Die Morgenpost berichtet über neue länderübergreifende Bahnprojekte:
[www.morgenpost.de]

Dabei auch die Heidekrautbahn. Klingt aber so als wäre das kein Teil der Rahmenvereinbarung, sondern nur ein Diskussionspunkt für einen perspektivischen Wiederaufbau...
Moin!

Ich halte nichts von Batterieloks, lieber gleich richtig machen. In Deutschland ist einfach viel zu wenig elektrifiziert, nur ca. 60%. Schweiz: 100%.

iGEL
Gerade bei der Bahn könnte es mit den Batterieloks - oder besser Batterietriebwagen - aber schon sinnvoll sein. Gerade bei Verkehren von einer Großstadt über eine elektrifizierte Hauptstrecke zu einer nichtelektrifizierten Nebenstrecke hat man nur eine sehr begrenzte Strecke, die ohne Oberleitung gefahren wird und man hat einen längeren Zeitraum, um die Akkus wieder zu laden. Die Ladeinfrastruktur hat man Dank Oberleitung auch an vielen Orten bereits. Da hat man die ganzen Nachteile, vom E-Bus überhaupt nicht. Außerdem ist die Bahn wesentlich toleranter was das Gewicht der Akkus angeht.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Gerade bei Verkehren von einer Großstadt über eine elektrifizierte Hauptstrecke zu einer nichtelektrifizierten Nebenstrecke hat man nur eine sehr begrenzte Strecke, die ohne Oberleitung gefahren wird und man hat einen längeren Zeitraum, um die Akkus wieder zu laden.

Als bestes Beispiel wäre hier der RE 66 zu nennen, der den größten Teil seiner Strecke unter Strom dieselt.
Dennoch erachte auch ich eine hundertprozentige Elektrifizierung als sinnvoll.
Die Heidekrautbahn elektrisch? Das wäre ja noch schöner.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Hallo!
Vielleicht weiß jemand noch, ob es bis 1961 noch ein befahrbares Gleis auf der Nordbahn bis Wilhelmsruh gab und eine Überfahrtmöglichkeit oder Überführungsmöglichkeit in die Dampf S-Bahn?
Noch eine Frage.
Mehrfach wurde erwähnt, daß es Baurecht (also einen Planfeststellungsbeschluß) für die Reaktivierung der Heidekrautbahn gibt. Schließt der den Bereich Haltepunkt Wilhelmsruh resp. Anbindung an die Nordbahn ein. Wenn ja dann müßte ja eigentlich klar sein, wie das Ganze konfiguriert ist.
Grüße
Meines Wissens ist das geklärt. Eine Rampe im Bogen auf die Nordbahn. Parallel ein Seitenbahnsteig zum S-Bahnsteig Wilhelmsruh an der eingleisigen Regiobahn (Güterbahn). Ob die Fortführung dieses Gleises nach Gesundbrunnen auch schon enthalten ist, weiß ich nicht. Ist wohl vom Ausbau der Nordbahn abhängig. Ich gehe davon aus, dass es vor 1961 ein Gütergleis bis Wilhelmsruh und darüber hinaus gab. Existierte die Nordbahn als solche nicht eigentlich noch?

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Zitat
Heidekraut
Ich gehe davon aus, dass es vor 1961 ein Gütergleis bis Wilhelmsruh und darüber hinaus gab. Existierte die Nordbahn als solche nicht eigentlich noch?

Ja, klar. Die Besatzungsmacht hatte 1945 nur ein Gleis der Nordbahn demontieren lassen.
Die Übernahme des Betriebes auf der Heidekrautbahn durch die Deutsche Reichsbahn im Juli 1950 führte zur Verlängerung der Zugläufe bis Stettiner Bahnhof / Nordbahnhof und entlastete spürbar die S-Bahn. Allerdings wurde der Nordbahnhof 1952 stillgelegt und der Reisezugverkehr auf der Nordbahn bis zum neu gebauten Außenring eingestellt. Die Heidekrautbahn endete dann wieder in Wilhelmsruh. Über Wilhelmsruh hinaus gab es aber weiter Güterverkehr zum Güterbahnhof Hermsdorf, noch bis zum Beginn des zweigleisigen Ausbaus der S1 durch Senat / BVG 1986.
Seitdem ist Schönholz Ende Gelände für die Nordbahn in Berlin.

so long

Mario



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.09.2017 15:29 von der weiße bim.
Zitat
Heidekraut
Meines Wissens ist das geklärt. Eine Rampe im Bogen auf die Nordbahn. Parallel ein Seitenbahnsteig zum S-Bahnsteig Wilhelmsruh an der eingleisigen Regiobahn (Güterbahn). Ob die Fortführung dieses Gleises nach Gesundbrunnen auch schon enthalten ist, weiß ich nicht. Ist wohl vom Ausbau der Nordbahn abhängig.

Um es etwas zu präzisieren: Eine Rampe im Bogen auf den zu verbreiternden Damm neben die Nordbahn. Dort mit Seitenbahnsteig. Dahinter ist Planfeststellungsgrenze. Nichtsdestotrotz weist der PFB bereits nachrichtlich die Einbindung in eine wiederaufgebaute Nordbahn aus, insbesondere die denkbare Lage der zugehörigen Weichen (noch vor der EÜ) unter Beachtung der verschobenen Gleisachsen der Nordbahn-Ferngleise.

Viele Grüße
André
Schafft es jemand am Montag, den 27.11. - 18 Uhr zur Infoveranstaltung über die Heidekrautbahn in Wandlitz zu fahren und danach zu berichten?

[www.moz.de]
Zitat
der weiße bim
Über Wilhelmsruh hinaus gab es aber weiter Güterverkehr zum Güterbahnhof Hermsdorf, noch bis zum Beginn des zweigleisigen Ausbaus der S1 durch Senat / BVG 1986.

Wurde erst zu diesem Zeitpunkt der Brückentrog in Waidmannslust ausgehoben oder fuhren die Güterzüge am Bahnsteig entlang?

Gruß
Salzfisch

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Berlins Straßen sind zu eng, um sie mit Gelenkbussen zu verstopfen!
Zitat
Salzfisch
Wurde erst zu diesem Zeitpunkt der Brückentrog in Waidmannslust ausgehoben oder fuhren die Güterzüge am Bahnsteig entlang?

Kann ich aus eigenem Erleben nicht sagen.
Aus den einschlägigen Quellen geht aber hervor, dass 1945 zu Reparationszwecken für die Besatzungsmacht die zweiten Gleise der Fern- und Vorortbahn abgebaut wurden. Um die Zugfolge wieder auf 20 min zu bringen erhielten die Bahnhöfe Waidmannslust und Frohnau 1948 eine Kreuzungsmöglichkeit. Damit gab es wieder drei Gleise im Bahnhof Waidmannslust. Der Güterverkehr verblieb also auf dem Ferngleis, auch nach Unterbrechung der Strecke am 13. August 1961.
Daraus kann man schlussfolgern, dass erst mit Beginn des Streckenausbaus der S-Bahn durch Senat und BVG 1986 der Güterverkehr zum Güterbahnhof Hermsdorf endete. Der Brückenüberbau könnte durch die neuen Gleisabstände der S-Bahn bedingt, im Zuge der Bauarbeiten entfernt worden sein.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Salzfisch
Wurde erst zu diesem Zeitpunkt der Brückentrog in Waidmannslust ausgehoben oder fuhren die Güterzüge am Bahnsteig entlang?

Daraus kann man schlussfolgern, dass erst mit Beginn des Streckenausbaus der S-Bahn durch Senat und BVG 1986 der Güterverkehr zum Güterbahnhof Hermsdorf endete. Der Brückenüberbau könnte durch die neuen Gleisabstände der S-Bahn bedingt, im Zuge der Bauarbeiten entfernt worden sein.

Der Güterverkehr zum Güterbahnhof Hermsdorf endete 1986 mit Schließung der Volta-Werke. Von 1970 bis 1986 wurde dafür das S-Bahngleis benutzt. Die Planungen zum Ausbau der Strecke berücksichtigen die Bedienung des Güterbahnhofes. Nach Schließung des Tarifpunktes Berlin-Hermsdorf wurden die Fahrmöglichkeiten von der BVG ausgebaut.
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