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Frage zur Reaktivierung der Heidekrautbahn zwischen Basdorf - Wilhelmsruh
geschrieben von Bahnfreund Schranke 
Zitat
DerMichael
Solange da keine alten Tunnel und tiefe Brücken sind, sind Oberleitungen wohl kein Problem. Zumindest bis zur S8-Strecke in Mühlenbeck sind mir keine Brücken über die Heidekrautbahn bekannt.

Eine Brücke gibts nördlich von Blankenfelde.
mir sind da die Brücken vom Berliner Außenring BAR und vom Berliner (Autobahn-) Ring bekannt

Viele Grüße aus der Wollankstraße
*Stadtplan rauskram*
Ich meine die Straße Lübarser Weg bzw. Schildower Weg: [openstreetmap.de]
Dazwischen gibt es auf Berliner Gebiet eine Brücke über die Stammstrecke der Heidekrautbahn.
Zitat
VvJ-Ente
Das Argument, dass mit einer tiefergelegten Heidekrautbahn der heilige Autoverkehr weniger gestört würde, gefällt mir. Da könnte man die Genehmigung glatt durchkriegen. Ansonsten wird doch auf der Strecke weiter gedieselt, oder? Dann wäre doch auch ein Bahnübergang möglich. Ich meine in Potsdam-DrewitzMedienstadt Babelsberg hat vor der Elektrifizierung doch zumindest der O-Bus gekreuzt?

Ohne niveaufreie Kreuzung wird auch der Linienbusverkehr beeinträchtigt.
Zu Babelsberg fällt mir ein schwerer Unfall am Bahnübergang Steinstraße ein, der sich am 5.8.1939 ereignete. Der Schrankenwärter hatte die Schranken zu früh geöffnet, wodurch ein Bus der Linie 6 mit einem Eilgüterzug zusammen stieß. Der Bus wurde 400 Meter mitgeschleift, 11 Personen wurden getötet, 12 zogen sich schwere Verletzungen zu.
Menschen machen leider immer wieder Fehler, die sich durch Trennung des Straßen- vom Schienenverkehr bzw. der Schienenverkehrsmittel untereinander vermeiden lassen.
ÖPNV muss nicht möglichst billig, sondern möglichst sicher sein.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zu Babelsberg fällt mir ein schwerer Unfall am Bahnübergang Steinstraße ein, der sich am 5.8.1939 ereignete. Der Schrankenwärter hatte die Schranken zu früh geöffnet, wodurch ein Bus der Linie 6 mit einem Eilgüterzug zusammen stieß.
[...]
ÖPNV muss nicht möglichst billig, sondern möglichst sicher sein.
Weswegen es heute ja auch keine Schrankenwärter mehr gibt, sondern die Schranken zentral vom Elektronischen Stellwerk aus überwacht und bewegt werden.

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Die Forumsleitung muß endlich persönliche Herabsetzungen und Pöbeleien unterbinden
@Mario: Ja, und am 3.6.1998 rammte in Eschede ein entgleister ICE einen Brückenpfeiler. Und nu? Brücken auch abschaffen und stattdessen Helikopter-Shuttles zum Überqueren einer Bahnlinie einrichten?
Zitat
L.Willms

Weswegen es heute ja auch keine Schrankenwärter mehr gibt, sondern die Schranken zentral vom Elektronischen Stellwerk aus überwacht und bewegt werden.

Es gibt noch genügend Schrankenwärter und autarke vom Zug gesteuerte Schrankenanlagen.

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***
Auf jeden Fall teilweise kurbeln die sogar noch!

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
VvJ-Ente
@Mario: Ja, und am 3.6.1998 rammte in Eschede ein entgleister ICE einen Brückenpfeiler. Und nu? Brücken auch abschaffen und stattdessen Helikopter-Shuttles zum Überqueren einer Bahnlinie einrichten?

Es werden immerhin keine Pfeiler mehr zwischen Gleise gesetzt.

Mit freundlichen Grüßen und in diesem Sinne
Euer Bürgermeister
Zitat
VvJ-Ente
@Mario: Ja, und am 3.6.1998 rammte in Eschede ein entgleister ICE einen Brückenpfeiler. Und nu? Brücken auch abschaffen und stattdessen Helikopter-Shuttles zum Überqueren einer Bahnlinie einrichten?
Zitat
Bürgermeister
Es werden immerhin keine Pfeiler mehr zwischen Gleise gesetzt.

Da hab ich die Fotos vom Ostkreuz aber anders in Erinnerung.
Zitat
DonChaos

Da hab ich die Fotos vom Ostkreuz aber anders in Erinnerung.

Ostkreuz ist ein Bahnhof wo auch durchfahrende Züge keine 100km/h erreichen werden. Somit ist die Gefahr, daß ein entgleisender und die Pfeiler rammender Zugteil den oberen Bahnhofsteil zum Einsturz bringt, sehr gering.
Weiterhin sind die Pfeiler im Bf Ostkreuz um ein vielfaches massiver als die dünnen Stelzen von normalen Straßenbrücken.

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***
Zitat
Pedalritter
Zitat
L.Willms

Weswegen es heute ja auch keine Schrankenwärter mehr gibt, sondern die Schranken zentral vom Elektronischen Stellwerk aus überwacht und bewegt werden.

Es gibt noch genügend Schrankenwärter und autarke vom Zug gesteuerte Schrankenanlagen.
Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Obs automatisch nach Bedarf vom Zug ausgelöst wird, oder ob ein Mensch eine Kurbel in Bewegung setzen muß (von Hand oder per Motor).

Großdüngen im tiefsten Niedersachsen. Der letzte Posten der deutschen Bahn.. Wenn der Zug naht, ist ein Mann zur Stelle: Schrankenwärter Laumann., oder wenn der Link zu lange dauert, auch bei Youtube: Der Schrankenwärter Blues

Der eine, allerletzte, genügt wirklich. Mehr braucht man nicht...

Aber vor mindestens fünf Jahren behauptete die Eisenbahnromantik des SWR, es würde noch etwa 70 geben.

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Die Forumsleitung muß endlich persönliche Herabsetzungen und Pöbeleien unterbinden



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.2014 14:58 von L.Willms.
Zitat
VvJ-Ente
@Mario: Ja, und am 3.6.1998 rammte in Eschede ein entgleister ICE einen Brückenpfeiler. Und nu? Brücken auch abschaffen und stattdessen Helikopter-Shuttles zum Überqueren einer Bahnlinie einrichten?
Zitat
Bürgermeister
Es werden immerhin keine Pfeiler mehr zwischen Gleise gesetzt.
Zitat
DonChaos
Da hab ich die Fotos vom Ostkreuz aber anders in Erinnerung.
Zitat
Pedalritter
Ostkreuz ist ein Bahnhof wo auch durchfahrende Züge keine 100km/h erreichen werden. Somit ist die Gefahr, da[ss] ein entgleisender und die Pfeiler rammender Zugteil den oberen Bahnhofsteil zum Einsturz bringt, sehr gering.
Weiterhin sind die Pfeiler im Bf Ostkreuz um ein vielfaches massiver als die dünnen Stelzen von normalen Straßenbrücken.

Und? Ist man, wenn man mit voller Geschwindigkeit dagegenfährt, anschließend etwas weniger tot, bloß weil die Brücke danach nicht auf einen draufgestürzt ist?

Bürgermeister schrieb, dass seit Eschede keine Brückenpfeiler mehr zwischen Gleise gesetzt werden. Ich gab ein Gegenbeispiel. Viele andere lassen sich sicherlich noch finden.
Das da ist ganz sicher nicht der einzige, allerletzte handgekurbelte Bahnübergang in Deutschland. Erst recht nicht im Jahre 2006 gewesen ;)

Edit: Wie du schreibst, irgendwas mit 70...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.2014 15:00 von les_jeux.
Zitat
DonChaos
Und? Ist man, wenn man mit voller Geschwindigkeit dagegenfährt, anschließend etwas weniger tot, bloß weil die Brücke danach nicht auf einen draufgestürzt ist?

Blödsinn a la DonChaos :-(

Gruß
Markus

*** Berlins Straßen sind zu wichtig um sie dem ÖPNV allein zu überlassen ***
Die Hauptlehre aus Eschede waren die Radreifen, nicht die Brücke.

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Zitat
Bürgermeister
Zitat
VvJ-Ente
@Mario: Ja, und am 3.6.1998 rammte in Eschede ein entgleister ICE einen Brückenpfeiler. Und nu? Brücken auch abschaffen und stattdessen Helikopter-Shuttles zum Überqueren einer Bahnlinie einrichten?

Es werden immerhin keine Pfeiler mehr zwischen Gleise gesetzt.

Nicht ganz. Man setzt keine Brückenpfeiler mehr in die Nähe von Weichen bzw. baut keine Weichen mehr in die Nähe von Brückenpfeilern. Ob die zulässige Vmax auch ein Kriterium ist, weiß ich nicht.
Zitat
willi79
Zitat
Bürgermeister
Zitat
VvJ-Ente
@Mario: Ja, und am 3.6.1998 rammte in Eschede ein entgleister ICE einen Brückenpfeiler. Und nu? Brücken auch abschaffen und stattdessen Helikopter-Shuttles zum Überqueren einer Bahnlinie einrichten?

Es werden immerhin keine Pfeiler mehr zwischen Gleise gesetzt.

Nicht ganz. Man setzt keine Brückenpfeiler mehr in die Nähe von Weichen bzw. baut keine Weichen mehr in die Nähe von Brückenpfeilern. Ob die zulässige Vmax auch ein Kriterium ist, weiß ich nicht.

Das stimmt nicht ganz. Man baut keine Pfeiler mehr zwischen die Gleise, sondern eher Wandscheiben. Kann man in Beußelstraße schön sehen. Da (und auch überall sonst) wurden die Pfeiler durch eine Betonwand ersetzt. Der Unfall hatte sogar Auswirkungen auf Autobahnen, an denen einige Pfeiler auch verstärkt wurden. Aber DonChaos hat da schon recht, wenn jetzt so ein ICE gegen eine Wandscheibe knallt, gibt die nicht mehr nach. Ob da jetzt überall auch die Weichen verschwunden sind, weiß ich nicht. Aber als der ICE damals im Landrückentunnel auf die Schafe gefahren ist, war es wohl auch eher Glück, dass sich da kein Waggon quer gestellt hat. Kann aber auch sein, dass man jetzt nur noch pfeilerlose Brücken bauen darf (Der Neubau über die S1 in Schöneberg hat auch keine Pfeiler mehr, oder?).

Höchst gefährlich ist so ein Crash aber auf jeden Fall. Aber wenigstens fällt einem nicht auch noch der "Himmel auf den Kopf" und zermalmt den Zug.
Zitat
VvJ-Ente
@Mario: Ja, und am 3.6.1998 rammte in Eschede ein entgleister ICE einen Brückenpfeiler. Und nu? Brücken auch abschaffen und stattdessen Helikopter-Shuttles zum Überqueren einer Bahnlinie einrichten?

Man hat schon Konsequenzen daraus gezogen. Die neuen Brücken dürfen nicht mehr mit Pfeiler gebaut werden. Auf Hochgeschwindigkeitsstrecken sollen möglichst keine Weichen vor Brücken geben.
Zitat
Henning
Man hat schon Konsequenzen daraus gezogen. Die neuen Brücken dürfen nicht mehr mit Pfeiler gebaut werden. Auf Hochgeschwindigkeitsstrecken sollen möglichst keine Weichen vor Brücken geben.

Beleg? Die NBS Erfurt-Leipzig/Halle wird an mehreren Stellen Weichen direkt vor/unter Brücken aufweisen, im 300 km/h-Bereich. Und die finale Planfeststellung erfolgte erst nach Eschede.

André
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