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U5-Planungen
geschrieben von Glinder 
Re: U5-Planungen
05.01.2018 11:48
Die Ellmenreichstraße aufzureißen für eine U5-Einfädelung in Hauptbahnhof-Nord ist ja nun nicht das Ding. Und auch eine U5-Haltestelle in der Kirchenallee in Nord-Süd-Richtung wird sich ohne größere Baugrube nicht realisieren lassen. Also - irgend etwas ist immer notwendig. Daher sollte die verkehrlich beste Lösung Vorrang haben und nicht das Gequarke über Baubelästigung.

Als das Haus Robert-Nhil-Straße 3 abgerissen wurde und das Hotel Europäischer Hof sich dort erweiterte, hat das auch niemand gekümmert.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2018 11:50 von histor.
Re: U5-Planungen
06.01.2018 06:53
Das Alsterzentrum ist nur eine Möglichkeit gewesen, St. Georg umzugestalten; dies wurde aber nicht umgesetzt.
Der Hintergrund, warum man die U4-alt nicht weiter verfolgt hat, ist vielfältig. Die Planungen der U-Bahn-Trassen waren älter.
Aber die Sanierung St. Georgs war von Anfang an einkalkuliert. Da am Ende der Bestand St. Georgs erhalten blieb, verlor die
U4 ein Stück ihrer Berechtigung. Mit einem Projekt einer Größenordnung des Alsterzentrums hätte man ein größeres Fahrgastaufkommen
prognostiziert. Die Ideen der Neuen Heimat sind aber nicht per se mit der U4 in Verbindung zu bringen, nur generell eine
Modernisierung des Stadtteils. Die Ellmenreichstr. aufzureissen ist natürlich nicht ausschlaggebend.
Das Problem mit der Baulogistik wurde beim Hochbahn-Blog schon thematisiert. Man muss die Tunneltrasse der U2/U4 neu Richtung Berliner Tor kreuzen und kommt dann nicht mehr an die Bauvorleistung Hbf Nord (Südröhre) heran, wenn man mit Schildvortrieb dies vollziehen will. Seinerzeit rechnete man schlichtweg nicht damit, dass St. Georg überhaupt nicht verändert wird. Der Tunnel vom Bahnsteig der Südröhre Richtung St. Georg/Barcastr. hätte in offener Bauweise errichtet werden müssen, um später über die Bestandsstrecke Richtung Berliner Tor hinweg fahren zu können. Hinzu kommt, dass man heute gänzlich andere TBM verwendet. Seinerzeit baute man bergmännisch mit einer engeren Röhre, heute sind diese breiter mit TBM (siehe Hafencity-Strecke). Da wirds schwierig, wenn nicht unmöglich an die Bauvorleistung heranzukommen, ohne dass St. Georg verändert wird. Vor allem aber will die heutige Planung auf eine Zweigleisröhre hinaus von 11 m Durchmesser. Da verbietet sich die Nutzung der brachliegenden Röhren von vornherein.

Und zur Diskussion um eine Weiterführung Richtung Borgweg, um dem ersten Teilstück wenigstens eine Umsteigemöglichkeit zur U3 zu geben, kann m.E. folgendes in Betracht kommen:
Wenn man 2025 anfangen will, weiterzubauen, dann muss das Planfeststellungsverfahren für zumindestens einen weiteren Abschnitt fertig sein. Die TBM ist dann wieder verfügbar, da der Abschnitt Bramfeld-Sengelmannstr. fertig gebohrt ist (die Ausstattung der Stationen erfolgt dann bis 2027). Und es gibt da ja den Hinweis, dass man zunächst bis Hauptbahnhof den nächsten Abschnitt in Aussicht stellt. Und es werden sogar mehrere Unterabschnitte in Erwägung gezogen. Während der laufenden Bauarbeiten kommt es erfahrungsgemäß zu vorläufigen Endhalten.
So lief es seinerzeit auch auf der Wandsbeker Strecke. Ich erinnere mich noch daran, dass damals Lübecker Straße Endstation war. Die Arbeiten waren aber schon die Wandsbeker Chaussee hoch voll im Gange.
Von daher ist ein Szenario denkbar, dass ab 2025 südlich der City Nord weitergebaut wird, und man dann Etappenziele hat: Borgweg, Mundsburg/Winterhuder Weg, wo ich mir einen besseren Übergang vorstellen könnte als jetzt noch angedacht, und schließlich Hbf. etc.
Re: U5-Planungen
06.01.2018 15:38
Zitat
Günter Wolter
Aber die Sanierung St. Georgs war von Anfang an einkalkuliert. Da am Ende der Bestand St. Georgs erhalten blieb, verlor die
U4 ein Stück ihrer Berechtigung. Mit einem Projekt einer Größenordnung des Alsterzentrums hätte man ein größeres Fahrgastaufkommen
prognostiziert. Die Ideen der Neuen Heimat sind aber nicht per se mit der U4 in Verbindung zu bringen, nur generell eine
Modernisierung des Stadtteils.
Das Problem mit der Baulogistik wurde beim Hochbahn-Blog schon thematisiert. Man muss die Tunneltrasse der U2/U4 neu Richtung Berliner Tor kreuzen und kommt dann nicht mehr an die Bauvorleistung Hbf Nord (Südröhre) heran, wenn man mit Schildvortrieb dies vollziehen will. Seinerzeit rechnete man schlichtweg nicht damit, dass St. Georg überhaupt nicht verändert wird. Der Tunnel vom Bahnsteig der Südröhre Richtung St. Georg/Barcastr. hätte in offener Bauweise errichtet werden müssen, um später über die Bestandsstrecke Richtung Berliner Tor hinweg fahren zu können. Hinzu kommt, dass man heute gänzlich andere TBM verwendet. Seinerzeit baute man bergmännisch mit einer engeren Röhre, heute sind diese breiter mit TBM (siehe Hafencity-Strecke). Da wirds schwierig, wenn nicht unmöglich an die Bauvorleistung heranzukommen, ohne dass St. Georg verändert wird.

Die Inbetriebnahme der Bauvorleistungen Hauptbahnhof-Nord gemäß den alten Plänen ist im Zuge der U5-neu-Planungen laut HOCHBAHN-Blog sehr wohl auf Machbarkeit geprüft worden mit dem Ergebnis, dass dieses zu viele Eingriffe in den nunmehr erhalten gebliebenen Bestand von St.Georg erfordert hätte. Diese Eingriffe sind im Zuge der einstmals angedachten Umgestaltung für vertretbar gehalten worden und werden seit Aufgabe der Umgestaltung von St.Georg nicht mehr für vertretbar gehalten. Die Aufgabe der Umgestaltung von St.Georg hat die Pläne der U4-alt allgemein in Frage gestellt. Ich suche zur Zeit händeringend nach dem Artikel im Stadtverkehr 1975 wo ein Mitarbeiter der Baubehörde schon 1973 zu dem Schluss gekommen ist, dass für die U4-alt höchstwahrscheinlich ein neuer Weg durch Innenstadt gesucht werden muss.

Zitat
Günter Wolter
Von daher ist ein Szenario denkbar, dass ab 2025 südlich der City Nord weitergebaut wird, und man dann Etappenziele hat: Borgweg, Mundsburg/Winterhuder Weg, wo ich mir einen besseren Übergang vorstellen könnte als jetzt noch angedacht, und schließlich Hbf. etc.

Das mit dem Übergang in Mundsburg glaube ich eher nicht. Nach derzeitigem Stand gilt die U4-alt als Vorzugsvariante. Die Frage ist hier nur, wie die Haltestelle Winterhuder Weg ausgeführt werden soll. Die Kreuzung mit Alsterhalbring und Farmsen-Altona wird wohl nicht kommen. Soll die Haltestelle Winterhuder Weg nur für die U5-neu ausgelegt werden oder soll da noch auf Alsterhalbring und Farmsen-Altona Rücksicht genommen werden?
Re: U5-Planungen
24.01.2018 18:40
Zum Vorentwurf der Linienführung im Bereich U5 Ost steht ein kleiner Artikel im Hamburger Wochenblatt (Ausgabe Barmbek) KW 04-2018 auf der Titelseite.

Die Überschrift lautet: "U5-Anbindung: Es köchelt weiter"

Der zum Lesen erforderliche Download der PDF-Datei ist allerdings etwas über 11 MB groß.

Fredrik

[fredriks.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.01.2018 18:44 von Fredrik.
Re: U5-Planungen
28.02.2018 19:23
Im aktuellen Hamburger Wochenblatt, Barmbeker Ausgabe, steht auf der Titelseite, dass die U5 tatsächlich über Winterhuder Weg führen wird und man die ursprünglichen optionalen 5 Stationen, von denen 3 ausgewählt werden sollten, auf 2 reduziert hat: "Barmbeker Str./Jarrestr. (Kampnagel)" und "Winterhuder Weg/Beethovenstr.".

Damit ist der Weg über Goldbekplatz und Mühlenkamp vom Tisch. Und auch einen Übergang an der Mundsburg wird es nicht geben. Letzteres halte ich für eher unpraktisch von der Netzwirkung her.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.2018 21:49 von Günter Wolter.
PAD
Re: U5-Planungen
28.02.2018 20:03
Zwei Haltestellen? Warum nicht gar keine? Also manchmal muss man sich echt wundern.
Zitat
Günter Wolter
Und auch einen Übergang an der Mundsburg wird es nicht geben. Letzteres halte ich für eher unpraktisch von der Netzwirkung her.

Das nenne ich doch mal konsequent, nachdem man sich schon gegen einen Übergsng am Rübenkampbahnhof entschieden hat.
Re: U5-Planungen
28.02.2018 20:37
Wie heißt es doch so schön? Ganz oder gar nicht! Im Endeffekt könnte man das Geld für diese minimax Lösung sparen und an sinnvoller Stelle investieren.

minimax= minimaler Erfolg mit maximalem Aufwand
Re: U5-Planungen
28.02.2018 20:58
Ist ja wie in der damaligen DDR. Mit dem größten Aufwand ein unbefriedigendes Ergebnis zu erzeugen. :-)

Duck und weg :-)
Re: U5-Planungen
28.02.2018 21:09
Aus dem Text geht nicht hervor, dass es Mundsburg keinen Umstieg geben soll. Und das nur aus dem Bild abzuleiten, halte ich für gewagt. Das ist eine abstrahierte Skizze. Oder glaubt jemand, dass es auch zwischen dem HBF und der Hoheluftbrücke keinen weiteren Haltepunkt geben wird?
Re: U5-Planungen
28.02.2018 21:11
Zitat
Günter Wolter
Im aktuellen Hamburger Wochenblatt, Barmbeker Ausgabe, steht auf der Titelseite, dass die U5 tatsächlich über Winterhuder Weg führen wird und man die ursprünglichen opionalen 5 Stationen, von denen 3 ausgewählt werden sollten, auf 2 reduziert hat: "Barmbeker Str./Jarrestr. (Kampnagel)" und "Winterhuder Weg/Beethovenstr.".

Damit ist der Weg über Goldbekplatz und Mühlenkamp vom Tisch.

Damit steht fest, dass es zwischen Sengelmannstraße und AK St. Georg die U4-alt wird.

Zitat
Günter Wolter
Und auch einen Übergang an der Mundsburg wird es nicht geben. Letzteres halte ich für eher unpraktisch von der Netzwirkung her.

Das halte ich eher für das kleinere Übel. Sicher wäre ein Übergang U5/U3 an der Mundsburg wünschenswert. Andererseits ist davon auszugehen, dass die Haltestelle Winterhuder Weg einiges von Mundsburg abziehen wird. Wer jetzt noch vom Komponistenviertel mit 172/173 nach Mundsburg fährt, wird dann Winterhuder Weg direkt in die U5 einsteigen. Von daher gehe ich davon aus, dass das Umsteigepotenzial U5/U3 an der Mundsburg eher gering sein wird. Wer dennoch vom Komponistenviertel aus sein Ziel mit der U3 besser als mit der U5 erreicht, wird von Hebbelstraße oder Winterhuder Weg den M25 nach Mundsburg nehmen.
Re: U5-Planungen
28.02.2018 21:22
Zitat
MisterX
Aus dem Text geht nicht hervor, dass es Mundsburg keinen Umstieg geben soll. Und das nur aus dem Bild abzuleiten, halte ich für gewagt. Das ist eine abstrahierte Skizze.

Wenn du dir die Seiten zu U4 (historisch) und U5 auf Wikipedia ansiehst (U-Bahnlinie 5 (Hamburg) als Suchbegriff eingeben), wirst du sehen, dass für die U4-alt nie ein Übergang an der Mundsburg geplant war. Dieses wird jetzt auch nicht für die U5-neu geplant. Von daher ist es nur folgerichtig, dass dieses auch auf dieser Skizze jetzt nicht eingezeichnet ist.

Zitat
MisterX
Oder glaubt jemand, dass es auch zwischen dem HBF und der Hoheluftbrücke keinen weiteren Haltepunkt geben wird?

Natürlich glaubt hier keiner, dass es auch zwischen dem HBF und der Hoheluftbrücke keinen weiteren Haltepunkt geben wird? Aber um diesen Abschnitt geht es in diesem Artikel auch nicht. Von daher ist es völlig richtig, dass auf dieser Skizze jetzt erstmal nur der Abschnitt Borgweg - Mundsburger Brücke detailiert dargestellt wird. Aber das wird sich noch ändern, wenn auch die weiteren Abschnitte feststehen.
Da ja laut der Behörde die Menschen nur in die City wollen und nirgendwo anders mit der Bahn hinfahren reichen doch die paar Halstestellen die auf der Grafik zu sehen sind... :)
Re: U5-Planungen
02.03.2018 10:21
Zitat
MisterX
Aus dem Text geht nicht hervor, dass es Mundsburg keinen Umstieg geben soll. Und das nur aus dem Bild abzuleiten, halte ich für gewagt. Das ist eine abstrahierte Skizze. Oder glaubt jemand, dass es auch zwischen dem HBF und der Hoheluftbrücke keinen weiteren Haltepunkt geben wird?

Die Hochbahn hat schon im November den Planungsstand mit dieser Trassierung und den zwei Haltestellen im PDF zum neuen Haltestellendesign gezeigt. Hochbahn Präsentation Liniendesign U5

Demnach wird es eine Haltestelle am Mundsburger Damm/Hartwicusstraße geben und eine am AK St.Georg/Lange Reihe.

Durch das Bauverfahren mit Zweigleisschild ist die Trassierung über Hofweg gestorben, dort wäre höchstens Bahnhofschild denkbar gewesen.
Re: U5-Planungen
02.03.2018 10:28
Zitat
zurückbleiben-bitte
Da ja laut der Behörde die Menschen nur in die City wollen und nirgendwo anders mit der Bahn hinfahren reichen doch die paar Halstestellen die auf der Grafik zu sehen sind... :)

Die Grafik im Wochenblatt stammt ja zum Glück nicht von der Hochbahn. ;-)
Re: U5-Planungen
02.03.2018 17:02
Zitat
eimsbüttel72
Durch das Bauverfahren mit Zweigleisschild ist die Trassierung über Hofweg gestorben, dort wäre höchstens Bahnhofschild denkbar gewesen.

Wurde das auf einer Info-Veranstaltung zu diesem Thema so gesagt oder von woher hast du diese Information, dass die Trassierung über Hofweg wegen dem Zweigleisschild gestorben ist? Meines Wissens nach war die U4-alt nie über Hofweg geplant gewesen und da wäre es sehr verwunderlich, dass dieses jetzt ausgerechnet am Zweigleisschild gescheitert sein soll. Die Pläne von 1968 sind seit 2014 wieder auf Machbarkeit geprüft worden, wobei leider nicht veröffentlicht worden ist, wie das anno 1968 zwischen Sengelmannstraße und Hauptbahnhof-Nord angedacht worden ist. Es ist lediglich bekannt und hier auch mehrfach diskutiert worden, dass damals in offener Bauweise durch die Ellmenreichstraße gebaut werden sollte, was sich aber seit Aufgabe der seinerzeit angedachten Umgestaltung von St. Georg seit 1973 verbietet. Somit bleibt der Abschnitt Sengelmannstraße - Winterhuder Weg - AK St. Georg übrig. Auf der Seite von histor www.horstbu.de ist eine Skizze, wie die Haltestelle Winterhuder Weg anno 1968 angedacht war. Hier stellt sich jetzt die Frage, inwieweit diese Pläne noch in die U5-neu eingeflossen sind. Schließlich ist der Alsterhalbring als U5-alt auch irgendwann gestrichen worden. Damit stellt sich jetzt die Frage, ob auch die Haltestelle Winterhuder Weg noch nach den alten Plänen von 1968 errichtet werden soll oder ob für diese Haltestelle eine neue Planung erstellt wird. Denkbar wäre, dass Winterhuder Weg ähnlich wie in Osteuropa weit verbreitet mit 3 nebeneinander liegenden Röhren errichetet wird, wo in den beiden äußeren Röhren die Gleise und die Bahnsteige sind und in der mittleren Röhre eine Verteilungsebene ist. Diese Röhren werden durch Verbindungsgänge miteinander verbunden. Für Winterhuder Weg könnten also wie 1968 angedacht 2 übereinander liegende Etagen erstellt werden, wobei in diesem Fall nur östlichen Bahnsteigröhren sowie die mittleren Röhren erstellt werden. Die westlichen Bahnsteigröhren werden nicht mit erstellt, werden jedoch platzmäßig mit vorgehalten, so dass der einstige Alsterhalbring als mögliche U6-neu jederzeit mit angebaut werden kann, auch wenn dieses höchstwahrscheinlich nie geschehen wird. So können auch Sengelmannstraße - Winterhuder Weg und Winterhuder Weg - AK St. Georg nach den alten Plänen errichtet werden. Lediglich ab AK St. Georg müsste dann neu geplant werden.
Re: U5-Planungen
02.03.2018 19:17
@ Jan Gnoth

Nein, dass wurde offiziell so nicht gesagt, hätte ich deutlicher als meine Meinung darstellen müssen.

Es ist ja auch noch nicht offiziell gesagt worden, dass der zweite Bauabschnitt ebenfalls mit Zweigleisschild erstellt wird. Das ist meine private Prognose, die sich auf folgende Punkte stützt:

• Zweigleisschild wird von der Hochbahn mit 30% Kostenersparnis angegeben und bereits im ersten Bauabschnitt eingesetzt.
• Veröffentlichter Planungsstand vom November 2017 mit weniger Stationen unter der Barmbeker Straße entlang spricht für Festlegung auf dieses Bauverfahren auch im zweiten Abschnitt.
• Die Haltestellen benötigen während der Bauzeit sehr viel Platz. (Bald werden die Pläne für die Nordheimstraße vorgestellt, die ist sechsspurig und das wird schon eng werden.)

Im Hofweg oder Mühlenkamp halte ich nur das Bauverfahren mit Bahnhofschild für durchsetzbar. Und ich vermute, dass die Wahl des günstigeren Bauverfahrens damit die jetzige Trasse bedingt. Damit sind aber auch alle früheren Planungen nicht mehr einfach übertragbar, da beim Bau mit nur einer Röhre ganz andere Rahmenbedingungen herrschen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.03.2018 19:20 von eimsbüttel72.
Re: U5-Planungen
02.03.2018 20:43
Zitat
eimsbüttel72
Es ist ja auch noch nicht offiziell gesagt worden, dass der zweite Bauabschnitt ebenfalls mit Zweigleisschild erstellt wird. Das ist meine private Prognose, die sich auf folgende Punkte stützt:

• Zweigleisschild wird von der Hochbahn mit 30% Kostenersparnis angegeben und bereits im ersten Bauabschnitt eingesetzt.
• Veröffentlichter Planungsstand vom November 2017 mit weniger Stationen unter der Barmbeker Straße entlang spricht für Festlegung auf dieses Bauverfahren auch im zweiten Abschnitt.
• Die Haltestellen benötigen während der Bauzeit sehr viel Platz. (Bald werden die Pläne für die Nordheimstraße vorgestellt, die ist sechsspurig und das wird schon eng werden.)

Im Hofweg oder Mühlenkamp halte ich nur das Bauverfahren mit Bahnhofschild für durchsetzbar. Und ich vermute, dass die Wahl des günstigeren Bauverfahrens damit die jetzige Trasse bedingt. Damit sind aber auch alle früheren Planungen nicht mehr einfach übertragbar, da beim Bau mit nur einer Röhre ganz andere Rahmenbedingungen herrschen.

Die jetzige Trasse Sengelmannstraße - AK St. Georg entspricht der U4-alt. Für diese Trasse spricht, dass sie die größte Netzwirkung hat. Es werden sowohl Jarresstadt und Winterhude-Süd (Barmbeker Straße) als auch Komponistenviertel und Uhlenhorst (Winterhuder Weg) erschlossen. Das Ortszentrum von Winderhude-Süd mit Goldbekplatz und Mühlenkamp wird nicht direkt erschlossen, aber die Haltestelle in der Barmbeker Straße ist durch Semperstraße und Gertigstraße immer noch fußläufig gut zu erreichen. Die Frage ist jetzt nur noch die Beibehaltung von M6 zur Feinerschließung von Goldbekplatz bis Mundsburger Brücke über Mühlenkamp/Hofweg. Von daher ist es völlig egal, ob diese Trasse im Zweigleis- oder Eingleisschild erstellt wird bzw. ob die Planung von Eingleis- auf Zweigleisschild modifiziert worden ist. Ich frage mich halt nur, was 1968-73 geplant war und ob das damals überhaupt so ausgereift war wie jetzt oder ob das erst jetzt ab 2014 so richtig durchgeplant worden ist.
Auf der Skizze von 1968 auf der Seite von histor www.horstbu.de ist zu erkennen, dass die U4-alt südlich der Haltestelle Winterhuder Weg in 2 1-Gleis-Röhren fahren soll. In der unteren Ebene in stadtauswärtiger Richtung benutzt die U4-alt das westliche Gleis, in der oberen Ebene in stadteinwärtiger Richtung benutzt die U4-alt jedoch das östliche Gleis. Dieses müsste für die U5-neu jetzt natürlich modifiziert werden, da die U5-alt höchstwahrscheinlich jetzt nicht mehr kommt. Denkbar wäre, dass die U5-neu in stadteinwärtiger Richtung nunmehr auch in der oberen Ebene das westliche Gleis benutzt und die Verbindungen zur U5-alt in Nischen vorbereitet werden. Aber ob diese dann auch jemals so aktiviert werden, steht auf einem anderem Blatt. Technisch möglich wäre es.
Re: U5-Planungen
02.03.2018 23:57
In der Tat läuft es wohl auf die ganz alte Trasse der U4 alt aus den 1960-er Jahren hinaus. Und die folgte der Prämisse: "gerade Linienführung" (sic - und das in Hamburg!). Nach meiner Erinnerung war von Anfang an keine Verbindung mit dem Ring bei Mundsburg vorgesehen. Und eben die klassischen vier Haltestellen bei der Gertigstr., Beethovenstr., Mundsburger Brücke und Lohmühlenstraße (AK St. Georg).

Ob der Alsterhalbring je kommt? Ebenso wie die Grindelstrecke wäre der Alsterhalbring (Metrubus 25) natürlich ein Stadtbahnkandidat. Eine Bauvorleistung für einen U-Bahn-Alsterhalbring wäre schon der Gnadenstoß auch für eine solche Stadtbahntrasse.

Die Frage des Haltestellenabstandes ist natürlich immer irgendwie philosophisch. Mehr Haltestellen = besserer Zugang - weniger Haltestellen = schnellere Strecke. Paris und Madrid als eng bebaute Städte haben da kürzere Abstände - Hamburg ist relativ locker bebaut. Trotzdem hätte ich mir die erste Station dichter an die Lange Reihe gewünscht (etwa Schmiliskystraße) und ob nun genau Mundsburger Brücke (unter dem Kanal) die Haltestelle sein muss oder zwei etwa Graumannsweg und Uhlenhorster Weg wäre schon die Frage.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor
Re: U5-Planungen
03.03.2018 00:23
Zitat
eimsbüttel72
@ Jan Gnoth

Nein, dass wurde offiziell so nicht gesagt, hätte ich deutlicher als meine Meinung darstellen müssen.

Es ist ja auch noch nicht offiziell gesagt worden, dass der zweite Bauabschnitt ebenfalls mit Zweigleisschild erstellt wird. Das ist meine private Prognose, die sich auf folgende Punkte stützt:

• Zweigleisschild wird von der Hochbahn mit 30% Kostenersparnis angegeben und bereits im ersten Bauabschnitt eingesetzt.
• Veröffentlichter Planungsstand vom November 2017 mit weniger Stationen unter der Barmbeker Straße entlang spricht für Festlegung auf dieses Bauverfahren auch im zweiten Abschnitt.
• Die Haltestellen benötigen während der Bauzeit sehr viel Platz. (Bald werden die Pläne für die Nordheimstraße vorgestellt, die ist sechsspurig und das wird schon eng werden.)

Im Hofweg oder Mühlenkamp halte ich nur das Bauverfahren mit Bahnhofschild für durchsetzbar. Und ich vermute, dass die Wahl des günstigeren Bauverfahrens damit die jetzige Trasse bedingt. Damit sind aber auch alle früheren Planungen nicht mehr einfach übertragbar, da beim Bau mit nur einer Röhre ganz andere Rahmenbedingungen herrschen.

Genau so ist es. Das Zweigleisschild ist das beste Bauverfahren für eine vollautomatische U5. Es bietet die Möglichkeit, so viele Gleiswechsel wie gewünscht einzubauen, um so die Stärken einer Vollautomatisierung auch umsetzen zu können, z.B. für Gleiswechselbetriebe. Die Trasse über Barmbeker Straße und Winterhuder Weg erlaubt dieses Bauverfahren (da die Haltestellenbauwerke auf ganzer Länge offen gebaut werden müssen), zusätzlich müssen kaum Grundstücke unterfahren werden. Und die zwei Haltestellen Jarrestraße und Beethovenstraße weisen eine gute Erschließung in die angrenzenden Quartiere auf. Gerade die Jarrestraße weist eine Neuerschließung in einer Größenordnung auf, wie sie nur wenige Bestandshaltestellen aufweisen können (vgl. mit Lutterothstraße). Natürlich wird am Mühlenkamp / Papenhuder Straße weiterhin ein Bus fahren, der an mehreren Stellen Übergänge zum Schnellbahnnetz haben könnte.

Interessant wird sein, was die Beteiligung noch an neuen Erkenntnissen bringen wird.
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