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Außergewöhnliches im Hamburger Schnellbahnsystem, Teil 3
geschrieben von Forummaster Hamburg 
Zitat

Der U3 Zug fuhr pünktlich ab Farmsen. Ich bin also vorher eingestiegen .

Aber das ist dann doch ein Verstärker? Oder war das um kurz nach 6 schon?!

Zitat

Der U3 Zug war nur aus Farmsen gefühlt.

Gefühlt oder gefüllt?

Zitat

Nun kamen die U1 Fahrgäste hinzu und standen schon Wandsbek.

Jo, das ist üblich so.

Zitat

Und warum soll man mit Verstärkern nicht dagegen an kommen ?

Weil die Sache komplexer ist. Im Schnitt über eine Stunde dürften die Züge deutlich leerer sein als (in einzelnen Wagen) in der Spitze. Hier spielen einige Faktoren eine Rolle:

- Neigung zur Rudelbildung bei starker Nachfrage und dafür zu kurzen Aufenthaltszeiten
- Fehlende zuverlässige Information der Fahrgäste bei Rudelbildung
- Ungünstige Verteilung der Fahrgäste auf die Wagen, bspw. durch die vielen Haltestellen mit nur einem End-Ausgang und fehlende Durchgänge zwischen den Wagen
- Zu starker Überlastung einzelner Züge beitragende Policies der Hochbahn, bspw. die unbedingte Vermeidung von Sichtanschlüssen im Berufsverkehr
- Ungünstige Sperrzeit-Policies: Die 9-Uhr-Grenze für Radfahrer ist in Teilen des Netzes längst überholt, in denen die 9-Uhr-Stunde zu den 2-3 am stärksten belasteten Stunden des Tages zählt. Quetscht sich ein Radfahrer (seiner Meinung nach zurecht) rein, blockiert das Rad zuverlässig 1-2 Türspuren, sorgt damit für Verzögerungen beim Fahrgastwechsel und wir sind wieder bei der Rudelbildung. Die CC und die Talzeit-Tageskarten mit ihrer starren 9-Uhr-Grenze sorgen nach meinen Beobachtungen auch ziemlich zuverlässig für eine Überlastung einiger Züge direkt nach 9 Uhr. Wenn man damit Nachfrage steuern will, sollte die Grenze variabler gehalten- oder auf 9.30-10 Uhr verschoben werden (siehe Berlin).



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.05.2017 13:37 von Herbert.
@h_guenther:

Dass gerade im S-Bahn-Netz und besonders auf der S3 interessante Zustände herrschen: ja. Das ist auch kein Wunder, wenn man 30 % Nachfragezuwachs (insgesamt) seit 2009 praktisch ohne Angebotsausweitung fährt.
Zitat
Herbert
Auf der U3 gibt es leider häufig das alte Problem der 5: Rudelbildung. Dagegen kommt man mit Verstärkern gar nicht an.

Dem mag man nicht widersprechen, das ist aber im wesentlichen überall so. Soabld eine Verspätung reingerät warten Mengen für den nächsten Zug gleich mit und alle wollen unbedingt mit. Das ist kein auf den Verkehrsbetrieb zu reduzierendes Problem, sondern auch ein Problem des Verhaltens der Mitfahrer. Was aber auch dadurch begünstigt wird, dass sie keine sichere Pronose über den Abstand des nachfolgenden Zuges haben.

Würden diese nicht unbedingt alle in diesen einen Zug wollen, würde diese Rudelbildung deutlich entzerrt. Das wäre sicher ein Lösungsansatz für künftige Innovationen. Denn an der Sache selbst kann ein Verkehrsbetrieb kaum drehen.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Zitat
Jan Borchers
[...] Was aber auch dadurch begünstigt wird, dass sie keine sichere Pronose über den Abstand des nachfolgenden Zuges haben.[...]
Ich hoffe ja inständig, dass die neue Anzeiger-Generation dazu in der Lage ist. (Und die Werbung nicht dauernd den Countdown verschwinden lässt...)
Die jetzigen Geräte sind ja doch etwas umständlich, aber das soll wohl noch etwas dauern.

Allerdings wird die Ansage "Der nächste Zug in Richtung xy folgt in einer Minute" ja auch von der Mehrheit ignoriert.

Gruß Cedric
Zitat
Herbert
Zitat

Der U3 Zug fuhr pünktlich ab Farmsen. Ich bin also vorher eingestiegen .

Aber das ist dann doch ein Verstärker? Oder war das um kurz nach 6 schon?!


Nein , das war um acht.

Der U3 Zug ab Farmsen ist quasi Verstärker auf der U1. Ab Wandsbek-Gartenstadt fährt er Planmäßig auf Minute 1 weiter ( Planzüge ab Wandsbek-Gartenstadt auf 1 und 6 ).
Auf 4 fährt die Verstärkerfahrt. Dieser Zug fuhr früher auf 1 und jetzt wiederum als Verstärker auf 4 ( mehr Zeit zum wenden ).

Also auf 1 Planzug, auf 4 Verstärker, auf 6 Planzug, 1 usw.
Zitat
Jan Borchers
Dem mag man nicht widersprechen, das ist aber im wesentlichen überall so. Soabld eine Verspätung reingerät warten Mengen für den nächsten Zug gleich mit und alle wollen unbedingt mit. Das ist kein auf den Verkehrsbetrieb zu reduzierendes Problem, sondern auch ein Problem des Verhaltens der Mitfahrer. Was aber auch dadurch begünstigt wird, dass sie keine sichere Pronose über den Abstand des nachfolgenden Zuges haben.

Multi-Zugziel-Anzeiger (wie bei der S-Bahn und im DB Fernverkehr neuerdings) würden dies meiner Meinung nach schon entzerren. Man könnte schon fast sagen "Wissen ist Macht". Es macht sehr wohl einen Unterschied ob man nun weiß in 1min (und dann danach in 3min) kommt der nächste Zug, als das man denkt "Ok dieser Zug ist zu 99% voll, der nächste kommt aber 'erst' in 5-7min, der wird dann sicher auch mega voll sein, daher versuche ich mal hier noch reinzukommen".


Zitat
cedric30003
Zitat
Jan Borchers
[...] Was aber auch dadurch begünstigt wird, dass sie keine sichere Pronose über den Abstand des nachfolgenden Zuges haben.[...]
Ich hoffe ja inständig, dass die neue Anzeiger-Generation dazu in der Lage ist. (Und die Werbung nicht dauernd den Countdown verschwinden lässt...)
Die jetzigen Geräte sind ja doch etwas umständlich, aber das soll wohl noch etwas dauern.

Meinst du die Anzeigen der Hochbahn? Wenn ja muss ich hart wiedersprechen. Wer zur Weihnachtszeit bunte Weihnachtsmänner-, Rentiere- und Schlitten- Animationen anzeigen kann, wird ja wohl auch in der Lage sein 3 Zeilen untereinander anzuzeigen. (natürlich ggf. nicht sofort heute noch, aber man kann ja Software auch anpassen.)

Ganz nebenbei ist es für den ein oder anderen Fahrgast ebenso interessant ob z.b. bei der U1 der nächste Zug nach Großhansdorf, Ohlstedt oder doch nur bis Wandsbek-Markt fährt. Oder auch in der HVZ ob die U1 nur bis zum Stephansplatz oder doch weiter fährt. Gleiches auf der U3. Fährt der Zug auf dem Ring oder nach Wandsbek-Gartenstadt. U2/U4 analog.


Zitat
cedric30003
Allerdings wird die Ansage "Der nächste Zug in Richtung xy folgt in einer Minute" ja auch von der Mehrheit ignoriert.
Ich vermute das viele mittlerweile wissen, dass die "in 1 min" sowohl in Ansagen, als auch auf Anzeigen gerne mal 3-5min in Wirklichkeit sind.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.05.2017 18:15 von flor!an.
Zitat
flor!an
Zitat
Jan Borchers
Dem mag man nicht widersprechen, das ist aber im wesentlichen überall so. Soabld eine Verspätung reingerät warten Mengen für den nächsten Zug gleich mit und alle wollen unbedingt mit. Das ist kein auf den Verkehrsbetrieb zu reduzierendes Problem, sondern auch ein Problem des Verhaltens der Mitfahrer. Was aber auch dadurch begünstigt wird, dass sie keine sichere Pronose über den Abstand des nachfolgenden Zuges haben.

Multi-Zugziel-Anzeiger (wie bei der S-Bahn und im DB Fernverkehr neuerdings) würden dies meiner Meinung nach schon entzerren. Man könnte schon fast sagen "Wissen ist Macht". Es macht sehr wohl einen Unterschied ob man nun weiß in 1min (und dann danach in 3min) kommt der nächste Zug, als das man denkt "Ok dieser Zug ist zu 99% voll, der nächste kommt aber 'erst' in 5-7min, der wird dann sicher auch mega voll sein, daher versuche ich mal hier noch reinzukommen".

Das tun sie tatsächlich. Wenn ich morgens in Heimfeld bzw. Harburg Rathaus aussteige, steigen dort einige Fahrgäste nicht ein, sondern warten auf die S31. Da die S3 aus Stade mit Verlängern in Neugraben selten pünktlich ist (trotz großzügigem Puffer in Neugraben) folgt die S31 auch zügig.
Und dann folgt eine Lücke von 7 Minuten, in die man eigentlich gut die S32 einschieben könnte. Allerdings würde ich sie als zusätzliche S3 nach Altona fahren lassen, denn solange es keine S4 gibt ist im Tunnel ja noch Luft. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Zitat
h_guenther
Danke ben, für die Gedankenspiele

ich fahre morgens gegen 7:00 bis 7:30 von Neuwiedenthal nach Fuhlsbüttel Nord und abends ab 17:30 umgekehrt

Wer nicht aus Neugraben bis Heimfeld einen Sitzplatz hat, bekommt ihn bis Hauptbahnhof überhaupt nicht
egal ob mit der S31 ab Neugraben (6 Wagen) oder mit der S3 ab irgendwo
Bei den 9 Wagen Zügen der S3 hat man in Neuwiedenthal meist Glück in den hinteren 3 Wagen,
weil die in Neugraben zugekuppelt werden, die vorderen 6 sind aber "gut gefüllt".

Wenn die S-Bahn einen Grund dafür findet, werden dann auch gern nur 6 Wagen Züge bewegt,
am liebsten wenn zusätzlich die S31 ausfällt

Ab Heimfeld, spätestens ab Harburg Rathaus nimmt die Menge an Fahrgästen zu, die gar nicht erst einsteigen
weil sie den schlechten Atem oder den Rucksack anderer Fahrgäste nicht im Gesicht haben wollen

Regelmässig vor allem bei Betriebsstörungen nimmt die Verspätung zu, meist min. 5 Min von Hbf bis Neuwiedenthal
oder auch umgekehrt, weil erst der halbe Waggon auf den Bahsteig ausweichen muss,
die Fahrgäste, die wirklich die Haltestelle benötigen aussteigen,
dann alle anderen wieder rein

Und abends "erwische" ich nur äusserst selten einen der 9-Wagen Züge, meist nur 6 Wagen auf der S3

Das "Schieben und Stossen" geht zu späterer Stunde teilweise ab Hauptbahnhof bis nach 22:00
und reicht bis mindestens Wilhelmsburg, oft sogar bis Harburg Rathaus

Und mit einem Kinderwagen egal welcher Größe und welcher Uhrzeit wird es immer kritisch,
da muss man dann Umwege in Kauf nehmen und z.B. Dammtor / Jungfernstieg zum Umsteigen nutzen
bzw
dort hinfahren, in den Gegenzug einsteigen und zurückfahren
In ganz schweren Fällen (HSV Heimspiel am WE) ist sogar Landungsbrücken eine gute Alternative zum Richtungswechsel

Ich mache das nun über 14 Monate und würde manchmal gern auf ein Kraftfahrzeug ausweichen
eigenes oder Bus, da bleibt man aber im Strassenverkehr gern 15-40 min. hängen,
also auch keine Alternative


Und wenn man bei Twitter den "hashtag" -> "HVVStoerungen" abboniert
bekommt man mit, was für Katastrophen während meiner Arbeitszeit über die anderen armen Fahrgäste hereinbrechen
-> schadhafte Züge
-> Polizeieinsätze
-> Feuerwehreinsätze
-> fremde Person im Gleis
-> Gleisbauarbeiten
-> Betriebsstörungen aller Art

jeden Tag mindestens einer der Punkte, manchmal mehrere, manchmal der selbe Grund mehrfach

Ich gehe mittlerweile selten aus dem Haus oder aus der Firma,
ohne dort diese Katastrophenmeldungen zu sichten und eventuell den Fahrweg zu ändern

Und dann kommen noch die uneinsichtigen Fahrgäste als zusätzliche Fehlerquelle dazu
- obwohl man ungefähr den Fahrplan kennt, nachfolgende Züge vor dem Einsteigen absolut ausschliessen
- Ansage "Benutzen Sie auch den nächsten Zug" / "bitte beeilen, der Zug hat Verspätung" etc.
aber unbedingt in den völlig überfüllten Zug noch rein müssen
- Türen mit Gewalt offen halten für eine gefühlte Busladung Fahrgäste und die Ermahnungen des "Lokführers"
ignorieren sowie Bitten anderer Fahrgäste dazu mit aggressiven Antworten und Gewaltandrohung abzulehnen

schönes Wochenende

Ich bin eigentlich überzeugter Bahnfahrer, wohne in Altona und arbeite in Harburg und arbeite im Schichtdienst, aber die S3 und S31 tue ich mir nicht an, das ist der blanke Horror, da betreibe ich lieber mein Auto und bin selbst meißtens bei Stau am Elbtunnel schneller als mit der S-Bahn. Morgens vor 6:00 Uhr Richtung Harburg fahren zuwenig Züge, nach der Nachtschichtschicht ab Harburg ist es unerträglich voll und am Wochenende bin ich der einzige, der nüchtern in der Bahn sitzt, nein danke....
Ich fahre täglich von Mo-Fr von Neuwiedenthal / Harburg bis Sengelmannstraße und nutze nur noch das Auto. Fahrzeit schwankt zwischen 30min (bei freier Fahrt) und 60min (Bei extremen Stau). Mit der Bahn ist eine Fahrzeit von unter 75min nicht machbar, bei Verspätungen und verpassten Anschlüssen werden auch schnell 90+min daraus.
Diese Woche bin ich zwegen Reparaturen wieder Bahn gefahren und habe mein Auto jede Sekunde vermisst. Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Es ist überfüllt, die Luft ist sehr schlecht und der Lärmpegel ist dank der vielen Lärmschutzwende gerade zwischen Harburg und Willyburg extrem. Dazu Verspätungen noch und nöcher und eine Information, die keine ist weil sie nicht existiert.
Das heutige Chaos sorgt für einige Kuriositäten. Gerade am HBF: Ein Kurzzug 472 als S1 nach Poppenbüttel
Zwei Stunden nachdem es beendet war , zumindest nach der HVV Störungsapp, wurden die S11 und S2 eingestellt.

Obwohl ich nach langer Zeit mal wieder S-Bahn gefahren bin und in einer S11 drin saß und auch eine S2 gesehen habe. Was hat nun gestimmt?

Bestärkt mich weiterhin in meinem Entschluss meine Wohung und Arbeitsplatz an der U-Bahn zu haben um bloß nicht mit dem S-Bahnverein fahren zu müssen.
Die S11 war natürlich ein Kurzzug mit kuscheliger Füllung. Ab Holstenstrasse voll, ab Hbf grenzwertig, ab Berlinertor Ende im Gelände. Wenn ich das jeden Tag hätte.
Oh nein.

Im Abendblatt steht dazu folgendes : " Die "Verstärkerlinien" konnten nicht fahren, da nach dem Unfall auf Gleis 2 des Hauptbahnhofes am Mittag "die Züge und das Personal nicht da waren, wo sie sein sollten".

Komisch nur das die Züge seit dem Morgen in Altona bzw. In Ohlsdorf standen und ohne Probleme nach dem Unfall hätte fahren können. Und das Personal für die S2 und S11 setzt ja wohl auch erst am Nachmittag dort ein. Die Linen setzten erst ab ca. 15:00 Uhr ein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.2017 19:29 von schmidi.
Wer sagt dennn das alle Züge der S2 und S11 tagsüber in Altona stehen? Soweit ich weiss stehen aufgrund der einschränkten Kapazität in Elbgaustraße.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Sascha Behn
Wer sagt dennn das alle Züge der S2 und S11 tagsüber in Altona stehen? Soweit ich weiss stehen aufgrund der einschränkten Kapazität in Elbgaustraße.

Einige S2 stehen auf jeden Fall in Elbgaustraße. Die S11 stehen laut Fahrplan in Barmbek und Ohlsdorf, die S31 in Neugraben.
Auch die S11 steht in Elbgaustraße. Es gibt morgens und nachmittags einige Leerfahrten zwischen Altona und Elbgaustraße.

Mfg

Sascha Behn
Wo wir immer wieder über das Problem des Kuppelns in Neugraben und die dadurch entstehenden Zeitverluste sprechen: Was spricht eigentlich dagegen, den ergänzenden Kurzzug bereits am Bahnsteig stehen zu haben und mit der S3 aus Stade einfach an diesen bereitstehenden Kurzzug anzuschließen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Vorgang deutlich zeitsparender wäre, als erst mit dem vollbesetzten Zug an die Bahnsteigspitze zu fahren und dann erst den ergänzenden Kurzzug aus dem Abstellgleis zu holen. Ist nur so eine Idee...
Weil du dann ggfs. in Elbgaustraße die vorderen 3 Wagen wieder abkuppeln musst (weil kein Zweisystemer), was dort zu größeren Zeitverlusten führen würde. Wäre so ad hoc ein Gedanke, der dagegen sprechen würde.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.2017 17:59 von Alkcair.
Zitat
Arne
Wo wir immer wieder über das Problem des Kuppelns in Neugraben und die dadurch entstehenden Zeitverluste sprechen: Was spricht eigentlich dagegen, den ergänzenden Kurzzug bereits am Bahnsteig stehen zu haben und mit der S3 aus Stade einfach an diesen bereitstehenden Kurzzug anzuschließen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Vorgang deutlich zeitsparender wäre, als erst mit dem vollbesetzten Zug an die Bahnsteigspitze zu fahren und dann erst den ergänzenden Kurzzug aus dem Abstellgleis zu holen. Ist nur so eine Idee...

Neben dem was Alkcair schrieb gibt es noch zwei weitere Gründe:

1. Muss der Bahnhof für ein Einfahren in besetzte Gleise signaltechnisch eingerichtet sein. Das ist bei der Hamburger S-Bahn bisher nur Ohlsdorf. (Empfehlenswert wäre wenn es auch in Eidelstedt ginge, da wird man es mal gebrauchen können.) In Negraben ist das nicht der Fall. Somit dürfen nur leere Züge in besetzte Gleise einfahren (Rangierfahrt).

2. Müssten Rollstuhlfahrer, die immer an der Spitze des Zuges fahren müssen (wg. Tf für Einstiegshilfe) dann jedesmal umsteigen. Ein wunder, warum man bei der S1 nicht allein aus diesem Grunde den Poppenbüttler Zugteil als den vorderen nimmt. Zum Airport fahren vermutlich deutlich weniger Rollis, als nach Poppenbüttel (Altenheime und mehr Stationen).

Im übrigen fände ich es nicht so schön, wenn Zugbehandlungen (so nennt sich das Verstärken und Schwächen) an der Zugspitze stattfindet. Auch für den Tf gäbe es dann immer ein Zawangsumsteigen...

Das ganze würde auch wohl nur 1 Minute sparen, dafür lohnt sich das nicht. Mal so meine Meinung.
Zitat
Computerfreak
1. Muss der Bahnhof für ein Einfahren in besetzte Gleise signaltechnisch eingerichtet sein. Das ist bei der Hamburger S-Bahn bisher nur Ohlsdorf. (Empfehlenswert wäre wenn es auch in Eidelstedt ginge, da wird man es mal gebrauchen können.) In Negraben ist das nicht der Fall. Somit dürfen nur leere Züge in besetzte Gleise einfahren (Rangierfahrt).

Das wird auch in Neugraben der Fall sein. Wenn der Zugteil aus Stade/Buxtehude ein paar Minuten verspätet ist, wird nämlich in seltenen Fällen auch mal der anzukuppelnde Triebwagen "vorgelegt" und der besetzte Zug koppelt in Neugraben an. Hab ich zumindest einmal schon so erlebt.
Zitat
Computerfreak
Zitat
Arne
Neben dem was Alkcair schrieb gibt es noch zwei weitere Gründe:

1. Muss der Bahnhof für ein Einfahren in besetzte Gleise signaltechnisch eingerichtet sein. Das ist bei der Hamburger S-Bahn bisher nur Ohlsdorf. (Empfehlenswert wäre wenn es auch in Eidelstedt ginge, da wird man es mal gebrauchen können.) In Negraben ist das nicht der Fall. Somit dürfen nur leere Züge in besetzte Gleise einfahren (Rangierfahrt).

Ist das gottgegeben, oder kann man nicht das signaltechnisch so einrichten?
Zu den S11 und S2 Einsetzern:
Die S11 setzt zur Spät-HVZ in Poppenbüttel, Ohlsdorf, Altona, Blankenese und Elbgaustraße ein, die S2 -von eins/zwei Leerfahrten aus Elbgaustraße abgesehen- komplett in Altona. Nach einer Großstörung bei der viele Tf abweichend von ihrer Schichtkarte unterwegs sind, kann es passieren das für die Vorbereitung und das Einsetzen der Verstärkerzüge kein Tf vorhanden ist. Daher fällt dann unter Umständen der eine oder andere Zug der S2 und S11 aus. Selbst wenn die S2 und S11 als "ausfallend" angekündigt sind sollten die Züge ja zumindest für den nächsten Betriebstag wieder richtig stehen, deshalb sieht man auch dann den einen oder anderen Verstärker auf Strecke.

Grundsätzlich zum Verstärken und Schwächen:
Bei der S-Bahn geht beides, den zu verstärkenden Zugteil an den Bahnsteig fahren und den Planzug hinten ankuppeln oder eben mit dem Planzug an den Bahnsteig fahren und dann verstärken. Möglich machen uns das die Sv-Signale und einige fahrdienstliche Besonderheiten. Die erste Variante wird planmäßig nur in Ohlsdorf angewendet, wobei speziell für das Flügeln in Ohlsdorf wieder ein paar Besonderheiten einen schnellen Betriebsablauf ermöglichen, die die Vergleichbarkeit mit Neugraben oder Elbgaustraße erschweren. Zu beobachten ist diese Variante gelegentlich in Elbgaustraße, der Verstärker steht am Bahnsteig und der Planzug muss von Pinneberg kommend am letzten Signal vor dem Bahnsteig anhalten und darf dann bei Sv0 (Zughalt! Weiterfahrt auf Sicht) und einem von Fahrdienstleiter erteilten Fahrauftrag ins besetzte Gleis fahren und kuppeln. Bei der Fernbahn wäre für dieses Prozedere -wenn überhaupt- nur mit einem schriftlichen Befehl möglich.
Diese Variante ginge auch in Neugraben, aber: Das letzte Signal vor dem Bahnsteig steht sehr knapp hinter der Systemwechselstelle und ist immer noch gut 300m vom Bahnsteig entfernt. Eine Fahrt auf Sicht impliziert immer eine recht geringe Geschwindigkeit von höchstens 40 km/h, wobei die PZB durch die restriktive Überwachung in Neugraben größtenteils nur 20 km/h zuließe. In Neugraben dürfte es meiner Einschätzung nach schneller gehen (betrieblich einfacher ist es sowieso), wenn der Planzug erst an den Bahnsteig fährt und der Verstärker anschließend hinten kuppelt.
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