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Spandau wieder mit Straßenbahn?
geschrieben von Bahnknoten 
Ikea stellt den Bahnhofsbausatz zur Verfügung...
@s&r: Da hast du dich in der Jahreszahl vertan. Die Einleitung der Planfeststellungsverfahren hatte bereits Senator Geisel für Sommer 2016 angekündigt. Dann wurde es Herbst (und es wurde gewählt). Wir sind hier also mittlerweile ein ganzes Jahr im Verzug, insofern bin ich natürlich ungeduldig und werde langsam skeptisch.

Es ist auch kein Geheimnis, dass der alte Senat mit seinen U-Bahn-Prüfaufträgen da ein recht dickes Ei hinterlassen hat, das Mitarbeiterkapazität an der falschen Stelle bindet. Ebensowenig geheimnisvoll ist die Tatsache, dass die Leitungsstelle im ÖPNV-Referat durch Verrentung von Herrn Schwipps neu besetzt wird und dass es arge Probleme gibt die neu geschaffenen Planungsstellen zu besetzen.

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Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
@Jay, du hast vollkommen recht, die genannten Projekte wurden ja schon von der Vorgängerregierung angeschoben. Mit "Sommer 2017" bezog ich mich auf die Aussagen der neuen Regierung. Die Versprechungen der 'alten' habe ich damals schon nicht ganz ernst genommen. Immerhin waren von der Zweierkoalition 1 1/2 Parteien arg straßenbahnfeindlich eingestellt. In der aktuellen Konstellation sind das von drei Parteien nur noch eine halbe ;) Das ist schon eine vielversprechendere Quote. Auch einem Senator Geisel habe ich seinen Enthusiasmus für die Elektrische nie wirklich abgenommen.

Goldig fand ich auch das - offizielle - Statement der Altregierung, der Platz vor dem Roten Rathaus sei ja durch die U-Bahnbaustelle blockiert, deswegen könne man mit der Planung einer Straßenbahn zum Potsdamer Platz erst anfangen, wenn die Oberfläche wiederhergestellt sein. Das ist ja schon mutwillige Verschleppung.

Wer oder was ist ein Herr Schwipps? Heißt der wirklich so? Was weißt Du, was ich nicht weiß?
Zitat
micha774
Zitat
Heidekraut
Wie wär's denn mit einem Regionalbahnhalt an der Charlottenburger Chaussee/Spandauer Damm?

Clever. Gebaut und bezahlt von Ikea ;-)

Jetzt ohne Witz, IKEA baut gerade in Karlsruhe eine neues Geschäft und möchte auch den kompletten barrierefreien Um- und Ausbau der zugehörigen Haltestelle (Weinweg) durchführen.
Ist doch okay. Wie war es eigentlich bei dem ehemaligen Bahnhof "Herlitzwerke"? Ist da Geld für die Namensgebung geflossen?
Ich glaube Herlitz hat nicht nur für den Namen bezahlt...

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
In Lübeck gibt es eine noch recht junge Bahnhaltestelle "Lübeck Danischburg IKEA", die m.W. maßgeblich von den Schweden finanziert wurde.
Die Strecke zur Haltestelle "Sparkasse Am Butzweilerhof" in Köln wurde ebenfalls teils privat finanziert, was sich eben auch im Namen der Station wieder findet.

Der Initiator und Finanzier der S-Bahnstation Bernau-Friedenstal hat auf derlei Werbung verzichtet. Ob die Krieger-Straßenbahn über den alten Güterbahnhof Pankow nun noch kommt, weiß ich nicht. Aber das wäre ja auch ein ähnliches Beispiel.

~ Es nützt nichts dass du schlau bist wenn du du doof bist. Hagen Rether ~
Zitat
micha774
Nicht nur die Heerstr. war prädestiniert dafür.
Wenn ich mich nicht irre war der gesamte Mittelstreifen des (heutigen) Mariendorfer Damms mit Gleisen belegt.
Heute fahren dort pro Stunde 6 Wagen X76 und 6 Wagen M76 entlang sowie tlw.der 179er. Und zu Schulzeiten nochmal drei Busse M76 extra, womit in Spitzenzeiten 30 Wagen die Stunde zwischen Alt-Mariendorf und Tauernallee entlangfahren, rechnerisch also alle 2min.

Nicht zu vergessen, früher fuhr da ja auch noch zusätzlich der "376er" bzw. der alte "7er"
(Wünsdorfer Str./Blohmstr. bzw. Lichtenrade, Egestorffstr. via Richard-Tauber-Damm, Säntisstr. und Mariendorfer Damm zum U-Bhf. Alt-Mariendorf).
Zitat
Nemo
Ich glaube Herlitz hat nicht nur für den Namen bezahlt...

Ja, meines Wissens hätte es diesen Bahnhof (bzw. Hp) gut 700 m hinter Albrechtshof ohne Herlitz-Lobbying und Finanzierung nie gegeben. Typische Unsinnslösung im Kompetenzgeflecht zweier Bundesländer.
Gelöscht.

Euer Bahnknoten



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.06.2017 14:14 von Bahnknoten.
Zitat
GraphXBerlin
Was ich mich aber frage: Die U-Bahnanbindung nebst S-Bahn sind ja nur Wege in die City. Seit wann herrscht also dieses schlechte Busangebot in Spandau? War es vor dem Mauerfall besser? Mehr Linien oder dichtere Takte? Was ist das Problem mehr DL in Spandau einzusetzen. Wurde hier am Bedarf vorbeigeplant oder eingespart?

Würde eine Straßenbahn wirklich Abhilfe schaffen? Auch eine Straßenbahn ist schnell überfüllt bzw. fallen für eine Straßenbahn ja dann logischerweise Buslinien weg.

Das Busangebot in Spandau ist seit Jahrzehnten gleich. Nur Richtung Ruhleben wurde es mit der Wiedereröffnung der S-Bahn eingeschränkt.

DL lohnt kaum, da die meisten Fahrstrecke zu kurz sind, als das die Leute nach oben gehen.

Ansonsten ist das Problem, es sind so viele Fahrgäste, dass die Busse überlastet sind. Oft fahren die im 2-Minuten-Abstand. Das war vor 1997 auch in Saarbrücken so. Heute reicht ein 7 1/2-Minutentakt mit 38m- Zügen.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Pedalritter
Vom "großen" Gründer Manfred Kurt Vormelker ist nichts mehr zu lesen.

Er war ja auch nur der Vormelker.

Und wie man so hört und liest, hält dieser Vormelker das Tramthema in Spandau am Köcheln. Worauf auch die jüngste Bürgerversammlung mit Verkehrssenatorin Regina Günther im Spandauer Rathaus hindeutete. Und am Ende nach einem Einwand dieses Vormelkers sogar die grüne Bundestagskandidatin Bettina Jarrasch einen Inselbetrieb für Spandau forderte. Das es soweit ist, da muss man viel Wühlarbeit im Hintergrund leisten. Die IST hat es wohl gemacht und ist auf ihren Seiten sehr munter.

Sympathisch ist es auch, dass man eher im kleinen Kreis arbeitet. Getreu dem Motto von Schopenhauer, dass es einer Sache besser bekommt, wenn sich wenige Leute dafür erwärmen, als viele sich erhitzen.Jedenfalls haben Spandaus Tramfreunde mehr erreicht, als alle Kritikaster hier zusammen genommen.

Meinen Glückwunsch dazu.
Wirklich relevant wäre, dass auch entscheidenden Personen davon überzeugt und diese Sache mal ernsthaft überlegt würde. Es ist ja nett,dass ein paar Einzelne darüber nachdenken, aber es müsste eine breitere Debatte stattfinden, mit konkreteren Vorschlägen.
Der Bürgermeister und die SPD wollen die Tram, die Grünen liebäugeln seit Neuestem mit einer chinesischen Busbahn, CDU und FDP wollen die U-Bahn, die Stadtteilvertretungen die Tram. Da ist noch viel Überzeugungsarbeit notwendig. Hilfreich ist es nicht, wenn Leute von Initiativen hier madig gemacht werden. Nur weil sie sich in einer Staakener Pizzeria trafen. Die IST tagt immer in anderen Ortsteilen. Lädt aber nicht öffentlich mehr ein. Das tat der Arbeit insgesamt gut. Und hält Querokaster fern.
Ich glaube, die IST kann bis jetzt ganz zufrieden sein. Aus einer scheinbar aussichtslosen Position heraus ist es ihr gelungen, die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs in Spandau ernsthaft diskutabel zu machen.

Wünschen würde ich mir eine INT - eine Initiative Neuköllner Tram, die die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs zum Hermannplatz im Bezirk Neukölln konsensfähig macht.
Zitat
Marienfelde
Ich glaube, die IST kann bis jetzt ganz zufrieden sein. Aus einer scheinbar aussichtslosen Position heraus ist es ihr gelungen, die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs in Spandau ernsthaft diskutabel zu machen.

Wünschen würde ich mir eine INT - eine Initiative Neuköllner Tram, die die Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebs zum Hermannplatz im Bezirk Neukölln konsensfähig macht.

Danke für deine Worte. Ich denke, helfen könnte da das Bündnis Pro Straßenbahn, was aber SPD gesteuert ist. Oder ich gebe es mal so der IST weiter. Oder du nimmst mal direkt Kontakte auf.
Zitat
Bahnknoten
die Grünen liebäugeln seit Neuestem mit einer chinesischen Busbahn

Weißt Du dazu näheres? Bei der verkehrspoltischen Veranstaltung vor einigen Wochen im Spandauer Rathaus war davon nichts zu spüren.

Für eine chinesische Busbahn zu plädieren, halte ich in etwa für so sinnvoll, als würde man für Spandau ein Straßenbahnsystem in Breitspur fordern.

Wer richtet den Grünen in Spandau aus, dass Frankreich gerade dabei ist, sich von einigen eben dieser Busbahn-Systeme zu verabschieden? Caen arbeitet daran, die Gummirad-Straßenbahn kurzfristig durch eine richtige (also auf Stahlrädern) zu ersetzen, und auch in Nancy haben Exeprten kürzlich für den Ersatz der Gummirad-Straßenbahn durch ein klassisches System plädiert. Dies ist insoweit erstaunlich, als Nancy einen größeren Stadtteil hat, wo eine Gummiradbahn an sich echte Systemvorteile bietet. Gemeint ist ein Quartier, das nur über eine steigungsreiche Straße von Nancy her erreicht werden kann. Doch wenn man zumindest einer der Veröffentlichungen glauben kann, sind die Betriebskosten dieser Gummiradbahnen so ungünstig, dass selbst aufwändige Trassenbauten für die klassische Straßenbahn immer noch als das "kleinere Übel" erscheinen.

Näheres hier (wer des französischen mächtig ist):

[www.estrepublicain.fr]
[www.estrepublicain.fr]
Hier der "Original Sound Track" der Grünen. Sollte für alle lesbar sein.

[m.facebook.com]
Zitat
Bahnknoten
Hier der "Original Sound Track" der Grünen. Sollte für alle lesbar sein.

[m.facebook.com]

Danke für den Link !

Die bisherigen Kommentare zu den Gummirad-Bahnen dort sind überwiegend kritisch. Warum müssen
eigentlich Politiker/innen immer wieder über jedes Stöckchen springen, das hingeworfen wird !? Fehlt
noch die Monorail ... ;-)
Zitat
Bovist66
Zitat
Bahnknoten
Hier der "Original Sound Track" der Grünen. Sollte für alle lesbar sein.

[m.facebook.com]

Danke für den Link !

Die bisherigen Kommentare zu den Gummirad-Bahnen dort sind überwiegend kritisch. Warum müssen
eigentlich Politiker/innen immer wieder über jedes Stöckchen springen, das hingeworfen wird !? Fehlt
noch die Monorail ... ;-)

@ Bahnknoten: Danke auch! Eine gewisse Offenheit gegenüber neuen Ideen und Konzepten ist zunächst ja nicht verkehrt. Ich glaube aber, "im Fall Spandau" sind die Grünen mit dem Führen solcher Debatten nicht gut beraten.

Die Straßenbahn polarisiert, weil sie Platz benötigt, Parkplätze und Fahrspuren "kosten" wird. "Straßenbahnen in Spandau lehnen wir ab, da diese den Autoverkehr unverhältnismäßig stark belasten würde.", hieß es auf Seite 9 des bezirklichen Wahlprogramms der Spandauer CDU.

Vielleicht könnten es die Spandauer Grünen ja umgekehrt versuchen: Auch in der Spandauer CDU gibt es mit einiger Sicherheit Leute, die der Straßenbahn positiv gegenüberstehen. Ich würde versuchen, diese Leute zu suchen und zu finden.

Einen schönen Mittwoch (nicht Dienstag, ich war wohl hinter der Zeit) wünscht Euch
Marienfelde



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.06.2017 10:01 von Marienfelde.
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