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Umbau S Sternschanze
geschrieben von Claus_ 
Da wäre die Herstellung der Barrierefreiheit vordringlicher (zumindest für mich).

Wenn ich in die Schanze will, muss ich zum Schlump und dann durch den Park laufen oder umständlich mit der S-Bahn dorthin fahren.
Zitat
Mathias
Zitat
bukowski
*) Nur Sche..e, daß seine Superplaner es nicht hinbekommen haben (bzw. wohl eher nicht konnten), einen direkten Zugang von U-Bahnsteig zur Straße Sternschanze zu realisieren. Damit wären wenigstens die zum Teil grotesken Zustände auf der einzigen schmalen U-Bahntreppe etwas entzerrt worden; nicht jeder will zur oder kommt von der S-Bahn.

Ich bin sicher, ein paar Leitern hätten auf dem Bahnsteig noch Platz gefunden, um dann direkt zur Straße hoch zu kommen. Bei Treppen hingegen bin ich wie Ingo sehr sehr skeptisch... Dazu hätte es wohl doch einen umfangreichen Umbau des Bahnsteigs geben müssen, der nicht im laufenden Betrieb gemacht werden kann.


Bauraum für eine Treppe

Auf dem Bahnsteig findet dieses etwa 2m breite, 6m lange Bauwerk Platz:
[upload.wikimedia.org]

und

[commons.wikimedia.org]

Gehe davon aus, daß sich darin technische Einrichtungen befinden (und hoffentlich nicht einfach eine Abstellkammer für Besen & co ist...).
Diese ließen sich mit Sicherheit auch insgesamt teilweise oberirdisch und teilweise unterhalb einer Treppe unterbringen, bzw. an einen Treppenlauf anschließen.
Einen Lift bis zur Straßenoberfläche kann man sicherlich ebenfalls unterbringen.

Ach ja, daß Deckengewölbe müßte dann mittels einer Ersatzkonstruktion abgelastet werden. Aber dazu muß man Ahnung vom Bauingenieurwesen haben.
Und wenn nicht schon hier im Forum (sind ja Laien -siehe Leitervorschlag- hier), dann wenigstens bei Stadt und Hochbahn. Aber da ist Fehlanzeige.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.12.2015 14:34 von bukowski.
Warum sollte man Geld in den Umbau investieren, wenn man bereits weiß, dass dieser Bahnhof in der Form keine Zukunft mehr hat?
Wie lautet denn die Definition von Zukunft im Rahmen des Hamburger ÖPNVs?

Vor allem welcher Zeithorizont gilt dafür; 10, 25 oder 75 Jahre?

Und warum dann der mehr als einjährige Umbau für nur einen Durchgang zu diesem Zeitpunkt?

Und der vorherige Umbau der Straßenoberfläche?

Fazit:
Beide Maßnahmen im direkten Umfeld zu beiden Stationen haben nicht einen Millimeter(!) Veränderung = Verbesserung zur Erschließungssituation der Stationen zur Folge gehabt.
Die Baumaßnahmen hatten im Grunde nichts mit S- & U-Bahn zu tun.


Davon ab:
Die Situation kann durch den Bau eines direkten Zugangs zur U-Bahn entspannt werden.

Das gilt übrigens für viele weitere Stationen im spärlichen HHV-Netz.
Aber mit zweiten Zugängen hat man es in Hamburg nicht so - man mutet den Leuten lieber Gewaltmärsche oder Tokioter Verhältnisse auf der einzigen Treppe oder ungleichmäßige Fahrgastverteilungen in den Waggons zu...
Nach deiner Kritik habe ich mir die Situation noch mal genauer angeschaut - und bin nach wie vor der Überzeugung, daß ein zweiter Ausgang zum einen baulich kaum machbar ist, und zum anderen 0,0 zusätzliche Erschließungswirkung hätte. Der Bahnsteig liegt nördlich der Verbindungsbahn unter dem Schanzenpark - der ein deutlich erhöhtes Geländeniveau ausweist. Um an dem von Dir angegebenen Punkt einen Ausgang zu bauen, muß man ungefähr 10m nach oben graben, um dann direkt neben dem Mövenpick-Hotel rauskommen. Zwar mit schöner Aussicht über den Park, aber mehr auch nicht. Man ist ein Tick näher an den Sportplätzen auf der Nordseite, aber einen kürzeren Weg hat dadurch keiner. Von der Schröderstiftstraße mag es 5m kürzer sein, aber das wird durch den vorher notwendigen Anstieg und den dann folgenden langen Treppen mehr als ausgeglichen.
Fazit: Riesenaufwand, Null Ergebnis - wenn da pro Tag mehr als 5 Personen hoch und runtergehen, wäre das schon viel.

Die Anlage der Station ist schon 1903 beim Bau der S-Bahn-Station so geplant worden, damals waren kurze Umsteigewege offensichtlich kein Ziel. Um jetzt eine Verbesserung zu erreichen, muß wirklich die komplette Station verschoben werden - ohne Olympia völlig illusorisch.
@Mathias:

Du liegst falsch (im wahrsten Sinne).
Zu Beginn des Bahnsteigs befindet sich ein Oberlicht, den man sehr gut an der Straße direkt neben dem alten Zugangsgebäude erkennen kann. Danach folgen noch etwa 15m bis zur Parktreppe am Wendekreisel. Von Hotel, Schröderstiftstraße & co redet kein Mensch.

Die günstigen baulichen Bedingungen (ausreichende Breite) befinden sich in der ersten Hälfte des Bahnsteigs.
Eine Treppe/Lift wäre in diesem Bereich an die Straßenoberfläche bzw. den Bürgersteig zu führen. D.h. noch BEVOR der Park beginnt.

Daß mit der erhofften Wirkung ließe sich nur mit Fahrgastzählungen ausreichend genau prognostizieren: Wie viele wollen zur S-Bahn, wie viel kommen von der S-Bahn?
Ich behaupte, daß es sich um deutlich mehr als nur 5 Personen je U-Bahnzug handelt.
So gesehen ist deine Einschätzung "Riesenaufwand, Null Ergebnis" etwa genauso aussagekräftig wie die meinige.
Aber sie ist typisch "geht doch auch so"...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.2015 12:03 von bukowski.
Der Bahnsteig beginnt unterirdisch dort, wo oben die Treppen enden. Das Bahnsteighäusschen, daß Du für die Treppen abreißen willst, ist ein deutliches Stück dahinter. Wenn man die Treppe Richtung Süden baut, könnte man von dort direkt auf der Straße enden - vis-a-vis der momentan genutzten Treppe. Wo soll da die Erschließungswirkung sein? Richtung Norden hingegen kommst Du in den Park hinein.
Aber offensichtlich geht es Dir darum, daß Dir die Treppe selbst zu voll ist. Das ist natürlich nicht schön - aber zum einen auch an anderen Stationen der Normalfall (steig mal morgens Stephansplatz aus...), zum anderen nicht in der Form störend, als das es die Investition in eine weitere Treppenanlage ohne jede Erschließungsfunktion rechtfertigt.
Ich nutze die Station regelmäßig, um zum HSV zu kommen - eine Fahrt, wo logischerweise sehr viele von der U-Bahn zur S-Bahn (oder umgekehrt) wollen. Und eigentlich ist der Andrang dort echt kein Drama - kein Vergleich beispielsweise mit dem Einstieg in Eidelstedt, wo seit Bau des Fahrstuhls die Treppe dem Andrang nicht ansatzweise gewachsen ist. Wenn du das mal mitgemacht hast, dann weißt du, was "zu schmal" bedeutet! Sternschanze ist es definitiv nicht.
Ich sehe das genauso wie Mathias, daß man den U-Bahnhof Sternschanze wohl mehr oder weniger neu aufbauen möchte, wenn man da eine wesentliche Verbesserung der Umsteigesituation erreichen möchte. Der Bahnsteig müßte auf jeden Fall mindestens 20m nach Süden verlegt werden - besser wäre zudem eine Verlegung/Verschwenkung nach Westen, damit man auch wirklich unter und nicht neben der S-Bahn liegt. Das käme aber einem Neubau der Station gleich (weswegen die Olympiaplanung in diesem Zusammenhang ja auch von einem "grundlegenden Umbau" sprach).

Wünschenswert wäre das sicherlich (schließlich ist das westlich der Innenstadt einer von nur zwei Punkten, an denen man zwischen U- und S-Bahn umsteigen kann, und der wesentlich Wichtigere der beiden), ich ärgere mich ja auch regelmäßig über den unkomfortablen Umstieg dort. Aber billig wäre das nicht zu haben.

Gibt es eigentlich schon einen Termin, wann man da wieder halbwegs normal wird umsteigen können? Der Tunnel ist jetzt ja offen, aber die Verbindung zur U-Bahn ist immer noch dicht, und die Rolltreppe natürlich ebenfalls außer Betrieb. Wie sollte es auch sonst sein bei der S-Bahn ... ?

Gruß
Kasi Mir
Zitat
Mathias
Aber offensichtlich geht es Dir darum, daß Dir die Treppe selbst zu voll ist. Das ist natürlich nicht schön - aber zum einen auch an anderen Stationen der Normalfall (steig mal morgens Stephansplatz aus...), zum anderen nicht in der Form störend, als das es die Investition in eine weitere Treppenanlage ohne jede Erschließungsfunktion rechtfertigt.

Die sinnvollste Ausgestaltung sind Zugangswege an jeweils beiden Bahnsteigenden. Damit hat man im Normalfall die effektivste Erschließung einer Station gewährleistet.
Diese Lösung ist für die U-Bahn Sternschanze aus genannten Gründen nicht praktikabel, richtig.

Mir geht es, wie du schon erkannt hast, um die Entzerrung der Fahrgastströme, die teilweise grotesk sind. Daß es da schlimmere Stationen gibt macht es natürlich nicht besser.
Und wie Kasi Mir schon richtig erkannt hat, ist es die eine von nur zwei(!) westlichen Umsteigerelationen zwischen den beiden Schnellbahnsystemen, die Hamburg hat.
Folglich sollte es kein Tabu sein, die fast hundert Jahre alte Situation zu modernisieren.

Wann und ob ein (völlig notwendiger) Komplettumbau kommt, weiß kein Mensch. In Hamburg wahrscheinlich jahrzehntelang nicht.
Daher ist es jetzt anzugehen.

Wir reden ja auch nur darüber, weil bis dato in den vergangenen zwei Jahren das direkte Umfeld umgebaut wurde, aber eben nichts verbesserungswürdiges für die U-Bahnfahrgäste...

Also: Alles wie gehabt :-)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.12.2015 15:00 von bukowski.
Moin!

Seit der offiziellen Einweihung ist nur noch eins passiert, der Hinweis auf die defekte Rolltreppe wurde aufgehängt. Die Eröffnung kam wohl zu überraschend, um die Treppe zu testen und zu überholen.

Vor dem Umbau kam man trocken von der S zur U-Bahn, heute ist das wohl nicht mehr nötig. Ein durchgehendes Dach hätte wohl nicht so gut ausgesehen.

Gruß, Philip


Seit 2,5 Monaten ist die Rolltreppe immer noch unbrauchbar. Also eigentlich seit 17,5 Monaten. Davon 15 mit Ankündigung, wann sie wieder hätte brauchbar werden müssen.

Naja.
Der Hinweis auf die defekte Rolltreppe muß wohl bald ausgetauscht werden - er hat unter der Witterung ziemlich gelitten.

Außerdem finde ich es sehr fahrgastunfreundlich^^, daß sich am unteren Treppenzugang kein derartiges Hinweisschild befindet.
Gerade dort würde man ja eher eines brauchen... (die Rolltreppe meine ich).

Warum bestellt man für die neue S-Bahngeneration eigentlich nicht einfach offene Wagen? Wäre doch billiger?
Einfach das Lastenheft auf die Hamburger Bedürfnisse Anforderungen anpassen.

Oder warum schafft man nicht einfach die ganze S-Bahn ab, demontiert die Gleise, baut Weichen und Bahnhöfe zurück, und widmet die Bahntrassen in "Hamburger-Fußschnellwege" um?

Europas modernstes Fußwegenetz!

Reicht völlig aus, die Verbesserung für Netz und Fahrgast bis 2050 umzusetzen.
Daß vorher etwas passiert ist in Hamburg illusorisch, und wird von der Bevölkerung auch gar nicht erwartet (siehe auch Forum hier - und das sind noch die interessierten Leute!)
Moin!
Zitat
bukowski
Außerdem finde ich es sehr fahrgastunfreundlich^^, daß sich am unteren Treppenzugang kein derartiges Hinweisschild befindet.
Gerade dort würde man ja eher eines brauchen... (die Rolltreppe meine ich).

Ursprünglich hing da auch eins.
Das Verschwinden dieses Schilds ist aber auch das einzige, was sich seit der offiziellen Eröffnung getan hat.

Gruß, Philip
Inzwischen ist übrigens der neu gebaute Übergang von der U- zur S-Bahn freigegeben worden, so daß man nicht mehr um das U-"Bahnhofsgebäude" herumlaufen muß. Man muß natürlich Trotzdem durchs Freie laufen, da der Bereich nicht überdacht wurde. Und die Rolltreppe bei der S-Bahn sammelt weiter Müll...

Gruß
Kasi Mir
Und sieht es so aus, als würde man dort noch eine Überdachung hinbauen?
Für mich nicht - das hätte man ja auch schon während des Umbaus machen können. Ich kenne jedenfalls keine entsprechenden Pläne.

Gruß
Kasi Mir
Ja, das ist alles.

Immerhin haben sie das für die provisorische Holztreppe zu lange vorhandene S-Bahnsteigdach über ein Jahr zwischendeponiert und wieder eingebaut.
Nur im Übergangsbereich wird das wohl nichts:
"No roof, no cry" würde ich sagen...

Aber der arme Crobaq(?)-Bäcker muss immer noch im Container verweilen, da das Ladenlokal noch nicht fertig scheint.
Der Container bringt aber bestimmt auch Mieteinnahmen... blöd nur, daß alle Fahrgäste am Container vorbeirennen grad.

Und das Unwichtigste zuletzt:
Auch bis zum 31.03.2016 stellt sich die (vor der "Modernisierungsmaßnahme" auch nur sporadisch, aber immerhin manchmal funktionierende) Rolltreppe als bautechnisch höchstgradigst anspruchsvolle elektromechanische Installation im Bereich der Bahnsteigerschließung heraus.

Morgen darf man dann Aprilscherz sagen?
INW
Re: Umbau S Sternschanze
31.03.2016 22:16
Zitat
bukowski
Und das Unwichtigste zuletzt:
Auch bis zum 31.03.2016 stellt sich die (vor der "Modernisierungsmaßnahme" auch nur sporadisch, aber immerhin manchmal funktionierende) Rolltreppe als bautechnisch höchstgradigst anspruchsvolle elektromechanische Installation im Bereich der Bahnsteigerschließung heraus.

Morgen darf man dann Aprilscherz sagen?

Am Karsonnabend stand an der Rolltreppe was von Wasserschaden.
Wiederinbetriebnahme... irgendwann... wir informieren Sie.

Gruß Ingo
Re: Umbau S Sternschanze
01.04.2016 10:47
Die Rolltreppe ist natürlich auch heute außer Betrieb. Außerdem sind dort seit Ewigkeiten keinerlei Aktivitäten erkennbar, außer dass das Ding komplett vermüllt und zudreckt.

Beim Stichwort Rolltreppe: Wäre es eigentlich wirklich zu viel verlangt gewesen, an der neu eingerichteten Treppe zur U-Bahn ebenfalls eine Fahrtreppe zu errichten? Aber für einen sehr wichtigen Umsteigestrom im Schnellbahnnetz wahrscheinlich zu viel verlangt. Genauso wie die 90 Grad-Treppe am Jungfernstieg von U1 zur S-Bahn für die Anforderungen perfekt ausgelegt ist. Ist also in der Umsetzung konsequent ...

Bei den hochfliegenden Mrd-Träumen vom Netzausbau wundert man sich echt über diese Sparbrötchenmentalität im Detail.
Zitat
M2204
Wäre es eigentlich wirklich zu viel verlangt gewesen, an der neu eingerichteten Treppe zur U-Bahn ebenfalls eine Fahrtreppe zu errichten?

Ich vermute, das ist aus Platzgründen ebenso schwierig wie ein Aufzug.
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