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Außergewöhnliches im Hamburger Schnellbahnsystem, Teil 3
geschrieben von Forummaster Hamburg 
Re: aahz77
21.11.2017 21:56
Zitat
christian schmidt
Und meiner Meinung nach vorallem total ueberfluessig. Als im Bus noch die Fahrer die Ansage machten, wurde nur der Name der naechsten Haltestelle angesagt ('Parkstrasse') ohne irgendwelche weitere Laermbelaestigung, und die Fagrgaeste haben es auch verstanden. Und selbst wenn man meint man muesse vor der Durchsage noch die Aufmerksamkeit erhoehen, dann sollte doch auch ein dezenter Gong-Schlag aussreichen...

Sehe ich ähnlich. Zudem wäre es wirklich multilingual, wenn einfach nur die Haltestelle angesagt wird. Aus dem Kontext (also weil man in einem beweglichen Fahrzeug unterwegs ist) sollte schon hervorgehen, dass es sich damit wohl um die Haltestelle heißt die als nächstes kommt. An besonderen Haltestellen kann man auch die "internationale Bezeichnung" (also Englisch) in anderer Stimme hinzufügen. Beispiel: "Hauptbahnhof" / "Central Station" oder (in Hamburg nicht wirklich zutreffend, da die Haltestelle Englisch benannt ist) "Flughafen" / "Airport"

Gerade für Pendler finde ich das "gequatsche" auch schon anstrengend, besonders auf der U3 "blablabla Übergang zu den Alsterfähren blablabla please exit here vor Alster Boat trips and Townhall". Selbes an den Landungsbrücken mit Hafenrundfahren bzw. Habour Boat Trips.
Im ernst: Auch wenn ich aus dem entferntesten Punkt der Welt komme und ich eine Bootsfahrt machen will, dann hab ich mich ja vorher wohl mal informiert, wo Boote fahren und mache das nicht spontan wenn/weil es in der U-Bahn angesagt wird. In Mundsburg sagt ja auch keiner "please exit here for Shoppingcenter"

Ebenso bei Störungen. Sinngemäß kommt bei der Hochbahn da ja sowas wie:
Zitat

Guten Tag, hier ist die Leitstelle der Hochbahn mit einem Hinweiß für Fahrgäste der Linie U-XY. Aufgrund eines Polizei-/Feuerwehreinsatz in der Haltestelle ABC, ist der Zugverkehr zurzeit zu zwischen den Haltestellen Haltestelle1 und Haltestelle2 gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen und Taxen ist eingerichtet. Bitte achten sie bei den Taxen auf den Hinweiß 'im Auftrag der Hochbahn'

könnte man auch mal knackig und präzise formulieren. (Gerade in Norddeutschland könnte man es auch gut mit dem Klischee der Wortkargen begründen)
Zitat

Achtung!: U-XY zwischen Haltestelle1 und Haltestelle2 gesperrt. Bitte Scheienersatzverkehr nutzen
Das ganze dann vielleicht einfach mal öfter Abspielen. Vielleicht noch mit "bis [mindestens] XY Uhr gesperrt" hinzufügen.

Und wenn ich schon am Träumen bin: Das ganze Zeitgleich (also immer wenn die Ansage kommt) auch auf den Bildschirmen innerhalb der Fahrzeuge zum mitlesen.
Sprachlich denke ich bei "Nach Elbgaustr." auch immer an den Aldi-Witz. :-)
Korrekt und daher für die Ansagen schön gefunden hätte ich ebenso "Zur Elbgaustr.", "Zum Berliner Tor", "Zum Hbf", "Nach Bergedorf".
Bei Sternschanze ist "Nach Sternschanze" seit 2008 o.k., da zum Stadtteil "aufgestuft".
Interessant wäre noch "Airport / Poppenbüttel": "Zum Airport / Nach Poppenbüttel". :-)
^^

Warum nichte einfach "Richtung XYZ". Passt sprachlich immer.
Sprachlich ist "Richtung" korrekt, inhaltlich jedoch etwas weniger eindeutig als "bis", da ein Zug, der Richtung Poppenbüttel fährt, rein vom Wortsinn auch vorher oder hinter enden könnte. Richtung xyz bedeutet nicht, dass xyz auch die Endstation ist.

Zitat
flor!an
Gerade für Pendler finde ich das "gequatsche" auch schon anstrengend, besonders auf der U3 "blablabla Übergang zu den Alsterfähren blablabla please exit here vor Alster Boat trips and Townhall". Selbes an den Landungsbrücken mit Hafenrundfahren bzw. Habour Boat Trips.

Bei der Hochbahn kommt noch hinzu, dass die Englischen Ansagen relativ grenzwertig sind, da Anke Harnack zwar eine freundliche Stimme haben mag (der nächste Zug in Richtung xyz ist leeeiiider verspätet), aber einen sehr starken deutschen Akzent. Da hat die S-Bahn vor einigen Jahren erfolgreich gegen gesteuert.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.2017 06:43 von PAD.
Re: aahz77
22.11.2017 13:57
Zitat
flor!an
Gerade für Pendler finde ich das "gequatsche" auch schon anstrengend, besonders auf der U3 "blablabla Übergang zu den Alsterfähren blablabla please exit here vor Alster Boat trips and Townhall". Selbes an den Landungsbrücken mit Hafenrundfahren bzw. Habour Boat Trips.

Am krassesten ist doch Stephansplatz.
„Nächster Halt: Stephansplatz. Übergang zum Regional- und Fernverkehr, zum Kongresszentrum sowie zum Messegelände Eingang Ost. Next stop: Stephansplatz. Please change here for regional- and long distance trains, as well as congress center, and exhibition halls entrance east.”




Zitat
VBB/HVV
In einem SEV-Bus der Linien S41/S42 hier in Berlin konnte ich neulich die vom (zugegebenermaßen aller Wahrscheinlichkeit nach muttersprachlich nicht deutschen) Fahrer getätigte Ansage 'Nächste Beusselstraße' hören. War auch mal was Anderes.

In Stockholm sagen sie auch „Nästa: [Haltestellenname]“, was dann soviel heißt wie „Nächste: [Haltestellenname]“. Vielleicht war dein Busfahrer ja Schwede.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.2017 14:13 von Langenhorner Jung.
Zitat
PAD
Sprachlich ist "Richtung" korrekt, inhaltlich jedoch etwas weniger eindeutig als "bis", da ein Zug, der Richtung Poppenbüttel fährt, rein vom Wortsinn auch vorher oder hinter enden könnte. Richtung xyz bedeutet nicht, dass xyz auch die Endstation ist.

Zitat
flor!an
Gerade für Pendler finde ich das "gequatsche" auch schon anstrengend, besonders auf der U3 "blablabla Übergang zu den Alsterfähren blablabla please exit here vor Alster Boat trips and Townhall". Selbes an den Landungsbrücken mit Hafenrundfahren bzw. Habour Boat Trips.

Bei der Hochbahn kommt noch hinzu, dass die Englischen Ansagen relativ grenzwertig sind, da Anke Harnack zwar eine freundliche Stimme haben mag (der nächste Zug in Richtung xyz ist leeeiiider verspätet), aber einen sehr starken deutschen Akzent. Da hat die S-Bahn vor einigen Jahren erfolgreich gegen gesteuert.

Noch einfacher wäre es, wenn man das "bis" nicht als einzelnes Element mit dem Endbahnhof verknüpfen würde, sondern einfach die Elemente "nach Bergedorf", "nach Neugraben" und eben "zur Elbgaustraße", "zum Berliner Tor" vollständig im System ablegen würde. Dann wäre es präzise und korrekt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 22.11.2017 17:45 von Arne.
Zitat
Arne
Zitat
PAD
Sprachlich ist "Richtung" korrekt, inhaltlich jedoch etwas weniger eindeutig als "bis", da ein Zug, der Richtung Poppenbüttel fährt, rein vom Wortsinn auch vorher oder hinter enden könnte. Richtung xyz bedeutet nicht, dass xyz auch die Endstation ist.

Zitat
flor!an
Gerade für Pendler finde ich das "gequatsche" auch schon anstrengend, besonders auf der U3 "blablabla Übergang zu den Alsterfähren blablabla please exit here vor Alster Boat trips and Townhall". Selbes an den Landungsbrücken mit Hafenrundfahren bzw. Habour Boat Trips.

Bei der Hochbahn kommt noch hinzu, dass die Englischen Ansagen relativ grenzwertig sind, da Anke Harnack zwar eine freundliche Stimme haben mag (der nächste Zug in Richtung xyz ist leeeiiider verspätet), aber einen sehr starken deutschen Akzent. Da hat die S-Bahn vor einigen Jahren erfolgreich gegen gesteuert.

Noch einfacher wäre es, wenn man das "bis" nicht als einzelnes Element mit dem Endbahnhof verknüpfen würde, sondern einfach die Elemente "nach Bergedorf", "nach Neugraben" und eben "zur Elbgaustraße", "zum Berliner Tor" vollständig im System ablegen würde. Dann wäre es präzise und korrekt.

Die Frage ist, wie die Software programmiert ist. Wenn sie möglichst effizient (bei geringem Speicher durchaus möglich) programmiert ist, handelt es sich um die gleiche Sprachdatei wie bei den Haltestellenansagen. Dann heißt es in der S-Bahn plötzlich "Nächster Halt: Zum Berliner Tor".

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
Zitat
Der Hanseat
Die Frage ist, wie die Software programmiert ist. Wenn sie möglichst effizient (bei geringem Speicher durchaus möglich) programmiert ist, handelt es sich um die gleiche Sprachdatei wie bei den Haltestellenansagen. Dann heißt es in der S-Bahn plötzlich "Nächster Halt: Zum Berliner Tor".

Wie das Ansagesystem aufgebaut ist, ist mir nicht bekannt. Heutzutage sollte es an der Speicherkapazität eigentlich nicht mehr scheitern, so dass die verhältnismäßig wenigen Hamburger Haltestellen durchaus auch in zwei Varianten abgespeichert werden könnten. Aber wie gesagt: Die Interna kenne ich nicht.
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