Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Vergessene Orte: Die Siemensbahn
geschrieben von Tradibahner 
Zitat
Ferkeltaxe
Das sicherlich nicht. Doch dies ist auch gar nicht die Frage! Die Frage ist, gibt es künftig durch eine veränderte Siedlungs- und Nutzungsstruktur im Einzugsgebiet der Siemensbahn (und eventueller Verlängerung) und durch die dann bestehenden Verkehrsbeziehungen ausreichend Potenzial, die Strecke in originaler oder erweiterter Länge zu reaktivieren.

Die Frage kann man sich mit den geplanten Bebauungen selbst beantworten. Nein, die Siemensbahn wird sich nicht mehr rentieren. Die U7 hat das Einzugsgebiet der Bahnhöfe Wernerwerk und Siemensstadt übernommen.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Ferkeltaxe
Das sicherlich nicht. Doch dies ist auch gar nicht die Frage! Die Frage ist, gibt es künftig durch eine veränderte Siedlungs- und Nutzungsstruktur im Einzugsgebiet der Siemensbahn (und eventueller Verlängerung) und durch die dann bestehenden Verkehrsbeziehungen ausreichend Potenzial, die Strecke in originaler oder erweiterter Länge zu reaktivieren.

Die Frage kann man sich mit den geplanten Bebauungen selbst beantworten. Nein, die Siemensbahn wird sich nicht mehr rentieren. Die U7 hat das Einzugsgebiet der Bahnhöfe Wernerwerk und Siemensstadt übernommen.
Sicherlich. Aber was ist mit einer eventuellen Verlängerung Richtung Haselhorst oder weiter nach Hakenfelde?

Ich bleib dabei. Man weiß nie wie sich die Stadt städtebaulich in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. Fakt ist, dass die Stadt schneller wächst, alsdaß die Anpassung des Nahverkehrs hinterherkommt. Somit sollte man lieber für tote Areale zahlen anstatt später teure Neubauten machen zu müssen.

"Zielverzeichnis Berlin 2016 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Zitat
GraphXBerlin
Sicherlich. Aber was ist mit einer eventuellen Verlängerung Richtung Haselhorst oder weiter nach Hakenfelde?

Auch nicht. Abgesehen von den Erschließungsdefiziten (Richtung Haselhorst liegt der Kanal dazwischen) und den baulichen Hürden (nach Hakenfelde muss man über die breite Havel).

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
GraphXBerlin
Ich bleib dabei. Man weiß nie wie sich die Stadt städtebaulich in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. Fakt ist, dass die Stadt schneller wächst, alsdaß die Anpassung des Nahverkehrs hinterherkommt. Somit sollte man lieber für tote Areale zahlen anstatt später teure Neubauten machen zu müssen.

Doch das weiß man sehr gut, schließlich gibt es den FNP nicht aus langer Weile.

--------------------------------------
Gruß Ronny

besser keine Strassenbahn als keine U-Bahn
...der sich gerne ändert.

"Zielverzeichnis Berlin 2016 - Eine Sammlung" >> Infos bei Facebook "GraphX Berlin"
Zitat
GraphXBerlin
...der sich gerne ändert.

Jenau! Und deshalb: erstmal abwarten und Tee trinken, kein voreiliger Aktionismus gegen eine gewidmete Trasse. Entwidmet ist schnell und leicht.
Zitat
Ronny_Sommer
Zitat
GraphXBerlin
Ich bleib dabei. Man weiß nie wie sich die Stadt städtebaulich in den nächsten Jahrzehnten verändern wird. Fakt ist, dass die Stadt schneller wächst, alsdaß die Anpassung des Nahverkehrs hinterherkommt. Somit sollte man lieber für tote Areale zahlen anstatt später teure Neubauten machen zu müssen.

Doch das weiß man sehr gut, schließlich gibt es den FNP nicht aus langer Weile.

Auch im aktuellen Stadtentwicklungsplan Wohnen 2025 [www.stadtentwicklung.berlin.de] ist auch längerfristig keinerlei Neubebauung im Bereich der Siemensbahn geplant.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
...

Auch im aktuellen Stadtentwicklungsplan Wohnen 2025 [www.stadtentwicklung.berlin.de] ist auch längerfristig keinerlei Neubebauung im Bereich der Siemensbahn geplant.

Daraus lässt sich aber noch immer kein gewichtiger Grund ableiten, die Trasse heute zu entwidmen. Ich wiederhole: Wenn weg, dann weg!

Gruß
Die Ferkeltaxe
Zitat
Ferkeltaxe
Daraus lässt sich aber noch immer kein gewichtiger Grund ableiten, die Trasse heute zu entwidmen.

Hier wird seit fast vier Jahrzehnten ein totes Pferd geritten.
Ein Bahnbetreiber wird zu (für ihn) sinnfreien Geldausgaben gezwungen. Diese Mittel wären an anderer Stelle im Konzern besser angelegt, wo sie den Verkehrskunden einen Nutzen bringen.

so long

Mario
Zitat
der weiße bim
Zitat
Ferkeltaxe
Daraus lässt sich aber noch immer kein gewichtiger Grund ableiten, die Trasse heute zu entwidmen.

Hier wird seit fast vier Jahrzehnten ein totes Pferd geritten.
Ein Bahnbetreiber wird zu (für ihn) sinnfreien Geldausgaben gezwungen. Diese Mittel wären an anderer Stelle im Konzern besser angelegt, wo sie den Verkehrskunden einen Nutzen bringen.

Trittbrettfahrer schrieb ein paar Beiträge weiter vorn: "... war wohl was mit 10.000 - 20.000 EUR, die jährlich die Siemensbahn den DB Konzern kostet." Ist ja irre viel! Wenn das so ist, dann kann ich hier nur müde lächeln. Von mir aus soll man diese 20.000 Euro irgendwoanders besser anlegen - es ist doch ein Witz, wenn ich für diesen lumpigen Betrag eine Trasse vor der Entwidmung verschone. Was kostet die Planung und Erstellung neuer Trassen inklusive Grundstückserwerbs in genutzten oder gar bebauten Gebieten???
Lasst liegen das Ding und pflegt es ein Wenig für 10-20T€ jährlich! (Soviel kostet heute manch ein Kleinwagen! Wovon reden wir hier also?)

Gruß
Die Ferkeltaxe
Ich finde den Satz
Zitat
der weiße bim
Diese Mittel wären an anderer Stelle im Konzern besser angelegt, wo sie den Verkehrskunden einen Nutzen bringen.
viel lustiger. Wo sollen die denn angelegt werden? 100-Euro-Scheine ersetzen das Klopapier auf dem Dienstklo von Pofalla?
Na ja, es sollte aber schon zu denken gaben, wenn eine Trasse für den Sankt-Nimmerleins-Tag freigehalten wird, obwohl sie als öffentliche Fläche viel sinnvoller genutzt werden könnte. Fakt ist, dass das einer der größten Schandflecken im Westen der Stadt ist. Nicht mal die Bahnhofsgebäude (oder das was davon übrig ist) können noch vermietet werden. Also was soll das Ganze?

Mit einer Entwidmung, aber ohne Privatisierung oder gar Bebauung, wäre eindeutig mehr gewonnen. Stattdessen gewinnt, wie so oft in Berlin, die Einfalt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.2017 19:35 von hvhasel.
Zitat
hvhasel
Na ja, es sollte aber schon zu denken gaben, wenn eine Trasse für den Sankt-Nimmerleins-Tag freigehalten wird, obwohl sie als öffentliche Fläche viel sinnvoller genutzt werden könnte. Fakt ist, dass das einer der größten Schandflecken im Westen der Stadt ist. Nicht mal die Bahnhofsgebäude (oder das was davon übrig ist) können noch vermietet werden. Also was soll das Ganze?

Mit einer Entwidmung, aber ohne Privatisierung oder gar Bebauung, wäre eindeutig mehr gewonnen. Stattdessen gewinnt, wie so oft in Berlin, die Einfalt.

1. Wie sollte diese öffentliche Nutzung eines schmalen Bahndammes bzw. Viaduktes aussehen? Wenn man nicht abtragen will (Trifft hier nicht sogar Denkmalschutz zu?), bleiben Flaniermeile in einem ehemaligen Industrieareal (!!!???) oder Radweg oder...
2. Der Einschätzung als Schandfleck stimme ich durchaus zu.
3. Warum kann man nicht die Bauten und Flächen, die nicht unmittelbar einem früheren und potenziellen Bahnbetrieb dienten bzw. dienen würden, wieder herrichten oder ggf. behutsam umbauen und einer kommerziellen bzw. öffentlichen Nutzung zuführen? Das macht die Bahn inzwischen in bald jedem noch genutzten Bahnhof, wobei sie hier natürlich als Vermieter auftritt. Würde hier auch gehen, wenn es Sinn machte.
2. Was folgt wohl auf eine Entwidmung? Die Trasse ist als solche als öffentliche Verkehrsfläche entweiht und die Stadt oder Private müssten sie übernehmen, damit sich dort letztlich auch was tut. Die Stadt wird es wohl aus finanziellen Gründen eher nicht sein. Oder nur anteilig. Also bleiben primär private Investoren. Zudem wird sich die Bahn wohl weigern, Viadukte, Damm und Brücken auf ihre Kosten rückzubauen mit der Begründung, dass man sich wiederholt zu einer Reaktivierung bereiterklärt hat, jedoch nie eine entsprechende Beauftragung durch das Land erfolgte. Zudem habe die DB AG seit 1994 nur Geld in die Erhaltung für die Zukunft gesteckt und nun solle sie auch noch für den Rückbau aufkommen - Nein. Usw. usf. Bleiben wieder nur die Stadt und die Privaten. Also vorrangig Letztere... Gibt es ernsthafte Interessenten?
Zitat
Ferkeltaxe
Trittbrettfahrer schrieb ein paar Beiträge weiter vorn: "... war wohl was mit 10.000 - 20.000 EUR, die jährlich die Siemensbahn den DB Konzern kostet." Ist ja irre viel!

Der Zeitraum 2013 bis 2015 erforderte 135.000€. Wie kommst du da auf 10.000-20.000€ jährlich?

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Zitat
B-V 3313
Zitat
Ferkeltaxe
Trittbrettfahrer schrieb ein paar Beiträge weiter vorn: "... war wohl was mit 10.000 - 20.000 EUR, die jährlich die Siemensbahn den DB Konzern kostet." Ist ja irre viel!

Der Zeitraum 2013 bis 2015 erforderte 135.000€. Wie kommst du da auf 10.000-20.000€ jährlich?

Ich habe Trittbrettfahrer zitiert. Steht ja auch da: "Trittbrettfahrer schrieb ein paar Beiträge weiter vorn:..."
Frag ihn, wo er diese Zahlen her hat. Ich dagegen habe letztens aus dem Mund eines Bahnverantwortlichen etwas von 500.000€ vernommen, was ich aber ebenfalls weiter oben schon in Zweifel gezogen hatte. Zumal ja auch immer der Bezug zu einem Zeitraum stimmen muss, der da fehlte.

Bei den von dir genannten 135T€ handelt es sich um einen 3-Jahreszeitraum. Im Jahresdurchschnitt haben wir dann also 45T€... (Woher stammt die Aussage zu den 135T€ für 2013-15? Wäre interessant zu wissen.)
Büdde sehr:

Zitat
schallundrausch
Zitat
Der Tagesspiegel
Wird die Siemensbahn reaktiviert?

Die S-Bahntrasse endet ganz in der Nähe, am Bahnhof Gartenfeld. Züge fahren hier seit 1980 nicht mehr. Trotzdem muss die Bahn für die verrotteten Anlagen der Siemensbahn kräftig investieren. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, gab sie im vergangenen Jahr rund 74.000 Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es 47.000 Euro und 2013 kam sie mit rund 12.000 Euro aus, wie die Senatsstadtentwicklungsverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Matthias Brauner mitteilte.

Der Artikel ist von 2016, mit 'letztes Jahr' ist also 2015 gemeint.

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
@B-V 3313
Danke! :-)
Zitat
B-V 3313
Zitat
Ferkeltaxe
Trittbrettfahrer schrieb ein paar Beiträge weiter vorn: "... war wohl was mit 10.000 - 20.000 EUR, die jährlich die Siemensbahn den DB Konzern kostet." Ist ja irre viel!

Der Zeitraum 2013 bis 2015 erforderte 135.000€. Wie kommst du da auf 10.000-20.000€ jährlich?

Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass es sich um horrende Kosten handelt. Und 135.000 EUR für zwei Jahre sind ja noch beträchtlich mehr, als ich es als vermeintliche Erinnerung an einen Artikel abgelegt hatte. Wird wohl die gleiche Quelle gewesen sein.
Zitat

"Ferkeltaxe" am 19.2.2017 um 21.10 Uhr:

Woher stammt die Aussage zu den 135T€ für 2013-15?

"schallundrausch" hat am 18.2.2017 um 20.18 Uhr eine Kurzmeldung des Tagesspiegels vom 10.9.2016 zitiert, die wiederum eine am 26.8.2016 beantwortete parlamentarische Anfrage zitierte, in der ein Abgeordneter der CDU unter anderem nach den jährlich anfallenden Kosten für die Siemensbahn fragte (über die ich auch am 7.9.2016 um 10.28 Uhr berichtete). Die Antwort lautete:

Zitat

Die Kosten trägt die DB Netz AG. Die Kosten bestehen aus Verkehrssicherung und Prüfung von Ingenieurbauwerken. Die Kosten fallen nicht gleichmäßig an. Der jährliche Aufwand der vergangenen drei Jahre ist wie folgt:

2013: rd. 12.000 Euro
2014: rd. 47.000 Euro
2015: rd. 74.000 Euro.

Gruß, Thomas

--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, usenet@krickstadt.de
Zitat
Trittbrettfahrer

Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass es sich um horrende Kosten handelt. Und 135.000 EUR für zwei Jahre sind ja noch beträchtlich mehr, als ich es als vermeintliche Erinnerung an einen Artikel abgelegt hatte. Wird wohl die gleiche Quelle gewesen sein.

Horrende Kosten? Für drei Jahre 135 T€, also 45 T€ im Durchschnitt pro Jahr: meinst du das "horrend" ironisch? Dann wäre ich bei dir.

Wenn man davon ausgeht, dass zu Mähdoofs Zeiten und zu Zeiten von MORA-C die jährlichen Wartungskosten für eine (!) Weiche mit 60 TDM veranschlagt wurden (um damit die Notwendigkeit zu rechtfertigen, dass auf viele Weichen künftig verzichtet werden muss), ist das nämlich nicht viel für eine Hochbahnstrecke!

Was uns die drei Werte für 2013 / 14 / 15 allerdings zeigen, ist eine steigende Tendenz. Wenn auch hier in 2015 mit 74 T€ wohl mal ein Extremwert aufgetreteten ist, so ist auch mir, der klar für den Erhalt der Strecke und gegen deren Entwidmung eintritt, bewusst, dass auch der einfache Erhalt über die Jahre keinesfalls günstiger wird...

Gruß
Die Ferkeltaxe
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen