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U5-Planungen
geschrieben von Glinder 
Re: U5-Planungen
05.01.2018 11:48
Die Ellmenreichstraße aufzureißen für eine U5-Einfädelung in Hauptbahnhof-Nord ist ja nun nicht das Ding. Und auch eine U5-Haltestelle in der Kirchenallee in Nord-Süd-Richtung wird sich ohne größere Baugrube nicht realisieren lassen. Also - irgend etwas ist immer notwendig. Daher sollte die verkehrlich beste Lösung Vorrang haben und nicht das Gequarke über Baubelästigung.

Als das Haus Robert-Nhil-Straße 3 abgerissen wurde und das Hotel Europäischer Hof sich dort erweiterte, hat das auch niemand gekümmert.

Freundliche Grüße
Horst Buchholz - histor



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.2018 11:50 von histor.
Re: U5-Planungen
06.01.2018 06:53
Das Alsterzentrum ist nur eine Möglichkeit gewesen, St. Georg umzugestalten; dies wurde aber nicht umgesetzt.
Der Hintergrund, warum man die U4-alt nicht weiter verfolgt hat, ist vielfältig. Die Planungen der U-Bahn-Trassen waren älter.
Aber die Sanierung St. Georgs war von Anfang an einkalkuliert. Da am Ende der Bestand St. Georgs erhalten blieb, verlor die
U4 ein Stück ihrer Berechtigung. Mit einem Projekt einer Größenordnung des Alsterzentrums hätte man ein größeres Fahrgastaufkommen
prognostiziert. Die Ideen der Neuen Heimat sind aber nicht per se mit der U4 in Verbindung zu bringen, nur generell eine
Modernisierung des Stadtteils. Die Ellmenreichstr. aufzureissen ist natürlich nicht ausschlaggebend.
Das Problem mit der Baulogistik wurde beim Hochbahn-Blog schon thematisiert. Man muss die Tunneltrasse der U2/U4 neu Richtung Berliner Tor kreuzen und kommt dann nicht mehr an die Bauvorleistung Hbf Nord (Südröhre) heran, wenn man mit Schildvortrieb dies vollziehen will. Seinerzeit rechnete man schlichtweg nicht damit, dass St. Georg überhaupt nicht verändert wird. Der Tunnel vom Bahnsteig der Südröhre Richtung St. Georg/Barcastr. hätte in offener Bauweise errichtet werden müssen, um später über die Bestandsstrecke Richtung Berliner Tor hinweg fahren zu können. Hinzu kommt, dass man heute gänzlich andere TBM verwendet. Seinerzeit baute man bergmännisch mit einer engeren Röhre, heute sind diese breiter mit TBM (siehe Hafencity-Strecke). Da wirds schwierig, wenn nicht unmöglich an die Bauvorleistung heranzukommen, ohne dass St. Georg verändert wird. Vor allem aber will die heutige Planung auf eine Zweigleisröhre hinaus von 11 m Durchmesser. Da verbietet sich die Nutzung der brachliegenden Röhren von vornherein.

Und zur Diskussion um eine Weiterführung Richtung Borgweg, um dem ersten Teilstück wenigstens eine Umsteigemöglichkeit zur U3 zu geben, kann m.E. folgendes in Betracht kommen:
Wenn man 2025 anfangen will, weiterzubauen, dann muss das Planfeststellungsverfahren für zumindestens einen weiteren Abschnitt fertig sein. Die TBM ist dann wieder verfügbar, da der Abschnitt Bramfeld-Sengelmannstr. fertig gebohrt ist (die Ausstattung der Stationen erfolgt dann bis 2027). Und es gibt da ja den Hinweis, dass man zunächst bis Hauptbahnhof den nächsten Abschnitt in Aussicht stellt. Und es werden sogar mehrere Unterabschnitte in Erwägung gezogen. Während der laufenden Bauarbeiten kommt es erfahrungsgemäß zu vorläufigen Endhalten.
So lief es seinerzeit auch auf der Wandsbeker Strecke. Ich erinnere mich noch daran, dass damals Lübecker Straße Endstation war. Die Arbeiten waren aber schon die Wandsbeker Chaussee hoch voll im Gange.
Von daher ist ein Szenario denkbar, dass ab 2025 südlich der City Nord weitergebaut wird, und man dann Etappenziele hat: Borgweg, Mundsburg/Winterhuder Weg, wo ich mir einen besseren Übergang vorstellen könnte als jetzt noch angedacht, und schließlich Hbf. etc.
Re: U5-Planungen
06.01.2018 15:38
Zitat
Günter Wolter
Aber die Sanierung St. Georgs war von Anfang an einkalkuliert. Da am Ende der Bestand St. Georgs erhalten blieb, verlor die
U4 ein Stück ihrer Berechtigung. Mit einem Projekt einer Größenordnung des Alsterzentrums hätte man ein größeres Fahrgastaufkommen
prognostiziert. Die Ideen der Neuen Heimat sind aber nicht per se mit der U4 in Verbindung zu bringen, nur generell eine
Modernisierung des Stadtteils.
Das Problem mit der Baulogistik wurde beim Hochbahn-Blog schon thematisiert. Man muss die Tunneltrasse der U2/U4 neu Richtung Berliner Tor kreuzen und kommt dann nicht mehr an die Bauvorleistung Hbf Nord (Südröhre) heran, wenn man mit Schildvortrieb dies vollziehen will. Seinerzeit rechnete man schlichtweg nicht damit, dass St. Georg überhaupt nicht verändert wird. Der Tunnel vom Bahnsteig der Südröhre Richtung St. Georg/Barcastr. hätte in offener Bauweise errichtet werden müssen, um später über die Bestandsstrecke Richtung Berliner Tor hinweg fahren zu können. Hinzu kommt, dass man heute gänzlich andere TBM verwendet. Seinerzeit baute man bergmännisch mit einer engeren Röhre, heute sind diese breiter mit TBM (siehe Hafencity-Strecke). Da wirds schwierig, wenn nicht unmöglich an die Bauvorleistung heranzukommen, ohne dass St. Georg verändert wird.

Die Inbetriebnahme der Bauvorleistungen Hauptbahnhof-Nord gemäß den alten Plänen ist im Zuge der U5-neu-Planungen laut HOCHBAHN-Blog sehr wohl auf Machbarkeit geprüft worden mit dem Ergebnis, dass dieses zu viele Eingriffe in den nunmehr erhalten gebliebenen Bestand von St.Georg erfordert hätte. Diese Eingriffe sind im Zuge der einstmals angedachten Umgestaltung für vertretbar gehalten worden und werden seit Aufgabe der Umgestaltung von St.Georg nicht mehr für vertretbar gehalten. Die Aufgabe der Umgestaltung von St.Georg hat die Pläne der U4-alt allgemein in Frage gestellt. Ich suche zur Zeit händeringend nach dem Artikel im Stadtverkehr 1975 wo ein Mitarbeiter der Baubehörde schon 1973 zu dem Schluss gekommen ist, dass für die U4-alt höchstwahrscheinlich ein neuer Weg durch Innenstadt gesucht werden muss.

Zitat
Günter Wolter
Von daher ist ein Szenario denkbar, dass ab 2025 südlich der City Nord weitergebaut wird, und man dann Etappenziele hat: Borgweg, Mundsburg/Winterhuder Weg, wo ich mir einen besseren Übergang vorstellen könnte als jetzt noch angedacht, und schließlich Hbf. etc.

Das mit dem Übergang in Mundsburg glaube ich eher nicht. Nach derzeitigem Stand gilt die U4-alt als Vorzugsvariante. Die Frage ist hier nur, wie die Haltestelle Winterhuder Weg ausgeführt werden soll. Die Kreuzung mit Alsterhalbring und Farmsen-Altona wird wohl nicht kommen. Soll die Haltestelle Winterhuder Weg nur für die U5-neu ausgelegt werden oder soll da noch auf Alsterhalbring und Farmsen-Altona Rücksicht genommen werden?
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