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Takt der U3 - sinnvoll so?
geschrieben von Tom81 
Hallo zusammen!

Durch den U4-Beitrag wurde ich darauf aufmerksam, dass die U3 mittlerweile auch sonntags tagsüber alle 5 Minuten im Breich des Innenrings fährt. Schon eher wurde ja der Takt am Fr+Sa Abend bis gegen 0:30 auf einen 5-Minuten-Takt verdichtet - und zwar auf ganzer Linie außer dem Abschnitt Barmbek - Wandsbek Gartenstadt.

Wie sind Eure Beobachtungen dazu? Ist die U3 wirklich auf dem gesamten Ring so voll, dass sie zu den Zeiten einen 5er-Takt braucht?
Zwischen Schlump und Berliner Tor verstehe ich das dichte Angebot voll und ganz, eventuell auch noch weiter zw. Berliner Tor und Barmbek, aber ist das auch zw. Barmbek und Schlump notwendig?

Und falls ja, müsste die U3 dann nicht auch Fr+Sa nachts nicht auf den gesamten Innenring alle 10 Minuten fahren statt nur zw. Schlump und Berliner Tor?

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass der gesamte U3-Ring Fr+Sa bis 0:30 Uhr einen 5-Minuten-Takt benötigt und unmittelbar danach nur noch einen 20er-Takt erforderlich ist. Mit anderen Worten, dass die Nachfrage zw. Berliner Tor - Barmbek - Schlump nach 0:30 Uhr plötzlich auf ein Viertel der Nachfrage davor zurück geht!?!?

Freue mich auf Euren Erfahrungen und Meinungen dazu!

(Und falls jemand denkt, ich will Leistungen einsparen! Natürlich nicht, sondern eher auf andere Zeiten oder Linien verlagern, z.B. auf die U1, wo das Angebot noch sinnvoll verdichtet werden könnte.)
Es bleibt die Frage, ob man wirklich viel einspart, wenn man den 5-Minuten-Takt nur noch auf dem Abschnitt Barmbek - Berliner Tor - Schlump anbietet.

Um den gesamten Ring in beiden Richtungen von einem 10-Minuten-Takt auf einen 5-Minuten-Takt zu verdichten, sind acht zusätzliche Umläufe notwendig.

Für die Verdichtung Barmbek - Berliner Tor - Schlump muss man die Umlaufzeit der entsprechenden Züge berechnen. Ich greife mal ein Beispiel raus:

BA 10:01
SL 10:27

SL 10:36
BA 11:02

Die erneute Abfahrt ab Barmbek kann dann frühestens um 11:11 Uhr, also nach 70 Minuten erfolgen, so dass man hierfür auch schon sieben Umläufe bräuchte - der Unterschied an Aufwendungen für Fahrzeuge und Personal ist also minimal.

Bedenken sollte man beim Vergleich der Taktfolgen der U3 mit denen der übrigen Linien auch, dass die Züge der U3 auf sechs Wagen begrenzt sind und damit deutlich weniger Kapazität haben als ein Langzug der U1 oder U2. Dies muss daher durch eine dichtere Taktfolge ausgeglichen werden, um die gleiche Fahrgastzahl befördern zu können.
Wenn man schon nur einen Teilbetrieb bis Schlump fährt, dann bitte folgendermaßen:

Ringlinie alle 10 Minuten (BARMBEK - Kellinghusenstraße - Schlump - St. Pauli - Rathaus - Hbf Süd - Berliner Tor - Mundsburg - BARMBEK ... und umgekehrt)

Linie (U6?) SCHLUMP - St. Pauli - Rathaus - Hbf Süd - Berliner Tor - Mundsburg - Barmbek - WANDSBEK GARTENSTADT

Dann wäre man diese Zipfellinie los.

Ansonsten: 1 Umlauf sparen ist für die HOCHBAHN und den HVV schon viel, das kostete es nämlich nach Mümmelmannsberg bzw. Niendorf Nord den 5-Minuten-Takt von Billstedt bzw. Niendorf Markt zu erweitern. Und abends endet der 5-Minuten-Takt auf der U2 schon in Hagenbecks Tierpark. Auch hier wird gegenüber dem Endpunkt Niendorf Markt ein Umlauf eingespart.
Zitat
Computerfreak
Ringlinie alle 10 Minuten (BARMBEK - Kellinghusenstraße - Schlump - St. Pauli - Rathaus - Hbf Süd - Berliner Tor - Mundsburg - BARMBEK ... und umgekehrt)

Linie (U6?) SCHLUMP - St. Pauli - Rathaus - Hbf Süd - Berliner Tor - Mundsburg - Barmbek - WANDSBEK GARTENSTADT

Bitte bitte! Wo ist das "Bürgerbegehren" dafür? Ich wär sofort dafür.

Aber hatten wir ja schon öfter hier. Man will ja offenbar auf krampf keine Ringlinie haben 🙁
Zitat
Computerfreak
Wenn man schon nur einen Teilbetrieb bis Schlump fährt, dann bitte folgendermaßen:

Ringlinie alle 10 Minuten (BARMBEK - Kellinghusenstraße - Schlump - St. Pauli - Rathaus - Hbf Süd - Berliner Tor - Mundsburg - BARMBEK ... und umgekehrt)

Linie (U6?) SCHLUMP - St. Pauli - Rathaus - Hbf Süd - Berliner Tor - Mundsburg - Barmbek - WANDSBEK GARTENSTADT

Dann wäre man diese Zipfellinie los.

Ist das für den Nachtverkehr am Wochenende gemeint?

Hoffentlich nicht Tagsüber, das wäre totaler Blödsinn.

Am Wochenende fahren ab Nachmittag ja sogar Verstärker auf dem Ring.
Ich glaube, man will einfach nicht am Berliner Tor kehren, zumindest nicht tagsüber. Daher fährt ja auch die U4 sonntags bis Horner Rennbahn. Und das ist auch verständlich. Gerade am Sonntag bei schönem Wetter baut die U3 von Landungsbrücken bis Hauptbahnhof ordentlich Verspätung auf, weil einfach viele Menschen am Hafen unterwegs sind, die Leute am Baumwall alle in den ersten Wagen des DT3 wollen und weil viele Touristen (sorry) einfach überfordert sind, mit einer U-Bahn zu fahren. So kann es leicht mal passieren, dass man mit +2/3 am Berliner Tor ankommt. Wenn der Zug dann aussetzt (die Hochbahn räumt zwar nicht, aber man hat ja trotzdem ein Interesse daran, alle zum Aussteigen zu bewegen), dann bremst man ,möglicherweise den nachfolgenden Zug aus.

Also müsste die U3 mindestens zwischen Schlump (eigenes Gleis zum ein- und aussetzen) und Barmbek laufen. Und dann kann man auch gleich den ganzen Ring befahren, zumal Hoheluftbrücke, Eppendorfer Baum und Kelle auch Stationen anderen Kalibers sind als Hagendeel oder Schippelsweg. Und bei gutem Wetter sorgt der Stadtpark für mehr Fahrgatsverkehr. Insgesamt halte ich das Angebot schon für gerechtfertigt und finde es begrüßenswert, dass hier eine Leistung gefahren wird, die man u.U. etwas Einkürzen könnte, es aber nicht tut.

Von der Angewohnheit sollte man auch bei anderen Linien mal Gebrauch machen. Ich finde es beispielsweise mehr als überfällig, nachts einen dritten Zug pro 20 Minuten durch den Citytunnel zu führen. S3 und S1 fahren so dicht hinter einander, dass der erste Zug immer knackevoll ist und den zweiten ausbremst. Hier wäre ein zusätzlicher Kurzzug, in Fahrplanlage der um 10 Minuten verschobenen S1 auf der Strecke Altona–Berliner Tor alles andere als rausgeworfenes Geld.
Man braucht keinen dritten Zug für den Citytunnel.

Man kann ganz einfach Kostenneutral den Takt so verschieben das zwischen Altona und Hbf ein exakter 10 min Takt gibt. Punkt.

Und komm mir keiner mit Anschlüssen oder so. Von der S3 zur S1 muss man 17 Min warten. Erst kommt in Altona die S1, danach die S3. Für die S3 Fahrgäste bedeutet jetzt eine lange Wartezeit. Fährt die S3 etwas später verkürzt sich diese. Das gleiche nochmal in Jungfernstieg zur U1. Und das ganze kostet erstmal nix. Und die Busse auf der S3 müssen halt ein paar Minuten später fahren. Und davon auszugehen ist das Stadtauswärts Nachts mehr genutzt wird , als Stadteinwärts, sollte das Umlauftechnisch ( wieder Kostenneutral ) hin zu bekommen sein.

Und Hamburg kann damit werben einen 10 min Takt Nachtverkehr zu haben. Welche Stadt bietet das schon in Deutschland ( Europa ? ).
@schmidi: Um von der S3 aus Richtung Pinneberg auf die S1 Richtung Poppenbüttel in Altona umzusteigen, bietet sich der Übergang zur nächtlichen S21 in Altona an. Diese Linie wartet in Altona auf die S3 und hat durch ihre Fahrt über die Verbindungsbahn am Hauptbahnhof die S1 eingeholt. Spart im Endeffekt 20 Minuten Fahrzeit.
Aber der Freak weiß das vielleicht , aber der gemeine Fahrgast nicht. Und davon abgesehen ist mehrmals umsteigen immer schlecht . Und wer die HVV-App nutzt ist ziemlich verlassen. Früher gab es dort unter Optionen die Wahl "Bevorzugt U-Bahn" oder der gleichen. Seit der neusten Version letztes Jahr nicht mehr. Seit dem werden hanebüchene Verbindungen raus gesucht.

Das beste Beispiel ist die Verbindung Estebogen nach Farmsen.

Logische fahrt:

150 bis Altona
S-Bahn bis Jungfernstieg ( meistens S1 )
U1 Richtung Farmsen

Umsteigen 2x und man ist Schienengebunden unterwegs .

Vorschlag 1 HVV-App:

150 bis Altona
15 Richtung Alsterchaussee ( 2 min umsteige Zeit )
In Schlump die U3 Richtung Barmbek
In Barmbek mit Bahnsteig wechsel zur U3 nach Wandsbek-Gartenstadt
In Wandsbek-Gartenstadt umsteigen zur U1

4 x umsteigen

Variante 2:

150 bis Behringstrasse Akh Altona
Mit 0 Min umsteige Zeit ( wie soll das gehen) zum M1 Richtung Othmarschen
Dort in die S1 Richtung Jungfernstieg
U1 Richtung Farmsen

Manchmal auch Variante 1 bis Schlump und dort mit der U2 bis Berliner Tor umsteigen in U3 usw.

Hab noch kein "System" dahinter erkannt.
Zitat
Arne
@schmidi: Um von der S3 aus Richtung Pinneberg auf die S1 Richtung Poppenbüttel in Altona umzusteigen, bietet sich der Übergang zur nächtlichen S21 in Altona an. Diese Linie wartet in Altona auf die S3 und hat durch ihre Fahrt über die Verbindungsbahn am Hauptbahnhof die S1 eingeholt. Spart im Endeffekt 20 Minuten Fahrzeit.

Löst aber das Problem Citytunnel nicht. Davon ab, das ab Reeperbahn und folgende Stationen der Hotspot liegt.
Wenn wir schon bei Wünsch Dir was sind, hätte ich gerne einen durchgehenden 5min-Takt auf der U1 Richtung Norderstedt über Ohlsdorf hinaus. Auch zur NVZ und am Wochenende sind die Züge so gut ausgelastet, dass sich das sicher lohnen würde.
Zitat
2-Zonen-Karte
Es bleibt die Frage, ob man wirklich viel einspart, wenn man den 5-Minuten-Takt nur noch auf dem Abschnitt Barmbek - Berliner Tor - Schlump anbietet.
Um den gesamten Ring in beiden Richtungen von einem 10-Minuten-Takt auf einen 5-Minuten-Takt zu verdichten, sind acht zusätzliche Umläufe notwendig.

Für die Verdichtung Barmbek - Berliner Tor - Schlump muss man die Umlaufzeit der entsprechenden Züge berechnen. Ich greife mal ein Beispiel raus:

BA 10:01
SL 10:27

SL 10:36
BA 11:02

Die erneute Abfahrt ab Barmbek kann dann frühestens um 11:11 Uhr, also nach 70 Minuten erfolgen, so dass man hierfür auch schon sieben Umläufe bräuchte - der Unterschied an Aufwendungen für Fahrzeuge und Personal ist also minimal.

Ok, klingt erst Mal überzeugend. "Nur 1 Kurs mehr", auch wenn der 1 Kurs mehr, wie ein anderes Forummitglied schreibt, auch etwas kostet.

Ebenfalls verstehe ich, dass am Sonntag bei schönem Wetter am Borgweg/Stadtpark eine erhöhte Nachfrage herrscht.

Aber ich verstehe das Angebotskonzept, insbesondere den System-Sprung von 5er-Takt auf 20er-Takt Fr+Sa nachts trotzdem noch nicht, und komme zu meiner Ausgangsfrage zurück (dabei nehme ich den Sonntag jetzt Mal bewusst raus):
Wenn denn die Nachfrage Fr+Sa abends zw. Berliner Tor und Barmbek unbedingt bis 0:30 einen 5-Min.-Takt erfordert, und das Schleißen des Rings im 5-Min.-Takt nur ein weiteren Umlauf erfordert, warum wird dann nicht auch Fr+Sa im Nachtverkehr zw. 0:30 und 4:30 der gesamte U3-Ring im 10 Minuten-Takt angeboten??

Es passt überhaupt nicht mit meinen Beobachtungen und allgemeinen Erfahrungen aus Hamburg zusammen, dass auf der U3 jenseits des Abschnitts Schlump - Berliner Tor an Fr+Sa vor 0:30 viermal so hohe Nachfrage herrscht wie nach 0:30. Wenn man sich bis 0:30 12 Fahrten pro Stunde auf dem gesamten Ring leistet, warum nicht nach 0:30 wenigstens 6 Fahrten p.a. Außerdem hätte der 10-Min-Takt zw. 0:30 und 4:30 noch den Vorteil, dass man mit der U1 immer in Kellinghusenstr. Anschluss hätte an die U3, die U3 in Barmbek an sich selbst (Ring) und am Berliner Tor immer ein Anschluss zw. U3 und U2 bestehen würde - das ist nämlich nur in 1 Richtung der Fall, in die andere Richtung muss man 10 Min. warten.
Im Gegensatz zum 5 Minutentakt vor 00h wird der 10 Minutentakt im Nachtbetrieb wird nicht von der Stadt bezahlt, der wird gefahren weil die Züge früher in Pauli immer massive Verspätung aufgebaut haben, teilweise +5 und mehr, seit dort alle 10 Minuten gefahren wird hat sich das stark verbessert.

***Es bedeutet harte Arbeit, wenn man aus einem Beförderungsfall, einen Fahrgast machen möchte.***



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.2017 13:36 von STZFa.
Ich packs mal hierein...

wenn die Haltestelle Oldenfelde (U1) gebaut wird soll die U1 ja zwischen Farmsen und Berne unterbrochen werden. Wie wahrscheinlich oder sinnvoll haltet ihr es, wenn man in dieser Zeit alle Züge der U3 (als eine art Probe) bis nach Farmsen fahren lässt?

Wir hatten diese Idee schon mal irgendwo hier im Forum (unabhängig der Bauarbeiten). Für einige Passagiere würde es sonnst bedeuten (mit der U3 kommend) in Wandsbek-Gartenstadt umsteigen in die U1 und dann in Farmsen umsteigen in den SEV, dann wieder in Berne in die U1. Man könnte also einen Umstieg einsparen für die Zeit der Bauarbeiten.
Da es etwas problematisch wäre, beide Züge ab Wandsbek-Gartenstadt in Richtung Farmsen gleichzeitig abfahren zu lassen, müsste zwangsläufig einer der beiden Bahnen (logischerweise die U3) warten.

Das macht nicht wirklich Sinn, höchstens für einige in ihrer Mobilität eingeschränkte und faule Fahrgäste.

Durchaus Sinn macht es allerdings in den Sommerferien 2018, wenn es auf der U1 zwischen Hauptbahnhof Süd und Wandsbek-Gartenstadt auf Grund des barrierefreien Ausbaus zu Einschränkungen kommt. (Wenn man mal träumen darf, wird dann eine U13 eingerichtet, die alle 10 Minuten mit 8-Wagen DT4 zwischen Farmsen und Norderstedt Mitte über den Ostring verkehrt...)

________________________
Mit freundlichen Grüßen,

Roman Berlin | Der Hanseat
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