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Görlitzer Bahn - Fernbahn Ostkreuz-Grünauer Kreuz
geschrieben von bb-bahn 
Soweit ich weiß, fehlt es am Signalwerker, der den Umbau des Stellwerks für die nächste Betriebsphase vornimmt. der Gleisbau der aktuellen Phase ist jedenfalls längst abgeschlossen und die neue Brücke wäre eigentlich befahrbar.

Insofern konnten auch noch nicht die zwei mittleren Gleise gesperrt und der Überbau ausgehoben werden, während bei der Fernbahn seit Dezember der Endzustand besteht.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Soweit ich weiß, fehlt es am Signalwerker, der den Umbau des Stellwerks für die nächste Betriebsphase vornimmt. der Gleisbau der aktuellen Phase ist jedenfalls längst abgeschlossen und die neue Brücke wäre eigentlich befahrbar.

Insofern konnten auch noch nicht die zwei mittleren Gleise gesperrt und der Überbau ausgehoben werden, während bei der Fernbahn seit Dezember der Endzustand besteht.

Bei mir im Kalender steht:

15.-18.06.2017: Schöneweide: Inbetriebnahme Gleis 3
Totalsperrung Schöneweide, Pendelverkehr Baumschulenweg – Schöneweide
Ab 19.06. Gleis 3 in Betrieb, Gleise 4/5 außer Betrieb


Ich denke, dass ich die Info aus den Bauinformationen vom letzten Jahr habe, dies also schon seit vielen Monaten so feststeht. Nichtsdestotrotz ist der ganze Ablauf in Schöneweide aber tatsächlich eine einziges Desaster des Vorhabenträgers.

Viele Grüße
André
Zitat
Jay
Soweit ich weiß, fehlt es am Signalwerker, der den Umbau des Stellwerks für die nächste Betriebsphase vornimmt. der Gleisbau der aktuellen Phase ist jedenfalls längst abgeschlossen und die neue Brücke wäre eigentlich befahrbar.

Insofern konnten auch noch nicht die zwei mittleren Gleise gesperrt und der Überbau ausgehoben werden, während bei der Fernbahn seit Dezember der Endzustand besteht.

Hmm, hattest Du mir nicht vorletztes Jahr - durchaus nachvollziehbar - erklärt, man müsse bei den in Schweineöde vorhandenen Stellwerken für die wechselnden Bauzustände der EÜ eben gerade keine Umbauten vornehmen und habe gerade deswegen entschieden, den Bereich erst am Ende mit ESTW zu versorgen?

Für das Umsortieren von Vorhängeschlössern und Sperrriegeln auf der Hebelbank braucht man keine Signalwerker, sondern das macht der Fdl üblicherweise selbst.

Ich vermute daher eher Insolvenz einer Baufirma oder Planungsfehler bei DB Netz als Ursache des Übels.. :-(

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Für das Umsortieren von Vorhängeschlössern und Sperrriegeln auf der Hebelbank braucht man keine Signalwerker, sondern das macht der Fdl üblicherweise selbst.

Autsch! Das wäre ein grob fahrlässiger Eingriff in die Sicherungstechnik, wenn der Bediener nach Gutdünken die Abhängigkeiten "umsortieren" könnte. Es hat seinen Grund, dass an allen Öffnungsklappen Vorhängeschlösser und an allen Hilfstasten Siegel hängen. Fahrdienstleiter dürfen die Technik bedienen, besitzen aber keine Schlüssel. Und Stellwerkstechniker können zwar die Elektronik anfassen, dürfen aber keine Fahrdiensttätigkeiten ausüben.

Viele Grüße
Florian Schulz

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Bedeutet die Außerbetriebstellung der Gleise 4 und 5 dann auch, dass in Schöneweide der S-Bahn nur noch 2 Gleise/Bahnsteigkanten zur Verfügung stehen? Das wäre dann sicher eine deutliche Betriebseinschränkung.
Zitat
Ostkreuzi
Bedeutet die Außerbetriebstellung der Gleise 4 und 5 dann auch, dass in Schöneweide der S-Bahn nur noch 2 Gleise/Bahnsteigkanten zur Verfügung stehen? Das wäre dann sicher eine deutliche Betriebseinschränkung.

Genau. Der Anschluss S47->S8 Richtung Ostkreuz ist dann nicht mehr möglich.
Zitat
Florian Schulz
Zitat
Arnd Hellinger
Für das Umsortieren von Vorhängeschlössern und Sperrriegeln auf der Hebelbank braucht man keine Signalwerker, sondern das macht der Fdl üblicherweise selbst.

Autsch! Das wäre ein grob fahrlässiger Eingriff in die Sicherungstechnik, wenn der Bediener nach Gutdünken die Abhängigkeiten "umsortieren" könnte. Es hat seinen Grund, dass an allen Öffnungsklappen Vorhängeschlösser und an allen Hilfstasten Siegel hängen. Fahrdienstleiter dürfen die Technik bedienen, besitzen aber keine Schlüssel. Und Stellwerkstechniker können zwar die Elektronik anfassen, dürfen aber keine Fahrdiensttätigkeiten ausüben.

Hier geht es aber nicht um irgendwelche Änderungen in der Stellwerkstechnik, sondern nur um das temporäre (bauzeitliche) Sperren zweier Gleise - da müssen keine Signale versetzt oder neue Fahrstraßen eingerichtet werden. Und "Elektronik" gibt es in den Schöneweider Stellwerken ohnehin nur am Schreibtisch des Fdl, jedoch nicht in der Sicherungstechnik..

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Ostkreuzi
Bedeutet die Außerbetriebstellung der Gleise 4 und 5 dann auch, dass in Schöneweide der S-Bahn nur noch 2 Gleise/Bahnsteigkanten zur Verfügung stehen? Das wäre dann sicher eine deutliche Betriebseinschränkung.

Das ist so, aber leider nicht anders machbar, wenn zwei von vier Gleisen ausfallen... :-)

Viele Grüße
Arnd
Zitat
Arnd Hellinger
Hier geht es aber nicht um irgendwelche Änderungen in der Stellwerkstechnik, sondern nur um das temporäre (bauzeitliche) Sperren zweier Gleise - da müssen keine Signale versetzt oder neue Fahrstraßen eingerichtet werden. Und "Elektronik" gibt es in den Schöneweider Stellwerken ohnehin nur am Schreibtisch des Fdl, jedoch nicht in der Sicherungstechnik..

Das nennt man Hilfssperren.
Darauf muss ich an dieser Stelle hinweisen, weil es im Schöneweider Stellwerk tatsächlich Vorhängeschlösser und Riegel (genauer Verschubstangen) gibt. Da hast du dich etwas missverständlich ausgedrückt :-)

Viele Grüße
Florian Schulz

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Zitat
Arnd Hellinger

Hier geht es aber nicht um irgendwelche Änderungen in der Stellwerkstechnik, sondern nur um das temporäre (bauzeitliche) Sperren zweier Gleise - da müssen keine Signale versetzt oder neue Fahrstraßen eingerichtet werden. Und "Elektronik" gibt es in den Schöneweider Stellwerken ohnehin nur am Schreibtisch des Fdl, jedoch nicht in der Sicherungstechnik..

Es geht wohl doch um mehr. Gleis 4 oder 5 soll ja weiterhin (als Kopfgleis) in Betrieb bleiben. Dazu soll es eine neue Fahrmöglichkeit unter Nutzung eines westlichen Abstellgleises geben. So können dann wenigstens 3/4 Züge aus Richtung Stadt enden.

Dazu muß aber die Sicherungstechnik angepackt werden. Eletronik ist in den Stellwerken schon seit DDR-Tagen verbaut.
Zitat
Bd2001
Zitat
Arnd Hellinger

Hier geht es aber nicht um irgendwelche Änderungen in der Stellwerkstechnik, sondern nur um das temporäre (bauzeitliche) Sperren zweier Gleise - da müssen keine Signale versetzt oder neue Fahrstraßen eingerichtet werden. Und "Elektronik" gibt es in den Schöneweider Stellwerken ohnehin nur am Schreibtisch des Fdl, jedoch nicht in der Sicherungstechnik..

Es geht wohl doch um mehr. Gleis 4 oder 5 soll ja weiterhin (als Kopfgleis) in Betrieb bleiben. Dazu soll es eine neue Fahrmöglichkeit unter Nutzung eines westlichen Abstellgleises geben. So können dann wenigstens 3/4 Züge aus Richtung Stadt enden. Dazu muß aber die Sicherungstechnik angepackt werden.

Eletronik ist in den Stellwerken schon seit DDR-Tagen verbaut.

Gut, wenn man die beiden Gleise während der Bauphase weiterhin für Zugfahrten nutzen will, muss die LST dafür natürlich angepasst werden. Einen großen Nutzen kann ich darin allerdings nicht erkennen, weil planmäßig keine Linie in Schweineöde endet und der die Instandhaltungs- bzw. Betriebswerke auf der "anderen Seite" des Sterndamms angesiedelt sind - da kann man auch gleich bis Grünau fahren oder auf Gleis 3 enden und in die Ostkehre aussetzen...

Was verstehst Du eigentlich unter Elektronik? Die "Übersetzung" H/V -> Hl läuft über Relaistechnik.

Viele Grüße
Arnd
Arnd hat Recht. Das Relais ist kein Element der Elektronik. Das ist Elektrik oder Elektromechanik. Bei elektronischen Elementen bewegt sich nichts... Ansonsten würden wir wohl auch nicht von ESTW reden, wenn die Spurplanstellwerke schon elektronisch gewesen wären, sondern von DSTWs oder CSTWs. Wobei ein Relais ja auch irgendwie digital ist, also müsste es dann Computer-Stellwerk (CSTW) heißen.

Eine andere Definition von Elektronik, die ich mal gehört habe: Elektrik ist Kraftstrom, Elektronik ist Schlaustrom. Danach wäre ein Spurplanstellwerk elektronisch, das ist aber weniger wissenschaftlich.

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Arnd Hellinger
Was verstehst Du eigentlich unter Elektronik? Die "Übersetzung" H/V -> Hl läuft über Relaistechnik.

Mit "Elektronik" war allgemein das Innenleben bzw. das Gehirn eines Stellwerks gemeint, auf das ein Fdl keinen Zugriff hat. Richtig gewesen wäre natürlich Elektromechanik.

Viele Grüße
Florian Schulz

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@André: Korrekt, die (erneute) Verschiebung erfolgte bereits irgendwann im letzten Jahr. Der eigentlich angedachte Einbau der Bauweiche, um in der nächsten Phase nach Gleis 5 einfahren zu können, entfiel und dürfte jetzt gemeinsam mit der Wiederinbetriebnahme von Gleis 3 erfolgen.

@Arnd: Ich wiederhole mantrartig, dass kein ESTW gebaut werden kann, weil die Fahrsperre dort noch so lange vorhanden bleiben muss, wie die 480er und 485er eingesetzt werden und der das alte Stellwerk noch diese Zeit durchhalten muss.

Anpassungen an Alt-Stellwerken sind theoretisch einfacher als beim ESTW, weil es kein Softwareupdate samt kompletter Prüfung aller Komponenten braucht, sondern nur jene Komponenten neu geprüft werden müssen, die verändert wurden. Das zunehmende Problem ist aber die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und LSTlern, die an der Alttechnik arbeiten dürfen.

Für die Wiederinbetriebnahme von Gleis 3 muss erstmal das Ausfahrsignal wieder aufgestellt und mit einer Fahrsperre versehen werden. Anschließend muss natürlich auch die Funktionalität geprüft werden. Um Gleis 4+5 wenigstens eingeschränkt nutzbar zu halten, sind größere Veränderungen, u.a. die Einrichtung neuer Fahrstraßen, notwendig. Planmäßig endet die S85 in Schöneweide. Ab Dezember wird sie auch wieder am Wochenende verkehren und den 10er-Takt zur S8 herstellen. Zudem ist die Kapazität notwendig, um Ringzüge bei Störungen aus- und wieder einsetzen zu können. Damit spart man sich den langen Weg durch die große Kehre und kann die kleine Kehre wenigstens eingeschränkt nutzen.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Arnd Hellinger
[...]

Gut, wenn man die beiden Gleise während der Bauphase weiterhin für Zugfahrten nutzen will, muss die LST dafür natürlich angepasst werden. Einen großen Nutzen kann ich darin allerdings nicht erkennen, weil planmäßig keine Linie in Schweineöde endet und der die Instandhaltungs- bzw. Betriebswerke auf der "anderen Seite" des Sterndamms angesiedelt sind - da kann man auch gleich bis Grünau fahren oder auf Gleis 3 enden und in die Ostkehre aussetzen...

[...]

Du kannst den Nutzen nicht erkennen, da du nicht genau hingeschaut hast.
In Schöneweide endet Mo-Fr in der NVZ die S85.
Von Gleis 3 erreicht man nicht die ganze Ostkehre, einige dortige Gleise werden im kommenden Bauzustand also nur über das Bahnsteiggleis 6 angebunden sein.
Zitat
Arnd Hellinger
Zitat
Bd2001
Zitat
Arnd Hellinger

Hier geht es aber nicht um irgendwelche Änderungen in der Stellwerkstechnik, sondern nur um das temporäre (bauzeitliche) Sperren zweier Gleise - da müssen keine Signale versetzt oder neue Fahrstraßen eingerichtet werden. Und "Elektronik" gibt es in den Schöneweider Stellwerken ohnehin nur am Schreibtisch des Fdl, jedoch nicht in der Sicherungstechnik..

Eletronik ist in den Stellwerken schon seit DDR-Tagen verbaut.

Was verstehst Du eigentlich unter Elektronik? Die "Übersetzung" H/V -> Hl läuft über Relaistechnik.

Elektronik ist wo Transistoren die Änderung des Schaltzustandes übernehmen.

Deine Aussage, daß keine Elektronik in den Schönweider Stellwerken verbaut trifft für das Stellen der Weichen und Signale zu, aber die Sicherungstechnik umfaßt eben noch mehr. Z.B. werkeln da seit Mitte der 80er Jahre Transistoren und Dioden im Blockinduktor. Der ist ein Bauteil des Streckenblocks.
Die Abendschau nahm sich heute der unschönen Situation am Bf. Schweineöde an:
[www.rbb-online.de]

Viele Grüße
Arnd
Übrigens nennt die DB die ESTWs in manchen Medien jetzt wirklich Digitalstellwerke, denn so lassen sie sich toll unter dem sexy Schlagwort "Digitalisierung" vermarkten, haben findige Unternehmensberater erkannt.

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Nicht-dynamische Signatur
Zitat
Lehrter Bahnhof
Übrigens nennt die DB die ESTWs in manchen Medien jetzt wirklich Digitalstellwerke, denn so lassen sie sich toll unter dem sexy Schlagwort "Digitalisierung" vermarkten, haben findige Unternehmensberater erkannt.

Das hat damit nichts zu tun. Digitalstellwerke (DSTW) sind die Stellwerke der neuesten Generation. Ihr Unterschied zu herkömmlichen ESTW ist ihre dezentrale Architektur.

Kennziffern sind
- herstellerneutrale Schnittstellen zwischen Komponenten
- Nutzung von IP-Netzwerken für die Anschaltung der Feldebene
- intelligente(re) Controller an den Feldelementen
- dezentrale Stromversorgung
- weitaus größere Stellentferneungen (technisch unbegrenzt, logistisch so ca. 50 km um eine Stellwerkszentraleinheit)
DSTW hört sich schon so unmodern an, als ob die Dinger auf jeden Fall ausfallen und dann nichts mehr geht.
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