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Ausbau Fernbahn Köpenick–Erkner
geschrieben von andre_de 
Hallo,

nun sind sowohl die Hilfsbrücken am Bahnhof Friedrichshagen als auch am Neuenhagener Mühlenfließ (jeweils Fernbahn) erfolgreich eingebaut. Hier eine Galerie des Bau-Wochenendes:

http://baustellen-doku.info/berlin_frankfurter_bahn/ausbau-fernbahn-koepenick-erkner/20160519/

Viele Grüße
André
Zurzeit wird an der Strecke zwischen Hirschgarten und Rahnsdorf fleißig gebaut. Das Gleis Richtung Erkner wurde abgetragen und es werden Schallschutzwände installiert. Der Zugverkehr wird eingleisig abgewickelt, was teilweise zu erheblichen Wartezeiten führt.

Für das Gehalt des Sicherungsposten (Sipo) gönnte man sich automatische Tröten, die zu Hauf entlang der kompletten Strecke stehen. Naht ein Zug heran, wird von dem neuerlichen Technikwunder sowohl ein optisches als auch ein akustisches Signal ausgegeben, das die Bauarbeiter an der Strecke warnt.

So weit, so gut. Doch während der Sipo früher gemeinsam mit den Bauleuten Feierabend machte, bleiben die Tröten natürlich während der gesamten Bauzeit Tag und Nacht neben den Gleisen stehen und verrichten die ganze Zeit über mit hoher Zuverlässigkeit ihren Dienst. Das kann ich besonders in den Nachtstunden an meinem Wohnsitz in gut zwei Kilometern Entfernung noch deutlich wahrnehmen. Für mich ist es zwar kein störendes Geräusch aber ich frage mich dennoch, wie das wohl die direkten Anrainer sehen und warum diese Dinger nicht einfach zum Feierabend abgeschaltet werden?
Wohne in Friedrichshagen und kann dir sagen, dass es extrem nervig ist. Aber die Tröten sind nach Feierabend nicht immer angeschaltet.
Verstehe, nachts arbeiten ist wegen Lärm nicht möglich. Aber die Bausicherung des nachts nicht ausschalten geht ohne Probleme.

*******
Logital bei Twitter.
Zitat
Logital
Verstehe, nachts arbeiten ist wegen Lärm nicht möglich. Aber die Bausicherung des nachts nicht ausschalten geht ohne Probleme.

Ich glaube nicht wirklich an diese immer wieder angeführten Nachtarbeitsverbote, nachdem selbst in Waldgebieten (Köpenick) angeblich nicht gearbeitet werden durfte, laut BVG.
Es geht wohl eher um Zuschläge, die man sparen will.
Naja, Baulärm nachts ist ja schon verboten. Die BVG hätte sicher Chancen, sich die Bauarbeiten genehmigen zu lassen. Da sie aber in dieser Hinsicht keine Anstrengungen unternimmt, kann sie sich auf das Verbot berufen und Zuschläge sparen. Bei der Bahn ist das anders, die dürften nachts bauen, sofern das notwendig ist. Allerding gilt das mit den Zuschlägen auch hier. Ob man diese Rottenwarnanlagen überhaupt abstellen darf? Nicht das dann irgendein genervter Anwohner den Schalter findet...

Gruß Nemo
---

Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Naja, Baulärm nachts ist ja schon verboten. Die BVG hätte sicher Chancen, sich die Bauarbeiten genehmigen zu lassen. Da sie aber in dieser Hinsicht keine Anstrengungen unternimmt, kann sie sich auf das Verbot berufen und Zuschläge sparen. ...

Völliger Blödsinn !!

Die BVG bekommt Nachtarbeiten für geplante größere Bauarbeiten aus Gründen des Lärmschutzes eben nicht mehr genehmigt.
Ausnahmegenemigungen sind nur noch bei Havarien oder nicht mehr verschiebbarer Instandhaltung zu bekommen.

Selbst bei in der nächtlichen Betriebspause erfolgenden Gleisschleifarbeiten zur Reparatur an Straßenbahngleisen
toben erboste Einwohner am Fenster und benutzen u.a. fäkale Ausdrucke,
wie man von den Kollegen der Gleisbauabteilungen öfter zu hören bekommt.

T6JP
Das Schleifen von Gleisen ist ja auch recht laut. Da kann es schon nerven, wenn die Schleiffahrzeuge einen Streckenabschnitt mehrfach befahren. Genauso wie die Gleisreiniger. Da das aber nur wenige Male im Jahr vorkommt, finde ich es zwar extrem unangenehm, aber ertragbar.

@Nemo: Lärmschutz gilt für die Bahn ebenso. Auch die muss entsprechende Ausnahmegenehmigungen beantragen. Erinnert sie hier an die kurzfristig zurückgezogene Genehmigung am Ostkreuz, die dafür sorgte, dass ein ganzes Wochenende lang nichts fuhr - ohne dass gearbeitet wurde.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Zitat
Jay
Das Schleifen von Gleisen ist ja auch recht laut. Da kann es schon nerven, wenn die Schleiffahrzeuge einen Streckenabschnitt mehrfach befahren. Genauso wie die Gleisreiniger. Da das aber nur wenige Male im Jahr vorkommt, finde ich es zwar extrem unangenehm, aber ertragbar.

@Nemo: Lärmschutz gilt für die Bahn ebenso. Auch die muss entsprechende Ausnahmegenehmigungen beantragen.

Naja. Die 32. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung - 32. BImSchV) gilt für Bundesfernstraßen und Schienenwege des Bundes ausdrücklich nicht: [www.gesetze-im-internet.de]
Beim Ostkreuzneubau handelt es sich vermutlich nicht direkt um den Schienenweg, sondern vor allem um bauliche Anlagen der Eisenbahn.

Weitere Ausnahmen, auch für die BVG, könnten die Länder genehmigen. Die politisch Verantwortlichen tun das aber nicht, da sie wieder gewählt werden wollen.

Daher werden entsprechende Anträge der BVG regelmäßig kostenpflichtig abgelehnt. Die Folge sind Sperrungen werktags und Ersatzverkehr, die ebenfalls genehmigungspflichtig sind. Im Unterschied zu Lärmausnahmegenehmigungen werden die Anträge auf Ersatzverkehr meist genehmigt, ebenfalls kostenpflichtig. Das stört dann nur die Kunden. Die Klagen darüber beziehen sich aber mehr auf schlechte Information oder Organisation, sowie wegen Umsteigen, längerer Wege und Reisezeiten, nicht über die Bauarbeiten an sich.

so long

Mario
Zitat
Silent-Eagle
Aber die Tröten sind nach Feierabend nicht immer angeschaltet.

Du meinst also, das Ausschalten wird dann und wann vergessen? Da muß ich mal genauer aufmerken. Mir fiel es nur vergangene Nacht sowie am frühen Morgen wieder auf. Heute muß der Wind ungünstig stehen, da ich das Getröte, das übrigens klingt, als ob in der Ferne eine ganze Schar Truthähne durcheinanderschreit, gerade wieder vernommen habe.
Zitat
der weiße bim
[...]

Weitere Ausnahmen, auch für die BVG, könnten die Länder genehmigen. Die politisch Verantwortlichen tun das aber nicht, da sie wieder gewählt werden wollen. Daher werden entsprechende Anträge der BVG regelmäßig kostenpflichtig abgelehnt.

Die Folge sind Sperrungen werktags und Ersatzverkehr, die ebenfalls genehmigungspflichtig sind. Im Unterschied zu Lärmausnahmegenehmigungen werden die Anträge auf Ersatzverkehr meist genehmigt, ebenfalls kostenpflichtig. [...]

Das verstehe ich nicht, warum hat jemand wegen Lärm von der Nicht-Wiederwahl Schiss aber nicht vor der Nicht-Wiederwahl auf Grund von Ersatzverkehr?

*******
Logital bei Twitter.
Letzte Nacht scheint ja Ruhe gewesen zu sein, ich habe jedenfalls nichts gehört. Die lesen hier wohl auch alle mit?
Zitat
Logital
Zitat
der weiße bim
[...]

Weitere Ausnahmen, auch für die BVG, könnten die Länder genehmigen. Die politisch Verantwortlichen tun das aber nicht, da sie wieder gewählt werden wollen. Daher werden entsprechende Anträge der BVG regelmäßig kostenpflichtig abgelehnt.

Die Folge sind Sperrungen werktags und Ersatzverkehr, die ebenfalls genehmigungspflichtig sind. Im Unterschied zu Lärmausnahmegenehmigungen werden die Anträge auf Ersatzverkehr meist genehmigt, ebenfalls kostenpflichtig. [...]

Das verstehe ich nicht, warum hat jemand wegen Lärm von der Nicht-Wiederwahl Schiss aber nicht vor der Nicht-Wiederwahl auf Grund von Ersatzverkehr?

Etwas offtopic:
Einem Sigmar Gabriel ist auch erst jetzt, fast ein Jahr danach, aufgefallen das Frau Merkel mit ihrem "wir schaffen das" Unrecht hatte. Warum er das erst jetzt öffentlich kundtat kann man sich denken.
Zitat
micha774
Etwas offtopic:
Einem Sigmar Gabriel ist auch erst jetzt, fast ein Jahr danach, aufgefallen das Frau Merkel mit ihrem "wir schaffen das" Unrecht hatte. Warum er das erst jetzt öffentlich kundtat kann man sich denken.

Das ist zwar offtopic, aber dennoch sinnentstellend verkürzt dargestellt. Er hat lediglich kritisiert, dass seiner Meinung nach dem "wir schaffen das" nicht genügend unternommen wurde/wird, um es zu schaffen. Hier der Link zum vollständigen Interview: [www.morgenpost.de]
Hallo,

hier eine Galerie vom Einbau der Hilfsbrücken in die S-Bahn-Gleise am Neuenhagener Mühlenfließ sowie vom Baufortschritt in Friedrichshagen. Auch ein Foto der diskutierten Rottenwarnanlage habe ich mit aufgenommen.

http://www.baustellen-doku.info/berlin_frankfurter_bahn/ausbau-fernbahn-koepenick-erkner/20160802/

Viele Grüße
André
[qoute]
Neues vom Streckenausbau Berlin - Frankfurt/Oder

Was uns tangiert

Die Ausbaustrecke Berlin - Frankfurt (Oder) ermöglicht unter anderem kürzere Fahrzeiten und Geschwindigkeiten bis 160 km/h. Vorher waren maximal 120 km/h möglich.

Derzeit werden die Streckenabschnitte von Ostbahnhof bis Ostkreuz und Hirschgarten bis Erkner ausgebaut und modernisiert. Im Rahmen des Projekts werden unter anderem etwa zehn Kilometer Oberleitung sowie die Gleisanlagen erneuert. Der Gleisabstand zu der parallel verlaufenden S-Bahntrasse wird zudem vergrößert.

Die Eisenbahnüberführungen Neuenhagener Mühlenfließ (innerhalb des 1. Bauabschnitts), Straße nach Fichtenau und Fredersdorfer Mühlenfließ sowie der Personentunnel am S-Bahnhof Berlin-Wilhelmshagen (innerhalb des 2. Bauabschnitts) werden erneuert. In Friedrichshagen wird am Fürstenwalder Damm ein neuer Zugang aus Richtung Süden für Fußgänger und Radfahrer errichtet. Im Anschluss wird der südliche Vorplatz durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick neu gestaltet.

Am Bahnhof Köpenick werden ein Bahnsteig für den Regionalverkehr, ein Elektronisches Stellwerk (ESTW) sowie Stützbauwerke errichtet. Darüber hinaus werden westlich der Bahnhofstraße ein Zugang zur S-Bahn sowie östlich eine Personenunterführung mit Zugängen zum S- und Regionalbahnsteig gebaut. Ein drittes Gleis mit Anbindung an den Berliner Außenring ist ebenfalls vorgesehen. Es werden vier Eisenbahnüberführungen erneuert und Lärmschutzwände errichtet.

Die Fertigstellung der zweigleisigen S-Bahnbrücke am Neuenhagener Mühlenfließ ist für August 2017 vorgesehen. Bis dahin wird der Verkehr über Hilfsbrücken geführt.[/qoute]

Quelle: [www.friedrichshagen.net]

Bis jetzt haben die Angaben auf dieser Seite immer gestimmt!!!

GLG.................Tramy1



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.02.2017 07:34 von Tramy1.
Zitat
Tramy1
[qoute]


Am Bahnhof Köpenick werden ein Bahnsteig für den Regionalverkehr,

...

Bis jetzt haben die Angaben auf dieser Seite immer gestimmt!!!

Na dann muss er jetzt ja kommen. Und ich hatte schon Befürchtungen!!!

*******
Logital bei Twitter.
Zitat
Logital
Zitat
Tramy1
[qoute]


Am Bahnhof Köpenick werden ein Bahnsteig für den Regionalverkehr,

...

Bis jetzt haben die Angaben auf dieser Seite immer gestimmt!!!

Na dann muss er jetzt ja kommen. Und ich hatte schon Befürchtungen!!!

Das ist doch allen längst bekannt, die den Regio-Sprechtag im letzten Jahr besucht oder den Bericht dazu gelesen haben.

--- Signatur ---
Bitte beachten Sie beim Aussteigen die Lücke zwischen Bus und Bordsteinkante!
Lärmschutzwände - die sollten endlich verboten werden.
Warum bauen die nicht gleich die Berliner Mauer wieder auf...
@Ostkreuzi

seh ich genauso, teilweise sehen Bahntrassen mit "Lärmschutzwänden" aus wie die Berliner Mauer mit Todesstreifen.

Da muß eine andere Lösung her, vielleicht Geschwindigkeitsbegrenzung, wenn eine Fahrt von Dresden, Hamburg usw. nach Berlin dann 5 Minuten länger dauert, was solls ?

Viele Grüße aus der Wollankstraße



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.02.2017 23:37 von Wollankstraße.
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