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HVV will Fahrkartenpreise erhöhen ab dem 1.01.2014
geschrieben von Veddel 
Zitat

Im Ganzen und auf lange Sicht dürfte das Preisverhältnis der Fahrkarten zueinander unverändert bleiben. Geht ja auch nicht anders, denn eine Tageskarte soll günstiger sein als zwei Einzelkarten, eine Wochenkarte günstiger als fünf Tageskarten, eine Monatskarte günstiger als vier Wochenkarten usw.

Beim HVV werden einzelne Fahrkartensorten über die Jahre gezielt deutlich stärker erhöht.

Beispiel sind CC-Karten. Die 3-Zonen-Karte im Abo kostete 2007 41,5 % der gleich weit reichenden Allgemeinen Abo-Karte. 2012 waren es 45 % und 2017 sind es bereits 55 %.

2007 kostete beispielsweise die CC-Karte Gesamtbereich gute 54,00 €. Danach schaltete die HVV-Kasse in den Klingelmodus. Heute kostet die gleiche Karte 81,90 €.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2016 01:14 von Herbert.
Zitat
bahn42
Die muss man meiner Meinung nach aber in zwei Gruppen aufteilen:

Die, die sich es praktisch gesehen nicht leisten können (16,9% armutsgefährdete)

Und die, für die das Auto momentan im Vergleich zu günstig ist. Wenn aber die Auswahl zwischen 3€ Spritkosten +5€ Parkgebühr oder kostenlosem ÖPNV besteht steigt zumindest ein Teil um.

Und allgemein dürfte durch ein "kostet ja nix, ich fahr noch mal eben in die Innenstadt" auch bei manchem, der ein Abo nur für seinen Arbeitsweg hat, die Fahrtenanzahl steigen.

Abziehen muss man allerdings diejenigen, denen das unsägliche Geschiebe in öffentlichen Verkehrsmitteln zur Rush Hour zu viel wird. Diejenigen, die sich sagen: Stehklasse und Zwangskuscheln vor und nach Feierabend in Bahnen, aus denen einem tausend Gerüche menschlichen und nicht menschlichen Ursprungs entgegenströmen? Tu ich mir nicht an. Diese Gruppe ist auch nicht zu verachten. Ich kenne inzwischen viele, die sagen: Bus und Bahn tu ich mir nicht an - unabhängig vom Preis.
Zitat
Der Hanseat
Zitat
Neu Wulmstorf
Zitat
Der Hanseat
Der Hamburger Verkehrsverbund beantragt wie in jedem Jahr im Namen der Verkehrsunternehmen eine Tarifanpassung zum Jahreswechsel. 2017 sollen die Preise um durchschnittlich 1,4% steigen; der Antrag wird in den kommenden Wochen in den politischen Gremien behandelt.

[hamburg.nahverkehraktuell.de]

Positiv, dass fast alle Einzelkarten im Preis unverändert bleiben. Was ich nicht verstehe ist, dass ausgerechnet die Kurzstrecke angehoben wird. Damit wird der Abstand zwischen Kurzstrecke (1,60€) und Nahbereich (2,20€) noch kleiner. Um den Tarif zu vereinfachen, könnten dann beide Karten zu einer (1,90€) zusammengefasst werden.

Das dürfte daran liegen, dass die letzte Anhebung schon länger her ist.

Wie willst du die denn zusammenfassen?

Kurzstrecke = Bis zur ersten Zahlgrenze
Nahbereich = Bis zur zweiten Zahlgrenze

Die Kurzstreckenkarte wurde ja extra vor ein paar Jahren eingerichtet, damit Fahrkarten auf sehr kurzen Strecken nicht zu teuer sind.

Zusammenfassen kann man die zu 1,90 € bis zur zweiten Zahlgrenze.
Ich glaube nicht, dass der HVV da mitmachen würde. Dein Vorschlag bedeutet ja letztendlich nur, den Fahrpreis der Nahbereichskarte um fast 10 Prozent zu senken.

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Tatsächlich sind Einzelfahrscheine in der Gesamtmasse der Fahrgeldeinnahmen kaum relevant, insofern wird man da kaum Änderungen vornehmen.
Zitat
BruceMcLaren
Tatsächlich sind Einzelfahrscheine in der Gesamtmasse der Fahrgeldeinnahmen kaum relevant, insofern wird man da kaum Änderungen vornehmen.

Warum dann dieses Herumgetue mit dem Handyticket?

Irgendwie fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept. Für alle Bereiche (Netz, Fahrzeuge, Haltestellen, Fahrgastinformationen) eigentlich.
Zitat

Warum dann dieses Herumgetue mit dem Handyticket?

Weil die Aussage von BruceMcLaren völlig falsch ist. 30 % der HVV-Fahrgelder kommen aus dem Bartarif.

Einnahmenprognose 2015 war:

Einzelkarten - 130,4 Mio €
Tages-/Gruppenkarten - 98,2 Mio €

von insgesamt 780,6 Mio € Verkehrserträgen.
Zitat
Der Hanseat
Kurzstrecke = Bis zur ersten Zahlgrenze
Nahbereich = Bis zur zweiten Zahlgrenze

Die Kurzstreckenkarte wurde ja extra vor ein paar Jahren eingerichtet, damit Fahrkarten auf sehr kurzen Strecken nicht zu teuer sind.


Kann mir bitte jemand erklären, was oder wo die Zahlgrenzen sind?

Es steht ja nirgends erklärt.

Zähle ich die Grenze(n) ab Einstieg anhand von Haltestellen ab, anhand der Zonenwaben, anhand...?

Andererseits gibt es diesen Bezug zu sog. Einkaufs- und Versorgungszentren.
Aber ab wann ist ein "Zentrum" ein "Zentrum"?
Zwei Kioske?
Drei Ärzte?
Ein Aldi?
Ein Budni + eine Pommesbude?
Zwei Kneipen?
Ein Tante-Emma-Laden aus den 1960ern?
Bzw. aus welcher Zeit stammt dieses Tarifmodell?

Bei mir hat vor kurzem ein Kaufland aufgemacht, inkl. Bäcker und Friseur etc..
Ist das jetzt ein neues Zentrum, und alle Tickets müssen umgestellt werden?

Wer definiert den Bezug zu Einkaufs- und Versorgungszentren?
Werden diese Zentren auf "Zentrenfähigkeit" überprüft?

Ist das HHA-Hauptquartier ein Zentrum? Oder die HafenCity?
Zitat
Herbert

Weil die Aussage von BruceMcLaren völlig falsch ist. 30 % der HVV-Fahrgelder kommen aus dem Bartarif.

Einnahmenprognose 2015 war:

Einzelkarten - 130,4 Mio €
Tages-/Gruppenkarten - 98,2 Mio €

von insgesamt 780,6 Mio € Verkehrserträgen.

Danke für die Info.

Interessant ist:
Laut HVV ist das Potenzial(!) von Fahrgästen mit Einzelkarten weniger als 10% aller Fahrgäste.
Aber offensichtlich generieren fast 17% der Erträge.
Zitat

Kann mir bitte jemand erklären, was oder wo die Zahlgrenzen sind?

Sind im Tarifverzeichnis zu finden.

Zitat

Zähle ich die Grenze(n) ab Einstieg anhand von Haltestellen ab, anhand der Zonenwaben, anhand...?

Alles egal. Die Zahlgrenzen können im Prinzip überall sein.

Zitat

Aber ab wann ist ein "Zentrum" ein "Zentrum"?

Die Zentren sind im Flächennutzungsplan definiert. Der ist allerdings von 1997 und die Realität hielt sich nicht immer an seine Vorstellungen. (Wo soll in Stellingen ein dem C-Zentrum entsprechendes Angebot sein?) Eine Karte gibt es hier:

[www.hamburg.de]



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.2016 17:26 von Herbert.
Danke.

Versteh ich dann bspw. die Zahlgrenzen richtig, dass ich von Diebsteich bis zu den Landungsbrücken (4 Stationen bzw. 4,90km) für 1,50 fahren kann, aber von Wilhelmsburg bis Hammerbrook 3,20 (2 Stationen bzw. 5,60km) zahlen muss?
Wo liegt da die Logik?

[www.hvv.de]

(habe es im Fahrkartenrechner nicht überprüft, sondern mich auf die Auslassungen des HVV und meinen Verstand verlassen)

Es ist ziemlich ungerecht, wenn man selbst "auf" einer Zahlgrenze wohnt und sich unmittelbar eine weitere anschließt...
Fände es sinnvoller, zumindest die Kurzstreckenkarte auf Anzahl der Haltestellen (z.B. 2 bei S-/U-Bahnen und 4 bei Bussen) und nicht auf irgendwelche Pseudogrenzen zu beziehen.
Zitat
bukowski
Es ist ziemlich ungerecht, wenn man selbst "auf" einer Zahlgrenze wohnt und sich unmittelbar eine weitere anschließt...
Fände es sinnvoller, zumindest die Kurzstreckenkarte auf Anzahl der Haltestellen (z.B. 2 bei S-/U-Bahnen und 4 bei Bussen) und nicht auf irgendwelche Pseudogrenzen zu beziehen.

Das haben wir vor kurzem alles lang und breit diskutiert:

[www.bahninfo-forum.de]
Zitat

aber von Wilhelmsburg bis Hammerbrook 3,20 (2 Stationen bzw. 5,60km) zahlen muss?

In die andere Richtung kannst du dafür 6,0 km von Wilhelmsburgbis Harburg Rathaus für 1,50€ fahren.

Zitat

Wo liegt da die Logik?

Es gibt keine stringente Logik. Das Tarifsystem und seine Zahlgrenzen sind heute mindestens etwa 60 Jahre alt. Drin steckt eine Mixtur aus grundsätzlichen Überlegungen, über die Jahre gewachsenen Besitzstandswahrungen, politischen Vorgaben, Einzelfallregelungen und so weiter aus sechs Jahrzehnten.
Wie wir bereits in dem von Ingo Lange verlinkten System diskutiert haben, gibt es kein gerechtes System.

- Zahlgrenzen/Zonen: Personen, die nahe einer Zonengrenze wohnen, müssen bei möglicherweise kürzerem Weg mehr zahlen, als die, die im Zentrum einer Zone wohnen.
- Fahrzeit: Man müsste für schnellere Verkehrsmittel weniger zahlen, beispielsweise zwischen Bergedorf und Hauptbahnhof der Unterschied zwischen S21 und RE1 zu nennen.
- Fahrstrecke: Linien, die Schleifenfahrten machen, verursachen bei Fahrgästen zu einem Ziel hinter der Schleife höhere Kosten.
- Luftlinie: Fahrgäste könnten sich ein Ticket für die Strecke Trabrennbahn-Lattenkamp kaufen und nur zum Stephansplatz fahren, obwohl die Luftlinie hierhin ja länger ist. Fahrtunterbrechungen sind ja bekanntlich erlaubt.

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat



4 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.2016 23:53 von Der Hanseat.
Der Tarif sollte optimalerweise so gestaltet sein, dass er da sehr teuer ist, wo es was abzukassieren gibt (keine Ausweichmöglichkeit, hohe Kaufkraft) und dort sehr günstig ist, wo es nix zu holen gibt (Hartzer Ghettos, leichtes Ausweichen aufs Auto).
Zitat
Computerfreak
Der Tarif sollte optimalerweise so gestaltet sein, dass er da sehr teuer ist, wo es was abzukassieren gibt (keine Ausweichmöglichkeit, hohe Kaufkraft)...

Das ist zwar irgendwie mal wieder so ein sinnfrei-Beitrag, aber das gibt es doch: Blankenese, da kommt man von der Elbe nur mit dem zuschlagspflichtigen Schnellbus weg.
Zitat
Pommes Schranke
Zitat
Computerfreak
Der Tarif sollte optimalerweise so gestaltet sein, dass er da sehr teuer ist, wo es was abzukassieren gibt (keine Ausweichmöglichkeit, hohe Kaufkraft)...

Das ist zwar irgendwie mal wieder so ein sinnfrei-Beitrag, aber das gibt es doch: Blankenese, da kommt man von der Elbe nur mit dem zuschlagspflichtigen Schnellbus weg.

Genau darum existiert der Zuschlag auf diesen Linien....
Zitat
Computerfreak
Zitat
Pommes Schranke
Zitat
Computerfreak
Der Tarif sollte optimalerweise so gestaltet sein, dass er da sehr teuer ist, wo es was abzukassieren gibt (keine Ausweichmöglichkeit, hohe Kaufkraft)...

Das ist zwar irgendwie mal wieder so ein sinnfrei-Beitrag, aber das gibt es doch: Blankenese, da kommt man von der Elbe nur mit dem zuschlagspflichtigen Schnellbus weg.

Genau darum existiert der Zuschlag auf diesen Linien....

Sehr interessante Aussage...

[www.buergerschaft-hh.de]
Zitat
Computerfreak
Zitat
Pommes Schranke
Blankenese, da kommt man von der Elbe nur mit dem zuschlagspflichtigen Schnellbus weg.
Genau darum existiert der Zuschlag auf diesen Linien....

Das ist doch Blödsinn.
Der Zuschlag wurde dort eingeführt, weil für das Gelände spezielle Fahrzeuge erforderlich sind -- sie müssen zum einen wendig sein, zum anderen die nötige Motorisierung für den Waseberg aufweisen.

Aber gut, wenn da der Schnellbuszuschlag weg soll, lassen wir einfach mal die Planierraupen antanzen und verbreitern die Straßen und Kurven ohne Rücksicht auf Verluste so, daß dort problemlos Gelenkbusse durchkommen. Parkplätze am Straßenrand gibt es dann eben nicht mehr. Die VHH würde ob des zeitweisen großen Fahrgastandranges sicherlich gern einen Umlauf am Wochenende mit einem mindestens doppelt so großen Fahrzeug fahren, um die Fahrgäste wegschaufeln zu können.

Gruß Ingo
Zitat
INW
Zitat
Computerfreak
Zitat
Pommes Schranke
Blankenese, da kommt man von der Elbe nur mit dem zuschlagspflichtigen Schnellbus weg.
Genau darum existiert der Zuschlag auf diesen Linien....

Das ist doch Blödsinn.
Der Zuschlag wurde dort eingeführt, weil für das Gelände spezielle Fahrzeuge erforderlich sind -- sie müssen zum einen wendig sein, zum anderen die nötige Motorisierung für den Waseberg aufweisen.

Aber gut, wenn da der Schnellbuszuschlag weg soll, lassen wir einfach mal die Planierraupen antanzen und verbreitern die Straßen und Kurven ohne Rücksicht auf Verluste so, daß dort problemlos Gelenkbusse durchkommen. Parkplätze am Straßenrand gibt es dann eben nicht mehr. Die VHH würde ob des zeitweisen großen Fahrgastandranges sicherlich gern einen Umlauf am Wochenende mit einem mindestens doppelt so großen Fahrzeug fahren, um die Fahrgäste wegschaufeln zu können.

Fahren/Fuhren die Kleinbusse nicht auch auf der 288?

Dass der Zuschlag auf diesen Linien erhoben wird, hat meines Erachtens eher historische Gründe.

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
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