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HVV APP
geschrieben von Stara Gamma 
Re: HVV APP
05.07.2014 22:40
Zitat
Herbert
Was die Echtzeitanzeige aber leider trotz der jahrelangen Entwicklung nicht kann: Eine Prognose. Fährt die U1 in Volksdorf mit +2 ab, dann sieht das HVV-System sie auch in Norderstedt mit +2 ankommen. Das ist leider wieder Stand der Technik aus dem Jahr 2004.

Wie soll sie das auch können. Wichtig ist doch der aktuelle Stand. Abends um 22 Uhr sind die 2 Min ratzefatze weg. Am Tage, zu Hauptlastzeiten können 2min schon eine solche Fahrgastmenge zusätzlich nach sich ziehen, dass trotz kurzer Fahrzeit der Fahrgastwechsel der Hemmer ist.

Ist wie beim navi, wenn der Fahrgast sich deswegen nun das denken abgewöhnt, ist ihm nicht mehr zu helfen.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Re: HVV APP
06.07.2014 00:37
Zitat

Wie soll sie das auch können. [...] Abends um 22 Uhr sind die 2 Min ratzefatze weg. Am Tage, zu Hauptlastzeiten können 2min schon eine solche Fahrgastmenge zusätzlich nach sich ziehen, dass trotz kurzer Fahrzeit der Fahrgastwechsel der Hemmer ist.

Was spricht dagegen, genau diese Überlegungen für den Rechner in einem Modell abzubilden? :)

Zitat

Wichtig ist doch der aktuelle Stand.

- Du hast einen Zug auf der U3 gegen 17.30 auf dem Westring Richtung Barmbek. In der Innenstadt hat er 2-3 Minuten Verspätung aufgebaut. Meine Erfahrung sagt: ab dieser "kritischen Marke" ist der Zug nicht mehr zu halten. Der Fahrgastwechsel dauert so lang, dass er jeden Fahrplanpuffer sprengt. Kellinghusenstraße rasselt der Zug mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Anschlusssicherung zur U1 und geht mit mindestens +5 auf den Nordring.

Das HVV-System wird für den Zug für Saarlandstraße 10 Minuten vor Abfahrt +2 "prognostizieren", obwohl das zu 99 % nicht stimmen wird. In Barmbek ist damit ein Anschluss weg.

- Du hast einen Zug auf der U1, der am Sonntag Abend gegen 22 Uhr in Farmsen mit +5 abfährt. Meine Erfahrung sagt: in Norderstedt ist der Zug wieder auf die Sekunde pünktlich.

Das HVV-System wird aber für die Strecke Kellinghusenstraße-Norderstedt 20 Minuten vor Abfahrt +5, den dann gerade aktuellen Verspätungswet des Zuges, "prognostizieren", also mit Pech einen Anschlussverlust zur AKN.

Zitat

Ist wie beim navi, wenn der Fahrgast sich deswegen nun das denken abgewöhnt, ist ihm nicht mehr zu helfen.

Der Fahrgast hat das Denken längst eingestellt. Letztens wuchtete jemand beim Warnpiepen sein Fahrrad in die Tür. Das wurde eingeklemmt und der Korb von der schließenden Tür verbogen. Man schimpfte auf den Fahrer. Einen Tag später gab es mal wieder die beliebte leicht verspätete U3 im Feierabendverkehr. Der Zug war schon überfüllt. Eine Dame verzögerte die Abfahrt nun, weil sie ihren Kinderwagen hineinschieben musste und dafür alle stehenden Fahrgäste aus dem Türbereich in den Gang auswichen. In die schließenden Türen eine halbe Minute später rannten zwei junge Herren, die die Tür für einen Nachzügler aufhielten, der mit Not in den Wagen passte.

Es ist vermessen, von den Kunden Überlegungen zu erwarten, die man nach vielen Jahren Entwicklungszeit nicht im Rechner abbilden kann, obwohl da viel mehr relevante Informationen vorhanden sind. Ziel muss sein, dass der Betrieb dem Fahrgast so genau wie möglich sagt, wann genau er am Start ins Fahrzeug steigen kann, ob die Anschlüsse klappen werden und wann er dann letztlich voraussichtlich am Ziel sein wird.

Die IST-Daten heute sind ein riesiger Sprung nach vorn! Ich hoffe, dass in der nahe Zukunft die skizzierten Erweiterungen noch kommen werden.



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.07.2014 00:46 von Herbert.
Re: HVV APP
06.07.2014 13:01
Anscheinend läuft die Daten-Schnittstelle noch nicht rund. So werden jetzt aktuell nur noch Echtzeitdaten von den U-Bahnen angezeigt.

Wir brauchen mehr Investitionen in den ÖPNV! Damit noch mehr Leute mit den ÖPNV fahren- die Umwelt wird danken
Re: HVV APP
06.07.2014 15:52
Zitat
Jan Borchers
Zitat
Herbert
Was die Echtzeitanzeige aber leider trotz der jahrelangen Entwicklung nicht kann: Eine Prognose. Fährt die U1 in Volksdorf mit +2 ab, dann sieht das HVV-System sie auch in Norderstedt mit +2 ankommen. Das ist leider wieder Stand der Technik aus dem Jahr 2004.

Wie soll sie das auch können. Wichtig ist doch der aktuelle Stand. Abends um 22 Uhr sind die 2 Min ratzefatze weg. Am Tage, zu Hauptlastzeiten können 2min schon eine solche Fahrgastmenge zusätzlich nach sich ziehen, dass trotz kurzer Fahrzeit der Fahrgastwechsel der Hemmer ist.

Ist wie beim navi, wenn der Fahrgast sich deswegen nun das denken abgewöhnt, ist ihm nicht mehr zu helfen.

Ich habe jetzt bei der U-Bahn (bei den anderen Verkehrsmitteln funktionieren die Echtzeitdaten ja immer noch nicht) folgendes erlebt:

Ich suche mir eine Verbindung von Farmsen nach Mundsburg mit einmal umsteigen in Wandsberk-Gartenstadt. Mir wurde dann mit Abfahrt um 15:36 einer Verspätung von 1 Minute angezeigt, wobei der Zug dennoch pünktlich in Wandsbek-Gartenstadt ankommen soll. Also gibt es schon den Fall, dass sie rechnen, dass der Zug Verspätung aufhält. Was ich noch erlebt habe ist, dass in der HVV-App mir die Verbindung mit nur 15 Minuten Fahrtzeit angezeigt wurde, anstelle der sonst üblichen 16 Minuten. Hintergrund ist, dass dieser Zug ja 1 Minute Verspätung aufhollen soll.

Dann habe ich noch folgendes gesehen (das zweite Foto ist genau das gleiche nur größer und deshalb kann man dies nur besser lesen):






Hier fällt auf, dass bei neben meiner Verbindung mit Abfahrt um 15:55 Uhr ein Achtungszeichen steht und unter meiner Verbindung dieses Achtungszeichen damit erklärt wird, dass die U1 an dem angegebenen Bahnhof (indem Fall Wandsbek-Gartenstadt ) nicht hält.

In der HVV-App wird nicht beschrieben. Da wird einfach nur bei dieser Verbindung einfach keine Echtzeidaten für die Ankunft um 16:00 Uhr am Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt angezeigt. Inzwischen, nachdem ich dies Verbindung mehrmals in der HVV-App aktualisiert habe, taucht jetzt auch wieder in meiner Verbindung am Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt eine Echtzeitdaten-Information mit +0 auf.

Bei den Abfahrten des Bahnhofs Wandsbek-Gartenstadt wird mir in der HVV-App hingen beides angezeigt. So steht bei dieser U1 ein Mal die Abfahrtszeit 16:00 Uhr und in einer Zeile darunter auch wieder die selbe U1 nach Norderstedt Mitte mit Abfahrt in 10 Minuten (also soll diese pünktlich sein).

Das spricht dafür, dass noch nicht alles funktioniert. Aber was funktioniert schon gleich alles beim ersten Mal? Für mich sind die Fehler natürlich und ich muss sagen, dass ich am Anfang natürlich dafür Verständnis habe.

Wir brauchen mehr Investitionen in den ÖPNV! Damit noch mehr Leute mit den ÖPNV fahren- die Umwelt wird danken
Re: HVV APP
06.07.2014 15:57
Der Fehler mit dem angeblich nicht angefahrenen Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt scheint sich alle 20 Minuten (also bei jeder zweiten Bahn) zu wiederholen. Hier das Foto (ein Mal in klein und das zweite Mal das selbe in groß):






Wir brauchen mehr Investitionen in den ÖPNV! Damit noch mehr Leute mit den ÖPNV fahren- die Umwelt wird danken
Re: HVV APP
06.07.2014 19:44
Zitat

Ich suche mir eine Verbindung von Farmsen nach Mundsburg mit einmal umsteigen in Wandsberk-Gartenstadt. Mir wurde dann mit Abfahrt um 15:36 einer Verspätung von 1 Minute angezeigt, wobei der Zug dennoch pünktlich in Wandsbek-Gartenstadt ankommen soll. Also gibt es schon den Fall, dass sie rechnen, dass der Zug Verspätung aufhält.

Moin,

ich denke, dass dieser Unterschied nicht durch eine "Prognosefunktion" entsteht.

Das Datenfeed, das der HVV für die Echtzeitanzeige nimmt, ist lediglich minutengenau und sieht bei der U-Bahn zwischen Ankunft und Abfahrt keinen Unterschied vor. Beides passiert immer in der gleichen Minute.

Wenn das Betriebsführungssystem der Hochbahn aber Unterschiede zwischen An und Ab macht sowie Verspätungen genauer als in Minutenschritten verarbeitet, dann kann es zu folgender Situation kommen:


Abfahrt/Ankunft Farmsen SOLL im Datenfeed: 12:00 h
Abfahrt Farmsen SOLL im Betriebsführungssystem: 12:00:30 h

Verspätung zum Zeitpunkt der Abfrage: 0:42 Min

=> Abfahrt Farmsen IST laut Betriebsführungssystem 12:01:12 h
=> gerundet auf Minutenschritte und so zur Datendrehscheibe exportiert -> Abfahrt Farmsen IST: 12:01 h
=> ergibt +1, die bei HVV.de auftauchen

Wandsbek-Gartenstadt ist die Ankunft SOLL intern auf 12:05:06, Abfahrt/Ankunft im HVV-System 12:05.

Der Rechner setzt stupide die Verspätung weiter mit 42 Sekunden an. Macht 12:05:48 für den IST-Wert. Exportiert werden 12:05, ergibt in GEOFOX die Anzeige, dass der Zug pünktlich ist.

Die Abfahrt SOLL wäre im Hochbahnsystem dann meinetwegen um 12:05:30. Plus 42 Sekunden Verspätung macht für den Export zum HVV ein IST von 12:06, also wieder +1.

Das HVV-Datenfeed sieht genau so aus, wie bei Systemen, von denen ich weiß, dass sie es so machen:

Die Verspätung eines Zuges pendelt über manchmal eine halbe Stunde zwischen zwei Minutenwerten. Größere Sprünge (die die Theorie kippen würden) habe ich noch nicht gesehen.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.07.2014 19:49 von Herbert.
Re: HVV APP
17.07.2014 19:30
Heute während der U3-Störung zeigte die App mal was ganz neues:

Kellinghusenstraße xx:xx (+ 5)
...
Barmbek xx:xx (+5)

!
Zug hält an angegebenen Haltestellen nicht.

??

Fazit: 10 Jahre Verspätung, mehrere Monate Testphase und dann dieser Unsinn. In Hamburg will auch schlecht Ding Weile haben?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.07.2014 19:30 von Herbert.
Re: HVV APP
17.07.2014 19:34
Zitat
Herbert
In Hamburg will auch schlecht Ding Weile haben?

Schon mal etwas von einer gewissen Elbphilharmonie gehört?

Aber im Ernst: Lassen wir die Realität auf die Echtzeitdaten einwirken und wir schauen mal, wie das in nem Jahr aussieht...

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Re: HVV APP
06.08.2014 08:36
Zitat
Herbert
Fazit: 10 Jahre Verspätung, mehrere Monate Testphase und dann dieser Unsinn. In Hamburg will auch schlecht Ding Weile haben?

Verspätung? Vor 10 Jahren gab es noch keine Smartphones und demzufolge keine Apps...

Mehrere Monate Testphase - ja, das ist üblich und sinnvoll. Aber auch in einer Testphase kann nur getestet und verbessert werden, was in dieser Phase auch wirklich auftritt und bemerkt wird. Und ob du es glaubst oder nicht - die Komplexität des alltäglichen Betriebes in eine einfache und für den Fahrgast nachvollziehbare Form zu bringen, ist eine echte Herausforderung. Selbst bei den besten Systemen wirst du immer wieder über solche "Ungereimtheiten" stolpern.

Vielleicht solltest du auch einmal darüber nachdenken, dass dieser Service für dich kostenlos ist - aber aus Steuergeldern und Fahrgasteinnahmen bezahlt werden muss. Du bist sicher auch an vorderster Front beim Meckern, wenn die Fahrpreise oder die Steuern erhöht werden, oder?

Wie wäre es - einfach mal als Abwechslung - dass du mit Meckern aufhörst und eher konstruktiv den von dir beobachteten Fehler an den HVV (oder wer auch immer im Impressum genannt wird) meldest, dass er in einer der kommenden Versionen behoben wird?

Die Erwartungshaltung von einigen Leuten hier ist echt erschreckend...

Tobias
Re: HVV APP
06.08.2014 10:59
Lieber Tobias,

der "Service" ist nicht kostenlos, sondern Teil eines verdammt teuren ÖPNV in Hamburg, den ich monatlich mit erheblichen Summen stütze.

Ob man grobe Fehler (Fahrtzeitprognose geben für Haltestelle, die nach vorliegenden Daten gar nicht angefahren wird) in mehrmonatigen Tests finden muss? Eigentlich schon. Das war immer unser Ziel. Aber vielleicht ist den Leuten ja tatsächlich dieser Fehler durchgerutscht. Ich halte es ihnen mal zugute.

Der ganz große Boom der Smartphones begann tatsächlich erst mit dem iPhone vor über 7 und nicht vor 10 Jahren Jahren, da hast du völlig Recht. Ich meinte aber die Echtzeitinfo, die ich in Berlin schon 2004 beim Warten auf einen verspäteten Bus von meinem Handy genutzt habe. Man nahm damals dafür "SMS", einige hatten auch "WAP" und ganz altmodische nutzten die Ausgabe am heimischen Computer von dem Losgehen. Zumindest außerhalb Hamburgs war da gerade seit mehreren Jahren DSL verfügbar und tatsächlich zahlte ich bereits seit 2000 meinen Internetzugang nicht mehr zum Ortstarif und auch nicht mehr minutenweise. Dieses komische Internet war im großen Stil verfügbar und einige verwegene Verkehrsbetriebe hatten das irgendwie über einige Pioniere mitbekommen.

Zitat

Wie wäre es - einfach mal als Abwechslung - dass du mit Meckern aufhörst und eher konstruktiv den von dir beobachteten Fehler an den HVV (oder wer auch immer im Impressum genannt wird) meldest, dass er in einer der kommenden Versionen behoben wird?

Wenn ich dem HVV Fehler in seinen Programmen mitteilte, dann gab es in 3 von 3 Fällen

- kein Feedback
- Behebung simpelster Fehler (Link falsch gesetzt) erst Monate später.

Habe ich darauf Lust?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.08.2014 11:01 von Herbert.
Re: HVV APP
06.08.2014 19:36
Ich muss Herbert an dieser Stelle beipflichten:

Die von Tobias als "erschreckende Erwartungshaltung" titulierten Serviceleistungen sind Selbstverständlichkeiten. Spätestens die wahlfreien Fahrgäste, von denen man doch gerne so viele haben möchte, erwarten dies einfach - genau, als Selbstverständlichkeit. Außerdem ist es andernorts wie beschrieben seit Jahren Standard.

Es ist vielmehr erschreckend, wie weit hinter dem Mond hier noch agiert wird und dieses dann auch noch gerechtfertigt wird.

Klar: Ist-Infos in Störungssituationen ist dann die Königsdisziplin. Aber die Hochbahn bekommt ja nicht mal 'nen billigen Liveticker auf ihrer Homepage hin und die Baustelleninformationen online sind einfach desaströs. Muss man objektiv leider so sagen ...
Re: HVV APP
08.08.2014 12:47
Zitat
M2204
Ich muss Herbert an dieser Stelle beipflichten:

Die von Tobias als "erschreckende Erwartungshaltung" titulierten Serviceleistungen sind Selbstverständlichkeiten. Spätestens die wahlfreien Fahrgäste, von denen man doch gerne so viele haben möchte, erwarten dies einfach - genau, als Selbstverständlichkeit. Außerdem ist es andernorts wie beschrieben seit Jahren Standard.

Es ist vielmehr erschreckend, wie weit hinter dem Mond hier noch agiert wird und dieses dann auch noch gerechtfertigt wird.

Klar: Ist-Infos in Störungssituationen ist dann die Königsdisziplin. Aber die Hochbahn bekommt ja nicht mal 'nen billigen Liveticker auf ihrer Homepage hin und die Baustelleninformationen online sind einfach desaströs. Muss man objektiv leider so sagen ...

Ich finde es auch ein bisschen süß, über welche Verspätungsgrößen hier diskutiert wird. Im U- und S-Bahnbereich sind es am Tage max. 10 min, die durch einen Anschlussverlust zustande kommen, bei bestimmten Bussen vielleicht ein bisschen mehr.

Ich habe jahrelang auf dem Land gewohnt und war auf die DB angewiesen. Verspätung bedeutete da eine Fahrtzeitverlängerung von ein- bis zwei Stunden.

Wenn es nicht gerade morgens 043:30 Uhr ist, plane ich einfach 10-15 min Zeitpuffer ein, da juckt mich die Minutenklauberei kein Stück.

Sinnvoll ist die Verspätungsanzeige auf jeden Fall bei größeren Zwischenfällen, vor allen Dingen dann, wenn sie sich über mehrere Stunden weiterziehen oder es Ausfälle gibt.

Da ich ein klein wenig Einblick in Softwareentwicklung habe, kann ich sagen, dass es da viele Stolperfallen gibt und ein Testbetrieb im Echtsystem durchaus sinnvoll ist. Da sind dann die Rückmeldungen der Fahrgäste durchaus hilfreich. Ich hoffe, die Hochbahn macht was draus.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.2014 12:48 von ullistein.
Re: HVV APP
08.08.2014 14:06
Das sehe ich anders. Erstens stimmt das mit den 10 Minuten nur im Innenstadtbereich, bei Reinbek oder Neu Wulmstorf reden wir schon gleich von mehr - auch innerhalb Hamburgs gibt es viele Buslinien, die nur alle 20min fahren. Und täglich 10 Minuten Zeitpuffer einzuplanen, kommt für viele Leute einfach nicht in Frage. Denn das würde bei 5 Arbeitstagen pro Woche ja bedeuten, dass man 50 Minuten mehr Zeit einplanen müsste (außer man hat Gleitzeit). Das summiert sich halt ziemlich schnell auf! Klar, wenn ich eine Fernreise antrete, dann ist es kein Problem, einen Puffer einzuplanen - der fällt dann auch nicht ins Gewicht. Aber bei täglich gefahrenen Verbindungen möchte man sowas nicht haben.

Ich denke, dass ich auch ein kleines bisschen Einblick in Softwareentwicklung habe - aber die HVV-Fahrplanauskunft ist wirklich eher mäßig gut. Ja, es mag da viele Spezialfälle geben, aber andererseits ist es nun auch nicht so kompliziert, sowas zu programmieren (habe sowas sogar als Schüler mal selbst eine Fahrplanauskunft programmiert für den Bundeswettbewerb Informatik, das war glaube ich 1997 oder so, damals allerdings nur für die U-Bahn London (Innenstadt + ein paar ausgewählte Linien)).
Re: HVV APP
14.10.2014 20:30
Ich habe ein Mal eine Frage:

Ich möchte mir morgen gerne ein mobiles Ticket kaufen.

Wenn ich morgen nun aber aus irgendwelchen Gründen 20 Minuten zu spät bin, kann ich dann die HVV-Garantie auch einlösen?

Mit anderen Worten: Ist es möglich, dass man bei einem gekauften mobilen Handy-Ticket die HVV-Garantie in Anspruch nehmen kann?

Wir brauchen mehr Investitionen in den ÖPNV! Damit noch mehr Leute mit den ÖPNV fahren- die Umwelt wird danken
Re: HVV APP
14.10.2014 21:19
Aus Erfahrung: Ja klar! Auf welche Weise das Ticket erworben wurde, spielt doch keine Rolle, schon eher, dass es mind. 21 Minuten nachweisbare Verspätung sein müssen. Die mobilen Tickets haben eine eindeutige Ticketnr. - darüber läuft dann auch die Erstattung.
Re: HVV APP
14.10.2014 21:20
Vielen Dank für die schnelle Information.

Wir brauchen mehr Investitionen in den ÖPNV! Damit noch mehr Leute mit den ÖPNV fahren- die Umwelt wird danken
Re: HVV APP
04.07.2016 01:45
Die Bestpreisfunktion soll kommen -- "schon" 2018, "wenn es funktioniert".

Was soll daran nicht funktionieren, fragt man sich nun. Aber es wäre halt zu einfach, wenn der HVV die Funktion einfach so in seine App einbauen würde. Nein, man koppelt sie mit einer technisch komplizierten "Check-in/Be-out"-Funktion, die für eine Bestpreisfunktion völlig unnötig ist. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Da das System erst einen Test auf der Metrobuslinie 5 bestehen muss, kann sich die Einführung also beliebig verschieben.

Immerhin positiv, dass der HVV sich mit nicht auf ein System mit manuellem Check-out einlassen will, denn den vergisst man als Fahrgast unweigerlich manchmal.

[www.ndr.de]

[www.hamburg.de]

Dreister geht's nimmer: auf ihrer Blog-Seite versucht die Hochbahn ihren Fahrgästen weis zu machen, sie hätte selbst die Bestpreisfunktion erfunden: [dialog.hochbahn.de]

______

metrobits.org



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.07.2016 01:46 von Mike.
Re: HVV APP
04.07.2016 13:45
Mike, was meinst du mit 'warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?' Sind denn nicht alle bisherigen OEPNV-Smartcards mit Bestpreisfunktion in geschlossenen System oder/und Flatrate-Systemen? Wo gibt es denn ein offenes System mit Zonentarif mit Bestpreisfunktion?
Re: HVV APP
04.07.2016 20:12
Mir würde es reichen, wenn ich wie bisher über die App Einzeltickets kaufen könnte, und wenn der Preis einer Tageskarte erreicht ist, diese automatisch in eine Tageskarte umgewandelt werden würden. Das würde mir morgens die Entscheidung zwischen Einzelkarte und Tageskarte ersparen, denn oft weiß ich morgens noch nicht, ob ich nachmittags nach der Arbeit direkt nachhause fahre oder noch einen Umweg für Einkäufe oder Besuche mache oder abends nochmal wegfahre. (Ein Abo brauche ich nicht, weil ich meist Fahrrad fahre.)

Die Bestpreisfunktion ließe sich also praktisch ohne Aufwand realisieren. Es braucht keine komplizierten Check-in-Check-out-Systeme, es braucht überhaupt keinerlei zusätzliche Technik. Hatten wir weiter oben schon mal andiskutiert.

______

metrobits.org
Re: HVV APP
05.07.2016 17:59
Zitat
Mike
Mir würde es reichen, wenn ich wie bisher über die App Einzeltickets kaufen könnte, und wenn der Preis einer Tageskarte erreicht ist, diese automatisch in eine Tageskarte umgewandelt werden würden.

Der propagierte Vorteil des Ein- und Auscheckens ist, dass man dann überhaupt keine Kenntnisse über den Tarif mehr benötigt. Wer gedankenlos fährt, bezahlt dann aber unter Umständen mehr als jetzt, weil man ja so schön frei über alle Zonen- und Zahlgrenzen hinwegfahren kann und erst am Ende die Abrechnung kommt.
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