanziellen Gesichtspunkt auch eine Vielzahl von anderen insb. ethischen Aspekten, die hier auch im wesentlichen thematisiert wurden. Wenn Daniel aber meint, es mit Verbrechern zu tun zu haben, so trifft das wohl nicht zu. Verbrecher sind Leute, die ein Verbrechen begangen haben, also eine Straftat, bei der die Strafdrohung mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe beträgt, also schwere Straftaten wie Raub, Mord, Totschlag usw. Im Strafrahmen darunter heißen die Rechtsverstöße "Vergehen". Das Schwarzfahren ist also ein Vergehen. Da sich der Begriff "Vergeher" für Täter, die ein Vergehen begangen haben,nicht durchgesetzt hat, spricht man heute von Straftätern. Früher, wohl bis in die sechziger Jahre, gab es noch bis zu einer Gesetzreform, sog. "Übertretungen", das waren minderschwere Delikte, in die auch das Schwarzfahren und z.B. der Mundraub fielen.Durch die erwähnte Gesetzesreform wurden die sog. Übertretungen in Vergehen und in sog. Ordnungswidrigkeiten aufgeteilt. Dabei fielen das Schwarzfahren und der Mundraub (Ladendiebstahl)nicht in die Ordnungswidrigkeiten sondern in die Kategorie "Vergehen".

Auch wenn ich Daniel verstehen kann, dass er solche Leute als Verbrecher bezeichnet, sollte man die Kirche im Dorf lassen zumal auch die Verkehrbetriebe beim ersten Mal aus pragmatischen Gründen nur ein erhöhtes Fahrgeld fordern. Erst im Wiederholungsfall wird Anzeige erstattet,soweit ich weis. Wie leicht kommt es vor, dass man seine Wochenkarte etc. in der Jackentasche hat und am nächsten Tag kälteres Wetter ist und ich eine wärmere Jacke anziehe, vergesse die Karte umzustecken. Da die Straftat Schwarzfahren Vorsatz verlangt und dieser wohl schwer nachzuweisen wäre, läge eine Straftat wohl nicht vor. Aber natürlich müsste das erhöhte Fahrgeld bezahlt werden.

Früher zahlten die professionellen Schwarzfahrer das erhöhte Fahrgeld in bar an die Kontrollöre, hatten aber keine Identitätsunterlagen von sich dabei, sondern "weiche" Hinweise auf Namen und Anschrift einer anderen Person, als die er sich ausgab. So wurde er nirgends richtig registriert. Näheres will ich gar nicht ausführen.

Richtig ist, dass es nichts bringt, etwas zu verlangen, wenn man es nicht kontrollieren kann oder will. Schon Lenin sagte: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser". Die Zahler werden irgendwann die Nase voll haben und das Verkehrsmittel wechseln. Nulltarif würde auch die Zwickmühle schließen. Die Allgemeinheit und die ehrlichen Kunden
zahlen ja auf jeden Fall den Ausfall.

pessimistische Grüße Euer Lebenskür.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.06.2018 19:23 von lebenskür.
Soweit ich weiß wird beim dritten Mal Anzeige erstattet. Wer seine Fahrkarte in der anderen Jacke vergessen hat kann diese im Kundenbüro nachreichen. Der Vorgang wird dann gestrichen.
Ich muss zugeben dass ich früher öfter mal schwarz gefahren bin, und auch mal erwischt wurde. Mit zunehmendem Alter wurde mir das aber zu stressig. Ich bezahle seit vielen Jahren meine Karte und fahre entspannt ohne ständig auf die Tür zu schielen. Bei täglichen Fahrten ist das Risiko erwischt zu werden auf jeden Fall gegeben. Auch wenn die VAG ruhig intensiver kontrollieren dürfte. Was die Kontrolle im Bus betrifft bin ich geteilter Meinung. Entweder die Fahrer kontrollieren richtig oder man sollte es bleiben lassen. Aber diese Sichtprufung Fahrschein ja/nein ist nur zeitraubend. Solange nicht auch die Gültigkeit geprüft wird ist es...
ich denke, es gibt einfach mehrere gruppen:

die einen kapieren schlicht das tarifsystem nicht und kaufen den falschen schein oder fahren irgendwann entnervt ganz ohne mit, um überhaupt vom fleck zu kommen.

anderen sind die Fahrpreise wirklich zu teuer, so dass sie es sich nicht leisten können.

es gibt die schussel, die einmal was vergessen (karte, stempeln...) oder kaputte automaten.

und es gibt diejenigen, die es nicht einsehen und ganz bewusst /aus prinzip schwarzfahren.

kann man nicht alles über einen kamm scheren. ich denke nicht, dass man 0-tarif braucht, aber deutlich einfacher und günstiger würde schon mal den gruppen 1 und 2 dienen. für gruppe 3 gibt es ja meistens kulante lösungen. und gruppe 4 würde vielleicht auch kleiner, wenn der niedrigere fahrpreis das risiko, erwischt zu werden nicht mehr aufwiegt. warum nicht mal 50% fahrpreise runter, oder wiener modell? natürlich braucht es dazu auch andere finanzierungsmöglichkeiten.

zur kriminalisierung: wer sein auto dreist falschparkt, gefährdet damit u.u. menschen. ordnungswidrigkeit. ist es da verhältnismäßig, dass schwarzfahren (das niemandem persönlich schadet) überhaupt eine straftat ist?
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