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Mögliche Ausweitung des HVV-Gebiets
geschrieben von Wolf Tiefenseegang 
Heute in der taz:

Freie Fahrt
HVV auf Expansionskurs
Hamburg und Schleswig-Holstein wollen Verkehrsverbund für den ganzen Norden schaffen. Außerdem planen sie größtes deutsches LNG-Terminal

[taz.de]
Man darf gespannt sein, was davon übrig bleibt nachdem es durch die Mühle des Föderalismus gedreht wurde...
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Man darf gespannt sein, was davon übrig bleibt nachdem es durch die Mühle des Föderalismus gedreht wurde...

Und ob wir Glück haben und das Ergebnis, sofern es in ferner Zeit eins gibt, eventuell dann mit unseren Seniorenkarten noch beiwohnen dürfen.

Einerseits kann man natürlich sagen, dass ein Einbezug von Hannover und Bremen in den HVV wohl schon an Größenwahn grenzen würde. Andererseits könnte man nicht direkt hinter diesen Städten eine Grenze ziehen, weil auch diese Städte Pendlerströme aus Richtung Süden haben. Man müsste also dann schon komplett die heutigen Verbundgebiete von GVH und VBN mit einbeziehen, ansonsten würde man ja neue Doppelstrukturen schaffen analog zur heutigen Situation HVV/SH-Tarif. Dann könnte man Niedersachsen auch gleich komplett aufnehmen.

Wie der Verkehrsminister von Schleswig-Holstein vorschlägt, sollte sein Bundesland dann komplett dem erweiterten HVV angehören, während Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern irgendwo durch eine HVV-Außengrenze zerschnitten werden sollen. Niedersachsen hat doch gerade angefangen, ein landesweites Tarifsystem zu entwickeln, oder?

Bleibt abzuwarten, wie diese beiden Bundesländer diesen Vorschlag finden.

Und am Namen sollte es doch wohl auch nicht scheitern. Ich hätte kein Problem damit, wenn der HVV dann Norddeutscher Verkehrsverbund heißen würde, damit sich alle Eunwohner und Gebiete damit idendifizieren könnten.
Zitat
christian schmidt
Heute in der taz:

Freie Fahrt
HVV auf Expansionskurs
Hamburg und Schleswig-Holstein wollen Verkehrsverbund für den ganzen Norden schaffen. Außerdem planen sie größtes deutsches LNG-Terminal

[taz.de]

Hab ich da eigentlich in den letzten Jahren was verpaßt?

Wann hat denn die Hochbahn angekündigt, ab 2020 nur noch Erdgas-Busse einzusetzen?

Ich habe immer was von emissionsfreien Bussen gelesen...

Gruß Ingo
Zitat
Wolf Tiefenseegang
Und am Namen sollte es doch wohl auch nicht scheitern. Ich hätte kein Problem damit, wenn der HVV dann Norddeutscher Verkehrsverbund heißen würde, damit sich alle Eunwohner und Gebiete damit idendifizieren könnten.

Ich glaube eher das es andersrum ist, der HVV-Name ist wichtig und bleibt. SH könnte genauso gut den SH-Tarif etwas senken und ändern und an die Stadtgrenze ausdehnen. Für den einzelnen Fahrgast würde das null Unterschied machen, verglichen mit Ausdehnung des HVV-Tarifes.

Nun hat der HVV in SH aber einen sehr guten Ruf, deshalb ist eine Ausdehnung des HVV-Tarifes politisch ein viel besseres Signal. Und weil Wahrnehmung auch Verhalten beeinflusst kann man auch davon ausgehen dass wenn man überall in SH 'HVV' draufschreibt man mehr Fahrgäste gewinnt als wenn man den selben Tarif unter einem anderen Namen einführt.
Zitat
christian schmidt
Nun hat der HVV in SH aber einen sehr guten Ruf, deshalb ist eine Ausdehnung des HVV-Tarifes politisch ein viel besseres Signal. Und weil Wahrnehmung auch Verhalten beeinflusst kann man auch davon ausgehen dass wenn man überall in SH 'HVV' draufschreibt man mehr Fahrgäste gewinnt als wenn man den selben Tarif unter einem anderen Namen einführt.

Das Problem ist aber, dass das, was das Attraktive am HVV-Tarif ist (der recht günstige auf Hamburg ausgerichtete Tarif), bei einer großzügigen Ausweitung wohl nicht mehr funktionieren wird.

Bei Fahrten aus dem Lübecker Umland in das HVV-Gebiet kommt, je nachdem ob die Fahrt über Lübeck führt oder nicht, der HVV-, der DB- oder der SH-Tarif zur Anwendung. Durch die unterschiedliche Tarifsystematik wird im HVV-Tarif der Höchstpreis von 8,70 Euro zur Anwendung. Im SH- oder DB-Tarif kostet es, wenn es ins Hamburger Zentrum geht, knapp das Doppelte, wenn es an den westlichen oder südlichen HVV-Rand geht, liegen die Tarife beim Drei- bis Vierfachen.

Wenn man sich mal den geographischen Plan der Ringe anschaut [www.bahninfo-forum.de] und weiter spinnt, wären nur drei Ringe von Lübeck nach Kiel nicht unrealistisch. Auch hier reden wir über Preisunterschiede um den Faktor 3.

Beim derzeitigen Zuschnitt mit Hamburg als starkem Zentrum und eher dünnbesiedelten Randbereichen funktioniert das Tarifsystem noch, aber eine Ausweitung würde m.E. zwingend eher dem SH-Tarif als dem HVV-Tarif ähneln, egal wie man es nennt.
Ein echtes Ringsystem wuerde bei einer Ausweitung nach Flensburg wahrlich an seine Grenzen stossen. Aber man kann es auch abaendern, z.B. durch Zonen, die um Hamburg (und um Luebeck und Kiel) Ringe ergeben. (Haerten koennten dann durch ueberlappende Zonen abgefehdert werden, wie z.B. 101/103.) Wie deine Grafik schon zeigt, ist das HVV-Ringsystem ja selbst im suedlichen Umland gar kein Ringsystem mehr sondern eher ein Korridorsystem.
Ich hab da eine Tariffrage, zwecks Besuch in Hamburg mit Übernachtung bei Freunden in Hoisdorf.

Wenn ich das richtig sehe, gehört Hoisdorf nicht zu Hamburg vom Tarif her gesehen,
d.h. der Einzelfahrschein würde 5,20€ kosten statt 3,20€.

Dazu zwei Fragen:
-Warum gibt es in den Gemeinden außerhalb des Rings eigentlich keine Kurzstrecke?
-Die Einzelkarte zu 1,50 EUR außerhalb des Rings gilt nicht für Ahrensburg/ Hoisdorf obwohl die meiner Meinung nach näher zu Hamburg liegen als die genannten Städten mit Adendorf beginnend und Winsen endend?

Da wir zwei Personen sind, finde ich den Preisunterschied bei der 9-Uhr-Gruppenkarte Hamburg AB und 3 Ringen mit 11,80 EUR zu 18,30 EUR schon enorm.

Danke.
Zitat
micha774
-Warum gibt es in den Gemeinden außerhalb des Rings eigentlich keine Kurzstrecke?

„Warum“ ist eine schwierige Frage. Vermutlich, weil man das in der Politik damals so ausgehandelt hat. Aber es gibt dort draußen ja auch eine „kurze Strecke“, nämlich die Stadtkarte, die mit 1,50 sogar noch günstiger ist als die Kurzstrecke in Hamburg (1,60). Jede Gemeinde, die das will (und bezahlt), kann sich die holen. Geesthacht hat, Lauenburg nicht.

Zitat
micha774
-Die Einzelkarte zu 1,50 EUR außerhalb des Rings gilt nicht für Ahrensburg/ Hoisdorf obwohl die meiner Meinung nach näher zu Hamburg liegen als die genannten Städten mit Adendorf beginnend und Winsen endend?

Die Stadtkarte kann es in Ahrensburg nicht geben, weil Ahrensburg in Hamburg AB liegt. Seit Wegfall der Zahlgrenze Bf. Ahrensburg gibt es mit der Kurzstrecke aber de facto eine Stadtkarte für 1,60.

Von Großhansdorf (auch in Hamburg AB) gilt nach Hoisdorf der Nahbereich (2,20, identisch mit 2 Zonen). Nennt sich im HVV-Jargon „kleiner Grenzverkehr“. Aber Ahrensburg ist eben noch weiter weg.

Zitat
micha774
Da wir zwei Personen sind, finde ich den Preisunterschied bei der 9-Uhr-Gruppenkarte Hamburg AB und 3 Ringen mit 11,80 EUR zu 18,30 EUR schon enorm.

Das ist ärgerlich, aber politisch so gewollt. Wobei natürlich auch nicht jede Gemeinde oder Landkreis machen kann, was sie will. Wenn man in einem Verbund ist, gilt das eben für alle. Eine Möglichkeit, die eigenen Bürger besser zu stellen, ist der Zuschnitt der Tarifzonen. Man vergleiche die Größe der Zonen in PI mit denen in RZ.
Sorry das ich Ahrensburg dazuzählte. Lag daran das man den 369er an zwei Bahnhöfen erreichen kann und wir uns noch nicht einig sind wo wir einsteigen. Ahrensburg oder Großhansdorf.
Wobei der Weg vom Millerntor mit U-Bahn einfacher wäre aber man will ja mal das Abendleben Hamburgs erleben, unabhängig vom Spielausgang in St.Pauli und das wird wohl eher am Hafen und Innenstadt sein als rund um die Feldstrasse und da bietet sich dann die Regionalbahn ab Hbf an ;-)
Es wird nun noch komplizierter – Die Landkreise müssen sich auf ein Tarifmodell einigen:

[hamburg.nahverkehraktuell.de]

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Wenn die Finanzierung steht, geht der HVV auf der Schiene bis nach Cuxhaven, Rotenburg, in den Heidekreis und nach Uelzen, das wurde gestern auf der Jahrespressekonferenz des HVV bekannt gegeben. Weitere Themen:

[hamburg.nahverkehraktuell.de]

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.2017 12:50 von Der Hanseat.
Lüneburg ist bereits im HVV.
Außerdem können Zeitkarten-Besitzer doch im Ring E auch schon bis nach Schneverdingen und Soltau fahren, also bis in den Heidekreis.
@ullistein Danke, Uelzen ist gemeint

@VBB/HVV Und mehr Stationen im Heidekreis gibt es nicht? ;-)

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Doch, natürlich. Falls es dann wirklich eine vollständige Integration wird habe ich nichts gesagt.
[www.cn-online.de]

Der Kreistag gab am Mittwochnachmittag grünes Licht für die Ausdehnung des Tarifsystems des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) entlang der Bahnstrecke Cuxhaven-Hechthausen. Voraussichtlich geschieht dies zum Fahrplanwechsel 2018/2019.
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