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HVV will Fahrkartenpreise erhöhen ab dem 1.01.2014
geschrieben von Veddel 
Wie wird diese Zahl ermittelt? Zählen die Kontrolleure nicht nur die Schwarzfahrer, sondern auch alle die, die eine Fahrkarte haben? Das ist mir bisher noch nie aufgefallen.

BTW: Wenn in 2017 insgesamt 169.000 Schwarzfahrer erwischt wurden und dies 4,5 Prozent sind, wurden insgesamt 3,7 Mio. Fahrgäste kontrolliert. Das sind gut 10.000 pro Tag.
Personen-km geteilt durch Wagen-km gibt durchschnittliche Anzahl der Fahrgaeste im Bus. Anzahl der erwischten Schwarzfahrer durch durchschnittliche Anzahl der Fahrgaeste im Bus gibt Schwarzfahrquote. So wurde jedenfalls die Schwarzfahrquote der VHH des Jahres 1992 ermittelt.

(Wobei Personen-km natuerlich auch ein Stichprobe war, die dann mit VHH Wagen-km multipliziert wurde. Die Stichprobendaten wurden vom HVV erhoben wurden, nicht von der VHH, und der VHH mitgeteilt. Da die durchschnittliche Anzahl der Fahrgaeste im Bus ein fester Wert war, schwankte die Schwarzfahrerquote natuerlich danach wo kontrolliert wurde: In Bergedorf und Billstedt wurden natuerlich an einem Tag viel mehr Leute kontrolliert als in den Vierlanden und Quickborn, was dann so aussah dass die Quote in einem Monat nach oben oder unten gint. Und die Schwarfahrerquote schwankte mit dem Urlaubsstand / Krankenstand der einzelnen Kontrolleure. Die VHH hatte nur 3 Paare und einer der alleine kontrollierte, und die Fangquoten waren z.T. sehr unterschiedlich.)
Noch ein paar Zahlen: Der HVV befördert grob 2 Mio. Fahrgäste pro Tag (770 Mio. im Jahr 2016). Wenn davon 4,5 Prozent Schwarzfahrer sind, wären das 90.000 Schwarzfahrer pro Tag, wovon 463 erwischt werden (0,5 %). Der Schaden wird mit 20 Mio. Euro pro Jahr beziffert. Das wären pro Schwarzfahrer 61 Cent.
Die 20 Mio. € Schaden sind lustigerweise seit vielen Jahren konstant.

[www.google.de];

Seit mindestens 2010 sind es immer 20 Mio. €. Ausnahme: 2014 ging die Summe durch den "Einstieg vorn" von 30 Mio. € auf 20 Mio. € zurück (https://www.abendblatt.de/hamburg/article126247616/20-Millionen-Euro-Verlust-durch-Schwarzfahrer.html), was seither unbeeindruckt von steigenden Ticketpreisen und Fahrgastzahlen konstant der Schadenswert ist. Dabei waren es schon 2010 20 Mio. € Schaden (http://www.bild.de/regional/hamburg/hvv-geht-gegen-schwarzfahrer-vor-14174862.bild.html), die man mit Einstieg vorn senken wollte ;)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.02.2018 23:57 von Herbert.
Nachdem die Bundesregierung offiziell über den kostenlosen Nahverkehr nachdenkt, gibt es jetzt auch in Hamburg eine Petition 'HVV für Alle – 1 Euro am Tag ist genug!'
Totaler Quatsch. Das System pfeift schon jetzt aus dem letzten Loch und kann unmöglich noch einen großen Schwung an zusätzlichen Fahrgäste aufnehmen
Das wird es aber so oder so über kurz oder lang müssen. Der Individualverkehr wird höchstwahrscheinlich nicht dauerhaft so bestehen bleiben wie er bisher läuft. Und überhaupt – Kapazitätsengpässe sind kein Argument, man muss diese Engpässe dann einfach beseitigen. Man könnte z.B. mit der S-Bahn einen wirklich nachhaltigen Verkehrsvertrag abschließen, in dem 20 Fahrzeuge mehr bestellt werden, als benötigt werden, eben um für die Zukunft gewappnet zu sein. Stattdessen fährt man in Hamburg schon seit Längerem alles auf letzter Rille.
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