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Nachrüsten von U-Bahn-Stationen mit Fahrstühlen
geschrieben von HHNights 
Start des barrierefreien Ausbaus der Station Hoheluftbrücke (U3)
mit Einbau Aufzug sowie taktilem Leitsystem & Teilerhöhung Bahnsteig:

[www.hochbahn.de]
Ich war am Wochenende sowohl in Ahrensburg West als auch Ahrensburg Ost. Die Fahrstühle sind im Rohbau schon fertig und auch sonst sind die Arbeiten nahezu abgeschlossen. U.a. wurde das Kopfsteinpflaster durch "normale" Betongewegplatten ersetzt (mit ausnahme um Plakatwände etc sodass etwas vom Bestand erhalten bleibt). Ebenso wurde ein taktiles Bodenleitsystem eingebaut.

Allerdings frage ich mich warum beide Bahnsteige nur Teilerhöht wurden? Wären die Kosten wirklich so viel höher gewesen hätte man die Bahnsteige komplett erhöht? immerhin wurde ja auch alles neu gepflastert (und ich glaube die Bahnsteigkanten auch neu gebaut, da bin ich mir aber nicht sicher). Da hätte man doch auch alles erhöhen können oder hab ich was elementares übersehen?
Die Kosten für eine Kompletterhöhung wären sicherlich deutlich höher ausgefallen und bei der geringen Nachfrage der Außenäste ab Volksdorf finde ich eine Teilerhöhung dort in Ordnung. Schlicht eine zweckmäßige, wie wirtschaftliche Entscheidung. In der Innenstadt wo viele Leute die U-Bahn nutzen wird ja doch meistens zugunsten einer kompletten Bahnsteigerhöhung entschieden (Siehe Kell-Jung-Linie).
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Die Kosten für eine Kompletterhöhung wären sicherlich deutlich höher ausgefallen[...]

Klar das Argument verstehe ich voll und ganz. Aber wie es aussieht wurde die Bahnsteigkante (also eigentlich auch der gesamte Bahnsteig) neu gebaut:

Zitat
Railjet
Auch der Bahnsteig wird komplett erneuert - hier wird die Kante verschalt und als ganzes in Beton gegossen, anstatt fertige Segmente zu setzen:

Statikprobleme dürfte es ja auch keine geben (die Station liegt ja nicht auf einer Brücke bei der ein Höchstgewicht bedacht werden müsste). Es bleibt ein Mysterium für mich :D

PS: Die im Hintergrund zu erkennende Kurvenlage des Bahnsteigs natürlich ausgeschlossen, aber die vordere Hälfte hätte man meiner Meinung nach gleich mit erhöhen können. Nunja jetzt ists eh zu spät ;)
So eine Kompletterhöhung kostet aber halt schon ne Menge mehr Geld, du musst den kompletten Bahnsteigbelag erneuern, Sand aufschütten und die alten Zugangstreppen müssen kompliziert für die höheren Bahnsteige angepasst werden und dann kommt noch ein sehr entscheidender Kostenfaktor: Lohnkosten für die Bauarbeiter.
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ggf. auch etwas für Landungsbrücken.

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Zitat
Der Hanseat
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Kann mir einer den Sinn erklären? Also ich meine der Zug berührt ja laut Video zu keiner Zeit diesen Gap Filler.
Ich hätte es verstanden, wenn die Noppen bei der Einfahrt von teilen des Zugs berührt/umgeknickt werden würden (sprich von "vorne" und "hinten" an jedem Wagon) um eben den Abstand in der "Mitte" zu schließen wenn der Zug steht.
Aber so? Da könnte man doch auch feste Materialien (Beton) einbauen wenn sich eh nichts berührt.
Ich find die Kommentare auf Facebook auch interessant ;) Mhhh besonders den mit der Berufsgenossenschaft ;)
Zitat
flor!an
Kann mir einer den Sinn erklären? Also ich meine der Zug berührt ja laut Video zu keiner Zeit diesen Gap Filler.
Ich hätte es verstanden, wenn die Noppen bei der Einfahrt von teilen des Zugs berührt/umgeknickt werden würden (sprich von "vorne" und "hinten" an jedem Wagon) um eben den Abstand in der "Mitte" zu schließen wenn der Zug steht.
Aber so? Da könnte man doch auch feste Materialien (Beton) einbauen wenn sich eh nichts berührt.

Der DT5, ja. Es gibt andere Fahrzeuge, die den Gapfiller berühren. In der Erprobungsphase wurden alle Fahrzeugtypen der Hochbahn hier probegefahren und durch die anderen Grundrisse kommt es bei anderen Typen sehr wohl zu diesen Berührungen.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
ahh ok. Also hat man fürs Video einen eher schlechtes Beispiel genutzt. Hatte mich eh gewundert, da DT-5 auf der U1 ja sowieso eher selten sind.
Zitat
Der Hanseat
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Nachgereicht dazu die Erstveröffentlichung der Hochbahn zum Test des Gapfillers an der Haltestelle Klosterstern:
http://dialog.hochbahn.de/gute-fahrt/wie-der-gapfiller-der-barrierefreiheit-hilft/

--
Tobias Becker * tobiasb@bddeeilorwww.talypso.de (auch ohne bddeeilorwww.) * OpenPGP 0xD3EDBD89 **
Zusammengefasste Neuigkeiten von der U1 aus den Walddörfern:

An den Stationen Buchenkamp, Ahrensburg West, Ahrensburg Ost und Schmalenbeck sind die Aufzüge mittlerweile in Betrieb gegangen.
Lediglich in Buckhorn wird noch gebaut - dort erfordert der Umbau aber auch etwas mehr Aufwand.

[www.hochbahn.de]

I. Großhansdorfer Zweig:

Schmalenbeck (U1)

Die beiden Aufzüge mit neuer Verbindungsbrücke vom Bahnsteig aus gesehen:



Die Verbindungsbrücke ist wiederum mit der alten Zugangsbrücke verbunden,
sodass niemand zwischen beiden Aufzügen festsitzen kann, falls mal bei beiden ein Defekt auftreten sollte:





Der teilerhöhte Bahnsteig mit neuem Unterstand:





Ahrensburg Ost (U1)

Der neue Aufzug vom Vorplatz aus gesehen:



Oben angekommen, geht es direkt auf den Bahnsteig:



Der teilerhöhte Bahnsteig erfolgte aufgrund der Eingleisigkeit auch nur zur Gleisseite hin, dafür aber mit Geländer:





Ahrensburg West (U1)

Der Zugang zum neuen Aufzug liegt auf der Straßenbrücke des Waldemar-Bonsels-Wegs:



Vom Bahnsteig aus führt ein Steg neben dem Treppenhaus zum Lift:



Der teilerhöhte Bahnsteig mit neuem Unterstand:





Buchenkamp (U1)

Der Aufzug konnte in das bestehende Treppenhaus integriert werden (wie auch in Ohlstedt oder Trabrennbahn):





Der teilerhöhte Bahnsteig mit neuem Unterstand:





II. Ohlstedter Zweig:

Buckhorn (U1)

Die Bauarbeiten am Zugang zum neuen Aufzug sind derzeit noch im Gange. Auch am Lift selber wird noch gearbeitet.

Von der Straßenbrücke aus ist der neue Aufzugturm nicht zu übersehen:



Erreicht wird der Lift über einen Steg vom Empfangsgebäude zur neuen Brücke über das Gleis:



Der neue Zugang ist überdacht, aber seitlich offen:



Vom Bahnsteig aus wird ersichtlich, wie massiv das neue Bauwerk wird:




Der barrierefreie Aus- bzw. Umbau der Stationen der Walddörferbahn ist mit den individuellen Lösungen sehr ansehnlich geworden - der jeweilige architektonische Charakter der Stationen konnte weitestgehend bewahrt werden. Auffällig ist, dass neu aufgestelltes Bahnsteiginventar wie Licht- und Stationsschildmasten farblich in einheitlichem anthrazitgrau gehalten sind. Somit verschwindet das alte bunte Farbkonzept für die Stationen immer mehr aus dem Blickfeld, wie man z.B. in Ohlstedt klar sehen kann: Dort ist das Dunkelrot auf dem Bahnsteig (Bänke, Lichtmasten, Dachstützen) komplett durch anthrazitgrau erstetzt worden.

Bisher war es mal so:
Buckhorn GELB | Hoisbüttel TÜRKIS | Ohlstedt DUNKELROT
Buchenkamp DUNKELGRÜN | Ahrensburg West ROT | Ahrensburg Ost SENFGELB | Schmalenbeck BLAU | Kiekut BLAU | Großhansdorf GRÜN

Gut nachzusehen auf [www.hamburger-untergrundbahn.de]
Ja, es ist schade, dass die Haltestellen nach und nach vereinheitlicht werden.
Ist aber vermutlich billiger im Unterhalt... :(
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