Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Frage zur Reaktivierung der Heidekrautbahn zwischen Basdorf - Wilhelmsruh
geschrieben von Bahnfreund Schranke 
Hi @all,

ich weiß nicht, ob es hier schon erwähnt worden ist, aber auch die Brandenburger CDU hat sich neulich mit einem "Konzept" (PDF-Datei) hervorgetan. Das ganze Ding ist nicht wirklich von Expertise getragen, wie man z.B. an der lustigen Vorstellung (siehe S. 54 und 59) sehen kann, man müsse einfach nur die Stammbahn reaktivieren, und schwupps könnten Züge von Zehlendorf zum Potsdamer Platz fahren. Trotzdem ist es eine interessante Lektüre.

Unter anderem geht es darin auch um die Heidekrautbahn, und da ich mit der in letzter Zeit ziemlich häufig fahre, erlaube ich mir die Behauptung, ich kennte mich ein bisschen aus. Auch die Brandenburger CDU präsentiert da (S. 34) das hier schon erwähnte Kreuzungskonzept. Das funktioniert auf dem Ast Wilhelmsruh - Groß Schönebeck bestimmt. Ich nehme an, auf dem Abschnitt ist der Betrieb heute schon wirtschaftlich. Gar nicht funktionieren kann aber die Linie Karow - Wensickendorf. Bis Basdorf vielleicht noch, aber darüber hinaus? Die Züge fahren heute schon jede Menge Luft zwischen Wensickendorf und Basdorf hin und her, daran würde eine Abkoppelung vom Rest des Betriebs nichts verbessern, eher im Gegenteil: Das Konzept ist eines zur baldigen Abbestellung der Verkehrsleistung.

Zudem sind die Umläufe so angelegt, dass die Ruhepausen für das Personal in Wensickendorf eingelegt werden. D.h. dort steht der Zug jedesmal 40 Minuten rum. Auch nicht unbedingt wirtschaftlich, schätze ich.

Ganz anders wäre es und würde auch betrieblich sehr viel Sinn machen, wenn der Ast Wensickendorf - Liebenwalde reanimiert würde! An der Strecke leben nicht weniger Leute als an der nach Groß Schönebeck, Liebenwalde ist von der Einwohnerzahl her mit Klosterfelde zu vergleichen, also sollte auch ausreichend Bedarf enstehen. Fahrplantechnisch würde es ebenfalls wunderbar passen, und es würde dem Gleisstummel nach Wensickendorf einen Sinn geben. Außerdem hätte Liebenwalde einen Anschluss nach Berlin.

Nach Schmachtenhagen könnten dann an den Wochenenden Pendelzüge fahren, wenn erforderlich. (Keine Ahnung, wie der Ausflugsbetrieb dahin genutzt wird.)

Für die NEB wäre das eine gute Sache, für Liebenwalde sowieso. Man müsste das halt nur mal der Landesregierung in Potsdam verklickern.
Zitat
Fahrgast1414
[...]

Zudem sind die Umläufe so angelegt, dass die Ruhepausen für das Personal in Wensickendorf eingelegt werden. D.h. dort steht der Zug jedesmal 40 Minuten rum. Auch nicht unbedingt wirtschaftlich, schätze ich.

Ganz anders wäre es und würde auch betrieblich sehr viel Sinn machen, wenn der Ast Wensickendorf - Liebenwalde reanimiert würde! An der Strecke leben nicht weniger Leute als an der nach Groß Schönebeck, Liebenwalde ist von der Einwohnerzahl her mit Klosterfelde zu vergleichen, also sollte auch ausreichend Bedarf enstehen. Fahrplantechnisch würde es ebenfalls wunderbar passen, und es würde dem Gleisstummel nach Wensickendorf einen Sinn geben. Außerdem hätte Liebenwalde einen Anschluss nach Berlin.

Nach Schmachtenhagen könnten dann an den Wochenenden Pendelzüge fahren, wenn erforderlich. (Keine Ahnung, wie der Ausflugsbetrieb dahin genutzt wird.)

Für die NEB wäre das eine gute Sache, für Liebenwalde sowieso. Man müsste das halt nur mal der Landesregierung in Potsdam verklickern.

Die Wendezeit in Wensickendorf rührt eben aus dem Betriebskonzept. Wirtschaftlich ist das tatsächlich nicht wirklich, aber die Wirtschaftlichkeit ändert sich auch nur dann deutlich, wenn ein Zug mehr oder weniger gebraucht wird. Das Problem bei Liebenwalde sind die massiven Investitionen, die in die Infrastruktur getätigt werden müssen. Da die NEB eine NE-Bahn ist, sind eben dafür ebenso wenig wie für die Stammstrecke Bundeszuweisungen zu erwarten. Es gab ja mal einen Probebetrieb bis Zehlendorf, der wohl auch ganz gut angenommen wurde. Er endete mit der Verfügung der Aufsichtsbehörde zu investieren oder den Betrieb wieder einzustellen. In dem Fall war es "nur" die fehlende Sicherung der Bahnübergänge nach dem aktuellen Stand. Weiter nach Liebenwalde muss dann aber noch die Kanalbrücke ersetzt werden.

Alternativ könnte man aber auch darüber nachdenken ab Wensickendorf über Schmachtenhagen nach Sachsenhausen (und Oranienburg) zu fahren. Auch in dem Fall müssten aber Bahnübergänge und vermutlich auch die dortige Kanalbrücke erneuert und zusätzlich auf ein paar hundert Metern der Oberbau wiederhergestellt werden. Also auch deutliche Investitionen. Oranienburg hätte für die NEB den Vorteil, dass da wohl noch zusätzliche Einnahmen zu erzielen wären. Stadler könnte dann von seinem Pankower Werk über Basdorf, Oranienburg und Hennigsdorf nach Velten fahren, statt wie jetzt mit Kopf machen in Basdorf und dann über Karower Kreuz. Bei Liebenwalde bräuchte es direkte Güteranschließer für Zusatzeinnahmen.

Schön, aber utopisch, wären natürlich beide Varianten.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Die Wendezeit in Wensickendorf rührt eben aus dem Betriebskonzept. Wirtschaftlich ist das tatsächlich nicht wirklich, aber die Wirtschaftlichkeit ändert sich auch nur dann deutlich, wenn ein Zug mehr oder weniger gebraucht wird. Das Problem bei Liebenwalde sind die massiven Investitionen, die in die Infrastruktur getätigt werden müssen. Da die NEB eine NE-Bahn ist, sind eben dafür ebenso wenig wie für die Stammstrecke Bundeszuweisungen zu erwarten. Es gab ja mal einen Probebetrieb bis Zehlendorf, der wohl auch ganz gut angenommen wurde. Er endete mit der Verfügung der Aufsichtsbehörde zu investieren oder den Betrieb wieder einzustellen. In dem Fall war es "nur" die fehlende Sicherung der Bahnübergänge nach dem aktuellen Stand. Weiter nach Liebenwalde muss dann aber noch die Kanalbrücke ersetzt werden.

Alternativ könnte man aber auch darüber nachdenken ab Wensickendorf über Schmachtenhagen nach Sachsenhausen (und Oranienburg) zu fahren. Auch in dem Fall müssten aber Bahnübergänge und vermutlich auch die dortige Kanalbrücke erneuert und zusätzlich auf ein paar hundert Metern der Oberbau wiederhergestellt werden. Also auch deutliche Investitionen. Oranienburg hätte für die NEB den Vorteil, dass da wohl noch zusätzliche Einnahmen zu erzielen wären. Stadler könnte dann von seinem Pankower Werk über Basdorf, Oranienburg und Hennigsdorf nach Velten fahren, statt wie jetzt mit Kopf machen in Basdorf und dann über Karower Kreuz. Bei Liebenwalde bräuchte es direkte Güteranschließer für Zusatzeinnahmen.

Schön, aber utopisch, wären natürlich beide Varianten.

An die Kanalbrücke hatte ich nicht gedacht. Da müsste dann - falls der Bund sich raushält - das Land einspringen, aber vll. gibt es auch Argumentationen, die doch für eine Beteiligung des Bundes sprechen. Irgendein begründbares überregionales Interesse sollte sich doch finden lassen. Vielleicht reichte es schon, wenn Liebenwalde Druck machte. Denn Wandlitz saugt alles an, was auf den Barnim ziehen will, das kann den anderen Gemeinden nicht passen.

Die Strecke nach Sachsenhausen hat imho keine Chance. Was da an Fahrgästen aufkreuzt, schafft der 805er Bus spielend. Und auf die zusätzlichen Einnahmen, die du erwähnst, darf man sich kaufmännisch nicht verlassen, auch nicht auf Güteranschließer. Davon gibt es bereits in Schönerlinde einen. Da fährt vll. vier Mal in der Woche morgens ein Kieszug hin und abends leer zurück. Das war's. Von Basdorf aus gibt es ein Gleis bis fast nach Schönwalde rein. Es endet in einem Sägewerk - das sich von LKW bedienen lässt. (Güterverkehr wäre bei Zugleitbetrieb vll. auch gar nicht möglich, aber das kann ich nicht beurteilen.)
Die Strecke nach Sachsenhausen ist imho zu größten Teilen abgebaut oder wenigstens unterbrochen. Da sehe ich auch keine Chance.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Die Strecke nach Sachsenhausen ist imho zu größten Teilen abgebaut oder wenigstens unterbrochen. Da sehe ich auch keine Chance.

Bis hier her noch kein Problem, aber ist die Strecke entwidmet, sprich, vom Eisenbahnverkehr freigestellt, und nicht nur stillgelegt, dann sind die Probleme viel größer.

MfG Holger



[tradibahner.de]


Zitat
Fahrgast1414
Zitat
Jay
Alternativ könnte man aber auch darüber nachdenken ab Wensickendorf über Schmachtenhagen nach Sachsenhausen (und Oranienburg) zu fahren. Auch in dem Fall müssten aber Bahnübergänge und vermutlich auch die dortige Kanalbrücke erneuert und zusätzlich auf ein paar hundert Metern der Oberbau wiederhergestellt werden. Also auch deutliche Investitionen. Oranienburg hätte für die NEB den Vorteil, dass da wohl noch zusätzliche Einnahmen zu erzielen wären. Stadler könnte dann von seinem Pankower Werk über Basdorf, Oranienburg und Hennigsdorf nach Velten fahren, statt wie jetzt mit Kopf machen in Basdorf und dann über Karower Kreuz. Bei Liebenwalde bräuchte es direkte Güteranschließer für Zusatzeinnahmen.

Schön, aber utopisch, wären natürlich beide Varianten.

Die Strecke nach Sachsenhausen hat imho keine Chance. Was da an Fahrgästen aufkreuzt, schafft der 805er Bus spielend.

Sowas ist ein Trugschluss. Aus der geringen Nutzung eines unzureichenden Angebots kann man nichts, aber auch gar nichts folgern. Der 805er Bus bedient eben nur Wensickendorf und Schmachtenhagen. Eine wirklich sinnvolle Querverbindung bietet er nicht, selbst wenn die Bus/Zug-Anschlüsse in Wensickendorf mit ner Viertelstunde für die Oma noch halbwegs passen; andere Leute lockt man aber damit nicht.

Die Idee einer schnellen Tangentialverbindung dort hätte m.E. schon was. Ob sich das unterm Strich rechnet, weiß ich nicht. Aber eine solche Verbindung würde ja schon bereits die jetzt bestehende Linien nach Wensickendorf aufwerten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.04.2017 10:23 von Global Fisch.
Zitat
Global Fisch


Sowas ist ein Trugschluss. Aus der geringen Nutzung eines unzureichenden Angebots kann man nichts, aber auch gar nichts folgern. Der 805er Bus bedient eben nur Wensickendorf und Schmachtenhagen. Eine wirklich sinnvolle Querverbindung bietet er nicht, selbst wenn die Bus/Zug-Anschlüsse in Wensickendorf mit ner Viertelstunde für die Oma noch halbwegs passen; andere Leute lockt man aber damit nicht.

Die Idee einer schnellen Tangentialverbindung dort hätte m.E. schon was.

Hallo,
nur leider schafft man in den nächsten Wochen und Monaten im Abschnitt Nassenheide - Oranienburg Fakten.

MfG
Zitat
Beimann
Zitat
Global Fisch


Sowas ist ein Trugschluss. Aus der geringen Nutzung eines unzureichenden Angebots kann man nichts, aber auch gar nichts folgern. Der 805er Bus bedient eben nur Wensickendorf und Schmachtenhagen. Eine wirklich sinnvolle Querverbindung bietet er nicht, selbst wenn die Bus/Zug-Anschlüsse in Wensickendorf mit ner Viertelstunde für die Oma noch halbwegs passen; andere Leute lockt man aber damit nicht.

Die Idee einer schnellen Tangentialverbindung dort hätte m.E. schon was.

Hallo,
nur leider schafft man in den nächsten Wochen und Monaten im Abschnitt Nassenheide - Oranienburg Fakten.

MfG

Welche neuen Fakten, die die Einbindung in die Nordbahn erschweren, werden denn da noch geschaffen?
Den Bahnhof Fichtengrund gibt's jedenfalls schon länger nicht mehr, dort ist freie Strecke und die Weichen sind alle ausgebaut.
Zitat
Jumbo


Welche neuen Fakten, die die Einbindung in die Nordbahn erschweren, werden denn da noch geschaffen?
Den Bahnhof Fichtengrund gibt's jedenfalls schon länger nicht mehr, dort ist freie Strecke und die Weichen sind alle ausgebaut.

Bzgl. Nordbahneinbindung wohl nichts, denn die wäre in Hohen Neuendorf. Höchstens bzgl. nördlichem Außenring.
Zitat
DerMichael
Zitat
Jumbo


Welche neuen Fakten, die die Einbindung in die Nordbahn erschweren, werden denn da noch geschaffen?
Den Bahnhof Fichtengrund gibt's jedenfalls schon länger nicht mehr, dort ist freie Strecke und die Weichen sind alle ausgebaut.

Bzgl. Nordbahneinbindung wohl nichts, denn die wäre in Hohen Neuendorf. Höchstens bzgl. nördlichem Außenring.

Nö. Nordbahn ist schon korrekt. Wir sind hier nördlich von Oranienburg.
Zitat
Jumbo

Welche neuen Fakten, die die Einbindung in die Nordbahn erschweren, werden denn da noch geschaffen?
Den Bahnhof Fichtengrund gibt's jedenfalls schon länger nicht mehr, dort ist freie Strecke und die Weichen sind alle ausgebaut.

Die neuen Fakten sind: ein Neubau bzw. eine Modernisierung der Strecke Oranienburg - Nassenheide.
Es wäre schon ein großer Unterschied, eine Reaktivierung in einer noch anstehenden Planung zu berücksichtigen oder eine erst modernisierte Strecke wieder anzupacken.
[chroniknet.com]

Damals war man in der Ausgestaltung von Bahnhöfen pragmatischer :)
Zitat
Passagier
Zitat
Tradibahner
Zitat
485er-Liebhaber
Ich finde es nur gut, dass es nicht so passiert ist. ;)

Warum keine S-Bahn nach Basdorf? Was spricht dagegen?
Oder gegen eine S-Bahn über den Aussenring zum BER?

Die Ideen waren damals, wie auch heute nicht verkehrt


Basdorf ist Dorf bei Kuh. Die Dieselbummelzüge der NEB decken den Bedarf mehr als genug. Da braucht man natürlich dringend eine S Bahn, die zu DDR Zeiten eher Parteiprestigegründem gedient hätte und heute erst recht.

Eben nicht, weil Basdorf auch weiter wächst. Und weil dort die "Dieselbummelzüge" verkehren, mit zusätzliches Umsteigen in Karow, ist die Nachfrage nicht so groß. Für viel ist der zu großer Taktabstand unflexibel. Viele nutzen daher lieber mit dem Auto auf der 109 den Parallelverkehr. In Pankow angekommen stehen dann aber alle im täglichen Stau.
Was soll eine Verlängerung der S-Bahn nach Wandlitz " Parteiprestigegründem" (parteiliche Prestigegründe würde man eher sagen) haben? Wenn dort viele Leute arbeiten, müssen sie dort auch hin kommen. Und im Gegensatz zu heute haben entlang der Heidekrautbahn mal viel Betrieb und landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften existiert, die für volle Züge sorgten. Das eine S-Bahn nicht zu Stande kam, lag eher an div. Kapazitätsgründen und Realisierungsengpässen. Die Holzschwellen zur Aufnahme der Stromschiene, waren in den Betonschwellengleis bis Basdorf schon enthalten. Planungen waren also schon soweit vorbereitet und bei der Gleiserneuerung in den 80er Jahren realisiert worden.
ich kann mich sogar an die "Pragotrons" aus den 80ern erinnern, da konnte man beim durchblättern die Stationen Wandlitz und Basdorf kurz erkennen. Da hatte ich mich immer gewundert, was diese Bahnhöfe denn mit der S-Bahn zu tun hätten ...
Gestern konnte man in Schildow sehen wie es hoffentlich in naher Zukunft täglich am Bahnhof aussehen wird. Natürlich dann ohne Sicherungsposten...
Der Pesa Hai war auf dem Weg zum NEB eigenen Bahnhofsfest in Basdorf.
Geschildert wurde übrigens RB27 nach Basdorf.







1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.05.2017 13:54 von chilldow.
Profilmeßfahrt für den Hai ??

T6JP
Zitat
T6Jagdpilot
Profilmeßfahrt für den Hai ??

T6JP

Gestern war Ofentür in Basdorf.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
T6Jagdpilot
Profilmeßfahrt für den Hai ??

T6JP

Der 795 der Eisenbahnfreunde war wohl unpässlich, daher ist die NEB eingesprungen. Geht also auch andersrum ;-)
Hallo,

mit Vorliegen der Korridor-Ergebnisse des MIL Brandenburg ist wohl der Wiederaufbau der Stammstrecke gestorben. Die dauerhafte Durchbindung über Karow nach Gesundbrunnen soll einen höheren Nutzen bei deutlich geringeren Kosten erreichen. Siehe (Folien 13, 14 und 23 lt. Zählung in der Fußzeile):

http://www.mil.brandenburg.de/sixcms/detail.php/818822

Viele Grüße
André
Zitat
andre_de
mit Vorliegen der Korridor-Ergebnisse des MIL Brandenburg ist wohl der Wiederaufbau der Stammstrecke gestorben. Die dauerhafte Durchbindung über Karow nach Gesundbrunnen soll einen höheren Nutzen bei deutlich geringeren Kosten erreichen. Siehe (Folien 13, 14 und 23 lt. Zählung in der Fußzeile):

http://www.mil.brandenburg.de/sixcms/detail.php/818822


Danke für den Link!

Das Ergebnis kann ich aber nicht nachfrageseitig so recht nachvollziehen. Ich halte es für Verbindungen von Basdorf und weiter nach Norden nach Berlin für ziemlich egal, ob über Karow oder über Wilhelmsruh. Besonderen Bedarf nach Karow oder Blankenburg sehe ich nicht. Dürfte sich daher nachfrageseitig die Waage halten, wenn man nur die Fahrten nach Berlin betrachtet. Schönerlinde halte ich nicht für so bedeutend, dass sich die Ausdünnugn dort so sehr auf das Ergebnis schlagen würde.

Dagegen sehe ich in der Anbindung von Schildow und Mühlenbeck ordentliche Potentiale, die unterm Strich m.E. zu einer signifikanten Nachfragesteigerung im Vergleich zum Weg über Karow führen würden.

Irgendwie habe ich den starken Eindruck, als will man sich den Turmbahnhof Karower Kreuz schönrechnen. Dafür spricht auch die geplante zweite Linie Oranienburg-Lichtenberg-Ostkreuz (statt einer Verstärkerlinie direkt nach Hbf)
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen