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Sammelthread: Verkehrspolitik in Berlin
geschrieben von Arnd Hellinger 
Der Bitte von "hansaplatz" folgend, eröffne ich jetzt einmal einen Thread zur umfassenden Diskussion der Berliner Verkehrspolitik...

Viele Grüße
Arnd
Na hoffentlich kommt der Thread hier dann aber auch in Schwung. Ohne Anlasser ist das sehr schwierig.

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Logital bei Twitter.
Schon wieder ein Sammelthread? Das ist total unübersichtlch! Wofür gibt es denn die Möglichkeit, ein eigenes Thema aufzumachen und dieses konkret mit dem jeweiligen Diskussionsthema zu benennen? Ich eröffne hier bald mal einen Sammelthread zum ÖPNV in Berin...

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Nicht-dynamische Signatur



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.2014 11:01 von Lehrter Bahnhof.
Zitat
Logital
Na hoffentlich kommt der Thread hier dann aber auch in Schwung. Ohne Anlasser ist das sehr schwierig.

Hab ichs sich gewusst! Habe mich brav zurückgehalten und in der Invalidenstraßenthread haben die weiter ihren Spaß. ;-)

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Logital bei Twitter.
Wir haben eine Verkehrspolitik in der Stadt?

Momentan dreht sich doch alles um Oranienplatz, Landesbücherei, Tempelhofer Feld...
Nur noch zwei Bewerber zur Ausschreibung der S-Bahn: [www.berliner-zeitung.de]

MfG Holger



[tradibahner.de]


Der Senat will Bauarbeiten im öffentlichen Straßenraum besser koordinieren... [mobil.morgenpost.de]

Viele Grüße
Arnd
Vielleicht könnten wir in diesem Thread die Diskussion über den Verkehr der Ostbahn gen Ostbahnhof weiterführen - s. hier

Eine Unterfahrung halte ich selber für sehr unwahrscheinlich - bevor die Ostbahn zweigleisig und elektrifiziert ausgebaut wurde. Erst danach wird es um eine Einfädelung in den Ostbahnhof interessant, denn wenn die Züge am Ostkreuz verenden und die Stadtbahn nichtmal berühren, wird es eine lebhafte Diskussion geben.
Man könnte ein Gleis an das Gleis, welches vom Ostbahnhof kommend in den Tunnel führt - direkt im Tunnel - anschließen - also sprich von "Norden" kommend an das Gleis heranführen und dann parallel aufsteigen oder einfach mittels einer Weiche verbinden, was dann allerdings wieder nachteilig in Sachen Durchlässigkeit und Zugdichte wäre. Auf jeden Fall wäre dieses Projekt sehr umfangreich und strittig. Wahrscheinlicher ist eine Führung der Züge entlang der VnK-Strecke. Damit könnte weiterhin Ostkreuz angebunden werden, sowie im weiteren Verlauf die Stadtbahn. Eine Führung über Gesundbrunnen halte ich für weniger sinnvoll, da die großen Fahrgastströme gen Neukölln, Tempelhof, Schöneberg etc. benachteiligt werden würden.

Sollten die Fahrplantrassen auf der Stadtbahn nicht ausreichen, könnte man tatsächlich den kompletten Fernverkehr in den Nord-Süd-Tunnel verbannen. Hier ist reichlich Platz vorhanden.
Eine sinnvolle Linienführung wäre:
- Spandau - Hbf (tief) - Südkreuz (- Dresden)
- Spandau - Hbf (tief) - Südkreuz - BER - nach Bw Rummelsburg
- Spandau - Hbf (tief) - Südkreuz - BER (- Cottbus)

Die fettgedruckte Linie wäre tatsächlich sehr erfolgreich, da zum Einen der Fernverkehr schnell in den Hbf geführt wird, den Flughafen BER anbindet und trotz alledem, ohne zu wenden, die Züge das Bw Rummelsburg erreichen.
Der Nachteil wäre, dass Fahrgäste aus dem Ostteil der Stadt weitere Wege zum Fernverkehr haben würden...

LG

Im Untergrund liegen Tunnel ;-)
Zitat
Untergrundratte
- Spandau - Hbf (tief) - Südkreuz - BER - nach Bw Rummelsburg
Der Nachteil wäre, dass Fahrgäste aus dem Ostteil der Stadt weitere Wege zum Fernverkehr haben würden...

Auf die Gefahr hin, dass ich mich sehr unbeliebt mache: kann man nicht noch ein paar S-Bahn-Stationen weiterfahren? 10 Minuten mehr oder weniger machen es bei Fernreisen doch auch nicht mehr, oder?
Zitat
222
Zitat
Untergrundratte
- Spandau - Hbf (tief) - Südkreuz - BER - nach Bw Rummelsburg
Der Nachteil wäre, dass Fahrgäste aus dem Ostteil der Stadt weitere Wege zum Fernverkehr haben würden...

Auf die Gefahr hin, dass ich mich sehr unbeliebt mache: kann man nicht noch ein paar S-Bahn-Stationen weiterfahren? 10 Minuten mehr oder weniger machen es bei Fernreisen doch auch nicht mehr, oder?

Weil die S-Bahn zwischen Alex und Friedrichstraße auch so unglaublich leer ist...

Und nur zur Erinnerung: Das ICE-Werk steht in Rummelsburg und ist darauf ausgelegt hauptsächlich aus westlicher Richtung (Stadtbahn & Ring) angefahren zu werden. Die Einsetzwege zum Ostbahnhof sind wunderbar kurz. Das andere Werk in Rummelsburg hat vor nicht allzu langer Zeit überhaupt erst einmal eine östliche Zufahrt bekommen. Auch hier ist die Hauptausrichtung der Aufstellgruppe aber Richtung Westen.

Muss man denn immer alle Nachteile miteinander verbinden? Die Frankfurter ICE wandern eh bald teilweise in den Tunnel und belasten dann zusätzlich den rar signalisierten Ostring.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Weil die S-Bahn zwischen Alex und Friedrichstraße auch so unglaublich leer ist...

Und nur zur Erinnerung: Das ICE-Werk steht in Rummelsburg und ist darauf ausgelegt hauptsächlich aus westlicher Richtung (Stadtbahn & Ring) angefahren zu werden. Die Einsetzwege zum Ostbahnhof sind wunderbar kurz. Das andere Werk in Rummelsburg hat vor nicht allzu langer Zeit überhaupt erst einmal eine östliche Zufahrt bekommen. Auch hier ist die Hauptausrichtung der Aufstellgruppe aber Richtung Westen.

Muss man denn immer alle Nachteile miteinander verbinden? Die Frankfurter ICE wandern eh bald teilweise in den Tunnel und belasten dann zusätzlich den rar signalisierten Ostring.

Zugegeben, der Vorschlag ist nicht perfekt. Es ging mir ja auch nicht darum, unbedingt alle Fernzüge in den Tunnel zu verlegen. Allerdings halte ich es für wichtig, über diese Möglichkeit nachzudenken. Die Einfahrt in das ICE-Werk könnte tatsächlich ein Grund sein. Vielleicht ein Lösungsvorschlag (der aber mit Kapazitätsengpässen behaftet ist): Die Züge können ab dem Grünauer Kreuz über Schöneweide und Ostkreuz zur westlichen Einfahrt gelangen. Die Strecke sollte ab 2016 (?) elektrifiziert sein und sich somit eignen.
Zitat
Jay
Weil die S-Bahn zwischen Alex und Friedrichstraße auch so unglaublich leer ist...
Deswegen wird ja die U5 bis zum Hauptbahnhof verlängert ;-)
Pendler aus Brandenburg: ADAC und IGEB streiten um Verkehrskonzept...
[mobil.morgenpost.de]

Viele Grüße
Arnd
Habe heute mal ein wenig auf den Seiten des Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft in Brandenburg gestöbert und zum Thema "Verkehrspolitik" etwas vom Dezember 2013 gefunden, also heute erst 4 Monate alt:

Hier geht es zunächst mal um den aktuellen Stand und was erreicht wurde:
Landesnahverkehrsplan 2013-2017 Teil 1

Und hier, was als Zielnetz bis 2016 angestrebt wird und auch, was als nähere Perspektive angedacht ist:
Landesnahverkehrsplan 2013-2017 Teil 2

Das steht dann z.B.:

- Anpassung der Kremmener Bahn für den Regionalverkehr auf dem Abschnitt Schönholz – Hennigsdorf.
- Einbindung der Heidekrautbahn nach Berlin-Gesundbrunnen über die Stettiner Bahn.

Viel Spaß beim Lesen!
Michael
Zitat
Jay
Die Frankfurter ICE wandern eh bald teilweise in den Tunnel und belasten dann zusätzlich den rar signalisierten Ostring.

Hallo zusammen,

der Grund dafür, dass der Hauptbahnhof für die Fernbahn unten acht und oben nur vier Bahnsteiggleise hat, ist ja unter anderem die Ausrichtung auf die Linie Berlin - Halle/Leipzig - Erfurt - Nürnberg (VDE 8).

Die Fertigstellung des Abschnitts Halle/Leipzig - Erfurt im Jahr 2015 wird zur Folge haben, dass die ICE-Linie nach Frankfurt a.M. größtenteils nicht mehr über Braunschweig, sondern über Erfurt geführt wird.

Diese ICEs erreichen das Werk Rummelsburg dann aber über Gesundbrunnen (hoffentlich mit Verkehrshalt) und Frankfurter Allee. Auf diesem Abschnitt dürften aber noch ausreichend Kapazitäten vorhanden sein. Falls nicht, müssen zum Vorteil der Anwohner wieder mehr Güterzüge den heute kaum noch genutzten nördlichen Außenring befahren anstatt die Abkürzung durch die Innenstadt zu nehmen.

In der Tat wird dies auch dazu führen, dass die Fernbahngleise der Stadtbahn entlastet, die S-Bahn dort aber noch weiter belastet wird. Dies auch als Hinweis an alle, die die U5-Verlängerung immer noch für überflüssig halten.

Viele Grüße
Manuel
Zitat
manuelberlin
Zitat
Jay
Die Frankfurter ICE wandern eh bald teilweise in den Tunnel und belasten dann zusätzlich den rar signalisierten Ostring.

Hallo zusammen,

der Grund dafür, dass der Hauptbahnhof für die Fernbahn unten acht und oben nur vier Bahnsteiggleise hat, ist ja unter anderem die Ausrichtung auf die Linie Berlin - Halle/Leipzig - Erfurt - Nürnberg (VDE 8).

Die Fertigstellung des Abschnitts Halle/Leipzig - Erfurt im Jahr 2015 wird zur Folge haben, dass die ICE-Linie nach Frankfurt a.M. größtenteils nicht mehr über Braunschweig, sondern über Erfurt geführt wird.

Diese ICEs erreichen das Werk Rummelsburg dann aber über Gesundbrunnen (hoffentlich mit Verkehrshalt) und Frankfurter Allee. Auf diesem Abschnitt dürften aber noch ausreichend Kapazitäten vorhanden sein. Falls nicht, müssen zum Vorteil der Anwohner wieder mehr Güterzüge den heute kaum noch genutzten nördlichen Außenring befahren anstatt die Abkürzung durch die Innenstadt zu nehmen.

In der Tat wird dies auch dazu führen, dass die Fernbahngleise der Stadtbahn entlastet, die S-Bahn dort aber noch weiter belastet wird. Dies auch als Hinweis an alle, die die U5-Verlängerung immer noch für überflüssig halten.

Viele Grüße
Manuel


Wobei man dazu sagen sollte, das die S-Bahn auf der Stadtbahn auch noch Reserven hat, und wenn man die voll ausschöpft, dann ist die U5-Verlängerung überflüssig.

Gruß Frank
Zitat
Frank39
Wobei man dazu sagen sollte, das die S-Bahn auf der Stadtbahn auch noch Reserven hat, und wenn man die voll ausschöpft, dann ist die U5-Verlängerung überflüssig.

Hallo Frank,

ich vermute, dass Dein Argument auf mögliche Fahrplan- und Zugbildungsreserven zielt.

Das eigentliche Thema sehe ich aber in der Überlastung der Bahnhöfe und Bahnsteige, insbesondere Hauptbahnhof, Friedrichstraße und Alexanderplatz.

Wenn austeigende Fahrgäste aufgrund des Gedränges regelmäßig nicht den Bahsteig verlassen können, bevor bereits die nächste Bahn einfährt, gibt es ein Problem - um nicht zu sagen, ein ernsthaftes Sicherheitsproblem.

An allen drei Bahnhöfen wird die U5 eine merkliche Entlastung bringen, gerade dadurch, dass sie dort Parallelverkehr ist.

Viele Grüße
Manuel
Zitat
Frank39
Wobei man dazu sagen sollte, das die S-Bahn auf der Stadtbahn auch noch Reserven hat, und wenn man die voll ausschöpft, dann ist die U5-Verlängerung überflüssig.

Gruß Frank

Wenn auf der Stadtbahn mal wieder nichts läuft, wird die U5 aus allen Nähten platzen. Ich bin froh, dass ich meine Arbeitsplätze in Berlin jederzeit ausschließlich mit U BVG oder mit S-Bahn erreichen könnte. Bei so einer großen Stadt mit so einem hohen Anteil an ÖPNV braucht man einfach Rückfallebenen. Allein die Alternativverbindung Alex - Friedrichstraße wird noch so manchen erleichert seufzen lassen beglücken.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.2014 07:32 von DerMichael.
>- Einbindung der Heidekrautbahn nach Berlin-Gesundbrunnen über die Stettiner Bahn.

Es steht dort an andrer Stelle aber auch der Satz "oder über die Stammstrecke".

Heidekraut zum Hauptbahnhof



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.04.2014 10:53 von Heidekraut.
Zitat
manuelberlin
Zitat
Frank39
Wobei man dazu sagen sollte, das die S-Bahn auf der Stadtbahn auch noch Reserven hat, und wenn man die voll ausschöpft, dann ist die U5-Verlängerung überflüssig.
Wenn austeigende Fahrgäste aufgrund des Gedränges regelmäßig nicht den Bahsteig verlassen können, bevor bereits die nächste Bahn einfährt, gibt es ein Problem - um nicht zu sagen, ein ernsthaftes Sicherheitsproblem.
An allen drei Bahnhöfen wird die U5 eine merkliche Entlastung bringen, gerade dadurch, dass sie dort Parallelverkehr ist.

Wenn dies ein tatsächlich ernsthaftes Sicherheitsproblem wäre, dann wäre es schon längst möglich gewesen, für einen kleinen Bruchteil des Geldes die Bahnsteige - wo erforderlich auch mit hohem baulichen Aufwand - zu erweitern bzw. zusätzliche Ausgänge zu schaffen.

Zudem hätten die zuständigen Sicherheitsbehörden längst interveniert und Restriktionen erlassen, wie z.B. dass sich jeweils nur ein Zug an den Bahnsteig aufhalten darf (Gegenzug muss vor Bahnsteig warten etc.).

Es gibt Systeme, wo man Jahrzehnte mit solchen Auslastungen zu tun hat und auch diese Netze auch massiv ausbaut (Geld für Ausbau der Bahnsteige wäre also vorhanden) - aber eben keine Priorität in möglichst großen Bahnsteigen und deren Zugängen sieht, sondern in neuen Strecken in schlecht erschlossenen Gebieten.

Die U5-Verlängerung ist und bleibt m.E. ein teures Luxusprodukt für ein nicht vorhandenes Verkehrsproblem. Das könnten wir uns leisten, wenn wir nicht anderswo in dieser Stadt auf Jahrzehnte hinaus mit überfüllten und unzuverlässigen Bussen im dichten Takt auf Hauptachsen leben müssten...

Ingolf
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