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Historischer Verkehr vor Harburger S-Bahn
geschrieben von elbfreak 
Hallo Community,

ich wollte mal fragen, wie oft die Nahverkehrszüge von Neugraben und Hausbruch zum Hauptbahnhof fuhren, bevor es die Harburger S-Bahn gab. Außerdem auch in welchen Takt Stade/Buxtehude vor 2007 bedient wurden.

Ich danke euch im Voraus.
zu a nach Sommerfahrplan 1967:

Ri. Hbf mo-fr 28 Fahrten
Ri. Hbf sa 27 Fahrten
Ri. Hbf so 24 Fahrten

Taktfahrplan gab es nicht, in der HVZ wurde etwas verdichtet gefahren, zum Mittagszeit fuhr teilweise über eine Stunde lang kein Zug. Ab Harburg fuhren dann natürlich öfters Züge (aus Richtung Lüneburg und Tostedt kommend)

zu b nach Jahresfahrplan 2007:
mo-fr: Alle Stunde ein RE, etwa alle 20/40 eine RB (außer zur Mittagszeit), einzelne Verstärker in der HVZ
sa: Alle Stunde ein RE, etwa alle 60 Minuten eine RB
so: Alle zwei Stunden ein RE, alle zwei Stunden eine RB

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.2017 14:25 von Der Hanseat.
Zunächst zum ersten Teil der Frage: Vor der Eröffnung der Harburger S-Bahn (1983 bis Harburg Rathaus, 1984 bis Neugraben) wurde die Strecke ganz einfach durch die Züge des Regionalverkehrs bedient, die von Hamburg aus in Richtung Lüneburg - Uelzen, Buchholz - Bremen und Stade - Cuxhaven fuhren. Und da im Regionalverkehr Taktfahrpläne damals noch vollkommen unüblich waren, kann man nicht sagen, dass z.B. ein Stundentakt o.ä. geboten wurde. Hier hilft eigentlich nur ein Blick in einen alten HVV-Fahrplan oder ein altes DB-Kursbuch.

Anders sieht es hingegen mit dem zweiten Teil der Frage aus, der sich mit dem Regionalbahnangebot vor der Verlängerung der S-Bahn nach Stade beschäftigt. Hier kann man ganz einfach sagen, dass die RE-Züge der Cuxhavener Linie (heutiger RE5) auch damals schon stündlich verkehrten, allerdings zusätzlich in Neugraben hielten. Sonntags wurde allerdings nur zweistündlich gefahren.

Die RB Neugraben - Stade fuhr ebenfalls meist stündlich, in der HVZ zweimal stündlich, sonntags auch nur zweistündlich (alle Angaben aus dem HVV-Fahrplanbuch 2006). In der HVZ waren einzelne RB-Leistungen ab/bis Hamburg Hbf durchgebunden.

Hinzu kamen dann noch die Züge der EVB (damals R51, heute RB38), die über Buxtehude hinaus bis Neugraben verkehrten, um dort den Anschluss an die S-Bahn herzustellen.

Interessant noch das Detail, dass bis zur HVV-Süderweiterung 2004 der HVV-Tarif in den RE-Zügen nur zwischen Hbf und Harburg, nicht aber bis Neugraben galt. Mit den wenigen RB-Leistungen in der HVZ konnte man hingegen mit der HVV-Karte bis Neugraben fahren - nach Neu Wulmstorf aber nicht, dorthin hatte der HVV-Fahrgast seinerzeit das - allerdings auch noch umfangreichere - Busangebot ab Neugraben zu nutzen oder sich für den Rest einen DB-Fahrschein zu kaufen.
Zur Niederelbebahn gibt es u.a. diese beiden informativen Seiten:

[www.niederelbe-s-bahn.de] | [de.wikipedia.org]
Ich danke euch für die klasse Antworten, das war ja echt schlecht früher mit nur so wenigen Verbindungen. Und noch eine kurze Frage, wo kann man alte Kursbücher oder HVV Pläne finden.
Zitat
elbfreak
Wo kann man alte Kursbücher oder HVV Pläne finden.

Archive/Ebay/Ebay Kleinanzeigen/Andere Internetauktionsseiten

Ab 2004 sind auch alle HVV-Fahrplanbücher in der StaBi einsehbar.

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Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.04.2017 19:36 von Der Hanseat.
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