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Sammelthread Störungen S-Bahn [2]
geschrieben von Forummaster Hamburg 
Bin mit meinem Diesel nach Neugraben. Ab hier wird wenigstens gefahren. Fantasy-Fahrplan, aber egal. Aber 2 Euro Parkgebühren werden dann auch noch von mir verlangt.

Und dann die Diskussion über Dieselfahrverbote. Vielleicht sollte der ÖPNV erst einmal so zuverlässig gemacht werden wie PKW-Verkehr.
Hallo,

der NDR schreibt dazu:

Behinderungen im S- und U-Bahnverkehr

Fahrgäste der Hamburger S- und U-Bahn müssen sich am Mittwoch auf Behinderungen einstellen. Laut Hochbahn gibt es Probleme auf Teilabschnitten der U1 wegen Weichenstörungen. Bei der S-Bahn gibt es im gesamten Netz Verspätungen. Die S2 fällt komplett aus. Bei älteren Zügen sind die Bremsen nicht auf die extreme Kälte ausgerichtet und können daher nicht fahren. | Sendedatum NDR 90,3: 28.02.2018 09:00

[www.ndr.de]
Dieser Thread, wie auch der U-Bahn-Störungen-Thread nebenan, zeigt doch sehr schön, dass man, anstatt alberne Diskussionen um kostenlosen ÖPNV zu führen, zuallererst endlich mal enorme Summen in die eigentliche Infrastruktur inverstieren sollte. Da gehört das Geld hin.
Ich gehöre ja nun wirklich nicht zu den Alles-ist-schlecht-Miesepampeln, aber mittlerweile hat man ja mehr als nur den Eindruck dass die Bahn so gar kein Wetter mehr kann. Ein paar Tage Frost, und schon klappt nichts mehr, Geschwindigkeitsreduzierungen schon bei der bloßen Ankündigung von Sturm, Informationsmangel bei Störungen, daS ist alles nicht mehr schön.
Zitat

Bei älteren Zügen sind die Bremsen nicht auf die extreme Kälte ausgerichtet und können daher nicht fahren.

Von welcher Baureihe ist denn die Rede? Geht das "geeier" jetzt so weiter? Was wohl die S-Bahn machen würde wenn es nochmal zu so Schneemassen wie 1979 kommen würde. Ich meine die Temperaturen zur Zeit sind ja für die Jahreszeit nicht wirklich extrem außergewöhnlich.
Immer noch kalt. Und wieder fährt die S-Bahn nicht von Neu Wulmstorf nach Neugraben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2018 08:23 von Neu Wulmstorf.
Zitat
Kirk
Zitat

Bei älteren Zügen sind die Bremsen nicht auf die extreme Kälte ausgerichtet und können daher nicht fahren.

Von welcher Baureihe ist denn die Rede? Geht das "geeier" jetzt so weiter? Was wohl die S-Bahn machen würde wenn es nochmal zu so Schneemassen wie 1979 kommen würde. Ich meine die Temperaturen zur Zeit sind ja für die Jahreszeit nicht wirklich extrem außergewöhnlich.

Wüßte ich auch mal gerne.
Flashback in die 90er! Nehmen wir die Winter 90/91, 95/96 und 96/97. Diese waren extrem kalt (-10 bis -25°C). Aber Weichenstörungen? S2-Ausfall? Wo denn?
Auf der S2 fuhren die 471er, und sie fuhren. Egal ob -20°C, 0°C, +5°C, bei Regen, Schnee, Eis - sie fuhren ohne Mätzchen. Ich kann mich an keinerlei Ausfälle erinnern. Die heutige Technik ist zwar toll, aber kracht bei drei Schneeflocken zusammen...
Okay, Situationen wie 1978 oder Anfang 1987 sind extrem, hatte man da nicht S-Bahnen mit 218er verstärkt, weil die Stromschienen vereist waren?
Irgendwer meinte mal: "Wir können keinen Winter mehr." Wo er recht hat...

***
Busbeschleunigungsprogramm - mit Vollgas und 20-Sitzplatz-Gelenkbussen ins Chaos.
Die S2 fällt weiter komplett aus.

Nach der eindrucksvollen Vorführung in dieser Woche kann man nur hoffen, dass während der Sperrung des City-Tunnels die Temperaturen über 0 Grad bleiben...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2018 09:07 von Herbert.
Auf der S3 heute mal wieder komplettes Versagen. S3 mal verspätet wegen einer Bahnübergangstörung. die Ansage verwies auf die ZZA, die - getreu der Verarsche der S-Bahn bei Verstpätungen - natürlich keine Zeit anzeigten. Nach einiger Zeit kam dann eine S31 die natürlich hoffnungslos überfüllt war. Es wurde auf die nachfolgende, verspätete S3 verwiesen, die 10min später eintreffen sollte und ein Kurzzug war.

Unfassbar, seit über 10 Jahren (!) schafft die S-Bahn es nicht die ständigen Probleme auf dem Wechselstromabschnitt in den Griff zu bekommen und auf der S3 akzeptable Zustände zu schaffen. Da werden auch keine Langzüge helfen, da auch diese direkt von den ständigen Kapriolen auf der S3 betroffen sein werden und wahrscheinlich aus Zeitgrünen kein Stärken und Schwächen möglich sein wird. Mit der S32 können wenigstens die Fahrgäste ab Harburg Rathaus in die Innenstadt fahren, die nun nicht mir in die überfüllten Züge passen.
Und statt aus diesem Versagen zu lernen wird die S4 auch komplett als 2-System-S-Bahn geplannt statt wenigstens bis Rahlstedt an der Stromschiene zu bleiben und so immerhin bis dort einen halbwegs stabilen Betrieb sicherstellen zu können.
Zitat
NWT47
Unfassbar, seit über 10 Jahren (!) schafft die S-Bahn es nicht die ständigen Probleme auf dem Wechselstromabschnitt in den Griff zu bekommen und auf der S3 akzeptable Zustände zu schaffen. Da werden auch keine Langzüge helfen, da auch diese direkt von den ständigen Kapriolen auf der S3 betroffen sein werden und wahrscheinlich aus Zeitgrünen kein Stärken und Schwächen möglich sein wird. Mit der S32 können wenigstens die Fahrgäste ab Harburg Rathaus in die Innenstadt fahren, die nun nicht mir in die überfüllten Züge passen.
Und statt aus diesem Versagen zu lernen wird die S4 auch komplett als 2-System-S-Bahn geplannt statt wenigstens bis Rahlstedt an der Stromschiene zu bleiben und so immerhin bis dort einen halbwegs stabilen Betrieb sicherstellen zu können.

Ich wurde heute zum Glück bis Neugraben im Auto mitgenommen, da ich eine wichtige Klausur hatte. Hat ab Neugraben auch funktioniert, S31 fuhr fast pünktlich.

Der Gedanke mit der S4 kam mir letztens auch schon. Die Zweisystemtechnik wird nie schneefest werden. Und der Mischbetrieb sorgt das ganze Jahr über für Probleme. Eigentlich ist es Quatsch, die S4 mit Oberleitung zu betreiben. Bis Bargteheide soll es keine Bahnübergänge und eigene Gleise geben. Bis Bad Oldesloe ist eher eine Regionalbahnstrecke, und mehr als ein Stundentakt ist auch in der HVZ nicht geplant soweit ich weiß.
Also wäre es doch sinnvoll, die S4 nur bis Bargteheide zu bauen, für Bad Oldesloe und Kupfermühle reicht der RE, es können ja ggf. Verstärker bis Ahrensburg fahren. Die Zuverlässigkeit des S-Bahn-Netztes würde dadurch stark verbessert vermute ich. Bleibt das Problem der Geschwindigkeit, angeblich sind nur 100 km/h an der Stromschiene möglich. Ich wage das zu bezweifeln, in anderen Ländern fährt man schneller, und die letzten Versuche in Deutschland waren vor über 80 Jahren in Berlin. Ich behaupte, der 490.2 ist nur softwaremäßig begrenzt und könnte 140 an der Stromschiene erreichen, sofern die Unterwerke stark genug sind. Theoretisch könnte das doch auf langen geraden Strecken (Elbgaustraße - Pinneberg z. B.) in der nächtlichen Betriebspause getestet werden, sofern die Geschwindigkeit dort fahrbar ist.
Oder übersehe ich etwas?
Zitat
BÜ Liliencronstraße
Theoretisch könnte das doch auf langen geraden Strecken (Elbgaustraße - Pinneberg z. B.) in der nächtlichen Betriebspause getestet werden, sofern die Geschwindigkeit dort fahrbar ist.
Oder übersehe ich etwas?

Den fehlenden Willen, diese Grenze aufzulösen. Ich denke mal, dass die 100 km/h-Grenze schlicht mit den vorhandenen technischen Komponenten/Standards fix ist.

Die generelle Notwendigkeit darüber hinaus zu gehen, gibt es aktuell nicht, da hier die Wechselstromtechnik greift – die ja auch technische Vorteile bei der Gestaltung der Infrastruktur hat. Der Rest wird unter Projekt "Verbesserung der Wintertauglichkeit" – sprich Wartung – abgebucht.

EDIT: Ich wollte heute einen Werkstatttermin machen, weil mein Auto aktuell ein kleines Wehwehchen hat, no Chance - nicht mal Manpower in der Werkstatt zur Eingrenzung. Alle draußen zur Störungsbehebung.

Sprich: Die aktuelle Witterung führt auch im Straßenverkehr zu argen Problemen, die aber nicht so auffallen, weil das Auto eben alleine auf dem Parkplatz steht. Und nicht eines von dutzenden hintereinander auf einem Schienenpaar. Hilft zwar nicht, aber faktum ist auch, unsere Infrastruktur ist nicht auf Sibirien ausgelegt.


Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2018 14:55 von Jan Borchers.
Zitat
Jan Borchers
Den fehlenden Willen, diese Grenze aufzulösen. Ich denke mal, dass die 100 km/h-Grenze schlicht mit den vorhandenen technischen Komponenten/Standards fix ist.

Moin
Die 472/1 hatten eine Zulassung für 120 Km/h.

Ob sie aber gefahren wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die 472er hatten nur eine Zulassung bis 100Km/h!!!
Zitat
S-Bahner
Die 472/1 hatten eine Zulassung für 120 Km/h.

Ob sie aber gefahren wurde, entzieht sich meiner Kenntnis.

Davon ist mir nichts bekannt und davon sprechen keine mir bekannten Unterlagen. Wenn Du da Belege hast, her damit. Generell ist bei Stromschiene bei 100 km/h Schluss.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Dass heute wie die Tage zuvor zur Hauptverkehrszeit jeder zweite Zug in Neu Wulmstorf ausfällt, könnte die S-Bahn durchaus bei Twitter veröffentlichen.

Aber ansonsten läuft es.
Hab mal eine Frage als Leihe: Warum killt die S-Bahn eigentlich immer so schnell die S2? Ist die im Grunde so unwichtig und die Fährgastzahlen so gering das man auf sie eigentlich verzichten kann? Ich komme selber nicht aus Bergedorf aber bekomme das ja als Nutzer trotzdem mit das es bei Ansagen und Infos immer schon fast als Standard Floskel heißt "S2 fällt aus". Hat da eigentlich mal die Politik im Bezirk auf gemuckt? Gerade wenn der Grund "Wetter" heißt, weiß man doch das wir wohl noch paar Winter vor uns haben und das Thema spätestens in neun Monaten wieder entsteht.
Zitat
Kirk
Hab mal eine Frage als Leihe: Warum killt die S-Bahn eigentlich immer so schnell die S2? Ist die im Grunde so unwichtig und die Fährgastzahlen so gering das man auf sie eigentlich verzichten kann? Ich komme selber nicht aus Bergedorf aber bekomme das ja als Nutzer trotzdem mit das es bei Ansagen und Infos immer schon fast als Standard Floskel heißt "S2 fällt aus". Hat da eigentlich mal die Politik im Bezirk auf gemuckt? Gerade wenn der Grund "Wetter" heißt, weiß man doch das wir wohl noch paar Winter vor uns haben und das Thema spätestens in neun Monaten wieder entsteht.

Hat 2 Gründe denke ich.
1. ältestes Fahrzeugmaterial, deshalb häufigere Defekte
2. geringerer Bedarf gegenüber den Ästen Richtung Barmbek und Harburg
Der City Tunnel ist gesperrt und die S1/S3 fahren als S11/S31. Das ist angeblich die Abfahrten an der holstenstrasse. Stimmen natürlich hinten und vorne nicht. Ich bin dann in die S31 nach Pinneberg eingestiegen, die ja offiziell laut App garnicht da sein sollte ...


Die S2 hat zudem die geringste Nachfrage und die kürzeste Betriebszeit, da fällt für die Fahrgäste am wenigsten aus.
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Die S2 hat zudem die geringste Nachfrage und die kürzeste Betriebszeit, da fällt für die Fahrgäste am wenigsten aus.

Aber so stimmt das doch nicht. Da auf der S2 viel weniger Zuege fahren waere doch um genau diese Anzahl zu sparen auf anderen Linien nur ein Ausduennen und kein total ausfall notwending. Was zaehlt ist die durchschnittliche Nachfrage pro Zug (bzw. pro Schicht).
Zitat
christian schmidt
Aber so stimmt das doch nicht. Da auf der S2 viel weniger Zuege fahren waere doch um genau diese Anzahl zu sparen auf anderen Linien nur ein Ausduennen und kein total ausfall notwending. Was zaehlt ist die durchschnittliche Nachfrage pro Zug (bzw. pro Schicht).
Es geht oftmals ja auch darum, eine Linie "aus dem System" zu nehmen, damit die verbleibenden Linien wenigstens etwas stabiler durch den Engpass (Signarstörung, Weichenstörung, you name it) zu bringen.
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