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Diskussion um Verlängerung der Berliner U-Bahn zum BER
geschrieben von 2277 
Zitat
Heidekraut
Ich finde der ständig beschworene Zusammenhang zwischen Straßenbahn und U-Bahn-Planung nervt. Er besteht imho so nicht. Nichts gegen die Straßenbahn ins MV. Aber ihn gegen eine Verlängerung der U8 auszuspielen, ist lächerlich. Ähnlich verhält es sich mit der U7, weder S-Bahn, Regionalbahn noch Straßenbahn stehen dem im Wege.

Du verkennst die Personalsituation bei BVG und Senat. Da wurde unter Senator Strieder massiv eingespart. Daher können die Planer entweder eine Straßenbahn oder eine U-Bahn planen (meist reichen noch nicht einmal dafür die Leute).

S- oder Regionalbahn ist eine andere Baustelle, da ist weder der Senat noch die BVG die Planer.
Sicher bei der gegenwärtigen Personalsituation - nicht nur bei der BVG, sondern auch bei der Verwaltung und den Planungsbüros - sollte man sich in der Tat überlegen, ob man die wenigen Leute lieber mit U-Bahnplanungen oder mit Straßenbahnbauen beschäftigt. Einstellen kann man die Leute leider nicht so einfach - der Arbeitsmarkt ist leergefegt.

Also bleibt nur die Vergabe an externe Büros, die sich die Arbeit dann aber natürlich gut bezahlen lassen werden. Zudem dauert die Ausschreibung der Aufträge natürlich. Ich freu mich auf derartige Aufträge, allerdings ist es fraglich, ob man vor lauter prüfen dann irgendwann auch mal zum Bauen kommt. Zumal die Leute, die prüfen in derselben Zeit eben keine realisierbaren Baupläne erstellen werden und auch kein Planfeststellungsverfahren durchführen werden. Einfach, weil man nicht dauerhaft über 8-10 Stunden Arbeitszeit am Tag zur Verfügung stellen will. Das sind zumindest teilweise dieselben Leute.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.07.2017 16:56 von Nemo.
Zitat
Nemo
Sicher bei der gegenwärtigen Personalsituation - nicht nur bei der BVG, sondern auch bei der Verwaltung und den Planungsbüros - sollte man sich in der Tat überlegen, ob man die wenigen Leute lieber mit U-Bahnplanungen oder mit Straßenbahnbauen beschäftigt. Einstellen kann man die Leute leider nicht so einfach - der Arbeitsmarkt ist leergefegt.

Das ist wohl richtig, schon gar nicht zu den Konditionen die BVG und Senat in Berlin so bieten.

Wenn man den Prüfauftrag geschickt formuliert und trotzdem schlank hält, hat man allerdings den Vorteil, dass man die nächsten paar Jahre erstmal bei Rückfragen darauf verweisen kann, dass ja die Prüfung gerade im Gange ist und wenn man dann mal zu Ende geprüft hat, stellt man erstmal eine Prioritätenliste auf und stellt das ganze unter Finanzierungsvorbehalt und schon hat man was schönes in der Schublade, was man herausziehen kann, wenn mal ein paar Milliarden zu viel in der Kasse sind.
Zitat
DasVerkehrswesen
"Der Senat hat am Dienstag den Vorschlag von Verkehrssenatorin Regine Günther angenommen, die Möglichkeiten eines weiteren U-Bahn-Ausbaus zu prüfen. [...] Unter die Lupe nehmen soll ihre Verwaltung [...] einen Weiterbau der U 7 bis maximal zum Bahnhof Schönefeld. [...] Am Bahnhof Schönefeld sollte Schluss sein; ein Weiterbau zum BER, der nach einer Idee aus der BVG als Hochbahnstrecke entstehen könnte, gilt zumindest derzeit als unrealistisch.", schreibt Der Tagesspiegel.

moin moin,

...na wenigstens ist die U-Bahn zum Ostkreuz verschwunden

Gruß Angus
Man sollte erst U-Bahnprüfaufträge bearbeiten, wenn die Straßenbahn-Planfeststellungen fertig sind.
Zitat
Ostkreuzi
Man sollte erst U-Bahnprüfaufträge bearbeiten, wenn die Straßenbahn-Planfeststellungen fertig sind.

Dann sollte man sich um die Ausschreibungen für den Bau kümmern.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Mit Fertigstellung des U5-Lückenschluss-Projekts wird Planungs- und Bauleitungskapazität frei werden. Die könnte sich sofort um weitere U-Bahnverlängerungen kümmern.
Gibt es keine Folgeaufträge, verschwindet die Fachkompetenz sofort in andere Städte und Länder, die den U-Bahnbau fördern.

so long

Mario
Die Fachkompetenz kann sich genau so gut um Straßenbahnprojekte kümmern. S-Bahn-Projekte (wenn auch kein Neubau) gibt's auch noch das ein oder andere in Berlin. Ausnahme sind Tunnelbauer, die aber außerhalb der Alpen ohnehin Wandervögel sein müssen.
Die Tunnelbauer haben ja noch die S21. Da sind sie auch erstmal 10 bis 15 Jahre beschäftigt...

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
DasVerkehrswesen
"Der Senat hat am Dienstag den Vorschlag von Verkehrssenatorin Regine Günther angenommen, die Möglichkeiten eines weiteren U-Bahn-Ausbaus zu prüfen. [...] Unter die Lupe nehmen soll ihre Verwaltung [...] einen Weiterbau der U 7 bis maximal zum Bahnhof Schönefeld. [...] Am Bahnhof Schönefeld sollte Schluss sein; ein Weiterbau zum BER, der nach einer Idee aus der BVG als Hochbahnstrecke entstehen könnte, gilt zumindest derzeit als unrealistisch.", schreibt Der Tagesspiegel.

Immerhin werden nunmehr vergleichsweise sinnvolle U-Bahnvorhaben thematisiert, ausgehend vom Prüfauftrag aus der letzten Legislaturperiode ein Schritt zur Versachlichung der Debatte.

Abweichend von den bisherigen Planungen in Pankow (U 2 und U 9 bis Pankow Kirche) stellt sich die Frage, ob nicht auch eine Verlängerung der U 9 zum bestehenden S- und U-Bhf Pankow wegen der dann entstehenden Umsteigeverbindung zwischen der City-West und der S-Bahn aus Richtung Bernau Charme hätte.

Zum Schluß wieder meine "Standardfrage": Wer zahlt? Wird diese Frage auch untersucht?

"Die Förderkulisse wird schlechter", ist eine Einschätzung von Burkhard Exner (Bürgermeister und Beigeordneter für Zentrale Steuerung und Finanzen in Potsdam) in "Zeit Online" vom Anfang dieses Jahres, sh. hier: [www.zeit.de]

Einen schönen Tag wünscht Euch
Marienfelde
Zitat
Marienfelde

Abweichend von den bisherigen Planungen in Pankow (U 2 und U 9 bis Pankow Kirche) stellt sich die Frage, ob nicht auch eine Verlängerung der U 9 zum bestehenden S- und U-Bhf Pankow wegen der dann entstehenden Umsteigeverbindung zwischen der City-West und der S-Bahn aus Richtung Bernau Charme hätte.

Dein Wunsch wird auch erfüllt.
Wer aus Bernau kommt, kann in Gesundbrunnen in die Ringbahn umsteigen. Die Variante Pankow-Kirche hat mehr Charme auch in Richtung zukünftiger Erweiterungen.

Heidekraut zum Hauptbahnhof
Wie wäre es mit einer Kreis-Variante. Die U9 fährt Wollankstr. - S Pankow - Pankow, Kirche - Wollankstr. Die U2 fährt S Pankow - Wollankstr. - Pankow, Kirche - S Pankow.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Nemo
Die U9 fährt Wollankstr. - S Pankow - Pankow, Kirche - Wollankstr. Die U2 fährt S Pankow - Wollankstr. - Pankow, Kirche - S Pankow.

Das ist aber verwirrend. Ich kann mir vorstellen, daß einige Zeitgenossen für immer in einer solchen Schleife gefangen wären.
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Nemo
Die U9 fährt Wollankstr. - S Pankow - Pankow, Kirche - Wollankstr. Die U2 fährt S Pankow - Wollankstr. - Pankow, Kirche - S Pankow.

Das ist aber verwirrend. Ich kann mir vorstellen, daß einige Zeitgenossen für immer in einer solchen Schleife gefangen wären.

Das erklärt, warum immer die selben U-Bahn-Pläne alle paar Jahre wieder erneut auftauchen!

;-)
Zitat
Alter Köpenicker
Zitat
Nemo
Die U9 fährt Wollankstr. - S Pankow - Pankow, Kirche - Wollankstr. Die U2 fährt S Pankow - Wollankstr. - Pankow, Kirche - S Pankow.

Das ist aber verwirrend. Ich kann mir vorstellen, daß einige Zeitgenossen für immer in einer solchen Schleife gefangen wären.

Fürs in der Schleife bleiben müsste man aber umsteigen.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
Heidekraut
Wer aus Bernau kommt, kann in Gesundbrunnen in die Ringbahn umsteigen. Die Variante Pankow-Kirche hat mehr Charme auch in Richtung zukünftiger Erweiterungen.

Dennoch würde sich am S- und U-Bhf Pankow eine zusätzliche Verknüpfung ergeben, die wohl auch zu einer zusätzlichen Fahrgastnachfrage aus Richtung Bernau in Richtung Zoo führen würde.

Zukünftige Erweiterungen mitzudenken, ist im Grundsatz sicher richtig. Aber es drängt sich wieder die "Standardfrage" auf: Wer zahlt? Allgemeiner: Ein größerer Finanzierungsanteil des Landes ist bei kleineren U-Bahnvorhaben vielleicht vorstellbar - aber bei größeren Vorhaben (z.B. U 9 nach Lankwitz) dürfte der "Stadtstaat" sehr rasch an finanzielle Grenzen stoßen.

Bund und ggfs. auch die EU wären eigentlich gefordert,

meint Marienfelde
Auf so eine Logik muss man auch erst einmal kommen:
Der Knoten S+U Pankow ist überlastet und soll durch die U9-Verlängerung entlastet werden...

x--x--x--x

Ein fester Standpunkt ist immer wichtig - besonders in Kurven und beim Bremsen. Bitte gut festhalten!
Man könnte z.B. die Entlastung dadurch schaffen, indem man die Übergänge zur U9 jeweils ans südliche Bahnsteigende legt.

Gruß Nemo
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Eine Straßenbahn ist besser als keine U-Bahn!!
Zitat
B-V 3313
Auf so eine Logik muss man auch erst einmal kommen:
Der Knoten S+U Pankow ist überlastet und soll durch die U9-Verlängerung entlastet werden...

Nach derselben Logik hantieren ja auch die Hanseaten in Hamburg. Der Hauptbahnhof ist zwar schon völlig überlastet, aber man hat ja das Dogma, dass jede U-Bahnlinie über den Hauptbahnhof fährt, also muss das auch die künftige U5 tun.

Eine Entzerrung wäre in jedem Fall sinnvoll und gerade die U9 ist ja auch ein Beispiel dafür. Sie fährt eben nicht über Gesundbrunnen, Wedding und Wittenbergplatz sondern Osloer Straße, Leopoldplatz, Westhafen, Ku'damm, Spichernstraße. Insofern wäre die logischer Verlängerung Schönholz (S1), Ossietzkyplatz (U2), Blankenburg (S2) oder Wollankstraße (S1), Pankow Kirche (U2), Heinersdorf (S2), wobei letztere Variante den Vorteil hat, dass sie mit der Breiten Straße das Pankower Zentrum erschließt.

Aber wie schon mehrfach angedeutet: Die Planungskapazitäten sind stark begrenzt und daher sorgt jede U-Bahn-"Prüfung" dafür, dass sich die Straßenbahnprojekte verzögern, was sie ja schon aufgrund der immer höheren Anforderungen ganz von allein tun. Die höheren Anforderungen sind ganz nebenbei maßgeblich durch die U5-Verlängerung und der Baugruben für den Turmbahnhof Unter den Linden entstanden.

--- Signatur ---
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