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U5-Planungen
geschrieben von Glinder 
Re: U5-Planungen
20.02.2017 20:38
Es muss wohl immer ein Vorteil mit einem Nachteil aufgewogen werden. Die Förderfähigkeit durch den Bund ist schon sehr eng ausgelegt. Ca. 10.000 neue Wohnungen müssen her, um überhaupt eine Trasse finanziert zu bekommen. "Wirtschaftlicher" ist die U5 Nord sicherlich, weil sie die billigste Variante darstellt und gleichzeitig eine Querspange bildet. Nur "wirtschaftlicher" im Hinblick auf das ganze heißt nicht unbedingt "bequemer" für die betroffenen Anwohner Bahrenfelds. Mir wäre eine Trasse über Trabrennbahn und neuem Altonaer Bahnhof (Diebsteich) nach wie vor lieber, weil dann letzterer angebunden würde und bislang ausgeschlossene Wohngebiete endlich einen Schnellbahnanschluss hätten. Den Verantwortlichen reicht offenbar so ein vernünftiges Anliegen nicht aus, weil es betriebskostentechnisch gesehen immer noch zu wenig Fahrgäste nach sich zöge. Dies rechtfertigt folglich den Aufwand einer etwas längeren und damit teureren Trasse nicht. Die Anzahl der Wohnungen in dieser Gegend lässt sich wohl in den nächsten 2 Jahrzehnten nicht um die vorausgesetzten 10.000 steigern.

Die Bedenken gegen die S-Bahn teile ich nicht. Die Planer befürchten wohl, die Ein- und Ausfädelung einer weiteren Trasse könnte den Betriebsablauf bei Störungen beeinträchtigen. Man will die stadteigene U-Bahn nicht per se, wie ich das so betrachte. Vielmehr geht es um den linienreinen Betrieb, der bei der U5 gegeben wäre. Außerdem meinen manche der Verantwortlichen, eine S-Bahn wäre zu hoch dimensioniert. Eine U-Bahn reicht aus. Bei diesen Vorteilen nimmt man dann einfach in Kauf, Bahrenfeld wieder einmal abzuhängen.

Aber ich denke, die U5 Nord hat immerhin die Chance, überhaupt förderfähig zu sein. Nichts bauen wird m. E. nicht der Fall sein.
Re: U5-Planungen
20.02.2017 21:32
Zitat
Günter Wolter
Die Bedenken gegen die S-Bahn teile ich nicht. Die Planer befürchten wohl, die Ein- und Ausfädelung einer weiteren Trasse könnte den Betriebsablauf bei Störungen beeinträchtigen. Man will die stadteigene U-Bahn nicht per se, wie ich das so betrachte. Vielmehr geht es um den linienreinen Betrieb, der bei der U5 gegeben wäre. Außerdem meinen manche der Verantwortlichen, eine S-Bahn wäre zu hoch dimensioniert. Eine U-Bahn reicht aus. Bei diesen Vorteilen nimmt man dann einfach in Kauf, Bahrenfeld wieder einmal abzuhängen.

Bedenken gegen die S-Bahn habe ich auch nicht. Ich sehe die S-Bahn auch als die beste Lösung, um den Korridor zwischen Wedeler und Pinneberger S-Bahn auszufüllen. Aber wahrscheinlich scheiden sich da die Geister. Während die Bewohner südlich der Luruper Chaussee mit den Bussen jetzt zur S1 fahren, fahren die Bewohner nördlich der Luruper Chaussee mit den Bussen nach Elbgaustraße. Wenn jetzt noch der Luruper Ast von Altona aus als S-Bahn verwirklicht wird, würde dieses einige Fahrgäste von der Wedeler und Pinneberger S-Bahn abziehen, aber letztendlich nicht wirklich mehr Neukunden generieren.
Der heutige Metrobus 2 wird mit Gelenkbussen betrieben, aber hat wahrscheinlich bei weitem nicht so viele Fahrgäste wie Metrobus 5 und 6. Das wird möglicherwiese der Knackpunkt sein. Ich kann mir vorstellen, dass eine Neuordnung des Busverkehres im Dreieck Altona - Schenefeld - Blankenese mit Ausrichtung auf die S1 als ausreichend angesehen wird.

Zitat
Günter Wolter
Nichts bauen wird m. E. nicht der Fall sein.

Die U5 Bramfeld - Lokstedt wird kommen. Aber mit einer Ausfüllung des Korridors Altona - Schenefeld bin ich mir da nicht mehr so sicher.
PAD
Re: U5-Planungen
20.02.2017 22:37
Zitat
schmidi
Zitat
PAD
Und wenn am Jungfernstieg ein Feueralarm ist, fallen je nach Größe der Störung auch alle U-Bahnen in der Innenstadt aus. Das ist nunmal so. Ich fand die Störung auch kacke, habe statt 30 Minuten 90 Minuten zur Arbeit gebraucht. Die verlängerte 13 war ja eine nette Idee, da diese aber ab Berliner Tor schon knackevoll war, konnte auf der Elbinsel niemand mehr einsteigen. Meine Schüler waren also noch später da. Hätte es ne U4 nach Wilhelmsburg/Harburg gegeben, wäre der Ausfall kein großer Akt und für kaum wen mit einer Verspätung von mehr als 15 Minuten gleichgekommen.

Ach ja.

Im Gegensatz zur S-Bahn hat die Hochbahn aber nicht komplette Linien eingestellt, oder ?
Weil die U-Bahn weitgehend linienrein fährt. Es ist aber schon vorgekommenen, dass die U4 nur zwischen Hafencity und Jungfernstieg pendelte, weil irgendwelche Bauarbeiten auf der U2 waren und die Züge dort nicht mehr auf die Strecke gepasst haben. Die S-Bahn hat halt schlicht den Nachteil, dass sie keine gescheiten Kehrmöglichkeiten in Innenstadtnähe hat. Die U4 aus Richtung Hafencity hat zwei eigene Bahnsteige am Jungfernstieg. würde eine S2 am Berliner Tor kehren, dann geht das nur am Bahnsteig, an dem auch die S21 hält. Man kann den Betrieb der beiden Schnellbahnen nicht vergleichen.
Re: U5-Planungen
20.02.2017 22:56
Zitat
Jan Gnoth
Wenn jetzt noch der Luruper Ast von Altona aus als S-Bahn verwirklicht wird, würde dieses einige Fahrgäste von der Wedeler und Pinneberger S-Bahn abziehen, aber letztendlich nicht wirklich mehr Neukunden generieren.

Ist mit der U5 nicht anders, die zwischen Siemersplatz und Stellingen der U2 an Hagenbecks Tierpark die Fahrgäste absaugt und westlich von Stellingen ist dies mit Elbgaustraße der Fall.
Re: U5-Planungen
20.02.2017 23:23
Zitat
PAD




Weil die U-Bahn weitgehend linienrein fährt. Es ist aber schon vorgekommenen, dass die U4 nur zwischen Hafencity und Jungfernstieg pendelte, weil irgendwelche Bauarbeiten auf der U2 waren und die Züge dort nicht mehr auf die Strecke gepasst haben. Die S-Bahn hat halt schlicht den Nachteil, dass sie keine gescheiten Kehrmöglichkeiten in Innenstadtnähe hat. Die U4 aus Richtung Hafencity hat zwei eigene Bahnsteige am Jungfernstieg. würde eine S2 am Berliner Tor kehren, dann geht das nur am Bahnsteig, an dem auch die S21 hält. Man kann den Betrieb der beiden Schnellbahnen nicht vergleichen.

Eben doch , man muss die beiden Schnellbahnsysteme vergleichen. Und da ist die S-Bahn eben die schlechtere Wahl. Punkt.
Gerade bei einer Entscheidung welches System denn nun nach Lurup genutzt werden soll.

Und wenn die U4 zwischen Jungfernstig und Hafencity pendelt. Dann tut sie es zu mindestens. Die S11 kann auch zwischen Poppenbüttel und Barmbek Pendeln. Immerhin U-Bahn Anschluss. Aber nein sie wird komplett eingestellt. Und darum ist die U-Bahn, auch gerade wegen das reinen Linienbetriebes , nun mal die bessere Wahl.Fakt.
LH
Re: U5-Planungen
21.02.2017 00:46
Und ich sehe in der S-Bahn die bessere Wahl. Keine Pampa. Fakt. Dicht besiedeltes Bahrenfeld. Fakt. Keine unnötige Stadtrundfahrt für die Borner und Luruper. Fakt. Bessere Auslastung der in Altona / Altona Nord endenden Linien. Fakt. Realisierung unabhängig von der U5 möglich (die dann ja auch noch Winterhude / Uhlenhorst durchfahren (viel Spaß mit den NIMBYs!), durch die Innenstadt gequetscht und gen Lokstedt gebracht werden muss). Punkt. Ausrufezeichen.
EIU muss ja nicht die Deutsche Bahn sein - die Strecke kann ja gerne von einer städtischen Eisenbahn / AKN unterhalten werden.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.02.2017 00:55 von LH.
PAD
Re: U5-Planungen
21.02.2017 06:36
Zumal, wenn wir wirklich davon ausgehen, dass die Leute aus Lurup/Osdorf Richtung Innenstadt/Hbf wollen, dann wird noch niemand von diesen Leuten erst einmal über Lokstedt fahren wollen. Eine U5 würde ein großes Maß an Umsteigern produzieren (S-Stellingen).
Re: U5-Planungen
21.02.2017 07:30
Zitat
PAD
Zumal, wenn wir wirklich davon ausgehen, dass die Leute aus Lurup/Osdorf Richtung Innenstadt/Hbf wollen, dann wird noch niemand von diesen Leuten erst einmal über Lokstedt fahren wollen. Eine U5 würde ein großes Maß an Umsteigern produzieren (S-Stellingen).

Die Leute werden eben nicht umsteigen. Die Linie fährt ja über Jungfernstieg.
Re: U5-Planungen
21.02.2017 07:36
Zitat
schmidi
Zitat
PAD
Zumal, wenn wir wirklich davon ausgehen, dass die Leute aus Lurup/Osdorf Richtung Innenstadt/Hbf wollen, dann wird noch niemand von diesen Leuten erst einmal über Lokstedt fahren wollen. Eine U5 würde ein großes Maß an Umsteigern produzieren (S-Stellingen).

Die Leute werden eben nicht umsteigen. Die Linie fährt ja über Jungfernstieg.

Wenn ich von Landwehr nach Altona will, nehme ich auch den 25er. Die Linie fährt ja auch dahin.

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Re: U5-Planungen
21.02.2017 07:44
Zitat
LH
Und ich sehe in der S-Bahn die bessere Wahl. Keine Pampa. Fakt. Dicht besiedeltes Bahrenfeld. Fakt. Keine unnötige Stadtrundfahrt für die Borner und Luruper. Fakt. Bessere Auslastung der in Altona / Altona Nord endenden Linien. Fakt. Realisierung unabhängig von der U5 möglich (die dann ja auch noch Winterhude / Uhlenhorst durchfahren (viel Spaß mit den NIMBYs!), durch die Innenstadt gequetscht und gen Lokstedt gebracht werden muss). Punkt. Ausrufezeichen.
EIU muss ja nicht die Deutsche Bahn sein - die Strecke kann ja gerne von einer städtischen Eisenbahn / AKN unterhalten werden.

Und deine S-Bahn fährt eben nicht durch Bahrenfeld, weil sie in der Pampa, Bahnhof Diebsdeich Altona Nord , abbiegt. Fakt. 1 Ausrufezeichen.Und nicht von der S1. Fakt.
2 Ausrufezeichen. Sie durch einen viel zu klein dimensionierten Bahnhof fahren muss. Fakt. 3 Ausrufezeichen. Der von bis zu 5 Linien bedient wird und erhebliche Probleme, die die verspätungsanfälligen Linien aus den Citytunnel/Hbf/Dammtorlinie/Umland schon mitbringen, potenziert. Fakt. 4 Ausrufezeichen. Die S-Bahn ist nicht förderfähig. Jetzt schon erkannt. Fakt. 5 Ausrufezeichen. Es nur ein 10 min Takt geben kann. Fakt. 6 Ausrufezeichen. Wo soll die Linie für ein 5 min Takt herkommen? Wer soll das bezahlen ?
Re: U5-Planungen
21.02.2017 07:58
Zitat
Der Hanseat
Zitat
schmidi
Zitat
PAD
Zumal, wenn wir wirklich davon ausgehen, dass die Leute aus Lurup/Osdorf Richtung Innenstadt/Hbf wollen, dann wird noch niemand von diesen Leuten erst einmal über Lokstedt fahren wollen. Eine U5 würde ein großes Maß an Umsteigern produzieren (S-Stellingen).

Die Leute werden eben nicht umsteigen. Die Linie fährt ja über Jungfernstieg.

Wenn ich von Landwehr nach Altona will, nehme ich auch den 25er. Die Linie fährt ja auch dahin.

Ja genau. In einem im Stau stehenden Gefährt sitzen und 40 min durch die Stadt Gondeln, statt die S1 zu nehmen. Sehr glaubhaft. Das wird der gemeine Fahrgast, außer er ist im Bahninfoforum, eben nicht machen.

Die U5 würde ja gerade alle Innenstadtbereiche abdecken. Was die S-Bahn eben nicht kann. Bei der S32 wird über Dammtor gefahren. Jungfernstieg links liegen gelassen. Diese Linie müsste zusätzlich bezahlt werden und ganz tägig nach Hbf fahren, da sie als weitere Verstärkerlinie nach Harburg nur in der HVZ benötigt wird.

Wenn die S2 genutzt wird, fährt man zwar über Jungfernstieg, lässt aber wieder Hoheluft/ Dammtor links liegen . Auch die müsste ganztägig bestellt und bezahlt werden, da sie als weitere Verstärkerlinie nach Bergedorf nur in der HVZ benötigt wird. Höherer km Preis als bei der Hochbahn nimmt die S-Bahn ja auch noch.

Die U5 deckt ebenso Jungfernstieg ab.
PAD
Re: U5-Planungen
21.02.2017 09:44
Der Vergleich zielte darauf ab, dass Osdorf – Jungfernstieg mit der U5 wesentlich länger dauern wird, als mit Umstieg in die S3. Zum Hauptbahnhof wird es dank S21 mit Umstieg nochmal schneller gehen.

Ich muss oft vom Berliner Tor zur Hohenluftbrücke, ich fahre auch bis Schlumpf mit der U2 und nehme dann erst die U3, auch wenn das nur 5 Minuten bringt. Aber es sind 5 Minuten. Der Zeitgewinn Osdorf – Innenstadt mit Umstieg in Die S-Bahn dürfte wesentlich größer sein.
LH
Re: U5-Planungen
21.02.2017 10:01
Zitat
schmidi
Und deine S-Bahn fährt eben nicht durch Bahrenfeld, weil sie in der Pampa, Bahnhof Diebsdeich Altona Nord , abbiegt. Fakt. 1 Ausrufezeichen.Und nicht von der S1. Fakt.
2 Ausrufezeichen. Sie durch einen viel zu klein dimensionierten Bahnhof fahren muss. Fakt. 3 Ausrufezeichen. Der von bis zu 5 Linien bedient wird und erhebliche Probleme, die die verspätungsanfälligen Linien aus den Citytunnel/Hbf/Dammtorlinie/Umland schon mitbringen, potenziert. Fakt. 4 Ausrufezeichen. Die S-Bahn ist nicht förderfähig. Jetzt schon erkannt. Fakt. 5 Ausrufezeichen. Es nur ein 10 min Takt geben kann. Fakt. 6 Ausrufezeichen. Wo soll die Linie für ein 5 min Takt herkommen? Wer soll das bezahlen ?
Oh doch, sie fährt durch Bahrenfeld. Schau dir mal die Stadtteilgrenzen an. Und wie schon mehrmals geschrieben, ist durchaus ein 5-Min-Takt möglich, z.B. durch S31 und S2 oder solange die S4-West nicht gebaut ist, auch mit der S4. Und den zu kleinen Bahnhof Altona Nord / Diebsteich kann man auch 2 Gleise größer bauen. Punkt.
Re: U5-Planungen
21.02.2017 10:24
Zitat
LH
Und den zu kleinen Bahnhof Altona Nord / Diebsteich kann man auch 2 Gleise größer bauen.

Nö,

weil auf der einen Seite Fern-/Regionalbahnsteige und -gleise sind, auf der anderen Seite Hochhäuser gebaut sein werden...
LH
Re: U5-Planungen
21.02.2017 14:46
Wenn man das jetzt plant, ließe sich das durchaus realisieren. Noch stehen ja keine Fern- / Regionalbahnsteige und Hochhäuser.
Re: U5-Planungen
21.02.2017 17:57
Zitat
schmidi
Zitat
Der Hanseat

Wenn ich von Landwehr nach Altona will, nehme ich auch den 25er. Die Linie fährt ja auch dahin.

Ja genau. In einem im Stau stehenden Gefährt sitzen und 40 min durch die Stadt Gondeln, statt die S1 zu nehmen. Sehr glaubhaft. Das wird der gemeine Fahrgast, außer er ist im Bahninfoforum, eben nicht machen.

Die U5 würde ja gerade alle Innenstadtbereiche abdecken. Was die S-Bahn eben nicht kann. Bei der S32 wird über Dammtor gefahren. Jungfernstieg links liegen gelassen. Diese Linie müsste zusätzlich bezahlt werden und ganz tägig nach Hbf fahren, da sie als weitere Verstärkerlinie nach Harburg nur in der HVZ benötigt wird.

Wenn die S2 genutzt wird, fährt man zwar über Jungfernstieg, lässt aber wieder Hoheluft/ Dammtor links liegen . Auch die müsste ganztägig bestellt und bezahlt werden, da sie als weitere Verstärkerlinie nach Bergedorf nur in der HVZ benötigt wird. Höherer km Preis als bei der Hochbahn nimmt die S-Bahn ja auch noch.

Die U5 deckt ebenso Jungfernstieg ab.

Das war Sarkasmus...

Die U5 ist genauso eine große Stadtrundfahrt wie der 25er, wenn auch etwas zuverlässiger... Altona & St. Pauli dürften für Lurup und den Osdorfer Born wesentlich wichtigere Ziele darstellen, als die Universität.

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Re: U5-Planungen
21.02.2017 19:54
@ schmidi, Der Hanseat

Es zeigt sich erneut, die U5 soll alle Lücken schließen. Sie bindet viele wichtige Punkte an. Aber sind die Ziele für die Fahrgäste alle gleichermaßen interessant? Es ist schon ungewöhnlich, dass der Westen über Lokstedt angebunden wird und nicht über St. Pauli und Altona.
Der Mix aus Radiale und Querspange macht die U5 so kurios. Die heutigen Nutzer der Zubringerbusse werden m. E. dann die U5 wie einen besseren Bus zur S-Bahn betrachten. Aber das scheint man aufgrund der engen Wirtschaftlichkeitsmaßstäbe des GVFG hinzunehmen.
Bloß keine S-Bahn, da sie Mehrkosten verursacht. Die Verantwortlichen geben es ja selber zu: Die städtebauliche Betrachtung führt zu wesentlich besseren Ergebnissen als diese reine Amortisierungslogik im Hinblick auf die Bundeszuschüsse. Wenn man nicht das geforderte Fahrgastaufkommen erreicht, weicht man auf eine Lösung aus, die die Baukosten durch kürzere Trassen bzw. Verminderung der Stationenzahl reduziert, auch wenn man dann bestimmte Wohngebiete umgeht. Hauptsache am Ende springt ein Plus bei der Kosten-Nutzen-Analyse heraus.

Nicht auszudenken, dass uns gerade diese Art "Geiz-ist-geil"-Kalkulation diesen seit Jahren schleppenden Schnellbahnausbau gebracht hat.
Der U-Bahn-Boom in Hamburg wurde seinerzeit von der Stadt alleine gestemmt. Das funktionierte in der Folgezeit nicht mehr, da in den 70er Jahren eine hohe Verschuldung entstanden war. Die Bundesmittel gibt es erst seit jener Zeit; aber diese nötigen Hilfen sind an strenge Auflagen gebunden.
Re: U5-Planungen
21.02.2017 20:56
Gibt es eigentlich einen sinnvolle Linienführung (egal ob S32 oder U5), wenn man auch noch Schenefeld anbinden möchte?
Lurup -> Osdorf -> Schenefeld scheint mir ähnlich schlangenförmig wie die Planungen in Steilshop.

Man müsste wohl schon auf der Höhe Lüttkamp / Lurup Center weiter nach Westen zum Born und könnte dann leicht nach Norden bis Schenefeld. Die Ecke Luruper Hauptstraße / Fahrenort würde man dann aber auslassen. Das dürfte den Lurupern nicht gefallen.

So, wie die Planungen jetzt aussehen (Osdorf von Norden kommend anfahren), sehe ich da gar keine sinnvolle Fortsetzung. Oder ist eine Verlängerung bis zum EEZ denkbar?
LH
Re: U5-Planungen
21.02.2017 21:51
Zitat
MisterX
Gibt es eigentlich einen sinnvolle Linienführung (egal ob S32 oder U5), wenn man auch noch Schenefeld anbinden möchte?
Man müsste wohl schon auf der Höhe Lüttkamp / Lurup Center weiter nach Westen zum Born und könnte dann leicht nach Norden bis Schenefeld. Die Ecke Luruper Hauptstraße / Fahrenort würde man dann aber auslassen. Das dürfte den Lurupern nicht gefallen.
Das wäre in der Tat eine Möglichkeit - Linkskurve nach dem Eckoffplatz, im Schildvortrieb gen Osdorfer Born, dort Haltestelle in Ost-West-Richtung, dann weiter nach Schenefeld-Mitte. Das wäre relativ direkt. Dass Die Ecke Luruper Hauptstraße / Fahrenort nicht angebunden wird, wäre dann so - an der Stelle war in der bisherigen Netzkonzeption (bis die U5 aufkam) eh keine Schnellbahn geplant (und ich bin mir nicht sicher, ob da bei der U5 überhaupt ein Bahnhof hinkommt, wenn man in Steilshoop schon "geizig" ist und auf einen dortigen zweiten Bahnhof verzichtet).

Zweite Möglichkeit wäre eine Gabelung am Eckoffplatz - aber das macht betrieblich nicht viel Sinn bzw. würde dann wohl abends in Pendelverkehr Schenefeld - Eckoffplatz enden.
Re: U5-Planungen
22.02.2017 05:20
Zitat
Jan Gnoth
Zitat
Computerfreak
Hier verstehe ich nicht, warum man die röhren am HBF nun so gar nicht ntzen kann. Geht man von ursprünglich geplanten Richtungsbetrieb in den Linienbetrieb über (südliche Röhren U2/U4, nördliche Röhren U5, dann dürfte auch ohne Alsterzentrum und Abbbruch irgendwelcher Gebäude ein Erreichen dieses Bauwerkes möglich sein.

Die Röhren am Hauptbahnhof-Nord sind ohne Abbruch der umliegenden Gebäude nicht zu erreichen und ohne Alsterzentrum sollen diese Gebäude nicht mehr abgebrochen werden, weil dieses zu starken Anwohnerprotesten führen würde, was nicht gewünscht wird. Die Zeiten, in denen solche tollkühnen Wirtschaftswunderprojekte in der Bevölkerung auf breite Akzeptanz gestoßen sind, sind längst vorbei.

Das hast du hier schon öfters geschrieben, aber nicht hinreichend erklärt warum das so ist. Vor allem ging es dabei immer um die Überwerfung der U2/U4 Gleise, welche ja nach meinem Vorschlag entfiele.
Der umzugestaltende Bereich für den Linienbetrieb im HBF Nord, dürfte direkt unter dem Heidi-Kabel-Platz sein. Nach der Umgeschaltung könnte dort Start-oder Zielschacht vor den nördliche Röhren für den U5-Tunnel-Bohrer sein.

Was GENAU muss da an HÄUSERN abgerissen werden?
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